Endlich ist es da - das brandneue, 8. Album von Mono Inc.! Zwei Jahre nach dem Erfolgsalbum "Nimmermehr" erscheint nun "Terlingua", das den Jungs und dem Mädel um Frontmann Martin Engler den nächsten großen Wurf bescheren wird.
 
Bereits Titel 1 mit dem Namen "Mondschein" überzeugt von der ersten Sekunde an. Melancholisch, balladesk, traumhaft schöner Gesang, einfach eine geniale Nummer und ein perfekter Einstieg. Mono Inc. haben definitiv ein Händchen für wunderschöne Balladen. In gleicher Reihe steht auch "Never-ending Love Song" auf Position 2. Ich freue mich auf die Live-Umsetzung und den Gig auf dem diesjährigen WGT!
 
Auf Position 3 findet sich das erste härtere Stück der Platte mit Namen "Heiland". Düstere Lyrik, schnellere Instrumente, um Erlösung flehender Gesang im Refrain. Ich persönlich finde es genial, dass nach einer komplett in deutsch gehaltenen Platte nun auch einige deutsche Nummern ihren Weg auf die Alben finden. Nach genau diesem Prinzip darf weiter gemacht werden!
 
Ich finde es genial, wenn Bands regemäßig was neues ausprobieren und es ihnen genau so gut geklingt. Mono Inc. sind eine dieser Bands und beweisen das auch auf dem neuen Silberling. Ein gutes Beispiel dafür liefert "It never rains" auf Position 4. Erinnert ein wenig an Gothic Country Rock, was ja auch schon das Cover und die Promo-Bilder versprechen. Minimal gehaltenere Instrumentierung, chorartiger Gesang im Refrain und ein Feeling wie direkt on the road. Tolle Nummer, Daumen hoch! In die selbe Richtung geht auch das Herz- und Titelstück "Terlingua", das für mich die deutsche Antwort auf den Klassiker "Drive" von The Cars ist, nur schöner. Ebenso "Tag X" auf Position 5, der hymnisch daher kommt und ein wenig an düstere Karnevals- und Zirkusmusik erinnert. Zu eben jenem Track gibt es auch einen Videoclip, den man auf der Bonus-DVD der 2-Disc-Edition findet.
 
Auf Position 6 geht es ruhig weiter mit der Nummer "118". Große Emotionen, große Melodien, soundtrackartig, gefühlvoller Gesang von Martin. Wenn man die Augen schließt, entstehen vor dem geistigen Auge die ausgedehnten Landschaften Skandinaviens. Eine großartige on-the-road-Nummer, die einem so manche Autofahrt versüßen wird. 
 
Position 7 beherbergt "Still" und berichtet vom täglichen Kampf mit sich selbst. Jede Faser, jedes Körperteil verlangt etwas anderes. Alles schreit nach Aufbruch, doch das Herz hält dagegen und lehnt alles ab. Ob man den Kampf gegen das Herz irgendwann gewinnt, bleibt offen. Vielleicht ist es aber dennoch manchmal nicht verkehrt, sich dem Herzenswunsch zu ergeben. Genialer Text, geniale Nummer. 
 
Titel 8 bringt mit "Die Noten deines Lebens" endlich wieder eine gehörige Portion Härte mit. Knarrzende Gitarren, starkes Schlagzeug, starke Lyriks, Ohrwurm-Melodien im Refrain. Genau so lieben wir Mono Inc., abwechslungsreich wie eh und je. Weiter so!
 
Mit "Ghost Town Gate" befindet sich sogar eine traumhaft schöne Klaviernummer auf "Terlingua". Eine schöne Klaviermelodie, Martins beeindruckende Stimme - mehr braucht diese Perle nicht. Fast schon ein kleines Tribut an den kürzlich verstorbenen Großmeister Udo Jürgens, der schon auf dem Gig des letztjährigen Dark Storm geehrt wurde.
 
Mit "An klaren Tagen" bescheren uns die Jungs und das Mädel wieder eine schöne, stadiontaugliche Rock-Hymne. Eine Nummer, die davon erzählt, wie man im Grunde alles besaß, davon nix gemerkt hat und sich so langsam aber sicher auf dem Abstellgleis einfindet. Nur an eben jenen klaren Tagen wird man sich dessen bewusst und ertrinkt in seinen Tränen. Mono Inc. bieten etwas für jede Alltagssituation und sprechen ihren Hörern immer direkt aus der Seele. Ganz großes Kino!
 
"Emory Peak" wartet mit einer Spiel-mir-das-Lied-vom Tod-Stimmung auf und ist ein kleines, sehr kurzes Instrumental, das direkt in die elektronischer gehaltene Nummer "Love lies" einleitet. Eine Nummer, die definitiv auch in den Düsterdiskos sehr gut laufen wird und das Tanzbein weckt. 
 
Den Abschluss bildet "Study Butte", das sehr hymnisch aufgebaut ist und an den Herr der Ringe Soundtrack erinnert. Ich könnte mir gerade diese Nummer wunderbar in einer großen Kino-Produktion, die einer gigantischen Naturdoku gleicht, vorstellen und eignet sich perfekt für "Gothic meets Classic". Eine sehr außergewöhnliche, untypische Mono Inc. Nummer, die dennoch sehr beeindruckend und ebenso wunderschön ist.
 
Fazit: Eine sehr überraschende, geniale Platte, die viel neues beherbergt und Mono Inc. einen weiteren Erfolg einbringen wird. Ich kann diese Platte jedem treuen Fan empfehlen ebenso wie jenen, die die Band eventuell noch nicht kennen. Es ist einfach wunderschöne Musik, der man lauschen muss!
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=FoEdzZg1c7Y    Never-ending Love Song 
Die Electro-Fraktion hat wieder mal einen guten Grund, sich zu freuen: Beating Signal melden sich zurück! Der Vierer aus dem niedersächsischen Nordenham ist seit 2013 aktiv, hat einen eigenständigen Sound und weiß mit exzellenter Düster-Blut-Optik auf ihren Konzerten zu überzeugen. Ihre Musik ist eine nette Futurepop Variante, verziert mit einem feinen Hauch 80ies Flair, gewürzt mit Dark Electro und die Kirsche auf dem phänomenalen Eisbecher ist der Einsatz einer E-Gitarre. Hinzu kommt, dass Sänger Bastian Sieghold genau weiß, wie er seine Stimme einzusetzen hat. Interessant zu wissen ist noch, dass die Band ursprünglich ein Solo-EBM-Projekt war und als kreatives Ventil von Luca Riese gedacht war. Durch die enge Freundschaft mit Bastian wurde daraus das Quartett, was wir heute als Beating Signal kennen. Musikalisch liegt seit dem 28.02.2014 die Single "Captured Life" vor und wer den Battle of the Bands Contest vom Sonic Seducer kennt, dürfte vielleicht auch schon "Kannst du es sehen" kennen. Zusätzlich gibt es eine Demo CD. Live konnten sie bereits Electro-Hörer, Poprock-Fans und einen Bikerclub begeistern. Solltest Du jetzt noch an der Position stehen, dass Du die Jungs nicht kennst, wird es allerhöchste Zeit!
 
Seit dem 27.04.2018 ist nun schon die brandneue Single "The Story" auf dem Markt und die Jungs basteln fleißig am ersten Album, welches "Time For Reality" heißen wird und 2018 / 2019 erscheinen soll. Währenddessen überbrücken wir uns die Wartezeit mit der Single, die ich Euch jetzt vorstellen werde. Den Anfang macht natürlich das Herz- und Titelstück "The Story" und ich bin sehr froh, dass die Jungs sich entschieden haben, dieses Stück der Welt vorzustellen. Es stellt nämlich die Vielschichtigkeit des Quartetts vor. Der Einstieg erfolgt über eine sägende E-Gitarre, der schnell feinster flotter 80er Jahre Electro folgt. Hinzu mischen sich interessante Klang-Sequenzen, die die ganze Zeit durch den Raum schweben. Der übrige Sound wird durch leichten EBM und Futurepop erledigt. Bastians Stimme ist rauchig, angenehm und setzt dem Ganzen mal wieder die Krone auf. Zwischendrin gibt es auch mal geheimnisvolle Stellen, die fast an Flüstergesang erinnern und einige keifende Stellen. Sogar der Album-Titel wird mit gesungen. Alles in allem: sehr genial, eigenständig, vagant, mit Wiedererkennungsfaktor, Club-Tendenz und Suchtpotenzial! Im Anschluss widmen sich die Senkrechtstarter Alienare der Single und die beiden Electro-Varianten der Bands vereinen sich. Hat was und am Sound von Alienare zeigt sich, wie das Duo auf seinen Namen kam. Absolut cool, gibt nix zu beanstanden! Noch cooler finde ich, dass sich quasi zwei "Newcomer" gegenseitig unterstützen. So muss das! Einziger Wehmutstropfen: an der Stelle ist die Single leider schon zu Ende. Aber der Blutdurst auf frisches, weiteres Material wurde erneut entfacht!
 
Fazit: Beating Signal haben ein riesen Potenzial und genau die richtigen Eigenschaften, die es braucht. Durch ihren eigenständigen Sound und ihre genialen Sound-Experimente heben sie sich deutlich von anderen Electro-Bands ab und die anderen Eigenschaften habe ich ja bereits erwähnt. Ich bin mega gespannt auf das Album und darauf, was uns Basti, Luca und ihre Mitstreiter da noch alles präsentieren werden! Aber eines ist jetzt schon klar: es wird selbstständig, vakant, überraschend und ein riesen Fest! Immerhin hat es bisher gut 5 Jahre gedauert. Das verspricht, dass es groß wird. "The Story" wird Euch die Wartezeit mehr als versüßen. Also lasst euch auf die Signale ein: sie sind eindeutig und überzeugend. 
Euer Krähenkönig
10 Jahre sind eine lange Zeit. Eine Zeit voller Provokation, ehrlicher Musik und ordentlich Lärm. Die Rede ist von Ost+Front! Seit 2008 agiert das Berliner Projekt um Hermann Ostfront. Ihr erstes Album "Ave Maria" schlug schon hohe Wellen, die durch die Folgealben "Olympia" und "Ultra" nur größer wurden. Mittlerweile steht eine stramme Fanbase hinter der Berliner NDH-Macht. Und es wird Zeit, das Zehjährige gebührend zu feiern!
 
Das passiert nicht wie bei anderen Bands nicht in Form einer Best Of. Nein, am 16.02.2018 steht Album Nummero 4 auf dem Plan. Es nennt sich "Adrenalin" und das vorveröffentlichte "Arm und Reich" legt schon gut grob Zeugnis darüber ab, in welche Richtung es gehen werden könnte. In unserem Fall liegt mir eine Doppel-CD Variante vor mit insgesamt 17 Titeln. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Es geht auch direkt los mit dem Herz- und Titelstück "Adrenalin". Wie man es erwarten würde, wird hier auch zu Werke gegangen. Knallender NDH, die perfekte lyrische Beschreibung der Wirkung von Adrenalin. Starker Opener! Natürlich darf auch die typisch hymnische, an russische Folklore erinnernde Stelle nicht fehlen. Diese lässt den Opener ausklingen. "Heavy Metal" würde man jetzt namentlich nicht unbedingt erwarten, aber Hermann war früher in einer Metal Band tätig und ist selbst großer Fan dieses Genres. Textlich geht es allerdings um etwas anderes. Insgesamt gehen die Jungs mal musikalisch und stimmlich anders vor. Epic Speed Metal-mäßig klingt es, wie da zu Felde gezogen wird. Mutiges Projekt, welches aus meiner Sicht geglückt ist. Die "Disco Bukkake" ist ein weiteres so genanntes Ficklied der Band. Gewisse Elemente von "Fiesta de Sexo" fließen hier auch mit ein. Hier zeigt sich, wer Humor hat und offen für solche Zeilen ist. Ich finde die Zeilen sehr witzig und als musikalische Siesta mal eine nette Abwechslung. "U.S.A." ehrt die Nintendo-Fraktion, denn gewisse Klangkonstrukte fließen da ein wenig mit ein zu Anfang. Der Rest geht in Richtung "Blitzkrieg" und "Freundschaft". Nur verschärfter. Also fetter Stinkefinger, fette Sozialkritik und ein Tritt in die Fresse! Der "Puppenjunge" ist dann richtig schön düster schaurig. Der verstorbene Götz George und seine Rolle in "Totmacher" werden hier geehrt. Nix für schwache Nerven! Für mich persönlich genau mein Geschmack und das, was Ost+Front ausmacht. Besonders der Aufbau des Refrains. Gerade da zeigt sich das, was die Band in ihrem Sektor so einzigartig macht. Pfeilschnell, dröhnend, ordentlich Lärm und Dreck, der aufgewirbelt wird. Das ist die "Blattzeit". Hundertpro ein Brett, das es ins Live-Programm schaffen wird und musikalisch eines der derbsten und schnellsten Bretter bisher der Band. Rein musikalisch natürlich, lyrisch gibt es etliche so Bretter. Das eingangs erwähnte "Arm und Reich" gibt sich danach die Ehre. Die Kluft zwischen Beiden wird immer tiefer. Immer mehr geht es bergab. Viele kraxeln am Existenzminimum herum. Danke an Ost+Front, dass sie das hier aufgegriffen haben! Was mit "Klassenkampf" auf "Ultra" anfing, wird hier vertieft und deutlich formuliert. Zu "Böses Mädchen" muss man gar nicht viel sagen, erklärt sich selbst. BDSM, Dominanz, Unterwerfung. Ehrung der Herrin. Vielen wird das Lied alleine schon musikalisch nicht so taugen. Die strenge coole Lyrik wird in sehr witzige Melodien gepackt. Ich finde es witzig! "10 Jahre Ost+Front" feiern wir danach. Mir persönlich würde das Lied besser gefallen würde es sich nicht so an den Böhsen Onkelz orientieren. Ich feiere die 10 Jahre trotzdem extrem und die Lyrik ist wieder mal sehr genial! Ein feines Geschenk an die Fans und alle Supporter. Und wer die Band noch nicht kennt, lernt sie hier noch mal ganz genau kennen. Jedes Ost+Front Album hat ein ganz besonderes Schätzchen an Bord. Auf "Ultra" war es der "Siebenbaum", hier ist es das "Edelweiß". Hört mal rein, lohnt sich! Ein wenig erinnert es auch an "Volksmusik", ebenfalls auf dem letzten Album vertreten. Direkt ins Herz trifft "Hans guck in die Luft". Man hört ganz deutlich heraus, dass sich Hermann viel mit dem Thema Selbstmord beschäftigt hat. Das belegt gerade diese Perle. Mein persönlicher Oberfavorit! Der Text rührt beinahe zu Tränen und bricht einem das Herz. Vielleicht regt es dazu an, mal anders über so etwas zu denken. "Du gehst mir unter die Haut" ist eine Ballade an die Körperkunst schlechthin: Tattoos! Vor allem beschreibt es perfekt, was ein Tattoo ausmacht. Wer das nicht befolgt, hat kein Tattoo verdient! Es muss nicht immer DEN starken Hintergrund haben. Aber man sollte wissen, warum man sich etwas tättowieren lässt. Deutlich derber wird es bei "Alte Liebe". Wie in "10 Jahre Ost+Front" beschrieben, behandeln Ost+Front gerne menschliche Abgründe. Und erweitern gerne ihren Horizont. Beides vereint dieses Lied. Welch widerlicher Abgrund in diesem Fall! Dieses war der erste Streich. Doch der zweite folgt sogleich! CD 2 wird durch "Ich will alles" eingeleitet. Auch hier fließen teilweise neue Elemente ein. Coole Lyrik, eingepackt in derbes Geschrupp! Fettes Gewitter, welches CD 2 da eröffnet! Teuflisch wird es dann mit dem "Bluthund", der keifend hungrig nach Beute giert. Lasst Euch fressen! Aus vertraulichen Quellen weiß ich, dass Hermann "Rosenkavalier" nicht mag, deswegen ist der Track auf CD 2. Es ist mal was anderes und sicher "schwächer" als die anderen Lieder der CD. Aber why not. Was cooles hat das Teil trotzdem. Dafür gibt es mit "Willenskraft" ein umso stärkeres Finale! Gewaltig, ein neues Klangelement, neue Gesangsqualitäten und zu 100 % Ost+Front! Ich finde es klasse!  
 
Fazit: Lauter! Fetter! Derber! Ost+Front! Ich bin der Band dankbar, dass es keine Best of, sondern ein neues Album zum 10-jährigen gibt. Und das hat es in sich! Was die Jungs über die letzten 3 Alben begonnen haben, verfeinern sie auf dem neuen Werk! Ausgereift, "erwachsener", provokanter, geballter treten sie auf und scheuen nicht vor neuen Elementen, Klangexperimenten und einer großen Portion Ironie gepaart mit viel Witz. Man darf die Texte nicht immer hundertpro für bare Münze nehmen. Aber eine ihrer Stärken ist, dass man spürt, wann sie es ernst meinen. Und wo gehobelt wird, fallen nun mal Späne. Ost+Front wären nicht Ost+Front, hätten sie keinen Spaß am Schocken und Provozieren. Letztendlich packen sie nur das in Musik und Text, was der menschliche "Verstand" so ans Tageslicht bringt und was überall passiert. Der Quell allen Übels liegt also in der menschlichen Psyche. Abschließend noch mal: vergleicht sie mit Rammstein, das stört die Jungs sicher herzlich wenig. Aber sie sind keine billige Kopie und gerade dieses Werk zeigt, wie einzigartig sie auf ihrem doch viel verwendeten Sektor doch sind! 10 Jahre und ich hoffe es endet nie! 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=v_5ZZs3VG4w    Hans Guck in die Luft
Heute geht es um ein ganz besonderes Schätzchen: NamNamBulu! 1988 gab es das erste Lebenszeichen, bis 2005 waren Henrik Iversen und Vasi Vallis aktiv. Dann folgte eine längere Pause, die 2013 endete und am 10.03.2017 erschien sogar das aktuelle Album "Borders". Insgesamt gibt es 2 Alben und 6 EP-Single-Veröffentlichungen. Und die Beiden sind eine Institution in der schwarzen elektronischen Szene geworden. Eine wahre Koryphäe. 
 
Am 02.02.2018 ehren sie sich nun mit einer Art Best of, "Remind" genannt, die 2 CDs umfasst und so ziemlich alles vereint, was einem einfallen muss, wenn man NamNamBulu sagt. Genauer gesagt: die lang vergriffene und nur als Ltd. Edition erschienene „Memories“ Single, die legendäre „Blind?“ EP und die „Expansion“ EP. Und damit nicht genug. Was Euch hier sonst noch so an Schätzen erwartet, erfahrt Ihr jetzt. Los geht es mit "Now or never", Opener der 2002 erschienenen EP "Blind?". Einer meiner persönlichen Favoriten der Jungs. Ihre Anfangstage. Die Debüt-EP. Ein kleiner feiner dunkel-romantischer Rohdiamant, der hier in neuem Glanz erstrahlt. Schön, dass er die Retrospektive eröffnen darf! Das ebenfalls darauf befindliche, herzzerreißende "Ignorance" ist ebenfalls vertreten. Hier haben die Jungs direkt eingefangen, was Ignoranz ausmacht. Wie sie sich anfühlt. Will man jemandem wirklich weh tun, ignoriert man ihn. Vielen lieben Dank an der Stelle für diese Perle! Da darf natürlich auch "Surviving" nicht fehlen. Tanzbar, emotional, mitreißend, packend. Einfach NamNamBulu. Passend dazu fliegt auch der "Guardian Angel" vorbei und hinterlässt seinen schützenden Schein. Hach ja, so herrliche Musik! Das tieftraurige, tief treffende "Trapped" darf natürlich auch nicht fehlen. Echt krass, wie sehr einen Vasis Melodien und Henriks Gesang packen! Bis heute hat diese Musik nix an Intensität, Magie und Tiefgang eingebüßt! Auch vor "Nightmares" sind wir nicht ganz sicher, aber Henrik und Vasi beschützen uns in einem Gewand aus Tanzbarkeit, Tiefgang, Emotionalität und ihrem ganz eigenen Sound. So übersteht man jeden Alptraum! Etwas aufgepeppter klingt dann "Now or never (reconstructed)". Aber es bleibt so wunderschön, klingt nur etwas moderner möchte man sagen. Auch eine überarbeitete Version des Klassikers "Beaten (v.2.0)" hat es in die Tracklist geschafft. Geballter, tanzbarer, gewaltiger. Und dennoch immer noch einer meiner absoluten Favoriten der Jungs! "Surviving (outdated)" ist eine weitere Special Version eines Klassikers. Die Geschwindigkeit ist gedrosselt, der Track klingt insgesamt minimalistisch, auf das Wichtigste reduziert. Bleibt aber glanzvoll. Auch von "Ignorance" gibt es eine etwas andere Version, die durch den Perceive Mix folgt. Das Original gefällt mir persönlich allerdings deutlich besser. Kann man sich trotzdem anhören. Ein ganz besonderes Schätzchen ist "Trapped (unplugged)". Klavier, Henriks Gesang, eine Geige wenn ich es richtig höre, mehr nicht. Reicht vollkommen zu. Und macht dieses tieftraurige Lied noch zerbrechlicher, noch einschneidender. Rührt einen direkt zu Tränen und bricht einem beinahe das Herz. Als Abschluss-Schmankerl für CD 1 haben Henrik und Vasi "Faces" überarbeitet und präsentieren es in einer 2017 Version. Toll gemacht, prima wiederbelebt. Tolle Version! CD 2 beginnt mit den Remixen der "Memories" Single-EP. Längst vergriffen, wer sie nicht hat, bekommt sie nur hier. Und den Anfang macht der "Memories (Club Mix)". Mächtig stampfend dröhnt er in den Saal und bringt Euch zum Tanzen. Ein wahres Monster! Ein weiteres Monster erschaffen Diskonnekted mit ihrem Remix. Es dröhnt, knarrzt und zischt aus allen Ecken und Winkeln. Sehr starke Version! Etwas gemächlicher, dafür düsterer ist der Vox Celesta Remix. Sehr zu empfehlen! Experimentell wird es mit Kartagon und ihrer Variante. Verzweigte Klanggerüste erwarten Euch hier. Sehr genial! Minimal Wave gibt es durch den No Comment Remix. Passt prima zum NamNamBulu Soundbild. Da kann man sich wirklich jeden Kommentar sparen, einfach nur zurücklehnen und genießen! Die Pearls Of Dew versuchen es mit stärkeren Drums und melancholischem Electro, der sich dann zu einem wahren Gewitter steigert. Observe & Control setzen auf schnelle Beats, stellenweise elektronisch verzerrten Gesang und wundervolle Klangspielereien. Sehr genialer Remix! Auf CD 1 gab es die überarbeitete Fassung, auf CD 2 das Original: "Faces", ein Lied, das man ebenfalls unbedingt von NamNamBulu kennen muss! Das nachdenkliche "Game" ist natürlich auch mit von der Partie. Ein ebenso zeitloser Klassiker: "Zeit"! Mein persönlicher Oberfavorit! Ein ganz besonderes Teil wird auf ewig "Forgiving" sein, die Zusammenarbeit mit den Jungs von SITD! Ein Song, der die Stärken beider Bands so genial vereint, wie sich das gehört! Auf so einer Compilation kommt ein Track namens "Perspective" schon echt cool! Da genießt man das doch alles gleich noch mal mehr! Mithilfe von "Transcending" heben wir ab und driften in eine andere Dimension. Optimal, um dem Alltag zu entfliehen! Sehr geniales Instrumental und im Gebilde ein wahres Monument! Den Abschluss bringt dann ein weiterer ganz besonderer Diamant: "Zeit 2017"! Deutlich vom Original zu unterscheiden, aber immer noch wundervoll! Warum an "Transcending" die gleiche Version dran hängt, verstehe ich allerdings nicht. Tut dem Ganzen aber auch keinen Abbruch, verwundert nur. So hört man es halt doppelt, gibt schlimmeres!
 
Fazit: Mit "Remind" haben NamNamBulu ein tolles Paket geschnürt. Sachen, die längst vergriffen sind, einfach an einem gewissen Punkt wiederveröffentlichen. Und dann sogar noch 2 Evergreens aufpolieren. Ein Geschenk an die Fans, das sich durchaus hören lassen kann! Besonders für Diejenigen, die die EP´s nicht mehr haben erwerben können. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=vrTDGixvQnE    Forgiving (feat. SITD)
Seit 2011 gibt es von den Kieler Hardcore-Heroen Smoke Blow nun keine Alben mehr. Ihr Frontschreihals Erik Cohen nahm das als Sprungbrett in die "Freiheit" und veröffentlicht seitdem unter seinem Namen Platten. 2 sind bereits erschienen, "Nostalgie für die Zukunft" und 2016 "Weißes Rauschen". 
 
Am 26.01.2018 erscheint nun endlich Album Nummero 3 und so heißt es auch, "III". Cover Artwork und Aufmachung muten dieses mal recht düster an, anders als bei seinen beiden Vorgängern. Wie der dritte Streich klingt und ob er auch musikalisch anders ist, erfahrt Ihr jetzt. Los geht es bereits mit einer der Singles. Und zwar sind "Mexikanische Lieder". Eriks rauchige Stimme, satter Rock, Urlaubs-Feeling, cooler Sound. Mexiko wird sich freuen. Der Sarkasmus in seinen Texten ist sehr genial. Geiler Start, top Singlewahl, geiler Sound für ein Biker-Wochenende! "Sonne" ist dann etwas smoother, rockt sich aber dennoch derbe den Arsch ab! Gab es vorher schon Urlaubs-Feeling, wird das hier nur noch vertieft. Anschnallen, raus fahren an´s Meer und Leben genießen. Und von Erik gibt es den perfekten Soundtrack dafür. Es folgt der "Fährwolf" und musikalisch ist er eine Mischung aus altem Revoler-Western-Held und rauhbeinigem Seebär. Sehr empfehlenswert, man fühlt sich in eine Mischung aus alter Western-Kneipe und verrauchter Seemanns-Kneipe versetzt. Cooles Teil! Letztlich geht es auch um die Männer der See. Dem folgt der "Fehmarn". Für alle, die nicht wissen, um was es da geht: Fehmarn ist eine deutsche Ostseeinsel und nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands. Sie liegt im Kreis Ostholstein in Schleswig-Holstein. Wieder was dazu gelernt. Und Erik hat es geschafft, die Atmosphäre und Beschaffenheit der Insel musikalisch einzufangen & wiederzugeben! Richtig geil und noch mehr Urlaubs-Feeling! Ich möchte direkt dorthin! Da sind wir auch schon bei den "Englischen Wochen". Kennt man ja, hier sind sie aber am besten und auch super wiedergegeben. Thematisch ist es wie "Hier ist nicht Hollywood" eine fette, ordentlich rockende Sozialkritik. Eindeutig ein Favorit! Übrigens auch eine Single. "Hart am Overkill" kennt wohl jeder von uns. Harte Wochen voller Stress und private Sachen, die am Nervenkostüm sägen. Vielleicht frisch getrennt. Liebeskummer. Nichts funzt so richtig. Alle und alles geht einem aufn Wecker. Erik liefert uns für solche Zeiten jetzt die perfekte Hymne! Danke dafür, tolles Teil, toller Text! "Spur der Steine" ist an sich ja schon ein sehr faszinierender Titel. Thematisch steigert sich das nur. Absoluter Oberfavorit und mein persönlicher Anhörtipp! Mit "Belphegor" wird es nostalgisch. Denn hier werden Bands wie Danzig, Misfits und andere Heroen des Horror Punks gefeiert. Musikalisch und mit Elvis-Horror Punk-typischem Gesang und einer ordentlichen Gruft-Atmosphäre wird die Stimmung des Cover Artworks perfekt widergespiegelt. Weiterer Oberfavorit! "Altes Feuer" lodert danach von  Neuem auf. Thematisch geht es letzlich auch darum. Vielleicht ja sogar etwas audiobiografisch? Man fühlt sich Erik auf jeden Fall viel näher. Eine Ode an die Altrocker! Zu guter Letzt steigt der "Gladiator" in den Ring. Die Arena tobt. Die Rüstung glänzt. Meiner Meinung nach auch ne fette Sozialkritik. Hört es Euch an, findet es heraus. In jedem Fall ein fettes, glorreiches Finale! 
 
