Es ist wieder soweit - HALLOWEEN! *böse lach* Der einzige Tag im Jahr, an dem Eltern zu ihren Kindern sagen: Du brauchst keine Angst vor den Leuten in Schwarz haben, es ist Halloween. Natürlich braucht es zu diesem Anlass den richtigen Soundtrack, vor allem jetzt, wo viele Veranstaltungen und Zuhause-Partys vermutlich eh ins Wasser fallen! Wir lassen uns davon aber nicht unterkriegen und in der Szene freut sich der Eine oder Andere sicherlich, wenn er jetzt eine Maske tragen muss! Genug der Scherze, kommen wir zum Wesentlichen. darkTunes hat sich nämlich die Mühe gemacht, trotz Einschränkungen den ultimativen Sampler für dieses Halloween zusammenzustellen! 35 ausgewählte Acts aus der darkTunes Riege, um Euch das Gruseln zu bringen und die Nachbarn mit fetten Bässen zu terrorisieren! Lasst uns also keine Zeit verlieren und direkt los legen! 

 

Den Anfang machen Amore Ad Lunam  aus Puerto Rico mit ihrer Power-Hymne Perfect Moon. Für eine Halloween Compilation natürlich der perfekte Opener! Emotionaler Alternative Goth Rock mit viel Herzblut, Tiefgang und einschneidendem Gesang verwöhnt hier Eure Ohren! Malcolm Baez und seine Jungs wissen, wie sie Euch verzaubern! Weiter geht es mit einer Band, die ich Euch hier ebenfalls schon vorgestellt habe und die mit ihrem Industrial Metal auf keinen Fall fehlen dürfen: Die Australier Darkcell! Gemeinsam mit Lindsay Schoolcraft  (ex-Cradle Of Filth Keyboarderin und Backing Vocalist) leiten sie die Midnite  ein! Betörend, magisch, okkult, verführerisch, düster. Beide Stimmen vereinen sich zu einer fast schon erotischen Mischung, die Euch sofort in den Bann zieht! Ultimativer Halloween Soundtrack! Weiter geht es mit den griechischen Dark Goth Rockern The Black Capes  aus Athen. Sie heißen Euch herzlich Welcome to the Necroclub. Düster, straight nach vorne, von ganz tief unten aus der Gruft stammen ihre betörenden Melodien. Die Stimme ihres Frontmannes Alex S Wamp klingt wie von den ganz großen Legenden der Goth Rock Ära und schneidet einer Rasierklinge gleich ins Fleisch. Die Band hat es echt drauf und bringt den Geist der guten alten Goth Zeit wieder zurück, um ihm mit moderneren Elementen neues Leben einzuhauchen! Passt natürlich auch hervorragend zu Halloween! Weiter geht es mit den Russen Dance My Darling, neues Steckenpferd bei darkTunes. 2019 wurde die Band von Roman Munster ins Leben gerufen, seines Zeichens Frontmann der russischen Gothic Metal Band Maestro Nosferatu. Diese löste sich 2018 allerdings auf, wodurch sich Roman voll und ganz auf sein neues Projekt konzentrieren kann. Ihm zur Seite steht Alexandra Snork, Keyboarderin bei der russischen Post Punk Band Gruppa Hmuryi. Der Bandname ist eine Referenz zu Dance Mephisto, einem Song aus der Feder von niemand Geringerem als Falco, den Roman mit seiner ehemaligen Band gecovert hatte. Jetzt widmen sich die Beiden einer betörenden Mixtur aus Electro Pop, Tanzmusik, Darkwave, Post Punk und Gothic Rock. Präsentieren wollen sie uns diese Mischung mit ihrer hier vertretenen Freak Show. Magisch, okkult, zum Tanzen anregend, die perfekte Mischung aus Gothic Rock & Electro, aus alt und neu. Von diesem Projekt werdet Ihr noch mehr erfahren, denn ihr Debüt Album werde ich Euch auch noch genauer vorstellen! Sie ergänzen diese Compilation wirklich ganz ausgezeichnet! Als nächstes erwartet uns eine weitere unheilige Zusammenarbeit: BASSZILLA feat. Omnimar! BASSZILLA ist das Nu Rave Neben-Projekt von Label-Chef und EXTIZE! Frontmann Raphael Beck, Omnimar dürfte hinreichend bekannt sein. Wer sie noch nicht kennt: Synth Pop Duo aus Moskau, bestehend aus Frontfrau Maria Mar und Elektroniker Alex VRT. Gemeinsam beschwören sie den Ghost In My Head. Hier vereinen sich Melodien, Töne und Bässe, die in dieser Form einzigartig sind! Über allem schwebt Marias engelsgleiche Stimme, die einfach zu verzaubern weiß! Der ultimative Party Soundtrack! Wenn das die Stimmung nicht anhebt und auf die Tanzfläche zieht, weiß ich es auch nicht! Spätestens, wenn BASSZILLAs elektronisch verzerrter Gesang aus den Tiefen der Hölle mit Maria im Duett singt, ist es um Euch geschehen! Versprochen! Wahrlich unheilig und das ohne den kommerziellen Grafen! Im Video stellt sich heraus, dass es zudem eine tieftraurige, dunkel-romantische Ballade ist. Kuscheln und inniges Tanzen angesagt! Die nächste Kombo hab ich Euch auch schon mal vorgestellt: CATTAC, das Duo mit den Katzenmasken! Das fehlende Glied zwischen old school Gothic Rock und Electro! Ghost Of Mine  wurde hierfür ausgewählt und mit dem Pete Steele-ähnlichen Gesang jagen uns die Katzen wohlige Schauer über die Haut, während wir zu ihren hypnotisierenden, betörenden Beats tanzen! Auch von ihnen werdet Ihr bald wieder mehr erfahren, denn das brandneue Album steht in den Startlöchern! Mehr dazu bald hier! Als nächstes beehrt uns Ralph noch einmal! Diesmal über seine Hauptband EXTIZE! und sie haben sich tatkräftige Unterstützung von der Athener Dark Electro Wucht Inline.Sex.Terror  geholt! Zusammen bieten sie Ghost on Earth  dar in einem Spectral Mix by ExoPhantom (Alien: Nation). Das verspricht die pure Ekstase, wenn diese 3 Electro-Mächte aufeinander treffen! Abgespaced, nicht von dieser Welt, intergalaktisch, ausgelassen, Dancefloors on Mars! Wer hier nicht tanzt, ist selber schuld! Wer hier natürlich auch nicht fehlen darf, sind SynthAttack! Eine der aktuell angesagtesten Electro-Formationen wartet hier mit Final Salvation  auf! Eine wunderschöne, an die Seele gehende, himmlisch melancholische Electro-Granate! Martin und Nicole sind hier im Duett zu hören! Nicoles Zweitband TOAL werde ich Euch hier auch noch genauer vorstellen; deren Debüt Album ist nämlich kürzlich bei darkTunes erschienen! Als nächstes präsentiert sich die aus Whitby, UK stammende Electro Goth Rock Band Auger! Lead Sänger, Keyboarder & Produzent Kyle J Wilson und Gitarrist sowie Background Sänger Kieran Thornton fanden 2017 zusammen und sind mit dem höchst emotionalen My Death  vertreten. Man muss ja auch an Halloween kuscheln! Da ist das nächste Lied doch schon deutlich derber! Die französischen Krach-Laboranten FREAK INJECTION, die ich Euch neulich vorstellte, sind mit ihrer Monster Town  vertreten! Ich hatte ja gesagt, es wäre der ultimative Halloween Soundtrack und jetzt sind sie hier dabei! Ich glaub, ich kann hellsehen! Wer die Rezi verpasst hat: Dieses in der Form einzigartige Lied mischt Industrial Rock mit Glitzer, freakig genialem Frauengesang und allerlei abgefahrenen Themen. FREAK INJECTION sind eine Institution für sich und ich finde sie einfach nur geil! Eine ganz andere Hausnummer ist da schon XORDIA aus Willisau (Kleinstadt und Einwohnergemeinde im Schweizer Kanton Luzern). Alternative Metal, gespickt mit elektronischen Klang-Universen und allen möglichen anderen metallischen Raffinessen. Angeführt wird die Truppe von Front-Amazone Alyn. Sie stellen sich auf ihrer FB Homepage so selbst vor: Alternative Metal mit rockigen Riffs, eingängigen Melodien, elektronischen Tunes, Breakdowns, schweren Beats, Keyboards und einer Frauenstimme: Das ist XORDIA. Seit 2014 in der aktuellen Besetzung unterwegs, haben die Fünf ihren Stil nach und nach raus aus dem Symphonic Metal hin zu einer moderneren, härteren Variante entwickelt. Die Vocals wurden tiefer, die Sounds elektronischer und die Message kritischer. Im Herbst 2016 haben sie dann ihre bisherigen Songs in die Distillerie geschickt und aus der Essenz die erste EP aufgenommen. Sie stehen - wie ihr Bandname (von lateinisch Exordium) schon sagt - für Anfang. Denn wenn die Show beginnt, bieten sie etwas für Augen und Ohren: Power und Gefühl, Schall und Rauch, Licht und Schatten, Tiefen und Höhen lassen niemanden kalt. Eine geballte Mischung aus straight nach vorne Metal, gigantischen Electro-Wellen, Dystopie, Sci-Fi und bitterer Realität mit kräftiger Frauenstimme. Müsst Ihr Euch merken, denn auch hier steht das Debüt Album an und auch das stelle ich Euch noch vor! Hier sind sie mit Penumbra  vertreten und werden die Tanzfläche mit headbangenden Tänzern füllen! Bei dieser jungen Kombo kann man nämlich beides! Da wir gerade bei Metal sind, legen wir doch gleich ein paar Schippen drauf mit den Sankt Petersburger Nu Metalern Fallcie. Hierbei handelt es sich um die wiederbelebte Band Nu-Nation, die aus den selben Mitgliedern besteht, jetzt aber von Valentina Lavrinenko am Mikro angeführt wird! Diese punktet mit kräftigem Klargesang, Rockröhre, derben Screams und tiefen Growls. Der Fünfer heizt uns mit A Martyr Is Born  ein. Es beginnt noch im Nu Metal, steigert sich aber zu einem wahren Nu Death Metal Gewitter! Ich freue mich wahnsinnig über diese Reinkarnation! Was ein geiles Metal-Brett! Auf ihrer FB Homepage werden sie als Extreme Metal vorgestellt. Auch das ist mehr als zutreffend! Ich betone ja immer wieder, dass auch Frauen im Metal ans Mikrofon gehören! Danach bleiben wir in gewisser Weise im Metal, zumindest fährt APRYL ähnliche Geschütze auf! Metal, Industrial Metal, NDH - APRYL ist die perfekte Mischung aus allem! Ausführlich habe ich Euch diesen Künstler auch schon vorgestellt. Vertreten ist sein gesellschaftskritisches Zombies ohne Namen. Einer meiner absoluten Lieblinge von APRYL, da hier Handysucht und Facebook-Abhängigkeit thematisiert werden! Sehr zutreffend und geil gemacht! BLACKBOOK  sind die Nächsten auf der Liste und legen mit aufgepepptem, modernem 80er Synthie Pop Wave Glam Electro los. I Dance Alone  ist hier vertreten und ich hoffe, Ihr müsst das nicht! Aus der Schweiz stammt dieses Duo und ist da bekannt wie ein bunter Hund und noch dazu super erfolgreich. Eine Hälfte des Duos ist verantwortlich für zahlreiche Radio-Hits, die noch immer zu den meist gespielten Radio-Hits in der Schweiz zählen. Auch der Titelsong einer erfolgreichen Netflix-Serie geht auf sein Konto. Die andere Hälfte ist Musiker mehrerer der bekanntesten Acts in der Schweiz. Seine Berufung als Songwriter und Produzent brachte ihm mehrere Chart-Erfolge und Nummer 1 Hits ein. Vielversprechend, mitreißend, überzeugend! Ein drittes Mal ist Raphael vertreten und die zweite Heidelberger BASSZILLA Attacke Last Day On Earth  bricht über Euch herein! Geballter Nu Rave, gigantische Electro-Flächen, weite Klang-Teppiche, verzerrter Gesang, der zwischen emotional klar und höllisch wechselt - die reinste Sound-Apokalypse, die extrem Lust auf mehr macht! Dass Raphael so ein Projekt hat, ist bei seiner Aktivität als DJ nicht verwunderlich! Zudem schwingt hier auch eine bittersüß tieftraurige Atmosphäre mit. TOAL habe ich vorhin schon mal erwähnt. Das All Star Projekt wartet mit einer Mischung aus okkultem Dark Electro, Synth & Future Pop auf. Dazu gibt es gruselige Samples, Gesang einer Hexe gleich und ein Sound, der magisch, okkult und geheimnisvoll wabert. Faszinierend und in der Form einzigartig! Poltergeist  stimmt natürlich auch perfekt auf Halloween ein! UNBEDINGT im Auge behalten und die Rezension abwarten! Nathan Reiner und sein Dark Electro Projekt Third Realm dürfen hier natürlich auch nicht fehlen und mit Bleeding In Her Nightmare  bietet er auch die passende Horrorfilm Atmosphäre. Dark Electro gespickt mit Darkwave und Industrial, obendrauf Nathans höllisch guter Gesang. Einfach perfekt für diesen Sampler! Es bleibt elektronisch mit Antibody und dem Titeltrack seiner aktuellen EP Sorrow, hier zu hören im Croona RemixCroona ist ein weiteres Projekt von Fredrik Croona, der mit seinen bisherigen Bands Menschdefekt und Cynical Existence große Erfolge feiern konnte. Ihre Kooperation ist eine Mischung aus Noise, Industrial und Dark Electro. Wummernde Bässe, wabernde Elektronik, tanzbar, düster, direkt aus dem Klanglabor. Geiler Track, der auf Eurer Party für Stimmung sorgen wird! Ein weiteres All Star Projekt und brandneu sind The Silverblack. Die italienischen Industrial Metaler haben unterschiedliche Backgrounds. So war etwa Neroagento (Lead Gitarre, Backing Vocals, Synths, Loops, Programming) unter anderem in seiner eigenen Band NeroAgento sowie in mehreren anderen Projekten als Produzent, Arrangeur oder Musiker tätig. Sänger Claudio Rivale ist durch seine Aktivitäten als Schreihals der Death Metal Institution Disarmonia Mundi bekannt. Begleitet werden sie von zwei weiteren Mitmusikern an Bass und Schlagzeug sowie von Model Nisha Sara, zuständig für die Live Keys und Performance. Die breit gemischte Krach-Kombo ist hier mit The Ghostwalker  dabei. Unterschiedlichste elektronische Spielwiesen, starke Drums, düsterer Klargesang, kehliges Screamen, Rockröhre im Hintergrund, okkulte Atmosphäre, magische Anziehungskraft, feenhafte Gesangseinlagen von Nisha. Bunt-schwarz gemischt und sehr geil gemacht! Suppressor ist da schon wieder eine ganz andere Breitseite. Harten, dunklen Electro Trance aus Chile liefert Mastermind Bergen Schlitzie hier ab. Shaman (v.2)  ist sein Beitrag für die Compilation. Treibende Beats, wummernde Bässe, schweißtreibender Düster-Electro, zwischendrin allerlei Trance Spielereien und düstere Magie. Sein Heimatland klingt hier natürlich auch mit durch. Wenn das die Gäste nicht auf die Tanzfläche zieht, weiß ich nicht, wie das sonst gelingen soll! Thema perfekt wiedergegeben! Wieder andere Klangwelten liefert Jörn mit seinem Synth Pop Projekt Ashes ´N´ Android. Ein Ein-Mann-Solo-Projekt, das ganz frisch gegründet wurde, aus Soltau stammt und mit prominenter Live-Unterstützung sowie Gast-Beiträgen verstärkt wird. Tanzbar, melodisch, melancholisch und eingängig sowie mit verschiedensten modernen Klang-Spielereien kommt das Titelstück des Debüt Albums Razors Edge  daher. Jörn verwendet verzerrten Gesang, der mal dunkel, mal hell und gefühlvoll klingt. Wieder eine neue Band, die man sich merken muss! Als nächstes sind alte Bekannte dran: Die Industrial Nu Gothic Metal Franzosen Dust In Mind mit ihrer wunderschönen, düsteren Ballade Another Dimension. Frontfrau Jennifer Gervais und Zweitstimme sowie Gitarrist Damien teilen sich hier den emotional kraftvollen Gesang und sind auch in einem packenden Duett zu hören. Auch hier steht ein neues Album an, Ihr solltet die Homepage Aktivitäten also unbedingt im Auge behalten! Wir bleiben direkt im Metal und mit den Schweizern Sickret  werden wieder einige Schippen drauf gelegt. Nu Metal, Rap Gesang, typische Hardcore Screams, Breakdowns, derbes Geschrubb. Mal was anderes, aber ansprechend! Zu hören ist So Sick. Passt sehr gut auf die Compilation und zur Umsetzung! Ich liebe ja auch Wortspiele und der Bandname gefällt mir umso mehr vor dem Hintergrund! Die Franzosen Smash Hit Combo  thematisieren, wie man dem Bandnamen entnehmen kann, Videospiele und präsentieren uns mit No One To Save  ihre ureigene Mischung aus Deathcore, Crossover und Nu Metal. Dabei spielen sie mit 3 (!) Sängern und insgesamt 7 Mitgliedern auf. In diesem Fall sind es sogar 4 Stimmen, denn der Anime Rapper None Like Joshua unterstützt die Jungs hier mit seinen Rhymes. Sehr cooler Sound, man fühlt sich direkt in ein Kampfspiel oder ähnliches versetzt! Wir verbleiben im Metal und in Frankreich mit Chabtan. Death Metal & Deathcore liefern die Pariser ab und wie man Escaping Seven-Death  sowie ihren Artworks entnehmen kann, thematisieren sie untergegangene Hochkulturen wie die Maya (oder genauer mesoamerikanischer Mythologie), was sich in ihrem Klangbild wiederspiegelt. Opferungen, Reinkarnation, Blut, heftige Auseinandersetzungen mit anderen Urvölkern - perfektes Halloween-Spektakel! Die letzten Bands werden für rotierende Matten und Eskalation sorgen! Ein ganz anderes Ländereck und eine ganz andere Metal-Richtung bedienen die Argentinier Cernunnos. Der Sechser aus Buenos Aires spielt Folk Metal auf und präsentiert hier das Titelstück der aktuellen 2019er EP The Svmmoner. Pfeilschnell, mitreißend, packend, heroisch, magisch, Klargesang und deftige Growls vom brandneuen Sänger sowie Multi-Instrumentalist Pablo Schivo (2018 von Bass und Backing Vocals zum Hauptgesang gewechselt). Müsst Ihr Euch merken, die Jungs haben es echt drauf! Cernunnos (oder auch Kernunnos) ist der Name eines keltischen Gottes. Sein Name wird als Der Gehörnte  gedeutet und aus bildlichen Darstellungen als Gott der Natur, Tiere oder Fruchtbarkeit interpretiert. Wird Zeit, dass er auf den Plan tritt und seinen Schutzbefohlenen beisteht! Möge seine Rache grausam sein! Es wird wieder elektronisch mit dem Amerikaner DJVersion666. Er liefert uns via Dance of the Profane  eine gelungene Mischung aus Electro und Industrial. Dazu mischen sich massive Rock-Elemente und alles wird sehr freaky. Eigenwilliger Klargesang und verzerrte Growls entweichen seiner Kehle. Speziell, aber cool! T3rr0r 3rr0r  sind da schon weitaus bekannter und präsentieren uns mit The Last Dance  ebenfalls eine ganz ureigene Musik: Hard Alien Electro nennen sie ihre Klangwelten. Und die stammen wirklich nicht von dieser Welt! Abgespaced, fern unserer Galaxie, intergalaktisch gut, extrem ansteckend und tanzbar! Perfekt für Eure Tanzfläche! Ursprünglich von DJ 3RROR gegründet, zum Duo angewachsen, sind es mittlerweile 4 Mitglieder! 4 Musiker können umso mehr aus ihren Maschinen holen und obendrauf gibt es Hellectro-typischen Gesang aus einer anderen Welt! Einfach nur geil! Etwas ganz Ureigenes ist auch Electro Fear. Das sind die Polen Marcin Kozio Klimek und Aleksandra Charlamow. Die Beiden bringen mit Possession  und ihrem düster blutigen Mix aus Electro, Horror und Gothic Horrorfilm-Szenarien auf Eure Party! Alles dreht sich um alte Horror-Filme mit dunklem elektronischem Sound. Blut läuft von den Wänden, Skelette klappern, verzerrter Gesang aus den Tiefen der Hölle - diese beiden Polen leben nach dem Motto everyday is Halloween! Das russische Synth Pop Duo Omnimar bekommt mit Humans  einen weiteren, diesmal eigenständigen Beitrag. Düster wabernd, wummernde Bässe, bezaubernder Gesang von Front-Elfe Maria, packend, bewegend, ansteckend, anklagend, abrechnend mit Bestie Mensch. Tausend Dank für diesen Beitrag! Cima Muta hingegen ist experimentell. Es ist das Neben-Projekt von Jens Minor (Chainreactor). Der Düsseldorfer ist hier fokussiert auf die melancholischen, sphärischen Klänge des Electro, was er uns mit dem zutiefst schwermütigen Something Deep Inside  eindrucksvoll beweist. Edle Klanglandschaften, extrem düster, Horrorfilm-Szenarien, etwas Böses und Depressives. Monumental! Die Schweizer NDH Formation Stoneman darf hier natürlich auch nicht fehlen und sie haben einen Horrorfilm-Klassiker im Gepäck: Nightmare on Elm Street! Wenn damit keine Halloween-Stimmung aufkommt, schafft es gar kein Track! Zu dieser Zeit, als das Lied raus kam, waren Stoneman noch im Dark Rock angesiedelt, vollzogen aber mittlerweile den Wandel zur NDH. Marilyn Manson und Rammstein lassen grüßen! Wenn wir schon in die Richtung gehen, kann es metallisch weiter gehen mit den Symphonic Gothic Metallern von Fourth (4th) Circle. Der Fünfer um Frontfrau Audrey Adornato (ex-Seyminhol, ex-Edenia, ex-Evershade) haben mit Survive  ihren Anteil an Halloween. Kraftvoll, mitreißend, packend, opernhaft - so muss Symphonic Metal! Statt der Opernstimme hat Audrey das perfekte Rock-Organ. Passt perfekt hier rein! Auch die Italiener Aevum sind im Symphonic Metal beheimatet. 8 Mitglieder aus Turin, Piedmont agieren hier! Und das stellenweise dreistimmig über Klarsänger und Growler Hydra, Sopran Lucille Nightshade und Pianist sowie Klarsänger, Growler und Backing Vocalist Richard. Fans von moderneren Nightwish Alben werden sich sofort in die Symphonic Metal Oper Black Honeymoon  verlieben! Das Finale liegt bei den Italienern Logical Terror. Vielseitigen Metal liefert der Fünfer aus Modena. Thrash, Alternative, Rock, Heavy Metal, Nu Metal, Modern Metal, elektronische Flächen, ordentlich Power, Klargesang und derbe Growls von jeweils zwei Sängern. Self-Extinction  - die perfekte, Wut schnaubende, scharrende, keifende Power Bestie für ein gelungenes Finale! 

