Endlich ist es da - das brandneue, 8. Album von Mono Inc.! Zwei Jahre nach dem Erfolgsalbum "Nimmermehr" erscheint nun "Terlingua", das den Jungs und dem Mädel um Frontmann Martin Engler den nächsten großen Wurf bescheren wird.
 
Bereits Titel 1 mit dem Namen "Mondschein" überzeugt von der ersten Sekunde an. Melancholisch, balladesk, traumhaft schöner Gesang, einfach eine geniale Nummer und ein perfekter Einstieg. Mono Inc. haben definitiv ein Händchen für wunderschöne Balladen. In gleicher Reihe steht auch "Never-ending Love Song" auf Position 2. Ich freue mich auf die Live-Umsetzung und den Gig auf dem diesjährigen WGT!
 
Auf Position 3 findet sich das erste härtere Stück der Platte mit Namen "Heiland". Düstere Lyrik, schnellere Instrumente, um Erlösung flehender Gesang im Refrain. Ich persönlich finde es genial, dass nach einer komplett in deutsch gehaltenen Platte nun auch einige deutsche Nummern ihren Weg auf die Alben finden. Nach genau diesem Prinzip darf weiter gemacht werden!
 
Ich finde es genial, wenn Bands regemäßig was neues ausprobieren und es ihnen genau so gut geklingt. Mono Inc. sind eine dieser Bands und beweisen das auch auf dem neuen Silberling. Ein gutes Beispiel dafür liefert "It never rains" auf Position 4. Erinnert ein wenig an Gothic Country Rock, was ja auch schon das Cover und die Promo-Bilder versprechen. Minimal gehaltenere Instrumentierung, chorartiger Gesang im Refrain und ein Feeling wie direkt on the road. Tolle Nummer, Daumen hoch! In die selbe Richtung geht auch das Herz- und Titelstück "Terlingua", das für mich die deutsche Antwort auf den Klassiker "Drive" von The Cars ist, nur schöner. Ebenso "Tag X" auf Position 5, der hymnisch daher kommt und ein wenig an düstere Karnevals- und Zirkusmusik erinnert. Zu eben jenem Track gibt es auch einen Videoclip, den man auf der Bonus-DVD der 2-Disc-Edition findet.
 
Auf Position 6 geht es ruhig weiter mit der Nummer "118". Große Emotionen, große Melodien, soundtrackartig, gefühlvoller Gesang von Martin. Wenn man die Augen schließt, entstehen vor dem geistigen Auge die ausgedehnten Landschaften Skandinaviens. Eine großartige on-the-road-Nummer, die einem so manche Autofahrt versüßen wird. 
 
Position 7 beherbergt "Still" und berichtet vom täglichen Kampf mit sich selbst. Jede Faser, jedes Körperteil verlangt etwas anderes. Alles schreit nach Aufbruch, doch das Herz hält dagegen und lehnt alles ab. Ob man den Kampf gegen das Herz irgendwann gewinnt, bleibt offen. Vielleicht ist es aber dennoch manchmal nicht verkehrt, sich dem Herzenswunsch zu ergeben. Genialer Text, geniale Nummer. 
 
Titel 8 bringt mit "Die Noten deines Lebens" endlich wieder eine gehörige Portion Härte mit. Knarrzende Gitarren, starkes Schlagzeug, starke Lyriks, Ohrwurm-Melodien im Refrain. Genau so lieben wir Mono Inc., abwechslungsreich wie eh und je. Weiter so!
 
Mit "Ghost Town Gate" befindet sich sogar eine traumhaft schöne Klaviernummer auf "Terlingua". Eine schöne Klaviermelodie, Martins beeindruckende Stimme - mehr braucht diese Perle nicht. Fast schon ein kleines Tribut an den kürzlich verstorbenen Großmeister Udo Jürgens, der schon auf dem Gig des letztjährigen Dark Storm geehrt wurde.
 
Mit "An klaren Tagen" bescheren uns die Jungs und das Mädel wieder eine schöne, stadiontaugliche Rock-Hymne. Eine Nummer, die davon erzählt, wie man im Grunde alles besaß, davon nix gemerkt hat und sich so langsam aber sicher auf dem Abstellgleis einfindet. Nur an eben jenen klaren Tagen wird man sich dessen bewusst und ertrinkt in seinen Tränen. Mono Inc. bieten etwas für jede Alltagssituation und sprechen ihren Hörern immer direkt aus der Seele. Ganz großes Kino!
 
"Emory Peak" wartet mit einer Spiel-mir-das-Lied-vom Tod-Stimmung auf und ist ein kleines, sehr kurzes Instrumental, das direkt in die elektronischer gehaltene Nummer "Love lies" einleitet. Eine Nummer, die definitiv auch in den Düsterdiskos sehr gut laufen wird und das Tanzbein weckt. 
 
Den Abschluss bildet "Study Butte", das sehr hymnisch aufgebaut ist und an den Herr der Ringe Soundtrack erinnert. Ich könnte mir gerade diese Nummer wunderbar in einer großen Kino-Produktion, die einer gigantischen Naturdoku gleicht, vorstellen und eignet sich perfekt für "Gothic meets Classic". Eine sehr außergewöhnliche, untypische Mono Inc. Nummer, die dennoch sehr beeindruckend und ebenso wunderschön ist.
 
Fazit: Eine sehr überraschende, geniale Platte, die viel neues beherbergt und Mono Inc. einen weiteren Erfolg einbringen wird. Ich kann diese Platte jedem treuen Fan empfehlen ebenso wie jenen, die die Band eventuell noch nicht kennen. Es ist einfach wunderschöne Musik, der man lauschen muss!
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=FoEdzZg1c7Y    Never-ending Love Song 
Die Electro-Fraktion hat wieder mal einen guten Grund, sich zu freuen: Beating Signal melden sich zurück! Der Vierer aus dem niedersächsischen Nordenham ist seit 2013 aktiv, hat einen eigenständigen Sound und weiß mit exzellenter Düster-Blut-Optik auf ihren Konzerten zu überzeugen. Ihre Musik ist eine nette Futurepop Variante, verziert mit einem feinen Hauch 80ies Flair, gewürzt mit Dark Electro und die Kirsche auf dem phänomenalen Eisbecher ist der Einsatz einer E-Gitarre. Hinzu kommt, dass Sänger Bastian Sieghold genau weiß, wie er seine Stimme einzusetzen hat. Interessant zu wissen ist noch, dass die Band ursprünglich ein Solo-EBM-Projekt war und als kreatives Ventil von Luca Riese gedacht war. Durch die enge Freundschaft mit Bastian wurde daraus das Quartett, was wir heute als Beating Signal kennen. Musikalisch liegt seit dem 28.02.2014 die Single "Captured Life" vor und wer den Battle of the Bands Contest vom Sonic Seducer kennt, dürfte vielleicht auch schon "Kannst du es sehen" kennen. Zusätzlich gibt es eine Demo CD. Live konnten sie bereits Electro-Hörer, Poprock-Fans und einen Bikerclub begeistern. Solltest Du jetzt noch an der Position stehen, dass Du die Jungs nicht kennst, wird es allerhöchste Zeit!
 
Seit dem 27.04.2018 ist nun schon die brandneue Single "The Story" auf dem Markt und die Jungs basteln fleißig am ersten Album, welches "Time For Reality" heißen wird und 2018 / 2019 erscheinen soll. Währenddessen überbrücken wir uns die Wartezeit mit der Single, die ich Euch jetzt vorstellen werde. Den Anfang macht natürlich das Herz- und Titelstück "The Story" und ich bin sehr froh, dass die Jungs sich entschieden haben, dieses Stück der Welt vorzustellen. Es stellt nämlich die Vielschichtigkeit des Quartetts vor. Der Einstieg erfolgt über eine sägende E-Gitarre, der schnell feinster flotter 80er Jahre Electro folgt. Hinzu mischen sich interessante Klang-Sequenzen, die die ganze Zeit durch den Raum schweben. Der übrige Sound wird durch leichten EBM und Futurepop erledigt. Bastians Stimme ist rauchig, angenehm und setzt dem Ganzen mal wieder die Krone auf. Zwischendrin gibt es auch mal geheimnisvolle Stellen, die fast an Flüstergesang erinnern und einige keifende Stellen. Sogar der Album-Titel wird mit gesungen. Alles in allem: sehr genial, eigenständig, vagant, mit Wiedererkennungsfaktor, Club-Tendenz und Suchtpotenzial! Im Anschluss widmen sich die Senkrechtstarter Alienare der Single und die beiden Electro-Varianten der Bands vereinen sich. Hat was und am Sound von Alienare zeigt sich, wie das Duo auf seinen Namen kam. Absolut cool, gibt nix zu beanstanden! Noch cooler finde ich, dass sich quasi zwei "Newcomer" gegenseitig unterstützen. So muss das! Einziger Wehmutstropfen: an der Stelle ist die Single leider schon zu Ende. Aber der Blutdurst auf frisches, weiteres Material wurde erneut entfacht!
 
Fazit: Beating Signal haben ein riesen Potenzial und genau die richtigen Eigenschaften, die es braucht. Durch ihren eigenständigen Sound und ihre genialen Sound-Experimente heben sie sich deutlich von anderen Electro-Bands ab und die anderen Eigenschaften habe ich ja bereits erwähnt. Ich bin mega gespannt auf das Album und darauf, was uns Basti, Luca und ihre Mitstreiter da noch alles präsentieren werden! Aber eines ist jetzt schon klar: es wird selbstständig, vakant, überraschend und ein riesen Fest! Immerhin hat es bisher gut 5 Jahre gedauert. Das verspricht, dass es groß wird. "The Story" wird Euch die Wartezeit mehr als versüßen. Also lasst euch auf die Signale ein: sie sind eindeutig und überzeugend. 
Euer Krähenkönig
10 Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit voller Provokation, ehrlicher Musik und ordentlich Lärm. Die Rede ist von Ost+Front! Seit 2008 agiert das Berliner Projekt um Hermann Ostfront. Ihr erstes Album "Ave Maria" schlug schon hohe Wellen, die durch die Folgealben "Olympia" und "Ultra" nur größer wurden. Mittlerweile steht eine stramme Fanbase hinter der Berliner NDH-Macht. Und es wird Zeit, das Zehjährige gebührend zu feiern!
 
Das passiert nicht wie bei anderen Bands nicht in Form einer Best Of. Nein, am 16.02.2018 steht Album Nummero 4 auf dem Plan. Es nennt sich "Adrenalin" und das vorveröffentlichte "Arm und Reich" legt schon gut grob Zeugnis darüber ab, in welche Richtung es gehen werden könnte. In unserem Fall liegt mir eine Doppel-CD Variante vor mit insgesamt 17 Titeln. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Es geht auch direkt los mit dem Herz- und Titelstück "Adrenalin". Wie man es erwarten würde, wird hier auch zu Werke gegangen. Knallender NDH, die perfekte lyrische Beschreibung der Wirkung von Adrenalin. Starker Opener! Natürlich darf auch die typisch hymnische, an russische Folklore erinnernde Stelle nicht fehlen. Diese lässt den Opener ausklingen. "Heavy Metal" würde man jetzt namentlich nicht unbedingt erwarten, aber Hermann war früher in einer Metal Band tätig und ist selbst großer Fan dieses Genres. Textlich geht es allerdings um etwas anderes. Insgesamt gehen die Jungs mal musikalisch und stimmlich anders vor. Epic Speed Metal-mäßig klingt es, wie da zu Felde gezogen wird. Mutiges Projekt, welches aus meiner Sicht geglückt ist. Die "Disco Bukkake" ist ein weiteres so genanntes Ficklied der Band. Gewisse Elemente von "Fiesta de Sexo" fließen hier auch mit ein. Hier zeigt sich, wer Humor hat und offen für solche Zeilen ist. Ich finde die Zeilen sehr witzig und als musikalische Siesta mal eine nette Abwechslung. "U.S.A." ehrt die Nintendo-Fraktion, denn gewisse Klangkonstrukte fließen da ein wenig mit ein zu Anfang. Der Rest geht in Richtung "Blitzkrieg" und "Freundschaft". Nur verschärfter. Also fetter Stinkefinger, fette Sozialkritik und ein Tritt in die Fresse! Der "Puppenjunge" ist dann richtig schön düster schaurig. Der verstorbene Götz George und seine Rolle in "Totmacher" werden hier geehrt. Nix für schwache Nerven! Für mich persönlich genau mein Geschmack und das, was Ost+Front ausmacht. Besonders der Aufbau des Refrains. Gerade da zeigt sich das, was die Band in ihrem Sektor so einzigartig macht. Pfeilschnell, dröhnend, ordentlich Lärm und Dreck, der aufgewirbelt wird. Das ist die "Blattzeit". Hundertpro ein Brett, das es ins Live-Programm schaffen wird und musikalisch eines der derbsten und schnellsten Bretter bisher der Band. Rein musikalisch natürlich, lyrisch gibt es etliche so Bretter. Das eingangs erwähnte "Arm und Reich" gibt sich danach die Ehre. Die Kluft zwischen Beiden wird immer tiefer. Immer mehr geht es bergab. Viele kraxeln am Existenzminimum herum. Danke an Ost+Front, dass sie das hier aufgegriffen haben! Was mit "Klassenkampf" auf "Ultra" anfing, wird hier vertieft und deutlich formuliert. Zu "Böses Mädchen" muss man gar nicht viel sagen, erklärt sich selbst. BDSM, Dominanz, Unterwerfung. Ehrung der Herrin. Vielen wird das Lied alleine schon musikalisch nicht so taugen. Die strenge coole Lyrik wird in sehr witzige Melodien gepackt. Ich finde es witzig! "10 Jahre Ost+Front" feiern wir danach. Mir persönlich würde das Lied besser gefallen würde es sich nicht so an den Böhsen Onkelz orientieren. Ich feiere die 10 Jahre trotzdem extrem und die Lyrik ist wieder mal sehr genial! Ein feines Geschenk an die Fans und alle Supporter. Und wer die Band noch nicht kennt, lernt sie hier noch mal ganz genau kennen. Jedes Ost+Front Album hat ein ganz besonderes Schätzchen an Bord. Auf "Ultra" war es der "Siebenbaum", hier ist es das "Edelweiß". Hört mal rein, lohnt sich! Ein wenig erinnert es auch an "Volksmusik", ebenfalls auf dem letzten Album vertreten. Direkt ins Herz trifft "Hans guck in die Luft". Man hört ganz deutlich heraus, dass sich Hermann viel mit dem Thema Selbstmord beschäftigt hat. Das belegt gerade diese Perle. Mein persönlicher Oberfavorit! Der Text rührt beinahe zu Tränen und bricht einem das Herz. Vielleicht regt es dazu an, mal anders über so etwas zu denken. "Du gehst mir unter die Haut" ist eine Ballade an die Körperkunst schlechthin: Tattoos! Vor allem beschreibt es perfekt, was ein Tattoo ausmacht. Wer das nicht befolgt, hat kein Tattoo verdient! Es muss nicht immer DEN starken Hintergrund haben. Aber man sollte wissen, warum man sich etwas tättowieren lässt. Deutlich derber wird es bei "Alte Liebe". Wie in "10 Jahre Ost+Front" beschrieben, behandeln Ost+Front gerne menschliche Abgründe. Und erweitern gerne ihren Horizont. Beides vereint dieses Lied. Welch widerlicher Abgrund in diesem Fall! Dieses war der erste Streich. Doch der zweite folgt sogleich! CD 2 wird durch "Ich will alles" eingeleitet. Auch hier fließen teilweise neue Elemente ein. Coole Lyrik, eingepackt in derbes Geschrupp! Fettes Gewitter, welches CD 2 da eröffnet! Teuflisch wird es dann mit dem "Bluthund", der keifend hungrig nach Beute giert. Lasst Euch fressen! Aus vertraulichen Quellen weiß ich, dass Hermann "Rosenkavalier" nicht mag, deswegen ist der Track auf CD 2. Es ist mal was anderes und sicher "schwächer" als die anderen Lieder der CD. Aber why not. Was cooles hat das Teil trotzdem. Dafür gibt es mit "Willenskraft" ein umso stärkeres Finale! Gewaltig, ein neues Klangelement, neue Gesangsqualitäten und zu 100 % Ost+Front! Ich finde es klasse!  
 
Fazit: Lauter! Fetter! Derber! Ost+Front! Ich bin der Band dankbar, dass es keine Best of, sondern ein neues Album zum 10-jährigen gibt. Und das hat es in sich! Was die Jungs über die letzten 3 Alben begonnen haben, verfeinern sie auf dem neuen Werk! Ausgereift, "erwachsener", provokanter, geballter treten sie auf und scheuen nicht vor neuen Elementen, Klangexperimenten und einer großen Portion Ironie gepaart mit viel Witz. Man darf die Texte nicht immer hundertpro für bare Münze nehmen. Aber eine ihrer Stärken ist, dass man spürt, wann sie es ernst meinen. Und wo gehobelt wird, fallen nun mal Späne. Ost+Front wären nicht Ost+Front, hätten sie keinen Spaß am Schocken und Provozieren. Letztendlich packen sie nur das in Musik und Text, was der menschliche "Verstand" so ans Tageslicht bringt und was überall passiert. Der Quell allen Übels liegt also in der menschlichen Psyche. Abschließend noch mal: vergleicht sie mit Rammstein, das stört die Jungs sicher herzlich wenig. Aber sie sind keine billige Kopie und gerade dieses Werk zeigt, wie einzigartig sie auf ihrem doch viel verwendeten Sektor doch sind! 10 Jahre und ich hoffe es endet nie! 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=v_5ZZs3VG4w    Hans Guck in die Luft
Heute geht es um ein ganz besonderes Schätzchen: NamNamBulu! 1988 gab es das erste Lebenszeichen, bis 2005 waren Henrik Iversen und Vasi Vallis aktiv. Dann folgte eine längere Pause, die 2013 endete und am 10.03.2017 erschien sogar das aktuelle Album "Borders". Insgesamt gibt es 2 Alben und 6 EP-Single-Veröffentlichungen. Und die Beiden sind eine Institution in der schwarzen elektronischen Szene geworden. Eine wahre Koryphäe. 
 
Am 02.02.2018 ehren sie sich nun mit einer Art Best of, "Remind" genannt, die 2 CDs umfasst und so ziemlich alles vereint, was einem einfallen muss, wenn man NamNamBulu sagt. Genauer gesagt: die lang vergriffene und nur als Ltd. Edition erschienene „Memories“ Single, die legendäre „Blind?“ EP und die „Expansion“ EP. Und damit nicht genug. Was Euch hier sonst noch so an Schätzen erwartet, erfahrt Ihr jetzt. Los geht es mit "Now or never", Opener der 2002 erschienenen EP "Blind?". Einer meiner persönlichen Favoriten der Jungs. Ihre Anfangstage. Die Debüt-EP. Ein kleiner feiner dunkel-romantischer Rohdiamant, der hier in neuem Glanz erstrahlt. Schön, dass er die Retrospektive eröffnen darf! Das ebenfalls darauf befindliche, herzzerreißende "Ignorance" ist ebenfalls vertreten. Hier haben die Jungs direkt eingefangen, was Ignoranz ausmacht. Wie sie sich anfühlt. Will man jemandem wirklich weh tun, ignoriert man ihn. Vielen lieben Dank an der Stelle für diese Perle! Da darf natürlich auch "Surviving" nicht fehlen. Tanzbar, emotional, mitreißend, packend. Einfach NamNamBulu. Passend dazu fliegt auch der "Guardian Angel" vorbei und hinterlässt seinen schützenden Schein. Hach ja, so herrliche Musik! Das tieftraurige, tief treffende "Trapped" darf natürlich auch nicht fehlen. Echt krass, wie sehr einen Vasis Melodien und Henriks Gesang packen! Bis heute hat diese Musik nix an Intensität, Magie und Tiefgang eingebüßt! Auch vor "Nightmares" sind wir nicht ganz sicher, aber Henrik und Vasi beschützen uns in einem Gewand aus Tanzbarkeit, Tiefgang, Emotionalität und ihrem ganz eigenen Sound. So übersteht man jeden Alptraum! Etwas aufgepeppter klingt dann "Now or never (reconstructed)". Aber es bleibt so wunderschön, klingt nur etwas moderner möchte man sagen. Auch eine überarbeitete Version des Klassikers "Beaten (v.2.0)" hat es in die Tracklist geschafft. Geballter, tanzbarer, gewaltiger. Und dennoch immer noch einer meiner absoluten Favoriten der Jungs! "Surviving (outdated)" ist eine weitere Special Version eines Klassikers. Die Geschwindigkeit ist gedrosselt, der Track klingt insgesamt minimalistisch, auf das Wichtigste reduziert. Bleibt aber glanzvoll. Auch von "Ignorance" gibt es eine etwas andere Version, die durch den Perceive Mix folgt. Das Original gefällt mir persönlich allerdings deutlich besser. Kann man sich trotzdem anhören. Ein ganz besonderes Schätzchen ist "Trapped (unplugged)". Klavier, Henriks Gesang, eine Geige wenn ich es richtig höre, mehr nicht. Reicht vollkommen zu. Und macht dieses tieftraurige Lied noch zerbrechlicher, noch einschneidender. Rührt einen direkt zu Tränen und bricht einem beinahe das Herz. Als Abschluss-Schmankerl für CD 1 haben Henrik und Vasi "Faces" überarbeitet und präsentieren es in einer 2017 Version. Toll gemacht, prima wiederbelebt. Tolle Version! CD 2 beginnt mit den Remixen der "Memories" Single-EP. Längst vergriffen, wer sie nicht hat, bekommt sie nur hier. Und den Anfang macht der "Memories (Club Mix)". Mächtig stampfend dröhnt er in den Saal und bringt Euch zum Tanzen. Ein wahres Monster! Ein weiteres Monster erschaffen Diskonnekted mit ihrem Remix. Es dröhnt, knarrzt und zischt aus allen Ecken und Winkeln. Sehr starke Version! Etwas gemächlicher, dafür düsterer ist der Vox Celesta Remix. Sehr zu empfehlen! Experimentell wird es mit Kartagon und ihrer Variante. Verzweigte Klanggerüste erwarten Euch hier. Sehr genial! Minimal Wave gibt es durch den No Comment Remix. Passt prima zum NamNamBulu Soundbild. Da kann man sich wirklich jeden Kommentar sparen, einfach nur zurücklehnen und genießen! Die Pearls Of Dew versuchen es mit stärkeren Drums und melancholischem Electro, der sich dann zu einem wahren Gewitter steigert. Observe & Control setzen auf schnelle Beats, stellenweise elektronisch verzerrten Gesang und wundervolle Klangspielereien. Sehr genialer Remix! Auf CD 1 gab es die überarbeitete Fassung, auf CD 2 das Original: "Faces", ein Lied, das man ebenfalls unbedingt von NamNamBulu kennen muss! Das nachdenkliche "Game" ist natürlich auch mit von der Partie. Ein ebenso zeitloser Klassiker: "Zeit"! Mein persönlicher Oberfavorit! Ein ganz besonderes Teil wird auf ewig "Forgiving" sein, die Zusammenarbeit mit den Jungs von SITD! Ein Song, der die Stärken beider Bands so genial vereint, wie sich das gehört! Auf so einer Compilation kommt ein Track namens "Perspective" schon echt cool! Da genießt man das doch alles gleich noch mal mehr! Mithilfe von "Transcending" heben wir ab und driften in eine andere Dimension. Optimal, um dem Alltag zu entfliehen! Sehr geniales Instrumental und im Gebilde ein wahres Monument! Den Abschluss bringt dann ein weiterer ganz besonderer Diamant: "Zeit 2017"! Deutlich vom Original zu unterscheiden, aber immer noch wundervoll! Warum an "Transcending" die gleiche Version dran hängt, verstehe ich allerdings nicht. Tut dem Ganzen aber auch keinen Abbruch, verwundert nur. So hört man es halt doppelt, gibt schlimmeres!
 