Fazit: Wer smoothen amtlichen Rock mit rauchiger Stimme, großem Herz und Händchen für Sozialkritik sucht, ist bei Erik Cohen genau richtig! Und dabei klingen alle 10 Lieder unterschiedlich! Eine Stärke, die ich hervor heben und mit anbringen muss. Siehe AC/DC, die klingen seit Jahr und Tag für mich immer wieder gleich. Nicht so Erik. Und es stimmt, "III" hebt sich von den anderen beiden Solo-Alben ab. Einfach, weil es gereifter wirkt. Was mit dem Vorgänger anfing, wurde hier verfeinert und ausgebaut. Amtlicher Altherren-Rock, der sich auch gerne mal vor Vorbildern / Heroen verneigt, dennoch etwas ganz Eigenes ist, mit Tiefgang, Nähe zum Hörer durch Dinge ausm Alltag und ohne jegliche Alterserscheinung! So was nenne ich stark! 
Euer Krähenkönig
Es gibt ein neues musikalisches Lebenszeichen von Nils, ehemals Eternal Nightmare Mitglied! 2008 folgte sein erstes Solo-Debüt "Enigma" und bisher blieb das auch das Einzige. 10 Jahre ist das jetzt her. 10 Jahre, die Nils sehr verändert haben. Seine Musik, seine Art des Denkens, seine Art uns in seine Welt zu entführen. Sein größter Traum ist es, Musik für Videospiele zu schreiben. Und in den folgenden Monaten steht auch einiges an. Wir werden sehen und hören, ob er seinem Traum etwas näher kommen kann.
 
Am 16.02.2018 erscheint nun erst mal der Nachfolger zum Solo-Debüt, genannt "Glitches".  Einige Special Versionen und Kooperationen sind unter den 11 Stücken vertreten. Wie das alles klingt und ob es in ein Videospiel passen würde, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt sehr spannend mit dem Titel "Thoughtcrimes", der ja alleine schon vom Namen her höchst spannend ist und zum Nachdenken anregt. Der Sound packt darauf noch die Kirsche. Vielschichtige Elektronik, verzweigte Klangwelten, teilweise alles recht unordentlich möchte man sagen. Einige Sprach-Samples fliegen immer mal durch den Raum und durch die verwendeten Drums wirkt es stellenweise sehr düster. Darüber thront Nils´ durchdringender Reibeisen-Gesang. Starker Song, in den man sich aber erst mal reinfitzen muss! Und natürlich eine tolle Thematik! Mit "L.L.t.Q." folgt die erste Zusammenarbeit. Und das mit einer Legende! Leaether Strip geben sich hier die Ehre! Heraus gekommen ist ein richtig derbes Brett, das auch thematisch ordentliche Felsbrocken los tritt! Dementsprechend wütet Claus Larsen da auch am Mikro. Die Abkürzung steht übrigens für Long live the Queen. Sagt ja schon mal alles. Geiles Teil und für Neon Insect die perfekte Gelegenheit, den Bekanntheitsgrad zu erweitern! Ich würde es als Trash EBM Industrial Noise Metal bezeichnen was hier fabriziert wird. Es wird düster und creepy mit dem nächsten Song, der sich "Sneaky" nennt. Schleichend bedrohlich kriechen die Sounds aus den tiefsten Kellern der Angst und wabern angsteinflößend aus den Boxen. Geniale Atmosphäre, geniale Klangwelten. Der optimale Soundtrack für ein Horror Schocker Videospiel! Da macht man sich beim Zocken und beim Zuhören ordentlich in die Hose. Man stelle sich das mal bei Slenderman vor. Wer die Figur nicht kennt: googlet sie bitte, während Ihr dem Schocker lauscht. Es folgt "The Council" im Enlia Remix und ist der perfekte Gegenpol zum Vorgänger. Leicht, beschwinglich, befreiend, tiefenentspannt, lichtgeflutet. Als wäre man nach einer Höllentour aus einem finsteren Schacht gekommen und steht im sprichwörtlichen Paradies. Also anhören, Füße hoch, Seele baumeln lassen und die Gedanken auf eine Reise schicken. Musikalisches Yoga quasi. Den nächsten Titel kann man leider nicht entziffern, da er, wie auf dem Cover schon zu sehen, in chinesischen Schriftzeichen angezeigt wird. Eine kurze, knarrzende Frequenz, die einfach nur aus dem Paradies zurück in die Wirklichkeit dröhnt. "To the Moon and back" ist die zweite Kooperation. Hier arbeiten Twill Distilled mit, eine Dirty Pop Dreiergruppe. Weiblicher Gesang, die restlichen Jungs inklusive Nils bedienen die Maschinen. Dirty Pop passt hier gut mit gewissen anderen elektronischen Elementen und Vergleiche mit Ayria werden wach. Ist ja nicht das Schlechteste. Dennoch ist es etwas ganz Eigenes. Der "Grey Hat" präsentiert einfach nur eine gewaltige, schroffe, dennoch wunderschöne Klanglandschaft. Skandinavien wäre hier super zum Vertonen, bzw. als anschaulicher Vergleich. Hört es Euch an, es lohnt sich. Bei "I.D.C." singt Nils mal wieder selber. Es wird trashig, punkig, rotzig, freaky. Einfach nur musikalische Achterbahnfahrt. Diese Abkürzung steht für I don´t care. Und das tut Nils wirklich nicht. Es folgt die Ambient Version von "Sneaky". Und ich würde fast behaupten, die ist einen Hauch bedrohlicher. Entscheidet selbst, was Euch mehr beängstigt. Ein weiteres, mit chinesischen Schriftzeichen betiteltes kurzes Stück Klangkunst, schwebt aus den Boxen und rüttelt wieder wach. Damit wären wir auch schon am Ende angelangt mit der Radio Edit von "Thoughtcrimes". Kürzer, auf das Wesentliche reduziert, prägnant. Es muss ja nicht immer das langatmigste Finale werden und die Thematik hat es verdient, noch mal erwähnt zu werden.  
 
Fazit: Also ob das, was Nils da zaubert, in ein Videospiel gehört, muss ein Zocker beantworten. Ich finde, es hat viel mehr verdient. Was er hier zaubert, sind gigantische, betörende Klanglandschaften. Für gewisse Dokumentationen, dramatische Szenen, Splatter Movies, etc. etc. hätte ich diese Welten als Soundtrack vorgeschlagen. In einem Videospiel wäre die Musik unangebracht und viel zu schade. Da achten die Wenigsten auf die Musik. Das hat seine Musik nicht verdient. Aber es ist sein Traum und ich wünsche ihm nur das Allerbeste dafür. Vor allem macht er eins deutlich: festlegen lassen will er sich nicht! So viel Abwechslung, so viele Spielereien aus zig verschiedenen Genres - ich finde das sehr genial und hoffe, dass ein breites Publikum mit Vorliebe für derart Spielereien auf seine neue Platte aufmerksam wird! Er hat es wirklich verdient und auch die lange Schaffensphase war denke ich notwendig, um solch Epos zu erschaffen! Es gibt Alben, die brauchen das. Es muss nicht dauernd was Neues raus kommen. Und Neon Insect gehören zu den perfekten Beispielen, die genau das belegen. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=eC4S-KpYBOc    L. L. t. Q. (feat. Leaether Strip)
Vor gerade mal 5 Monaten erschien das letzte Werk von Chris Corner, besser bekannt als IAmX. "Unfall" nannte sich das und war das erste einer ganz neuen Story, die der Tausendsassa erzählen möchte. Brandneu trifft es ganz gut. Denn kannte man ihn durch Pop-geschwängerte Songs und eine heraus ragende Stimme, stand der "Unfall" für die Beschreitung neuer elektronischer Wege. Und das Ganze rein instrumental. Es bleibt also spannend im Klangkosmos des Großmeisters Corner.
 
Jetzt steht das neue Album "Alive in new Light" in den Startlöchern. Am 02.02.2018 erstrahlt der Klangkosmos in wieder neuem Licht. Zum einen könnte der Albumname so interpretiert werden. Andererseits litt Chris unter Depressionen, wie mittlerweile bekannt sein dürfte. Heißt, dass er jetzt mit solch einem betitelten Werk daher kommt, kann nur bedeuten, dass er eine "Frischzellenkur" hinter sich hat, auf dem Weg der Besserung wandelt. Natürlich freuen wir uns riesig darüber, ihn wieder bei uns zu haben. Zum einen der Gewinn des Kampes gegen die inneren Dämonon, zum anderen der Blick in eine positivere Zukunft. Unterstützt wird er dabei auf 4 Tracks der insgesamt 9 vertretenen von einer Dame, von der man es eher weniger vermuten würde: Kat von D! Bekannter ist sie eher für ihre Tattoo- und Makeup-Künste. Man darf also sehr gespannt sein. Wie das jetzt alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt mit "Stardust". Und wieder mal wird man überrascht. Denn nach den Experimenten gibt es wieder allerfeinste poppige Melodien und Chris´ wundervolle Stimme. Auch Kat von D beweist wahres Gesangstalent. Elfengleich und dunkel-romantisch starten die Beiden in ein neues aufregendes IAmX 2018 Jahr! Weiter geht es mit dem Herz- und Titelstück "Alive in new Light". Und man hört heraus, was der Albumname bedeutet. Ein wahrer Befreiungsschlag für den Tausendsasser! Und das alles in einem Soundgewand aus Pop, Trance und Drum ´n´ Bass. Tolles Lied und verdient das Titelstück! "Break the Chain" baut rein thematisch natürlich perfekt darauf auf. Chris legt damit Zeugnis darüber ab, dass seine Ketten gebrochen sind. Im Bezug auf den Verlauf seiner Geschichte ist das Lied recht düster gehalten und klingt sehr verzweifelt, bis zum finalen inneren Aufschrei und dem Sprengen der Ketten. Direkt ein Favorit meinerseits. "Body Politics". Ein durchaus spannender Name, der zum nachdenken anregt. Letztendlich ist es musikalischer Sex. Pure Erotik strömt die ganze Zeit während des Lauschens aus den Boxen. Und wie könnte es anders sein - Kat von D singt mit! Als Tattoo- und Makeup-Künstlerin kennt sie sich ja eh mit Body Politics aus. Sehr cooler, smother, heißer Track. Der "Exit" hätte vom Sound her super auf das Vorgängerwerk gepasst. Heißt: es wird creepy. Düster. Es dröhnt stellenweise ordentlich. Richtig geil gemacht und die perfekte musikalische Therapie für Chris! Hier hat er definitiv seine Geschichte verarbeitet. "Stalker". Es bleibt düster. Creepy. Geheimnisvoll. Mit verführerisch-verschwörerischen Klängen. Sehr sehr geil umgesetzt die Thematik! Der perfekte musikalische Stalker! Sehr empfehlenswert! Chris weiß, wie er die Damen bezirzt. "Big Man" hingegen greift tief in die Trickkiste. Chris führt uns hier in die Manege des Grauens. Zirkus-ähnliche Sounds und -atmosphäre herrscht hier. Lasst Euch verzaubern von den Künsten des Direktors, Dompteurs und Artisten Chris Corner! Es folgt "Mile deep hollow" und wir schnuppern Soundtrack-Luft. Der Song läuft nämlich in der TV-Serie "How to get away with Murder". Die Musik von IAmX passt perfekt in so ein Serien-Format wie ich finde. Gerade dieses Lied. Mein persönlcher Anhörtipp! Kat von D zwitschert elfengleich im Hintergrund mit. Es folgt das viel zu frühe Ende. Der CD natürlich. Aber es ist ein pures Stück Gold geworden! Dunkel-romantisch, sanft, eingängig, teils mehrstimmig, befreiend, deep. Losgelöst sogar. Der Name "The Power and the Glory" ist super gewählt. Und muss einfach an das Ende der CD! Großartiges Finale! 
 
Fazit: Wie ich bereits oben schon einige Male erwähnte: Dieses Album ist Chris Corners musikalischer Befreiungsschlag! Seine persönliche musikalische Katharsis möchte man sagen. Man hört bei den hier vertretenen Songs einfach, dass er eine dunkle, bedrückende Zeit hinter sich hat. Die er nun aber mit Licht flutet. Und seine Dämonen hat er definitiv hinter sich gelassen. Musikalisch hat er auch wieder einige Spielwiesen im Angebot. Erotik, Horror, sämtliche Elektronik, Pop, Licht, Dunkelheit. Und das alles auf einem Album! So cool mischen kann es nur IAmX! Und mit Kat von D hat er die perfekte Gesangsunterstützung gefunden. Neben ihren anderen Qualitäten kann die Frau auch wundervoll singen. Zwei Tausendsassa, die sich hier die Ehre geben - kann nur gut werden! Ich hoffe, Ihr werdet die Scheibe genauso sehr mögen wie ich. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=YpZeU5KeK6w    Mile Deep Hollow (OST How to get away with Murder)
https://www.youtube.com/watch?v=NowcHQLp6Aw    Stardust (feat. Kat von D)

Es gibt ein neues Leaves´ Eyes Werk! Seit 2003 ist die deutsche Symphonic Metal Band um Alexander Krull und ehemals Liv Kristine nun schon aktiv und hat sich eine riesen Fanbase erspielt. Ehemals, denn Goldkehlchen Liv stieg 2016 aus. Seitdem ist die neue Dame am Mikro niemand Geringeres als Elina Siirala, die nebenbei auch bei EnkElination und Angel Nation die Zügel in der Hand hält. Im selben Jahr veröffentlichte die Band zur Feier des Einstiegs die EP "Fires in the North" inklusive der Neuinterpretation von "Edge of Steel". Das letzte Album, noch mit Liv, "King of Kings" erschien 2015.

 
Am 12.01.2018 erscheint nun das erste Album mit Elina und das insgesamt siebte ihrer bisherigen 14-jährigen Bandgeschichte. "Sign of the Dragonhead" heißt das gute Stück, ebenso die vorveröffentlichte gleichnamige Single. Ein typisches Wikingerschiff mit entsprechender Nordmannsbesatzung, die breits von einer gegnerischen Armee erwartet wird, in stürmischen Wassern mit Drackenkopf ziert das Cover Artwork. 11 brandneue Stücke sind hier vertreten. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Die bereits erwähnte Vorveröffentlichung "Sign of the Dragonhead" in seiner Position als Herz- und Titelstück hat auch noch die ehrenvolle Aufgabe des Openers. Und in all seinen Positionen und Anwendungen ist es verdient! Hymnisch, gigantisch, nordisch, betörend, verzaubernd, fantastisch gesungen von Elina, gut gegrowlt von Alexander. Starker Opener, perfekter Appetizer, sehr vielversprechend und dem Cover Artwork sehr nahe kommend! Donnerte eben noch epischster Symphonic Metal, prescht bei "Across the Sea" Folk Epic Symphonic Metal aus den Boxen. Alle braven Seeleute, die je die Meere befahren haben, werden hier geehrt. Natürlich bevorzugt die Nordmannen. Aber egal wer genau angesprochen wird: jeder Seemann, jede Landratte mit Vorliebe für folkigen Epic Metal und legendäre Melodien wird hier belohnt! Bisher bin ich bereits schwer beeindruckt, begeistert und verliebt! Danach wird es melancholisch, romantisch, elegisch, episch mit "Like a Mountain". Etwas dunklerer Symphonic Metal schleppt sich da tonnenschwer durch die Boxen in´s Herz, während Elinas herzzereißende Worte in romantische Gefilde entführen. Wunderschöne, starke Perle! Eine weitere, höchst geniale Folk Epic Symphonic Metal Hymne ist "Jomsborg". Alex und Elina berichten hier im Wechselspiel von der alten Festung der Jomswikinger im Bereich der Mündung der Oder, die im 12. Jahrhundert zerstört wurde. Ihre Lage ist unbekannt, die Lokalisierung umstritten. Das alles erklärt den entsprechenden Aufbau des Stückes und es ist eine perfekte Story für die Band, die sie genauso perfekt erzählt! Vom Stil her geht "Völva" in eine ähnliche Richtung. Die Völva ist der altnordische Begriff für eine Seherin, Wahrsagerin, Hexe, Zauberin, Prophetin oder Schamanin. In der germanischen Mythologie ist sie auch als Wala bekannt. Dementsprechend mystisch, magisch, betörend-verzaubernd geht es hier auch musikalisch und stimmlich zu. Einfach nur umwerfend! Mit "Riders on the Wind" nehmen uns Elina und ihre Jungs mit auf einen ausgelassenen Mittelalter-Metal Ausritt durch Irland. Irische Luft, Meer, hoch zu Pferde, diese wunderschöne herrlich fröhlich ausgelassene Musik dazu im Ohr, die den Ritt begleitet. Zauberhaftes Kopfkino! Im Mittelteil wird der Ritt dann etwas holpriger und düsterer. "Fairer than the Sun" übertrifft "Like a Mountain" um ein zigfaches an Pathos, Tiefe und Emotionalität. Auch wenn man beide Goldstücke nicht vergleichen kann und das bei einer Ballade ein leichtes ist. Dieses hier ist orchestral, romantisch, zerbrechlich, engelsgleich. Einfach nur zum verlieben und wunderschön gesungen von Elina! Und kein Minuspunkt für "Like a Mountain" möchte ich betonen, das ist auf seine Weise geil! Und schon dröhnt es wieder mit "Shadows in the Night" und das Gaspedal wird etwas mehr durchgedrückt. Welch beeindruckende Inszenierung! Ein eigenes kleines Wikinger-Theaterstück! Die "Rulers of Wind and Waves" präsentieren sich als wundervolles, mystisches, instrumentales Kleinod. Elina ist elfengleich kurz zu hören und die typischen Wikinger-Geräusche. Sehr zu empfehlen! Das Herz- und Titelstück der letzten EP, "Fires in the North", darf natürlich auch nicht fehlen. Gerade dieses Brett vertritt die Nordmannen in jeder Hinsicht. Sehr geil! Für das Ende haben sich Elina und ihre Jungs was ganz Feines ausgedacht. "Waves of Euphoria" nennt sich das Ergebnis. Und das ist wirklich einfach nur höchst genialer Epic Symphonic Dröhn Metal! Es dröhnt, scheppert, headbangt, walzt und betört in jeder einzelnen Sekunde! Würdiger Abschluss eines solchen Mach(t)werkes! Das löst riesige Wellen der Euphorie & Begeisterung aus! Ganze Lawinen! 
 
Fazit: Was für eine Wucht! Es gibt Bands, die schaffen es, sich mit jeder Veröffentlichung zu steigern. Leaves´ Eyes sind da ein gutes Beispiel. Ihr Symphonic Metal wird immer ausgereifter, orchestraler, filmreifer, gigantischer, opulenter, gefühlvoller, nordischer. Und Elina ist die perfekte Neubesetzung! Möge diese neue Energie, diese neue Konstellation lange erhalten bleiben und mögen das Schiff dieser Band sie weitere 14 Jahre + mehr tragen! Abwechslungsreichtum, das Befahren neuer Horizonte, das Vertiefen bereits beschrittener Wege, Kraft und Ehrgeiz treiben diese Metal Macht voran. Ich hoffe, Ihr entscheidet genauso gut über dieses epische Machtwerk aus Alex´ Klangschmiede!     
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=9ETpRTh5Nxg    Sign of the Dragonhead
Es gibt neues Material von Meden Agan! Seit 2005 ist die griechische Symphonic Metal Band aus Athen nun schon dabei. Etliche Besetzungswechsel haben sie in den 12 Jahren bereits hinter sich. Zuerst die erste Frontfrau Iliana Tsakiraki (- 2013, heute Enemy Of Reality), dann der Drummer Philip Stone (-2013, ebenfalls Enemy Of Reality), Drummer Ploutarchos Tsouris (-2012) und die zweite Frontfrau Maya Kampaki. Seit ihrem Weggang steht Dimitra Panariti am Mikro. 4 Veröffentlichungen und eine Promo-CD haben sie bereits veröffentlicht, zuletzt 2014 "Lacrima Dei". 
 
Am 05.01.2018 erscheint nun das brandneue Album "Catharsis" mit 11 brandneuen Stücken. Es gibt also schon einen Grund, sich auf das kommende Jahr zu freuen! Wie die neue Scheibe klingt, erfahrt Ihr jetzt. "Catharsis (Intro)" legt schon mal sehr gut vor. Atmosphärisch, mystisch, düster, verzaubernd. Eine wahre Katharsis eben. Und ein geiler Opener! Mit "The Purge" legen die Griechen dann ordentlich los. Dröhnend lauter Symphonic Metal, pfeilschnelle Musiker, eine starke Atmosphäre, riesen Emotionen, toller Frauengesang, Bassist und Zweitstimme Aris Nikoleris lässt sich immer mal mit hören. Durch verschiedene Stimmungswechsel bleibt es sehr spannend. Richtig geil einfach und ein guter Einstieg für die Griechen 2018! Für "Cleanse their Sins" haben die Griechen als kleinen, feinen Vorgeschmack ein Lyrik Video gebastelt. Sehr empfehlenswert und als Apetizer gut gewählt! Man spürt und hört direkt, worum es geht. "No Escape" ist ein gutes Aushängeschild für feinsten, handgemachten, orchestralen, warmherzigen Symphonic Metal. Wunderschöne Perle, hervorragend vorgetragen! Gut geeignet zum träumen und headbangen! Umso mehr dröhnt es dann wieder mit "Whispers in the Dark". Orchestral, mystisch, dunkel, betörend, mit fernöstlichen Elementen. Eine schöne neue Erzählung aus 1001 Nacht. Mit dem "Shrine of Wisdom" wird es dann sogar noch legendär und eine Heldengeschichte wird erzählt. Dementsprechend preschen die Musiker hier auch aus den Boxen. Wahrlich episch, fesselnd, spannend, umwerfend! "Veil of Faith". Ein wahres Power-Teil. Eine der schnellsten, derbsten, explosivsten, geballtesten Nummern. Das episch-geniale Cover Artwork spiegelt sich genau hier wider. Einfach nur bombastisch und wundervoll! Das muss man gehört haben! "Salvation" punktet vor allem durch riesige Emotionen, Dimitras abwechslungsreiche starke Stimme und seine wunderschönen Melodien. Erlösung und eine gewisse Heilung, vielleicht sogar Erleuchtung findet Ihr hier wirklich. "A Curse unfolding" zeigt, dass Aris und Dimitra auch im Wechselspiel super agieren. Aris präsentiert sich flüsternd, mit feinem tiefen Gesang und Gegrowle. Dimitra fährt ihr ganzes Spektrum auf. Gemeinsam mit ihren Mitmusikern zaubern sie so eine höchst dramatisch dröhnende, pfeilschnelle Bombast-Hymne, die es verdient, auf noch größeren Bühnen präsentiert zu werden durch ein eigenes Theaterstück. Und es zeigt, wie viel jeder Einzelne der Athenen drauf hat. Einfach nur geil! "Lustful Desires" setzt genau da an, wo der Vorgänger aufhört und führt die düsteren Gelüste ans Tageslicht. Dementsprechend dunkel-erotisch und betörend geht es hier auch zur Sache. Aber auch dröhnend und pfeilschnell. Lasst Euch verführen! Das Endstück "Weaver of Destiny" leitet Aris mit sehr überzeugendem Gesang ein. Dimitra holt noch mal alles aus sich raus. Auch der Rest der Band bündelt seine Energie-Reserven, vereint sie zum Großen Ganzen und entlädt sie in einer Endzeit-artigen Flut über Euch. Ein wahrlich bahnbrechendes Finale, das wirklich alles niederwälzt, was auch nur irgendwie im Weg steht und das Album mit einem wahnsinnig fetten Feuerwerk enden lässt. So gehört sich das für amtlichen Symphonic Metal! Übrigens werden hier die Nornen geehrt, denn der Name lautet übersetzt Weber des Schicksals.  
 
Fazit: Was für ein Wahnsinns-Werk! Es knallt, kracht und dröhnt an allen Ecken und Enden und reißt ordentlich die Hütte ab! Dimitra Panariti macht sich mehr als gut am Mikro und hat sich perfekt in die Band integriert. Es ist einfach nur super, dass man hier bei jedem Lied heraus hört, wie talentiert die Musiker sind und wie harmonisch sie miteinander agieren. Jeder Einzelne und die beiden Stimmen geben hier wirklich alles und legen aus meiner Sicht bereits eines DER Alben 2018 vor! Geniales Artwork, passende Themaiken, tolle Erzählungen, geile Atmosphäre, abwechslungsreicher Symphonic Metal, tolle Texte, wunderschöne Melodien, umwerfende Stimmen - was will man mehr! 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=mt7OuL4IwRA    Cleanse their Sins (official Lyric Video)
https://www.youtube.com/watch?v=uqgV-mFmao4    No Escape (official Lyric Video)
Es gibt neues Material von Vlad In Tears! Vlad In Tears ist eine 2007 in Italien gegründete Dark Rock / Metal Band aus Berlin. Die drei Brüder Kris (Gesang, Piano), Lex (Gitarre) und Dario (Bass) sowie Alex (Schlagzeug), ihr bester Freund aus Kindertagen, stellten die Anfänge der Band in Cassino, Latium) (Italien) dar. Die aus Italien stammende Band probierte sich zunächst an einigen Coversongs aus, ging jedoch schnell dazu über, ihren ganz eigenen, düsteren Sound zu kreieren. Diese Entscheidung wurde begeistert von ihrer rasch wachsenden Fangemeinde aufgenommen. Seither haben sie 5 Alben und 2 EPs veröffentlicht sowie mehrere Besetzungswechsel hinter sich. Kris und Dario sind die letzten noch verhandenen Gründungsmitglieder. Begleitet werden sie aktuell von Schlagzeuger Cosmo Cadar (seit 2013) und von Gitarrist Ilia Ioffe (seit 2017). Letzterer ersetzte Gregor Friday, mit dem die Jungs noch das letzte Werk "Unbroken" 2016 heraus brachten. 
 