 

Fazit: darkTunes und ihr Chef Raphael haben uns hier ein richtig feines Geschenk gemacht! 35 Tracks, 2 CDs, randvoll gepackt mit richtig geilen Bands! Metal, Electro, ureigene Mixturen, unterschiedliche überzeugende Stimmen, abwechslungsreich und gut gemischt, Metal und Electro in einem top Verhältnis - Das hier ist die ultimative Halloween-CD, nicht nur für dieses Jahr, sondern jedes Jahr! Hier ist nix drauf, was mir gar nicht gefällt! Einfach nur mega, holt sie Euch!

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN UND KULTUR WAHREN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=U8uGCU6J_l8    Amore Ad Lunam - Perfect Moon  (taken from gleichnamige EP, 2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ge_8UzC3lXg    Darkcell feat. Lindsay Schoolcraft (ex-Cradle Of Filth) - Midnite  (taken from Darkcell, Album 2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=NCnd8Fao-J8    The Black Capes - Welcome to the Necroclub  (taken from Lullabies for the Dead, Album, 2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=6CwQatfyCPs    Dance My Darling - Freak Show  (taken from Apoda, Album, 2020)  hier bald als Rezi

 

https://www.youtube.com/watch?v=GhDYPCE0ntE    Basszilla feat. Omnimar - Ghost In My Head  (Video, taken from Support Your Local Apocalypse Dealer, 2020)  hier bald als Rezi

 

https://www.youtube.com/watch?v=WpwKFZHBB9w    CATTAC - Ghost Of Mine (taken from Rising Demons, 2019)  hier bald mit zwei weiteren Rezis

 

https://www.youtube.com/watch?v=Wwn0I2w8iQc    EXTIZE! feat. Inline Sex Terror - Ghost on Earth (Spectral Mix ExoPhantom, Version nur hier, Original auf Paradize 2069, 2007)

 

https://www.youtube.com/watch?v=UgJRtfG9bKg    SynthAttack - Final Salvation (Lyric Video, taken from Join us)  Rezi unter CD-Kritiken 2020 zu finden

 

https://www.youtube.com/watch?v=5bgmRUfnC2E    Auger - My Death (official Lyric Video, taken from Insurgence, Album, 2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=PdYZkSHFpRM    FREAK INJECTION - Monster Town  (taken from Daddy Is The Devil)  Rezi hier unter dieser

 

https://www.youtube.com/watch?v=0JhK9NYbSMI    XORDIA - Penumbra                                  Rezi für Debüt Album bald hier

 

https://www.youtube.com/watch?v=0V6JjZEXjP4    Fallcie - A Martyr is born (Lyric Video, taken from Bad Blood, Album, 2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=CbOiR3rD5wU    APRYL - Zombies ohne Namen (taken from Aprylokratie)  zu finden unter CD-Kritiken 2019

 

https://www.youtube.com/watch?v=jJEhdn6Hq-M    Blackbook - I Dance Alone (Video, 2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=M2IAA8mkQmM    Basszilla - Last Day On Earth (Video, selbes Album wie oben)

 

https://www.youtube.com/watch?v=ECGcz6e38nI    TOAL - Poltergeist                                      Rezi für Debüt Album bald hier

 

https://www.youtube.com/watch?v=FAK1Sl3icsI    Third Realm - Bleeding in her Nightmare (taken from Love is the Devil, Album, 2009)

 

https://www.youtube.com/watch?v=_3F3n3c19e4    Antibody - Sorrow (Croona Remix, taken from gleichnamige EP, 2020)  

 

https://www.youtube.com/watch?v=AiJGH70WyaM    The Silverblack - The Ghostwalker (taken from Prototype 6:17, Album, 2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=7TewazgUP6s    Suppressor - Shaman (v.2, taken from Into A Deep Void, Album, 2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=q7PJhY4eRfs    Ashes ´n´ Android - Razors Edge (taken from gleichnamiges Album, 2020, Debüt)

 

https://www.youtube.com/watch?v=cvT9SDeqmH0     Dust In Mind - Another Dimension (Video, taken from From Ashes To Flames)  zu finden unter CD-Kritiken 2018

 

https://www.youtube.com/watch?v=aEVga7bogr4    Sickret - So sick (Lyric Video, taken from Trapped Behind Golden Bars, Album, 2018)

 

https://www.youtube.com/watch?v=GG3H74igKFg    Smash Hit Combo feat. None Like Joshua - No one to save (taken from L33T, Album, 2017)

 

https://www.youtube.com/watch?v=s13aQJXljaw    Chabtan - Escaping Seven-Death (Lyric Video, taken from Nine Levels, Album, 2018)

 

https://www.youtube.com/watch?v=pQgikcb-pps    Cernunnos - The Svmmoner (taken from gleichnamige EP, 2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=_Urc-QNtnA0    DJVersion666 - Dance of the Profane (2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=JprkIhOEAY0    T3rror 3rror - The Last Dance (taken from Digital Infection, Album, 2010)

 

https://www.youtube.com/watch?v=XgsMOAA2k3Y    Electro Fear - Possession (taken from Blade Of The Ripper, Album, 2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=k1-2DvpgJfM    Omnimar - Humans (Video, taken from gleichnamige EP, 2019)

 

https://www.youtube.com/watch?v=whRBMvptSO0    Cima Muta - Something Deep Inside (taken from Momentum, Album, 2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=qz570x2bGkc    Stoneman - Nightmare on Elm Street (taken from How To Spell Heroin, Album, 2007)

 

https://www.youtube.com/watch?v=V7m_n7lPzpk    Fourth Circle - Survive (taken from Worlds, Album, 2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=8nrBFdY0v5s    Aevum - Black Honeymoon (taken from Multiverse, Album, 2020)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Dgy1P2ZUBaU    Logical Terror - Self-Extinction (taken from Almost Human, Album, 2012)

 

 

 

 

 

 

Es wird Zeit für eine weitere neue Band und eine der Kategorie, die die Welt vorher noch nicht gesehen und erlebt hat! Ihr kennt Schock-Rocker Marilyn Manson, Ihr kennt die wirklich schon teilweise ekelhafte Show der Bloodhound Gang - aber Ihr habt noch nie etwas wie die FREAK INJECTION  gesehen oder gehört! Hier ist der Name mehr als nur Programm! 