Fazit: Mit "Remind" haben NamNamBulu ein tolles Paket geschnürt. Sachen, die längst vergriffen sind, einfach an einem gewissen Punkt wiederveröffentlichen. Und dann sogar noch 2 Evergreens aufpolieren. Ein Geschenk an die Fans, das sich durchaus hören lassen kann! Besonders für Diejenigen, die die EP´s nicht mehr haben erwerben können. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=vrTDGixvQnE    Forgiving (feat. SITD)
Seit 2011 gibt es von den Kieler Hardcore-Heroen Smoke Blow nun keine Alben mehr. Ihr Frontschreihals Erik Cohen nahm das als Sprungbrett in die "Freiheit" und veröffentlicht seitdem unter seinem Namen Platten. 2 sind bereits erschienen, "Nostalgie für die Zukunft" und 2016 "Weißes Rauschen". 
 
Am 26.01.2018 erscheint nun endlich Album Nummero 3 und so heißt es auch, "III". Cover Artwork und Aufmachung muten dieses mal recht düster an, anders als bei seinen beiden Vorgängern. Wie der dritte Streich klingt und ob er auch musikalisch anders ist, erfahrt Ihr jetzt. Los geht es bereits mit einer der Singles. Und zwar sind "Mexikanische Lieder". Eriks rauchige Stimme, satter Rock, Urlaubs-Feeling, cooler Sound. Mexiko wird sich freuen. Der Sarkasmus in seinen Texten ist sehr genial. Geiler Start, top Singlewahl, geiler Sound für ein Biker-Wochenende! "Sonne" ist dann etwas smoother, rockt sich aber dennoch derbe den Arsch ab! Gab es vorher schon Urlaubs-Feeling, wird das hier nur noch vertieft. Anschnallen, raus fahren an´s Meer und Leben genießen. Und von Erik gibt es den perfekten Soundtrack dafür. Es folgt der "Fährwolf" und musikalisch ist er eine Mischung aus altem Revoler-Western-Held und rauhbeinigem Seebär. Sehr empfehlenswert, man fühlt sich in eine Mischung aus alter Western-Kneipe und verrauchter Seemanns-Kneipe versetzt. Cooles Teil! Letztlich geht es auch um die Männer der See. Dem folgt der "Fehmarn". Für alle, die nicht wissen, um was es da geht: Fehmarn ist eine deutsche Ostseeinsel und nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands. Sie liegt im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Wieder was dazu gelernt. Und Erik hat es geschafft, die Atmosphäre und Beschaffenheit der Insel musikalisch einzufangen & wiederzugeben! Richtig geil und noch mehr Urlaubs-Feeling! Ich möchte direkt dorthin! Da sind wir auch schon bei den "Englischen Wochen". Kennt man ja, hier sind sie aber am besten und auch super wiedergegeben. Thematisch ist es wie "Hier ist nicht Hollywood" eine fette, ordentlich rockende Sozialkritik. Eindeutig ein Favorit! Übrigens auch eine Single. "Hart am Overkill" kennt wohl jeder von uns. Harte Wochen voller Stress und private Sachen, die am Nervenkostüm sägen. Vielleicht frisch getrennt. Liebeskummer. Nichts funzt so richtig. Alle und alles geht einem aufn Wecker. Erik liefert uns für solche Zeiten jetzt die perfekte Hymne! Danke dafür, tolles Teil, toller Text! "Spur der Steine" ist an sich ja schon ein sehr faszinierender Titel. Thematisch steigert sich das nur. Absoluter Oberfavorit und mein persönlicher Anhörtipp! Mit "Belphegor" wird es nostalgisch. Denn hier werden Bands wie Danzig, Misfits und andere Heroen des Horror Punks gefeiert. Musikalisch und mit Elvis-Horror Punk-typischem Gesang und einer ordentlichen Gruft-Atmosphäre wird die Stimmung des Cover Artworks perfekt widergespiegelt. Weiterer Oberfavorit! "Altes Feuer" lodert danach von  Neuem auf. Thematisch geht es letzlich auch darum. Vielleicht ja sogar etwas audiobiografisch? Man fühlt sich Erik auf jeden Fall viel näher. Eine Ode an die Altrocker! Zu guter Letzt steigt der "Gladiator" in den Ring. Die Arena tobt. Die Rüstung glänzt. Meiner Meinung nach auch ne fette Sozialkritik. Hört es Euch an, findet es heraus. In jedem Fall ein fettes, glorreiches Finale! 
 
Fazit: Wer smoothen amtlichen Rock mit rauchiger Stimme, großem Herz und Händchen für Sozialkritik sucht, ist bei Erik Cohen genau richtig! Und dabei klingen alle 10 Lieder unterschiedlich! Eine Stärke, die ich hervor heben und mit anbringen muss. Siehe AC/DC, die klingen seit Jahr und Tag für mich immer wieder gleich. Nicht so Erik. Und es stimmt, "III" hebt sich von den anderen beiden Solo-Alben ab. Einfach, weil es gereifter wirkt. Was mit dem Vorgänger anfing, wurde hier verfeinert und ausgebaut. Amtlicher Altherren-Rock, der sich auch gerne mal vor Vorbildern / Heroen verneigt, dennoch etwas ganz Eigenes ist, mit Tiefgang, Nähe zum Hörer durch Dinge ausm Alltag und ohne jegliche Alterserscheinung! So was nenne ich stark! 
Euer Krähenkönig
Es gibt ein neues musikalisches Lebenszeichen von Nils, ehemals Eternal Nightmare Mitglied! 2008 folgte sein erstes Solo-Debüt "Enigma" und bisher blieb das auch das Einzige. 10 Jahre ist das jetzt her. 10 Jahre, die Nils sehr verändert haben. Seine Musik, seine Art des Denkens, seine Art uns in seine Welt zu entführen. Sein größter Traum ist es, Musik für Videospiele zu schreiben. Und in den folgenden Monaten steht auch einiges an. Wir werden sehen und hören, ob er seinem Traum etwas näher kommen kann.
 
Am 16.02.2018 erscheint nun erst mal der Nachfolger zum Solo-Debüt, genannt "Glitches".  Einige Special Versionen und Kooperationen sind unter den 11 Stücken vertreten. Wie das alles klingt und ob es in ein Videospiel passen würde, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt sehr spannend mit dem Titel "Thoughtcrimes", der ja alleine schon vom Namen her höchst spannend ist und zum Nachdenken anregt. Der Sound packt darauf noch die Kirsche. Vielschichtige Elektronik, verzweigte Klangwelten, teilweise alles recht unordentlich möchte man sagen. Einige Sprach-Samples fliegen immer mal durch den Raum und durch die verwendeten Drums wirkt es stellenweise sehr düster. Darüber thront Nils´ durchdringender Reibeisen-Gesang. Starker Song, in den man sich aber erst mal reinfitzen muss! Und natürlich eine tolle Thematik! Mit "L.L.t.Q." folgt die erste Zusammenarbeit. Und das mit einer Legende! Leaether Strip geben sich hier die Ehre! Heraus gekommen ist ein richtig derbes Brett, das auch thematisch ordentliche Felsbrocken los tritt! Dementsprechend wütet Claus Larsen da auch am Mikro. Die Abkürzung steht übrigens für Long live the Queen. Sagt ja schon mal alles. Geiles Teil und für Neon Insect die perfekte Gelegenheit, den Bekanntheitsgrad zu erweitern! Ich würde es als Trash EBM Industrial Noise Metal bezeichnen was hier fabriziert wird. Es wird düster und creepy mit dem nächsten Song, der sich "Sneaky" nennt. Schleichend bedrohlich kriechen die Sounds aus den tiefsten Kellern der Angst und wabern angsteinflößend aus den Boxen. Geniale Atmosphäre, geniale Klangwelten. Der optimale Soundtrack für ein Horror Schocker Videospiel! Da macht man sich beim Zocken und beim Zuhören ordentlich in die Hose. Man stelle sich das mal bei Slenderman vor. Wer die Figur nicht kennt: googlet sie bitte, während Ihr dem Schocker lauscht. Es folgt "The Council" im Enlia Remix und ist der perfekte Gegenpol zum Vorgänger. Leicht, beschwinglich, befreiend, tiefenentspannt, lichtgeflutet. Als wäre man nach einer Höllentour aus einem finsteren Schacht gekommen und steht im sprichwörtlichen Paradies. Also anhören, Füße hoch, Seele baumeln lassen und die Gedanken auf eine Reise schicken. Musikalisches Yoga quasi. Den nächsten Titel kann man leider nicht entziffern, da er, wie auf dem Cover schon zu sehen, in chinesischen Schriftzeichen angezeigt wird. Eine kurze, knarrzende Frequenz, die einfach nur aus dem Paradies zurück in die Wirklichkeit dröhnt. "To the Moon and back" ist die zweite Kooperation. Hier arbeiten Twill Distilled mit, eine Dirty Pop Dreiergruppe. Weiblicher Gesang, die restlichen Jungs inklusive Nils bedienen die Maschinen. Dirty Pop passt hier gut mit gewissen anderen elektronischen Elementen und Vergleiche mit Ayria werden wach. Ist ja nicht das Schlechteste. Dennoch ist es etwas ganz Eigenes. Der "Grey Hat" präsentiert einfach nur eine gewaltige, schroffe, dennoch wunderschöne Klanglandschaft. Skandinavien wäre hier super zum Vertonen, bzw. als anschaulicher Vergleich. Hört es Euch an, es lohnt sich. Bei "I.D.C." singt Nils mal wieder selber. Es wird trashig, punkig, rotzig, freaky. Einfach nur musikalische Achterbahnfahrt. Diese Abkürzung steht für I don´t care. Und das tut Nils wirklich nicht. Es folgt die Ambient Version von "Sneaky". Und ich würde fast behaupten, die ist einen Hauch bedrohlicher. Entscheidet selbst, was Euch mehr beängstigt. Ein weiteres, mit chinesischen Schriftzeichen betiteltes kurzes Stück Klangkunst, schwebt aus den Boxen und rüttelt wieder wach. Damit wären wir auch schon am Ende angelangt mit der Radio Edit von "Thoughtcrimes". Kürzer, auf das Wesentliche reduziert, prägnant. Es muss ja nicht immer das langatmigste Finale werden und die Thematik hat es verdient, noch mal erwähnt zu werden.  
 
Fazit: Also ob das, was Nils da zaubert, in ein Videospiel gehört, muss ein Zocker beantworten. Ich finde, es hat viel mehr verdient. Was er hier zaubert, sind gigantische, betörende Klanglandschaften. Für gewisse Dokumentationen, dramatische Szenen, Splatter Movies, etc. etc. hätte ich diese Welten als Soundtrack vorgeschlagen. In einem Videospiel wäre die Musik unangebracht und viel zu schade. Da achten die Wenigsten auf die Musik. Das hat seine Musik nicht verdient. Aber es ist sein Traum und ich wünsche ihm nur das Allerbeste dafür. Vor allem macht er eins deutlich: festlegen lassen will er sich nicht! So viel Abwechslung, so viele Spielereien aus zig verschiedenen Genres - ich finde das sehr genial und hoffe, dass ein breites Publikum mit Vorliebe für derart Spielereien auf seine neue Platte aufmerksam wird! Er hat es wirklich verdient und auch die lange Schaffensphase war denke ich notwendig, um solch Epos zu erschaffen! Es gibt Alben, die brauchen das. Es muss nicht dauernd was Neues raus kommen. Und Neon Insect gehören zu den perfekten Beispielen, die genau das belegen. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=eC4S-KpYBOc    L. L. t. Q. (feat. Leaether Strip)
Vor gerade mal 5 Monaten erschien das letzte Werk von Chris Corner, besser bekannt als IAmX. "Unfall" nannte sich das und war das erste einer ganz neuen Story, die der Tausendsassa erzählen möchte. Brandneu trifft es ganz gut. Denn kannte man ihn durch Pop-geschwängerte Songs und eine heraus ragende Stimme, stand der "Unfall" für die Beschreitung neuer elektronischer Wege. Und das Ganze rein instrumental. Es bleibt also spannend im Klangkosmos des Großmeisters Corner.
 
Jetzt steht das neue Album "Alive in new Light" in den Startlöchern. Am 02.02.2018 erstrahlt der Klangkosmos in wieder neuem Licht. Zum einen könnte der Albumname so interpretiert werden. Andererseits litt Chris unter Depressionen, wie mittlerweile bekannt sein dürfte. Heißt, dass er jetzt mit solch einem betitelten Werk daher kommt, kann nur bedeuten, dass er eine "Frischzellenkur" hinter sich hat, auf dem Weg der Besserung wandelt. Natürlich freuen wir uns riesig darüber, ihn wieder bei uns zu haben. Zum einen der Gewinn des Kampes gegen die inneren Dämonon, zum anderen der Blick in eine positivere Zukunft. Unterstützt wird er dabei auf 4 Tracks der insgesamt 9 vertretenen von einer Dame, von der man es eher weniger vermuten würde: Kat von D! Bekannter ist sie eher für ihre Tattoo- und Makeup-Künste. Man darf also sehr gespannt sein. Wie das jetzt alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt mit "Stardust". Und wieder mal wird man überrascht. Denn nach den Experimenten gibt es wieder allerfeinste poppige Melodien und Chris´ wundervolle Stimme. Auch Kat von D beweist wahres Gesangstalent. Elfengleich und dunkel-romantisch starten die Beiden in ein neues aufregendes IAmX 2018 Jahr! Weiter geht es mit dem Herz- und Titelstück "Alive in new Light". Und man hört heraus, was der Albumname bedeutet. Ein wahrer Befreiungsschlag für den Tausendsasser! Und das alles in einem Soundgewand aus Pop, Trance und Drum ´n´ Bass. Tolles Lied und verdient das Titelstück! "Break the Chain" baut rein thematisch natürlich perfekt darauf auf. Chris legt damit Zeugnis darüber ab, dass seine Ketten gebrochen sind. Im Bezug auf den Verlauf seiner Geschichte ist das Lied recht düster gehalten und klingt sehr verzweifelt, bis zum finalen inneren Aufschrei und dem Sprengen der Ketten. Direkt ein Favorit meinerseits. "Body Politics". Ein durchaus spannender Name, der zum nachdenken anregt. Letztendlich ist es musikalischer Sex. Pure Erotik strömt die ganze Zeit während des Lauschens aus den Boxen. Und wie könnte es anders sein - Kat von D singt mit! Als Tattoo- und Makeup-Künstlerin kennt sie sich ja eh mit Body Politics aus. Sehr cooler, smother, heißer Track. Der "Exit" hätte vom Sound her super auf das Vorgängerwerk gepasst. Heißt: es wird creepy. Düster. Es dröhnt stellenweise ordentlich. Richtig geil gemacht und die perfekte musikalische Therapie für Chris! Hier hat er definitiv seine Geschichte verarbeitet. "Stalker". Es bleibt düster. Creepy. Geheimnisvoll. Mit verführerisch-verschwörerischen Klängen. Sehr sehr geil umgesetzt die Thematik! Der perfekte musikalische Stalker! Sehr empfehlenswert! Chris weiß, wie er die Damen bezirzt. "Big Man" hingegen greift tief in die Trickkiste. Chris führt uns hier in die Manege des Grauens. Zirkus-ähnliche Sounds und -atmosphäre herrscht hier. Lasst Euch verzaubern von den Künsten des Direktors, Dompteurs und Artisten Chris Corner! Es folgt "Mile deep hollow" und wir schnuppern Soundtrack-Luft. Der Song läuft nämlich in der TV-Serie "How to get away with Murder". Die Musik von IAmX passt perfekt in so ein Serien-Format wie ich finde. Gerade dieses Lied. Mein persönlcher Anhörtipp! Kat von D zwitschert elfengleich im Hintergrund mit. Es folgt das viel zu frühe Ende. Der CD natürlich. Aber es ist ein pures Stück Gold geworden! Dunkel-romantisch, sanft, eingängig, teils mehrstimmig, befreiend, deep. Losgelöst sogar. Der Name "The Power and the Glory" ist super gewählt. Und muss einfach an das Ende der CD! Großartiges Finale! 
 
Fazit: Wie ich bereits oben schon einige Male erwähnte: Dieses Album ist Chris Corners musikalischer Befreiungsschlag! Seine persönliche musikalische Katharsis möchte man sagen. Man hört bei den hier vertretenen Songs einfach, dass er eine dunkle, bedrückende Zeit hinter sich hat. Die er nun aber mit Licht flutet. Und seine Dämonen hat er definitiv hinter sich gelassen. Musikalisch hat er auch wieder einige Spielwiesen im Angebot. Erotik, Horror, sämtliche Elektronik, Pop, Licht, Dunkelheit. Und das alles auf einem Album! So cool mischen kann es nur IAmX! Und mit Kat von D hat er die perfekte Gesangsunterstützung gefunden. Neben ihren anderen Qualitäten kann die Frau auch wundervoll singen. Zwei Tausendsassa, die sich hier die Ehre geben - kann nur gut werden! Ich hoffe, Ihr werdet die Scheibe genauso sehr mögen wie ich. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=YpZeU5KeK6w    Mile Deep Hollow (OST How to get away with Murder)
https://www.youtube.com/watch?v=NowcHQLp6Aw    Stardust (feat. Kat von D)

Es gibt ein neues Leaves´ Eyes Werk! Seit 2003 ist die deutsche Symphonic Metal Band um Alexander Krull und ehemals Liv Kristine nun schon aktiv und hat sich eine riesen Fanbase erspielt. Ehemals, denn Goldkehlchen Liv stieg 2016 aus. Seitdem ist die neue Dame am Mikro niemand Geringeres als Elina Siirala, die nebenbei auch bei EnkElination und Angel Nation die Zügel in der Hand hält. Im selben Jahr veröffentlichte die Band zur Feier des Einstiegs die EP "Fires in the North" inklusive der Neuinterpretation von "Edge of Steel". Das letzte Album, noch mit Liv, "King of Kings" erschien 2015.

 
Am 12.01.2018 erscheint nun das erste Album mit Elina und das insgesamt siebte ihrer bisherigen 14-jährigen Bandgeschichte. "Sign of the Dragonhead" heißt das gute Stück, ebenso die vorveröffentlichte gleichnamige Single. Ein typisches Wikingerschiff mit entsprechender Nordmannsbesatzung, die breits von einer gegnerischen Armee erwartet wird, in stürmischen Wassern mit Drackenkopf ziert das Cover Artwork. 11 brandneue Stücke sind hier vertreten. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Die bereits erwähnte Vorveröffentlichung "Sign of the Dragonhead" in seiner Position als Herz- und Titelstück hat auch noch die ehrenvolle Aufgabe des Openers. Und in all seinen Positionen und Anwendungen ist es verdient! Hymnisch, gigantisch, nordisch, betörend, verzaubernd, fantastisch gesungen von Elina, gut gegrowlt von Alexander. Starker Opener, perfekter Appetizer, sehr vielversprechend und dem Cover Artwork sehr nahe kommend! Donnerte eben noch epischster Symphonic Metal, prescht bei "Across the Sea" Folk Epic Symphonic Metal aus den Boxen. Alle braven Seeleute, die je die Meere befahren haben, werden hier geehrt. Natürlich bevorzugt die Nordmannen. Aber egal wer genau angesprochen wird: jeder Seemann, jede Landratte mit Vorliebe für folkigen Epic Metal und legendäre Melodien wird hier belohnt! Bisher bin ich bereits schwer beeindruckt, begeistert und verliebt! Danach wird es melancholisch, romantisch, elegisch, episch mit "Like a Mountain". Etwas dunklerer Symphonic Metal schleppt sich da tonnenschwer durch die Boxen in´s Herz, während Elinas herzzereißende Worte in romantische Gefilde entführen. Wunderschöne, starke Perle! Eine weitere, höchst geniale Folk Epic Symphonic Metal Hymne ist "Jomsborg". Alex und Elina berichten hier im Wechselspiel von der alten Festung der Jomswikinger im Bereich der Mündung der Oder, die im 12. Jahrhundert zerstört wurde. Ihre Lage ist unbekannt, die Lokalisierung umstritten. Das alles erklärt den entsprechenden Aufbau des Stückes und es ist eine perfekte Story für die Band, die sie genauso perfekt erzählt! Vom Stil her geht "Völva" in eine ähnliche Richtung. Die Völva ist der altnordische Begriff für eine Seherin, Wahrsagerin, Hexe, Zauberin, Prophetin oder Schamanin. In der germanischen Mythologie ist sie auch als Wala bekannt. Dementsprechend mystisch, magisch, betörend-verzaubernd geht es hier auch musikalisch und stimmlich zu. Einfach nur umwerfend! Mit "Riders on the Wind" nehmen uns Elina und ihre Jungs mit auf einen ausgelassenen Mittelalter-Metal Ausritt durch Irland. Irische Luft, Meer, hoch zu Pferde, diese wunderschöne herrlich fröhlich ausgelassene Musik dazu im Ohr, die den Ritt begleitet. Zauberhaftes Kopfkino! Im Mittelteil wird der Ritt dann etwas holpriger und düsterer. "Fairer than the Sun" übertrifft "Like a Mountain" um ein zigfaches an Pathos, Tiefe und Emotionalität. Auch wenn man beide Goldstücke nicht vergleichen kann und das bei einer Ballade ein leichtes ist. Dieses hier ist orchestral, romantisch, zerbrechlich, engelsgleich. Einfach nur zum verlieben und wunderschön gesungen von Elina! Und kein Minuspunkt für "Like a Mountain" möchte ich betonen, das ist auf seine Weise geil! Und schon dröhnt es wieder mit "Shadows in the Night" und das Gaspedal wird etwas mehr durchgedrückt. Welch beeindruckende Inszenierung! Ein eigenes kleines Wikinger-Theaterstück! Die "Rulers of Wind and Waves" präsentieren sich als wundervolles, mystisches, instrumentales Kleinod. Elina ist elfengleich kurz zu hören und die typischen Wikinger-Geräusche. Sehr zu empfehlen! Das Herz- und Titelstück der letzten EP, "Fires in the North", darf natürlich auch nicht fehlen. Gerade dieses Brett vertritt die Nordmannen in jeder Hinsicht. Sehr geil! Für das Ende haben sich Elina und ihre Jungs was ganz Feines ausgedacht. "Waves of Euphoria" nennt sich das Ergebnis. Und das ist wirklich einfach nur höchst genialer Epic Symphonic Dröhn Metal! Es dröhnt, scheppert, headbangt, walzt und betört in jeder einzelnen Sekunde! Würdiger Abschluss eines solchen Mach(t)werkes! Das löst riesige Wellen der Euphorie & Begeisterung aus! Ganze Lawinen! 
 