Am 15.12.2017 erscheint nun ein Jahr später das brandneue 6. Album "Souls on Sale" mit 10 brandneuen Stücken und einer Überraschung. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang macht "Pray" und recht abgespacete, freakige Sounds leiten den Opener ein. Hinzu kommt ordentlicher Dark Metal Rock, angenehmer dunkel-romantischer Gesang und verzweifelt klingender Gesang, der nach Gebet klingt. Ganz starker Opener! Bei "Lovin´" wird es etwas geheimnisvoller, mystischer, dunkel-erotischer. Wie es sich für die italienischen Vampire Dark Rocker gehört. Richtig gut gemacht! Bei "Bleed me dry" hingegen wird Dark Country Rock angewandt, während Kris verführerisch in´s Mikro haucht. Besonders den Damen wird der Titel gefallen, aber auch die Herren der Schöpfung werden hier ihre Freude finden. Beide Geschlechter werden ausreichend musikalisch befriedigt. Von meiner Seite ein absoluter Favorit! "How do you know" dürfte den Lacrimas Profundere Fans zusagen. Dunkel-romantischer Dark Rock mit entsprechend feinem Gesang erwartet Euch nämlich hier. Durchaus ein weiterer Favorit und auch ohne den Vergleich umwerfend genug! Die nächste Perle ist die Single "The Devil won´t take me Home". Die perfekte Auskopplung, weil sie ein gutes Aushängeschild der Album-Thematik darstellt und sehr viel Hunger auf die neue Scheibe macht. Meiner Meinung nach eines der faszinierendsten Lieder, die die Jungs bisher gemacht haben und einer der Songs, die man von der Band kennen muss. Dark Blues Rock und höllisch gut! Sehr zu empfehlen, auch das Video dazu! Nach diesem etwas ruhigeren Ausflug wird es bei "Sorrow" wieder kräftiger, eingängiger, verzweifelter. Guter, starker Song! "I can´t get over it" sticht neben der Single ein wenig heraus. Ruhige Passagen treffen auf absolute Gefühlsausbrüche und stärkeren Dark Rock. Gerade auch hier spiegelt sich die Album-Thematik wider. Weiterer Favorit! Mit "Never fear the Pain" gibt es das düsterste Lied der Platte. Hier wird es auch mal etwas derber, rauher, unangenehmer. Der Thematik aber durchaus angemessen. Definitiv ein Oberfavorit und mein absoluter Geheimtipp zum reinhören! "Save me" legt dann noch ein paar Schippen mehr drauf und räumt ordentlich auf. Anschnallen, hier wird es ruppig und explosiv! Mit "Gone" enden dann auch die regulären Tracks. Und das mit einer astreinen, wunderschönen, tonnenschweren, fast schon depressiven Perle. Hier geht es definitiv um Abschied, vielleicht sogar den Tod. Findet es heraus und genießt dieses Goldstück! Wir kommen zum Finale und der eingangs erwähnten Überraschung: "After the End V.I.T. acoustic"! Hier beweisen Kris und seinen Mannen, dass sie auch ohne riesigen Technik-Aufwand, rein akustisch überzeugen können. Einfach nur der absolute Oberhammer und ein richtig schönes Geschenk an die mittlerweile riesige Fan-Gemeinde! 
 
Fazit: Vlad In Tears legen hier das bisher stärkste Album nach meiner Meinung vor! Entsprechend der Album-Thematik nach geht es hier ordentlich zur Sache und das Thema zieht sich durch alle 10 Stücke. Düster, dunkel-romantisch, sexy, erotisch, verzweifelt, aufgelöst, zerbrochen - all diese Emotionen sind Teil davon und legen Zeugnis über das Gesagte ab. Vor allem aber klingt jedes Lied anders, nix klingt gleich. Das muss man einfach mal lobend hervorheben! Die Fans werden die neue Platte lieben, dessen bin ich mir sicher!  
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=KCH5w2gRtbw    The Devil won´t take me Home
Es knallt wieder im Chainreactor-Labor! Seit 2009 schraubt der Düsseldorfer Jens Minor an seiner Version von Rhythm ´n´ Noise, Electro, Industrial und einigen Noise-Elementen. Seit 2012 ist Companion Kay Schäfer als zusätzlicher Mann an den Maschinen, als Songwriter und Sänger mit an Bord. 5 Alben sind bereits erschienen, das letzte "Dirt" 2015.
 
Seit dem 24.11.2017 ist nun "Decayed Values" mit 12 brandneuen Tracks auf dem Markt. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang macht ein Lied mit dem starken Namen "Ruina Mundi". Monumentale Beats, gottgleiche Klangflächen, episches Dröhnen. Das erwartet Euch beim zeitlosen, nordisch gehaltenen Opener! "The Powers" gibt ja schon direkt die Marschrichtung für den folgenden Stampfer vor. Besonders kraftstrotzend wird es hier nämlich! Es dröhnt und zischt aus allen Ecken und Winkeln! Sehr geil bisher die neue Platte! Ich finde, hier fließt auch ein wenig EBM mit ein. Vielleicht findet Ihr ja auch durch Anhören heraus, welche Kräfte denn da Einfluss hatten. Es wird etwas düsterer und noch derber mit dem Herz- und Titelstück "Decayed Values". Die pure Rhythm ´n´ Noise, Industrial, Noise Wand trifft Euch frontal und reißt alles nieder, was nicht angeschraubt ist. Richtig stark und die wahre Club-Granate! Sphärische Melodien, fast wie die Geister Verstorbener, fliegen während des Liedes durch den Raum. Wahrlich gespenstisch und super gemacht! Übersetzt heißt der Titel übrigens verfallene Werte. Das sagt alles. Noch mehr club-orientiert neben "The Powers" ist die "Beat Control" und wenn ich mich nicht irre, sind die zu hörenden Worte von Kay. So oder so eine starke, schweißtreibende Nummer. Und wir lassen den Beat gerne die Kontrolle über uns und unseren Körper nehmen! "The Devil´s Trick" zieht uns auch sofort in seinen höllisch guten Bannkreis und verzaubert sofort. Gut anschnallen und festhalten, es wird eine holprige Fahrt! Teuflisch gut meine Herren Chainreactor! Weiter geht es mit "Agony" und es wird bitter von der Atmosphäre und den Melodien. Gleichzeitig drücken die Herrschaften aber auch das Gaspedal ordentlich durch und so donnert diese Perle wie ein vor Wut schäumender Stier aus den Boxen, um Euch zu rammen und Klänge der Erleuchtung mischen sich mit hinein! Also Bewegung, tanzt bis nix mehr geht! Wo wir doch vorhin bei verfallenen Werten waren. Die werden auch in "Hatred" thematisiert. Leider nur in Klängen und Samples, hier hätte ich mir Kays Einsatz gewünscht. Nichtsdestotrotz schaffen es die Herrschaften, dass die Thematik auch ohne Gesang spürbar ankommt. Das liebe ich an solcher Musik. Zumindest beim Düster-Electro. Angesichts der Thematik geht es hier auch dementsprechend ab. In eine ähnliche Richtung zielt natürlich auch der "System Shock". Wie das Sample schon eingangs richtig erwähnt: "it is coming, it´s just a question of time"... Auch das "Legendary Suffering" darf sich in der Weltuntergangsreihe anstellen. Ob es dann ein legendäres Leiden wird, wird man sehen. Mit der Perle hier leiden wir zumindest sehr gerne mit. Beim "Impact Drill" prallen Rhythm ´n´ Noise aufeinander, dass man es vergleichen kann mit dem Aufprall zweier Züge. Also das totale Brett! Angesichts der Thematik aber auch berechtigt! Sogar ein "deutscher" Titel hat seinen Weg gefunden. "Angst" passt natürlich auch perfekt in die Riege und es wird extrem düster und dröhnend. Mit Pauken, Trompeten und Sirenen der Untergang eingeläutet. Sehr sehr geil gemacht! Es folgt der Endgong mit "Scottish Coldness". Und ich kann nur wiederholen, was ich vorhin schon mal erwähnte. Die klirrende Kälte, die Einsamkeit, die Faszination Schottlands wird perfekt eingefangen, als wäre man direkt vor Ort! Einfach. Nur. Geil! Und ein perfekter Schluss, aufbauend auf den nordischen Opener!
 
Fazit: Ein wahrlich starkes Werk und meiner Meinung nach eines der besten der bisherigen Bandgeschichte! 2 Jahre haben sich Jens und Kay Zeit gelassen und gerade bei dem, was hier abgeht, war das notwendig! Immerhin geht es, wie bereits erwähnt, um verfallene Werte. Dementsprechend geht es hier ordentlich zur Sache mit entsprechenden Thematiken. Das legendäre Leiden, der System-Schock, der Impakt Drill, Angst, des Teufels Trick, Hass - einmal das komplette Weltbild mit düsterstem Ausgang! Richtig gut verarbeitet in gescheitem Gedröhn. Tanzen kann man hier so oder so. Neben den ernsten Themen gibt es mit "The Powers" und "Beat Control" auch etwas für die Lach-, Spaß- und Partygesellschaft. Mit "Agony" gibt es die musikalische Erleuchtung, der Rest ist nordisch. Also für alle was dabei. Und die Electro-Fraktion wird total begeistert sein! Respekt meine Herren, weiter so!  
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=iYDBK3mQowY    Hatred (vertreten auf der Cold Hands Seduction Vol. 196, Sonic Seducer)
Jen Majura - mittlerweile eine feste Größe im Metal-Bereich und eine wahre Metal-Göttin! Egal, ob bei Knorkator, Equilibrium oder aktuell Evanescence - Jen meistert jede Aufgabe in jeder Band mit Bravour und göttlicher Coolness wie Gelassenheit. Ein wahres Multi-Talent! Seit einiger Zeit wandelt sie auch auf Solo-Pfaden und ihr selbstbetiteltes Debüt-Album "Jen Majura" liegt 2 Jahre zurück. 
 
Jetzt erscheint am 24.11.2017 endlich der Nachfolger "InZENity". Und das direkt nach dem "Best of" "Synthesis" mit Evanescence. Best of ist es eigentlich nicht, denn die "besten Sachen" wurden her genommen und noch besser gemacht. Vielleicht ja genau der richtige Ansatz für Jen. Sowohl der Titel des Zweitlings als auch die sympathische, hochenergetische Persönlichkeit hinter dem Werk lassen nicht weniger als höchst mitreißenden, unterhaltenden Wahnsinn mit großer Musikalität zu und erwarten. Und genau das bekommen ihre Fans auch: 11 Songs, die vor Ideenreichtum, irren Gitarrenlicks und ansteckenden Refrains nur so sprudeln – 200% Jen Majura eben und nicht zuletzt das bislang persönlichste Werk der Ibanez- und ENGL-Botschafterin. Nebenbei gibt sie sogar Gitarren-Unterricht, unter anderem auch auf YouTube. Brachiale Axt-Unterstützung erhält der liebenswerte Workaholic zudem von den langjährigen Freunden Alex Skolnick (TESTAMENT), Jeff Waters (ANNIHILATOR), Mattias IA Eklundh (FREAK KITCHEN), Jan Zehrfeld (PANZERBALLETT) und Nico Schliemann (GLASPERLENSPIEL), die allesamt irrwitzige Gastsoli beigesteuert haben. Anschnallen und festhalten also, wenn Jen Majuras “InZENity” losgelassen wird! Wenn das mal nicht vielversprechend klingt, also legen wir los!  Natürlich, wie könnte es anders sein, beginnt es richtig fett. "All the other Ones" fegt eine richtig heiße Nummer auf´s Parkett. Und es stimmt wie hier besungen: Jen sticht einfach raus und ist nicht wie die anderen! Und sie beweist, dass sie auch richtig gut singen kann! Was für ein Befreiungsschlag für alle Andersartigen! Da folgt auch schon das Herz- und Titelstück "InZENity". Dadurch, dass Jen den Titel auch genauso singt, wie er da steht, wirkt es teilweise etwas befremdlich. Aber genauso, dass es richtig cool klingt und außergewöhnlich (damit auch selbstständig) klingt. Old School Rock Metal, Trash, Melodic, paar orientalische Einschläge, viele Breaks, höchst geniale Riffs, verschiedenste Gesangsformen - muss man mal gehört haben! Es wird etwas sanfter, melodischer, elegischer mit "Leave me". Jen kann also auch "romantisch". Und dennoch genügend Bombast, metallische Härte und der Mittelfinger angesichts der Thematik. Man bekommt verdammt viel geboten und bei der nächsten Trennung, dem nächsten Liebeskummer bekommt Ihr durch diese Perle ein Trostpflaster zum "fuck you!" sagen. Perfekt! "Drama Queen" hingegen zeigt sich als explosives, höchst geladenes, obercooles Granatenteil! Jen gibt sich rotzig, frech, rockig und wie gesagt obercool. Richtig fette Nummer! "Bully Lies" ist nicht weniger obercool und entpuppt sich als wahre Trucker-Hymne. Also Cowboy-Hut auf, Weste an, rein in die Stiefel, Arsch in den Bully geschwungen und ab auf die Route 66, während man dieser wunderbaren CD, dieser geilen Nummer, dieser klasse Frau zuhört. Ein Traum! "Lied ohne Namen" präsentiert Jens akustische Stärken. Akustik-Gitarre, Klargesang, Rockröhre, leichte Trommeln. Klarer Favorit und richtig toll! Und gleichzeitig bekommen viele noch ihr Fett weg, denn sie lässt sich durch Angriffe und negative Presse nicht runter kriegen. Sie macht immer ihr Ding und das ist sehr lobenswert, weiter so! Nehmt Euch ein Beispiel dran! "Sick Brain" ist ein sehr passender Titel für die nächste Nummer, denn nach dem Akustik-Ausflug mixt Jen Slipknot mit Trash Metal und rockt Euch den Arsch weg! Fettes Teil, also hoch mit Euch, abgehen und headbangen! Sick Brains, hier ist Eure Heilung! "Stupid Piece of Wood". Durchaus amüsierender Titel, der nachdenklich macht, während man breit schmunzeln muss. "Du dummes Stück Holz" singt Jen hier in alter Korn, Rage Against The Machine, Hard Rock Manier. Entweder ein Mensch oder eine nichtstaugende Gitarre, die hier gemeint sind? Findet es raus, es lohnt sich! Ebenso witzig liest sich "Tobi didn´t show up for Breakfast". Whatever uns das sagen soll! Aber es ist ein richtig umwerfendes, episches, obercooles Instrumental! Sehr geil gemacht, muss man mal gehört haben! Ebenso rätselhaft ist "Like Chuck Norris". Zumindest zunächst. Es gibt so unheimlich viele Sprüche und Witze über ihn - die hier sicher nicht gemeint sind. Aber die Vorstellung ist witzig! Nein, Jen meint wohl sein Verhalten in "Texas Ranger". Da ist man doch gerne mal wie Chuck Norris. Und nebenbei bekommt er ein geniales musikalisches serienverdächtiges Erbe. Damit sind wir auch leider, leider schon wieder am viel zu frühen Ende. Aber dafür nimmt uns Jen noch mit, "Far away" in ihre Welt. Und die ist ebenso wunderschön wie faszinierend und eigenständig. Richtig schön erzählt, super musikalisch untermalt, man bekommt einen super Einblick wie und wer Jen ist. Toller Schluss! PS: Lasst die CD ruhig laufen, nachdem der vermutlich letzte Ton verklungen ist. Dann gibt es noch einen feinen sauberen Ausklang. 
 
Fazit: Madame Majura hat es richtig drauf! Ein Multitalent, für die Musik geboren, für Rock und Metal jeder Art auserkoren. Abwechslungsreich, derbe rockig, prominente Unterstützung für den Zweitling, vielseitiges Stimmwunder, Saitenvirtuosin - wer will da meckern! Kritiker gibt es immer, aber Jen macht eindeutig klar, dass sie das weder beeindruckt noch bestimmt. Die Frau hat ihren Weg gefunden, meistert ihn bravourös, man sieht sie ständig mit anderen Bands, aktuell mit Evanescence - da hat es jemand geschafft und will dennoch noch weiter. Respekt, vor der Frau ziehe ich den Hut! Der Zweitling toppt das Debüt und gibt einen richtig guten Einblick zur Person und ihren Talenten. Wer sie kennenlernen möchte, möge hier bitte unbedingt zugreifen! Ob nun mit Anderen oder solo - Madame Majura rockt! 
Euer Krähenkönig

«Bestie Mensch» – das neue Album des Schweizer Trios Koraktor überzeugt durch ein orchestrales Synthie-Feuerwerk, unterlegt mit drückenden Bass Klängen und schleppenden Gitarrenriffs. Dabei entführt Sänger Gabriel K. die Zuhörer in die Tiefen der menschlichen Abgründe. Er singt über das Zweifeln, die Selbstzerstörungswut der Menschen und die verlorenen Momente im Leben. Die Musik gepaart mit der Bassbariton-Stimme fesselt, reisst mit und geht unter die Haut (www.koraktor.bandcamp.com). Bisher existieren übrigens das Debüt-Album "NachtBilder" (Mai 2010) und die EP "Abgrund" (Oktober 2013).

Man sieht schon, dass das Trio sich Zeit nimmt für seine Werke. Nicht das schlechteste. 

 

Seit dem 04.11.2017 ist die Krankheit "Bestie Mensch" nun unterm Volk und wütet mit 10 brandneuen Tracks. Wie das Dreiergespann jetzt über die verschrienste Rasse urteilt, erfahrt Ihr jetzt. Es eröffnet die "Endzeit". Ein gewaltiges, epochales, gigantisches Instrumental. Gewaltige Synthie-Teppiche. Der erwähnte Bassbariton-Gesang kommt dazu, starker Dunkelmetal gesellt sich zu den Untergangsmelodien. Der Text handelt von den lebenden Geistern, die man rundum betrachten kann. Ob in der Stadt oder im Bus. Überall spürt man, dass das nicht mehr lange gut gehen kann. Sehr starker Opener, klasse gesungen, genial gemacht. Es folgt die "Todesfuge". Klassikhaft, opernhaft, tragisch-dramatisch, bedrückende Atmosphäre, einem Grusel-Kammerorchester gleich. Sehr genial, wundervoller Text. Sehr lohnenswert da mal reinzuhören! Die militärisch anklagenden Drums verfeinern das eben erwähnte Bild nur noch. Mit "Masken" laden Koraktor zum düster-schweren Maskenball. Ihr seid herzlich eingeladen, unter der Maske zu bluten und zu schwitzen, während Ihr den Anschein der Maske aufrecht erhalten wollt. Das wird mit Darkwave, Ball-gerechter Musik, militärischen Drums, Bassbariton, kehligem Gesang und sehr viel Inbrunst vertont. Wieder mal sehr genial mit sehr genialen Lyrics. "Dein Maerchen" ist ganz besonders beeindruckend. Das Zerbrechliche, Orchestrale von Deine Lakaien trifft auf das dunkeldüstere Image von Ewigheim. Wundervoll erzählt, höchst beeindruckend vorgetragen, zutiefst einschneidende Worte, berührende Atmosphäre, Darkwave trifft auf emotionalen Dark Rock. Was für eine wunderschöne, zerbrechliche, tief treffende Perle! Ihr könnt Euch vorstellen, worum es vor dem Hintergrund Bestie Mensch geht. "Voelkerschlacht". Ein Titel, der in Zeiten wie unseren, auf solch einem Album, nicht fehlen! Militanter Darkwave Gothic Rock erklingt hier passenderweise, während der Bassbariton von grausigen Schlachtfeld-Anblicken erzählt. Ich sage das hier oft, ich weiß! Aber ich finde das einfach nur genial gemacht! Nix für schwache Nerven, der Sänger erzählt das schon sehr detailreich! Aber das verlangt die Thematik immerhin auch und Schlachten sind nie etwas für schwache Nerven! "Der letzte Tag" baut rein inhaltlich in gewisser Weise auf den Opener auf, immerhin behandelt er den Finaltag. Sirenen, Darkwave, Dark Rock, Beerdigungs-Atmosphäre, schwarze Schwere, sehr bedrückend, Abschiedsstimmung. Wahrlich umwerfend und sehr gut umgesetzt! Was am letzten Tag passiert ist? Erfahrt Ihr durch Anhören. "Nur ein Gedanke" ist eine mit Klavier und Bassbariton vorgetragene opernhafte Aufführung, die ihresgleichen sucht. Ein makelloses Kleinod ist hier entstanden, das man lieben muss! Im späteren Verlauf kommen Streicher, kehliger Gesang, Dramatik, große Emotionen und militante Drums dazu. Was für ein tief berührende Darbietung! "Kalter Asphalt" erinnert an das Mädchen mit den Streichhölzern, nur modernisiert mit allem, was dazu gehört. Der direkte Lebensweg in den Abgrund. Und das opernhaft vorgetragen. Was für eine Ohrenweide! "Zuerich brennt" spricht für sich. Neben dem Opener das derbste, was die Platte zu bieten hat. Ein von Hass zerfressener, geplagter Geist. Seine Konsequenz. Und das sehr genial musikalisch umgesetzt. Es endet. "Ohne Klage". Im Gegensatz zum Hörer, der hier Gefallen findet. Der klagt über das viel zu frühe Ende der CD! Aber er wird umso reicher beschenkt durch eine wunderschöne, tief treffende, bewegende Perle. Ein wahrlich edler Ausklang, den man gehört haben muss! Was für ein krass gut getroffener Spiegel der Arbeitswelt. 
 
Fazit: Wow. Eifach. Nur. Wow. Das ist eines der top Alben, nein DAS top Album dieses Jahr! Nur wenigen Bands dieser Tage gelingt, was Koraktor gelingt. Eine perfekte musikalische Inszenierung unserer Zeit. Das Spiegelbild der Seuche, die ihre Klauen in das weiche Fleisch der Menschlichkeit geschlagen hat. Hass, Abwendung vom System, Menschen wie Geister, Lach- und Spaßgesellschaft, weg geworfene Leben in den Straßen, die Konsequenzen daraus, Arbeitswelt, Politik. All das wird hier behandelt und das mit einer Darbietung, die ihresgleichen sucht. Darkwave. Dark Rock. Derberer Metal. Klassik. Oper. Theater. Theatralik. Dramatik. Bassbariton-Stimme. Kehliger Gesang. Militante Drums. Einfach nur umwerfend! Ich möchte Koraktor für dieses Album aus tiefstem Herzen danken! Dafür, dass sie das gemacht haben. Irgendwo zwischen Janus, Mozart, Umbra et Imago, Gothminister, Deine Lakaien, Ewigheim, Ost+Front und Nachtblut haben diese 3 Musiker zusammen gefunden. Und eine Mischung aus all dem mit noch viel mehr erschaffen. Was sie einzigartig macht. Leider vorher noch nie von ihnen gehört. Und das muss sich ändern! Denn die Schweizer behandeln Themen, die alle betreffen! Niemand kann dem entgehen. Ob er hinhört oder nicht. Für mich persönlich jetzt schon eine meiner absoluten Lieblings-Bands und Lieblings-Alben! Wir brauchen mehr solcher Bands! Die nicht so sein sollen wie Koraktor. Koraktor sind wie Koraktor. Aber rein thematisch ein gutes Leitbild. 
Euer Krähenkönig
Es gibt endlich neues Material von Delivered Soul! Seit 10 Jahren (2007) betreibt Stefan Uhlmann seine Band. Electro Pop, EBM und sämtliche weitere elektronische Spielwiesen grast er ab. Auf seinen ersten Alben arbeitete er mit Künstlern wie Markus (Lost Area, X-in June)Caro (Prospective)Marco (Traumtänzer) etc. zusammen und sie verewigten sich durch Gastbeiträge. Vorher nur im Underground tätig, ist spätestens seit "Heal me" eine richtig große Fangemeinde auf seine Musik aufmerksam geworden. Den Großteil erschafft Stefan selbst, seit "Heal me" ist Thomas Lüdtke (The Invincible Spirit) für das Mastering zuständig. Ein Demo-Album, drei Eigenproduktionen, drei Alben, eine EP und drei Musikvideos sind bisher erschienen. 
 