 

Schauen wir doch mal, wer sich dahinter verbirgt! Da hätten wir Mac-F, Luftgitarren-Fan und Hundemasken-Fetischist. Frontlady, Oberfreak, Domina, Rotzgöre, Diva-Herzogin Charlie Red ist süchtig nach Spike-Jacken. Eine Katze, aufgezogen von Haien, die ihrerseits von Unter-Frequenzen abhängig sind. Ein niedlicher Mogwai, der nachts zu einem teuflischen Gremlin mutiert, schlägt hektisch auf sein Schlagzeug ein. So kann man die Band und ihre Mitglieder beschreiben, so beschreiben sie sich selbst! Der Hauch des Schicksals führte zu einer mystischen Begegnung in einer Vollmondnacht; das wiederum führte zur Gründung von FREAK INJECTION. Nach einer Single und dem dazugehörigen, frenetisch gefeierten Video erschien 2017 eine EP. Freak In Fashion  - ein hybrides Pop-Rock-Electro-Glanzstück der ganz besonderen Art und der Wegebener für die FREAKS aus Frankreich! Das Rock & Folk Magazin hat die Devise der Band und ihr Konzept direkt richtig aufgefasst. Von ihnen erhielten sie die Bezeichnung schwefelhaltige Eleganz. So kann man es ausdrücken. Drag Queens, Fetisch, Sex, rauschende Feten (auch sehr berauschte), Glitzer, Einhörner, FREAKS und jede Menge derbe Texte, die es in sich haben! All das ebnete den Weg für ihre Evil Raccoon  Tour. Ihre Live Shows sind nicht von dieser Welt! Vielleicht kennt Jemand unter Euch Geniorturers. Ähnliches Konzept, angesiedelt im Industrial Metal mit einer guten Gothic Rock / Metal Schlagseite. FREAK INJECTION hauen da nochmal etliche Schippen drauf! Schwere Beats, von Einhörnern inspirierte Riffs, verrückt tanzende Waschbären, fliegende rosa Plastik-Flamingos. Durch ihre ganz besondere Art schafften es die vier FREAKS ins Vorprogramm der belgischen Electro-Freaks Vive La Fête, der Kult Industrial Metaler Ministry und der ebenfalls aus Frankreich stammenden Industrial Metal Dröhnung PORN. Vor allem sind die FREAKS eine Band, die man live erleben muss! Eine Show, die Freaks aller Art umfasst und sich auf mehrdeutige Performer wie David BowieAlien Sex FiendPink Blood und Kawaii Einhörner bezieht. Die Einflüsse in die Musik sind noch bunter und derber gemischt! The Prodigy trifft auf Nine Inch NailsDie AntwoordNina HagenMadonna und Marilyn Manson. Auch wenn die Band immer noch sehnlich erhofft, mithilfe einer kosmischen Einheit ein galaktisches Konzert zu spielen, ist ihr Sound zumindest mittlerweile über die Grenzen Frankreichs hinaus gekommen! Live Show in Belgien, Radio-Auftritte in England und Italien, Artikel in niederländischer und deutscher Fachpresse (u. a. bzw. insbesondere eine ganze Seite in der Legacy). Sogar prominentes Feedback erhielten die FREAKS! Richard Patrick, Sänger der britischen Krachmeister Filter  und ehemaliger Nine Inch Nails  Gitarrist, schrieb ihnen eine Nachricht mit dem Inhalt: Holy Shit, seht Euch das Video an! Ihr seid großartig! Viele Erfolge für eine noch so junge Band! 

 

Seit dem 14.02.2020 ist nun auch endlich das Debüt Album Daddy Is The Devil  via darkTunes für Euch erhältlich! Die FREAKS haben sogar eine neue Show vorbereit, in der eine sexy Tänzerin, der Teufel höchstpersönlich und ein Einhorn, welches Dollarnoten ins Publikum wirft, eingebunden sind! BRING THE FREAKS IN AND LET THE SHOW BEGIN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Den Anfang macht ein Intro, welches direkt eindrucksvoll demonstriert, was Einen hier erwartet. Freakige Electro Landschaften, ausgeklügelte Sequenzen, ein Labyrinth aus Geräuschen. Guter Einstieg! Freaky Doll  legt dann richtig los! Freakiges Gezeter, flotte Drums, umwerfend erotisch freakiger Gesang, Glitzer in der Hölle, eine abgefuckte Keller-Party in der Hölle! Ein Killer Refrain, der in den Zirkel der FREAKS zieht! Betörend, ausgeflippt, rockig elektronisch, ureigen, unnachahmlich. Einfach die FREAK INJECTION und der Songtitel ist Charlie Red auf den Leib geschneidert! Glitters In Hell  - auch dieser Titel passt perfekt zu den Franzosen! Punkig, wundervoller Electro, fröhlich ausgelassen, hell, ausgeflippt, freakig, Klargesang trifft auf flippige Rotzgöre, Rockröhre auf heiße Verführerin. Geile Mischung, cooler Track! Heißer Scheiß! Crosses. Andreas-Kreuze vielleicht? Angriff auf die Kirche? Findet es heraus. Betörender Gesang, verspielte Düster-Elektronik, knallende Drums, ordentliche Riffs, derber Blast, mitreißende Stimmung. Dass es hier etwas Unheimliches gibt, das man aber schwer erfassen kann, hockt Einem die ganze Zeit im Nacken. Die Evil Raccoon Party  hingegen ist da schon eindeutiger! Die Franzosen haben es geschafft, musikalisch und gesanglich auf den Punkt genau dieses unwirklich scheinende Schauspiel umzusetzen! Tim Burton ist sicher schockverliebt, wenn er das hört, denn sein Schaffen wurde hier verewigt! Einfach nur fett! Fetzig düsterer Industrial Metal Blast und Tim Burton Spaß! Sex Me. Das ist pure Erotik und leidenschaftlicher BDSM in Rein-Musik-Form! Gestöhne, eindeutige Lyrics, Dominanz, dunkle Lust - es riecht förmlich nach Sex! Heiß, verführerisch, prickelnd! Snakeskin. Natürlich kein Tribut an das elektronisch-klassische Neben-Projekt von Tilo Wolff (Lacrimosa). Es klingt auch nicht nach seinen Kompositionen! So gar nicht! Ganz eigener, unnachahmlicher Electro-Pop-Rock-Dubstep-Glitzer-Mischmasch! Eigen, aber cool! Und vor allem extrem ansteckend! Es wird Zeit, dass sich das Herz- und Titelstück sowie die Single Daddy Is The Devil  präsentiert. Eine herbe Mischung aus The Prodigy, EBM, Industrial Rock, Electro, Dubstep, Dominanz, Glitzer-Abfuck-Freak Party und eindeutigen Lyrics. Macht das erstmal nach! Das ist einfach nur abgefahren cool! Monster Town. Normalerweise, wenn man so was liest, rechnet man fest mit Horror Punk oder Psychobilly oder Death Rock. Das Monsterchen bestitz Eigenschaften davon, spickt sie aber mit Industrial Punk Metal, fetten Electro Beats und modernem Halloween. Der Soundtrack für dieses Jahr Halloween steht schon mal, wer weiß, wie Halloween dieses Jahr ausfällt! Let´s see. Nothing Without You. Eine Ballade im Sinne und Stil der FREAK INJECTION? Findet es heraus. Betörend, elektronisch, verführerisch säuselnd, magisch, packend, tief treffend. Im Refrain melancholisch dunkel-romantischer Industrial Rock. Eine echt heraus stechende, wunderschöne Perle! Aber die Freak-Note darf natürlich nicht fehlen! Wir sind LEIDER mal wieder am Ende angelangt *schnief* Echt schade. Aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. Apropos: Wie wäre es zum Abschluss noch mit Sex Voodoo & Rock ´n´ Roll? Brandneue Single der FREAKS! Flippig, düster, elektronisch, Industrial Rock, freakig, magisch, okkult, verführerisch. Was für ein krönendes Finale! 

 

Fazit: Was soll ich Euch dazu noch sagen?! So etwas wie die FREAK INJECTION gab es vorher nicht, gibt es auch in der Form nicht nochmal! Natürlich gibt es grobe Vergleiche und Vorbilder. Die FREAKS trumpfen sie aber alle! Kaum eine Band gleicht dieser! Textlich wird gut auf die Kacke gehauen, die Franzosen leben sich hier einfach aus, sind ganz sie selbst und scheißen extrem auf die Norm! Zudem spielen sie sich hier den gesamten Jahresfrust von der Seele! Abstand? Niemanden anfassen? Das gibt es hier nicht! Hier wird wild gefeiert, randaliert, sich sexuell ausgetobt, dem Rausch hingegeben. Manch Einer wird sagen: Hier wird gelebt! Man hat nur ein Leben. Viel zu oft wird man als Freak abgestempelt, als Außenseiter behandelt, aussortiert. Die Franzosen sagen daraufhin: Fick dich, dann erst recht! Ihre Message geht an alle Freaks da draußen! Steht zu Euch, seid Ihr selbst (außer Ihr könnt Batman sein, dann seid Batman)! Spaß beiseite! Na und?! Dann seid Ihr eben Freaks. Schon Alligatoah hat so schön gesagt: Ein Wrack ist ein Ort, an dem ein Schatz schlummert. Soll nicht heißen, dass Ihr Euch jetzt weg schießen und wie das letzte Wrack aussehen sollt! Sondern lebt! Lebt wie Ihr es Euch vorstellt! Fernab der Norm, für Euch! So lange Ihr niemandem, vor allem Euch selbst nicht schadet und Euch noch im Spiegel anschauen könnt, dann macht Euer Ding! FREAK INJECTION machen es genau so! Sie mögen nicht immer extrem düster klingen. Sie legen es aber auch nicht kramphaft drauf an; sie sind es auf ihre Art! Eine Art, die ich in der Szene vermisse. Ich lese häufig, dass Bands aus Rücksicht auf breiteres Publikum ihre Texte ändern aus Angst vor Missverständnis. So was muss in der Szene nicht sein und FREAK INJECTION ist das egal! Sie ziehen ihr Ding durch und ihre Dunkelheit ist anders. Schleichend, in den Texten versteckt. Rotzfrech, rebellisch, eigen, durchgeknallt. DAS ist die Szene! Eben nicht drauf setzen, dass sie alle mögen! Das wollen sie sicher auch nicht und ihre bisherigen Erfolge sprechen für sich! Wer sie mag, ist herzlich willkommen im Kreis der Andersartigen und Verrückten! Das macht diese Band für mich schwärzer als manch andere (Namen werden nicht genannt). Zudem sind es talentierte Musiker mit einer Frontfrau, die es einfach nur derbe drauf hat! Verschiedenste Rollen, extremes Stimmspektrum - die neue Nina Hagen und doch ganz sie selbst, ohne irgendwen zu kopieren! Ich bin begeistert von der Band und freue mich über Jeden, der es auch sein wird!

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE JETZT IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=PjCsSRbXpzY    Daddy Is The Devil

 

https://www.youtube.com/watch?v=ELEDSh4vFRs    Glitters In Hell

 

https://www.youtube.com/watch?v=1kEVfZhNY2Y    Sex Voodoo & Rock ´n´ Roll

 

https://www.youtube.com/watch?v=bbWmoMfjbSY    Nothing Without You (full Song)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ex-vxtpT-tY    Sex Me (full Song)

 

https://www.youtube.com/watch?v=PdYZkSHFpRM    Monster Town (full Song)

Ich möchte Euch heute eine weitere Band vorstellen, die in eine ganz andere musikalische Richtung geht. Neben-Projekte & Zweit-Bands sind immer eine spannende Sache. Wie jeder andere Mensch haben auch unsere Künstler ihre musikalischen Vorlieben und die kann man nicht alle in einer Band ausleben, weswegen viele Musik-Nerds, große Musik-Liebhaber, die kaum zur Ruhe kommen, sondern für ihre Leidenschaft leben, ein zweites, manchmal sogar ein drittes Standbein haben. Im heutigen Fall bin ich besonders gespannt, denn es geht um Krystal Mäxperience & More

 

Dies ist eine Modern Metal Band aus Erding und ich bin deswegen so gespannt, weil es das Zweit-Standbein von Maximilian Pfaff ist, Gitarrist und Zweitstimme von Don´t Drop The Sword, die ich schon von Anfang an begleite! Alles begann im Jahr 2018. Es diente zur Erweiterung seiner stilistischen Vielfalt, ein neues Projekt zu starten, das sich zu Beginn noch sehr an Alter Bridge orientierte, eine seiner ganz großen Band-Leidenschaften. Zudem zog es ihn hin zum Hauptgesang, ebenfalls orientiert an Alter Bridge, genauer gesagt an deren Lead Gitarrist und Zweitsänger Mark Tremonti, der ebenfalls ein solches Projekt ins Leben rief. Maximilian hat mich von Anfang an von seiner Stimme im Hintergrund begeistert, weswegen ich seinen Schritt nur befürworten kann! Mit seinem guten alten Freund Chris Thaller, verantwortlich für das Schlagzeug, und dem Erdinger Bassisten Moritz Grüttner hatte er schnell seine Truppe zusammen, die hier nun gemeinsam musiziert. Die meisten Songs waren schon vor der ersten Probe alle fertig, da Max abgesehen von ein bisschen gemeinsamen Feinschliff alle Songs selber schreibt. Ziel des Projektes ist es, Max´ Liebe für modernen Metal mit progressiven Strukturen der Marke ToolHaken Opeth, eingängigen melodischen Riffs und Gesang der Marke Alter Bridge Trivium zu verbinden. Das alles klingt schon mal sehr vielversprechend!

 

Im August 2018 entstand das mir vorliegende selbst betitelte EP Debüt, welches ich Euch heute vorstellen möchte! Also, worauf warten wir noch?!