Fazit: Was für eine Wucht! Es gibt Bands, die schaffen es, sich mit jeder Veröffentlichung zu steigern. Leaves´ Eyes sind da ein gutes Beispiel. Ihr Symphonic Metal wird immer ausgereifter, orchestraler, filmreifer, gigantischer, opulenter, gefühlvoller, nordischer. Und Elina ist die perfekte Neubesetzung! Möge diese neue Energie, diese neue Konstellation lange erhalten bleiben und mögen das Schiff dieser Band sie weitere 14 Jahre + mehr tragen! Abwechslungsreichtum, das Befahren neuer Horizonte, das Vertiefen bereits beschrittener Wege, Kraft und Ehrgeiz treiben diese Metal Macht voran. Ich hoffe, Ihr entscheidet genauso gut über dieses epische Machtwerk aus Alex´ Klangschmiede!     
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=9ETpRTh5Nxg    Sign of the Dragonhead
Es gibt neues Material von Meden Agan! Seit 2005 ist die griechische Symphonic Metal Band aus Athen nun schon dabei. Etliche Besetzungswechsel haben sie in den 12 Jahren bereits hinter sich. Zuerst die erste Frontfrau Iliana Tsakiraki (- 2013, heute Enemy Of Reality), dann der Drummer Philip Stone (-2013, ebenfalls Enemy Of Reality), Drummer Ploutarchos Tsouris (-2012) und die zweite Frontfrau Maya Kampaki. Seit ihrem Weggang steht Dimitra Panariti am Mikro. 4 Veröffentlichungen und eine Promo-CD haben sie bereits veröffentlicht, zuletzt 2014 "Lacrima Dei". 
 
Am 05.01.2018 erscheint nun das brandneue Album "Catharsis" mit 11 brandneuen Stücken. Es gibt also schon einen Grund, sich auf das kommende Jahr zu freuen! Wie die neue Scheibe klingt, erfahrt Ihr jetzt. "Catharsis (Intro)" legt schon mal sehr gut vor. Atmosphärisch, mystisch, düster, verzaubernd. Eine wahre Katharsis eben. Und ein geiler Opener! Mit "The Purge" legen die Griechen dann ordentlich los. Dröhnend lauter Symphonic Metal, pfeilschnelle Musiker, eine starke Atmosphäre, riesen Emotionen, toller Frauengesang, Bassist und Zweitstimme Aris Nikoleris lässt sich immer mal mit hören. Durch verschiedene Stimmungswechsel bleibt es sehr spannend. Richtig geil einfach und ein guter Einstieg für die Griechen 2018! Für "Cleanse their Sins" haben die Griechen als kleinen, feinen Vorgeschmack ein Lyrik Video gebastelt. Sehr empfehlenswert und als Apetizer gut gewählt! Man spürt und hört direkt, worum es geht. "No Escape" ist ein gutes Aushängeschild für feinsten, handgemachten, orchestralen, warmherzigen Symphonic Metal. Wunderschöne Perle, hervorragend vorgetragen! Gut geeignet zum träumen und headbangen! Umso mehr dröhnt es dann wieder mit "Whispers in the Dark". Orchestral, mystisch, dunkel, betörend, mit fernöstlichen Elementen. Eine schöne neue Erzählung aus 1001 Nacht. Mit dem "Shrine of Wisdom" wird es dann sogar noch legendär und eine Heldengeschichte wird erzählt. Dementsprechend preschen die Musiker hier auch aus den Boxen. Wahrlich episch, fesselnd, spannend, umwerfend! "Veil of Faith". Ein wahres Power-Teil. Eine der schnellsten, derbsten, explosivsten, geballtesten Nummern. Das episch-geniale Cover Artwork spiegelt sich genau hier wider. Einfach nur bombastisch und wundervoll! Das muss man gehört haben! "Salvation" punktet vor allem durch riesige Emotionen, Dimitras abwechslungsreiche starke Stimme und seine wunderschönen Melodien. Erlösung und eine gewisse Heilung, vielleicht sogar Erleuchtung findet Ihr hier wirklich. "A Curse unfolding" zeigt, dass Aris und Dimitra auch im Wechselspiel super agieren. Aris präsentiert sich flüsternd, mit feinem tiefen Gesang und Gegrowle. Dimitra fährt ihr ganzes Spektrum auf. Gemeinsam mit ihren Mitmusikern zaubern sie so eine höchst dramatisch dröhnende, pfeilschnelle Bombast-Hymne, die es verdient, auf noch größeren Bühnen präsentiert zu werden durch ein eigenes Theaterstück. Und es zeigt, wie viel jeder Einzelne der Athenen drauf hat. Einfach nur geil! "Lustful Desires" setzt genau da an, wo der Vorgänger aufhört und führt die düsteren Gelüste ans Tageslicht. Dementsprechend dunkel-erotisch und betörend geht es hier auch zur Sache. Aber auch dröhnend und pfeilschnell. Lasst Euch verführen! Das Endstück "Weaver of Destiny" leitet Aris mit sehr überzeugendem Gesang ein. Dimitra holt noch mal alles aus sich raus. Auch der Rest der Band bündelt seine Energie-Reserven, vereint sie zum Großen Ganzen und entlädt sie in einer Endzeit-artigen Flut über Euch. Ein wahrlich bahnbrechendes Finale, das wirklich alles niederwälzt, was auch nur irgendwie im Weg steht und das Album mit einem wahnsinnig fetten Feuerwerk enden lässt. So gehört sich das für amtlichen Symphonic Metal! Übrigens werden hier die Nornen geehrt, denn der Name lautet übersetzt Weber des Schicksals.  
 
Fazit: Was für ein Wahnsinns-Werk! Es knallt, kracht und dröhnt an allen Ecken und Enden und reißt ordentlich die Hütte ab! Dimitra Panariti macht sich mehr als gut am Mikro und hat sich perfekt in die Band integriert. Es ist einfach nur super, dass man hier bei jedem Lied heraus hört, wie talentiert die Musiker sind und wie harmonisch sie miteinander agieren. Jeder Einzelne und die beiden Stimmen geben hier wirklich alles und legen aus meiner Sicht bereits eines DER Alben 2018 vor! Geniales Artwork, passende Themaiken, tolle Erzählungen, geile Atmosphäre, abwechslungsreicher Symphonic Metal, tolle Texte, wunderschöne Melodien, umwerfende Stimmen - was will man mehr! 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=mt7OuL4IwRA    Cleanse their Sins (official Lyric Video)
https://www.youtube.com/watch?v=uqgV-mFmao4    No Escape (official Lyric Video)
Es gibt neues Material von Vlad In Tears! Vlad In Tears ist eine 2007 in Italien gegründete Dark Rock / Metal Band aus Berlin. Die drei Brüder Kris (Gesang, Piano), Lex (Gitarre) und Dario (Bass) sowie Alex (Schlagzeug), ihr bester Freund aus Kindertagen, stellten die Anfänge der Band in Cassino, Latium) (Italien) dar. Die aus Italien stammende Band probierte sich zunächst an einigen Coversongs aus, ging jedoch schnell dazu über, ihren ganz eigenen, düsteren Sound zu kreieren. Diese Entscheidung wurde begeistert von ihrer rasch wachsenden Fangemeinde aufgenommen. Seither haben sie 5 Alben und 2 EPs veröffentlicht sowie mehrere Besetzungswechsel hinter sich. Kris und Dario sind die letzten noch verhandenen Gründungsmitglieder. Begleitet werden sie aktuell von Schlagzeuger Cosmo Cadar (seit 2013) und von Gitarrist Ilia Ioffe (seit 2017). Letzterer ersetzte Gregor Friday, mit dem die Jungs noch das letzte Werk "Unbroken" 2016 heraus brachten. 
 
Am 15.12.2017 erscheint nun ein Jahr später das brandneue 6. Album "Souls on Sale" mit 10 brandneuen Stücken und einer Überraschung. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang macht "Pray" und recht abgespacete, freakige Sounds leiten den Opener ein. Hinzu kommt ordentlicher Dark Metal Rock, angenehmer dunkel-romantischer Gesang und verzweifelt klingender Gesang, der nach Gebet klingt. Ganz starker Opener! Bei "Lovin´" wird es etwas geheimnisvoller, mystischer, dunkel-erotischer. Wie es sich für die italienischen Vampire Dark Rocker gehört. Richtig gut gemacht! Bei "Bleed me dry" hingegen wird Dark Country Rock angewandt, während Kris verführerisch in´s Mikro haucht. Besonders den Damen wird der Titel gefallen, aber auch die Herren der Schöpfung werden hier ihre Freude finden. Beide Geschlechter werden ausreichend musikalisch befriedigt. Von meiner Seite ein absoluter Favorit! "How do you know" dürfte den Lacrimas Profundere Fans zusagen. Dunkel-romantischer Dark Rock mit entsprechend feinem Gesang erwartet Euch nämlich hier. Durchaus ein weiterer Favorit und auch ohne den Vergleich umwerfend genug! Die nächste Perle ist die Single "The Devil won´t take me Home". Die perfekte Auskopplung, weil sie ein gutes Aushängeschild der Album-Thematik darstellt und sehr viel Hunger auf die neue Scheibe macht. Meiner Meinung nach eines der faszinierendsten Lieder, die die Jungs bisher gemacht haben und einer der Songs, die man von der Band kennen muss. Dark Blues Rock und höllisch gut! Sehr zu empfehlen, auch das Video dazu! Nach diesem etwas ruhigeren Ausflug wird es bei "Sorrow" wieder kräftiger, eingängiger, verzweifelter. Guter, starker Song! "I can´t get over it" sticht neben der Single ein wenig heraus. Ruhige Passagen treffen auf absolute Gefühlsausbrüche und stärkeren Dark Rock. Gerade auch hier spiegelt sich die Album-Thematik wider. Weiterer Favorit! Mit "Never fear the Pain" gibt es das düsterste Lied der Platte. Hier wird es auch mal etwas derber, rauher, unangenehmer. Der Thematik aber durchaus angemessen. Definitiv ein Oberfavorit und mein absoluter Geheimtipp zum reinhören! "Save me" legt dann noch ein paar Schippen mehr drauf und räumt ordentlich auf. Anschnallen, hier wird es ruppig und explosiv! Mit "Gone" enden dann auch die regulären Tracks. Und das mit einer astreinen, wunderschönen, tonnenschweren, fast schon depressiven Perle. Hier geht es definitiv um Abschied, vielleicht sogar den Tod. Findet es heraus und genießt dieses Goldstück! Wir kommen zum Finale und der eingangs erwähnten Überraschung: "After the End V.I.T. acoustic"! Hier beweisen Kris und seinen Mannen, dass sie auch ohne riesigen Technik-Aufwand, rein akustisch überzeugen können. Einfach nur der absolute Oberhammer und ein richtig schönes Geschenk an die mittlerweile riesige Fan-Gemeinde! 
 
Fazit: Vlad In Tears legen hier das bisher stärkste Album nach meiner Meinung vor! Entsprechend der Album-Thematik nach geht es hier ordentlich zur Sache und das Thema zieht sich durch alle 10 Stücke. Düster, dunkel-romantisch, sexy, erotisch, verzweifelt, aufgelöst, zerbrochen - all diese Emotionen sind Teil davon und legen Zeugnis über das Gesagte ab. Vor allem aber klingt jedes Lied anders, nix klingt gleich. Das muss man einfach mal lobend hervorheben! Die Fans werden die neue Platte lieben, dessen bin ich mir sicher!  
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=KCH5w2gRtbw    The Devil won´t take me Home
Es knallt wieder im Chainreactor-Labor! Seit 2009 schraubt der Düsseldorfer Jens Minor an seiner Version von Rhythm ´n´ Noise, Electro, Industrial und einigen Noise-Elementen. Seit 2012 ist Companion Kay Schäfer als zusätzlicher Mann an den Maschinen, als Songwriter und Sänger mit an Bord. 5 Alben sind bereits erschienen, das letzte "Dirt" 2015.
 
Seit dem 24.11.2017 ist nun "Decayed Values" mit 12 brandneuen Tracks auf dem Markt. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang macht ein Lied mit dem starken Namen "Ruina Mundi". Monumentale Beats, gottgleiche Klangflächen, episches Dröhnen. Das erwartet Euch beim zeitlosen, nordisch gehaltenen Opener! "The Powers" gibt ja schon direkt die Marschrichtung für den folgenden Stampfer vor. Besonders kraftstrotzend wird es hier nämlich! Es dröhnt und zischt aus allen Ecken und Winkeln! Sehr geil bisher die neue Platte! Ich finde, hier fließt auch ein wenig EBM mit ein. Vielleicht findet Ihr ja auch durch Anhören heraus, welche Kräfte denn da Einfluss hatten. Es wird etwas düsterer und noch derber mit dem Herz- und Titelstück "Decayed Values". Die pure Rhythm ´n´ Noise, Industrial, Noise Wand trifft Euch frontal und reißt alles nieder, was nicht angeschraubt ist. Richtig stark und die wahre Club-Granate! Sphärische Melodien, fast wie die Geister Verstorbener, fliegen während des Liedes durch den Raum. Wahrlich gespenstisch und super gemacht! Übersetzt heißt der Titel übrigens verfallene Werte. Das sagt alles. Noch mehr club-orientiert neben "The Powers" ist die "Beat Control" und wenn ich mich nicht irre, sind die zu hörenden Worte von Kay. So oder so eine starke, schweißtreibende Nummer. Und wir lassen den Beat gerne die Kontrolle über uns und unseren Körper nehmen! "The Devil´s Trick" zieht uns auch sofort in seinen höllisch guten Bannkreis und verzaubert sofort. Gut anschnallen und festhalten, es wird eine holprige Fahrt! Teuflisch gut meine Herren Chainreactor! Weiter geht es mit "Agony" und es wird bitter von der Atmosphäre und den Melodien. Gleichzeitig drücken die Herrschaften aber auch das Gaspedal ordentlich durch und so donnert diese Perle wie ein vor Wut schäumender Stier aus den Boxen, um Euch zu rammen und Klänge der Erleuchtung mischen sich mit hinein! Also Bewegung, tanzt bis nix mehr geht! Wo wir doch vorhin bei verfallenen Werten waren. Die werden auch in "Hatred" thematisiert. Leider nur in Klängen und Samples, hier hätte ich mir Kays Einsatz gewünscht. Nichtsdestotrotz schaffen es die Herrschaften, dass die Thematik auch ohne Gesang spürbar ankommt. Das liebe ich an solcher Musik. Zumindest beim Düster-Electro. Angesichts der Thematik geht es hier auch dementsprechend ab. In eine ähnliche Richtung zielt natürlich auch der "System Shock". Wie das Sample schon eingangs richtig erwähnt: "it is coming, it´s just a question of time"... Auch das "Legendary Suffering" darf sich in der Weltuntergangsreihe anstellen. Ob es dann ein legendäres Leiden wird, wird man sehen. Mit der Perle hier leiden wir zumindest sehr gerne mit. Beim "Impact Drill" prallen Rhythm ´n´ Noise aufeinander, dass man es vergleichen kann mit dem Aufprall zweier Züge. Also das totale Brett! Angesichts der Thematik aber auch berechtigt! Sogar ein "deutscher" Titel hat seinen Weg gefunden. "Angst" passt natürlich auch perfekt in die Riege und es wird extrem düster und dröhnend. Mit Pauken, Trompeten und Sirenen der Untergang eingeläutet. Sehr sehr geil gemacht! Es folgt der Endgong mit "Scottish Coldness". Und ich kann nur wiederholen, was ich vorhin schon mal erwähnte. Die klirrende Kälte, die Einsamkeit, die Faszination Schottlands wird perfekt eingefangen, als wäre man direkt vor Ort! Einfach. Nur. Geil! Und ein perfekter Schluss, aufbauend auf den nordischen Opener!
 
Fazit: Ein wahrlich starkes Werk und meiner Meinung nach eines der besten der bisherigen Bandgeschichte! 2 Jahre haben sich Jens und Kay Zeit gelassen und gerade bei dem, was hier abgeht, war das notwendig! Immerhin geht es, wie bereits erwähnt, um verfallene Werte. Dementsprechend geht es hier ordentlich zur Sache mit entsprechenden Thematiken. Das legendäre Leiden, der System-Schock, der Impakt Drill, Angst, des Teufels Trick, Hass - einmal das komplette Weltbild mit düsterstem Ausgang! Richtig gut verarbeitet in gescheitem Gedröhn. Tanzen kann man hier so oder so. Neben den ernsten Themen gibt es mit "The Powers" und "Beat Control" auch etwas für die Lach-, Spaß- und Partygesellschaft. Mit "Agony" gibt es die musikalische Erleuchtung, der Rest ist nordisch. Also für alle was dabei. Und die Electro-Fraktion wird total begeistert sein! Respekt meine Herren, weiter so!  
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=iYDBK3mQowY    Hatred (vertreten auf der Cold Hands Seduction Vol. 196, Sonic Seducer)

«Bestie Mensch» – das neue Album des Schweizer Trios Koraktor überzeugt durch ein orchestrales Synthie-Feuerwerk, unterlegt mit drückenden Bass Klängen und schleppenden Gitarrenriffs. Dabei entführt Sänger Gabriel K. die Zuhörer in die Tiefen der menschlichen Abgründe. Er singt über das Zweifeln, die Selbstzerstörungswut der Menschen und die verlorenen Momente im Leben. Die Musik gepaart mit der Bassbariton-Stimme fesselt, reisst mit und geht unter die Haut (www.koraktor.bandcamp.com). Bisher existieren übrigens das Debüt-Album "NachtBilder" (Mai 2010) und die EP "Abgrund" (Oktober 2013).

Man sieht schon, dass das Trio sich Zeit nimmt für seine Werke. Nicht das schlechteste. 

Seit dem 04.11.2017 ist die Krankheit "Bestie Mensch" nun unterm Volk und wütet mit 10 brandneuen Tracks. Wie das Dreiergespann jetzt über die verschrienste Rasse urteilt, erfahrt Ihr jetzt. Es eröffnet die "Endzeit". Ein gewaltiges, epochales, gigantisches Instrumental. Gewaltige Synthie-Teppiche. Der erwähnte Bassbariton-Gesang kommt dazu, starker Dunkelmetal gesellt sich zu den Untergangsmelodien. Der Text handelt von den lebenden Geistern, die man rundum betrachten kann. Ob in der Stadt oder im Bus. Überall spürt man, dass das nicht mehr lange gut gehen kann. Sehr starker Opener, klasse gesungen, genial gemacht. Es folgt die "Todesfuge". Klassikhaft, opernhaft, tragisch-dramatisch, bedrückende Atmosphäre, einem Grusel-Kammerorchester gleich. Sehr genial, wundervoller Text. Sehr lohnenswert da mal reinzuhören! Die militärisch anklagenden Drums verfeinern das eben erwähnte Bild nur noch. Mit "Masken" laden Koraktor zum düster-schweren Maskenball. Ihr seid herzlich eingeladen, unter der Maske zu bluten und zu schwitzen, während Ihr den Anschein der Maske aufrecht erhalten wollt. Das wird mit Darkwave, Ball-gerechter Musik, militärischen Drums, Bassbariton, kehligem Gesang und sehr viel Inbrunst vertont. Wieder mal sehr genial mit sehr genialen Lyrics. "Dein Maerchen" ist ganz besonders beeindruckend. Das Zerbrechliche, Orchestrale von Deine Lakaien trifft auf das dunkeldüstere Image von Ewigheim. Wundervoll erzählt, höchst beeindruckend vorgetragen, zutiefst einschneidende Worte, berührende Atmosphäre, Darkwave trifft auf emotionalen Dark Rock. Was für eine wunderschöne, zerbrechliche, tief treffende Perle! Ihr könnt Euch vorstellen, worum es vor dem Hintergrund Bestie Mensch geht. "Voelkerschlacht". Ein Titel, der in Zeiten wie unseren, auf solch einem Album, nicht fehlen! Militanter Darkwave Gothic Rock erklingt hier passenderweise, während der Bassbariton von grausigen Schlachtfeld-Anblicken erzählt. Ich sage das hier oft, ich weiß! Aber ich finde das einfach nur genial gemacht! Nix für schwache Nerven, der Sänger erzählt das schon sehr detailreich! Aber das verlangt die Thematik immerhin auch und Schlachten sind nie etwas für schwache Nerven! "Der letzte Tag" baut rein inhaltlich in gewisser Weise auf den Opener auf, immerhin behandelt er den Finaltag. Sirenen, Darkwave, Dark Rock, Beerdigungs-Atmosphäre, schwarze Schwere, sehr bedrückend, Abschiedsstimmung. Wahrlich umwerfend und sehr gut umgesetzt! Was am letzten Tag passiert ist? Erfahrt Ihr durch Anhören. "Nur ein Gedanke" ist eine mit Klavier und Bassbariton vorgetragene opernhafte Aufführung, die ihresgleichen sucht. Ein makelloses Kleinod ist hier entstanden, das man lieben muss! Im späteren Verlauf kommen Streicher, kehliger Gesang, Dramatik, große Emotionen und militante Drums dazu. Was für ein tief berührende Darbietung! "Kalter Asphalt" erinnert an das Mädchen mit den Streichhölzern, nur modernisiert mit allem, was dazu gehört. Der direkte Lebensweg in den Abgrund. Und das opernhaft vorgetragen. Was für eine Ohrenweide! "Zuerich brennt" spricht für sich. Neben dem Opener das derbste, was die Platte zu bieten hat. Ein von Hass zerfressener, geplagter Geist. Seine Konsequenz. Und das sehr genial musikalisch umgesetzt. Es endet. "Ohne Klage". Im Gegensatz zum Hörer, der hier Gefallen findet. Der klagt über das viel zu frühe Ende der CD! Aber er wird umso reicher beschenkt durch eine wunderschöne, tief treffende, bewegende Perle. Ein wahrlich edler Ausklang, den man gehört haben muss! Was für ein krass gut getroffener Spiegel der Arbeitswelt. 
 