Jetzt ist ein Jahr nach dem letzten Werk "No Return", genauer gesagt am 13.10.2017, das brandneue Album "New Time new World new Life" erschienen und passend zum 10-jährigen Geburtstag gibt es gleich ein feines Doppelalbum. Durch den Albumnamen erschafft Stefan natürlich gleich einen grandiosen Spannungskreis. Was Euch erwartet und wofür der Name der Geburtstags-CD steht, erfahrt Ihr jetzt. "The Beginning of the End" stellt den ultimativen Opener dar. Gewaltige Sounds, mächtige Melodiewände, wunderschöne Klangfarben. Ebenso mächtig wie monumental. Traurig und gleichzeitig warm. Zart und doch dröhnend. Perfekter Einstieg! "Feel the Beat" legt dann ordentlich vor. Hellectro, dunkler Techno, Trance-Elemente, fantastischer Gesang. Oh ja, wir fühlen den Beat! Die absolute Dancefloor-Granate! Es wird melancholisch mit "Music". Leichte Erinnerungen an Klangstabil und The Invincible Spirit werden hier wach. Sehr gefühlvoll und eingängig. Wunderschöne Perle, sehr zu empfehlen und sehr vielschichtig / abwechslungsreich! Dem Text kann ich zu 100 Prozent zustimmen, ich fühle ganz genau so! Danke dafür Stefan! Besser lässt sich über Musik nicht singen! Wer wissen will, was Delivered Soul ausmacht, wie das klingt: hört hier rein! Es wird noch einfühlsamer mit dem wundervoll getragenen "Together". Man hört deutlich, dass Stefan am Gesang gebastelt hat. Das versehe ich mit einem fetten Lob, jetzt ist es perfekt! Dark Wave, Electro, Trance-Dschungel-Einflüsse. Einfach nur berauschend und magisch, auch bisschen mystisch! "In this World" erinnert mich streckenweise an Peterchens Mondfahrt. Einfach entschweben, zu den Sternen gleiten, diese Welt hinter sich lassen. Hier wird es extrem elektronisch, Stefan singt eindringlicher wie man ihn kennt, ein wenig Leaether Strip schimmert durch gemischt mit Plastic Noise Experience. All diese Vergleiche bräuchte Stefan nicht, ich sage das nur, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt. Sehr zu empfehlen, sehr tanzbar, ein weiterer Favorit! Ebenso wie die letzten beiden inklusive Intro! Passend zu "Feel the Beat" und "Music" folgt nun "Dancing through the Night", das durch rhythmische Dschungel-Trommeln eingeleitet wird. Dumpfe Elektronik kommt dazu, die mit feinsten Klängen und treibenden Beats wechselt. Sehr gut gemacht, klasse Instrumental und perfekt zum durch die Nacht tanzen! "Can´t escape". Baut im Grunde herrlich auf "In this World" auf. Und sehr passend, denn auch wir können uns den Klängen nicht entziehen. Romantische Klänge, treibende Beats, powervoller Techno, Flüstergesang, Stefans typische Klangfarbe, Verzweiflung, eine gewisse Hoffnungslosigkeit, ein kleiner Hoffnungsschimmer. All das findet Ihr hier. Durchaus eines weiteren Favoriten würdig! "Everyday". Das wohl heraus stechendste Lied der CD. Eine gewisse Zirkus-Atmosphäre schwebt hier darüber. Bittere Ironie. Täglich grüßt das Murmeltier. Aufgezwungene Freude. Der innere Schrei nach Ausbruch. Aufbruch. Und das verpackt in passende Klänge. Genial gemacht! Das bekommt ein Extra-Sternchen! "The Fire burns in me" hingegen ist neben "Music" das Magischste, Bezauberndste, Beeindruckendste auf der CD. Müsst Ihr unbedingt reinhören, das berührt tief! Selbiges beim deutschsprachigen "Tag und Nacht". Schiller meets Delivered Soul und Kraftwerk. So würde ich das bezeichnen. Einfach nur mega! Dazu elektronisch verzerrten Gesang. Perfekt! Weiterer Oberfavorit! "End" muss man gar nicht erläutern, erklärt sich von selbst. Das Pendant zum Opener. Die fiese Schwester. Die dunklere Seite. Ein weiter führender Ausklang, der genau da ansetzt, wo das Intro aufhört. Sehr genial, epochal und mit gewisser Endzeitstimmung! Das war CD 1. Doch die zweite folgt sogleich. Um es mit Wilhelm Busch zu sagen. Diese beginnt ebenso wundervoll wie CD 1. "In your Eyes" heißt das gute Stück und strahlt genau das aus, was man in den Augen seiner / seines Liebsten sieht. Tief, berührend, nicht von dieser Welt. Und das mit genialster Elektronik umgesetzt. Umwerfend! "In your Arms" passt da super dazu und reiht sich perfekt mit in die Riege ein. "You will never" haut danach wieder ordentlich auf die Kacke und punktet als typische Delivered Soul Club Granate. Also Bewegung ist Pflicht! "Calling your Name" passt da sehr gut dazu und wirkt wie eine Fortsetzung zur damaligen Auskopplung "Heal me" aus dem gleichnamigen Werk. Tanzbar, eingängig, melancholisch, packend. Noch ein Favorit! "Memories". Deep, tiefgründig, genau der Thematik angepasst, audiobiografisch. Ein Teil von Stefan. Sehr tief berührend. Passender Gesang, geniale Elektronik. Noch ein Favorit! Dark Wave, Cold Wave, Neuzeit-Elektronik, angenehmer Klargesang. Das ist "Tonight" und ein weiterer Favorit! "Calling your Name", "Memories", "You will never", "After all the Time with you" - CD 2 lässt einen roten Faden erkennen. Auf jeden Fall beeindruckt auch letzteres in der Reihe. "Don´t forget me", ein weiterer Kandidat. Abwechslungsreich, zerbrechlich, aber auch geballt, düster, dröhnend. Stark! Ein weiteres deutsches Lied ist "Schlaflos" und Peterchens Mondfahrt geht weiter. Wichtige Fragen des Lebens werden hier gestellt. Jeder, der unter Schlaflosigkeit leidet, kennt diese Gedanken. Auch wenn sich die Fragen jeder stellen sollte. Leute mit ähnlichen Symptomen werden sich hier direkt verstanden fühlen. Alle anderen können es super nachempfinden. Geile Elektronik, klasse Atmosphäre, klasse gesungen, perfekt erzählt. Einer meiner absoluten Oberfavoriten! "Don´t tell me Lies" hingegen ist Stefan wie er leibt und lebt. Derbe Elektronik, derber Gesang. Bietet sich ja auch an. Und es spiegelt die aktuelle Zeit wider. Da gibt es nen fetten Mittelfinger von Stefan. Auch "Inside you" ist etwas derber. Pfeilschnell. Modernste Elektronik. Kraftwerk wären überglücklich! Und The Eternal Afflicht. Genial gemacht! Die Single "Lass los" darf natürlich auch nicht fehlen. Eingängig, düster, gewaltig, fast schon orchestral. Stefans helfende Hand, die er Euch reicht. Nehmen wir gerne an. Sehr gut gewählte Single, weiterer Oberfavorit! Einziger Minuspunkt: der Gesang geht teilweise in der Elektronik unter. Darauf bitte künftig wieder achten. Bei so einem Lied ist das noch mehr schade. "Nachtschwärmer". Erinnert mich an diese wunderschöne gleichnamige Sampler Reihe. Das Goldstück hätte da super drauf gepasst. Gleichzeitig verehrt das eine längst vergessene Zeit der Nachtschwärmer. Der wahren möchte ich betonen. Umso mehr goldwert ist dieses Lied! Es endet mit "Seventeen". Worauf die sich bezieht, kann ich leider nicht sagen. Was ich sagen kann, ist, dass es ein einfühlsames, melancholisches, wunderschönes, magisches Finale gibt! Herrlicher Ausklang!
 
Fazit: Man kann zurecht behaupten, dass dies das bisher ausgereifteste, genialste, abwechslungsreichste und persönliche Album in 10 Jahren Delivered Soul geworden ist! Es ist einfach nur überwältigend, was hier passiert! Stefan selbst über das Jubiläumswerk: „Im letzten Jahr bin ich durch eine schwere Zeit gegangen, musste schwerwiegende Entscheidungen treffen, die mir nicht leichtgefallen sind, und letztlich wieder zu mir selbst finden. Ich denke, all das ist auf dem Album zu hören. Es ist sehr vielseitig und steckt voller Gefühle, Träume, privater Verarbeitungen. Eine neue Welt tut sich auf, mit einem neuen Leben in einer neuen Zeit.“ Genau das hört und spürt man auch. Eine kleine private Zeitreise durch sein Seelenleben schenkt er uns hier und es ist einfach nur gut! Man kann sogar sagen: Stefan hat an sich gearbeitet, der Gesang ist abwechslungsreich, guter Klargesang. Auch wenn er zig Genres abklappert und vereint: Stefan ist da, wo er mit Delivered Soul sein möchte. Wirklich angekommen. Und dennoch stets auf musikalischen Pfaden unterwegs, die unterschiedlicher nicht sein könnten und dennoch eine geniale Mischung ergeben. Das macht DS so besonders. Und eigenständig. Praktisch unvergleichbar. Meine Vergleiche dienten nur der Veranschaulichung. Wer noch offen für wirkliche, ehrliche schwarze Musik ist, ist hier richtig! Vielen Dank für die bisherigen 10 Jahre Stefan und für dieses schöne Geschenk an dich & uns!
 
Euer Krähenkönig
Es gibt Neuigkeiten aus dem Nine Inch Nails Lager! Vor nicht allzu langer Zeit berichtete ich Euch ja von der letzten EP "Not the actual Events". Soweit ich in Erfahrung bringen konnte, ist diese wohl Teil einer ganzen EP-Trilogie, die nun nach und nach veröffentlicht werden soll. Ein wenig ließ Part 1 dieses Fenster ja offen, wenn man genau hingehört hat. Part 1 erschien übrigens am 23.12.2016.
 
Heute liegt mir Teil 2 vor, genannt "Add Violence", beinhaltet die gleiche Menge neuer Songs und erschien am 21.07.2017. Inwieweit die neue EP auf die andere aufbaut und was hier so passiert, das erzähle ich Euch jetzt. Es beginnt mit "Less than", einem wahren Goldstück für meine Ohren! Extrem abwechslungsreich, breit gefächert, old school, Darkwave, Synth Pop, Industrial Rock. Und das alles in einem gewaltigen Output, der an gewisse Teile des Albums "With Teeth" erinnert. Thematisch und lyrisch wird also schon mal perfekt auf Part 1 aufgebaut. Dabei kommt sogar wieder deutlich mehr Gefühl in die Stimme und teilweise in die Sequenzen. Starker Opener also! "The Lovers darkscene.org" ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Alleine der Name ist interessant genug. Den Hörer erwarten tiefe Klangurwälder, getränkt mit hypnotischen ekstatischen Melodien, fast schon Urwaldgeräuschen gleich. Die Luft ist geschwängert von kaltem Rauch, Schweiß, Mystik und Sex. Ihr seht schon - interessantes Hörerlebnis, was Euch da erwartet! Muss man mal gehört haben, da so sicher noch nie gehört! "This isn´t the Place" lässt namentlich vermuten, dass es wieder in Richtung Teil 1 geht. Euch erwartet eine smoothe Jazz-Electro-Nummer mit Störsequenzen und einer gewissen unangenehmen Atmosphäre. Ein Willkommensgefühl, Entspannung - und doch trügt der Schein. Ab der Mitte setzt gefühlvoller, iwie ängstlich wirkender Gesang ein, der die Atmosphäre noch toppt. Es steigert sich in´s Unermessliche. Also einfach nur verdammt genial gemacht! "Not anymore" reißt doch schon sehr abrupt aus den Gedanken. Es wird radikal, back to the roots of NIN, es dröhnt und kracht nur so vor sich hin. Wie wenn man im Auto mitfährt, die Fahrt ist recht seicht - auf einmal steigt der Fahrer in die Eisen und es drückt dich direkt in den Sitz. Um mal das Gefühl zu beschreiben. Freunde alter NIN Tage werden hier sehr glücklich sein. "The Background World". Gibt es für so eine EP ein besseres, passenderes Ende? Nein. So gut wie alle Emotionen, Sequenzen, Stimmungen, Soundkonstrukte der EP fließen hier zusammen. Der Ausdruck der Leere, der Ausdruckslosigkeit, der Unvollkommenheit, des Gefühls nicht erwünscht zu sein findet hier seinen Höhepunkt. Lyrisch ebenso wie musikalisch. Warmherzig und doch spürt man, dass etwas nicht stimmt. Besser könnte man die aktuelle Zeit musikalisch nicht darstellen. Hut ab Meister Reznor! Und das Ende erinnert sogar an "Und täglich grüßt das Murmeltier". Und man spürt und hört regelrecht, wie es immer extremer, schlimmer wird. Bis es nicht mehr weg zu denken ist. Ich bin zutiefst beeindruckt.
 
Fazit: Trent Reznor ist schon ein sehr talentierter Musiker. Natürlich macht er Musik zum Nachdenken. Seine Platten sind nix für "Ich lass das mal bissel im Hintergrund laufen". Besonders die aktuellen EP´s verdeutlichen das sehr. Ihn kotzt dieser vorherrschende Mist rundum auch an. Das hört man ganz deutlich heraus. Das System geht nicht mehr, nur noch Missstände, die Leute werden immer merkwürdiger. Und Leute, die merken, dass sie "anders" sind, merken dass etwas nicht stimmt, denen immer unwohler wird - die fühlen sich hier endlich verstanden, zuhause, irgendwie angekommen. Man kann festhalten: Im Grunde baut Teil 2 prima auf Teil 1 auf. Es wird nur noch komplexer, die heile Welt geht brennend unter, die Zeichen der Zeit müssen endlich erkannt werden. Dabei werden wie gesagt Fans der ersten Stunde von NIN teilweise sehr glücklich sein. Ich hoffe einfach, dass mehr Leute genau so über die EP nachdenken wie ich. Dann wäre Reznors Meisterwerk geglückt.
Damit ende ich, bedanke mich herzlich bei Nine Inch Nails und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig 
Darüber werden sich viele Electro-Fans sehr freuen: T.O.Y. melden sich zurück! 1992 riefen Volker Lutz und Thorsten Brenda das Projekt, damals noch unter dem Namen Evils Toy, in´s Leben. Angefangen mit EBM und verzerrten Vocals, wurde schon bald Synthie Pop daraus. Erst im Jahr 2000 folgte die Umbenennung in T.O.Y., die bis heute anhält. 7 Alben erschienen unter dem alten Namen, 3 unter dem neuen Namen. Die letzte Veröffentlichung "White Lights" erschien 2003 in 2 Versionen und ist seitdem neben kleineren Releases auch die letzte große Veröffentlichung gewesen.
 
Jetzt, 14 Jahre später, erschien am 10.06.2017 endlich das brandneue vierte Album "Pain is Love". Sänger Volker Lutz, Oliver Taranczewski und Marc A. Nathaniel haben sich also echt viel Zeit genommen. Ich berichte Euch heute, wie das Ganze klingt. Eröffnet werden die 14 brandneuen Tracks durch "For Gold", einem warmherzigen, dunkel-romantischem Synthie Pop Goldstück. Ergreifend, packend, deep, hervorragend vorgetragen. Perfekter Start für Volker und seine Jungs im Jahre 2017! "Lies to tell" ist definitiv ein Anwärter auf den "Sommerhit" des Jahres 2017. Zumindest im schwarzen Electro. Klasse Atmosphäre, prima Elektronik, gut gesungen, herzlich mit bitterer Note, zum Tanzen und Träumen gedacht. Eignet sich sicher herrlich für eine Grillfeier. Etwas anders klingt da schon "The final Night". Es klingt nach Abschied und Wehmut. Dementsprechend sind die Melodien und der Gesang angepasst. Feine Nummer, die den Hörer direkt packt. "Pixy Snow" ist eine ganz besonders feine Perle. Man fühlt sich wie in einen großen Barock-Konzert-Saal zurück versetzt und wunderschöne Melodien erreichen das Ohr. Einfach traumhaft! Nach diesem wunderschönen Zwischenspiel geht die Disco-Leute wieder an und Volker erzählt von seinem "My Way to you". Luftig leicht wie eine Feder wirkt sein Gang, gepflastert von himmlischen Melodien und intelligenter Elektronik. Feines Lied! Muss ein schöner Weg sein, wenn man ihn gehen darf. "The Darkness & the Light" ist das erste etwas dunklere Liedlein und mein erster richtiger Favorit. Dunkel-romantisch, hervorragend gesungen, wundervolle Klänge, Licht und Dunkelheit, Tag und Nacht, gotisch und neuzeitlich. Einfach nur klasse und sehr zu empfehlen! Thematisch natürlich auch perfekt formuliert. Er die Dunkelheit, sie das Licht. Passen nicht zusammen, sind aber untrennbar. "The Storm" passt thematisch natürlich auch perfekt. Es scheint nicht immer nur die Sonne. Es schneit mal, es stürmt, es muss mal gescheit knallen, es fällt Regen. Nur das bestimmt den richtigen Partner. Musikalisch auch prima umgesetzt. Top! "Memory Ave". Es ist eines der Instrumentals, weswegen ich die schwarze Elektronik liebe. Kein Wort ist nötig, um auszudrücken, worum es geht. Die Melodien, der Klang, der Verlauf, die Atmosphäre, die vermittelten Gefühle - alles da und alles wird gesagt. Absoluter Oberfavorit meinerseits! "Three Words" baut zumindest auf der Gefühlsebene direkt darauf auf. 1000 Liter Herzblut, Melancholie, Dunkel-Romantik, Herzweh. Es sind meist nur 3 Worte, die soviel bestimmen können. Also wählt weise. Eignet sich perfekt für einen gemeinsamen Tanz, dieses Lied. "But not Tonight" ist in dem Fall kein Depeche Mode Cover, aber thematisch die selbe Richtung. Ihr seht: man muss nicht covern, um das selbe sagen zu wollen. "Easy" wirkt ein wenig wie ein Kinderlied. Was aber nicht abwertend zu verstehen ist. Ich finde das klasse und wie es scheint ist das sogar so gewollt. Diese Leichtigkeit aus Kindertagen, alles war so einfach. Warum bewahren sich das viele nicht? Gegen Ende wird es sogar mal dramatisch. Einfach gut gemacht! "I hear you calling" ist ein direkter Favorit von mir. Klasse Atmosphäre, Club, tanzen, mitfühlen, nachklingen lassen. All das und mehr erwartet Euch hier. "True Lovers" spricht für sich alleine und eine hervorragende Elektronik in Verbindung mit einer talentierten Stimme ergeben ein stimmiges Gesamtbild ab. Mehr hört man nur. Und, was darf bei so einer Platte nicht fehlen? Richtig - ein passendes Herz- und Titelstück! Das erwartet uns zum großen Finale und bildet das Schlusslicht. Warmherzig, Melodien sagen mehr als Worte, zerbrechlich, wunderschön, tief berührend, deep, ideal zum Träumen und Entschweben. Einfach nur grandios! 
 
Fazit: Beziehungen - wie führt man sie richtig? Was ist falsch? Ist es bei allen falsch, wenn einer einen Fehler macht? Wie finde ich den "Traumpartner"? Welche Faktoren beeinflussen das? Fragen über Fragen. Abertausend Fragen. T.O.Y. liefern vielleicht kein Allheilmittel, aber prima Denkanstöße. Ein Album, welches sich mit all diesen Sachen beschäftigt. So wechselhaft wie eine Beziehung in sich und wie das Meer, die Gezeiten. Tief berührend, macht nachdenklich, direkt die Hörerschaft ansprechend. Und das alles verpackt in herrliche Elektronik und vorgetragen von einem guten Sänger. Man sieht es wieder: es muss nicht jedes Jahr ein Album kommen. Manchmal braucht etwas mehr Zeit. Ebenso wie Beziehungen. Hier schließt sich der Kreis.
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei T.O.Y. und bei Euch, sage biss bald, stay tuned und viel Glück!
Euer Krähenkönig 
Heute wird es laut, hart und im wahrsten Sinne des Wortes: dreckig. Denn die Evil Invaders, eine Trash / Speed Metal Band aus Leopoldsburg, meldet sich lautstark zurück! 2013 erschien ihre erste gleichnamige EP, seitdem dröhnen Fronter / Gitarrist Joe und seine 3 Mitstreiter durch die Lande. Das erste Album und eine weitere EP sind veröffentlicht; letztere erschien 2016 unter dem Namen "In for the Kill". 
 
2017 erscheint unter ihrem Label Napalm Records der Albumnachfolger "Feed me Violence" mit 9 brandneuen Stücken. Was Euch erwartet, erfahrt Ihr jetzt. Der Opener "Mental Penitentiary" legt auch gleich ordentlich los und fegt Euch aus dem Weg! Das ist Trash Speed wie er sein muss! Old School, derbe, straight auf´s Maul, wach rüttelnd, feine Gitarren, pfeilschnelle Drums. Guter Opener! Aber auch einige Hard Rock und Melodic Anteile fließen mit ein. Richtig schön! Fein old school bleibt es mit "As Life slowly fades". Ein stolzes Gewitter aus Trash, Heavy, Speed und Melodic Metal. Die Solos, die Riffs, die Drums und dazu die Stimme sind einfach nur BOMBE! Richtig lecker! "Suspended Reanimation" ist ein feines Instrumental und Einleitung für "Broken Dreams in Isolation". Eine geilere Vereinigung aus Trash und Melodic Metal hört man selten! Absoluter Oberfavorit inklusive der Einleitung bisher! Old school, geil gesungen, melancholisch, brutal, mitreißend, packend, explosiv. Einfach nur FETT! Joe erwähnt sogar beide Titel. Also das kann man nur lieben als Meddl-Fan! Das Herz- und Titelstück "Feed me Violence" hat seinen Namen verdient und macht ihm alle Ehre! Gewalt, Geschwindigkeit, Bombe, Panzer, Eskalation, headbangen, Moshpit. Um mal ein paar Schlagworte zu erwähnen, die es Euch schmackhaft machen sollten! Ein wahrer Speed Trash Smasher! Die beiden ersten Songs sind übrigens auch die bisherigen Auskopplungen, die man sich unbedingt anhören / ansehen muss! "Anger within" schließt sich gleich gut mit an und gönnt Euch keine Pause! Also weiter abgehen, eskalieren, austoben! Da sind wir leider auch schon am Ende angelangt, wobei mir aufgefallen ist, dass sich da entweder wer verdruckt hat oder mir eine fehlerhafte Datei vorlag. Ich komme nur auf 7 Tracks, in der Tracklist steht bei den letzten Beiden aber 8 und 9. God knows. Nichtsdestotrotz ein richtig derbes Brett, was Euch noch mal richtig fickt zum Abschluss! Fett, einfach nur fett und Totalabriss! Feiert mit mir "Among the Depths of Sanity"!
 
Fazit: Ein richtig feines, obercooles, derbes, rotziges, old school verehrendes Metal Album liegt uns hier vor meine Lieben! Wer Metal liebt, wird die Evil Invaders vergöttern! Glaubt mir! Es ist schon eine Kunst, 2017 wie zu den Glanzzeiten des Metal - besonders des Trash - zu klingen. Dafür riesen Respekt und fetten Daumen nach Leopoldsburg! Also Anhänger von Trash, Speed, Classic Heavy und teilweise Melodic Metal werden hier wirklich glücklich, das verspreche ich! Ich finde die Musik klasse, kann sie nur empfehlen - alles richtig gemacht würde ich mal sagen! 
Euer Krähenkönig
Die Post-Grunge-Szene kann aufatmen und sich riesig freuen: Seether sind wieder da! Seit 1999 rocken sich die Jungs aus Südafrika um ihren extasischen Frontmann Shaun Morgan durch die Lande. 7 Alben, ein Live-Album, 4 Kompilationen, 5 EP´s ebenso wie etliche Singles und Evergreens existieren bereits von ihnen. Ihr Bekanntheitsgrad ist riesig, nur die Wenigsten kennen Seether nicht oder haben noch nie von ihnen gehört / gelesen. Das nennt man Erfolg! Seether haben es geschafft. 2014 erschien ihr letztes Album "Isolate and medicate". 
 
Am 12.05.2017 erscheint nun endlich Werk Nummero 8 genannt "Poison the Parish". 12 brandneue Stücke sind darauf zu finden. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Ein gescheites Post-Grunge Brett namens "Stoke the Fire" eröffnet auch gleich. Feine Melodien, prima eingängiger Gesang, Ohrwurm-Qualitäten. Dieses Lied brennt sich auf jeden Fall gleich ein. Guter Opener! "Betray and segrade" hingegen ist eine feine Grunge Rock Nummer, die sich ebenso schnell einprägen wird. Der Gesang in Verbindung mit den Melodien gefällt mir hier besonders gut, gerade dieses Zusammenspiel macht die Ohrwurm-Qualitäten aus. Im Mittelteil zeigen die Jungs ihr großes Potenzial an ihren jeweiligen Instrumenten und es geht straight nach vorne und gut ab! "Somehing else" kommt sehr balladesk und eingängig daher, dennoch ist genug Bombast dahinter. Große Emotionen treffen auf guten Rock. So entstehen große Hits. Ich könnte mir vorstellen, dass es diese Perle auch weit bringen kann. Überzeugt Euch selbst. "I´ll survive" ist einer meiner Favoriten. Großspurig, kraftvoll, energiegeladen, eingängig, straight nach vorne, unmissverständlich. Definitiv ein Anhörtipp! Danach präsentiert sich die Single "Let you down". Starker Gesang, coole Atmosphäre, geht gut ab, iwie abrechnend. In jedem Fall eine gute Singlewahl! "Against the Wall" ist etwas ganz Besonderes. So hat man Seether meines Erachtens noch nie gehört. Höchst emotional, fast himmlisch anmutend, hell, freundlich, gigantische Emotionen, traumhafte Melodien, einfach nur elegisch und wundervoll, sehr mitreißend. Absoluter Oberfavorit! Es bleibt höchst emotional bei "Let me heal". Eine kleine feine tief gehende Ballade. Muss man mal gehört haben! "Saviours" hingegen lädt dann wieder zum Abgehen ein und liefert euch die Helden für Euren grauen Alltag. So lässt man sich gerne retten. "Nothing left" ist mit das derbste, was die Platte zu bieten hat. Verlangt die Thematik aber auch. Düster, melancholisch, selbstzerstörerisch. In einer ähnlichen Stimmung bleibt auch "Count me out", nur dass es noch paar Schippen drauf legt. "Emotionless" ist mit 5:22 das längste Liedlein der CD. Absolut verdient. Zweiter Oberfavorit. Hört mal rein, dann wisst Ihr wieso. Name verrät ja schon genug. Ich finde es richtig genial gemacht! "Sell my Soul" liefert den perfekten Abschluss. Höchst emotional, hell, elegisch, balladesk, tief treffend, Milliarden Liter Herzblut, geht direkt in die Seele. Grandioses Finale, das man sich immer wieder anhören kann!                                              
 
Fazit: So habe ich Seether ewig nicht gehört. An Emotionalität ist das hier kaum zu überbieten. Sei es nun tief melancholisch, derbe angepisst oder höchst himmlisch - die Jungs liefern einmal die komplette Palette. Ein riesen Gefühls-Riesenrad wenn man es so nimmt. Zu Tode betrübt, himmelhoch jauchzend. Das sind die besten Attribute hierfür. Dabei scheuen sie sich auch nicht vor neuen Seiten, die sie entdeckt haben. Also eine sehr empfehlenswerte Platte, über die sich jeder Post-Grunge & Seether Fan freuen wird.
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Seether und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig                                                       
Ich freue mich ja immer wieder, für neue Bands zu schreiben. Eine davon ist Oversense, eine 2012 gegründete fünfköpfige deutsche Melodic Metal / Power Metal / Symphonic Metal Band um Sänger Danny Meyer. Beeinflusst werden sie durch Helden wie Metallica, Sonata Arctica, Edguy, Avenged Sevenfold, Avantasia und die Pretty Maids. 2014 machten sie mit ihrer EP "Dreamcatcher" auf sich aufmerksam. 
 
Am 12.05.2017 folgt nun endlich ihr Debüt-Album "The Storyteller" mit epischem Cover-Artwork und 12 Stücken. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Ein überaus episches Instrumental genannt "Forgotten Tales" leitet in die Scheibe ein. Streicher, harmonisches Piano, melancholische Stimmung, leichte Drums. Das im Dunkellicht mit Kerzen und coolen Lichteffekten und der Abend wird perfekt! "Wild Hunt" behält sich die Grund-Elemente bei und legt nur extrem symphonischen Melodic Power Metal oben drauf. Danny überzeugt durch wundervollen Gänsehaut erzeugenden Gesang. Je nach Geschwindigkeit ändert sich natürlich auch seine Stimme. Sehr sehr geiles Teil! Mittendrin ebbt der Metal abrupt ab und wandelt sich zu wunderschönem Akustik Gewand, in dem nur Danny und himmlische Melodien zählen. Dann geht es wieder in Power Metal über. Einfach nur geil gemacht! Dann präsentiert sich die brandneue Single "Mr. Mackie´s Chase for Love". Interessante Klänge, toller Gesang, hervorragende Atmosphäre, richtig geiler Melodic Metal. Teilweise erzeugen die 5 eine richtig geile spannende Stimmung. Sehr zu empfehlen das Teil und ausgezeichnete Singlewahl! Düster, eingängig, fordernd, großspurig. Das ist "Purgatory". Hier wird es das erste Mal stellenweise richtig hart und gescheiter Power Metal dröhnt da los. Sogar ein Chor ist zu vernehmen. Eine Art Ballade erwartet uns mit "Sally". Auch hier ist ein großer Akustik Anteil drin, wird auch durch so einen eingeleitet. Ansonsten erwartet Euch extrem eingängiger Melodic Metal / Alternative Rock. Dieser Song wird sich schnell einbrennen. Er reißt schnell mit und wird zum Ohrwurm. Gute Eigenschaften! Melancholisch, elegisch und extrem eingängig ist auch "We´re gonna bring". Ich bin der Meinung, hier fließen Power und ein wenig Folk Pirate Metal zusammen. Eine gewisse Ganoven-Stimmung weht auch mit. Passt schon alles prima zusammen und überzeugt. Hier wird sogar mal schnell gesungen. Country-Gitarren, eine verwegene Stimmung, Klänge wie von Metallica und den Pretty Maids. Sonata Arctica spiegelt sich hier auch wider. Das ist "Phobia". Wird Euch gefallen! Das ist noch Heavy Metal wie er sein muss! Mittendrin erklingen auf einmal sehr beängstigende, düstere Sounds. Immerhin geht es ja auch um Phobien. Das ist schon alles sehr genial gemacht! Mit "Last Goodbye" zeigen sie eine weitere Seite. Es geht heroisch zur Sache mit richtig feinem Power Symphonic Metal. Man hört richtig, wie hier nach vorne geprescht und galoppiert wird. Ich liebe das beim Metal. Man fühlt sich wie in das riesige Reiter-Heer Rohans versetzt (Herr der Ringe, wem das nix sagt). Einer meiner absoluten Favoriten! Auch hier gibt es einen Akustik-Teil. Das ist doch alles richtig cool gemacht! "The Heart begins to shiver". Das ist doch schon mal ein sehr tief berührender Name. Meiner Meinung nach passt das super zur Neuauflage von "Die Schöne und das Biest", die aktuell läuft. Sehr empfehlenswert die Version übrigens. Ebenso diese wunderschöne Akustik-Perle. Das Akustik-Zeug haben die Jungs und ihr Mädel echt drauf. Sie haben mit Danny auch den besten Sänger dafür. Ansonsten erwartet Euch hier höchst emotionaler Melodic Rock mit riesen Emotionen und Milliarden Litern Herzblut. Echt fein! "When the Undead rise". Das klingt natürlich schon derber und düsterer. So geht es hier auch zur Sache. Symphonic Metal at its best! Sehr sehr empfehlenswert, weiterer Oberfavorit! "Through the Panther´s Eyes" beendet das reguläre Set. Großspuriger, dokumentarischer, kraftvoller Power Metal wird uns hier dargebracht. Weiterer Favorit, den man unbedingt mal gehört haben muss! Man kann sich dieses wundervolle Tier richtig vorstellen! Ich habe sogar noch zum Finale einen sehr genialen Bonus Track namens "Big Bang" für Euch. Einen großen Knall gibt es hier auch, es wird nämlich übergalaktisch gut! Heavy Metal und richtig guten explosiven Rock können sie also auch! Starkes Teil, das Euch noch mal ordentlich weg fegt!
 