 

Los geht es mit dem Intro En Trance, das mit melodischen, traumhaft schönen Gitarren-Soli punkten kann. Einschneidend, packend, einfach nur wundervoll! Schöner Einstieg! Richtig los geht es dann mit Seance  und das Trio legt stark vor! Southern Modern Metal Rock brettert hier los mit einer gehörigen Portion Western und Benzin im Blut! Max überzeugt mit starkem, kräftig verwegenem Klargesang. Massive Breakdowns und gekonnte Übergänge leiten durch dieses Brett, das gut abgeht und zu rocken weiß! Starke Leistung, Jungs! Zwischendrin gibt es sogar massives, kehliges Growlen. Was für eine glühende Stange Dynamit! Destiny  behält einige Elemente bei, weist aber mehr Südstaaten-Rock, Highway Feeling und untergehende Sonne auf. Ein Song, den man mit runter gelassenen Scheiben hören muss! Eine rotzige, cool rockende Drecksau mit ober coolem Gesang! Mir gefällt, was ich da höre! Das perfekte Feierabend-Autofahr-Lied! Weiter geht es mit Toy To The Trash  und passend zum Namen wird es hier rotzig und dreckig! Garagen-Sound, Southern Modern Metal, ein Hauch Western, ordentlich Speed und Benzin, ein Hauch Thrash, bisschen Nu Metal, einschlagender Klargesang und tiefes Growlen. Fettes Teil, das gescheit Staub aufwirbelt! Die Jungs wissen, wie Modern Metal mit verschiedensten Einflüssen zu klingen hat! Das ist Kunst, das wird nicht weg geworfen! Eine Dame bekommt hier gut ihr Fett weg! Zu hören gibt es hier auch erstmals traumhaft schöne Prog Elemente und eine wunderschöne, einschneidende ruhige Passage. Sehr geil aufgebaut! Stoned To Death  legt natürlich vom Namen her schon eine Richtung vor und die Jungs werden in ihrer Message deutlich. Temporeicher, satter Modern Prog Metal mit melodischen Passagen, sägenden Riffs, sattem Bass und dröhnendem Schlagzeug mit einer gehörigen Portion Anklage bricht hier über den Hörer herein. Erneut sehr geil und räumt gut auf! Max weiß erneut mit starkem Klargesang zu überzeugen! Wieder ist eine ruhige, eingängige, traumhaft schöne Prog Passage eingebaut. Perfekte Übergänge, gute Abwechslung! Black Bones  verweist für mich klar erneut in eine Western Richtung. Massive Modern Thrash Metal Walzen schieben sich aus den Boxen, es wird düster und bedrohlich. Dennoch gibt es auch wieder melodische Passagen. Alles wechselt sich in perfektem Einklang miteinander ab. Also, hier versteht Jemand sein Handwerk! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber nicht ohne dass die Jungs nochmal alles geben! Lost In The Jungle  sticht von allen Stücken am meisten heraus. Prog Metal, Modern Metal, Südstaaten-Flair, ordentlich Speed, es wird gut Staub aufgewirbelt, Abenteuer-Feeling, Gefahr, Adrenalin, Neugier, Drang zu überleben. Hier ist alles dabei! Sehr geiles Teil, explosives Finale! MEHR DAVON !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Fazit: Alleine vom Sound her könnte man meinen, das Trio ist aus Amerika! Wenn man aus Erding kommt und einen so fetten, genialen, geballten Südstaaten Modern Metal Rock mit so vielen unterschiedlichen Stimmungen, Themen, Einflüssen und geistreichen Übergängen inklusive Breakdowns hin bekommt - da muss ich einfach den Hut ziehen! Max hat gut daran getan, ein zweites Standbein ins Leben zu rufen. Er besitzt Frontmann-Qualitäten und seine Stimme ist dafür gemacht, nicht nur im Hintergrund zu agieren! Ein authentischer, kraftvoller, überzeugender, alles abreißender, mitreißender Klargesang, starke Growls, top Wissen über die richtige Handhabung der Musik - einfach nur geil! Der Bandname ist durchaus eigen, aber einer, den Ihr Euch merken müsst! Hier kommt was Großes auf, das noch eine strahlende Zukunft erwartet! Mit seinen beiden Mitstreitern hat Max die perfekten Begleiter gefunden! Das Trio ist ein eingespieltes Team, ergibt eine Einheit, alles ist bis ins kleinste Detail aufeinander abgesprochen, alle sind Meister ihres Instruments und wissen, wie man abgeht! Das erste Album ist gerade in der Mache und ich brenne darauf, mehr zu hören! Ich bin direkt Fan geworden! Zusätzlich überzeugen übrigens auch die Lyrics. Themen direkt aus dem Leben, ein bisschen Western, viel Mehrdeutigkeit. Das Gesamtpaket ist eine Wucht! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/playlist?list=OLAK5uy_lwz4BHzpBucZObRZfo1XCF4KtUjoh-87A 

 

Über diese Playlist könnt Ihr Euch die komplette EP anhören! 

Hallo Ihr Lieben! Wie Ihr wisst, bin ich immer wieder daran interessiert, Bands den Weg mit zu ebnen. Alle großen Bands, Legenden, Helden unserer Kindheit, haben mal klein angefangen und wenn wir den Nachwuchs nicht fördern, haben sie nicht die Chance, ebenfalls mal so betitelt zu werden! Deswegen gebe ich meinerseits das Beste, um das mit zu ermöglichen! 

 

Ich stoße bei meinen Recherchen immer wieder auf tolle Bands, die Einem vorher kein Begriff waren. Unter anderem bin ich großer Fan des Battle of the Bands vom Sonic Seducer. Mir unbekannte ebenso wie mir bekannte Künstler und Bands treten da gegeneinander an, schicken Songs ein, die dann dort zu hören sind und dann gibt es ein Leser Voting. Ich selbst habe schon mit gevotet und kann es Jedem nur empfehlen! Einige Bands habe ich Euch davon auch schon vorgestellt und heute sind es Different Souls, Teilnehmer vom letztjährigen BOTB und Drittplatzierte von 31 Konkurrenten! Das spricht natürlich eine deutliche Sprache und auch mich hat der Opera Darkwave Electro durchaus fasziniert, weswegen ich heute eine Band-Vorstellung machen möchte! 

 

Different Souls. Der Bandname ist bewusst festgelegt worden, da hier zwei Seelen miteinander arbeiten, die zwar verschieden sind, sich aber ergänzen. Das sind Marei Hauk, die Stimmgewalt und Elektroniker Joachim Joe Müller. Kennengelernt haben sich die Beiden 2017 im Hamburger Club Kir, wo nach kurzem Austausch entschieden wurde, gemeinsam zu musizieren. Joachim macht seit 1995 Musik. Seine Haupt-Einflüsse sind VNV NationL´Ame ImmortelleAnd One  und tatsächlich auch eine starke Prägung durch die Filmmusik von speziell Hans Zimmer (Last Samurai, Tränen der Sonne, Fluch der Karibik, Castaway, Rain Man, Tage des Donners, Das Geisterhaus, uvm). Das erklärt natürlich so einiges in der Musik der Beiden. Der Musikstil ist sehr gemischt, aber wenn Beid ihren Stil beschreiben müssen, dann einigen sie sich auf Dark Electro. Neben seiner Tätigkeit als Bediener der Elektronik ist Joachim auch für Komposition und den technischen Teil verantwortlich. Marei singt seit ihrer Kindheit und hat musikalische ebenso wie musische Einflüsse durch die Waldorfschule erfahren. Hier sang sie mehrere Jahre im Chor, spielte Klavier und Geige. 2007 wirkte sie in der Schulzeit bei der Oper Susanna mit, später in der R ´n´ B und Hip Hop Gruppe Berne Zoo. Bonus zur Gesangserfahrung sind viele Jahre klassischen Gesangsunterrichts, den sie heute noch nimmt. Neben dem Gesang ist Marei auch für die Lyrics verantwortlich. Inspirationen sind autobiografisch geprägt sowie durch Themen, die sie bewegen, beim Singen greift sie auf ihren jahrelangen Unterricht und ihre vielseitigen Einflüsse wie Opernbesuche, Soul & R ´n´ B zurück. Schnell wurde festgestellt, dass die Kombination aus verschiedensten Stilen der Szene mit Mareis Gesang doch ein Alleinstellungsmerkmal ergibt! 

 

Ich denke, ich habe Euch den Mund jetzt lange genug feucht gemacht! Jetzt sind die Ohren mit Verwöhn-Programm dran!

 

Vorreiter ist natürlich Voice In My Head, der den Beiden den dritten Platz bei BOTB verschaffte! Und das zurecht! Dark Electro, episches Intro, EBM-Wurzeln, Darkwave, Mareis beeindruckende Stimme, Gitarren-Elemente. Ein Diamant, der gleichzeitig auf die Tanzfläche zieht, zum Nachdenken anregt und aber auch zum Entspannen einlädt! Eine Kombination, der einfach zu verzaubern weiß! Vertreten ist er übrigens auf der Fears EP. Als nächstes möchte ich Euch Siren´s Call  vorstellen. Episch elegische Sirenen-Gesänge von Marei, eine düster mystische Atmosphäre und bedrohliche Drums bestimmen das Klangbild. Eine Welt aus Märchen, Gefahren, bezirzenden Sirenen und Abenteuer wehen hier mit! Faszinierender Kandidat, vertreten auf der Dark Tales: Siren´s Call (An Epic Story)  MCD  vom 26.05.2019! Joachims Vorliebe für Filmmusik und Hans Zimmer kommt hier ganz klar zum Vorschein! Kleine Schwachstellen gibt es im Gesang von Marei, aber über die sieht man gerne hinweg im Anbetracht ihrer Leistung! Die Sirene mimt sie auf jeden Fall hervorragend! Der nächste Kandidat ist Shadows (Single Edit), erschienen im Januar 2020, ebenfalls als MCD. Darkwave, Future Pop, ein Hauch Synthie Pop, Coldwave, träumerisch schöne Sequenzen, wunderschöne Melodien, beeindruckender Gesang von Marei. Einerseits führt es ins Traumland und umgarnt uns, gleichzeitig spürt man eine gewisse Kälte und Bedrohlichkeit. Schatten wird viel nachgesagt, unter anderem können sie sehr gefährlich werden. Echt schön gemacht und auch toll wieder gegeben! Auf der selben MCD befindet sich der Electro-Pump-Remix  des Titelstücks, der deutlich verändert daher kommt. Schreie, Angst, Schweiß, Opera Electro, monumentales Intro, welches an eine verstörende Variante von Mary Poppins erinnert. Sehr genial gemacht, wundervolle Elektronik und traumhafte Melodien! Wahrlich hinreißend! Etwas älter, vom November 2019 stammend, ist die Revenge  MCD mit dem entsprechenden Titelstück. Traurig melodische Klangwelten, Horror Film Elemente, eindringlich betörender Gesang, schneller Sprechgesang, bisschen Soul, bisschen R ´n´ B, Dark Electro, Klänge wie aus der Hölle, bedrohlich düstere Atmosphäre, feiner Touch früher Film-Meisterwerke. Hier kommt wirklich viel zusammen und es klingt einfach nur geil! Unbedingt mal anhören! Noch ein Stückchen älter, vom Oktober 2019, ist die Single No Sense. Melancholisch melodisch einschneidende Melodien, tief treffender bewegender Gesang, ein Hauch Tragik, dann doch wieder Eingängigkeit und dunkel-romantische Tanz-Opern-Einlagen, dazu vielseitige dunkle Elektronik. Es ist wirklich faszinierend, wie aufregend die Musik der beiden Different Souls gemacht ist! Schon neuer ist die vom Januar 2020 stammende My World  MCD, von welcher ich Euch nun das Titelstück vorstelle. Düster, aufregende Atmosphäre, etwas Bedrohliches, etwas Umgarnendes, etwas Mystisches, etwas Geheimnisvolles, Gothic Opera Electro, dunkel-romantischer Future Pop. Ein wunderschönes, tief greifendes, tief treffendes Kleinod! Richtig old school wird es jetzt mit den Anfängen der Band und der vom Dezember 2018 stammenden Fears EP  aus den Anfangs-Tagen der Band. Hier vertreten: Face your Fears. Düstere Filmmusik, Horror Film Elemente, Darkwave, bisschen EBM, Coldwave, eingängiger dunkel verwegener Gesang, Wolfsgeheul. Sehr geil gemacht, höchste Ansteckungsgefahr weil Sucht-Potenzial! Zu guter Letzt möchte ich Euch die aktuelle Single Confusion  vom Januar 2020 vorstellen! Gaspedal wird angezogen, Power, Dunkelheit, abwechslungsreicher Darkwave, Goth Rock, Opera, kalt-warme Atmosphäre, Dunkellicht, Dunkel-Romantik. Einfach nur wundervoll, mit Sucht-Potenzial! 

 

Fazit: Bei genauerem Hinhören habe ich klare Alleinstellungsmerkmale und eine Einzigartigkeit bei dieser Band festgestellt, die mir sagt, dass hier was ganz Großes ruht! Extrem abwechslungsreich, extrem vielseitig, verschiedenste Stimmungen, Wandlungsfähigkeit bei Marei, großes elektronisches Fachwissen von Joachim! Seine Liebe zu Filmmusik spiegelt sich in jedem Song wider und offenbart all ihre Stärken! Hier und da gibt es noch kleine Schwachstellen im Gesang, aber Marei zaubert diese ganz charmant weg und hier gibt es so geballtes Potenzial, dass diese sich schnell in Luft auflösen werden! Was ich besonders schön finde: es klingt zwar modern, aber die Beiden bewegen sich im old school Sektor der Szene-Musik und wer so was heute noch betreibt, ist bei mir ganz hoch im Kurs! Wer von der Band bisher noch nix vernommen hat, ändere das bitte jetzt! Es lohnt sich, hier ist Großes am Werk! 

 

Biss bald, stay tuned & besucht ruhig mal die Homepage, um DS mal von bisschen CD´s etc. zu erleichtern! WEIL: GERADE JETZT BEI CORONA-ZEITEN KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich hoffe, Ihr werdet genauso verzaubert wie ich!

 

Euer Kähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=9Uw6zK26y5g    Voice In My Head

 

https://www.youtube.com/watch?v=ztj6i9CiQxY    Siren´s Call

 

https://www.youtube.com/watch?v=hl94kUEZ4as    Shadows (Single Edit)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Yle0ZEInqng    Shadows (Electro-Pump-Remix)

 

https://www.youtube.com/watch?v=eOP5hXtHXnY    Revenge

 

https://www.youtube.com/watch?v=Gne9iYDhzmQ    No Sense

 

https://www.youtube.com/watch?v=6OuBS-tl3QE    My World (Single Edit) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=5n32QE5hSIM    Face your Fears

 

https://www.youtube.com/watch?v=BAaD5jakpPc    Confusion 

Wie Ihr wisst, durchstreift der Krähenkönig die Weiten des dunkel-musikalischen Universums. Nun führte ihn seine Reise am 01.02.2019 in den Cult Nürnberg, um den Klängen der Four Imaginary Boys - A The Cure Tribute Band zu lauschen. Das sind 4 Jungs aus Landshut, die sich in diesem Format der Ehrung von The Cure und ihrem großartigen Sänger Robert Smith verschrieben haben. Dabei sind: Martin Strasser (Gesang, Gitarre), Claudio Temporale (Bass, Gesang), Roberto Broch (Gitarre) und Florian Prantl (Schlagzeug). Florian dürfte einigen von Euch schon bekannt sein, spielte er doch vorher bei Oxic Inc

 

19:35 Uhr fand ich mich mitsamt Fotografin Karin Kahner (MK_Concert_Photos) im Cult ein, denn 20:00 Uhr sollte es los gehen. Wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich mit 10 bis 20 Leuten gerechnet. Weit gefehlt! Der Cult war voll! Etliche treue The Cure Anhänger hatten den Weg hierher gefunden, um die Vier zu sehen. Scheinen im Westen doch schon bereits eine gute Fanbase zu besitzen.