Fazit: Wow. Eifach. Nur. Wow. Das ist eines der top Alben, nein DAS top Album dieses Jahr! Nur wenigen Bands dieser Tage gelingt, was Koraktor gelingt. Eine perfekte musikalische Inszenierung unserer Zeit. Das Spiegelbild der Seuche, die ihre Klauen in das weiche Fleisch der Menschlichkeit geschlagen hat. Hass, Abwendung vom System, Menschen wie Geister, Lach- und Spaßgesellschaft, weg geworfene Leben in den Straßen, die Konsequenzen daraus, Arbeitswelt, Politik. All das wird hier behandelt und das mit einer Darbietung, die ihresgleichen sucht. Darkwave. Dark Rock. Derberer Metal. Klassik. Oper. Theater. Theatralik. Dramatik. Bassbariton-Stimme. Kehliger Gesang. Militante Drums. Einfach nur umwerfend! Ich möchte Koraktor für dieses Album aus tiefstem Herzen danken! Dafür, dass sie das gemacht haben. Irgendwo zwischen Janus, Mozart, Umbra et Imago, Gothminister, Deine Lakaien, Ewigheim, Ost+Front und Nachtblut haben diese 3 Musiker zusammen gefunden. Und eine Mischung aus all dem mit noch viel mehr erschaffen. Was sie einzigartig macht. Leider vorher noch nie von ihnen gehört. Und das muss sich ändern! Denn die Schweizer behandeln Themen, die alle betreffen! Niemand kann dem entgehen. Ob er hinhört oder nicht. Für mich persönlich jetzt schon eine meiner absoluten Lieblings-Bands und Lieblings-Alben! Wir brauchen mehr solcher Bands! Die nicht so sein sollen wie Koraktor. Koraktor sind wie Koraktor. Aber rein thematisch ein gutes Leitbild. 
Euer Krähenkönig
Jen Majura - mittlerweile eine feste Größe im Metal-Bereich und eine wahre Metal-Göttin! Egal, ob bei Knorkator, Equilibrium oder aktuell Evanescence - Jen meistert jede Aufgabe in jeder Band mit Bravour und göttlicher Coolness wie Gelassenheit. Ein wahres Multi-Talent! Seit einiger Zeit wandelt sie auch auf Solo-Pfaden und ihr selbstbetiteltes Debüt-Album "Jen Majura" liegt 2 Jahre zurück. 
 
Jetzt erscheint am 24.11.2017 endlich der Nachfolger "InZENity". Und das direkt nach dem "Best of" "Synthesis" mit Evanescence. Best of ist es eigentlich nicht, denn die "besten Sachen" wurden her genommen und noch besser gemacht. Vielleicht ja genau der richtige Ansatz für Jen. Sowohl der Titel des Zweitlings als auch die sympathische, hochenergetische Persönlichkeit hinter dem Werk lassen nicht weniger als höchst mitreißenden, unterhaltenden Wahnsinn mit großer Musikalität zu und erwarten. Und genau das bekommen ihre Fans auch: 11 Songs, die vor Ideenreichtum, irren Gitarrenlicks und ansteckenden Refrains nur so sprudeln – 200% Jen Majura eben und nicht zuletzt das bislang persönlichste Werk der Ibanez- und ENGL-Botschafterin. Nebenbei gibt sie sogar Gitarren-Unterricht, unter anderem auch auf YouTube. Brachiale Axt-Unterstützung erhält der liebenswerte Workaholic zudem von den langjährigen Freunden Alex Skolnick (TESTAMENT), Jeff Waters (ANNIHILATOR), Mattias IA Eklundh (FREAK KITCHEN), Jan Zehrfeld (PANZERBALLETT) und Nico Schliemann (GLASPERLENSPIEL), die allesamt irrwitzige Gastsoli beigesteuert haben. Anschnallen und festhalten also, wenn Jen Majuras “InZENity” losgelassen wird! Wenn das mal nicht vielversprechend klingt, also legen wir los!  Natürlich, wie könnte es anders sein, beginnt es richtig fett. "All the other Ones" fegt eine richtig heiße Nummer auf´s Parkett. Und es stimmt wie hier besungen: Jen sticht einfach raus und ist nicht wie die anderen! Und sie beweist, dass sie auch richtig gut singen kann! Was für ein Befreiungsschlag für alle Andersartigen! Da folgt auch schon das Herz- und Titelstück "InZENity". Dadurch, dass Jen den Titel auch genauso singt, wie er da steht, wirkt es teilweise etwas befremdlich. Aber genauso, dass es richtig cool klingt und außergewöhnlich (damit auch selbstständig) klingt. Old School Rock Metal, Trash, Melodic, paar orientalische Einschläge, viele Breaks, höchst geniale Riffs, verschiedenste Gesangsformen - muss man mal gehört haben! Es wird etwas sanfter, melodischer, elegischer mit "Leave me". Jen kann also auch "romantisch". Und dennoch genügend Bombast, metallische Härte und der Mittelfinger angesichts der Thematik. Man bekommt verdammt viel geboten und bei der nächsten Trennung, dem nächsten Liebeskummer bekommt Ihr durch diese Perle ein Trostpflaster zum "fuck you!" sagen. Perfekt! "Drama Queen" hingegen zeigt sich als explosives, höchst geladenes, obercooles Granatenteil! Jen gibt sich rotzig, frech, rockig und wie gesagt obercool. Richtig fette Nummer! "Bully Lies" ist nicht weniger obercool und entpuppt sich als wahre Trucker-Hymne. Also Cowboy-Hut auf, Weste an, rein in die Stiefel, Arsch in den Bully geschwungen und ab auf die Route 66, während man dieser wunderbaren CD, dieser geilen Nummer, dieser klasse Frau zuhört. Ein Traum! "Lied ohne Namen" präsentiert Jens akustische Stärken. Akustik-Gitarre, Klargesang, Rockröhre, leichte Trommeln. Klarer Favorit und richtig toll! Und gleichzeitig bekommen viele noch ihr Fett weg, denn sie lässt sich durch Angriffe und negative Presse nicht runter kriegen. Sie macht immer ihr Ding und das ist sehr lobenswert, weiter so! Nehmt Euch ein Beispiel dran! "Sick Brain" ist ein sehr passender Titel für die nächste Nummer, denn nach dem Akustik-Ausflug mixt Jen Slipknot mit Trash Metal und rockt Euch den Arsch weg! Fettes Teil, also hoch mit Euch, abgehen und headbangen! Sick Brains, hier ist Eure Heilung! "Stupid Piece of Wood". Durchaus amüsierender Titel, der nachdenklich macht, während man breit schmunzeln muss. "Du dummes Stück Holz" singt Jen hier in alter Korn, Rage Against The Machine, Hard Rock Manier. Entweder ein Mensch oder eine nichtstaugende Gitarre, die hier gemeint sind? Findet es raus, es lohnt sich! Ebenso witzig liest sich "Tobi didn´t show up for Breakfast". Whatever uns das sagen soll! Aber es ist ein richtig umwerfendes, episches, obercooles Instrumental! Sehr geil gemacht, muss man mal gehört haben! Ebenso rätselhaft ist "Like Chuck Norris". Zumindest zunächst. Es gibt so unheimlich viele Sprüche und Witze über ihn - die hier sicher nicht gemeint sind. Aber die Vorstellung ist witzig! Nein, Jen meint wohl sein Verhalten in "Texas Ranger". Da ist man doch gerne mal wie Chuck Norris. Und nebenbei bekommt er ein geniales musikalisches serienverdächtiges Erbe. Damit sind wir auch leider, leider schon wieder am viel zu frühen Ende. Aber dafür nimmt uns Jen noch mit, "Far away" in ihre Welt. Und die ist ebenso wunderschön wie faszinierend und eigenständig. Richtig schön erzählt, super musikalisch untermalt, man bekommt einen super Einblick wie und wer Jen ist. Toller Schluss! PS: Lasst die CD ruhig laufen, nachdem der vermutlich letzte Ton verklungen ist. Dann gibt es noch einen feinen sauberen Ausklang. 
 
Fazit: Madame Majura hat es richtig drauf! Ein Multitalent, für die Musik geboren, für Rock und Metal jeder Art auserkoren. Abwechslungsreich, derbe rockig, prominente Unterstützung für den Zweitling, vielseitiges Stimmwunder, Saitenvirtuosin - wer will da meckern! Kritiker gibt es immer, aber Jen macht eindeutig klar, dass sie das weder beeindruckt noch bestimmt. Die Frau hat ihren Weg gefunden, meistert ihn bravourös, man sieht sie ständig mit anderen Bands, aktuell mit Evanescence - da hat es jemand geschafft und will dennoch noch weiter. Respekt, vor der Frau ziehe ich den Hut! Der Zweitling toppt das Debüt und gibt einen richtig guten Einblick zur Person und ihren Talenten. Wer sie kennenlernen möchte, möge hier bitte unbedingt zugreifen! Ob nun mit Anderen oder solo - Madame Majura rockt! 
Euer Krähenkönig
Wie ein Phönix, der aus der Asche der Vergangenheit aufsteigt, vereint Don´t Drop The Sword die örtlichen Underground-Legenden im Kampf um ihre Leidenschaft: der schnelle und epische Heavy Metal! Angesiedelt vom ex-Improved Gods Sänger ‚Anti‘ und durch die Überreste von Distorted Perfection entstanden, lassen Don´t Drop The Sword bekannte Personen aus der örtlichen Underground-Szene wieder auferstehen. Zudem vervollständigen hoch- begabte Newcomer diese neue Kraft. Don´t Drop The Sword stehen für schnellen und epischen Old- School-Power Metal. Die Zeit scheint in den Augen des wahren Gläubigen stillzustehen. „Wir werden nicht unten zurück sein, wir werden nicht konform, wir werden nicht das Schwert des Heavy Metal fallen lassen!“ Auf englisch: „we won’t drop the sword of heavy metal!“ So erklärt sich auch der Bandname. „Fühlen Sie sich frei, uns in unseren Kampf für die Musik, die die Geschichte unseres Lebens erzählt, zu folgen. Wir sind aufgewachsen mit Bands wie Blind Guardian, HammerFall, Manowar und vielen mehr. Ihre Musik führte uns unser ganzes Leben lang. Jetzt ist es Zeit, etwas zurückzugeben. Wir werden versuchen, die schwere Fackel in die Schlacht zu tragen. Wir könnten fallen, aber wir werden unser Bestes tun, um den Kampf zu halten. Solange wir alle glauben, können wir einen Unterschied machen. Lassen Sie uns diesen Kampf gemeinsam kämpfen! Lassen Sie das Schwert nicht fallen !!!“ So heißt es auf der offiziellen Homepage der Band in ihren Worten. Gegründet wurden sie 2015, sie kommen aus Erding (Bayern) und selbst bezeichnen sie ihre Musik als deutschen epischen Speed Metal. (Quelle: HP Don’t Drop The Sword) Zuletzt berichteten wir über ihre Debüt-EP "Into the Fire", die am 27.01.2017 erschien.
 
Jetzt gibt es endlich ihr Debüt-Album "Path to Eternity" auf die Ohren und alleine schon die Tracklist liest sich wie ein neues Tolkien Werk. 14 Lieder finden sich auf dem Debüt. Wie die klingen und ob es neben Tolkien noch andere Themen gibt, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang machen die "Guardians of Light". Ob sie die Guardians of the Galaxy auch kennen? Gut möglich. Die "Hüter des Lichts" wären auf jeden Fall Tolkien-würdig. Und wie toll sie klingen! Pfeilschneller old school Fairytale Power Metal, der Blind Guardian schon sehr ehrt. Auch Sänger Anti kann sich mehr als hören lassen, ganz tolles Organ! Starker, strahlender Opener! Etwas derber wird es da schon mit den "Rotten Wings". Derbere Heavy Metal Teile treffen auf Melodic Speed Metal und einen hymnischen Refrain. Sehr geiles Teil, wieder super gesungen und fein erzählt! Auch "We deal in Lead" ist eines der härteren Stücke. Was die jeweiligen Thematiken ja anbieten. Also anschnallen, hoch mit dem müden Skelett, die Fäuste gestreckt und headbangen! Die Jungs machen ordentlich Stimmung und Musik & Gesang ergeben eine perfekte Einheit. "Drums in the Deep". Bei dem Lied muss man an Tolkien, Herr der Ringe und die Brunnen-Szene denken. DDTS setzen das Ganze auch super um, erzählen es klasse und ehren in gewisserweise die Orks. In Zusammenarbeit mit "To the Proud a Grave", wovon "Drums in the Deep" nur das Intro ist. Definitiv ein Oberfavorit! Wobei es aktuell nur Favoriten gibt! Gegen Ende klingt es sogar noch Folk Melodic Power Metal! Meine absolute Lieblingsstelle! Melodic Folk Speed Power Metal mit unendlich viel Gefühl und tausenden Litern Herzblut gibt es mit "Blood will decide". Weiterer Oberfavorit, der wirklich magisch und hymnisch ist! "Banished to nightly Realms". Ein Titel, der einem Tolkien-Fantasy-Roman nur allzu gerecht wird. Anti beweist erneut, wie viel Gefühl in seiner Stimme steckt. Jeder Ton trifft wie eine Nadel und man verliebt sich sofort, jeweils in Musik und Gesang. Ein wirklich herzzerreißende Ballade, danke dafür Jungs! Der König unter den Favoriten! Plötzlich schlägt die romantische Stimmung um, Anti lacht fies, es regnet schnellen Heavy Metal und der Gesang wird kraftvoller. Richtig geil gemacht! An der Stelle sei mal erwähnt, dass Maxi, Lead Gittarist und Rhythmus Gitarrist, als Zwitstimme klasse Arbeit liefert, sich genauso gut hören lassen kann und vor allem super mit Anti in Zusammenarbeit klingt! Weiter mit Musik. "Wastelands of War" ist die wahre Kriegshymne. Pfeilschnell, gewaltig, angriffslustig geht es zu Felde. So muss Mittelerde zu Saurons Zeiten ausgesehen haben. Aber auch fernab von Tolkien eine sehr düstere, zeitnahe Erzählung. Das wird ein Live-Garant, das garantiere ich Euch und dann will ich Stimmung und Anteilnahme sehen! Definitiv ein weiterer Oberfavorit. Der "Hero of all Times" darf sich da super mit einreihen, auch in die Helden-Saga der Jungs. Der "Siren´s Song" hat seinen Namen verdient. Die Sirenen hätten es nicht besser gesungen. Tolkien, Seefahrt, Gefühl, Eingängigkeit, etwas hymnenhaftes - reicht vollkommen aus, perfekt! Es wird wieder folkig, diesmal zu 100 % mit "Jester´s Tears". Ein weiterer Favoriten-Regent wurde geschaffen! Akustisch, Maxi, Anti - mehr braucht es nicht! Der "King of the Dragon Age" - Tolkien-verehrend, einem Fantasy Roman allgemein entsprechend, magisch, kraftvoll, explosiv. Eines Königs würdig! Erinnert ein wenig an "Eragon" und "Dragon Heart". Die "Sapphire Skies" sollen für Euch ein Licht sein an dunklen Orten, wenn alle anderen Lichter ausgehen. Na wo kommt das her? Richtig, Herr der Ringe, Galadriel, Die Gefährten, als sie Frodo das Sternenlicht schenkt. Dafür schenken Euch DDTS diese übermächtige Perle. Ist doch auch was! Da sind wir auch LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt. Mit dem Herz- und Titelstück "Path to Eternity" beenden die Jungs ihre epische Reise. Und es ist ein grandioses Finale! Vor allem erfahrt Ihr hier auch, was es mit dem Pfad zur Ewigkeit auf sich hat. Filmreif! 
 
Fazit: Einfach. Nur. Magisch. Und. Absolut. Umwerfend!!!! Was für ein epischer Ritt ist das denn bitte! Blind Guardian haben ein wunderschönes Baby geboren! Das längst aus den Kinderschuhen heraus gewachsen ist, Springerstiefel trägt, Fantasy Romane liest, Larps besucht und schon halb auf dem Summer Breeze wohnt. Einfach nur krass, so eine junge Band und klingen wie seit Ewigkeiten mit den ganz Großen unterwegs! Wenn das mal nicht ein genauso kometenhafter Aufstieg für die "Nachwuchs-Guardians" wird! Aber auch ohne diesen ständigen Vergleich - DDTS lehren den "Opas" von Blind Guardian ordentlich das Fürchten und rütteln an deren Thron! Anstrengung Debüt überstanden, Feuertaufe bestanden, jetzt wird es Zeit für die Bretter und vor-dem-Kamin-Platz-nehm-und-DDTS lauschen! Wer epischen Power Speed Metal mag, der seine Horizonte für mehrere zusätzliche Emotionen und Genres offen hält, der muss hier reinhören! Ich bezeichne das wirklich als Pflicht! Ich muss vor allem auch noch mal betonen, was die Mitglieder drauf haben! Sei es der Hintergrund, die Erzählkunst oder die Stimmen - alles sitzt, eine Einheit! Und das muss man einfach hervor heben! Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit! 
Euer Krähenkönig
Es gibt endlich neues Material von Delivered Soul! Seit 10 Jahren (2007) betreibt Stefan Uhlmann seine Band. Electro Pop, EBM und sämtliche weitere elektronische Spielwiesen grast er ab. Auf seinen ersten Alben arbeitete er mit Künstlern wie Markus (Lost Area, X-in June)Caro (Prospective)Marco (Traumtänzer) etc. zusammen und sie verewigten sich durch Gastbeiträge. Vorher nur im Underground tätig, ist spätestens seit "Heal me" eine richtig große Fangemeinde auf seine Musik aufmerksam geworden. Den Großteil erschafft Stefan selbst, seit "Heal me" ist Thomas Lüdtke (The Invincible Spirit) für das Mastering zuständig. Ein Demo-Album, drei Eigenproduktionen, drei Alben, eine EP und drei Musikvideos sind bisher erschienen. 
 