Fazit: Mit Oversense bekommt Ihr richtige Tausendsassa, die nicht nur überaus talentierte Musiker sind, denen man die Freude am Musikmachen überall anhört, sondern auch sehr vielseitig musizieren. Melodic Metal, Power Metal, Symphonic Metal, Melodic Rock, Akustik, gescheiter Heavy Metal, Folk Metal teilweise, Pirate Metal, Country, Klassik, Old School Rock - hier bekommt man einiges geboten und vor allem sehr genial verpackt! So viele verschiedene Stile manchmal in einem Lied. So was ist Kunst! Und dazu noch ein überaus talentierter Sänger, der das Ganze abrundet zum großen Ganzen. Eine richtig feine klasse Band, die ich Euch nur allerwärmstens an´s Herz legen kann! Hier bekommt man richtig was geboten und es ist eine wahre Freude, ihnen zu lauschen. Da kommt noch einiges auf uns zu, davon bin ich überzeugt!
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei Oversense und Euch, sage biss bald, stay tuned and raise your horns!
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=4VS9lyHh_B4    Mr. Mackie´s Chase For Love
Hätten Christian Death & Marilyn Manson gemeinsam ein Electro-Projekt, würde es wahrscheinlich klingen wie Chemical Sweet Kid. Seit 2008 entwickelt sich die Band zu einem dunklen, tanzenden Universum. Finster und melodisch zur gleichen Zeit, die Kraft der Songs kommt von einem trostlosen und verzerrten Beat, all das ausgewogen durch die Stimme von Julien Kidam, manchmal aggressiv, manchmal leise, aber immer böse und obskur. Nach ihrem Debüt-Album "Tears of Pain", welches 2011 erschien, veröffentlichte das deutsche Label Danse Macabre von Bruno Kramm (Das Ich) den Nachfolger "Broken Wings" ein Jahr später. Auf diesem Zweitling finden sich 13 Songs, gut aufgeteilt in Electro und ordentlichen Gitarren-Sound, wodurch der Sound eher zu Dark Electro Rock wird. Beide Alben wurden durch downloadbare Remix-Werke begleitet, das Ganze sogar kostenlos. Die Band drückt sich durch energische Shows auf der Bühne aus und nachdem sie mehrere Veranstaltungsorte sowie Festivals bespielt hatten und in allen wichtigen Magazinen zu sehen waren (Sonic SeducerOrkusZillo, ...), wurden sie durch die T-Shirt Marke HYDRAW Clothing unterstützt. Bands der Kategorie HocicoThe Young GodsPunish Yourself nahmen sie als Support mit und sie bespielten wichtige Festivals wie das Dark Munich und das Dark Castle. Rundum also ein richtiger Erfolgskurs! 
 
Seinen einzigartigen Sound weiterentwickelnd, nahm das CSK nun sein viertes Album auf, welches am 12.05.2017 erschien und auf den Namen "Addicted to Addiction" hört. Was Euch diesmal erwartet, verrate ich Euch jetzt. Ein dumpfes Knarrzen, einander angiftende Personen im Sample, dann düstere Keyboard-Sounds, eine ordentlich sägende Gitarre, Klänge wie aus der Gruft, Deathrock / Horror-Punk-ähnliche Sounds und dazu passender Gesang. Das ist "Never enough". Richtig starker, überzeugender Opener! "My Apologies" orientiert sich eher an ganz frühem Industrial Metal der Marke Die Krupps / KMFDM und paart das mit Deathrock. Üble Mischung auf den ersten Blick, die aber sofort infiziert und Euch ordentlich weg bläst! Fettes Teil! Dass jemand noch auf die Idee kommt, solche Genres zusammen zu schmeißen, hätte ich nicht gedacht. "Hate me" überrascht danach. Sounds wie aus einem abgefahrenen Zirkuszelt erklingen, die sich leicht militärisch anhören. Sehr creepy das Ganze, aber klingt genial. Muss man mal gehört haben! Sogar weiblicher Gesang ist zu vernehmen, der sicher von Keyboarderin Kora Li kommt. EBM? Deathrock? Horror Punk? Dark Electro? Irgendwie alles zusammen. Auf jeden Fall eignet sich "Ghosts & Shadows" für Eure nächste Halloween-Party. Sehr schaurig düster das Teil! Schaurig melancholische Keys, ordentlich sägende Gitarre, tiefkehliger teils brutaler Gesang. Und über allem eine bedrückende, düstere, gruftige Atmosphäre. Das ist der straight in your Face Track "Fuck the Rest". "What the Fuck" baut direkt drauf auf und brennt die Hütte ab. Hier schlägt Euch richtig viel Hass und Dunkelheit entgegen. Da sind Chemical Sweet Kid auf einmal nicht mehr sweet! CSK können auch melancholisch, ruhig, traurig, eingängig, mit viel Gefühl. Das beweist das extrem gefühlvolle "Just trying to exist". Sollte jemals wieder ein extrem düsterer "Alice im Wunderland"-Film laufen oder Ihr spielt "Alice - Madness returns", dann ist das Euer Soundtrack! "Some Kind of Madness" hat seinen Namen mehr als verdient! Immer, wenn man auf einem Album denkt, es wäre schon düster genug gewesen, kommt ein Lied, welches einem zeigt, dass es immer nur NOCH DÜSTERER geht! Das Herz- und Titelstück "Addicted to Addiction" ist eines dieser Kategorie. Gruselfaktor 10.000! "Walk hard, stay true" ist wie ich finde die beste Message der CD. Militärisch, creepy, abartig böse und höllisch gut wird es auch umgesetzt. Die Armeen der Hölle marschieren wieder & Chemical Sweet Kid führen sie mit dieser Hymne an! Unbeschreiblich, eingängig, mystisch, magisch, erotisch, himmlisch. Das ist das Einzige, was ich Euch zu "We are the Same" sagen kann. Alles andere kann man wirklich nur hören! Ich finde, eine verrauchte interessante Hippie-Atmosphäre schleicht sich hier durch die Perle. "That smells like the End". Cooler Name für das Schlusslicht. Und ne richtig coole Socke ist das Lied auch noch. Combichrist, Christian Death, Christ Vs. Warhol und KMFDM vereinen sich hier. Das riecht natürlich stark nach Ende, Tod und Walze. Ist es auch! Fettes Ende für eine solche CD! Wie das Ende wohl riecht ... ? 
 
Fazit: Ich überlege schon die ganze Zeit. Mir fällt nix ein. Weder wo noch wie ich CSK kategoriesieren soll. Es geht nicht! Ganz grob ist es Industrial Rock und das Kind aus einer dreckigen Vereinigung zwischen Christian Death & Marilyn Manson. Aber das wäre viel zu oberflächlich, dort aufzuhören. Es ist so viel mehr. Eins ist es auf jeden Fall: authentisch, extrem düster, creepy, depressiv, einzigartig und mystisch! Und das sind doch ausreichend Attribute, die Einem die Band doch schmackhaft machen müssten! Das ist schwarze Musik so wie schwarze Musik gehört! Richtig geil Old School, unverwechselbar und heraus stechend! Weiter so, das ist Bombe! Und mal unter uns: ich habe schon oft genug gesagt, dass Kategorisierungen und Schubkästen bei Musik mich persönlich voll ankotzen! Wenigstens gibt es noch Bands wie diese, die alle Schubkästen zusammen tragen und bitterböse abfackeln!
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Chemical Sweet Kid und bei Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig 
Es gibt Neuigkeiten von der thüring´schen Todesfront: Eisregen sind wieder da! Vor gar nicht all zu langer Zeit hörte man schon von ihnen. Die EP "Brummbär" und das Folgealbum "Marschmusik" machten 2015 lautstark auf sich aufmerksam. Erwähnenswert ist auch, dass wir uns im 22. Eisregen-Jahr bewegen. Seit 1995 lärmen sich Michael "Blutkehle" Roth und seine Mannen durch die Lande und wälzen alles nieder, was da kreucht und fleucht. Wer die Thüringer kennt, der weiß auch, wie sehr sie auffallen. Ihre Texte sprechen für sich und werden immer wieder angefeindet. Geschadet hat es nicht, im Dark Metal sind sie die absolute deutsche Speerspitze! 
 
Nur 2 Jahre später erscheint jetzt das brandneue 12. Meisterwerk "Fleischfilm" am 05.05.2017. 11 brandneue Stücke haben es auf die Platte geschafft. Laut Band ist es das erste Konzeptalbum der Bandgeschichte und behandelt italienische Filmgeschichte. Eine Verbeugung vor dem wilden italienischen Kino der 70er und 80er. Laut Meister Roth wäre Eisregen ohne diese Filme wohl undenkbar. Wenn das mal nicht vielversprechend und verführerisch ist! Wie alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Zuallererst erklingt ein gewaltiger Synthie-Teppich, dem schnell das typische Eisregen-Gedröhn folgt. Roth giftet wie gewohnt seine morbide Lyrik in die Menge und berichtet über die "Drei Mütter". Suspiria ist ein italienischer Horrorfilm von Dario Argento aus dem Jahre 1977. Er ist der erste Teil von Argentos „Muttertrilogie“ (Teil zwei ist Horror Infernal, Teil drei The Mother of Tears). Die Trilogie handelt von drei mächtigen Hexen, deren langfristiges Ziel es ist, die Herrschaft über die Erde zu übernehmen. Auf diesem Film basiert der Text. Ein düsterer Sakral-Chor unterstützt im Refrain. Starker Anfang für Eisregen 2017! "Hauch des Todes" hingegen wirkt sehr großspurig, gewaltig und laut. Im Grunde also Eisregen wie man sie kennt und liebt. Vom Film-Genre her und musikalisch definitiv nix für schwache Gemüter! Erinnert Ihr euch an Anna? Die Frau, die in "Hinein in´s Tränenmeer" auf dem "Wundwasser" 2004 besungen wurde? 2017 wird sie in "Jenseits der Dunkelheit" erneut erwähnt. Ob es eine Fortsetzung ist? Wer weiß das schon außer Eisregen selbst. Theatralisch, verdammt creepy und extrem düster geht es hier zu. Das zumindest ist gewiss. Für mich eines der düstersten Werke der Band. Musikalisch intonierter Wahnsinn, der fast schon eine Oper-Aufführung verdient. Eine höchst morbide versteht sich. "Die letzte Reise des Alan Yates (Metamorphose 2)" baut auf "Luftschlag (Metamorphose 1)" auf der "Brummbär" EP auf. Düster, theatralisch, wunderschöne Klavier-Sounds, zuhöchst morbide, direkt unter die Haut, in´s Gehirn fräsend. Durchaus eine klasse Fortsetzung. Das Lied hätte natürlich auch klasse auf die EP und / oder "Marschmusik" gepasst. "Auf den Spuren der Särge" führt ein wenig durch die Geschichte der Band. Was hier besungen wird, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Alben. Die Hintergründe der vielen besungenen Morde. Hier sprudelt deren Quelle. Hier wird alles aufgeklärt. "Tiefrot" erklärt sich ja schon von alleine. Fast schon eine "Ballade". Natürlich ganz nach Eisregen. Irgendwer stirbt immer. Neben dem vielen Blut fließt hier auch genug Herzblut und ich bin wirklich verliebt in diese Inszenierung! Richtig geil gemacht! "Nahe der Friedhofsmauer". Es gibt ja durchaus Friedhöfe, die direkt in der Nähe von Häusern sind. Muss sehr interessant sein, was man da alles sieht. Friedhöfe haben etwas sehr magisches. Wenn man wie hier erzählt wird auch noch genau dort stirbt ist das sehr irgendwie sehr bitter. Welch Ironie. Beziehungsweise gegenüber. Wie im Falle des Textes. Die musikalische Umsetzung ist genial. Fast schon zirkusmäßig, theatralisch, klassisch, opernhaft, abwechslungsreich. "Menschenfresser" ist musikalisch gesehen mit das spannendste Lied der CD. Da es um die hohe See geht, orientiert sich die Musik auch daran. Schifferklavier, Piraten Metal, kehliges Gekeife, hymnische Gesänge. Richtig genial einfach! Das "Syndikat des Schreckens" ist ein perfekter Name für diesen Track. Cool gemacht, neue Seiten bei Eisregen, prima umgesetzt. Müsst Ihr Euch anhören! "Im Blutrausch". Das ist nix Neues im Eisregen-Universum. Aber man hört es immer gerne, besonders wenn es so spannend gemacht ist wie hier. Und es wird ja nicht langweilig. Man hört das Italienische durchaus raus. Wir kommen zum Finale: "Satan der Rache". Der Name alleine ist Gold wert. Die Inszenierung dazu setzt dem Ganzen die Krone auf. Für dieses Album ist es der beste Abschluss. Abwechslungsreich. Schleichend. Kriechend. Italienisch. Gangstermäßig. Ganover der 70er und 80er. All das fließt hier zusammen. "Spiel mir das Lied vom Tod" auf 2017 getrimmt von Eisregen. Wahnsinn! Da mir das Digipak vorliegt, erzähle ich euch noch was über den Bonus "Nachts kommt das Delirium". Ich finde das sau witzig! Ich sage Euch: kauft Euch das Digipak, Ihr dürft den Bonus nicht verpassen! Das ist echt so witzig! Ich liebe Gegensätze und gerade mit diesem Bonus bekommt man eine Vorstellung davon, was Gegensätze ausmacht. Auf´s Album passt es einwandfrei. 
Fazit: Was soll man noch sagen. Es ist einfach ein geiles Album! "Brummbär" und "Marschmusik" waren nicht bei jedem Fan beliebt. "Fleischfilm" werden die Fans feiern. Das ist Eisregen wie Ihr sie liebt. Dennoch scheuen sie sich nicht vor neuen Elementen. Fantastische Inszenierungen, kleine Theaterstücke, eine wahre Verbeugung vor den Filmen. Gleichzeitig ist es vermutlich mit das wichtigste Album der Bandgeschichte, da Meister Roth ja berichtet, dass es die Band ohne die Filme nicht gäbe. Dann sind wir doch sehr dankbar dafür! Ich muss da noch was los werden. Natürlich sind Eisregen-Texte eine Nummer für sich. Aber überlegt doch mal so: Wo kommen die her? Worauf basieren die? Auf alltäglichen Sachen. Auf menschlichen Bestien. Auf widerlichen Fantasien. Auf Epidemien. Auf Krieg. Sämtliche Gräueltaten von Bestie Mensch werden hier verarbeitet. Natürlich, Herr Roth weiß das super umzusetzen. Aber es muss doch authentisch sein. Das bedeutet nicht, dass die Bandmitglieder schlachten gehen. Will man solche Texte nicht, so schafft diese Gräueltaten ab. Da diese wohl nicht abreißen werden, haben wir noch lange genug etwas von Eisregen. Ich bewundere gerade an ihrer Musik, wie beeindruckend sie intoniert wird. Ein musikalischer Horror Film quasi. Hut ab vor solchem Talent!
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei Eisregen und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig 

Hallo, hier spricht Welle: Erdball“ – Mit diesem Zitat beginnt seit 1993 jede Sendung des imaginären Radiosenders um Sänger Hannes Malecki („Honey“) und Synthesizer Alf Behnsen („A.L.F.“), die die beiden Elektronik-Musiker in den Äther strahlen. Anfänglich noch unter den Namen Honigmond (1990) gegründet, folgte jedoch später der Name Feindsender 64.3, bis schließlich 1993 der Name Welle: Erdball gefunden wurde. Die Hannoveraner Minimal-Elektro-Formation beweist nicht nur seit fast 25 Jahren, dass Retroschick optisch manches zu bieten hat, sondern auch nostalgische Gegenstände wie zum Beispiel der Commodore 64 akustisch wahre Wunder erzeugen können. Nach der letzten Veröffentlichung ihrer EP „1000 Engel“ (Limited Box inkl. rotem 7″ Vinyl) im November 2015, welche durchaus als ein vollwertiges Album anzusehen und die unerwartet schnell ausverkauft war, legen Welle: Erdball auf Wunsch ihrer treuen Hörerschaft im März 2016 mit dem der EP „1000 Engel“ als CD-Release nach.

 

Jetzt ist es endlich wieder soweit: Unter dem Motto Der Sommer kommt und Welle: Erdball schrieb den Soundtrack dazu kündigte der imaginäre Radiosender nun eine brandneue Sendung, die den Titel „Gaudeamus Igitur“ trägt und pünklich zum Vespa 50n Special Tourstart am 28. April 2017 erscheint, an. Mit „Gaudeamus Igitur“ sendet Welle: Erdball neben dem Sommer-Hit von 1965 Die letzte Chance zu leben noch weitere 10 neue Lieder, alles auf einem Tonträger, in den Äther! Folgendes sagt Welle: Erdball zur neuen Sendung: „Die gesamte Sendung ist ein vollwertiges Album anstelle einer „EP“ (was immer das auch ist?!) – und gleicht eher einem YPS-Heft mit Gimmick. Hier wurden wieder viele geheimnisvolle Geschichten recherchiert: Die Unbekannte aus der Seine, 20.000 Meilen unter dem Meer mit Kapitän Nemo in der Nautilus und Professor Pierre Aronnax an Bord, der meistverkaufte Heimcomputer der Menschheit, „Wie macht man Musik mit einem analogen Synthesizer-Bausatz (dem Böhmat 87)?“, „Warum sterben Menschen?“ und viele weitere phantastische Dinge. Und als Gimmick gibt es den Aufkleber für die Vespa 50N Special, mit der man ins Schwimmbad fährt, sowie viele Oster-Eier, versteckte Lieder und das große IQ-Test-Spiel mit Gewinnchance im Begleitbüchlein.“ Zur großen Freude der Hörerschaft startet zudem am 28. April die angekündigte Vespa 50n Special Tour 2017, welche die Hannoveraner jedoch nicht allein bestreiten werden, sondern sie haben neben ihrer neuen Sendung „Gaudeamus Igitur“ auch noch als Special Guest das aus Berlin stammende Bandprojekt The Sexorcist, welches sich um Chris L. (Agonoize, Dance Or Die, Winterhart, Funker Vogt) und seinem Partner-in-Crime Gunnar Kreuz (HAEDZOR) formierte, mit im Gepäck. Wie die neue Platte klingt, erfahrt Ihr jetzt. Eröffnet wird durch den Titel, der auch Namensgeber für die neue Tour ist: "Vespa 50N Special". Sau coole Melodien, attackiert sofort das Tanzbein, geht direkt in´s Herz, bringt allerfeinste Lyrik mit. Einfach mal allem Unfug entfliehen. Genau das kann mit W:E hier super machen. Auch ein super Lied für feine Sommerabende. Dann erklingt das Herz- und Titelstück "Gaudeamus Igitur". Hymnisch, klassisch, Chorgesänge, Marschmusik. Ungewohnte neue Klänge beim Radiosender, der durchaus zu verzücken wissen. Sehr spannender Track. Das erwähnte "20.000 Meilen unter dem Meer" hingegen ist richtig typisch Welle: Erdball. Das wird definitiv ein neuer Hit in ihem eh schon riesigen Repertoire. Im Refrain lassen die Mädels sich auch mal hören. Perfekt erzählt, musikalisch prima umgesetzt, tanzbar sowieso. Als nächstes folgt ihre Version des 1965er Sommer-Hits "Die letzte Chance zu leben". Alles, was in die Richtung geht, haben die Damen und Herren ja sowieso drauf. Mitreißend, zuckersüß, altmodisch, tolle Melodien. So klingt die Welle: Erdball. "L´Inconnue de la seine" ist eine kleine feine Ballade vorgetragen von Fräulein Venus. Ich meine der Roger von Rummelsnuff ist da kurz zu hören. Ebenso zuckersüß und bezaubernd ist auch "Nur mit mir allein", welches von den Damen vorgetragen wird. Altbekanntes Thema bei W:E. Mit sich alleine, der Computer kommt in´s Spiel. Ich finde das ja auch sehr sozialkritisch. Gut, dass es so Texte gibt! "Polyamorie" ist noch ein Lied von den Damen. Musikalisch ist es das dunkelste der CD. Polyamorie (Kunstwort aus griechisch πολύς polýs „viel, mehrere“ und lateinisch amor „Liebe“, englisch auch: Polyamory) ist ein Oberbegriff für eine, gegenüber anderen offenen Beziehungsformen, klar definierte Praxis, mehr als einen Menschen zur selben Zeit zu lieben. Das Wertegerüst der Polyamorie setzt hierbei das volle Wissen und das Einverständnis aller beteiligten Partner voraus und legt das angenommene Bestreben zugrunde, dass die gewünschten Beziehungen langfristig und vertrauensvoll angelegt sind. Dies schließt normalerweise (aber nicht notwendigerweise) Verliebtheit, Zärtlichkeit und Sexualität mit ein. Somit grenzt sich die Polyamorie zum Teil deutlich von der Freien Liebe und der Beziehungsanarchie ab, die sich weitaus offener für rein körperliche oder nicht näher definierte Beziehungen verstehen. In diesem Zusammenhang will die Polyamorie folglich auch nicht als "Oberbegriff" für beliebige offene Beziehungsformen gelten. Dies liegt zum Teil begründet in der historischen Abgrenzung der Polyamorie von den eher bindungskritischen Beziehungsvorstellungen der frühen "Freien-Liebe-Bewegung". Jetzt wisst Ihr Bescheid. Erklärt auch den Stil des Liedes. "Stirb mir nicht wegC-64 ist eine Hymne auf die vielen großen Idole, die in letzter Zeit gestorben sind. Lasst uns ihrer hierbei noch einmal gedenken. Honey und die Mädels machen das klasse, Alf liefert die perfekte Musik dazu. Es folgt ein TAX5 Remix zu "1000 Engel". Wunderbar, verzaubernd, tief treffend, toll gemacht. Guter Remix, etwas anders als das Original, aber nahe dran. Einen weiteren TAX5 Remix gibt es für "20.000 Meilen unter dem Meer". Durch den Remix wird es noch tanzbarer und clubtauglicher. Sehr cool gemacht! Nach dieser Perle gibt es eine ellenlange Pause, die locker 23 Minuten lang geht. Eigentlich könnte es ja auch hier zu Ende sein. Blöd geregelt ist es so schon. Aber es gibt noch einen kleinen niedlichen Bonus: einen 30 Sekunden "langen" Auszug aus "Die letzte Chance zu leben", genannt "Die allerletzte Chance". Wenn das mal nicht Sinn, Verstand und Hintergrund hat lieber Zuhörer / Leser! 

 

Fazit: Jede neue Veröffentlichung vom Radiosender ist eine Wucht. So auch die neue Platte. Sommer, Sonne, Laune, laue Abende - und dennoch auch andere große Themen wie Polyamorie und Abschied. All das wird hier vereint. Natürlich mit gewohnt herrlichen Melodien, sehr tanzbaren Beats, mit allen drei Stimmen und gewohnt genialer Lyrik. Ich liebe die Band, ich liebe ihre Werke und das neue Werk schließt sich da nahtlos mit an. Einziger Minuspunkt: mir fehlt "Hallo, hier spricht Welle: Erdball". Das darf nicht fehlen! Das ist Kult und muss mit! Ansonsten nur zu empfehlen. Weiteres Lieblings-Top-Album des Jahres 2017!

 

Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei Welle: Erdball und Euch, sage biss bald und stay tuned!

 

Euer Krähenkönig 

 

PS: Bleiben Sie dran! 

 

https://www.youtube.com/watch?v=8wDzWRPRp6U    1000 Engel

Man könnte jetzt eine unfassbar lange Liste mit ganz unterschiedlichen Einflüssen auf die Musik der vier Hamburger aufzählen, da jeder von ihnen musikalisch gesehen aus einer anderen Ecke kommt. Am Ende gibt es Einflüsse von fast überall, aber machen wir uns nichts vor: die Band erfindet das Rad nicht neu. Aber schon beim ersten Hinhören spürt man die Leidenschaft, die in ihnen und ihrer Musik steckt. Es wird nicht nach Schema F geschrieben und jeder Song spiegelt jeden Einzelnen in seiner aktuellen Situation wieder.  Von daher kann man nie klar sagen, dass DIE HEART „nur“ Punk Rock, Hardcore oder Glam Rock ist. Man muss sich die Band ganz einfach anhören und versuchen, sich darauf einzulassen. „Es bedeutet uns am meisten, wenn die Leute unsere Songs hören und die Emotionen spüren, die wir dadurch transportieren wollen“, so Sänger Niels.