 

Mit einer leichten Verspätung fing es 20:10 Uhr endlich an und die Fläche vor der Bühne füllte sich gut bis hinten zur Treppe. Es wurde dunkel, leichtes Licht kam dazu und Florian betrat zusammen mit Roberto die Bühne. Nach und nach betraten auch Claudio und Martin die Bühne und Claudio bezog Stellung hinterm Keyboard. Feinste düster-elektronische Klänge, Schlagzeug, zwei Gitarren und Martins Gesang. Mehr brauchte es nicht, um mit dem Intro und dem Plainsong das Publikum zu fesseln. Ohne großartige Ansage und Pause ging es direkt weiter mit Fascination Street und At Night. Das Publikum bedankte sich dafür berauscht und begeistert. Man merkte dem Vierer auch einfach seine Spielfreude an. Claudio war mittlerweile mit seinem Bass beschäftigt. Martin ergriff zum ersten Mal das Wort, begrüßte das Publikum und bedankte sich für dessen Anwesenheit. Dann kündigte er das nächste Lied an. Eine Art Schlaflied. Charlotte sometimes. Eines der Lieder, die man von The Cure kennen MUSS. Claudio bewies zum ersten Mal auch sein Gesangstalent und im Duett mit Martin war es einfach nur herrlich. Danach verzauberte man mit Push und A Night like this. Letzteres wurde von Martin als sehr passend für diese Nacht beschrieben; man weiß ja nie, was da so alles passieren kann. Ab diesem Zeitpunkt folgte eine Reihe unsterblicher Klassiker, die Jeder der Anwesenden im Schlaf mitsingen kann und wenn man sie um 4:00 Uhr morgens weckt und nach eben jenen Titeln fragt, diese aus dem Gedächtnis vortragen können müssen! Den Anfang machte der Lovesong, den Martin als Liebeslied für alle anwesenden Pärchen ankündigte. Auch der nächste Klassiker Pictures of you wurde von Martin angekündigt mit den Worten, dass man manchmal nicht genau weiß, ob man sich jetzt nur in das Bild von Jemandem verliebt hat oder in die Person. Manchmal hat man aber auch einfach nur tolle Erinnerungsfotos von Jemandem auf dem Nachttisch oder im Geldbeutel. In der Reihe der Klassiker durften natürlich auch das überaus passende Friday I´m in Love und natürlich Just like Heaven nicht fehlen. Darauf folgten 100 Years, Apart und das wieder überaus passende Play for today, bevor Martin wieder eine Ansage machte, dass mit M nun sein absolutes Lieblingsstück von The Cure an der Reihe ist. Fire in Cairo gehörte zu den Liedern des Abends, die das Publikum zum Tanzen brachten. Primary, 3 imaginary Boys, 1015 Saturday Night, Killing an Arab und Jumping Someone Else´s Train taten ihr Übriges vorm ersten großen Finale. Das wurde durch The Figurehead eingeläutet. Hier bewies Florian an den Drums sein ganzes Können. Für mich eines der absoluten Highlights des Abends! Die Atmosphäre, die dieser Moment besaß, ist unbeschreiblich. Nach diesem bombastischen Moment verließen die Jungs vorerst die Bühne...

 

Um zum Zugabenblock noch mal wieder zu kommen! Hier wurde es noch mal kultig-gruftig, es wurde getanzt, die Musik alter Helden gefeiert und Jeder kam noch mal auf seine Kosten. Schließlich durften Lullaby, Inbetween Days und A Forest nicht fehlen. Die absolute Krönung, die Kirsche auf der Sahne, das grand de final - das konnte nix Geringeres als Boys don´t cry werden. Spätestens jetzt hielt es niemanden mehr und das Publikum feierte einen der größten Hits von Robert Smith und seiner Band The Cure, mit dem Martin und seine Jungs von Four Imaginary Boys die zufriedenen Anwesenden in die Nacht entließen.

 

Fazit: Es war ein durchaus gelungener Abend. Ich gebe zu, ich hatte Bedenken zu diesem Event. Zum einen befürchtete ich, dass Publikum fehlt. Zum anderen ist es ein wagemutiges Unterfangen, The Cure covern zu wollen. Besonders Robert Smith. Four Imaginary Boys sind dies Wagnis eingegangen und haben eine gute Show abgeliefert. Mir hat durchaus gefallen, was ich da hörte und kann The Cure Anhängern dies wirklich empfehlen. Martin macht gesanglich eine gute Figur und die Jungs haben wahre Freude an dem, was sie tun. Alle sind Meister an ihrem jeweiligen Instrument und auch wenn Martin nicht Robert Smith ist, ich finde seinen Gesang gut. Ich bin sehr begeistert, dass sie auch die langen Stücke von The Cure gespielt haben; ebenso die Mischung aus must play und vielleicht etwas weniger bekannten Stücken, schnell und langsam - hat mir gut gefallen. Und die Publikumsreaktionen waren mehr als eindeutig! Gerne wieder!

 

Biss bald und stay tuned wenn es wieder heißt: Krähenkönig on Tour!

 

 

Euer Krähenkönig    

AETERNITAS

 

„Eine Inspirationsquelle waren seine Werke allemal ...“

 

Mit House Of Usher legten AETERNITAS bereits ein monumentales Werk als Tribut an Edgar Allan Poe vor und huldigten ihm in besonderem Maße. Jetzt gibt es mit Tales Of The Grotesque im 19. Bandjahr nun quasi eine "Fortsetzung". Und die hat es in sich, wurde doch diesmal der Stil erneut fortgeführt und mit symphonisch-bombastischem Metal auf die bisherige Spitze getrieben! Die Thematiken wurden erneut aufgegriffen und die Werke von Poe wurden sich noch einmal vorgenommen. Ich sprach mit Gründungsmitglied und Allrounder Alex Hunzinger über das Vorab-Jubiläum, Hintergründe zum Album sowie über die Beweggründe zu den verwendeten Kurzgeschichten und Gedichten. Er hat uns auch verraten, dass nach der Umsetzung der Poe Story The Fall of the House of Usher klar war, dass da noch viele Geschichten waren, die super zur Band passen würden. Aber lest selbst.

 

Riccardo Oldenburg: Erstmal Glückwunsch zum 19.! Wie fühlt sich das an? Hättet ihr euch das jemals zu träumen gewagt?

Alex Hunzinger: Danke schön. Ich hatte eher unser 20-jähriges Bandjubiläum nächstes Jahr im Blick. Aber 19 Jahre sind ja auch schon eine lange Zeit und nur wenig Bands halten überhaupt solange durch. Wenn man anfängt Musik zu machen oder eine Band zu gründen, plant man natürlich nicht so weit in die Zukunft. Man lässt die Dinge geschehen oder verfolgt bestimmte Ziele, die aber meist nur den Horizont bis zum nächsten Album abdecken. Vielleicht haben wir dann im kommenden Jahr etwas Zeit für eine Retrospektive unseres bisherigen Schaffens.

 

RO: Kommen wir zum Album. Eine erneute Vertonung Poes. Er hätte Freudenstränen in den Augen! War er eine kleine Inspirationsquelle?

AH: Diese Einschätzung ehrt mich natürlich sehr. Ich habe versucht, mich sehr respektvoll den Werken Poes zu nähern und es freut mich, wenn man das im Ergebnis hören kann. Eine Inspirationsquelle waren seine Werke allemal, wie ja bereits bei dem Vorgängeralbum. Seine Geschichten sind zwar auch düster und gruselig, tragen aber vor allem auch universelle und zeitlose Ideen in sich, die immer aktuell sind und auch in heutigen Interpretationen noch wunderbar funktionieren und inspirieren.

 

RO: Wie habt ihr die jeweiligen Kurzgeschichten und Gedichte ausgewählt? Fiel die Auswahl schwer? Habt ihr persönliche Favoriten?

AH: Ich habe eine Vorauswahl der Kurzgeschichten und Gedichte getroffen, die ich grundsätzlich für geeignet hielt, sie mit unserer Musik zu vertonen. Aus dieser Liste habe ich mir beim Schreiben der Songs dann die passendsten Stücke heraus gesucht und versucht sie zu adaptieren. Das klappte bei einigen Vorlagen sehr einfach, bei anderen fiel es mir etwas schwerer den richtigen Zugang zu finden, um die Story in den Songs zu integrieren. Favoriten sind immer schwer zu benennen. Aber die beiden Songtexte von Dream In A Dream und Eldorado, die beide auf Gedichten von E.A. Poe basieren, würde ich da herausheben wollen. Bei ersterem kann man erkennen, dass sich Poe – wie auch andere Autoren bis hin zur Antike – immer wieder mit der Frage beschäftigte, ob unsere Welt real oder nur ein Traum ist. Oder – ganz modern ausgedrückt – ein Teil einer Matrix. Das ist eine sehr spannende und philosophische Frage, die wohl auch noch künftige Generationen beschäftigen wird. Eldorado dagegen beschreibt die Suche nach einem unerreichbaren und letztlich auch fiktiven Ort, was im übertragenen Sinne viele Menschen immer wieder in die Irre führt: Das Streben nach unrealistischen und auch bedeutungslosen Zielen, das sie davon abhält, ihr eigentliches Leben zu leben oder das wahre Glück zu erfahren.

 

www.aeternitas.info

Riccardo Oldenburg

 

Line-up:

Julia Marou – Gesang

Oliver Bachmann - Gesang

Alex Hunzinger - Gitarre, Growls, Backing Vocals

Anja Hunzinger - Keyboards

Daniel T. Lentz - Leadgitarre

Rick Corbett - Bass

 

Frank Mölk - Schlagzeug 

Atomic Neon

 

„... ein inoffizieller Tribut Song an Romy Schneider.“

 

Im 10. Jahr ihres Daseins als Band gibt es frisches Material von Atomic Neon. Ich sprach mit Sänger Rio Black über das neue Album, blaue Engel und den Tod.

 

Orkus: Euer neues Album trägt den Namen Remember Me. Verbindet ihr damit noch den schmerzlichen Verlust? Resultiert aus so einem Erlebnis auch die Frage: wer erinnert sich dann eigentlich noch an mich?

Rio Black: Ja und nein. Der Text ist eine Liebesgeschichte, es geht darum, dass jemand an seine frühere Freundin denkt und sich wünscht, dass diese sich auch so voller Liebe daran zurück erinnert! Es wurde aber auch zum Titel des Albums, weil wir das Gefühl hatten, dass unser letztes Album Down etwas untergegangen ist. Also erinnern: Atomic Neon sind noch da!

 

RO: Der Opener nennt sich Blue Angel. Also blauer Engel. Wie bist du auf blaue Engel gekommen? Was hat es mit ihnen auf sich? Gibt es nur den einen blauen Engel oder mehrere?

RB: Der Name Blue Angel hat keine tiefere Bedeutung. Robin Böhm stieß 2016 zur Band und sein erstes Instrumental Demo für Atomic Neon hieß Blue Angel, daraus entstand dieses Lied. Den Titel haben wir einfach behalten!

 

RO: Ein Lied auf dem neuen Album heißt Romy´s Death. Magst du uns darüber mehr erzählen? Ist da privates mit eingeflossen?

RB: Romy's Death ist ein inoffizieller Tribut Song an Romy Schneider. Der Text entstand nach einer Biografie, die ich gelesen hatte über sie. Eine wahnsinnige Story und wirklich schlimm, was man alles so erleben muss im Laufe seines Lebens, nicht nur Romy. Die Musik-Idee kam von unserem Schlagzeuger Friedi, der heimlich in die Sängerin von Skeletal Family verknallt ist, (Mist, verraten, lach), da hat er sich inspirieren lassen!

 

Orkus: Habt ihr ein Werk schaffen wollen, dass anderen vielleicht auch durch die schwere Phase eines Verlustes helfen könnte?

RB: Das kann jeder so nehmen, wie er es braucht. Wenn es hilft über etwas hinweg zu kommen, sehr gut! Wenn es nur Spaß macht, auch klasse! Irgendwie steckt ja jeder mal in einer Phase, in der er etwas braucht, das ihn stützt. Bei mir war es  immer die Musik. Wenn wir jemanden durch schwere Zeiten tragen können, dann ist das großartig!

 

www.atomic-neon.de

Riccardo Oldenburg

 

Line-up:

Rio Black - Gesang

Lars Kappeler - Gitarre

Robin Böhm - Gitarre

Sandy - Bass

Dani Dark - Keyboard

 

Friedi - Schlagzeug

L1MBUS

 

„Es ist ein großer Auftrag an uns alle. Es geht um hehre Ziele.“

 

Sie liefern derzeit sicher den explosivsten Cocktail an der Newcomer-Front: L1MBUS! Ich sprach mit ihnen über ihren außergewöhnlichen Namen, ihre breit gefächerte Anwendung von Genres, das interessante Cover Artwork und einiges mehr.

 

Riccardo Oldenburg: Hallo L1MBUS! Ihr habt einen sehr speziellen Namen. Wo kommt er her, hat er eine spezielle Bedeutung? Ist ja eine Form von Leetspeak nehme ich an.

S!NISTRY: Der „Limbus“ in seiner ursprünglichen Schreibweise steht für den Platz all jener Seelen, die ohne eigenes Verschulden vom sogenannten „Himmel“ ausgeschlossen sind. Dieses Thema fasziniert uns, stehen doch auch wir in der Tradition, für jene zu kämpfen, die sich mühen, hinausgeworfen aus dem „Paradies“ und hineingeboren in diese kaputte Welt, weiter für das Gute zu kämpfen. So haben wir diesen Namen aufgegriffen und ihn mit der ja bekannten 1 als Alleinstellungsmerkmal versehen, die auch noch einmal unsere Unverwechselbarkeit in Sound, Text und Grundhaltung verdeutlicht. L1MBUS darf als der „sichere Hafen“ für Jeden verstanden werden, der sich uns im Geiste anschließt.

 

RO: Soweit ich gelesen habe, seid ihr schon eine Weile aktiv. Wie kommt es, dass wir erst jetzt von euch hören? Das Debüt soll seit Juni 2016 da sein.