Jetzt ist ein Jahr nach dem letzten Werk "No Return", genauer gesagt am 13.10.2017, das brandneue Album "New Time new World new Life" erschienen und passend zum 10-jährigen Geburtstag gibt es gleich ein feines Doppelalbum. Durch den Albumnamen erschafft Stefan natürlich gleich einen grandiosen Spannungskreis. Was Euch erwartet und wofür der Name der Geburtstags-CD steht, erfahrt Ihr jetzt. "The Beginning of the End" stellt den ultimativen Opener dar. Gewaltige Sounds, mächtige Melodiewände, wunderschöne Klangfarben. Ebenso mächtig wie monumental. Traurig und gleichzeitig warm. Zart und doch dröhnend. Perfekter Einstieg! "Feel the Beat" legt dann ordentlich vor. Hellectro, dunkler Techno, Trance-Elemente, fantastischer Gesang. Oh ja, wir fühlen den Beat! Die absolute Dancefloor-Granate! Es wird melancholisch mit "Music". Leichte Erinnerungen an Klangstabil und The Invincible Spirit werden hier wach. Sehr gefühlvoll und eingängig. Wunderschöne Perle, sehr zu empfehlen und sehr vielschichtig / abwechslungsreich! Dem Text kann ich zu 100 Prozent zustimmen, ich fühle ganz genau so! Danke dafür Stefan! Besser lässt sich über Musik nicht singen! Wer wissen will, was Delivered Soul ausmacht, wie das klingt: hört hier rein! Es wird noch einfühlsamer mit dem wundervoll getragenen "Together". Man hört deutlich, dass Stefan am Gesang gebastelt hat. Das versehe ich mit einem fetten Lob, jetzt ist es perfekt! Dark Wave, Electro, Trance-Dschungel-Einflüsse. Einfach nur berauschend und magisch, auch bisschen mystisch! "In this World" erinnert mich streckenweise an Peterchens Mondfahrt. Einfach entschweben, zu den Sternen gleiten, diese Welt hinter sich lassen. Hier wird es extrem elektronisch, Stefan singt eindringlicher wie man ihn kennt, ein wenig Leaether Strip schimmert durch gemischt mit Plastic Noise Experience. All diese Vergleiche bräuchte Stefan nicht, ich sage das nur, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt. Sehr zu empfehlen, sehr tanzbar, ein weiterer Favorit! Ebenso wie die letzten beiden inklusive Intro! Passend zu "Feel the Beat" und "Music" folgt nun "Dancing through the Night", das durch rhythmische Dschungel-Trommeln eingeleitet wird. Dumpfe Elektronik kommt dazu, die mit feinsten Klängen und treibenden Beats wechselt. Sehr gut gemacht, klasse Instrumental und perfekt zum durch die Nacht tanzen! "Can´t escape". Baut im Grunde herrlich auf "In this World" auf. Und sehr passend, denn auch wir können uns den Klängen nicht entziehen. Romantische Klänge, treibende Beats, powervoller Techno, Flüstergesang, Stefans typische Klangfarbe, Verzweiflung, eine gewisse Hoffnungslosigkeit, ein kleiner Hoffnungsschimmer. All das findet Ihr hier. Durchaus eines weiteren Favoriten würdig! "Everyday". Das wohl heraus stechendste Lied der CD. Eine gewisse Zirkus-Atmosphäre schwebt hier darüber. Bittere Ironie. Täglich grüßt das Murmeltier. Aufgezwungene Freude. Der innere Schrei nach Ausbruch. Aufbruch. Und das verpackt in passende Klänge. Genial gemacht! Das bekommt ein Extra-Sternchen! "The Fire burns in me" hingegen ist neben "Music" das Magischste, Bezauberndste, Beeindruckendste auf der CD. Müsst Ihr unbedingt reinhören, das berührt tief! Selbiges beim deutschsprachigen "Tag und Nacht". Schiller meets Delivered Soul und Kraftwerk. So würde ich das bezeichnen. Einfach nur mega! Dazu elektronisch verzerrten Gesang. Perfekt! Weiterer Oberfavorit! "End" muss man gar nicht erläutern, erklärt sich von selbst. Das Pendant zum Opener. Die fiese Schwester. Die dunklere Seite. Ein weiter führender Ausklang, der genau da ansetzt, wo das Intro aufhört. Sehr genial, epochal und mit gewisser Endzeitstimmung! Das war CD 1. Doch die zweite folgt sogleich. Um es mit Wilhelm Busch zu sagen. Diese beginnt ebenso wundervoll wie CD 1. "In your Eyes" heißt das gute Stück und strahlt genau das aus, was man in den Augen seiner / seines Liebsten sieht. Tief, berührend, nicht von dieser Welt. Und das mit genialster Elektronik umgesetzt. Umwerfend! "In your Arms" passt da super dazu und reiht sich perfekt mit in die Riege ein. "You will never" haut danach wieder ordentlich auf die Kacke und punktet als typische Delivered Soul Club Granate. Also Bewegung ist Pflicht! "Calling your Name" passt da sehr gut dazu und wirkt wie eine Fortsetzung zur damaligen Auskopplung "Heal me" aus dem gleichnamigen Werk. Tanzbar, eingängig, melancholisch, packend. Noch ein Favorit! "Memories". Deep, tiefgründig, genau der Thematik angepasst, audiobiografisch. Ein Teil von Stefan. Sehr tief berührend. Passender Gesang, geniale Elektronik. Noch ein Favorit! Dark Wave, Cold Wave, Neuzeit-Elektronik, angenehmer Klargesang. Das ist "Tonight" und ein weiterer Favorit! "Calling your Name", "Memories", "You will never", "After all the Time with you" - CD 2 lässt einen roten Faden erkennen. Auf jeden Fall beeindruckt auch letzteres in der Reihe. "Don´t forget me", ein weiterer Kandidat. Abwechslungsreich, zerbrechlich, aber auch geballt, düster, dröhnend. Stark! Ein weiteres deutsches Lied ist "Schlaflos" und Peterchens Mondfahrt geht weiter. Wichtige Fragen des Lebens werden hier gestellt. Jeder, der unter Schlaflosigkeit leidet, kennt diese Gedanken. Auch wenn sich die Fragen jeder stellen sollte. Leute mit ähnlichen Symptomen werden sich hier direkt verstanden fühlen. Alle anderen können es super nachempfinden. Geile Elektronik, klasse Atmosphäre, klasse gesungen, perfekt erzählt. Einer meiner absoluten Oberfavoriten! "Don´t tell me Lies" hingegen ist Stefan wie er leibt und lebt. Derbe Elektronik, derber Gesang. Bietet sich ja auch an. Und es spiegelt die aktuelle Zeit wider. Da gibt es nen fetten Mittelfinger von Stefan. Auch "Inside you" ist etwas derber. Pfeilschnell. Modernste Elektronik. Kraftwerk wären überglücklich! Und The Eternal Afflicht. Genial gemacht! Die Single "Lass los" darf natürlich auch nicht fehlen. Eingängig, düster, gewaltig, fast schon orchestral. Stefans helfende Hand, die er Euch reicht. Nehmen wir gerne an. Sehr gut gewählte Single, weiterer Oberfavorit! Einziger Minuspunkt: der Gesang geht teilweise in der Elektronik unter. Darauf bitte künftig wieder achten. Bei so einem Lied ist das noch mehr schade. "Nachtschwärmer". Erinnert mich an diese wunderschöne gleichnamige Sampler Reihe. Das Goldstück hätte da super drauf gepasst. Gleichzeitig verehrt das eine längst vergessene Zeit der Nachtschwärmer. Der wahren möchte ich betonen. Umso mehr goldwert ist dieses Lied! Es endet mit "Seventeen". Worauf die sich bezieht, kann ich leider nicht sagen. Was ich sagen kann, ist, dass es ein einfühlsames, melancholisches, wunderschönes, magisches Finale gibt! Herrlicher Ausklang!
 
Fazit: Man kann zurecht behaupten, dass dies das bisher ausgereifteste, genialste, abwechslungsreichste und persönliche Album in 10 Jahren Delivered Soul geworden ist! Es ist einfach nur überwältigend, was hier passiert! Stefan selbst über das Jubiläumswerk: „Im letzten Jahr bin ich durch eine schwere Zeit gegangen, musste schwerwiegende Entscheidungen treffen, die mir nicht leichtgefallen sind, und letztlich wieder zu mir selbst finden. Ich denke, all das ist auf dem Album zu hören. Es ist sehr vielseitig und steckt voller Gefühle, Träume, privater Verarbeitungen. Eine neue Welt tut sich auf, mit einem neuen Leben in einer neuen Zeit.“ Genau das hört und spürt man auch. Eine kleine private Zeitreise durch sein Seelenleben schenkt er uns hier und es ist einfach nur gut! Man kann sogar sagen: Stefan hat an sich gearbeitet, der Gesang ist abwechslungsreich, guter Klargesang. Auch wenn er zig Genres abklappert und vereint: Stefan ist da, wo er mit Delivered Soul sein möchte. Wirklich angekommen. Und dennoch stets auf musikalischen Pfaden unterwegs, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch eine geniale Mischung ergeben. Das macht DS so besonders. Und eigenständig. Praktisch unvergleichbar. Meine Vergleiche dienten nur der Veranschaulichung. Wer noch offen für wirkliche, ehrliche schwarze Musik ist, ist hier richtig! Vielen Dank für die bisherigen 10 Jahre Stefan und für dieses schöne Geschenk an dich & uns!
 
Euer Krähenkönig
ASP melden sich lautstark zurück! Und das mit Nachdruck! Im 18. Bandjahr (!) fahren sie mit dem brandneuen, 11. Studio-Album richtig schwere Geschütze auf. Nach den "Astoria"-Alben geht es nun weiter mit "Zutiefst". Jetzt erkunden Alexander "Asp" Spreng und seine Jungs die Tiefen des Meeres. Das geschieht mit 11 brandneuen Stücken. Zur Zeit touren sie mit Gothminister durch die Lande und entführen auf eine ausführliche U-Boot Fahrt.
 
Seit dem 27.10.2017 ist es nun schon auf den Märkten zu erwerben. Wie das alles klingt und ob Jules Verne eine Inspirationsquelle darstellte, erfahrt Ihr jetzt. Bereits "Sturz (Intro)" macht klar, dass es diesmal auf große Fahrt auf´s große Meer und natürlich auch in seinen Tiefen geht. Möwen, Schiffgeräusche, Blubber-Blasen eines U-Boots, Walgeräusche. Richtig cooler Opener! Weiter geht es mit der Single "20.000 Meilen" und es geht richtig los! Melancholisch, tief, zutiefst berührend, schöner Text, klasse gesungen, dunkel-romantischer Novel Rock. Gute Single-Wahl! War übrigens auch die erste Auskopplung und Vorab-Single. Es folgt das Herz- und Titelstück "Zutiefst" und man hört eine weitere Entwicklung, beruhend auf den Wurzeln der Band. Dramatisch, pfeilschnell, wunderschön erzählt, derbe rockig. Das kann ein weiterer Evergreen der Band werden und ein absoluter Live-Garant! Man erhält auch genaue Infos zur Reise mit dem wundervoll designten U-Boot. Eine wahrlich tolle Hymne! Verdiente Position des Herz- und Titelstückes! "SonaARta" ist einer meiner absoluten Oberfavoriten. Folkig, Dark Novel Rock, Mittelalter-Elemente, düster, eingängig, packend, fesselnd, sehr mitreißend und tief berührend. Im Refrain sehr hymnisch! Ja, ASP sind zurück! "Torpedos" trifft sehr gut, was hier passiert. Kämpferisch, herausfordernd, seemannstauglich, meeresverehrend, angriffslustig, allen Problemen trotzend, pfeilschnell. Eine wahrhaft explosive Hymne! Anschnallen und erleben! Das wird eine ruppige Fahrt und dennoch bestehen wir es als Team! Natürlich darf bei einer Band wie dieser und solch Thematik der sagenumwobene "Leviathan" nicht fehlen. Dementsprechend bedrohlich beeindruckend ist das Lied auch aufgebaut. Wirklich hervorragend erzählt! Sehr gut gemacht. Passend zum Album-Namen gibt es noch "Die Untiefen" obendrauf. Hier zeigt Meister Spreng eine neue Stimmfarbe. Er kann also auch so erzählen. Und Ihr hört es richtig: die Untiefen warten und rufen! Also ab an´s Meer! Es kann nicht immer nur seichte Gewässer geben. Das Leben ist wechselhaft wie das Meer. Tückisch, ruhig, stürmisch, aufbäumend, aber auch sanft und wunderschön. Riskiert mal was. Natürlich wieder versehen mit einem höchst genialen Text. Erinnert im Aufbau durchaus an den wundervollen "Krabat Liederzyklus". "Abyssus 1" klingt nicht direkt wie die "SonaARta", aber es geht in die Richtung. Es ist eine dieser wunderschönen, tiefgründigen, tief berührenden ASP Balladen. Feuerzeuge raus und dahinschmelzen! Es bleibt abzuwarten, dass ein Teil 2 folgt. Es folgt Single Nummero 2: der "Bernsteinmeerengel"! Beziehungsweise die. Es geht tatsächlich um mehr. Auch eine sehr gute Wahl für eine Auskopplung. Beide Singles vertreten das neue Werk wirklich hervorragend. Wunderschönes, höchst geniales Lied! Es folgt die "Mondscheinsirenade". Die erinnert mich ein wenig an Goethes Erben. Es geht zurück zu den Anfängen der Band. Bedrohlich, eingängig, creepy, Gänsehaut-Schauer, ein Sprechgesang der das Fürchten lehrt. Dann legt der Dark Rock los und Meister Spreng singt. Höchst genial diese Perle! Auch hier wird es besonders hymnisch beim Refrain! Zum Abschluss gibt es noch ein ganz besonderes Goldstück. "Sog" punktet durch Melancholie, Abwechslung durch Eingängigkeit und fieses Gekeife, Elemente einer düsteren Ballade, elegische Momente und einen betörenden Gesang. Auch hier ist die lyrische Seite die Kirsche auf der Sahne. Lasst Euch fallen und ergebt Euch dem "Sog"! Faszinierendes Finale!
 
Fazit: Ich bin schwer beeindruckt! ASP sind wieder mit voller Stärke zurück! Ich muss sagen, die "Astoria" Reihe hat mir nicht so gefallen. Dafür punktet das neue Werk umso mehr! DAS sind ASP! s geht ein sehr zurück zu den Wurzeln und Anfängen, die mit einigen neuen Elementen aufgepeppt werden. Die Texte strotzden nur so vor lauter Genialität und die Thematik vom Meer sowie der U-Boot Reise wird beeindruckend erzählt. Man darf durchaus gespannt sein, wie es da weiter geht. Immerhin verrät uns "Abyssus 1" ja schon, dass es irgendwie weitergehen muss! Mich hat es überzeugt, ich bin "zutiefst" berührt und total überwältigt! Hier haben Meister Spreng und seine Jungs wirklich ein Mammutprojekt gestartet und einen weiteren Meilenstein in ihrer Diskographie gepflanzt. Ein wirklich sehr zu empfehlendes Werk, das die Fans wirklich umhauen wird! Weiter so! 
Euer Krähenkönig
 
 
https://www.youtube.com/watch?v=8n3FebKqIgc    Bernsteinmeerengel
Wir berichten Euch heute wieder von Newcomern. Komplette Newcomer sind sie nicht, Übergang aus Göttingen, denn am Mikro steht Stomper 98 Frontmann Sebi. 2014 haben sie sich gegründet und spielen eine eigenwillige Mischung aus Thrash, Crossover, Hardcore und Punk. Mit ihrem Sound ordnen sich die Jungs also irgendwo zwischen Bands wie D.R.I., Cro-Mags, Exodus und frühachtziger Deutschpunk ein. Und dennoch ist es etwas ganz eigenes. Sie durften sogar schon das Vorprogramm von Napalm Death bespielen. 
 
Am 24.11.2017 erscheint nun ihr Debüt-Album "Zeichen der Zeit" über Demons Run Amok Entertainment. Besonders das Cover Artwork kann sich sehen lassen. 13 Tracks sind drauf, wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Es geht auch gut rockig los, der Gesang wie aus der Gruft, es regnet derben Metal mit derberem Gekrächz. So offenbart sich "Nicht allein" als recht guter Opener. Der Gesang überzeugt mich persönlich noch nicht ganz, der Metal ist geil! Mal sehen, was sich im Laufe des Albums noch tut. Danach präsentiert sich das "Vakuum" und die Nummern geht direkt ineinander über. Ich höre jetzt nicht viel Unterschied zum Lied vorher. Bei "Kampfherz" erwartet euch derber Speed Trash Metal mit Gesang, der teilweise klingt wie am Rednerpult. Erinnerungen an die Onkelz werden bei mir hier teilweise wach. Also zum eskalieren und abgehen reicht es! "Zeichen der Zeit" orientieren sich dann eher an richtig feinem Old School Trash Metal. Der Hintergrund gefällt mir verdammt gut! Der Gesang ist pfeilschnell und klingt nach rotzigem Punk. Die Texte sind leider sehr schwer zu verstehen. "Nichts zu verlieren" pendelt zwischen Trash, Punk und leichten Death Metal Einflüssen. Hier passt der Gesang auch mal sehr gut. Düster, revolutionär, rebellisch. Das erste Lied, das mir halbwegs komplett gefällt. "Illusion" packt mich besonders aufgrund der Melodien und der Metal klingt teils nach In Flames, teils nach Dimmu, teils nach Exodus. Dementsprechend vielschichtig ist es dann auch. Der Gesang ist eher wieder punkig, teilweise gröhlt da die ganze Truppe. So klingt es zumindest. Ebenso wie das Lied vorher ein Track, der mir halbwegs gefällt. "Leidenschaft" ist nur noch derber Punk und der Inbegriff von Old School Trash. Der Metal ist geil, der Gesang gefällt mir persönlich wieder nicht, aber er passt recht gut in´s Soundbild. Der Text geht leider extrem unter, Sebi ist kaum bis gar nicht zu verstehen. "Kein Ende" fährt rotzigsten Punk gemischt mit Old School Trash auf. "Lucy Far" hingegen vermengt Speed Metal, Trash, teils Death, Punk und Old School Trash mit einer gehörigen Portion Onkelz. Also Eskalation pur! Gegen Ende redet Sebi in der selben Klangfarbe wie er schreit. Oder krächzt. Wie auch immer man das nennt. Noch ein Lied, das mir halbwegs gefällt. "Veränderungen" ergießen sich in derbem eskalierendem Trash über Euch. Eines der wenigsten Lieder, wo man Sebi mal zu Großteilen versteht! Durchaus recht gut gemacht. "Von innen nach außen" macht da stilmäßig keinen Unterschied. Was es mit dem Songnamen auf sich hat, weiß ich nicht. Ich verstehe Sebi wieder nicht. Beim "Monster" muss ich sagen, liebe ich den verwendeten Metal und den Aufbau. Anfangs schreit Sebi da nur wie in einem extrem Schocker. Es wird gruftig. Der Rest klingt wie die bisherigen Lieder. Teile vom Text versteht man und die sind mehr als gesellschafts- und systemkritisch! Und da sind wir auch schon am Ende angelangt mit "Jedes Wort". Auch hier versteht man nur Textfetzen. Immerhin dröhnt es noch mal ordentlich.
 
Fazit: Ich tue mir hier echt schwer muss ich sagen. Rein musikalisch haben die Jungs echt was drauf und der Hintergrund Metal ist der absolute Wahnsinn! Was man vom Text versteht, ist auch toll. Eigenwillig ist es auch. Der Rest, also der Gesang, ist Geschmackssache. Rein von der Gesangsebene her reißt es mich persönlich nicht vom Hocker. Geschmackssache halt. Ein wirklich richtiger Minuspunkt: die Texte sind kaum zu verstehen. Die gehen total unter und gerade bei so einem Album ist das mehr als schade. Daran sollte meiner Meinung nach unbedingt gearbeitet werden. Ich kann eine Empfehlung für diejenigen aussprechen, die Old School Speed Trash mit Punk lieben und den Gesang mögen. 
Euer Krähenkönig

REICHSFEIND kommt aus dem Umland Frankfurts und wurde Anfang 2011 als dunkel-elektronisches Einmannprojekt gegründet. RF vereint sphärisch-verträumte Sounds und treibende Rhythmen mit Texten über menschliches Versagen und Einzelschicksale. Ein Bastard aus träumerischen Sehnsüchten und rohem Nihilismus. - Der Name - Reich und Feind: Zwei Begriffe, die wohl bei jedem Menschen in erster Linie äußerst negative Assoziationen hervorrufen. Ein Name als Wort des Widerstands gegen ethnische, religiöse und politische Verfolgung; eine Anregung zur Reflexion. Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Love music. hate racism. (Quelle: https://www.facebook.com/pg/Reichsfeind/about/?ref=page_internal). Klingt ja alles schon mal sehr gut für einen Newcomer.

 
Am 24.11.2017 erscheint das Debüt-Album "Living in Space" mit 12 Tracks und 4 Remixen. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Das Herz- und Titelstück "Living in Space" macht den Anfang und ich finde, die Thematik wird musikalisch super wieder gegeben. Dunkel-romantische, weltraumartige Musik mit feinem dunklen wohltuenden Gesang. Durchaus guter Opener! Ich würde es grob als Synthie Cold Wave bezeichnen mit leichten Pop Elementen. Wobei die Genres eigentlich echt nebensächlich sind. Es ist gute elektronische Musik mit feinem Gesang, fertig. Kleiner Minuspunkt: auf die Länge von 6:16 Minuten hätte ich mir mehr Abwechslung im Text gewünscht. Abgesehen davon aber echt top. "Soulpaint" ist definitiv auch passend, denn es bringt tatsächlich etwas Farbe in die Seele. Im Grunde eine gemütliche Synthie-Sonntags-Perle. Mir persönlich fehlt der schöne schwarze Anstrich. Das Lied könnte auch im Radio laufen. Gefällt mir nicht. Aber es ist technisch gut gemacht. "Harbringer" gefällt mir da schon etwas besser. Melancholisch, gefühlvoll, eingängig, etwas schwärzer. Aber es ginge noch schwärzer. Technisch wieder top, aber mir fehlt da einfach was. Wir hören nun die allererste Single "Detox". Das erste Lied, das mir vom Sound her wirklich sofort gefällt. Und es wird endlich schwarz! Strenger Gesang, EBM, dunkler Elektro, gute Bässe, gute Geschwindigkeit. Durchaus einer Auskopplung würdig! Nur muss darauf geachtet werden, dass der Gesang nicht unter geht in den Bässen wie hier. Stellenweise versteht man RF nicht. Ansonsten aber durchaus empfehlenswert! Auch "Fill the Void" gefällt mir richtig gut. Endlich wird es mal schwarz! Tolle mitreißend packende Elektronik, super tanzbar, toll gesungen. Feine Ballade! Auch "Far from Home" punktet bei mir auf Anhieb. Man hat das Gefühl, das Album wird nach hinten raus besser. Wieder sehr geniale top Elektronik, klasse Gesang, prima Atmosphäre, eingängig, melancholisch. Gibt nix zu meckern! "Dilemma" sticht auf Anhieb sofort heraus. Eine feine leichte Piano-Note geleitet nämlich diese dunkel-romantische Perle. Für mich ganz klar ein weiterer Favorit! "The cold Spell" fällt da in ein ähnliches Schema. "The Shape" sticht dann wieder etwas mehr heraus durch eine Mischung aus dunkel-romantisch, gefühlvollem Gesang und kurzen aggressiven Vocals. Wunderschönes Teil! "Mountains" klingt dann auch wieder anders als der Vorgänger. Und es passt zu Bergen. Nein, es ertönt kein Musikanten-Stadl. Sondern eine warme, wundervolle Atmosphäre mit feinster Elektronik und tollem Gesang. Und die Thematik wird prima umgesetzt. Wie ein sonnengefluteter Spaziergang in den Bergen. "Carrousel" hingegen besticht durch Cold Synthie Pop Wave mit monotonem Sprechgesang und auch eingängigem Gesang. Auch hier wieder super umgesetzt, klingt wirklich wie auf einem schwarzen Rummel mit Karussel. Gegen Ende wird es sogar aggressiver. Gute Mischung! Beim Abschluss der regulären Tracks, namentlich "You are not here", wird es noch mal obercool. Dark Wave, Cold Wave, elektronisch verzerrter Gesang, bisschen Neo Folk, hammer Atmosphäre. Mein persönlicher Oberfavorit! Richtig schön old school und dunkel-romantisch. Der Remix-Pott startet mit "Mountains (Rob Dust Remix)". Toll gemacht, macht Stimmung, tanzbar, beide Künstler verschmelzen. So muss das! Der nächste ist "Fill the Void (Maneater Remix)" und klingt gar nicht mehr wie das Original. Vielmehr stampft es jetzt, hat ordentlich mehr Druck und ist verdammt tanzbar. Sehr geil! "Carrousel (Kayfabe Lanoise Remix)" ist dem Original sehr ähnlich, Kayfabe hat nur ein paar mehr kleine elektronische Spielereien eingebaut. Cool geworden! Kayfabe müsste man übrigens noch von Wynardtage und Hydroxie kennen. Auch "Far from Home" wurde von Kayfabe Lanoise überarbeitet. Jetzt ist es deutlich elektronischer. Auch gut gemacht und ein würdiger Kandidat für den Ausklang! Damit endet das Album nämlich. 
 