Am 21.04.2017 veröffentlichen DIE HEART kaum ein Jahr, nachdem sie ihre erste EP "ALL FOR ONE" (digital) via NoCut / SPV veröffentlicht haben, ihren ersten Longplayer "Stay Heart", den sie Ende 2016 unter der Leitung von Marc Schettler in den Hafenklang Studios Hamburg aufgenommen haben. Wie der klingt und was die Jungs aus der Beschreibung machen, erfahrt Ihr jetzt. Ein kurzes, aber sehr feines "Intro" leitet schon mal gut in das Debüt ein. Ein richtig nettes Gitarrenspiel klimpert da vor sich hin, bevor mit "Roots" ein Sturm los bricht. Punk, Hardcore, Metal, derbes Gescreame. Und dabei auch noch feine Lyrics. Man sollte eben nie seine Wurzeln vergessen. Alles in allem ein geiler Start! Der Titeltrack ihrer EP "All for one" wütet danach. In dieser Version gibt es ein Video, es gibt auch eine Version featuring Gary Meskil (Pro-Pain, Darkhaus). Ob er in der Album-Version mitsingt, kann ich leider nicht sagen. In jedem Fall ist es eine fette Granate auf die Brüderlichkeit, die Euch weg sprengen wird! Was für ein Brett! Die Single "Beers & Ziggs" erklingt im Anschluss. Eine Punk Rock Hardcore Hymne, die sich super zum eskalieren, einen heben und feiern eignet. Gute Singlewahl! "Life turns to Fear" bietet nicht nur Brutalität, sondern neben "Against us" auch einen starken Text und Niels switcht zwischen Screamen & tiefem Growlen. Starke Lieder, die zur Revolution aufrufen! "Rise or fall" - das entscheidet jeder für sich. Im Kollektiv richtet das natürlich viel mehr aus oder an. Auch das habt Ihr in der Hand. DIE HEART bieten einen melancholischen, gesanglich aggressiven Fetzen dazu, der Euch begeistern wird. In jedem Fall klasse gemacht! Worum es in "Between the Days" geht, hab ich leider noch nicht raufinden können. Aber hört es Euch an, es lohnt sich definitiv derbe! "Keep away" ist definitiv eines der derbsten Stücke der CD. Wovon Ihr weg bleiben sollt, erfahrt Ihr durch Anhören. Euch erwartet ordentliches Geschrubb und Niels totale Eskalation. Mit "Stronger than ever" bezeichnen sich die Jungs nicht nur selber, sie geben Euch sogar eine Motivationsspritze, die sich gewaschen hat! Derb, eskalieren, Kraft strotzend, in your face! Das trifft Euch wie eine Eisenfaust! "I hate you" sticht musikalisch sehr heraus. Melancholie, Rock, Emotionen, Herzblut, dennoch Abrechnung. Wenn Ihr mal schlecht gelaunt seid, hört Euch das an und schreit mit Niels Euren Frust einfach raus! Das hilft derbe, alles schon ausprobiert! Mit "Purgatory" stellen die Jungs genau die richtigen Fragen. Anhören, verstehen, umsetzen! Danke für diese Hymne! "Jolie". Diesen Namen hat man seit einer Weile schon oft gehört im Musikbereich. Mir fallen 2 Versionen jeweils von The BossHoss und Michelle Darkness ein. Da heißt es fairerweise aber auch Jolene. Zumindest artverwandt. Ich nehme mal an, die Version von DIE HEART hat damit wenig bis überhaupt nix zu tun. Fast schon eine Ballade knüppeln sich die Jungs da von der Seele. Man hört Niels sogar mal nicht schreien, es erklingt Sprechgesang, fast Rap gegen Ende. Auf jeden Fall ein sehr würdiges, gutes, geiles Finale! 
 
Fazit: Wer auf derben Hardcore gemischt mit Punk und verschiedensten Emotionen / Themen steht, ist bei DIE HEART definitiv mehr als richtig! Die Jungs haben einiges drauf, hier gibt es nur talentierte Musiker und Niels besetzt den Sängerposten einwandfrei. Besser geht es nicht! Thematisch und musikalisch gibt es nix zu beanstanden, die Texte sind klasse, die Musik deckt genug Emotionen ab. Alles in allem ein super Debüt-Album! Mir gefällt es sehr und ich freue mich auf folgende Werke. Besonders erwähnen möchte ich die Genialität / das Wortspiel mit Band- und Albumnamen. Sehr löblich, sehr genial, gefiel mir beim Lesen sofort!
Damit ende ich, bedanke mich herzlich bei DIE HEART und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=_BpXLa-c_D8    All For One feat. Gary Meskil
Les Discrets ist ein französisches Shoegaze / Post Rock Project um Fursy Teyssier, der es als Plattform bezeichnet, die Musik und Kunst versammelt bzw. vereint. Er war das einzige Mitglied der Band bis 2009. Aktuell begleitet ihn Audrey Haddorn. Bis 2013 waren auch Winterhalter sowie Live-Bassist Neige mit an Bord, verließen Les Discrets aber, um sich ihrer Haupt-Band Alcest zu widmen, mit denen im Dezember 2009 sogar eine Split-EP aufgenommen wurde. Seitdem wurden 2 Alben veröffentlicht, jeweils 2010 und 2012. Sie betrachten ihren Namen als "Diejenigen, die schweigen", wobei The Discreet Ones eine eher zutreffende genauere Übersetzung wäre. Im April 2009 unterschrieben sie ihren Plattenvertrag bei Prophecy Productions. 
 
Am 21.04.2017 erschien nun das neue Album "Prédateurs" mit 10 brandneuen Stücken. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Mit dem Herz- und Titelstück "Prédateurs" beginnt es auch. Zuerst vernimmt man Sounds wie Störfrequenzen, ein Knistern von alten Plattenspielern, wunderschöne Melodien und eine verzerrte Stimme, die einem Sample gleicht. Es wird immer dichter und düsterer. Dann hört das Intro plötzlich auf und weicht dunkel-atmosphärischen Shoegaze / Post Rock / Klassik Sounds. Jetzt ist auch Fursy mal zu hören. Seine Stimme schwebt richtig über den träumerisch anmutenden Klängen. "Viree nocturne" kann sich durchaus hören lassen und bietet ein herrliches Pendant zum Intro. Thematisch geht es um die "Nacht", was man sehr gut raus hört, wenn man es weiß. "Les amis de minuit" hingegen ist ein wunderschönes Post Rock Liedlein, welches wunderbar zum träumen und entschweben einlädt. Lauscht, entspannt, schaltet runter. Die beiden Stimmen vereinen sich zu einem beeindruckenden Ganzen und verfeinern die tollen Klänge. Es handelt von den "Mitternacht-Freunden". Faszinierender Name. "Vanishing Beauties" ist mit das einzig englische Stück der Platte und ebenso verstörend wie wunderschön. Creepy, unbeschreiblich schön, tief treffend, umwerfend. Besser kann ich es nicht beschreiben. Hört es Euch an, es lohnt sich definitiv! Das steigert sich nur durch "Fleur des murailles". Alptraumhaft und gespenstisch bewegt sich diese Perle durch den Raum und erzeugt eine fette Gänsehaut. Mega! Es handelt von Blumen-Wänden. Dass das so düster wird, hätte ich nicht vermutet. "Le Reproche" - "Der Vorwurf". Genau so klingt es auch. Dramatisch, anklagend, wehmütig, ordentlicher Post Rock, düsterer beeindruckender Gesang. Besonders heraus stechend finde ich "Les jeurs d or". Shoegaze, Post Rock, etwas scheinbar undefinierbares beeindruckendes. Einfach mal anhören, versucht es zu erfassen, spürt es. "Rue Octavio Mey" - "Ocativo Mey Straße". Diese berühmte französische Straße mit der St. Paul Statue, besonders bekannt durch die Postkarte mit einer Ansicht dieser Straße von 1904. Besonders hier spürt und hört man die Herkunft der Band. Einfach nur wundervoll! "The Scent of Spring (Moonraker)" ist das zweite und letzte englische Lied. Melancholisch und betörend wie der Mond und der Frühling selbst. Atemberaubende Atmosphäre und Klänge. Man wird sofort in die tiefsten Tiefen entführt. Einfach nur magisch! Das ist mehr als Musik! "Lyon - Paris 7h34". Paris / Lyon morgens 7:34. Die Stadt erwacht. Vorsichtiges Treiben. Das Leben erwacht langsam. Die Sonne ist noch nicht da. Vielleicht regnet es. Wieder die Schallplattenspieler-Geräusche. Es steigert sich ein wenig zum dumpfen Dröhnen. Störfrequenzen. All das erwartet Euch zum Ende und rundet die Scheibe wundervoll ab.
 
Fazit: Es ist wirklich erstaunlich, was für düstere, wunderschöne, träumerische, faszinierende Klänge aus Frankreich kommen können. Les Discrets malen Bilder, riesige Leinwände, kreieren Dokumentationen, entführen in ihre wundervolle Welt. Und das alles durch ihre Musik. Das ist mehr als Musik. Einfach nur atemberaubend und umwerfend. Genau das prädestiniert sie auch für Prophecy. Genau dieses Label ist mehr als kritisch bei der Auswahl der Bands, die sie beheimaten. Mit den Franzosen haben sie alles richtig gemacht, die sind super aufgehoben bei ihnen. Ich kann es nur jedem empfehlen, hier mal beide Ohren zu riskieren. Hier bekommt man noch tolle Musik. Das verspreche ich.
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei Les Discrets und Euch, sage biss bald und stay tuned! Lasst Euch verzaubern und entführen von solch feinem Klang!
Euer Krähenkönig
Saeldes Sanc ist eine 2011 gegründete Band von Hannah Wagner. Bestandteile der Musik sind Tasten, Streicher, Rhythmen und zauberhafter Gesang. SAELDES SANC (Der Gesang der Glückseligkeit) - mittelalterlich anmutende Melodien, die von Sehnsucht, Liebe, Hoffnung und Traurigkeit erzählen - und das alles mit engelsgleichem Gesang, melodischen Streicherklängen und packenden Rhythmen! Saeldes Sanc ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen dem Altmeister Ernst Horn und der jungen Sopranistin Hannah Wagner. Hannah war mit ihrem kräftigen Sopran bereits an Stücken von Horns Projekt „Helium Vola“ beteiligt. So dürfte die ausdrucksstarke und dennoch filigrane Stimme schon so einigen bekannt vorkommen. Dieses Mal ist die Zusammenarbeit allerdings anders herum. Bei Saeldes Sanc hält die Sängerin selbst die Zügel in der Hand und hat sich den durch „Qntal“, oder „Deine Lakaien“ bekannten Musiker als Produzenten (und für einige Klavierpassagen) mit ins Boot geholt. Man hört und spürt, dass hier erneut zusammen kommt, was zusammen gehört. Die sonore Stimme Christian von Asters, die mit Gedichten leichtfüßig die Brücke zwischen Geschichte und Lied schlägt, die malenden Streicher-Arrangements, die fast zerbrechlich wirkende Percussion – all das schafft Hannah mit ihrem sanften Klavierspiel und ihrer kraftvollen Stimme zu einer neuen Einheit zu verbinden. Das Ergebnis ist ein sehr feinsinniges und schlicht einzigartiges Album „Thank you for the Tragedy“. Dadurch beflügelt, intensivierte Hannah die Arbeit an ihrem eigenen Konzept, der Vertonung mittelhochdeutscher Dichtungen im folkloristischen Stil gespickt mit klassischen Elementen. Seit der Entstehung 2011 hat sich Saeldes Sanc stark vergrößert und verfeinert. Mittlerweile tummeln sich in den glückseligen Klangwelten verschiedenste und variabel einsetzbare Instrumente. Zudem bedient man sich nun aus einem breiteren Textfundus, wie dem lateinischen und altfranzösischen. Schwer nur lassen sich die zauberhaften Melodien in die gängigen Musikgenres einordnen, kreiert Saeldes Sanc mit viel Geschick doch ein ganz eigenes Stück der mittelalterlichen Musikszene. Die klassischen Merkmale positionieren die Lieder fernab herkömmlicher Marktmusik, bringen jedoch genügend fantastische Spielereien mit, um Tanzeslust zu wecken und sich in vergangene Jahrhunderte zu träumen. Zwar entfachen die liebevollen Interpretationen der Texte die schwärmerische Leidenschaft der Autoren authentisch von Neuem, doch tragen sie zugleich die unverwechselbare Seele Saeldes Sancs in sich; ein Hort für all jene, die zwischen Mittelalter, Klassik und ein wenig Zauberei taumeln.
 
Am 04.04.2017 erscheint dieses Kunstwerk mit 22 Tracks. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Als Intro zu den jeweiligen Stücken gibt es jeweils einen Prolog durch Herrn von Aster. So leitet auch "Prolog I - Die Neider" in das Album ein. Wie gewohnt ein toller wahrer Text, der auch grandios vorgetragen wird. Danach geht es musikalisch los mit "Les Medixants". Klavier, Streicher, wunderschöne Melodien, düstere melancholische Passagen, tief, berührend, faszinierend. Und über allem schwebt die wunderschöne Stimme von Hannah. Einfach nur magisch! In "Prolog II" erzählt von Aster von einem Wald und seiner Herrin. Einem magischen Wald. Vielleicht nur Bestandteil unserer Fantasie. Zauberhaft, spannend, fesselnd. Wie er es eben kann. "Lucy Gray" könnte ihr Name sein. Zumindest erzählt Hannah im Anschluss von ihr. Melancholisch, klassisch, mittelalterlich, fesselnd erzählt. "Amoris Donat Exitio". Wie viel Zauber steckt alleine in diesem Namen. Vorgestellt wird eine feine Düster-Perle, die ebenso elegisch wie romantisch daher kommt. Teilweise klingen männliche Stimmen mit durch und Hannah verzaubert durch ihren elfengleichen Sopran. Einfach nur wow! "Lache, lache, lehrt das frohe Leben" - Das ist Prolog III! Eine kleine Ballade des Altmeisters. Mit viel Humor. Natürlich baut das kleine, traumhaft schöne "Lache, lache" darauf auf. Kurz, aber faszinierend. Gegen Ende wird sogar ordentlich auf´s Gaspedal gedrückt und vorgeprescht. "Virginis Memoriae" hingegen ist wieder besinnlich und lädt zum Träumen ein. Zurück lehnen, entspannen, gleiten lassen. "Der tuonkle Stern" ist richtig mittelalterlich und wirkt leicht heroisch. Faszinierend, wunderschön, dunkelromantisch, fröhlich, melancholisch. Wie die Sterne selbst. "Des Winters klare Nacht" - das ist Prolog IV. Eine feine Geschichte, die sicher perfekt zu Weihnachten und vor allem zu den Wintermonaten passt. Es folgt dazu passend "Des Winters langiu Nâht". Diese feine Perle findet sich übrigens auch auf der "Cold Hands Seduction Vol. 180" vom Sonic Seducer. Definitiv einer meiner absoluten Oberfavoriten. "Tandaradei", Prolog V, baut wie ich finde perfekt auf Prolog II auf. Darum geht es auch im folgenden gleichnamigen Lied. Chorgesänge, mitreißende Mittelaltermusik, ruhige Piano-Streicher-Phasen. Auch Tempo fließt hier mit ein. Weiterer Favorit. "Des Valchen guldin Riemen", Prolog VI, passt perfekt in die "Geschichten aus 1001 Nacht" vom Altmeister von Aster. Passendes Intro für das folgende, gleichnamige Stück. Auch das Liedlein greift die 1001 Nacht Grundstimmung auf. Gut gemacht, klasse erzählt. "Aval la Face". Auch hier birgt alleine der Titel genug Zauber. Die restliche Magie verteilt sich auf 7:21 Minuten. Ruhig, dahin strömend, von sanften Schwingen getragen. Aber auch hier fließt Tempo mit ein. Wie ein kleines Bächlein, dessen Verlauf hier dargestellt wird. So lässt sich der Aufbau des Goldstücks am besten erklären. "Floret Silva Nobilis". Diese Betitelung kommt durchaus vertraut vor, wurde sie doch bereits schon einige Male besungen. Hannah beschert uns eine weitere, wunderschöne Version. Prolog VII handelt vom "Trostlied". Diese Worte berühren das Herz zutiefst und trifft in gewisser Weise direkt den Zahn der Zeit. "Chanterai por mon Corage" erzählt das Ganze tief traurig und extrem eingängig weiter. Das "Tanzlied" bietet einen guten Ausgleich nach diesem Trauerspiel. Hannah fordert eindeutig zum Tanze auf, also folgt ihrem Aufruf und tanzet Euch die Seele aus dem Leib! "Glückseligkeit" beendet als Prolog VIII als kleine feine Ballade die Riege der Prologe. Wunderschön und tief berührend. Ebenso beendet "The Pursuit of Felicity" die Riege der Lieder und schließt das Kapitel für´s erste. Und das extrem eingängig und süß, wie es nur geht. Schöner könnte ein Finale einer solchen CD nicht sein. Sequenzen aus Filmen wie Herr der Ringe / Hobbit laufen vorm geistigen Auge mit. Einfach nur krass, was Hannah da erschafft! 
 
Fazit: Was für ein geiles Projekt! Saeldes Sanc, Hannah Wagner, Ernst Horn und Christian von Aster haben hier etwas geschaffen, was es so noch nicht gab. Die Musik, die Prologe und Hannahs atemberaubend schönes Organ bauen herrlich aufeinander auf und kreiren ein Kunstwerk, das nahezu alle Sinne bedient! Das ist nicht nur Musik - das ist für mich eines DER Alben 2017! Beeindruckende Klangwelten, zig verschiedene Orte, faszinierende Klangkunst, Hannahs Sopran und lauter verschiedene Emotionen. Dass Herr von Aster hier mit macht, rundet das ganze Spektakel ab. Ich kann nur jedem empfehlen, diese Scheibe zu besitzen! Euch entgeht sonst ein wahres Meisterwerk.
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei allen Beteiligten und Euch, sage biss bald und stay tuned! Lasst Euch verzaubern!
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=xZ2Ix-McBu4    Des Winters langiu Naht

Davey Suicide ist eine 2011 gegründete Alternative-Metal-Band aus Los Angeles, Kalifornien. Davey Suicide wurde im Jahr 2011 in der kalifornischen Großmetropole Los Angeles von Sänger Davey Suicide gegründet. Im selben Jahr stießen mit dem Keyboarder Needlz, dem Bassisten Frankie Sil, dem Gitarristen Eric Griffin und dem Schlagzeuger Ben Graves weitere Musiker hinzu.

Im November 2012 erschien mit "Put Our Trust in Suicide" eine EP mit vier Titeln, welche komplett in Eigenregie aufgenommen und veröffentlicht wurde. Knapp vier Monate später erschien im März 2013 das Debütalbum, welches nach der Gruppe benannt wurde. Auch das Debütalbum erschien als Eigenveröffentlichung. Im selben Jahr verließen Sil, Griffin und Graves die Band und wurden von dem Schlagzeuger Drayven Davidson, dem Gitarristen Ashes und dem Bassisten Brent Ashley ersetzt. Allerdings verließ Ashes die Gruppe Ende des Jahres 2013 wieder. Zwischenzeitlich unterschrieb die Gruppe einen Vertrag bei StandBy Records, worüber am 30. September 2014 mit "World Wide Suicide" das zweite Album der Band erschien. Die Gruppe tourte bereits mehrfach durch die Vereinigten Staaten, unter anderem im Vorprogramm von Vampires Everywhere!, Orgy, The Bunny the Bear, The Defiled, William Control und den Fearless Vampire Killers.

 

Am 24.03.2017 erschien nun endlich der brandneue dritte Longplayer "Made from Fire". 14 brandneue Tracks sind drauf. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. "Resurrection (Intro)" beginnt schon mal sehr gut. Düster, knarrzend, derbes Gekeife im Hintergrund. Es klingt wie in einer verlassenen Lagerhalle aufgenommen. Dann legen Davey Suicide richtig los mit "Rise above". Gescheiter Industrial Alternative Metal bricht da los. Die Jungs zerlegen wirklich alles und Davey brüllt sich jeglichen Hass von der Seele. Auch an den Instrumenten tobt die Tollwut. Richtig fettes Teil und erster Favorit! "Dancing with the Reaper" schafft es, die Toten zu wecken und bringt Leben auf den Friedhof. Also tanzen wir ausgelassen auf den Gräbern zu dieser Granate! "No Angel". Damit schaffen die Jungs eine richtig feine Düster-Perle. Eine Art Dunkel-Ballade erwartet Euch hier. Nichts romantisches, aber durchaus sehr toll gemacht. Thematisch ist es eher die Abrechnung mit einem Mädel. Super gemacht, direkt ein Oberfavorit! Die Auskopplung "Too many Freaks" erklärt sich von selbst. Düster, freaky, creepy, ausgeflippt, geht ordentlich ab. Das Video setzt dem Ganzen die Krone auf. Super Singlewahl, die die Band auch noch perfekt präsentiert und vorstellt. Wird Euch gefallen! Die Rap-Parts stammen von Twiztid. Der Teil hätte ruhig weg bleiben können. Mich stört das in dem ansonsten sau geilen Teil. Nächstes Mal bitte ohne. "Torture me" prsäentiert sich als richtige Hymne. Ein Lied, das für mich sehr viel Single-Potenzial hat. Geiler Metal, tolle Melodien, feiner Text, eingängiger abwechslungsreicher Gesang. "Antisystem Revolution" macht sehr deutlich klar, was die Jungs hier wollen. Damit machen sie überdeutlich klar, was sie von unseren Systemen halten. Es wird allerhöchste Zeit für eine Revolution und die Jungs rufen sie aus! Top gemacht, Fans von Marilyn Manson werden hier sicher glücklich werden! Ich bin überglücklich und bewerte mit weiterem Oberfavoriten! "Paralyzed" überrascht und sticht zum ersten Mal richtig heraus. Davey punktet durchaus auch mit klarem, gefühlvollem Gesang. Was für ein Überhit, der Euch sofort infizieren wird! Noch ein Oberfavorit! Davey Suicide punkten durchaus auch mit solcher Musik, bitte viel mehr davon! "No Place like Hell". Auch hier ist der Name Programm. Höllisch gut, teuflisch böse, Revolutzer, fies, explosiv. Kann man sich durchaus mal anhören. Auch die "Nacht des Teufels" wird hier besungen. Wer "The Crow" kennt, weiß, wie sie da zelebriert wurde. Davey Suicide stellen sie mit Glam Alternative Metal vor. So lässt sich die "Devil´s Night" ausleben. "Take the Pain away" punktet durch Eingängigkeit, seine melancholische elegische Art, Hoffnungslosigkeit, Dramatik und seinem abwechslungsreichen Metal. Gut gemacht! Vor allem ist es authentisch, was besonders bei solchen Themen extrem wichtig ist. "The Chemicals in you" klingt extrem spannend. Müsst Ihr Euch unbedingt mal anhören, das ist mein spezieller Anhörtipp! Wer Zeromancer, Filter und das neue Material von Combichrist mag, ist hier richtig. Das Herz- und Titelstück "Made from Fire" macht eindeutig klar, was die Jungs damit sagen wollen und was sie mit dem Album wollen. Die Welt brennt und Davey Suicide gießen noch Benzin nach! "End of the War". Und gleichzeitig auch End of the CD. Eingängig, herzlich, Eis schmelzend, melancholisch, extrem nahe am Zeitgeschehen, Milliarden Liter an Herzblut, tief treffend. Wunderschönes Lied und grandioses Finale! Der Text ist verdammt geil gemacht! Dieses Lied bekommt den Thron der Favoriten! 

 

Fazit: Alleine schon von der Optik her punkten Davey Suicide. Aber auch musikalisch haben sie einiges zu bieten. Meister an ihren Instrumenten, ein klasse Sänger, ein neuer Stern am Industrial Alternative Metal Himmel und wahre Meister der Lyrik! Tolle Thematiken, abwechslungsreiche Stimmungen, Freaks, Poeten, Freiheitskämpfer, Revolutzer, extrem nahe am Zeitgeschehen, mit viel Benzin und Hass in den Venen. Und immer straight in your face! Man darf gespannt sein, was da noch kommt. Mich haben sie überzeugt, ich finde das Album super und habe abgesehen von dem Rap-Part keine Kritik. Jeder, der das Genre mag, sollte hier mal beide Ohren riskieren.

 

Damit ende ich, bedanke mich herzlich bei Davey Suicide und Euch, sage biss bald und stay tuned!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=F0gnULI4W0U    Rise Above

 

https://www.youtube.com/watch?v=e55BUXVBkJY    Too Many Freaks

 

https://www.youtube.com/watch?v=xqZ1cPJTIaY    Torture Me

Diese Mitteilung wird viele Fans dunkel-romantischen, melancholischen Electros freuen: NamNamBulu melden sich mit einem neuen Album zurück! Seit 1988 sind Sänger Henrik Iversen und Allrounder Vasi Vallis zusammen musikalisch unterwegs. 2008 verabschiedeten sie sich, seit 2013 liest man immer mal wieder von ihnen. Festivals wie das WGT, das Blackfield und die Nocturnal Culture Night besuchten sie zuletzt. 2005 erschien das letzte Album "Blinded!", 2010 war der Re-Release in der Black Edition von "Distances" und 2014 erblickte die EP "Sorry" das Dunkellicht der Welt.
 
Seit dem 10.03.2017 ist nun endlich das brandneue Album "Borders" mit 10 brandneuen Tracks da. Wie das klingt, erfahrt Ihr jetzt. "Idol" eröffnet die neue Scheibe. Extrem eingängig, melancholisch, dunkel-romantisch, Henriks wundervolles Organ verzaubert sofort. Als wären sie nie weg gewesen. Ein wunderschönes Lied über Idole und was mit der "Liebe" zu ihnen passieren kann. Hört es Euch an, ich bin sicher, dass es den Standpunkt zu dem Begriff verändern wird. Herrlicher Auftakt für NNB 2017! "Mind" wirkt etwas fröhlicher mit allerfeinsten Synth Pop / Future Pop Melodien und herrlichem Text. Ein wahres musikalisches Paradies für die Seele. Zurücklehnen, entspannen, entschweben. Mit "Last Goodbye" wird es wieder etwas melancholischer. Was bei der Thematik ja auch sein muss. Interessante Soundkonstrukte, feine Melodien-Spielereien, wundervoller verzweifelter Gesang, schöner Text. Eine weitere dunkel-romantische Perle von Henrik und Vasi! Sehr empfehlenswert die Nummer, hat man so auch noch nie von den Beiden gehört. "Save" sticht dezent aus den Liedern heraus. Tief treffend, klagend, eine neue Klangfarbe von Henrik, tanzbare teils sehr melancholische Sounds von Vasi.  Einer meiner absoluten Favoriten der CD und mein Anhörtipp! Definitiv die Club-Schmuse-Dahinschmelz-Nummer überhaupt! Warm und dennoch irgendwie traurig. Das sind NNB. Mit "Damals" hat es sogar eine deutsche Perle auf die Tracklist geschafft. In der Sammlung an deutschen Liedern von NNB macht sich dieses neue Goldstück verdammt gut. Elegisch, nachdenklich, tief in der Erinnerungskiste kramend. Sehr toll gemacht! Eine klasse Hymne, die schnell mitreißt durch ihre fast schon witzige Art und den Gesang. Man erwischt sich schnell dabei, mitzupfeifen. Gutes Omen! "One Breath" hingegen ist wieder tief melancholisch, fast schon buddhistisch, tanzbar, klasse Lyrics, wahre Worte. Was soll ich sagen - einfach nur perfekt! So vieles kann während eines Atemzuges passieren. Manches ist nur einen Atemzug entfernt. Denkt mal über die Message nach. Die erste Single "Return" ist natürlich auch vertreten und die allerbeste Wahl für eine Auskopplung. Durch die lange Abwesenheit ist dieses Liedlein ja schon symbolisch auf die Jungs zurecht geschnitten. Geht auch sofort in´s Herz, dieser kleine Midtempo-Track. "Ghost" ist wie man wahrscheinlich schon vermutet das düsterste Lied der CD. Eingängig, creepy, mitreißend, packend, dunkel-romantisch, perfekt gesungen. Thematisch perfekt auf aktuelle Beziehungskonstrukte bezogen. Also mir gefällt´s sehr! "Sorry", das Herz- und Titelstück ihrer letzten EP, sagt einfach mal für alles mögliche Entschuldigung. Bei so einer wundervollen Entschuldigung kann man nur schmelzen. Einfach nur mega! "Gone". Dieses Lied zerreißt mich. So packend, so tief, so bewegend, so tief melancholisch, düster, tiefschwarz, eine elegische zerbrechliche Ballade. Was für ein krasses Finale! Alleroberster Favorit!
 