S!NISTRY: Nun, man bedenke zunächst, dass das Gesamtprojekt L1MBUS – von der Albumproduktion über Promo und Website bis hin zur Konzertorganisation – komplett in Eigenregie läuft. Wir machen also alles selbst. Alle Energie ging erst einmal in die Aufnahme – im Anschluss nahmen wir uns die Zeit, die nötig war, um diesem wichtigen Album der Neuzeit den Weg ans Licht der Welt zu ebnen. 

 

 

RO: Lass uns über das Debüt sprechen. Ich finde das Cover minimalistisch und dadurch faszinierend. Was möchtet ihr damit ausdrücken? Es lässt ja Interpretationsfreiraum.

S!NISTRY: Ja, wir haben es uns auf die Fahne geschrieben, viel Raum für Interpretation zu lassen. Wir können ja nicht das selbstständige Denken übernehmen. Das liegt bei jedem Einzelnen. Und soll es auch so sein. Nur so kann man sich persönlich und geistig weiterentwickeln. Wir bereiten nur den Weg. Gegangen werden muss er selbst. Was das Cover angeht, so lässt sich im Hintergrund die Rune Laguz (Wasser, Welle) erkennen – sie soll dabei helfen, aus Schicksalsschlägen und Erfahrungen die richtigen Erkenntnisse zu gewinnen. Hierbei muss die Parallele zum Zeitalter des Wassermanns gezogen werden – wir befinden uns im Fluss, der viele gesellschaftliche Veränderungen und Umbrüche mit sich bringt. Wir möchten unseren Teil zu einer positiven Richtung beitragen. Und dafür stehe ich als Kunstfigur S!NISTRY, der mit seiner Leidensgeschichte und der Beschreibung der Welt helfen möchte, den Menschen vom Dunkel ins Licht der Erkenntnis zu bringen.

 

RO: Das Album heißt Die Heilung. In unserer aktuellen Zeit ein vorzüglicher Titel! Was würdet ihr sagen: was wäre unsere Heilung? Wenn ihr etwas heilen könntet, was würde das konkret sein?

JOE BENNETT: Erst einmal wäre es notwendig, die von uns genannten Krankheiten als solche anzuerkennen, was heute nicht per se der Fall ist. Damit wären wir schon mal einen großen Schritt weiter.

Der Weg zur Heilung ist also erst einmal die Auseinandersetzung mit den Themen, die einen bewegen, begeistern oder auch abstoßen. Man kann vielleicht die Welt nicht immer im Großen ändern, aber man kann seinen Teil dazu beitragen, dass Veränderung geschieht. Wir erheben nicht den moralischen Zeigefinger, sondern erzählen die Welt aus der Sicht von S!NISTRY, dem gefallenen Engel, der auf die Welt kam und von dieser erzählt. Ein Wesen, das kein Mensch ist, aber das Verhalten der Menschen beobachtet und davon berichtet.

S!NISTRY: Ich sehe diese Welt. Sehe Freud, Leid und Vieles mehr. Und möchte mit meinen Erzählungen letztendlich zu konstruktiven Lösungsansätzen motivieren. Wie diese umgesetzt werden, steht jedem Menschen frei. Doch es muss aus der ehrlichen, inneren Motivation heraus geschehen. Denn ich bejahe und respektiere das Leben. Das des Menschen ebenso wie das des Tieres. Darum muss ich tun, was ich tun muss. Es ist ein großer Auftrag an uns alle. Es geht um hehre Ziele.

 

RO: Wie man bereits beim Anhören feststellt, mischt ihr sehr viele Genres miteinander. Und es macht euch ja durchaus einzigartig. Was waren eure Beweggründe? Ich nehme an ihr seid selber Fans der verwendeten Stile.

S!NISTRY: Jeder von uns hat in seinem bisherigen Leben verschiedene Musikstile durchlebt – diese nehmen definitiv Einfluss auf unsere Musik. Grundsätzlich lassen wir uns frei leiten und wenn wir uns eines Stils bedienen, der bisher noch nicht aufgegriffen wurde und die Atmosphäre schafft, die wir in einem Song haben wollen, dann lassen wir uns darauf ein. Denn so vielschichtig wie unsere Themen sind, so ist auch unser Musikstil. Es beginnt dann eine Art „L1MBUS – Umformungsprozess“, der alle Songs und Stilelemente am Ende zu einem L1MBUS – Werk mit seinem unverwechselbaren Sound macht.

 

RO: Des Weiteren stellt man schnell fest, dass ihr knallhart ehrlich seid und die Wahrheit entsprechend lautstark verbreitet. Ist es euch wichtig, dass mehrere Leute wieder auf diesen Zug aufspringen? Immerhin seid ihr ja sehr angefressen von der Bestie Mensch!

S!NISTRY / JOE BENNETT: Letztendlich sollte sich jeder kritisch denkende Mensch die Frage stellen: „Möchte ich die Welt, so wie sie ist, an meine Kinder weitergeben?“ Wer diese Frage für sich mit einem Nein beantwortet, der kommt an den Punkt, an dem er die Augen nicht mehr verschließen kann. Denn wer sich verantwortlich für seine Umwelt fühlt, kommt jetzt in die Situation, sich zu positionieren. Wir halten es für durchaus legitim, darauf hinzuweisen, dass eben nicht alles „normal“ ist, nur weil wir es schon so gewohnt sind. Diesem schleichenden Verlust der Menschlichkeit setzten wir die Auseinandersetzung mit dem Menschsein und den Kampf mit sich selbst entgegen. Dazu gehören natürlich auch Themen wie Emotionen, Ängste, Wut oder Traurigkeit. Letztendlich müssen wir erkennen, dass wir alle miteinander verbunden sind und all unsere Handlungen wieder auf uns zurückfallen. Denn alles kommt zurück.

 

RO: Gibt es aktuell etwas, das euch am meisten anfrisst in der Gesellschaft? Und was wäre euer Lösungsvorschlag?

S!NISTRY: Wir unterbreiten generell keine Lösungsvorschläge. Wir geben lediglich Impulse, die dazu anregen sollen, selbst Lösungen zu entwerfen. Jeder Mensch, der mit dem Herzen sieht, wird für sich selbst die Dinge erkennen, die in die falsche Richtung laufen. Und vielleicht können wir mit unserer Kunst einen Teil zum Entwerfen von Lösungen beitragen. Oder zumindest dazu, den kritischen Blick zu schärfen. Denn es ist bei Weitem nicht alles Gold, was glänzt. 

 

 

RO: Ihr habt euer Album in Kapitel aufgeteilt. Wie wichtig war euch das? Seht ihr euch da auch ein wenig in der Rolle eines Autors?

S!NISTRY: Es ist unschwer zu erkennen, dass man es mit Die Heilung mit einem Konzeptalbum zu tun hat. Und ja – es war uns in der Tat wichtig, dieses in die drei Kapitel Feuer, Asche und Licht aufzuteilen. Das Album darf als Selbstheilungsmaßnahme begriffen werden, die in drei Stadien abläuft: Beginnend mit dem alles zerstörenden Feuer, das den katastrophalen Ist-Zustand unserer Welt beschreibt. Über die Asche, die übrig bleibt und Dünger für das Heranwachsen des Neuen ist. Bis hin zum Licht, das zum Wachsen unentbehrlich ist und für die Vision einer besseren Welt steht. Diese Stadien müssen beim Hören durchlaufen werden, damit ein Prozess der Heilung entstehen kann. Betrachtet man dann noch, wie diese Gedanken in der L1MBUS - Kunst verarbeitet und präsentiert werden, so kann man uns schon in der Rolle eines Autors sehen.

 

RO: Wenn wir gerade dabei sind. Habt ihr Lieblingsautoren? Und Favoriten-Themenbereiche? Ich nehme an, ihr seid auch Fans des gedruckten Wortes und zieht ein schönes Buch einem E-Book vor!

S!NISTRY: Ich denke, die Band und ihre Mitglieder sind schon immer Freund des Wortes und der Schrift gewesen, folglich auch des Buches und es fällt schwer, nun einen einzelnen Titel oder Autor herauszugreifen. Die Themenbereiche sind mannigfaltig und setzen sich nicht selten mit der Psyche des Menschen im gesellschaftlich-sozialen Kontext auseinander.

 

RO: Da das Album in Kapitel aufgeteilt ist. Würdet ihr eure Story auch in einem Buch herausbringen? Gibt es da vielleicht gewisse Parallelen?

S!NISTRY: In der Tat ist es so, dass die Geschichte, die wir erzählen, auch als Buch verfasst werden könnte. Sie würde vom gefallenen Engel S!NISTRY handeln, der in diese kranke Welt geworfen wurde, um von ihr zu berichten. Und um aufzurütteln. Quasi der Till Eulenspiegel der Neuzeit. Und in der Neuzeit ist es fünf vor zwölf.

 

RO: Abschließend die Frage: Was hält das Jahr 2018 für euch noch bereit? Habt ihr Pläne, die ihr uns verraten wollt?

S!NISTRY: Aktuell planen wir gemeinsam mit unserem Videoproduzenten das Video zu Vergissmeinnicht, welches voraussichtlich im Sommer diesen Jahres erscheinen wird. Des Weiteren befinden sind wir uns auch in Koordination unserer Live-Shows für dieses Jahr. An dieser Stelle einen Gruß an die Konzertveranstalter – wir freuen uns stets über Anfragen! 

 

 

www.l1mbus.bandcamp.com

Riccardo Oldenburg

 

Line-up:

S!NISTRY - Gesang, Keyboard

JOE BENNETT - Gitarre, Bass

 

THE MACHINE - Schlagzeug

Moby

 

„… statt das Paradies zu schaffen, haben wir die Hölle erschaffen.“

„… ein Gefühl der Verbundenheit.“

 

Seit 23 Jahren beglückt Moby mit seiner ganz eigenen Art der elektronischen Musik so manche treue Fan-Seele. Anlässlich des brandneuen Albums Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt telefonierte ich mit ihm. Ich entlockte ihm unter anderem einige Geheimnisse zum interessanten Cover-Artwork, zu seiner Person und zur Bestie Mensch. So viel sei schon verraten: Es wird philosophisch ...

 

Riccardo Oldenburg: 1995 erschien dein allererstes Album. Wir schreiben also das 23. Jahr Moby. 23 Jahre! Hast du das kommen sehen?

Moby: Nein. Ich meine, ich bin mit einer Punkrockband aufgewachsen in den Achtzigern, mit der ich gespielt habe, und in den Neunzigern wurde ich in die elektronische Musikwelt involviert. Ursprünglich dachte ich, ich würde mein Leben als Philosophie-Professor an der Universität verbringen. Und ich dachte, ich würde mein Leben damit verbringen, an Musik zu arbeiten, die keiner je hören würde. Und so habe ich nie erwartet, einen Plattenvertrag zu bekommen. Ich habe nie erwartet, Platten aufzunehmen. Ich habe nie erwartet, Musik zu machen, die sich jemand anhört. So war die komplette Sache eine wirkliche Überraschung.

 

RO: Kürzlich hast du auf Facebook gepostet, dass du in den Siebzigern, als du noch zur Schule gegangen bist, dachtest, dass wir – wenn wir das Jahr 2000 überhaupt erreichen – sicher im Weltraum leben würden. Wie denkst du heute darüber?

M: Das ist interessant. Ich bin 52 Jahre alt und ich erinnere mich daran, in der Grundschule gewesen zu sein, das war Mitte der Siebziger. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das Jahr 2000 je passieren würde. Es schien so weit weg … Was wirklich lustig ist: dass das Jahr 2000 schon 18 Jahre her ist! Eines der merkwürdigsten Dinge, wenn du älter wirst, ist, dass Zeit oder Daten, die so futuristisch schienen, jetzt in der entfernten Vergangenheit liegen. Und die Welt ist ganz anders und viel seltsamer, als irgendjemand vorhergesehen hat. Ich glaube, dass wir bis 2018 eine bessere Vorstellung davon hatten, was wir tun würden und wir würden vielleicht aufhören, so viele dumme Fehler zu machen. Aber es scheint, als wären die dummen Probleme viel hartnäckiger, als wir gedacht haben.

 

RO: Interessanter Gedanke. Wie geht es dir eigentlich mit dem Älterwerden?

M: Es macht mir nichts aus, älter zu werden, denn soweit ich das in den letzten vier Milliarden Jahren sagen kann, ist jede Kreatur, die auf diesem Planeten geboren wurde, älter geworden. Und ich eben auch! Ich denke also, dass Älterwerden mich stören würde, wenn ich der Einzige wäre, der davon betroffen wäre. Wenn alle auf diesem Planeten jung und schön wären und sie für immer jung und schön bleiben würden, würde ich vielleicht das Gefühl haben, dass es ein bisschen unfair ist, dass ich älter werde. Aber Älterwerden betrifft alle! Und das zu bekämpfen ist wirklich albern! Das Kämpfen gegen das Altern ist so etwas wie der Kampf gegen die Schwerkraft!

 

RO: Ja, das ist wahr ... 2016 erschien These Systems Are Failing. Wie viel Zeit dieser Pause hast du in das neue Album investiert? Ich habe gelesen, du hast sogar mit einem Orchester gearbeitet?

Moby: (überlegt kurz) Ich arbeite ständig an Musik, weil ich das gerne mache, egal ob ich sie veröffentliche oder ob sie überhaupt jemand zu hören bekommt. Für mich ist ein Album einfach die Möglichkeit, Musik zu veröffentlichen, in der Hoffnung, dass die Leute es hören werden. Ich habe nicht mit einem Orchester gearbeitet, aber ich werde es. Das heißt: Das nächste Album, an dem ich arbeiten werde, ist ein akustisches, orchestrales Album und im Oktober gebe ich ein Konzert mit dem Los Angeles Philharmonic. Da werde ich das erste Mal mit einem Orchester arbeiten.

 

RO: In der Walt Disney Concert Hall, wow! – Hast Du manchmal das Gefühl, du hast alles erreicht? Oder gibt es etwas, das du noch erreichen möchtest?

M: Ich meine, die vielen Dinge, die ich gerne tun würde und viele Dinge, die ich gerne erreichen würde. Ich denke nicht an sie. In gewisser Weise denke ich nicht, dass ich „Karriere gemacht“ habe. Ich denke, ich selbst bin wirklich glücklich, dass ich Zeit mit der Arbeit an Musik verbringen und manchmal auch für Leute spielen kann. Mein Ziel bei der Musik ist einfach zu versuchen, Musik zu schaffen, die schön und interessant erscheint. Und ich weiß nicht, ob ich das jemals werde, ich weiß nicht, ob ich das tue, aber das ist das Ziel. Jedes Mal, wenn ich in meinem Studio sitze. Oder wenn ich versuche, einen Song zu schreiben oder Musik zu machen. Dann versuche ich etwas Schönes zu erschaffen, das die Leute irgendwie erreichen wird. Aber ich sehe das nicht als professionell oder meinen Job an. Es ist einfach etwas, das ich gerne mache.