Fazit: Also es ist wirklich nach den ersten etwas für mich unvollständigen Anfängen ein echt tolles Debüt geworden. Elektronisch verzerrter Gesang, abwechslungsreich, gefühlvoll, tanzbar - was will man mehr! Und Tiefgang hat das alles sowieso. Durchaus ein Debüt, das sich hören lassen kann! Noch auf ein paar oben genannte Details achten, dann wird das hier eine richtig große Sache!
Euer Krähenkönig

Wie ihr wisst, schreibe ich ja gerne für Bands, die relativ neu oder brandneu sind. Newcomer quasi. Heute erwartet uns einer der Sorte: Vainerz. Wobei die Männer dahinter alles andere als unbekannt und neu sind. Rico Ferenc Piller kennen wir von P24 und Mario Bouvain (Mario Förster) von Bands wie n.ever.endless. Nun haben sie sich für ein gemeinsames Projekt entschieden und zelebrieren dabei Electropop. 4 Singles & EP´s liegen bereits vor sowie das 2012er Debüt-Album "Silence". 

 
Jetzt erscheint am 03.11.2017 endlich das Nachfolgewerk "Patient" mit 10 brandneuen Tracks. Wie die klingen und was die Beiden da gemeinsam zaubern, erfahrt Ihr jetzt. "Volcano" macht den Anfang. Und was für einen guten! Unterkühlte Elektronik, sehr tanzbar, knallige Beats, tolle Melodien, klasse Gesang, brennt sich sofort ein und wird direkt ein Ohrwurm! Direkt der Opener gleich ein Favorit! "Let our Love shine" glänzt durch ähnliche Attribute. Unterkühlte höchst intelligente & geniale Elektronik, obercooler Gesang, tolle Atmosphäre, berührender Refrain. Da strahlt die Liebe förmlich! "Follow the Sound" sticht danach etwas heraus. Stampfende Elektronik, EBM-Einflüsse, deutlich mehr Druck, düstere Club-Sounds, sehr tanzbar. Starkes Teil! Da folgt man dem Sound gerne, auch ohne dem militärischen Unterton! Könnte direkt aus der And One Schmiede stammen, aber auch ohne den Vergleich ist es perfekt! "Black Heart" ist dann wieder melancholischer, eingängiger, elegischer. Das schwarze Herz freut sich, das was hier gemeint ist allerdings überhaupt nicht! "Shining on" reiht sich da gut mit ein. Es ist nur freundlicher, heller, einfühlsamer. "Come down" fährt erneut höchst geniale vielseitige Elektronik auf, die diesmal monoton stampfend rüber kommt. Stimmung, Atmosphäre, Gesang recht melancholisch. Von daher sehr gut gewählter Name für diese Perle, hier kann man gut runter kommen! Noch mehr davon gibt es natürlich bei "Over and done". Und nein, es ist kein Deine Lakaien Cover! Wenn mal wieder etwas vorbei und getan ist, dürfte dieses Goldstück einen feinen Wehrmutstropfen darstellen! Vielleicht heitert es sogar auf. Toll ist es so oder so. "Rooftop" hört man Sonntag Morgen, auf dem Balkon, die Sonne geht gerade auf, es duftet nach frisch gekochtem Kaffee, schöne frische Luft, allerfeinste Natur. Oder am Meer. So geht es mir bei diesem Goldstück. Allerfeinster Electropop, der zwar stark an Depeche Mode erinnert, was aber nix schlechtes ist und auch ohne den Vergleich mit den Legenden versetzen uns die Vainerz direkt in die 80er. Mit neuem Anstrich. Das Herz- und Titelstück "Patient" ist melancholisch, emotional, packend, vielseitig, höchst elegisch. Einfach nur wunderschön und man erfährt direkt, worum es bei dem Albumnamen geht. Eines der schönsten, bewegendsten, packendsten Stücke der CD. Mit "Oblivion" wird es noch mal knallig, stampfend, dröhnend, derber, clubbiger. Tanzen wird hier zur Pflicht! Sehr geiler Ausklang! 
 
Fazit: Man hört definitiv raus, dass da Meister am Werk sind. Ihre beiderseits lange Erfahrung ermöglicht den Vainerz, eine Produktion auf höchstem Niveau abzuliefern! Die Altmeister ihres Genres werden die Scheibe ebenso sehr lieben wie die Fans vielseitigen Electros und natürlich wie ich! Gefühl, Liebe, Verlust, die aktuelle Zeit, sämtliche Emotionen, Club-Sounds, höchst intelligente geniale Elektronik - all das findet Ihr hier! Und ich finde hier nur Favoriten. Sehr sehr gutes Album und die Beiden passen musikalisch perfekt zusammen! Auch der Bandname ist perfekt gewählt, denn die Vainerz gehen direkt unter die Haut bis aufs Blut! 
Euer Krähenkönig 

Es gibt endlich neues Material von Randolph´s Grin! Bereits das dritte Album genannt "Intent" steht in den Startlöchern. Robert Andrew Bowman und Adelheid Winkler, jeweils aus Detroit und Salzburg, sind die beiden Protagonisten. Sie trafen sich in den frühen Zwanzigern (Mitte der 90er) in den Vorstädten von Detroit, als Leland City Club und The Shelter in der Innenstadt die Underground Plätze waren, um industrielle und alternative Musik zu hören. Musikalisch haben sie sich sofort verstanden, es hat sofort "klick" gemacht. Die elektronischen Kompositionen von Robert sind besonders rhythmisch, wunderschön geschichtet mit einer oft "großen" Klangqualität. Heidis vielseitige und immer feminine Vocals verleihen der Musik eine ganz eigene Menschlichkeit und vervollständigen den einzigartigen Klang. 1997 erschien das erste Album "Melt",  der Nachfolger in Form der EP "Details" drei Jahre später. Robert Andrew wohnt noch heute in Detroit, Adelheid seit 16 Jahren in Salzburg. Etliche Jahre Funkstille herrschten, 2015 veröffentlichten sie dann ihr zweites Album "Dragon Road". 

 
Jetzt ist es endlich soweit und "Intent" erblickt am 13.10.2017 das Düsterlicht der Welt. Thematisch geht es um Unbesiegbarkeit, dem Ziel des Kriegers. Einen möglichen Weg dahin hören wir nun hier und möglicherweise beziehen sich die Musiker dabei auf die Werke von Carlos Castaneda; dessen Bücher wurden in den 70ern millionenfach verkauft. Aufgenommen wurden Adelheids Parts mit dem Produzenten des Albums, Chris Harms (Lord Of The Lost) und mit Tontechniker Benjamin Lawrenz in Hamburg. „Die neuen Songs sollten sexy, geheimnisvoll und teilweise sogar auch unheimlich sein. Sie sollten eine Menge Synthesizer enthalten und größtenteils songorientiert sein“, beschreibt Heidi Winkler den Kurs der Scheibe. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt sehr atmosphärisch, fast schon heroisch. "Travel" könnte man im Sinne der Albumthematik so interpretieren, dass der Krieger sich auf den Pfad begibt, der alles entscheidet. Wunderschöner Opener, der mit allerfeinster unterkühlter, intelligenter Elektronik und wundervollem Frauengesang ausgestattet eine reizende Perle darstellt! "Ruthless". Rücksichtslos, unbarmherzig, schonungslos, rabiat, mitleidlos. So die Übersetzungsmöglichkeiten. Passt natürlich auch hervorragend in die Thematik. Man muss schließlich festhalten: nur die Kombination aus Tiefschlägen und Sonnenseiten machen einen Krieger aus! Ewiger Sonnenschein formt kein Kriegerherz! Adelheid und Robert demonstrieren das mit feinstem Cold Electro. Feines Liedlein! Stellt natürlich auch perfekt unsere aktuelle Neuzeit dar. "The Eagle" sticht dann doch etwas heraus. Es dröhnt, zischt und brodelt bei den Grins. Stampfende, verzweigte, höchst intelligent verpackte Elektronik. Kälte. Eine bittere Wärme, etwas Geheimnisvolles. All das bildet das Fundament zu dieser Granate. Adelheid wechselt zwischen eindringlichem Sprechgesang und elfengleicher Stimme. Definitiv ein Favorit meinerseits und sehr zu empfehlen! Und schon holpert die erste Auskopplung in den Raum. "Inorganic" heißt die und ich kann euch sagen: es wird ruppig! Düstere kühle Elektronik, fast schon anklagender verzweifelter Gesang. Stellenweise dröhnt und hallt es hier ordentlich. Starker Song und durchaus eine starke Auskopplung! Wer mag, darf sich gerne das dazugehörige Video zu Gemüte führen. Weiterer Favorit! "The Teacher". Egal, wen wir auf unserem Weg treffen. Es kann immer ein Lehrer sein. Für gute oder negative Erfahrungen. Aber auch negative Erfahrungen braucht es, um wachsen zu können. Alles eine Frage der Ansicht und des Umgangs. Denkt mal drüber nach. Adelheid und Robert haben es erkannt und hier wunderbar mit eingewoben. Und das in einem tollen elektronischen Kleid. Sehr gut gemacht! "Stories". Natürlich im Anschluss sehr passend. Diese schreibt das Leben, Randolph´s Grin mussten nur Stift und Elektronik in die Hand nehmen. Entstanden ist eine Geschichte, die an Elektronik längst vergangener Tage erinnert. Wechselhafter Gesang, Druck, Stampfer, eine düstere Grundstimmung. Weiterer Favorit! "Impeccability".  Einwandrei. So ist auch dieses Goldstück. Creepy Elektronik, geheimnisvoller Gesang, düstere Atmosphäre. Sehr starker Track! Natürlich darf auch die "Silence" nicht fehlen. Obwohl es hier nicht gerade leise zugeht. Aber insgesamt ist es zumindest "angenehmer" als auf den letzten Tracks. Tanzbar ist es dennoch. Adelheid hält sich hier eher zurück und lässt Robert schalten & walten. Heraus kommt ein prima Liedchen, das gehört werden muss! Ich liebe es! Auf "Somersault" hört man die Herkunft der Band deutlich heraus. Adelheid und Robert vereinen hier Mystik, Elektronik, Jazz und eine gewisse Lounge-Atmosphäre zu einem ganz eigenständigen, überraschenden Klangerlebnis. Und kommt sehr gut an! Salto, Purzelbaum, Überschlag, einen Purzelbaum schlagen, einen Salto machen, sich überschlagen heißt dieser Titel übrigens übersetzt. Randolph´s Grin beweisen also Sinn für Bewegung! Und dürfen gleich selbiges vor Freude machen, weil es so gut ankommt, was hier passiert! "Seeing". Ich überlasse es Euch meine Lieben an der Stelle, wie Ihr den Titel interpretiert. "Sehen" lassen kann sich der Track aber definitiv! Klasse Teil! Selbiges bei "Practice". Hier passt der Ausdruck: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Übung macht ihn zum Meister. Das Ganze verpackt in sexy Elektronik. Hier wird es definitiv heiß und sehr sinnlich! "Reassembling" rundet das Gesamtpaket perfekt ab. Es ist so vielschichtig und intelligent verpackt, dass ich Euch gar nicht alles beschreiben kann, was hier passiert. Hört es Euch einfach an, es LOHNT sich wirklich SEHR! Ein gelungenes "Ende" dieser packenden Thematik!
 
Fazit: Es ist einfach genial, was hier abgeht! Hier sind Profis am Werk, hier weiß jemand genau, was er tut und was er bezwecken will. Und eine riesen Portion Ahnung bringen sie ebenso mit. Die Themen, die Lyrics, die Elektronik - all das spricht dafür, dass hier Menschen beteiligt sind, die sich mit all dem auseinander gesetzt haben. Ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn die Bands mal länger brauchen. Randolph´s Grin sind ein Paradebeispiel dafür, dass es durchaus sinnvoll ist, Zeit in seine Werke zu investieren. Natürlich gibt es Bands, die es auch anders schaffen. Da soll sich keiner auf den Schlips getreten fühlen. Aber gerade für das, was Adelheid und Robert hier erschaffen haben, braucht es Zeit. Nehmt Euch selbige ruhig, um die Scheibe komplett erfassen zu können. Wer seichte Nebenher-Elektronik sucht, ist hier falsch. Atmosphärisch ja, teilweise auch getragen und wer es vermag, kann auch hier entschweben. Aber hier steckt auch Anspruch drin. Freunde des guten alten Detroit old school Sounds, der natürlich entsprechend aufgepeppt wird, werden hier definitiv fündig und wer anspruchsvolle Elektronik liebt sowieso. Ich bin happy mit dem hier vorliegenden Ergebnis und kann mich nur in aller Form bei den beiden Protagonisten bedanken. 
Euer Krähenkönig
youtube.com/watch?v=s1FvZLFRzaQ    Inorganic
André Feller ist schon lange kein Unbekannter mehr. Früher rockte er mit Sven Friedrich die Dreadful Shadows, heute unterstützt er ihn bei Solar Fake. Seit 2009 hat er nun schon seine eigene Band Herzfeind, gegründet dazumal mit dem ebenfalls ehemaligen Shadows-Mitglied Juliane. Fernab von Heile-Welt-Rock und Mädchen-Pop sollte sich ihre deutsche Musik bewegen. Heraus kam ein Cocktail aus deutscher Sprache und tanzbarer Härte. Da hier auch noch männlicher und weiblicher Gesang kombiniert wird, nannte André das schnell den "Schöne & das Biest Effekt". 2010 erschien das Debüt-Album "Menschenfresser", aktuell liegt die EP "Botox Party" vor. 
 
Man blieb aber nicht untätig und so steht seit dem 25.08.2017 das zweite Album "Schmerzverstärker" bereit. Was Euch da auf 11 brandneuen Stücken erwaret, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt mit einem Stück der letzten EP und es ist das Titelstück "Botox Party" geworden. Euch erwartet hier eine rotzige Punk-Attitüde verpackt in einen NDH Sound. Richtig feine fiese abrechnende Lyrics kommen obendrauf. Sau cooler Opener! Weiter geht es mit dem "Gutmensch", der hier attackiert wird. Und das richtig fett! Es wurde ja auch mal Zeit, dass das eine Band mal macht! Western Goth Punk nenne ich den angewandten Sound. Richtig cool! "Auf die Plätze Hetze" passt natürlich auch perfekt in die aktuelle Zeit. Lügenpresse, blinde taube Arschkriecher, stumme Folger. Egal gegen was - Hauptsache es wird gehetzt. Feindbilder gibt es mittlerweile mehr als genug. Letztendlich bestimmt das jeder selber. Herzfeind heben dafür den Mittelfinger und André keift sich die Wut aus der Seele. Top! "Ich weiß" ist ein sanfter Rocker, der einfach nur wach rütteln möchte. Der Text ist klasse, durch den Chorus wird es ein wahrer Ohrwurm. Steht auf, rebelliert, fangt an zu leben und feiert mit Herzfeind! Sie liefern Euch den passenden Soundtrack! "Paranoia" trifft den Zahn der Zeit nur noch mehr. Hier bohren Herzfeind so tief in die Wunde, dass es jeder merken muss! Wer es mittlerweile nicht mehr begreift, muss innerlich tot sein! Natürlich geht es hier entsprechend derbe zu, also anschnallen! "Evolution Baby" ist etwas zum Aufheitern für die, die noch Humor haben. Die Lyrics sind eigentlich bitterernst, aber so cool gemacht, dass man einfach lachen muss! Absolut obercool! Das müsst Ihr Euch einfach mal angehört haben! Es zeigt aber auch, dass "Evolution" und "Fortschritt" nicht immer gut ist. Der "Lolitasingeapparat" ist ein persönlicher Favorit, weil der einfach nur sau witzig, obercool und leider absolut wahr zugleich ist! Die moderne schwarze Szene spiegelt sich hier sehr gut wieder und wird richtig geil verarscht! Danke dafür! "Phobiker". Ein Lied, das einfach nur richtig geil wiedergibt, wie es sich mit Phobien lebt. Musikalisch hebt es sich extrem ab, denn es ist melancholischer, nachdenklicher, elegischer. Die Thematik wurde insgesamt sehr gut wiedergegeben, danke dafür! Wer mit Phobien lebt, wird sicher hier direkt angesprochen fühlen! Einfach nur top! Absoluter Oberfavorit! Und mein absoluter Anhörtipp! Auch "Schließ die Augen" ist heraus stechend. Ich nenne das jetzt mal ganz frech eine Goth-Ballade. Balladen sind ja nicht immer nur kitschig. Und nur, weil es Ballade heißt, ist es nicht Liebe im eigentlichen Sinne. Aber hört elber, es lohnt sich! Eine wahrlich sehr bittere Thematik wird hier zur Sprache gebracht und die Opfer bekommen ein kleines Trostpflaster. Nehmt es hin für Euch als Warnung. Ein Mahnmal. "Ignorant". Was soll man dazu noch sagen. Es wird alles gesagt! Egal in welcher Form - alle, die so drauf sind, bekommen hier richtig geil ihr Fett weg! Fuck you sage ich und danke an Herzfeind! "Sing sing" ist die absolute perfekte Abschlusshymne. Natürlich wieder mit höchst genialem Text! Man kann es einfach nur feiern! 
 
Fazit: Vorsicht - hier bekommen Viele ihr Fett weg! Goth NDH Western Punk vom Feinsten dröhnt hier aus den Boxen und André und sein Gefolge lärmen sich hier die Wut aus dem Leibe! Abrechnung mit der Neuzeit wird hier auf allen Ebenen betrieben. Und ein fetter Mittelfinger ist in jedem Track zu finden. Besonders die Lyrics sind einfach nur genial und treffend! Da geht wirklich keine einzige Kugel vorbei! Mal schauen, ob es sich diesmal jemand annimmt. Besonders die Betroffenen. Das passiert aber leider nie. Für den Rest bewegt sich aber etwas und zumindest erhellen solche Alben einem den Tag. Wer was ruhiges sucht, ist hier falsch! Alle anderen: schnallt Euch an und feiert mit mir Herzfeind! Einfach noch mal ein fettes Dankeschön für dieses Album! 
Euer Krähenkönig

Es gibt ein neues Lebenszeichen der Emil Bulls! Seit 1995 stampfen Christoph "Christ" von Freydorf und seine Mannen durch die Lande und wirbeln dabei ordentlich Staub auf mit ihrer Mischung aus Nu Metal, Crossover, Stoner Rock und Alternative Metal. Vor allem machen sie dabei viel Lärm. Letztes Jahr veröffentlichten die Jungs ihren sanften Rückblick "XX (Candleliegt)", auf welchem sie es sehr viel ruhiger angingen und Akustik-Versionen ihrer Songs darboten und über welches ich Euch berichtete. Das letzte reguläre Werk "Sacrifice to Venus" liegt nun schon 3 Jahre zurück, zwischendrin erschien noch eine weitere Best of genannt "Those were the Days (Best of & rare Tracks)". Seitdem wurde am neuen Werk gebastelt.

 
Dieses erscheint nun endlich am 29.09.2017, ist das 13. und hört auf den vielversprechenden Namen "Kill your Demons". 12 brandneue Stücke sind drauf und was viele sehr freuen wird: Fabian "Fab" Füß, 2003 - 2010 nach dem zweiten Gründungsmitglied Stefan Finauer Meister des Schlagzeugs, ist zurück auf seinem alten Posten! Was das mit den neuen Stücken macht, lest Ihr jetzt. Erstaunlicherweise fängt es auch gleich mit dem Herz- und Titelstück "Kill your Demons" an. Und das ist richtig derbe und düster! Wie man es thematisch erwartet. Ein wirkliches Befreiungsmassaker! Da haben die Bulls ihre ruhige Zwischenphase genutzt, um jetzt richtig los zu powern! Sehr guter Anfang! Direkt auch gleich eine der neuen Singles übrigens. Es bleibt fett und entladend mit der zweiten Single "The ninth Wave". Diese Welle ist wirklich zerstörerisch, befreiend, rebellierend, extrem, schreit nach Revolution und Freiheit. Reitet auf ihr mit mir und den Bulls und eskaliert entsprechend! Sehr geile Auskopplungen! Für beide gibt es auch wieder klasse Videoclips. Etwas "softer", zumindest stellenweise im Gesang, wird es mit "Black Flags (over Planet Earth)". Thematisch ist es natürlich alles andere als soft. Und Christoph macht seinem Ärger definitiv auch Luft! Warum sie diese Fahnen gehifft haben, findet Ihr durch Anhören raus. Bisher nur Favoriten meinerseits dabei und thematisch ist das hier mein persönlicher Oberfavorit! "Miss Magnetic" ist ein typischer Bulls Song. Pfeilschnell, alternative, Crossover, Nu Metal. Leichte südländische Elemente fließen hier ein. Zumindest höre ich das so raus. Das Lied macht definitiv süchtig! Das könnte ein neuer Ohrwurm der Band werden! Ich finde Christophs Gesang hier ansprechend. "Once and for all" fällt in die Kategorie Alternative Metal und entpuppt sich als wahre Hymne. Ich sehe es schon vor mir: waving arms, live, Summer Breeze, alle Arme oben. Und wer die letzten Gigs besucht hat: bei den Bulls stehen Tausende! Geiles Gefühl! Und schöne Vorstellung! Das kann ja nur gut gehen! Seht es als neue Motivationshymne, wenn die eigene Sonne nicht scheint. Es bleibt hymnisch und wahrlich übermächtig mit "The Anatomy of Fear". Wurde ja Zeit, dass das mal wer macht. Hier wird Angst verdeutlicht. Ihre Phasen, Auswirkungen, Emotionen, der Befreiungsschlag. In diesem Fall ein wahrer Hammer, der der Angst das Fürchten lehrt! Steht auf, eskaliert und springt gegen sie an! Aber nicht vergessen: Angst ist nicht nur schlecht, sondern auch sehr gut! "Mt. Madness". Die Bestie wird von der Kette gelassen. Nu Metal vom Allerfeinsten. Es dröhnt, es scheppert, es gibt Tote. Während der Berserker sich durch alles wütet, was ihm in den Weg kommt. Emil Bulls goes Korn und packen noch mehr Berserkerwut mit rein. Fettes Teil! Eine wahre Granate, die Euch zerfetzen wird! Natürlich darf auch die "Euphoria" nicht zu kurz kommen. Und euphorisch wird es hier wirklich. Alternative Metal vom Feinsten mit viel Herzblut, Gefühl und hymnisch im Abgang. "In any Chase maybe" hingegen geht wieder voll auf die 12 und legt eine heiße Performance auf die Bretter. Hier wird nach Aufstand verlangt! Fäuste hoch, Wut raus schreien, eskalieren, rebellieren! "Gone dark" ist ein verdammt zutreffender Name der nächsten Perle. Die Emil Bulls go wirklich dark! Es dröhnt, es scheppert, es fliegen die Fetzen und Christoph wütet wie eh & je! Richtig fett! "Levels and Scales". Ein Song, der definitiv aus allen heraus sticht. Eine wahre Überraschung und eine ganz besondere Perle. Natürlich auch besonders toll. Aber hört selbst, lasst Euch überraschen! Ich liebe es! Damit sind wir auch leider schon wieder am Ende angelangt. Aber dafür... gibt es eine wunderschöne und sehr leckere Praline zum Abschluss!!!! "Winterblood (The Sequel)" ist eines der BISHER GEILSTEN Stücke, die es von den Jungs gibt. Düster, mystisch, heroisch, dunkel-romantisch, entladend, super Soundtrack  für Game of Thrones, Vikings etc. Eifach. Nur. Traumhaft. Schön! Unangefochtener Oberfavorit bisher und der Platte! 
 