Fazit: Was für ein Überalbum! Immer habe ich darauf gehofft, jetzt haben die Jungs meine Gebete erhört! Die neuen Tracks sind tiefer, melancholischer, persönlicher, warmherziger, tanzbarer, mitreißender als vielleicht je zuvor bei NNB. Und es geht dennoch zu wie eh und je. Als wären sie nie weg gewesen. Back to the roots und dennoch neue Elemente mit rein gebracht. Definitiv eines der Comebacks dieses Jahr und eines der tollsten Alben gleich mit dazu! Das gehört in die Sammlung eines jeden treuen schwarzen Herzens und zu den Fans sowieso! Ich bin total verzaubert und liebe die Scheibe. Einfach nur mega von der ersten bis zur letzten Sekunde. Ich kann es nur jedem Grufti, der es wirklich noch ist, empfehlen. Denn dieses Album ist wirklich noch rein schwarz.
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei NamNamBulu und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig  
Maat sind eine Berliner Death Metal Band, die sich 2009 formierte. Der Gitarrist Franko "Scaradeus" und der ehemalige Gitarrist Felix gründeten sie. Im Mai 2010 kam Schlagzeuger Hendrik "Tempest" Wodynski dazu, ehe Sänger Kris "Thut" und der ehemalige Bassist Friedel die Besetzung komplettierten. Nach den ersten Proben entstand die Debüt-EP "Born in Sand", die 4 Lieder enthielt und Ende Oktober 2010 erschien. Nach mehreren Auftritten traten Friedel und Felix aus. Seitdem sind Nöel "Horus" No-L und Christoph "Morguloth" an Bass und Gitarre dabei. Vorher besetzte noch Alex den Gitarristen-Posten. Nach weiteren Auftritten entstand dann endlich das Debüt-Album "As we create the Hope from above", welches 2014 veröffentlicht wurde. Ihren Stil bezeichnen die Jungs als Mischung aus technisch anspruchsvollem Death Metal der polnischen Schule und Nile. Nile, Behemoth und ägyptische Mythologie inspirierten sie dazu. 
 
Am 03.03.2017 folgt nun endlich der Nachfolger "Monuments will enslave". Wie dieser ausgefallen ist, erfahrt Ihr jetzt. "March for a dying God" legt da auch schon gut vor und setzt den Album-Namen gleich mal perfekt um. Derbes Death Metal Geschrupp, ägyptische Eleganz, Aufruhr, Revolution, ordentliches Gefauche von Kris. Also ein richtig fetter Opener! "The divine Slaughtering of Mankind" legt da auch super nach. Ein wahres Abgeschlachte findet hier auch statt und bringt die totale Finsternis. Da begibt man sich gerne auf den Opferstein. So muss die Stimmung dort auch gewesen sein. "Imhotep - thy Architect" ist dem hohen Würdenträger unter König Djoser in der 3. Dynastie um 2700 v. Chr. gewidmet. Er gilt als der erste große Baumeister im Alten Ägypten. Er hätte sich über das Lied sicher sehr gefreut! "Defeating Gods" berichtet wie der Name schon verrät über den Niedergang der Götter. Dementsprechend deftig, düster und befreiend klingt es auch. Die absolute Dunkelheit folgt dann über "Funeral Eulogy". Majestätisch, ägyptisch, dunkel glänzend, geheimnisvoll, mystisch, dennoch derb. Absoluter Favorit! "The Path" verinnerlicht wenn ich das richtig verstanden habe das Ägyptische Totenbuch. Der ägyptische Glaube an das Fortbestehen nach dem Ableben. Ist in jedem Fall eine sehr spannende Nummer, hört sie Euch mal an! "Dissolved into Dust" möge in dem Fall dann quasi darauf aufbauen. Wobei der Titel natürlich Raum für Interpretation lässt, gerade auch im Hinblick auf den Albumnamen. Ich liebe so was ja abgöttisch! "Fear of the Unknown" könnte das Album nicht besser repräsentieren! Der Name alleine verinnerlicht ja schon die ganze Thematik. Alle werden immer das Unbekannte, Fremdartige, Andersartige fürchten. Maat setzen das mit derbstem Gekeife und Death Metal um. Weiterer Favorit! "The Rise" ist ein kleines, schönes Zwischenspiel. Kurz, knackig, dennoch gewaltig und sehr geil gemacht. Und es leitet perfekt in "Spread my Word" ein. "Verbreitet mein Wort". Alleine dieses Statement verinnerlicht alles, um das es hier geht. Dadurch ist es auch das härteste, was Euch hier geboten wird. Kris intoniert das natürlich eingängigst und brutal. "End this Empire" bedarf keiner großen Worte. Die Message sagt alles und die Jungs reißen die Königreiche, die Reiche ebenso wie die Obersten einfach brutal nieder. So ein Track gehört an´s Ende einer solchen CD!
 
Fazit: Viel muss ich nicht mehr sagen. Die Berliner machen genau das, was Death Metal ausmacht. Starke Thematiken, Dunkelheit, absolute Härte, Abrechnung, Hass, Auflehnung, Revolution. Und all dem liegt dieser feine ägyptische Glanz inne. Diese Mystik, das Geheimnisvolle, alles was Ägypten ausmacht / oder ausgemacht hat. Technisch auch super gemacht, die Jungs verstehen ihr Handwerk. Also ne richtig starke Death Metal Platte, die den Fans dieses Genres zusprechen wird.
Damit ende ich, bedanke mich herzlich bei Maat und Euch, sage biss bald, hail to the metal und stay tuned!
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=AdEm4EjShHY    Imhotep (Thy Architect)
https://www.youtube.com/watch?v=3jcw-W3-WJQ    March For A Dying God (Lyric Video)
Endlich ist es soweit - die Wartezeit auf das neue Blutengel-Werk ist FAST vorüber! Die Berliner befinden sich im 19. Bandjahr und sind stärker denn je! Ihr Open Air Debüt auf dem Wasserschloss Klaffenbach in Chemnitz kam super an, es wird immer noch an der DVD dazu gebastelt und die Vorab-Veröffentlichung "Complete" kam durch seine kuschlige Atmosphäre vor Weihnachten super gut. Natürlich ließ sich nur erahnen, in welche Richtung es jetzt gehen könnte.
 
Am 17.02.2017 erreicht es uns nun - das "Leitbild"! Der Name deutet ja schon an, dass die Marschrichtung etwas strenger werden könnte. Wie sich das Leitbild anhört, erfahrt Ihr jetzt: Es geht monumental los mit dem 6:16 langen Epos "Welcome to your new Life". Ein düsteres Glockenspiel, Dramatik, Klassik, Dunkelheit, gute Drums, ein düsterer Chor, alles was passiert steigert sich während der gesamten Zeit. Welch mächtiges Intro! Ich bin gespannt, ob es die Live-Shows zum neuen Album einleiten wird. So ein langes Intro hatten sie noch nie! Ab der Mitte kommt entsprechend dramatischer Gesang von Chris und Ulrike dazu. Ulrike zeigt sogar mal wieder eine brandneue Stimmfarbe, die ihr natürlich so fabelhaft steht wie alle anderen. Wahrlich übermächtig! Mit "Lebe deinen Traum" kommt eine richtig typische BE-Nummer von Chris daher. Ermutigender Text, feinster Dark Pop, im Refrain Chris und Ulrike. Besser geht es nicht! "Waste my Time" hingegen ist da schon etwas direkter und gerade raus formuliert. Mittelfinger-Attitüde von Chris mit härterem Gesang im Refrain. Club-tauglich und tanzbar! Das sanfte, elegische, tiefe, treffende "Wasting the Years" ist da schon eher der sanfte Ausgleich, das sanfte Gegenstück dazu. Mit dem Herz- und Titelstück "Leitbild" wird nicht nur die Richtung der Scheibe vorgegeben und präsentiert - nein, Blutengel machen straight und unmissverständlich klar, dass sie sehr unzufrieden sind aktuell. DAS ist schwarz und SO macht man seinem Ärger Luft! "Black" ist eine weitere tanzbare Nummer und die Beiden sind wieder gemeinsam zu hören. Eine Ballade an die tollste Farbe der Welt! "Scars" hingegen ist eine dieser herzzerreißenden Balladen, die so tief und melancholisch sind, dass sie einen überall berühren! Richtig geil und super vorgetragen von Chris! "Unser Weg" legt da schon wieder mehr zu an Geschwindigkeit, böserem Gesang und ist auch dezent derber. Einer meiner absoluten Favoriten! Genau so wie "Leitbild" demonstriert auch dieser Track, dass Blutengel auch nicht so zufrieden sind, wenn man das so nennen kann. Es ist so viel mehr. Anhören ein Muss! Dann kommt endlich Ulrike mit ihrer Solo-Nummer "Immortal" dran. Eingängig, fantastisch gesungen, feiner Text - die Frau kann einfach nix falsch machen! Zu "The Days of Justice" muss man nichts sagen, das erklärt sich von selbst. Die Frage ist nur - wann kommen die? Einen kosmischen Anspruch darauf gibt es nicht, aber es wird sich wieder ausgleichen. Chris setzt aber darauf, dass Bestie Mensch das Ruder noch rum reißen kann. Stoppt das Böse und Grausame in Euch, das niemand braucht. Das wäre ein Anfang! Natürlich darf das gemütliche, wunderschöne, kuschlige, schmeichelnde "Complete" nicht fehlen. Ein herrliches Lied, das Chris seinen Eltern widmet und ihnen damit das schönste Geschenk überhaupt macht. Wie sonst könnte man das Thema "Leitbild" besser darstellen! An der Stelle möchte ich auch meinen Eltern und meiner Schwester danken, die mein Ein und Alles sind. Ich liebe euch, euch sollen diese Zeilen ebenso gelten! Chris spricht mir direkt aus der Seele! Es ist weiterhin sein Lied und sein Text - aber jeder sollte so eine tolle Familie haben und ihr danken! "Gott - Glaube" richtet sich an Religionen, Glaubensfragen, das religiöse Leitbild. Aber Euch sei gesagt: dieses Leitbild gibt es nicht. IHR seid es, die kämpfen müssen. Für alles, was Euch lieb und teuer ist. Danke Chris für diesen klasse Song! Ich hätte nicht gedacht, dass das geht. Aber mit "Say something" präsentiert auch Chris hier eine neue Stimmfarbe. Steht ihm aber super, bitte mehr davon! "Alle Wunden" spiegelt perfekt die aktuelle Zeit wieder. Der Mensch macht zu wenig aus seiner Zeit, die ihm gegeben ist. Aus seinen Gegebenheiten wird nix sinnvolles. Danke auch für diese Perle! "The Way you feel" ist die Nummer, die besonders heraus sticht. Am Anfang Neuzeit-Elektronik und verzerrter Gesang; das Ganze wird zu einer guten Club-Nummer mit viel Gefühl und klarem, feinstem Gesang. Klasse Teil! Elektronisch bearbeiteter Gesang ala Mind.In.A.Box oder System kommt auch kurz vor. "Der Himmel brennt" ist die perfekte Endnote für solch ein Monsterwerk! Extrem eingängig, melancholisch, traurig, ergreifend, tief. Auf CD 2 eröffnet "Eternal Souls". Das ist wieder Blutengel, wie man sie kennt. Man hört Chris und Ulrike, die typisch düster-romantische Vampirstimmung, ein betörender Text. Perfekt! "I surround you" ist eine spannende Club-Nummer, die einfach nur tief berührt und Euch entführt in die magische Welt der Blutengel. "One last Time" gehört Ulrike alleine und mit ihrer wunderschönen Stimme schmeichelt sie sowohl unseren Ohren als auch unseren Herzen. Zum Schmelzen schön! "Killing Memories" ist eine weitere dieser elegischen Balladen von Chris, von denen wir nie genug bekommen. "The Plague" ist mit 5:57 die längste Perle von CD 2 und die absolute Club-Bombe. Gewaltig, gesellschaftskritisch, Befreiungsschlag. Es folgt eine weitere Reworked-Version vom Klassiker "Seelenschmerz". Immer noch genau so wunderschön und herrlich vorgetragen von Ulrike. Danach nimmt sich das Pseudokrupp Project "Eternal Souls" vor. Dadurch wird es elektronischer und club-tauglich. Super gemacht! Ost+Front nehmen sich "Leitbild" vor, was ihnen und Blutengel auch sehr gut steht. Die Beiden verschmelzen miteinander und ergeben eine klasse Einheit. Ost+Front können das gerne öfter machen, klingt stark! Es folgt "Say something (Batfloor Hocico Club Remix)". Dadurch wird auch dieser Track club-tauglich, schneller und wütender. Verdammt geil gemacht von den Mexikanern! Ganz zuletzt performen Blutengel zusammen mit Helalyn Flowers "Waste my Time". So verschmelzen auch diese beiden Bands und die Helalyn Flowers revanchieren sich für ihre Zusammenarbeit mit Chris. Prima Endlied! 
 
Fazit: Das "Leitbild" ist ein wahres Monster geworden! Blutengel überbieten sich mit jedem Werk selbst und legen einen weiteren Meilenstein vor. Sämtliche Leitbilder werden dargestellt, unterschiedliche Stimmungen finden statt, es wird Neues ausprobiert, die neuen Stimmfarben sind spitze, die Remixe sind super. Was will man mehr! Die Fans werden wieder aus dem Häuschen sein und ich empfehle Euch einfach die Deluxe Edition. Ist zwar immer etwas teurer, aber dafür bekommt ihr sehr viel geboten und es lohnt sich einfach so sehr! Ich bin mal wieder neu verliebt, habe nix zu beanstanden und freue mich auf die anstehenden Konzerte!
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Blutengel und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=Xx0Oo-5SBGE    Gott:Glaube (Electrostorm Vol. 8)
Die britische Kult-Gruppe Massive Ego, die sich 1996 um die beiden ursprünglichen Bandmitglieder Marc Massive und Andy JT formierte, legen nach über 20-jähriger Bandgeschichte in diesem Jahr nun endlich ihr bereits heißersehntes Debütalbum unter dem Titel „Beautiful Suicide“ vor. „Beautiful Suicide“ glänzt nicht nur durch mitreißende, dunkle Electro-Pop-Hymnen, sondern wartet u.a. auch mit den vom befreundeten Weltstar Boy George komponierten Hit „Let go“ und den Club-Favoriten „I idolize you“ auf. Gemischt wurde das Album von niemand Geringeren als Chris Pohl und Mario Rühlicke, dem Team, welches hinter der populärsten deutschen Szene-Band Blutengel steht. Erscheinen wird das Werk am 17. Februar 2017 als Deluxe Doppel-CD mit exklusivem Bonus-Album via Out Of Line. „In einer Welt, in man sich nur noch durch die Anzahl der Likes auf das neueste Selfie definiert und in der unerreichbare Schönheitsmaßstäbe durch plastische Chirurgie und Photoshop erschaffen werden, blicken Massive Ego ein wenig tiefer in den Spiegel, um die gesunde Patina hinter dem falschen Glanz wiederzuentdecken. Inspiriert vom persönlichen Kampf gegen Depression und die Alltagsangst und durch den Selbstmord eines Freundes und ex-Bandkollegen, bricht „Beautiful Suicide“ auf intensive Weise den kühlen Chic der New-Romantic-Bewegung durch ein dunkles Gefühls-Prisma. Die britischen Paradiesvögel garnieren ihre so eingängigen, wie stilsicheren Electro-Pop-Hymnen mit einer wohltuenden Portion Sarkasmus und sorgen so für eines der beeindruckendsten Genre-Erlebnisse der letzten Jahre. Mit einer illustren Riege an Gästen, u.a. Chris Pohl von BlutengelGene SereneMaggie K DeMonde (Scarlet Fantastic) und dem Dark-Rapper Belzebub, begnügen sich Massive Ego nicht damit, angesagten Strömungen hinterher zu schwimmen, sondern setzen stattdessen lieber ihre eigenen Impulse. Ihr neues Album erscheint als Deluxe Doppel-CD mit exklusivem Bonus-Album, das fünf weitere, neue Songs, sowie Remixe von BlutengelAshbury HeightsCHROM, Ludovico TechniqueNature Of WiresAsh Code und Neroargento enthält. „Beautiful Suicide“ zelebriert den Glamour und offenbart gleichzeitig die faltige Fratze hinter dem schönen Schein. Und wie sangen schon dereinst Kraftwerk: „Sogar die größten Stars mögen sich nicht im Spiegelglas“. Willkommen hinter den Spiegeln!“ (Quelle: Out Of Line)
 
Natürlich spricht alleine schon der Albumname im Zusammenhang mit dem Bandnamen für sich und Bände. Wer sich schon immer mal gefragt hat, aus welcher Feder bzw. aus welcher Motivation heraus das passiert ist, wird hier nun weiser. Uns liegt übrigens eben jene Deluxe Version hier vor. Alleine schon auf dem Blutengel Open Air haben Massive Ego ihre Position als Opener vor CHROM und Blutengel mit Bravour gemeistert und 20 Jahre sind eine lange Zeit, um ein Album reifen zu lassen. Was draus geworden ist, das erfahrt Ihr jetzt: Der Opener "Ghost in my Dream (Prologue)" macht schon alleine sehr von sich reden. Technoide Töne, wunderschöne Melodien aus der Traumfabrik, Dramatik, eine verzerrte fremdartig wirkende Stimme, Gesang der einem Schauer bringt. Wenn das kein geiler Opener ist! "Low Life" (feat. Maggie K DeMonde von Scarlet Fantastic) macht auch geil weiter. Erfüllender Dark Pop, grandiose Stimmen, magische Wirkung, starke Atmosphäre. Einfach nur geil! Scarlet Fantastic waren übrigens ein britisches Pop Duo, welches von 1987 - 1991 aktiv war. Maggie hatte darüber hinaus aber auch andere Projekte. Dark Pop mit düsteren Schwingungen und Alternative-Schlagseite präsentiert Master Massive mit "She uses Sex". Der Tiel spricht eindeutig für sich. Macht auch ordentlich Stimmung. Etwas düsterer und eingängiger wird es mit "The Girl who finds Gifts from Crows".  Allerfeinste Elektronik getragen von Marcs exzellenter Stimme bereitet einfach Gänsehaut. "Das Mädchen, welches Geschenke von Krähen findet" - schon sehr hohe Lyrik, tiefgründig, vielseitig iterpretierbar und märchenhaft! Stimmt schon sehr nachdenklich, gerade im Bezug auf die Album-Thematik. Melancholisch eingängig und mit sehr viel Gefühl präsentiert sich "Kate´s in a State". Neu und doch so Old School verehrend. Es hätte auch viel früher entstehen können. Mich persönlich freut das umso mehr und ich bin gleich verliebt! Gerade diese Perle spiegelt die Album-Thematik verdammt gut wieder! Sogar Fotografier-Geräusche wurden mit eingebaut. Einfach umwerfend! Direkt danach hört Ihr das bereits angesprochene von Boy George komponierte "Let go". Man hört eindeutig raus, dass das "Charma Chameleon" dahinter steht. Massive Ego legen eine wunderschöne, ergreifende, warme, dunkel-romantische Perle vor, die man einfach lieben muss! Fans der 80er und 90er mit neuem Anstrich werden hier fündig! Vielleicht kommt es ja noch zu einer weiter gehenden Zusammenarbeit, das fände ich himmlisch! Ich muss zugeben: Als ich "Haters gonna hate" (feat. Belzebub) las, war ich sehr skeptisch. Zum einen: brauchen wir wirklich Dark Rap? Und ist "Haters gonna hate" einfach zu sehr von Taylor Swift vereinnahmt? Ich bin dennoch sehr begeistert von dem Lied. Es ist knallig, es macht Stimmung, es ist eine Club-Granate. Von der Rap-Beilage kann man halten was man will. Bei Silizium allerdings mag ich das sehr. Entscheidet selbst, was Ihr davon haltet. Für die Stimmung, die Atmosphäre und den fetten Club-Sound lohnt es sich allemal ebenso sehr wegen Marcs Gesang. Umso mehr freue ich mich über "For the Blood in your Veins" (feat. Chris Pohl). Die Stimmen klingen super zusammen, das Liedlein vereint die Stärken beider Bands, es ist Dark Pop allererster Sahne geworden. Was will man mehr! Einer meiner absoluten Oberfavoriten ist und bleibt "I idolize you". Mitreißend, packend,  absolut geil, mega cooles Video. Die Hymne über Aussehen! Und obendrein die beste Wahl für eine Single. Mich persönlich hat dieses Stück SOFORT von Massive Ego überzeugt. Es folgt "Out of Line" (feat. Gene Serene). Höchst dramatisch, theatralisch, deep, packend, fesselnd, betörend magisch. Das gleichnamige Label, auf dem Massive Ego auch beheimatet sind, wird sich darüber ganz besonders gefreut haben. Die beiden Stimmen gemeinsam und jede für sich sind wie für diese  Perle gemacht. Auf YouTube ist übrigens der Name Miss Holly Pearl genannt. Wer auch immer den Zusammenhang versteht oder weiß, was es damit auf sich hat, darf mich gerne jederzeit aufklären, das Internet ist nicht hilfreich. Ist Gene Serene vielleicht Miss Holly Pearl? Who knows. "Coldest Light of Day" ist eine weitere dieser packenden Dark Pop Glamour Hymnen, die aus einer längst vergessenen Zeit stammen könnten. Ich bin einfach überwältigt! "Where I find myself" sticht schon in den ersten Sekunden heraus. Wapernde Sounds, technoide düstere Elektronik, dominanter Gesang. Das klingt nach Befreiungsschlag! Vielleicht sogar Selbsterkenntnis? Findet es heraus, es lohnt sich. "Drag me in, drag me under" dürften Einige von Euch bereits schon von der "Electrostorm Vol. 7" kennen. Neben "I idolize you" und "Haters gonna hate" eine weitere geballte Club-Granate. Hier wird auch mal das Gaspedal etwas weiter durch gedrückt. Übrigens eine verdammt gute Sampler-Reihe von Out Of Line. Ich besitze alle Bisherigen und kann sie nur wärmstens empfehlen! Es folgt das Herz- und Titelstück "Beautiful Suicide". Besonders hier hört man raus, welches Produzenten-Team dahinter steht. Das macht aber nichts, sie haben was Wundervolles gezaubert. Melodien, Sounds, Gesang, Thematik, Stimmung, Atmosphäre, die dabei entstehenden Emotionen - einfach nur wunderschön! So muss ein Titeltrack! Damit folgt auch schon der Abschluss von CD 1 durch "I idolize you (Orchestral Epilogue)". Eine wahrlich atemberaubend schöne Inszenierung der Nummer, die man einfach kennen muss. Ein traumhaftes Finale, das ganz ohne Gesang auskommt. Der einzige "Gesang" kommt von einem starken Chor im Hintergrund, der immer mal wieder zu vernehmen ist. Das wäre ein Kandidat für die "Dark Classics"! Für die Nichtkenner: Das ist ein Festival, bei dem Künstler zum einen normal auftreten und am zweiten Tag spielt eine Auswahl Künstler mit Orchester. Sehr sehr geiles Projekt und immer wieder anhörwert! CD 2 beginnt mit dem Opener "Public Disorder", der verstörender und damit treffender nicht sein könnte. Sirenen erschallen im Hintergrund, Störgeräusche von Aufruhr und Leid erfüllen die Luft, eine militärische Grundstimmung bildet den Grundton. Sehr genial gemacht! Gleich danach macht "Rise" ordentlich Lärm, behält den bitterbösen Grundton bei und der Gesang wird entsprechend angepasst. Schon alleine wegen diesen beiden Tracks empfehle ich Euch die Deluxe Variante. "Rise" ist definitiv neben dem Opener das Derbste des Albums und macht ordentlich Lärm! Es folgt die zweite Auskopplung "Dead Silence rising". Lohnt sich als Single definitiv auch, es macht genau so viel Stimmung wie die andere Single. Ich liebe beide gleichermaßen! "Goodbye London" ist Dark Alternative Pop wie er sein muss. Bands wie Sono oder auch Torul werden sich darüber freuen ebenso wie die Helden des Pop. Aber auch ohne diese Vergleiche ist dieses Glamour Goldstück sehr wertvoll! "Eight Day" beendet die regulären Tracks. Und das mit einem Pauknschlag, der sich gewaschen hat. Man sagt ja, Gott habe in sieben Tagen das Paradies erschaffen. Ungefähr die Richtung müsst Ihr Euch vorstellen und es wird sehr explosiv vorgetragen! "Let go (Blutengel Remix)" eröffnet die Liga der Remixe. Schon über das Open Air und das Duett wurde eindrucksvoll bewiesen, wie gut beide Bands zusammen arbeiten können. Das ist hier nicht anders. Man darf gespannt sein, was da noch kommt. "She uses Sex (CHROM Remix)" steht dem in nix nach. Denn wie schon erwähnt, waren auch CHROM auf dem Open Air dabei. Geiler Remix! Die dritte "Let goVariante kommt von Ashbury Heights. Dadurch wird etwas ganz Neues draus, was durchaus auch Stimmung macht. Das Lied ist kaum wiederzuerkennen. Gute Arbeit! Klingt aber auch irgendwie nach der Grufti-Variante der Love Parade. "Kate´s in a State (Ludovico Technique Remix)" gibt dem Lied gleich ein neues Gesicht und macht es sogar ein Stück düsterer und deeper. Sehr genial, fetten Daumen dafür! "For the Blood in your Veins (feat. Chris Pohl; Nature Of Wires Remix)" ist ebenso dezent düsterer und stampfender als das Original. Sehr geil, gefällt! Beide Remix-Künstler sind es absolut wert, dass man sich auch mal mit ihren eigenen Sachen anhört. Bei Blutengel und Ashbury Heights stellt sich die Frage erst gar nicht. Variante 3: "For the Blood in your Veins (Ash Code Remix)". Über diesen Remix freue ich mich ganz besoners, da beide Bands so super zueinander passen und sich perfekt ergänzen. Ein Traum! Zu guter Letzt beendet "Drag me  in, drag me under (NeroArgento Remix)" CD 2 und damit den CD-Komplex. Durchaus sehr spannend die Version, kann sich hören lassen.
 