 

RO: Ja, das ist auch die Art und Weise, wie ich meine Arbeit mache. Ich denke, dass deine Musik viele Menschen auf einer sehr tiefen Ebene erreicht. Sprechen wir über das neue Album: Everything Was Beautiful, And Nothing Hurt. Was hat dich dazu inspiriert?

M: Der Titel stammt von einem Kurt Vonnegut-Buch mit dem Titel Schlachthof fünf oder Der Kinderkreuzzug. Er ist einer meiner Lieblings-Schriftsteller. Besonders als ich aufwuchs, liebte ich ihn sehr. Was ich am Titel besonders mag, ist, dass er so einfach und utopisch ist. Was mich wirklich frustriert ist, dass die Menschheit bis vor hundert Jahren mit Problemen konfrontiert war, die sie nicht kontrollieren konnte. Aber wir haben einen Weg gefunden, um diese Probleme zu lösen und statt das Paradies zu schaffen, haben wir die Hölle erschaffen! Wir haben herausgefunden, wie wir uns selbst ernähren können, wir haben herausgefunden, wie man sich im Winter wärmt und wirklich: die letzten Jahre hätten Utopia sein sollen! Es hätte ein Paradies sein sollen! Und alles, was wir getan haben, ist, die Sache noch schlimmer zu machen! Ich hoffe wirklich, dass wir für unsere Spezies und für jede andere Spezies auf diesem Planeten einen Weg finden, die Dinge nicht noch mehr zu verschlimmern. Wir alle wissen, was zu tun ist. Wir alle wissen, dass wir aufhören sollten, Erdöl zu verwenden. Wir sollten aufhören, Tiere als Nahrung zu verwerten. Wir sollten aufhören, Antibiotika zu verwenden, die wir nicht brauchen. Wir sollten aufhören, Chemikalien in die Umwelt zu kippen. Wir sollten aufhören, die Regenwälder abzuholzen. Wir sollten aufhören, mehr Geld für unsere Streitkräfte auszugeben und das eher in die Bildung investieren. – Wir wissen, was zu tun ist, aus irgendeinem Grund tun wir es nicht. Ich wollte, dass der Titel irgendwie das Paradies widerspiegelt, das uns zur Verfügung steht, wenn wir uns nur entschließen, es zu wählen.

 

RO: Ich erinnere mich an die Zeilen des Refrains eines Songs von einem anderen Künstler und ich denke, vor dem Hintergrund, was du gerade sagtest, ist es wichtig, sich dieser Zeilen zu erinnern: Dort heißt es: „Wir sind längst im Paradies, haben die Hölle draus gemacht.“ (ASP Ich bin ein wahrer Satan). Würdest du sagen, dass das Cover-Artwork der Hintergrund dessen ist, was du eben erzählt hast?

M: Ja, das ist es: Wir müssen die Dinge nicht zerstören. Wir müssen nichts töten. Wir müssen kein Leid schaffen. Aber wir machen das. Und ich möchte nichts anderes als unsere Spezies entwickeln. In gewisser Weise wissen wir nicht immer, was am besten zu tun wäre. Aber wir kennen bestimmt das Schlimmste, das wir tun können ... Und die Frage ist: Warum machen wir weiterhin das Schlimmste?

 

RO: Oh ja ...

M: Das ist wie bei einem Arzt. Der Arzt weiß vielleicht nicht sofort, was das Beste ist. Aber er weiß, wie man das Schlimmste aufhält. … (kurze Pause) Und stell dir vor: jedes Mal, wenn du zum Arzt gehst, schlägt er dir ins Gesicht. Und das ist genau das, was wir als Spezies tun! (beide lachen) Es ist doch so: Wir entscheiden uns für die schlimmsten Dinge, die wir tun können, obwohl wir sogar wissen, dass es die schlimmsten Dinge sind, die wir tun werden ...

 

RO: Ist das der Grund, warum die Leute auf dem Coverbild Masken tragen?

M: Oh, das sind keine Masken! Das sind Kühe in der U-Bahn.

 

RO: Großartig! Guter Gedanke! Um welche Sonnen geht es im Track The Waste Of Suns? Vielleicht sogar die eigene Sonne in einem selbst?

M: Der Titel bedeutet, dass wir diese Gelegenheit bekommen haben. Wir haben Leben und wir haben Wärme und wir haben Wasser. Wir haben einen Planeten. Und wir ruinieren ihn. Es ist also die Idee, dass wir so viel mehr tun könnten, um die Dinge besser zu machen. Stattdessen verschwenden wir alles. Das ist die simple Bedeutung des Titels.

 

RO: Der Opener des Albums heißt Mere Anarchy. Was kannst du zum textlichen Hintergrund verraten?

M: Oh, das ist ein Zitat aus dem Gedicht The Second Coming von Yeats. Das war ein irischer Poet, 19. bis 20. Jahrhundert. Die Idee ist, dass wir in einer Welt leben, die eine Katastrophe ist. Aber wir sind daran gewöhnt. Wir wachen jeden Tag auf und wir bekommen mehr Informationen darüber, dass die Welt komplett auseinander fällt. Aber die Menschen gehen einfach ihrem Tag nach! Obwohl sie wissen, dass die Welt auseinander fällt. Das „mere“ geht dann noch einen Schritt weiter: es beschreibt den Zustand einer Apokalypse, einer Katastrophe. Aber das wird fast abgeschwächt durch den Fakt, dass wir uns jeden Tag damit beschäftigen.

 

RO: Like a Motherless Child ist das erste Video und die erste Single des Albums. Warum hast du dich für dieses Lied entschieden?

M: Der Text und der Refrain sind sehr, sehr alt, weit über 150 Jahre. Und die Idee ist, dass ... es ist schwer zu erklären, aber Menschen existieren in einem Zustand der Isolation. Wir sind abgeschottet vom objektiven Wissen über das Universum und wir sind getrennt vom Göttlichen und wir wandern umher wie mutterlose Kinder. Da ist also dieses zentrale Thema aus Verwirrung und Traurigkeit der Menschheit. Und das ist es, was der Titel und der Text vermutlich andeuten.

 

RO: Das ist ein großartiger Hintergrund. Die wunderschöne weibliche Stimme, die in dem Song zu hören ist, gehört Raquel Rodriguez. Singt sie auch in anderen Tracks mit?

M: Nein, das einzige Lied, das sie singt, ist Like a Motherless Child und ich stimme dir zu, sie hat eine wunderschöne Stimme. Es ist eine gute Frage, warum ich sie nicht auf anderen Songs singen lasse. Um ehrlich zu sein: ich weiß es nicht. Aber wenn man sich durch das Album hört, gibt es viele Frauen, die auf der Platte singen und ich denke, dass sie alle wunderschöne Stimmen haben. Ich denke, ich habe das Glück, mit diesen Frauen und den wunderschönen Stimmen arbeiten zu dürfen.

 

RO: Wenn wir uns die Tracklist anschauen, liest es sich ein bisschen melancholisch und traurig. Aber du scheinst eine positive Person zu sein. Ist da auch einige Melancholie in dir oder würdest du sagen, du bist eher positiv eingestellt?

M: Hm. Diese Frage ist schwierig zu beantworten … Die einzige Möglichkeit, wie ich das beantworten kann, ist, dass es beides ist. Weißt du, es gibt viele Gründe, melancholisch zu sein, pessimistisch zu sein. Aber es gibt auch viele Gründe, optimistisch zu sein. Und ich denke, ich mache mir mehr Sorgen, wenn ich sehe, was für ein Potenzial die Leute haben und ich möchte nicht, dass wir das verlieren. Ich möchte nicht, dass wir uns die Fähigkeit ruinieren ... zu existieren. Glücklich zu leben. Gesunde Leben zu führen. Unsere Ressourcen zu erkunden. Das Universum zu erforschen. Ich will nicht, dass unsere dummen Fehler uns davon abhalten, unser Potenzial zu erkennen. Ich bin optimistisch in Bezug auf unser Potenzial und pessimistisch in Bezug auf unsere Fähigkeit, das umzusetzen.

 

RO: Ich denke, das ist der beste Weg, das zu tun, was wir tun. Das neue Album ist eine große Traumreise, es ist sehr spirituell, die Songs vermitteln viel Gefühl und Tiefsinn. Es gibt so viele Situationen, in denen Menschen Musik hören. Würdest du sagen, dass es eine Situation gibt, in der du möchtest, dass die Leute deine neue CD hören? Irgendeine spezielle vielleicht?

M: Ich meine ehrlich, ich bin nur geschmeichelt und glücklich, wenn jemand sich die Zeit nimmt, etwas anzuhören, das ich gemacht habe. So hoffe ich, dass sich das jemand anhört. Und ich hoffe, ich verschwende nicht ihre Zeit. Ich hoffe, ich gebe ihnen etwas, mit dem sie sich verbinden können. Etwas, das ihnen eine emotionale Reaktion entlockt, etwas, womit sie sich weniger alleine fühlen. Es ist wie ein Gefühl der Verbundenheit. In der Welt, in der wir leben, fühlen wir uns oft isoliert und alleine. Und manchmal durch Musik, Kunst oder Literatur fühlen wir uns an das erinnert, was sonst noch in der Welt vor sich geht. Und es erinnert uns an den schöneren Teil der menschlichen Erfahrung. Meine Hoffnung besteht also einfach nur darin, dass ich diese Dinge irgendwie reflektiere und etwas in die Welt bringe, mit dem jemand eine Verbindung eingehen kann.

 

www.moby.com

 

Riccardo Oldenburg

Cypecore Folgestory

 

... das blinde Wiederholen von Gelesenem verschafft einem noch lange keine Kenntnisse!

 

Wie versprochen geht es in der Folgestory zum großen Interview mit den Sci-Fi-Metallern Cypecore aus Mannheim dieses mal um Sinnkrisen, den angesprochenen Justizfall, das Zehnjährige und einige mehr interessante Sachen, die Ihr so sicher noch nicht von den Jungs wusstet!

 

Riccardo Oldenburg: Dominic, schön dass ihr euch noch mal die Zeit nehmt. Im März geht es ja auch endlich mit der Tour los. Am 01.03. in Frankfurt ist das erste der bisher acht bestätigten Konzerte. Steigt die Aufregung, der Nervositätspegel? Wie laufen die Vorbereitungen?

Dominic Christoph: Nervosität würde ich es nicht nennen, eher Vorfreude und die ist bei uns allen sehr groß. Wir stecken Hals über Kopf in den letzten Zügen der Vorbereitung und können es kaum erwarten, auf die Straße zu kommen!

 

RO: Eine Frage wurde mir beim letzten Mal noch nicht so recht beantwortet. Da muss ich noch mal nach haken. Inwieweit ist eure Musik, sind deine Texte Realität und was nur Fiktion? Immerhin beherbergt gerade The Alliance einige Sachen, die darauf hindeuten, dass euch / dir da einiges in der aktuellen Zeit sehr missfällt würde ich als Hörer schlussfolgern.

DC: Ich bin als Autor der Meinung, dass ein gutes Werk zwar eine Richtung verfolgt, jedoch jedem persönlichen Interpretationsfreiraum lässt. Von daher verbinden sich all meine Werke natürlich irgendwo (manche mehr, andere weniger) mit realen Ereignissen oder Erfahrungen, jedoch auch einigen rhetorischen Elementen, die meiner Fantasie entspringen. Und um es mal konkret zu machen, ja, es misfallen mir / uns viele Dinge, die uns aktuell betreffen.

 

RO: Nehmen wir beispielsweise die Dissatisfactory her. Frei übersetzt also die "Nichtbefriedigungsfabrik". Was ist in eurem Sinne eine solche Fabrik? Was ist in unserem aktuellen System, vielleicht im aktuellen Stadtbild, eine solche Fabrik? Was möchtet ihr damit ausdrücken?

DC: Der ursprüngliche Gedanke war das alte Sprichwort : „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Prinzipiell ein sehr schönes, weises Sprichwort, welches nur im Zuge der Entwicklung der heutigen Zeit immer weniger realistisch zu sein scheint. Anregung dafür ist eine Erfahrung mit schweren Depressionen und mit der Tatsache, dass man sich schnell in einem endlosen Trott aus Verpflichtungen wieder findet, ohne die Möglichkeit an seiner Glückseeligkeit zu arbeiten.

Ich würde mir wünschen, die Menschen könnten sich wieder mehr auf die Dinge konzentrieren, die meiner Meinung nach zählen und weniger auf den Wert der Zahl, die am Monatsende auf ihrer Gehaltsabrechnung steht.

 

RO: Reject the Stream sagt zum Beispiel ganz direkt heraus: Lehne den Stream ab! Hängt das mit Werbung zusammen? Bezieht es sich auf die Multimedia-Sucht der heutigen Generation?

DC: Mit dem „Stream“ meinten wir tatsächlich den Strom an Interessen/Meinungen, dem heutzutage mehr und mehr Menschen blind zu folgen scheinen. Ich gebe zu, dass es mit der Masse der Themen, zu denen man zumindest ein bisschen informiert sein sollte, schwer ist, sich zu allem eine eigene Meinung zu bilden, aber das blinde Wiederholen von Gelesenem verschafft einem noch lange keine Kenntnisse!

Der Song ist viel mehr ein Aufruf, sich nicht so leicht von jedem „Trend“ mitreißen zu lassen, ohne jenen erstmal objektiv zu beleuchten, sofern es einem möglich ist.

 

RO: Sollte man sich aus eurer Sicht vielleicht sogar ein wenig erheben? Für seine Rechte einstehen?

DC: Oh absolut!

 

RO: Passend dazu. Du erzähltest im letzten Interview von einem an der Stelle ungegannten Justizfall. Magst du uns darüber vielleicht mehr erzählen? Wir, die Leser und ich sind da ja neugierig geworden!

DC: Prinzipiell möchte ich an dieser Stelle nicht konkreter werden, aber ein System, in dem es Kriminellen möglich ist, aus einem Opfer einen Täter zu machen, wenn der richtige Anwalt die richtige Summe erhält, ist schlicht und ergreifend paradox! Das Wort Gerechtigkeit darf meiner Meinung nach keine „leere Versprechung“ sein.

 

RO: Du hast auch erzählt, dass du schon einige sehr unschöne Zeiten hinter dir hast. Solche Momente treffen einen ja sehr. Es ist schön, dass es dir wieder besser geht. Magst du uns etwas über die schwere Zeit erzählen?