Fazit: Die Emil Bulls sind zurück! Und das noch stärker, mächtiger, gewaltiger, geballter, Berserker like als zuvor! Oder jemals zuvor? Das entscheidet Ihr. Auf jeden Fall lassen die Jungs ein wahres Monster von der Kette und dieses Monster ist VERDAMMT bissig! Es wird Euch wahrlich aus den Sesseln fegen, Ihr werdet aufstehen, rebellieren, kämpfen und derbe abgehen! Erinnert sich noch jemand an "The most evil Spell"? Den bekommt Ihr hier und zwar fett in die Fresse! Man spürt einfach, dass die Neuzeit auch an der Musik nicht spurlos vorbei geht und die Bulls sind richtig angepisst glaube ich! Anders kann ich mir nicht erklären, warum es hier so dermaßen eins auf die Lichter gibt! Sehr zu empfehlen und ich gehe ganz stark von aus, dass die Bulls Fans euphorisch sein werden! 
Euer Krähenkönig
Heute geht es um einen Mann, der bereits mit unzähligen Bands auf den Festival-Bühnen dieser Welt stand wie dem M´era Luna und dem Summerbreeze: Amandas Nadel, Session-, Studio- und Live-Gitarrist! Seit 2013 kocht er seine eigenen Suppen und jetzt im Jahre 2015 folgt das Album-Debüt "Sticht".
 
Alleine schon der Opener "Grinsekatze" geht voll auf die 12. Rockig, wuchtig, geniale Riffs, eine starke Stimme. Die Aussagen der Grinsekatze und die Zeilen ihres Songs werden wunderbar eingesetzt. Am Ende wird sogar miaut. Guter Anfang!
 
Das 2. Stück nennt sich "Vampir" und kommt sehr orientalisch an. Stört aber in keinster Weise, im Gegenteil es passt wunderbar zum Song. Starke Lyriks, starke Stimme mit Wiedererkennungswert - besser kann es nicht laufen! Die böse Lache am Ende musste natürlich auch einfach sein! Als Debüt-Singleauskopplung mit starkem Video definitiv eine gute Wahl.
 
Das folgende Stück "Mein Herz sagt" ist definitiv die strangste Nummer der Platte. Der Märzhase hätte dieses Stück definitiv auch als völlig verrückt eingestuft. Die Lyrics sind ziemlicher Blödsinn, was die Nummer auch recht liebenswürdig macht. Ich liebe meine Verrückten und bissel Schwachsinn muss einfach. Ob das alle so sehen, weiß ich nicht. In eine Alice-Kategorie passt sie auf alle Fälle.
 
"Hey, danke!" auf Position 4 fällt in eine ganz eigene Kategorie. Rockig, stimmig im Refrain, sofort mitreißend. Mit 5:58 ist es auch die längste Nummer der Platte. Ich finde es klasse, dass sich die einzelnen Nummern sehr unterscheiden. Nix mit Einheitsbrei, Abwechslung ist das Zauberwort! Danke dafür!
 
Mit "Die Wahrheit" kommt die erste ruhige Nummer. Verzerrter Gesang im Hauptteil, Rockröhre im Refrain, starke Lyrics. Eine richtig nette Deutschrock-Nummer eben. Die zweite ruhige Nummer ist "Männertränen", welche einwandfrei erzählt, wie Männer weinen und bringt es wunderbar auf den Punkt. Aber auch Männer dürfen weinen, um das an der Stelle mal erwähnt zu haben.
 
"Von Ewigkeit zu Ewigkeit" kommt sehr mystisch und mit typischem Rammstein-R daher. Lädt definitiv sofort zum moshen und bangen ein. Das ist ein sehr gutes Zeichen!
 
Zu "Wie du willst" braucht es kaum Worte. Starke, wahre Aussagen verpackt in eine coole Rock-Rüstung - schon ist alles gesagt!
 
Single-Auskopplung Nummer 2 "Der schwarze Mann" überzeugt ebenso sehr wie die erste. Das Kinderspiel mit dem schwarzen Mann wird sehr gut und sehr böse mit entsprechendem Clip umgesetzt. Hätte man das Kinderspiel genau so gespielt, wäre das pädagogisch nicht so wertvoll gewesen. Egal, der Shit rockt - darauf kommt es an!
 
Die schöne Rock-Ballade "Sehnsucht" ist ein wunderbarer Ausgleich für die Platte. Gefühlvoller Gesang, sehnsuchtgeschwängerte Lyrics, starke Stimme - alles, was eine schöne starke Rock-Ballade ausmacht! Danach folgen 2 Dance-Remixe der Singles der Band, die Herr Nadel selbst gezimmert hat. Es verleiht den Titeln ein zusätzlich tolles Gewand und erhält dennoch die Grundstimmung, die nur verfeinert wird. Eben genau so, wie Remixe sein müssen. War durchaus ne gute Idee.
 
Als Bonus-Track findet sich sogar die Promo-Single "Fritz die Maus". Krank, abgefahren, verrückt, lustiges Video. Kurz und knapp irgendwie ne coole Nummer.
 
Fazit: Rockig, sehr gute Stimme, genialer Gitarrist, deutscher Rock mit Herz, gehörige Portion Krankheit und Wahnsinn, Texte mit Tiefgang - das Rezept für ein erfolgreiches Debüt-Album also! Ich wünsche der Band um Herrn Nadel sehr viel Erfolg und hoffe auf weiteres Material! Empfehlen kann ich die Platte auch jedem, der die eben aufgeführten Eigenschaften mag. Have fun and stay tuned, 
 
Euer Krähenkönig
Die anderen beiden Videos sind leider nicht mehr aufzufinden
Janosch Moldau ist ein deutscher Musiker und Songschreiber aus Ulm, der seit 2004 an Musik bastelt und seit 2005 immer mal Alben auf den Markt haut. Kennen werden ihn evtl einige durch seine Support-Arbeit auf Touren von Szene-Größen wie De/Vision, Project Pitchfork, Mesh und Nitzer Ebb. 2012 kam der letzte reguläre Alben-Beitrag mit dem Namen "Lovestar". 2009 überraschte Herr Moldau sogar mit einem Remix-Werk. Im Jahre 2015 kommt nun endlich Longplayer Nummer 4 "Minor".
 
Alleine schon der Opener "Done wrong" spingt einem sofort in´s Ohr und in´s Gedächtnis. Dieser Song brennt sich definitiv ein. Erinnert vom Aufbau ein wenig an IAmX, Alphaville, A-ha und Agonoize. Das ist eine lustig klingende Mische, die aber sehr passend ist und einen zum Reinhören zwingt. Guter Anfang für eine Platte!
 
Etwas ruhiger und orchestraler geht es mit dem Herz- und Titelstück "Minor" weiter. Dieser Titel ist einwandfrei gewählt, denn er beschreibt wundervoll, was Herr Moldau will. Ruhiger Gesang, atmosphärische Klänge, etwas eigenes erschaffend. Ebenso genial, dass nicht eine Platte wie die andere klingt. Für solch jungen Künstler sehr bemerkenswert!
 
Genau so experimentell geht es auf "State of Hurt" zu. Gäbe es eine Stätte des Schmerzes, sähe sie wohl genau so aus und klänge wohl auch genau so. Herr Moldau schafft es ohne Probleme, einem wahre Kinostreifen in den Kopf zu jagen. Man leidet wahrlich von der ersten Sekunde an mit. Wie auf einer Achterbahn des Grauens, die sich langsam vorwärts schiebt. Eine geniale Dark Pop-Perle vom Feinsten!
 
Es folgt das kurze Vorspiel "Minorum", das wunderbar in "The other Side" überleitet. Eine düstere Ballade, die mich sehr an "Hunting high and low" von A-ha erinnert. Experimentell, sanft, ruhig, melodisch, Emotion pur, fast schon leidender Gesang. Einfach DAS Emotionskino überhaupt! Wunderbarer Wurf Mr. Moldau 
 
Das überraschendste Stück der Platte ist definitiv "The Harbour". Eine Nummer, die ich nicht wirklich beschreiben kann. Hört es euch an, es lohnt sich. Faszinierend, welche Magie diese Perle ausstrahlt. Wie ein Wohlfühl-Paradies für die Ohren und die Sinne. Einfach zurücklehnen und genießen!
 
"Jesus denies" schlägt direkt in eine ähnliche Kerbe. Es entstehen Klangkosmen vom Feinsten. Man möchte einfach nur abschalten, in Skandinavien mit einer Wolldecke auf dem Balkon sitzen und die herrliche Natur mit einem feinen Tee oder einer Kaffeespezialität genießen. Anhören, träumen, Alltag aus!
 
Den Abschluss bildet das längste Stück der Platte "We both feel minor". Die Krönung einer Platte, die einem Klangtraumfänger gleicht. Einfach wundervoll, schwebend, große Synthie-Teppiche tragen die sanfte Stimme Janosch Moldaus dahin, wo man hin will. Alles erscheint leichter und einfacher. In der Mitte wird es sogar mal eine Spur schneller. Besser kann so ein Meisterwerk nicht aufhören!
 
Fazit: An dieser Stelle möchte ich ein fettes Dankeschön und meine Bewunderung an Herrn Moldau aussprechen! Selten hat mich ein Album so gefesselt wie dieses. Ich bin verliebt und kann gar nicht genug Lob aufbringen. Denn egal was man sagt, es reicht nicht, um diese Perle zu ehren! Pflichtkauf für alle, die gerne auf Reisen gehen, ohne dafür aus der Tür treten zu müssen!
Euer Krähenkönig
Florian Grey (Ex-Sänger und Komponist von Eves End) veröffentlicht die Tage nun endlich sein Debütalbum! Produziert wurde "Gone" von niemand geringerem als Chris Harms, Sänger von Lord of the Lost. Man darf also gespannt sein, was diese beiden genialen Köpfe da zusammen gezimmert haben. Momentan supportet Mr. Grey ja auch Lord of the Lost auf ihrer Tour.
 
Alleine schon Titel 1 mit dem Titel "My Fear" trifft genau in´s schwarze. Relativ sanfte Nummer, teilweise markerschütternde Schreie, herrlicher dunkler Männergesang. Mich überzeugt die Nummer von der ersten Sekunde an.
 
Weiter geht´s mit einem Titel, der den wundervollen Namen "Laudanum" trägt. Vom Aufbau erinnert die Nummer sehr an die großen Goth Rock-Legenden mit einer Portion Klassik und Neuzeit. Getragen, ruhig, gefühlvoll - alles, was ne schöne Nummer braucht. Für einen gemütlichen Abend zu zweit perfekt.
 
Nahtlos über geht es direkt in "Strange Ways". Für mich eine Nummer, die sich schwer in Worte fassen lässt. Es ist in jedem Fall eine sehr interessante Perle, die sich in Dark Pop Gefilden sehr wohl fühlen wird. Daumen hoch, kann ich nur empfehlen!
 
Das kürzeste Stück findet sich mit "Demons". Kurz, bündig, klavierbegleitet, an ein Gedicht erinnernd. In der CD-Beschreibung steht sogar, dass es ein Gedicht sein soll. Mich begeistert es auf alle Fälle jetzt schon. Etwas länger, dafür aber in der selben Kategorie befindet sich "Suffering".
 
"A black Symphony" im Anschluss hat seinen Namen auch mehr wie verdient. Eine Akustik-Gitarre und langsam steigernde Drums leiten diese Gothic-Oper ein. Teilweise an Lacrimosa und alte Nightwish-Sachen erinnernd, wird gerade diese Perle sehr schnell Fans finden. Ich drücke Mr. Grey dafür auf alle Fälle die Daumen und wünsche viel Erfolg!
 
Meine Lieblingsnummern sind definitiv "In Control" und "The Way I die". Wunderschön, große Emotionen, großes Kino, erinnert an The 69 Eyes und ist trotzdem was ganz eigenes. Einfach ein Traum und man gleitet in die eigene Traumwelt. Vielen, lieben Dank dafür!
 
Mit dem Herz- und Titelstück der Platte "Gone" endet diese wunderschöne CD leider auch schon wieder. Eine weitere Gothic Oper, die keiner weiteren Worte und Beschreibungen verlangt. Düster, klangvoll, gefühlvoll, wunderbarer Gesang. Einfach nur derbe genial!
 
Fazit: Die Shows von Mr. Grey auf der LOTL-Tour sind definitiv Pflicht ebenso wie diese Platte! Für´s erste Album echt der große Wurf schlechthin und ich erwarte mit großer Freude weitere Glanzstücke. Danke dafür an Florian und Chris!
 
Düstergrüße & stay tuned, euer Krähenkönig
Nun ist sie da - die brandneue EP von Enter And Fall! Nach der letzten Platte "Isolation" (veröffentlicht im Februar 2014) geht es nun brachial weiter für die Jungs um David Goldhammer.
 
Los geht´s mit dem Herzstück der EP "Breaking out (extended)" und diese beweist, was die Jungs alles drauf haben. Brachial, sofort im Ohr, großes Kino, große Emotionen, sehr gute Lyrik, toller Gesang von David. Entgegen dem englischen Namen des Stücks wird sogar auf deutsch gesungen. Wunderbare Nummer!
 
Weiter geht es mit "The Things you never did". Eine Nummer, die einem Mut macht. Alles, was man nie tat und doch machen wollte, alles unausgesprochene, alles nicht gelebte - lasst es raus! Und wenn ihr Angst davor habt, glaubt an euch selber! Man brauch keinen riesigen Kreis, selbst Wenige und dafür die Richtigen machen viel mehr aus. Danke für diese Nummer! Ich finde es faszinierend, wie David es schafft, das Herz direkt zu besingen. Man ist sofort im Titel drin und fühlt sich einfach nur gut. Ein besseres Feedback kann eine Band und vor allem eine so "junge" wie Enter And Fall glaube ich fast nicht bekommen. 
 
Mit der Nummer "Blind" wird es das erste Mal etwas brachialer. Tiefere Keys, derbere Vocals, der Rhythmus wird etwas angezogen. Eine Nummer, die die Tanzfläche definitiv attackieren wird - mit einschlagender Macht!
 
Die Thematik, die bei "The Things you never did" angesprochen wurde, wird nun mit "All the lost Friends" weiter geführt. Gehen Leute verloren, scheint es meist ein großer Verlust zu sein. Besonders bei denen, die man arg in´s Herz geschlossen hatte. An der Stelle sei euch gesagt: Hätten eben jene einen ebenso sehr in´s Herz geschlossen, wären sie wohl noch da. Ewige Demokratie ist kacke. Manchmal müssen Tassen fliegen und eine Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt werden. Gehört dazu und wird genau so textlich wieder gegeben. Einfach nur großartig!
 
Mit "The wild Boys" hat es sogar eine Cover-Version vom großen Klassiker von Duran Duran auf die EP geschafft. Ich bin nicht der größte Fan von Covern, aber diese liebe ich. Ich mag Cover, die den Eindruck erwecken, sie kämen aus der Feder der Covernden und dennoch Tribut an das Original zollen. Das haben die Jungs geschafft und ich finde das Cover sogar fast besser als das Original! Toller Abschluss der EP.
 
Der Rest sind 2 Club Mixe und Remixe namenhafter Künstler. Rob Dust, readjust, The Eternal Afflict, FGFC820 und Sixty64Four schaffen es, den Songs ihren eigenen Stempel aufzudrücken und unterstützen deren ursprüngliche Klasse. Gute Arbeit!
 
Fazit: Eine rundum geile EP, die definitiv von der ersten Sekunde an zündet, in´s Ohr geht und sich dort verankert. Eine EP, die die Wartezeit auf den nächsten großen Wurf der Jungs sehr schön versüßt.
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=lhXOkyyCHCU    Breaking out (extended)
Endlich, nach 2 Jahren Wartezeit ist er endlich da - der brandneue, 13. Hammer von Orange Sector! Seit 1992 schmeißen die Herren Lars Felker und Martin Bodewell regelmäßig EBM-Bretter auf den Markt und auch dieser wird hart einschlagen!
 
Alleine schon der Anfang ist vielversprechend. "Braindead" kommt in typischer OS-Manie daher und die Herren beweisen, dass auch im Jahre 2015 noch mit ihnen gerechnet werden kann. Live wird dieses Stück garantiert den Weg in die Songauswahl finden. In die selbe Kategorie sortiere ich auch Titel 4 mit Namen "Burn in Hell" ein.
 
Stark weiter geht es mit dem Song "Monoton", der gesanglich deutlich härter daher kommt und die Lyriks werden deutlich angezogen. Ich möchte an der Stelle einige Zeilen aus dem Refrain als Beweis dafür aufführen: "Wir schwimmen gegen den Strom, mono monoton ist unsere Antwort auf eure Reaktion!" Damit ist denke ich alles gesagt und die Tanzfläche darf betreten werden!
 
Auf Position 3 findet sich das vorveröffentlichte Stück "Glasmensch", welches sehr eindeutig die aktuelle Situation der sozialen Netzwerke offenlegt. Wer glaubt, dass das, was er tut, durch gewisse Einstellungen "geschützt" ist, wird hier eines besseren belehrt. Vielen Dank für diesen geilen Track, auch eine sehr gute Auswahl zur Vorstellung der Platte und ganz klarer Favorit! Eine ebenso klare Message bietet "Das erfrorene Herz", welches mich persönlich sehr anspricht und einfach ne sehr tolle Nummer geworden ist.
 
Das erste schnelle Lied findet sich mit "Rebell" auf Position 5. Schnell, geradlinig, gute Lyrik, ein Tritt in die Fresse, Tanzbefehl der obersten Klasse, Live-Garant und Favorit der Platte neben "Glasmensch" und "Das erfrorene Herz". Einfach nur geil! Genau so schnell und derbe geht es weiter mit "Protest", der dem vorherigen Titel in nix nachsteht.
 
Auf Position 8 findet sich "Wir sind Mensch", was eindeutig keiner weiteren Beschreibung bedarf. Der Mensch beschrieben in wahren Worten, sein Streben, seine Forderungen, das was ihn ausmacht. Starkes Stück!
 
Mit "Z.O.M.B.I.E." (liest sich auch genau so) findet sich das düsterste und bedrohlichste Lied der Platte. In typischer Zombie-Manier wird hier der Untote gefeiert, wie es sich für Zombies gehört.
 
"Das letzte Lied" ist wahrlich auch regulär das letzte Lied der Platte. Definitiv die coole Sau im Repertoire. Ganz klar wird gesagt: Orange Sector sind Kurzhaar-Indianer-Gang und keine Facho-Nazi-Band! Besser kann man es gar nicht beschreiben. Danach finden sich noch der fucking lies Remix von "Burn in Hell", der Club Mix von "Rebell" und Martins überarbeitete Form von "Sturm". 
 
Fazit: Ein rundum geiles Album, was vor klaren Messages nur so strotzt und den Herren einen festen Platz an der Spitze des deutschen EBM und im generellen EBM-Olymp sichert! Weiter so!
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=tuhok1pVM88    Sturm (Martin Bodewell Remix, vertreten auf Digital Infaction Vol. 1)
Es ist mittlerweile Tradition, dass jedes Jahr (ausgenommen 2011) ein neues Album von Error Enter Exit erscheint. Somit auch Album Nummero 8 (seit 2007!!!) mit dem Titel "Disziplin". Seit 2011 als Vierer-Gruppe unterwegs, werden die Mannen um Sänger und Kompositionist Andreas Schwandtke auch mit dieser Platte überzeugen.
 
"Berlin" ist nach meiner Meinung das monumentalste und schönste Lied der Platte. Gleichzeitig mit 7:23 auch das längste. Monumental, sphärisch, instrumentale Einleitung, eine wahre Liebeserklärung an die deutsche Hauptstadt. Echt klasse und definitiv Respekt und danke dafür!
 
"Black Wedding Day" ist eine weitere Hymne auf der Platte. Ich würde sie in eine Reihe mit "Berlin" stellen. Wenn ich nicht wüsste, dass dieses Album 2015 entstanden ist, könnte man beim Anhören echt meinen, man höre eine Platte aus den 80ern / 90ern. Solche Dark Wave Perlen aus dem Hut zu zaubern, muss man erst mal schaffen! 
 