DC: Möglicherweise kann ich diese Frage zu gegebener Zeit besser beantworten, aber derzeit liegt der Fokus definitiv auf den positiven Ereignissen, die unmittelbar bevorstehen. Nämlich die Veröffentlichung der neuen Platte und die dazugehörige Tournee.

 

RO: Kannst du etwas empfehlen, dass man in diesen schweren Zeiten tun kann? 

DC: Ich würde es nicht wagen, mit meinem bescheidenen Horizont den Löser aller Probleme zu symbolisieren. Jedermann muss leider seinen persönlichen Weg finden, eine schwere Zeit zu überwinden.

 

RO: Ihr habt Zehnjähriges. Zehn Jahre sind eine gute Resonanz für eine Band. Gibt es Sachen, die euch da besonders im Gedächtnis geblieben sind? Was hättet ihr gerne bisher gemacht, was aber noch nicht umsetzbar war zum Beispiel?

DC: Die absoluten Highlights müssen auf jeden Fall die großen Festivals gewesen sein! Ohne den Support eines Labels auf den Bühnen des W:O:A, Summerbreeze, With Full Force und dem Rockharz spielen zu dürfen ist ein wahr gewordener Traum! Nun wäre es an der Zeit, international an solche Erfolge anzuknüpfen. Ein weiterer großer Traum der Band wäre ein Auftritt auf dem französischen Hellfest.

 

RO: Gibt es Träume, die ihr euch noch mit Cypecore erfüllen wollt? Mit einem Musikerhelden auf Tour gehen beispielsweise?

DC: Zu viele, um hier allen gerecht zu werden, aber um mal die Größten zu nennen: Eine Tour als Support für Gojira, Slipknot, In Flames oder Lamb of God wäre für uns alle eine riesen Sache!

 

RO: Könntet ihr euch vielleicht sogar vorstellen, selber mal eine Sci-Fi Story direkt zu schreiben? Oder würdest du deine Texte her nehmen und ein Buch veröffentlichen? Vielleicht sogar in einem Sci-Fi Streifen mitspielen?

DC: Mit Sicherheit schwirrt dieser Plan irgendwo im Hinterkopf herum, allerdings liegt unser Hauptaugenmerk nach wie vor erstmal auf der Musik. Was die Zukunft bringt, wird die Zeit uns zeigen.

 

RO: Gibt es vielleicht sogar etwas, was ihr mit Cypecore lieber anders, besser gemacht hättet? Oder vertretet ihr den Standpunkt: was geschehen ist, ist geschehen und hätte auch nicht anders passieren sollen?

DC: Alles in der Vergangenheit hat uns zu dem gemacht, was wir heut sind und darauf sind wir sehr stolz. Jeder Fehler ermöglicht es zu wachsen und nur so kommt man voran. Ich würde um nichts in der Welt irgendetwas in der Geschichte der Band verändern wollen!

 

RO: Eure Optik war im letzten Interview auch ein Thema. Seid ihr selber auf die Idee mit den Outfits gekommen? Designed ihr sie selber oder zeichnet sie jemand für euch?

DC: Wir haben die Outfits selbst entworfen. Hintergrund dafür war die in unserem Sci-Fi-Szenario herrschende Strahlenbelastung, die durch die Exosuits bekämpft werden soll und uns so am Leben erhält.

 

RO: Ich kann mir auch vorstellen, dass die Outfits recht schwer werden während eines Gigs. Schwitzt ihr sehr darunter? Aus welchen Materialien sind denn die Outfits? Schränken sie den Bewegungsradius auf der Bühne ein?

DC: Die Outifts sind von uns praxistauglich konzipiert und stören uns nicht im Ausüben unserer Bühnentätigkeit. Und jede Band, die eine energiegeladene Show liefert, schwitzt auf der Bühne, da unterscheiden wir uns abgesehen von der Optik nicht von anderen Bands.

 

RO: In Anlehnung an eine weiter oben gestellte Frage: Könntet ihr euch vorstellen, dass euch Fans auf eurer Social Media Plattform kleine Geschichte schreiben? Die ihr in eure vielleicht einfließen lasst?

DC: Wir wären definitiv nicht abgeneigt.

 

RO: Würdet ihr gerne mal eure Sci-Fi Helden in einem Album, einem Song, einem Text verewigen?

DC: Gute Frage, ich persönlich habe mir nie darüber Gedanken gemacht, da ich finde, dass mir andere Themen wichtiger sind, aber pauschal ausschlagen möchte ich die Idee nicht.

 

RO: Ihr werdet zu den innovativsten Bands aus dem deutschen Metal-Raum gezählt. In gewisser Weise seid ihr da ja auch einzigartig durch euren Sound, die Optik, den Hintergrund. Seht ihr das auch so? Wie steht ihr selbst dazu?

DC: Zuerst einmal möchte ich dem Urheber dieses Statements meinen Dank aussprechen, denn es bedeutet uns sehr viel, eine derartige Wertschätzung zu erfahren.

Solch einem Ruf gerecht zu werden scheint eine große Aufgabe zu sein, aber ich persönlich denke, dass wir ihn uns erarbeitet haben und ihn mit Stolz annehmen sollten.

 

 RO: Hättet ihr vielleicht sogar mal Lust auf ein paar Klangexperimente in naher / ferner Zukunft? Etwas den Horizont erweitern? Oder bleibt ihr eurem Stil jetzt so treu wie er ist?

DC: Ich kann zu diesem Zeitpunkt keine Prognose abgeben, aber ich bin mir sicher, dass wir uns weiterentwickeln werden und dennoch einen Sound produzieren werden, der eindeutig nach Cypecore / Sci-Fi-Metal klingen wird!

 

RO: Abschließend: Mittlerweile ist ja das Jahr 2018 angebrochen. Gibt es neben der laufenden Tour noch weitere Pläne, die ihr uns nennen könnt?

DC: Wir möchten in 2018 weitere internationale Grenzen erschließen und arbeiten hart, um diese Ziel zu erreichen.

 

www.cypecore.com

Riccardo Oldenburg

 

Line-up:

Dominic Christoph – Gesang

Nils „Nelson“ Lesser – E-Gitarre

Jay Marsman – E-Gitarre

 

Cypecore

 

In der Tat war die Optik der Film zur Musik.

 

Sie gehören sicher zu den innovativsten Metal-Bands aus deutschem Raum: Cypecore aus Mannheim! Ich habe sie inmitten des Trubels um ihr neues Album für ein ausführliches Interview erreicht und sprach mit Sänger Dominic Christoph über Allianzen, ihr Jubiläum, Science Fiction und einiges mehr.

 

Riccardo Oldenburg: Wie geht es euch denn aktuell bei all der Aufregung?

Dominic Christoph: Im Frühjahr kommt ja unser neues Album The Alliance raus. Ein Album zu schreiben und zu recorden ist eine enorme Aufgabe, die viel Kreativität und Herzblut erfordert. Ich bin aber sicher, dass sich der Aufwand gelohnt hat! Erste Resonanzen, die wir erhalten, sind bereits gut und das Ding ist endlich im Kasten. Wir arbeiten aktuell an der Umsetzung spezieller Videoideen und bereiten schon unsere Tour vor. Wir sind froh, wenn es endlich losgehen kann.

 

RO: Wie seid ihr auf Science Fiction Metal gekommen? Mögt ihr solche Musik selber? Was ist denn Sci-Fi Metal überhaupt?

DC: Prinzipiell ist der Sci-Fi-Metal eine Eigenkreation, mit der wir vor einigen Jahren begonnen haben. Da wir allesamt riesen Sci-Fi-Fans sind und wir mit dem Konzept zur Musik auch einen Namen dafür gesucht haben, nannten wir es kurzentschlossen, und wie wir finden passenderweise, Sci-Fi-Metal. Musikalisch bewegt sich das Ganze grob zwischen Melodic Death Metal, Industrial und Metalcore.

 

RO: Das erste, was an euch auffällt, ist eure Optik. Basiert darauf auch der Bandname?

DC: In der Tat war die Optik der „Film zur Musik“ wie wir uns überlegt hatten. Der Bandname entstand allerdings schon Jahre zuvor und hat sich als Zufallsprodukt im Kopf unseres Nils Lesser gebildet.

 

RO: Das neue Werk heißt The Alliance. Gerade in diesen Zeiten ein guter, starker, passender Albumtitel. Wieso die Allianz? Und warum gerade jetzt bei Cypecore?

DC: Nun ja, als Band kann man nur so stark sein wie die Leute, die einem Rückhalt geben. Diesen Gedanken manifestieren wir in diesem Album und danken unseren Fans und Mitstreitern. Mittlerweile haben wir Fans, die aus Skandinavien, Island, Australien, Japan oder Osteuropa anreisen um uns live zu sehen, was ziemlich überwältigend für uns ist. Sie haben uns bis hierhin die Treue gehalten, aber gleichzeitig öffnen wir unseren Kreis all denen unseren, die neu hinzukommen möchten. Gemeinsamkeit durch Musik, ganz gleich welcherlei Herkunft/Religion/Gesellschaft jemand entspringen mag.

 

RO: Findet ihr eine Allianz besser als unabhängig agierende allein stehende kluge Köpfe? Sollten die sich eventuell sogar zusammen tun? Was meint ihr?

DC: Wir lassen als Künstler jedem Individuum die Möglichkeit, diese Antwort mit sich selbst auszumachen. Wie schon gesagt einen wir die Allianz um uns herum, deren Zweck möchten wir allerdings nicht bestimmen. Jeder soll aus freien Stücken und seinen eigenen Gründen Teil werden und sein.

 

RO: Auf dem Album findet sich ein Lied namens Dreamsmasher. Was hat es damit auf sich? Und was kann aus eurer Sicht Träume zerstören?

DC: Besagten Song hatte ich geschrieben, als mir grundlegende Zweifel an meiner Art und Weise zu leben wiederfahren sind. Ich denke, ich verarbeite darin mein Scheitern in der Vergangenheit und versuche Leuten in ähnlichen Situationen Inspiration zu spenden. Träume zerstören sich meiner Meinung nach durch Zweifel, Misserfolge, mangelnde Disziplin und die fehlende Fähigkeit, an seinen Fehlern zu wachsen.

 

RO: Wenn man sich die Tracklist anschaut, merkt man, dass das Album sehr düster geworden ist. Fast schon zukunftsweisend. Teilweise auch recht aktuell. War euch das wichtig? Seht ihr es als beides: Fiktion und Realität?

DC: Da die Titelgebung überwiegend durch meine Textarbeit geschieht, könnte man das so sehen. Allerdings habe ich beim Schreiben kein gesondertes Augenmerk darauf gelegt, möglichst düster oder bedrohlich zu wirken. Jeder Song beschreibt viel mehr einen Geisteszustand, der mich zum Zeitpunkt des Schreibens erfüllt hat.

 

RO: Besonders passend, als Aushängeschild, ist der Track The Voice Of Conviction. Quasi die Stimme der Überzeugung. Ist das die Stimme des Helden? Gibt es überhaupt einen indirekten Helden in eurer Geschichte?

DC: Genannter spezieller Track war ursprünglich entstanden, als ich durch einen hier ungenannten Justizfall meine Zweifel an unserem Rechtssystem hatte beschäftigte mich mit der generellen Frage, ob Recht nun wirklich gerecht ist. Conviction ist in diesem Falle also tatsächlich eher juristisch zu verstehen und nicht etwa als eine Art drohende Stimme der Überzeugung.

 

RO: Was genau würde die Stimme der Überzeugung denn mitteilen wollen? Habt ihr eine spezielle Überzeugung?

DC: Wenn wir eine generelle Überzeugung formulieren müssten, sähe sie vermutlich so aus: Jeder Mensch soll die Möglichkeit haben, zu sein wer er sein möchte.

 

RO: 2017 stand im Zeichen des Zehnjährigen. Wurde das schon intern gefeiert und wenn wie? Feiert ihr mit den Fans jetzt nach?

DC: Grundsätzlich ist The Alliance ein Grundstein, der eine neue Ära einläutet. Wir haben all die Erfahrungen und Eindrücke der Vorjahre frequentiert, Line-up-Wechsel durchlebt und das Konzept entwickelt, von dem wir heute sprechen: Cypecore – Science-Fiction-Metal.

 

RO: Anlässlich des Jubiläums: War das ein Grund für den Albumnamen? Machen zehn Jahre eine Allianz aus? Und vielleicht deswegen genau zehn Titel auf der CD?

DC: Die Zehn ist in dem Fall tatsächlich ein Zufall und der Albumtitel schien uns einfach wie oben erwähnt passend, da wir in den letzten Jahren doch herangewachsen sind. In schweren Zeiten kann der Zusammenhalt Berge versetzen und genau diese Kernidee soll den Leuten näher gebracht werden.

 

RO: Eure Auftritte werden als „military operations“ bezeichnet, also Militäroperationen. Liegt das nur am Bühnenoutfit? Was erwartet einen bei so einem Auftritt vor dem Hintergrund?

DC: Gezielt militärisch soll das heutzutage nicht wirken. Die Idee dahinter ist, dass in einem Endzeitszenario, in dem wir uns fiktiv ja befinden, nur mit Strategie und Disziplin überlebt werden kann. Daher kamen die militärischen Elemente in die Sprache auf unseren Social Media Plattformen. Jedoch ist keiner von uns militant oder befürwortet gar kriegerische Handlungen.

 

RO: Würdet ihr vielleicht so weit gehen, euch als Sci-Fi Nerds zu bezeichnen? Ihr seid immerhin auch leidenschaftliche Gamer!

DC: Könnte man so sagen, da wir alle irgendwie schon immer von Science Fiction Filmen und Literatur begeistert waren. Star Wars hat mit Sicherheit die Pfade geebnet, aber auch die Alien Reihe, das komplette Fallout Universum und Warhammer 40K sind für alle stets große Aufhänger gewesen. Was das Gaming betrifft, sind wir alle grundverschieden, dennoch aktiv. Allerdings ist die große Gemeinsamkeit doch das Musikmachen und die steht sowieso weiter vorne auf der Liste.

 

RO: Es ist zumindest auffällig, dass ihr Sci-Fi an sich ja sehr mögt. Habt ihr an Filmen, Autoren sonst irgendwelche Favoriten? Vielleicht sogar Vorbilder, Idole? Oder basiert einiges vielleicht sogar auf der Grundlage einiger Games, die ihr diesbezüglich schon gespielt habt?

DC: Zu viele, um hier ins Detail zu gehen. Aber ja, haben wir.

 

 

www.cypecore.com

Riccardo Oldenburg

 

Line-up:

Dominic Christoph – Gesang

Nils „Nelson“ Lesser – E-Gitarre

Jay Marsman – E-Gitarre