Mit der Nummer "Das Seelenkleid" geht es etwas düsterer zu. Härtere Synths, ein hartes Schlagzeug im Refrain, derbe Vocals und klare Worte von Andreas. Eine Nummer, die auf die Tanzfläche zwingt und sich in die Hörwindungen bohrt, um sich dort einzunisten!
 
"Der Stein" bringt wieder etwas mehr Ruhe und dennoch genau so viel Tanzbefehl mit. Sogar der Gesang wird etwas melancholischer. Ich finde die Mische aus deutschen und englischen Texten sehr gut gelungen und für jeden ist was dabei. Textlich geht es um ein Seelen-Zwillings-Paar, das es irgendwie nicht schafft, zueinander zu finden und wenn es in diesem Leben nix wird, so wird es ein anderes. 
 
Eine weitere heraus ragende Nummer ist das Titel- und Herzstück "Disziplin" und ist auch die düsterste Nummer des Albums. Ein wahres Fetish-Electro Feuerwerk, das keine Fragen offen lässt und seinen Tribut fordert! Keine Gnade, kein Erbarmen und geschaffen für die härteren Stunden zu zweit. Dieses Brett wird definitiv im Bett sowie auf den Tanzflächen der Düsterdiscos für Aufregung oder besser formuliert für freudige Erregung sorgen. 
 
Straight nach vorn geht auch "Du bist wie Rotwein". Wechselnde Stimmungen zwischen Hoch und Tief erzeugen die richtige Atmosphäre für ein Candle Light Dinner auf Gothic-Art. Sarkastisch, böse, eine schwarze Liebeserklärung quasi. Für´s erste Date vielleicht eher unpassend, ansonsten cooler Track.
 
Das "Matrosenlied" bedarf wahrlich keiner weit greifenden Beschreibung. Vom Aufbau erinnert es an Rummelsnuff und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es live mit dem Schwergewicht des EBM umgesetzt werden kann. Textlich perfekt an das Leben eines Matrosen und die wechselhaften Stimmungen des Meeres angepasst. 
 
Das Electro-, Dark Wave Brett "Seelenpolizei" lässt auch keine Fragen mehr offen. Düster, straight nach vorn, starke Lyrics, derbe Vocals - alleine der Name sagt alles. Der Mittelfinger an alle, die meinen, sie könnten die Seelenpolizei spielen und über jemanden herrschen. Das sieht die eigene Seelenpolizei nicht gern und macht das im Text überdeutlich klar.
 
Fazit: Ein geiles Album, bereits jetzt schon auf meiner persönlichen Top-Liste der Alben dieses Jahr. Feinster Dark Wave, gute Mische aus hart und soft mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Danke Jungs, weiter so! 
Euer Krähenkönig
Bereits seit November 2011 existiert die Band Sündenrausch. Zu der Zeit noch als Komplett-Band unterwegs gewesen, wurde die erste EP veröffentlicht. Nun erscheint das Debütalbum "Sündstoff" des Songwriter-Duos Kira Hempel (für den Gesang verantwortlich) und Michael Albers.
 
Bereits Titel 1 mit dem Namen "Brenn" legt ordentlich vor. Schnell, geradlinig, harte Lyrik und hysterisches Geschrei im Refrain. Sündenrausch machen hier eindeutig klar, was Sache ist. 
 
"Ewig verbunden" auf Position 2 macht nach der vorherigen Nummer erst mal Pause und läuft eindeutig ruhiger. Sanfte Instrumente, feine Melodien, gefühlvoller Gesang von Kira. Wo vorher thematisiert wurde, wie sehr das besungene Ich jemanden hasst, wird nun von zwei Menschen erzählt, die durch ihre Wunden ewig verbunden sind. Eine durchaus schöne Nummer, gleichzeitig das längste Stück und schon jetzt eindeutiger Favorit der Platte. 
 
Titel 3 nennt sich "Feuerregen" und zieht wieder etwas mehr an. Besonders beeindruckend finde ich das Stimmspektrum von Kira, die mal gefühlvoll, mal derbe rockig und dann wieder hysterisch schreiend daher kommt.
 
"Heroin" auf Position 4 sticht ganz besonders heraus. Fast schon hymnisch kommen die Instrumente und der Gesang daher. Ein Lied, das die Auswirkungen des Gefühls Liebe sehr gut beschreibt. Favorit Nummer 2 und lohnenswert!
 
"Heute Nacht" befindet sich auf Position 5 und vereint etliche Elemente. Ein bisschen Oomph!, ein bisschen Mantus, leider erkennbare Ähnlichkeit mit Lafee. Wäre letzteres nicht, wäre das eine coole Nummer. Leider etwas enttäuschend. Schade, wäre mehr möglich gewesen.
 
"Hier und Jetzt" punktet dann doch wieder etwas mehr. Gute Lyrik, gute Instrumentierung, gute Thematik. Hat schon fast Ohrwurm-Qualität und überzeugt beim zweiten Hören garantiert noch mehr. 
 
"Lüg mich an" ist die zweite Überraschungsnummer der Platte. Eine ruhige Gitarre leitet zusammen mit Kira in eine ruhige Rocknummer ein, die man fast schon als düster angehauchten Kuschelrock bezeichnen könnte. Eine weitere Nummer, mit der Sündenrausch punkten können. In die selbe Kategorie fällt auch die traurig-schöne Nummer "Narben".
 
Auf Position 9 befindet sich die Nummer "Poesie" und entpuppt sich als traurig-schöne Klavierballade. Eine Nummer, die definitiv großes Potenzial hat. Gleichzeitig ist es auch das kürzeste Lied mit gerade mal 1:37.
 
Das Schlusslicht bildet "Wahnsinn" und rundet die Platte gut ab. Düster, rockig, wahrlich wahnsinnig, geradlinig, gute Lyrik, abwechslungsreicher Gesang. Daumen hoch dafür!
 
Fazit: Diese Platte wird definitiv erst nach dem 3., 4. Hörgang erst ziehen. Für zwischenrein mal ganz nett anzuhören, dennoch leider nicht wirklich komplett überzeugend. Mich persönlich haut es nicht vom Hocker und ich hatte mir mehr erhofft. Besonders schade finde ich es, dass es wirklich wie eine leicht düster angehauchte Version von Lafee klingt. Damit werden sie auf dem schwarzen Sektor nicht wirklich Fuß fassen können. Ich hoffe für Sündenrausch, dass folgende Alben eine Besserung aufzeigen. 
Euer Krähenkönig
Endlich ist es da - das brandneue Werk der Karlsruher Legende Illuminate! Seit 22 Jahren sind die Jungs und Mädels um Mastermind Johannes Berthold schon aktiv und werden seit dem auch geliebt und gefeiert. Nun erscheint der neue Longplayer Nummero 14 (+ 2 Best of Alben) "GeZeichnet". Für mich ist es an dieser Stelle eine sehr große Ehre, für eine meiner absoluten Favoriten-Bands und Helden eine Rezension schreiben zu dürfen.
 
Titel 1 ist das Intro, das sehr düster und erdrückend heran gerollt kommt und sich dann in eine sanfte Melodie ergießt, die dem Hörer sofort in´s Ohr geht. Von der Gewalt der Melodien durchaus mit der Kraft des Meeres vergleichbar und ebenso wechselhaft wie traumhaft schön.
 
Titel 2 trägt den gleichen Namen wie das Album, nämlich "GeZeichnet" und kommt etwas rauer daher. Etwas härtere Gitarren, aggressiveres Keyboard und fast schon wütender Gesang im Wechselspiel zwischen Johannes und Sylvia machen eindeutig klar, warum das Album genau so heißt. So heißt es im Refrain: "Gezeichnet mit den Narben des Lebens sind wir". Das sagt definitiv alles. Ein Lied, das die täglichen Tücken des Lebens offen legt ebenso wie den Krieg gegen das eigene Umfeld und sich selbst.
 
Titel 3 nennt sich "Wir sind okay!" und beginnt um einiges ruhiger und entspannter. Eine sanfte Gitarre leitet in eine sehr schöne Rock-Nummer ein. Den Gesang übernimmt Sylvia, den Refrain übernehmen beide. Textlich geht es um eine Trennung, die zwar für die besungenen Ichs das Beste ist, aber los lassen scheint schwierig. Zum einen wird die Nähe des Anderen verlangt, im nächsten Moment soll er endlich verschwinden. Und als sich beide wieder treffen, ist die Einsicht gewonnen "wir sind okay!" Es bleibt dennoch der Eindruck, dass diese Trennung eigentlich nicht gewollt ist und der eine Part sich einredet, dass alles ok ist. Wunderbare Nummer, direkt aus dem Leben gegriffen und für mich eine ganz besondere Nummer mit privaten Erlebnissen dieser Art. Danke für dieses Lied!
 
Titel 4 nennt sich "In leeren Räumen" und fängt etwas bedrohlich an. Man bekommt das Gefühl, in einem kalten, spärlich beleuchteten Gang zu stehen. Plötzlich... ein Funke, der eine harte Rock-Nummer weckt. Getragen vom Wechselgang beider wundervoller Stimmen wird von einem Ich erzählt, das verlassen wurde. Ich finde es wundervoll, wie Illuminate es IMMER WIEDER seit 22 Jahren schaffen, den Hörer direkt anzusprechen. Sie sprechen einem direkt aus der Seele, als würde die Seele frontal angesungen werden. Einfach immer wieder genial und faszinierend! 
 
Titel 5 nennt sich "Glaubst du" und beginnt mit einem wunderschönen Klavier. Unterstützt wird diese wunderschöne Melodie, die an das Intro erinnert, vom wunderschönen Gesang von Sylvia. Textlich werden Fragen gestellt, die die Welt bewegen. Es sind manchmal einfach die kleinen Dinge, die die Welt bedeuten. Diese sollte jeder für sich finden, denn genau diese kleinen, unscheinbar wirkenden Dinge können die stärksten Haltegriffe sein.
 
Titel 6 nennt sich "Ich lass dich nicht mehr los" und beginnt sogar mal sehr elektronisch. Da macht das Electro-Herz einen Hüpfer. Den Gesang übernimmt hier Johannes und macht eindrucksvoll klar, was der Titel bereits verspricht. Gegen Ende schaltet sich auch Sylvia mit ein. Eine Person, die einem das Gefühl gibt, vom Himmel direkt gesandt zu sein und für die man alles tut. Wenn alles stirbt und niemand bleibt, einer ist immer da. Eben so eine Person wünsche ich jedem.
 
Titel 7 trägt den Titel "Die ersten Tropfen fallen" und beginnt erneut mit einem traumhaft schönen Klavier. Textlich erzählen Sylvia und Johannes von 2 Menschen, die sich jahrelang kennen und dennoch fragt sich der eine Part, was mit dem anderen passiert ist. Es regnet schon und die letzten Chancen sind vergeben. Um zu verdeutlichen, was ich meine, möchte ich die Abschluss-Zeile zitieren: "Nimm doch die Kälte und Nässe in Kauf, denn dem Regen bist du doch völlig egal". Ich glaube, alleine dieser Abschnitt sagt alles.
 
Titel 8 nennt sich "Neue Regel" und ist eine weitere, herrliche große Rock-Nummer. Textlich geht es um eine Person, die gelebt hat, alles gab, alles nahm, alles bereut, nach letzter menschlicher Nähe verlangt und ihr letztes Kapitel schließt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Mehr bietet nur das Hören, das ich jedem an dieser Stelle sehr an´s Herz lege 
 
Den Abschluss bildet "Fernab des Weges" und ist das Gesamtkunstwerk vom Intro. Es geht um eine mentale Stadt, die sich 2 Menschen errichten. Eine wahre Feste, von ihrer Herrlichkeit Babylon gleich. Ein Part verlässt dieses Monument und kaum ist er weg, stirbt das Paradies und Babylon liegt in Trümmern. Nur Ruinen bleiben. Eine wunderschöne Nummer, die das Album hervorragend beendet und von Johannes gesungen wird.
 
Fazit: Ich liebe dieses Album jetzt schon, zähle es jetzt schon zu meinen Favoriten der Illuminate-Diskografie (wobei die Wahl scheiße schwer fällt, denn jedes Album ist geil) und ich freue mich auf die nächsten 22 Jahre! 
 
Euer Krähenkönig 
Endlich ist es da - das neue Album von A Life Divided! Die Mannen um Sänger und Eisbrecher-Gitarrist Jürgen Plangger veröffentlichen mit "Human" das fünfte Meisterwerk, wovon 3 dieser Meisterwerke über AFM/Soulfood veröffentlicht wurden und die ersten beiden in reinem Eigenvertrieb.
 
Alleine schon die Nummer "Believe" besticht durch die typische ALD-Atmosphäre. Knallende Drums, große Emotionen entstehen lassender Gesang von Jürgen, schnelle Gitarren. Einfach ein derbes Rockbrett! Über die Zeit haben sogar die elektronischen Elemente zugenommen, was ich sehr geil finde.
 
Ein weiteres Brett findet sich mit der Nummer "Burst". Einleitend düstere Synths, schnelle Gitarren, derber Gesang, derbe Lyriks, ein definitiver Anwerter auf die Live-Shows!
 
"Could you" ist jetzt schon einer meiner Favoriten der Platte. Mal was komplett anderes, bietet diese Nummer doch eine Erweiterung im Klangkosmos der Truppe. Elektronisch überarbeitete Vocals, elektronischer gehalten, bombastischer Refrain. Einfach geniale Nummer! In die selbe Kategorie fällt "Drive", was stark an Linkin Park erinnert und genau so gut funktioniert. 
 
Richtig auf´s Gaspedal steigt die Nummer "Happy End". Hier ziehen die Jungs derbe an und holen alles aus ihren Instrumenten und sich heraus. Das MUSS in´s Live-Programm, die Fans werden ausrasten und die Haare dauer rotieren! Einfach nur geil! 
 
Natürlich ist auch die Single "Inside me" vertreten, zu der es auch ein sehr gutes Video gibt. Gute Wahl der Auskopplung, da diese Nummer alles sagt, um was es bei ALD geht und das Album sehr gut repräsentiert. Schönes Lied!
 
Mit "Lay me down" findet sich ein weiterer Hitgigant auf der Platte. Erinnert mich sehr stark an die letzten Balladen von Linkin Park und sind doch etwas ganz eigenes. Großes Kino, große Emotionen. Damit hat eine feine Ballade auch den Weg auf die Platte gefunden. 
 
Natürlich findet sich auch Auskopplung Nummer 2 "My Apology" hier. Gefühlvoll, eindringlich, nach Vergebung flehend. Eben genau so, wie eine Entschuldigung ablaufen sollte. Wunderschön!
 
Fazit: Ein sehr geiles Album, was die Jungs da gemacht haben! Die Erfolgswelle reißt nicht ab und wird neue Opfer fordern! Weiter so, top! 
Euer Krähenkönig
Endlich ist es draußen - das neue Album von Mind.In.A.Box! Drei Jahre hat sich die österreischiche Elektromacht um Mastermind Stefan Poiss Zeit gelassen. Nun erscheint mit "Memories" der nächste große Angriff auf die Traumwelten und die Tanzflächen. Interessant finde ich, dass kein Album wie das andere klingt. Alle durch die Bank weg einsame Spitze und jedes ist großes Kino für sich. Eine Eigenschaft, die nicht viele Bands teilen. Bei Album Nummer 7 zieht sich wie ein roter Faden eine faszinierende Geschichte, die mit jedem weiteren Stück fulminanter und düsterer wird. Wo vorher noch helle Synthesizer, fast schon fröhliche Gitarren und muntere Drums herrschen, folgt düstere Elektronik, tiefe Gitarren und bedrohlich klingende Drums. 
 
 
Schon der Opener "Travel Guide" verspricht viel. Ein flüsternder Erzähler leitet in einen grandiosen Song, der von der ersten Minute an mitreißt und sich gegen Ende hin immer mehr steigert bis zum finalen Höhepunkt. Fast wie ein Soundtrack zu einer gewaltigen Naturdokumentation mutet dieses erste Stück an. Am Anfang eher elektronisch, mischen sich schnell Gitarre und Schlagzeug ein, die große Emotionen mitbringen. Großes Kino, dem 4:48 min durchaus gerecht werden.
 
Titel 2 trägt den Titel "I knew" und präsentiert MIAB, wie wir sie kennen und lieben. Der typisch elektronische Gesang, minimalistisch gehaltene Elektronik, die dennoch große Emotionen in sich trägt. MIAB legen erneut noch eine Schippe drauf. Die selben Attribute treffen auch auf Titel wie das 5:42 Kleinod "Unforgiving World" zu. Am Ende dieses Stücks hört man auch mal eine ganz andere Klangfarbe des Herrn Poiss, der diesen Titel sehr gefühlvoll ausklingen lässt.
 
Besonders hevorheben möchte ich "No Hope", welches sich auf Position 4 des Albums befindet. Eines der längsten Stücke auf dem Album, rein instrumental, sofort mitreißend. Eine Nummer, die sowohl zuhause als auch im Club funktioniert. Mind.In.A.Box regen einfach zum träumen und gleichzeitig zum tanzen ein. Ein wahrer Ohrenschmaus und Appetizer - gar keine Frage. 
 
Das Endstück bildet der Titel "5ynchr0ni7e". Wo das Anfangsstück noch hell und freundlich daher kam, kommt der Ausklang sehr düster und bedrohlich rüber. Dem Sprecher wird bewusst, was er getan hat und dass die Katharsis weit entfernt scheint. Die Welt in den Armen der Maschinen - Maschinen, die wir selbst geschaffen haben. Ein genialer Soundtrack für Filme wie "Sin City" oder auch Matrix. An eine Mischung aus beiden Streifen denke ich automatisch, während ich es höre. Durchaus berechtigte 6:05 und nachvollziehbar länger als Titel 1, da beide Titel die Geschichte einer Person erzählen, die aus ihren Erinnerungen an eine Welt vor den Maschinen spricht. Daumen hoch dafür und fettes Lob! 
 
Fazit: Dieses Album fordert zum Kauf und das ist verdammt noch mal auch mehr wie berechtigt! Lässt man sich von der Musik mitziehen und schließt die Augen, so hat man das Gefühl, man sehe einen Endzeitfilm mit hoch emotionalen Achterbahnfahrten, die himmelhoch schießen und mit jedem Kapitel immer tiefer fallen. Wäre es kein Album, könnte es definitiv eine DVD sein. So ist es der Soundtrack zu eben jenem düsteren Streifen und ein weiterer Höhepunkt auf der Erfolgsleiter von Mind.In.A.Box! Weiter so Jungs!
Euer Krähenkönig 
Der Opener der Single ist natürlich "Abgebrannt (in your Face)" und ist ein wahrer Tritt in die Fresse! Harte, knallige Beats; unmissverständlich klare Lyriks von Jens und aggressiver Gesang. Alles, was ein Club-Track braucht. Das Monster wird die Tanzflächen abreißen, wieder neu aufbauen und noch mal voll ends vernichten! Einfach nur geil!
 
Titel 2 nennt sich "Feuer (straight)" und fängt um einiges ruhiger und getragener an. Wo vorher eher harte Electro- und Industrialbeats herrschten, dröhnt nun ordentlicher EBM aus den Boxen. Dennoch gehen die Lyrics immer noch voll auf die 12 und straight in your Face. Gesellschaftskritisch hoch 10 inklusive Mittelfinger gegen alles und jeden. The Firm machen definitiv vor nix halt und werden alles, was sich ihnen in den Weg stellt, niederwalzen!
 
Titel 5 nennt sich "Abgebrannt (burn it down)" und ist wie schon bei Titel 7 die kleine, liebere Schwester das Gegenstück zum großen, bösen Bruder. Etwas ruhiger gehalten, dennoch straight geradeaus und nicht weniger aggressiv. 
 
Titel 7 nennt sich ebenso "Feuer", diesmal aber mit dem Zusatz "beat" und ist definitiv die kleine, liebere Schwester zu Titel 2. Minimal gehaltenere Elektronik, verzerrte Vocals, etwas ruhiger. Dennoch nicht weniger gesellschaftskritisch, da ja der selbe Text. 
 
Den Rest bilden Remixe von namenhaften Künstlern. Grendel, Ivardensphere, ES23 und Noisex veredeln die Tracks auf ihre ganz eigene Art und Weise. Ein definitiver Ohrenschmaus und einfach nur Pflicht für jeden Fan derben Electros. Das ist nix für schwache Jungs und Weicheier. Eine neue Pflichtband für jeden anständigen Düsterschuppen meiner Meinung nach. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=-6JityC04y8    Abgebrannt (in your Face)
Ein wunderbares Hörbeispiel wäre Song Nummer 2 mit dem wunderschönen Titel "Laughing", der getragen und hymnisch rüber kommt mit den Stimmen der beiden Sänger. 
 
Song Nummer 3, namentlich "In the cloud", möchte ich persönlich hervor heben, da ich als großer und treuer Fan doch sehr positiv überrascht bin. Der Hauptteil eher elektronisch gesungen gehalten, steigert sich das Lied im Refrain zu einer wunderschönen Ballade. Herzlich, ergreifend, stimmlich dem Ohre schmeichelnd - was will man mehr.
 
Das Endstück "I´ll find" ist ein herrlicher Ausklang für dieses Goldstück, das im wahrsten Sinne des Worte wirklich den krönenden Abschluss bildet. Gleichzeitig auch das längste Stück auf der Platte mit unglaublichen 6:42 und dennoch ein Ohrwurm, dessen Länge mehr als verdient ist. Zweitlängstes Stück der Platte "End of words", eine Herzschmerz-rockige Nummer, die durch Marcus Meyns wundervolle Stimme besticht. Eben jene scheint wunderbar für solche Rocknummern geeignet zu sein wie schon auf vorherigen Alben eindrucksvoll bewiesen wurde. Ich würde mir gerne mindestens 2 solcher Nummern auf einem kömmenden Longplayer wünschen.
 
Letzendlich würde ich das Album eher für einen gemütlichen Sonntag oder einen entspannten Feierabend empfehlen, da "Greyscale" für mich eher ein Zuhause-Album ist. Das bestätigen auch Titel wie das rein instrumental gehaltene "Dark grey" als Forsetzung des Instrumentals "Light grey". 
Euer Krähenkönig
PS: Meine ersten Gehversuche im Rezensions-Bereich!