Fazit: Massive Ego beweisen, dass es auch gut mal 20 Jahre dauern kann, bis eine CD erscheint. Hier gibt es keine Lücke, alles ist perfekt produziert und es wurde sauber gearbeitet. Die Thematik ist hervorragend musikalisch umgesetzt, Marcs Gesang bekommt volle Punktzahl, ich heiße die Band herzlichst willkommen im schwarzen Kreis! Die Zusammenarbeit mit Belzebub und der Remix von Ashbury Heights sind und bleiben Geschmackssache. Gut gemacht sind sie, Stimmung machen sie, alles überhaupt keine Frage. Aber mich überzeugen sie nicht hundertprozentig. Es muss schon schwarz bleiben. Ansonsten sehr geiles Debüt, klasse Band, bitte mehr davon!
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Massive Ego und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=PtpOU8SSy3A    Low Life feat. Maggie K DeMonde
https://www.youtube.com/watch?v=pZgv5Ksr-Pk        Drag me in, drag me under
Es gibt endlich guten Wind im Funker Vogt Lager! Ihr letztes erfolgreiches Werk "Companion in Crime" liegt bereits 4 Jahre zurück ebenso wie der Weggang vom ehemaligen Sänger Jens Kästel (Ende November 2013). Vor Veröffentlichung von neuem Material mit neuem Sänger hat Funker Vogt am 27. Juni 2014 die "Survivor"-Collector's-Edition (3 CDs) herausgegeben. Die Collector's Edition enthält vier seit mehreren Jahren nicht mehr erhältliche Alben und Maxi-CDs, dazu acht rare und unveröffentlichte Songs. Seitdem ist nichts gutes mehr passiert. Nach der Single "Sick Man", die den selben Namen trug wie das Pseudonym des neuen Sängers, wurde bekannt, dass es sich bei ihm um Sascha Korn handelte, dem eine rechte Gesinnung nachgesagt wird. Aufgrund der Rückmeldungen gaben Funker Vogt 2014 via Facebook bekannt, dass sie und Sascha nun wieder getrennte Wege gehen. Seitdem wurde es sehr still um die aus Hameln stammende Electro-Legende. Gerrit wandte sich anderen Bands zu. Fictional gab es ja schon ebenso wie Fusspils 11 (gemeinsam mit Jens Kästel). Zuletzt war er mit Gecko Sector und Stefan Winkel unterwegs. 
 
Nun erscheint am 10.02.2017 eine brandneue Collector´s Edition mit der Neuauflage des sehr erfolgreichen, lange vergriffenen Albums "Navigator". Nachträglich ist es als Geschenk zum 20-jährigen Bestehen anzusehen. Mit Chris L. (Agonoize, The Sexorcist) ist ein brandneuer Sänger gefunden; aktuell basteln sie mit ihm an neuem Material und am Nachfolger vom letzten Werk. Sogar die "alten" Mitglieder sind wieder mit am Start. Neben Gerrit sind auch René Dornbusch und Kai Schmidt wieder mit am Start und auf CD 3 findet sich eine DVD mit dem letzten Konzert in dieser Formation noch mit Jens am Mikro. Wie es ausschaut, wird es wieder aufwärts gehen bei den Funkern. Wie die Neuauflage klingt und was euch auf der uns vorliegenden 2 CD Variante alles erwartet, das erfahrt Ihr jetzt: Den Anfang macht natürlich "Killing Fields". Auch heute noch sehr zeitgemäß, diese Futurepop-EBM-Granate mit ihrem düsteren Gestampfe. Es ist so schön, endlich wieder "Fallen Hero" zu hören. Mein absoluter Oberfavorit der CD und einer meiner absoluten Oberfavoriten von Funker Vogt überhaupt. Extrem eingängig, fetter Gänsehaut-Faktor, hymnisch, ich liebe die Sounds, spitzen Gesang. Besser kann man nicht über gefallene Helden berichten und in der Hero-Erzählung der Funker bauten alle Stories perfekt aufeinander auf. Vollendet wurde sie mit "Arising Hero" auf dem "Blutzoll" Album 2010. Zu "Fallen Hero" gibt es auch ein sehr geniales Video, das ich immer noch sehr empfehlen kann. Weiter geht es mit "No Tomorrow", das durch seine Sounds sehr abenteuerlich und irgendwie heroisch klingt. Wie wunderbar hier Gitarre und Elektronik verschmelzen - ein Traum! Wie recht sie doch damals schon mit dem Text hatten. Wird sie heute sicher auch erschrecken. Nahtlos über geht es in das "Friendly Fire". Extrem melancholisch, eingängig, packend, klasse Text, super vorgetragen. Anders geht es bei der Thematik auch nicht! Immer noch ein Favorit meinerseits. Krieg ist beschissen genug - aber im friendly fire sterben ist wirklich absolut grausam. Natürlich darf das Herz- und Titelstück "Navigator" nicht fehlen. Warum das Album seinen Namen bekommen hat, wird hier ganz besonders klar. Auch heute brauchen wir einen Navigator, vielleicht mehr als je zuvor. Wie wegweisend da heutzutage dieses Lied ist, welches doch 12 Jahre auf dem Buckel hat. Erschrickt einen schon ganz schön. Wie wahr die Lieder auch heute noch sind und wie lange es sie schon gibt! Mit einer fetten EBM Futurepop Mischung präsentiert sich das "House of Sorrows". Durch unsere "tolle" Regierung ist das Haus der Sorgen nur noch gewaltiger geworden und es droht immer mehr einzustürzen. Was damit wird, bleibt abzuwarten. Dieses elegische Ende ist einfach nur hammer und verdammt gut gemacht und passt einfach perfekt! "Thoughts of a Soldier" fährt genau die selbe musikalische Mische auf, nur ist sie hier düster und explosiv. Genau so müssen die Gedanken eines heutigen Soldaten auch sein. Besonders die Zeile: "The world moved on and left me here"... . Das sagt schon alles. Lasst das mal sacken. "Stronghold" sticht auch heute noch durch seine Sounds und den Gesang heraus. Warum? Das findet Ihr heraus, indem Ihr es auch (vielleicht sogar noch einmal) anhört. Die "Starfighters" sind heute noch massiv, leicht aggressiv im Klangbild, stampfend, futuristisch. Durch die Rückkehr von Star Wars ja sogar auch heute noch sehr aktuell. "Reject". Was damals Fiktion war, ist heute Realität. Das macht den Text und das Lied umso bitterer. Wenn das nicht beängstigend ist... Selbiges auch bei "The End". Und auch heute noch ein persönlicher Favorit! Zweiter Oberfavorit: "Für dich", das wunderschöne tief berührende Lied für Jens´ Tochter! Einfach nur zeitlos diese Ballade! "Vorwärts", das zweite deutsche Lied, marschiert danach auf´s Feld. Abrechnend, rebellierend, frontal, aggressiv, Funker Vogt auf den Leib geschrieben. Einfach nur fett und straight auf die Fresse! Mit neuer Stärke einer neuen Funker Vogt Ära entgegen, auf dass sie prächtig wird! Heute auch noch mehr als prägnant: "Controlled Minds". Muss man nix zu sagen, erklärt sich von selbst und wird mit explosivem Futurepop präsentiert. Auch heute noch schließt "Fallen Hero (navigiert)" die CD ab und rundet das Ganze ab. Die Version ist deutlich nachdenklicher, dumpfer als das Original. Aber nicht weniger gut und auch heute noch ein Evergreen! CD 2 wird mit "Fallen Hero" (der "Fallen HeroMCD entnommen) eröffnet. Weiter geht es mit dem "Jekyll & Hyde Remix" von The Birthday Massacre für "Fallen Hero". Die beiden Bands verschmelzen, bilden eine Einheit und es klingt ebenso spannend wie verdammt gut. Sehr empfehlenswert, sich das mal anzuhören! Die Version entstammt ebenso der "Fallen Hero MCD". Es folgt "Pain", ebenso dieser MCD entnommen. Gut so, sonst würde ich den Song nicht kennen. Schneller Futurepop, starke EBM Beats, Jens´ typischer tiefkehliger Gesang, der im Refrain hymnisch wird. Ganz feine Nummer, die Ihr unbedingt kennen müsst! "Fallen Hero (vereinigt)" zeigt eine ganz andere Seite des Stücks, ebenfalls von der MCD. Hier liegt das Augenmerk auf EBM, versehen mit sehr düsterem Futurepop. Die letzte "Fallen Hero" Version ist der Remix von den Underwater Pilots, ebenso von der MCD. Auch sehr gut gemacht, die Pilots haben dem Lied eine sehr feine Electro-Note verpasst. Gut gemacht! Es folgt ein weiterer mir unbekannter Track genannt "Our Battlefield" von der MCD. Nachdenklich, tief, sehr wahr, starke Sounds, feine Melodien, Wehmut. All das findet Ihr hier und ich danke den Jungs von Herzen, dass diese Perle hier mit vertreten ist! Der Grabenkrieg Remix für "Killing Fields" ist ein ganzes Stück gewaltiger und krasser als das Original. Fett gemacht, lohnt sich! Der AE4 Remix zu "Killing Fields" klingt geballter, mit fettem Electro und ein wenig mehr Wehklagen. Sehr geil! Entstammt übrigens der "Killing Ground" MCD. Ebenso der Grabenkrieg Remix. Als erster "rare or unreleased" präsentiert sich der Sonic Seducer Mix zu "Navigator". Find ich sehr geil, kannte ich noch nicht und ist fetter als das Original. Absolut top! Ebenso rare or unreleased: Der Extended Mix zu "The End".  Ich hatte die Version schon etwas länger und zwar aus der wahrscheinlich längst vergessenen Sampler Reihe "Extended Electronics". Wie bei solchen extended versions normal, ist diese Version einfach länger als das Original. So hat man länger Spaß dran und kann es länger genießen. Optimal! Eine weitere exklusive Zeitungs-Version findet sich mit dem Zillo Mix zu "Navigator". Ich persönlich bedauere es extremst, dass der Zillo weg ist. Ich habe ihn ebenso abgöttisch geliebt wie den Sonic Seducer und den Orkus. So verabschieden wir uns erneut von Jens und dem Zillo! Und wir machen es mit einem Knall, denn beide Versionen sind verdammt gut und sehr empfehlenswert! Die Neuauflage byw. der Re-Release verabschiedet sich mit einer Demo-Version von "Vorwärts". Besser und zukunftsorientierter hätte die CD nicht enden können! Und noch einmal volle Kanne auf´s Maul von Jens!
 
Fazit: Ich kann es Euch nur sehr an´s Herz legen, Euch diese Collector´s Edition zu besorgen! Was Euch sonst entgeht, lest Ihr ja hier. Ich fasse noch mal kurz zusammen: Re-Release vom LÄNGST VERGRIFFENEN "Navigator" Album, eine CD mit Remixen und Raritäten und exklusiven Versionen UND eine DVD mit dem Abschlusskonzert der damaligen Besetzung MIT JENS am Mikro. Und das alles als Geschenk an die Fans nachträglich zum 20-jährigen Bestehen, welches eigentlich 2015 gefeiert wurde. Da kann man nicht nein sagen! Für mich war es sehr rührend, die Funker noch mal so zu hören und auch wieder an den Zillo erinnert zu werden. Beide werden nie vergessen und bleiben im Herzen! Und ja: Chris L. KANN und WIRD Jens Kästel nicht ersetzen. Ich persönlich freue mich dennoch riesig, denn: Chris hat es derbst drauf UND die alte Besetzung ist quasi zurück. Vor allem ist es die perfekte Basis für einen Neustart und der Beginn einer neuen Funker Ära. Das kann einfach nur gut gehen und die Snippets der ersten neuen Tracks sind echt geil. Ich bin derbe drauf gespannt und wünsche der Hamelner Electro-Legende mit ihrem neuen Frontmann nur das Beste!
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei Funker Vogt und Euch, noch ein fettes Dankeschön an Jens Kästel, biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=lAbA1lMIh_4    Navigator (Sonic Seducer Mix)
https://www.youtube.com/watch?v=3JmzZ6e2Gtk    Navigator (Zillo Mix)
https://www.youtube.com/watch?v=jdgfHuIYsFo    The End (Extended Version)
Unherz lassen schon wieder von sich hören! Sie sind eine Rockband aus Mörstadt, Rheinland-Pfalz. 2009 fanden sich Andy Arnold (Gitarre), Locke Heylmann (Bass, Zweitgesang) und Christian Bogert (Schlagzeug) unter diesem Namen zusammen. Mit Felix Orschel fand sich bald darauf ein Sänger und zweiter Gitarrist. Nach einigen Auftritten und diversen Festivals spielten sie als Vorgruppe von Crematory. Danach suchte sich das Unherz ein professionelles Management, veröffentlichten das Demo "Zwanzigzehn" und das brachte sie zu Massacre Records. 3 Alben und eine Compilation brachten sie in dieser Konstellation heraus. 2013 / 14 holten sie Kristian Kohlmannslehner als Produzent mit in´s Boot und zimmerten das 4. Album "Sturm und Drang", welches durch die Zusammenarbeit metallischer geworden ist. Locke hatte 2013 seinen Ausstieg bekannt gegeben, doch ein neuer Mann wurde schnell in den eigenen Reihen gefunden. Jochen Wallauer, seit 2010 Backliner der Band, übernahm zum Jahreswechsel 2013 / 14 den Bassistposten. Mit ihm wurde "Sturm & Drang" fertiggestellt und veröffentlicht. 2015 erschien das letzte Werk "Jetzt oder nie" über Massacre. 
 
Am 03.02.2017 folgt nun "Das Volk stellt die Leichen". Der Titel verrät ja schon, dass die Marschrichtung wohl etwas deftiger wird. 14 brandneue Tracks warten nur darauf, von Euch getestet zu werden. Was Euch erwartet, erfahrt Ihr jetzt schon mal hier: Das düstere Intro "Ouvertüre" lässt schon erkennen, was den Hörer erwartet. Eine düster-heroisch-militärische Ouvertüre ist ja auch nicht das schlechteste. Gegen Ende ist Felix bereits zu vernehmen, der den Albumnamen im Hintergrund krächzt. "Das Volk stellt die Leichen" legt dann auch gleich als gescheiter Heavy Metal los. Hier gibt es natürlich Gesellschaftskritik pur! Seine Rolle als Herz-, Titelstück und Single spielt das Lied wirklich perfekt. Erster Favorit. Etwas gefühlvoller und sanfter wird es danach bei "Flug ohne Landung", dennoch gehen die Jungs mit Power ran. Ein weiterer Favorit ist der "Adler". Eingängig und mit ordentlichem Metal ist das ein Lied, das den Fans helfen soll und wird. Ich meine: "Adler brüten keine Tauben" sagt ja wohl genug. Mittelfinger-Attitüde ahoi! "Felix" hingegen ist da schon ne ganz andere Schiene. Melancholisch, mitreißend, packend, deep, tausende Liter Herzblut und extrem traurig. Richtig geiler Song, traumhafte Melodien, top gesungen - alleroberster Favorit! "Das hier bin ich" fordert in alter Deutschrock-Manier, dass man zu sich steht und das die Anderen auch spüren lässt! "Mittelfinger" spricht für sich. Hier wird schnell geschossen! "Easy Rider" ist das perfekte Liedlein, wenn man nach Hause fährt zum Feierabend. Highway-Country-Motorrad-Auto-Attitüde, die nur so nach Freiheit schreit! Wie es im Refrain schon heißt: "Nur ich und mein Bike". Das wird sicher ein neuer Live-Garant! "Heimatwind" erklärt sich von selber. Eine Ballade auf Rheinland-Pfalz! Zumindest im Sinne der Band, der Hörer kann hier beliebig seine Heimat ergänzen. Im Mittelteil geht ordentlich die Post ab. Ich will euch eskalieren sehen! "Das graue Grab" ist eine Nummer, die Bombast, Melancholie, Gesellschaftskritik, Tempo, Mittelfinger, Traurigkeit und Hass. Wenn das kein geiler Cocktail ist! Zweiter alleroberster Favorit und ein Hoch auf das Mädchen, um das es da geht! DAS ist Unherz, deswegen haben sich die Jungs so genannt! "Ich geh mit dir" ist eine schnelle Ballade, die ordentlich abgeht und für eine Verflossene oder einen Kumpel geschrieben wurde. Ich tippe mehr auf erstere. Absolut top! "UMC" ist ein Song über die Band, ihre Geschichte und ihre Fans. Hier wird klar gestellt, was Unherz ausmacht und dass noch lange mit ihnen zu rechnen ist. Sie sind einfach unzerstörbar. Gut so, weiter so! "Helden von morgen" erklärt sich auch von selbst und wird den Hörer durch schwere Zeiten bringen. Wer noch mitdenken kann, weiß, dass Lieder wie diese die Zukunft sind! Auch richtig geil musikalisch umgesetzt, Doppeldaumen hoch! "Die Welt in Flammen" könnte das Album nicht besser beenden. Alles, was die Jungs und ihr Album wollen, wird hier zusammengefasst und eingängig abgefeuert. Einfach nur perfekt!   
 
Fazit: Man liest es schon raus - ich liebe das Album! Heavy Metal, ruhige Töne, brummiger Gesang, Mittelfinger, Melancholie, geballte Männlichkeit, sehr viel Gefühl, hoch talentierte Musiker, tolle Thematiken - Alben wie diese brauchen wir aktuell mehr denn je und ich finde es top, dass es Bands wie Unherz gibt, die das, was nun mal tagtäglich um uns herum passiert, so bei den Eiern packen und keine Weichspüler-Musik machen! Machen genug, müssen nicht noch mehr werden. Ich empfehle die Platte jedem, der noch nicht innerlich abgestorben ist.
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Unherz und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=5n5kLuilYhE    Das Volk stellt die Leichen
The O’Reillys and the Paddyhats sind eine Irish-Folk-Punk-Gruppe aus Gevelsberg. Aus dem Irish-Folk-Duo The O’Reillys gründete sich 2011 die anfangs sechsköpfige Band The O’Reillys and the Paddyhats. Die oftmals nur als Paddyhats bezeichnete Band hat unter anderem Konzerte auf dem Wacken Open Air, in Russland, Spanien, Frankreich, Ungarn, den Niederlanden und der Schweiz gespielt. Die beiden Gevelsberger Musiker Sean und Dwight O’Reilly traten als Irish-Folk-Duo The O’Reillys von 2009 bis 2011 vor allem in Nordrhein-Westfalen auf. Durch eine Begegnung mit dem Bassisten Paddy und der Geigerin Emily O’Farrell in einem Gevelsberger Pub wurden die ersten Absichten verfestigt, eine größere durch Rock und Punk beeinflusste Band zu gründen. Als schließlich Dr. Bones am Schlagzeug und Zack O’Hara an der E-Gitarre, beide aus befreundeten Bands, zusagten, waren The O’Reillys and the Paddyhats gegründet. Der Name setzt sich aus dem vom Duo übernommenen Namen The O’Reillys und dem Wort für die typisch irischen Schiebermützen „Paddyhats“ zusammen (Quelle: www.wikipedia.org). Zwei Alben sind bereits vorhanden ebenso wie zwei Beiträgen auf Kompilationen. Ihr zweites Album "Seven Hearts one Soul" erschien 2016 durch Crowdfunding. Paddy und Zack sind mittlerweile nicht mehr dabei. Aktuell sind stattdessen Ian McFlannigan, Connor O´Sullivan, Fitzgerald O´Brien und Ryan O´Leary mit am Start. 
 
Am 03.02.2017 erscheint nun endlich das dritte Werk "Sign of the Fighter" mit 13 brandneuen Tracks. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt: Locker flockig und mit viel Freude beschenkt uns zu Anfang die "Barroom Lady". Guter Opener, der gleich gute Stimmung mitbringt. "Bucket of Blood" hingegen ist eingängig mit ordentlicher Piraten-Attitüde. Auf zur See mit den Paddyhats! "Come on Board" ist ein weiterer Song, der eingängig und hymnisch zur Seefahrt aufruft. Feines Lied! "Ghost of a Soldier" ist das erste Lied, das mal ordentlich auf die Kacke haut. Punk, Irish Folk, Party. Hier darf man gerne mal eskalieren! Ebenso bei der Rockabilly Irish Folk Wildsau "In Chains". "Haul away Joe" ist eine kleine feine, extrem eingängige, wunderschöne Akustik-Perle, die sich ab der Mitte etwas steigert, aber sie bleibt recht ruhig. Zeit zum Träumen! Das "Interlude" erzählt von einem Polizeiersatz, der recht cool gemacht ist. Als Zwischenspiel echt was nettes. "Irish Way" erklärt sich von selbst: feinster Irish Folk mit hervorragendem Gesang und eine klasse Mischung aus Eingängigkeit & Party. "Old Gang´s Lullaby" ist ein richtig feines Lied über Gangs, Gemeinschaft und Rebellen. Super gemacht! Mit "Paddyhats" widmet sich die Truppe selbst ein Liedchen. Sie beschreiben sich dabei echt super selbst. Feiert einfach mit ihnen und lasst den gauen Alltag einfach mal derweil hinter Euch! Das Herz- und Titelstück "Sign of the Fighter" ist das derbste der Platte und macht unmissverständlich klar, um was es geht und was es mit dem Namen auf sich hat. Punk, Rockabilly, Irish Folk - und das straight in your face! "The Boxer" macht noch mal richtig viel Freude und fordert direkt zum Tanzen auf. Hier muss aus vollster Kehle mitgegröhlt werden! Hier hört man mal eindeutig Emily raus. Mit "Wide River" wird noch mal ordentlich auf die Pauke gehauen und das Gaspedal durchgedrückt. Besser könnte das Album nicht enden!
 
Fazit: Wer coolen Irish Folk mit breitem Sound-Horizont sucht, der ist hier genau richtig! Die Paddyhats wissen, wie man feiert. Verschiedenste Stimmungen, ein klasse Team, hoch talentierte Musiker, hervorragende Stimmen, zwischendrin mal ruhig, dann wieder derbe Party mit Punk und Rockabilly und allem zusammen. Ich feiere die Truppe voll und bin süchtig geworden! Live macht das sicher noch mehr Spaß. Diese Truppe dürft Ihr Euch nicht entgehen lassen!
Damit ende ich, bedanke mich bei den Paddyhats und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Endlich gibt es wieder Neuigkeiten von der Schweizer Dark Wave- und Gothic-Band IRRLICHT, welche sich 1996 um  Mitbegründer und Sänger Markus Meier formierte, der sich jedoch mit der Veröffentlichung des 2005er-Albums "End.Klang" von der Formation verabschiedete, zu vermelden. Das Quartett um Sängerin Daniela Dietz (ex-Illuminate), die seit 2003 die Band komplettierte, ist nicht nur in all den Jahren seinem Stil zwischen Poesie und Elektronik treu geblieben. Sondern mit einer perfekte Symbiose zwischen Song, Text & Bildanimation sind auch ihre Konzerte immer wieder ein besonderes Ereignis. Die letzte Platte von IRRLICHT ist bereits eine gefühlte Ewigkeit her: "Près du miroir" erschien 2014, seitdem warten die Fans sehnsüchtig auf neues Material des Schweizer-Quartetts. Jetzt ist es soweit: 

"Bleiben werden“ - so lautet der Name der neuen EP, welche mit französischen und deutschen Songs (die mit Tiefgang von treibender Elektronik ausdrucksvoll untermalt werden) aufwartet und am 03. Februar 2017 über Danse Macabre das Licht der Welt erblickt. Wie die neue EP klingt, erfahrt Ihr jetzt: "Salome" bietet einen perfekten Opener. Treibende Elektronik, dunkel-romantisch, schwarz funkelnd, zum Tanzen animierend, Daniela singt elfengleich auf französisch. Sehr schöne Perle! Auch das französische Goldstück "La Gamine" geht in eine ähnliche Richtung. Das werden definitiv Evergreens der Schweizer, so viel ist sicher! Mit dem "Kaufrausch" ändert sich die Marschrichtung. Es wird ein wenig stampfend, eine männliche Stimme spricht auf französisch, Dub-Step Elemente fließen ein, es ist düster betörend. Ich hätte mir hier einen deutschen Text gewünscht, ansonsten sehr geiles Teil! "Vergebung". Dieses Goldstück sticht heraus. Opernhafter Gesang, Sprechgesang, tiefe Melancholie, Sehnsucht, Traumwelten, Naturfaszinationen, dunkel-romantisch, allerfeinste Melodien, dunkle Magie, starke Sound-Teppiche wie die Nebel Avalons. Absoluter Oberfavorit und meine Empfehlung! Hier wird auch endlich auf deutsch vorgetragen. Noch krasser wird das beim "Königreich aus Stahl". Hier entführen die Irrlichter in Welten, die man nicht mal im Traum erreicht. Einfach nur geil, was die Schweizer hier erschaffen! Das ist die Himmelsmelodie! Der Mittelteil erinnert ein wenig an´s Musikantenstadl, aber ich verzeihe es Daniela. Es folgt "La Gamine (Dub Mix)". Eigentlich recht gut gemacht, Original gefällt mir aber besser. Anhören lässt es sich trotzdem. "La Gamine (Kartagon Remix)" beendet die Scheibe eindrucksvoll. Die Stärken beider Bands vereinen sich hervorragend, Kartagon bringen eine neue Klangfarbe mit, es ist also super gelungen! 
 
Fazit: Es ist einfach wundervoll, wieder von Irrlicht hören zu dürfen! Lange musste man warten, die Wartezeit zahlt sich aber aus. Irrlicht zeigen neue Elemente, weisen neue Stärken auf und beweisen, dass mit ihnen noch gerechnet werden darf! Ich mag die EP, die Fans werden sie genau so sehr lieben. Ich hoffe auf ein baldiges neues Album!
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Irrlicht und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Kärbholz ist eine deutsche Rock-Gruppe aus Ruppichteroth. Die Band kombiniert Elemente aus den Bereichen Rock, Punk und Indie sowie Einflüsse aus dem Rock-’n’-Roll-Bereich. Sie verwendet ausschließlich deutsche Texte in ihren Liedern (Quelle: Wikipedia). 2003 schufen Sänger Torben Höffgen, Gitarrist & Zweitstimme Adrian Kühn, E-Bassist Stefan Wirths und Schlagzeuger Christian Steffens das, was die Fans als und die Junger selber als "Vollgas Rock ´n´ Roll" (aus gleichnamigem Lied) bezeichnen. Sie begannen damit, Lieder ihrer musikalischen Einflüsse nachzuspielen, verließen diesen Weg aber und und legten im Frühjahr 2006 die Split-CD "Heimspiel" vor. Es folgte ein Plattenvertrag bei Asphalt Records. Sie spielten 2 Alben und eine EP mit ihnen ein. Die EP erschien Ende 2008 als Nauauflage der "Heimvorteil" EP unter dem Namen "Vollgas Rock ´n´ Roll". Mitte Dezember 2008 verließ Christian Steffens aus beruflichen und privaten Gründen die Band, seitdem ist Henning Münch am Start. 2012 wurde dann zum Betontod-Label Better than Hell gewechselt. 4 weitere Alben wurden veröffentlicht, das letzte genannt "Karma" erschien 2015 über Metalville, im selben Jahr die gleichnamige Live-CD, die Fangemeinde wuchs und die Konzerte ebenso wie die Festival-Auftritte wurden derbe gefeiert. 
 
Am 27.01.2017 erscheint nun endlich der brandneue Longplayer "Überdosis Leben", der 14 brandneue Tracks beinhaltet. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt: Es beginnt auch ordentlich mit "Ich hoffe du kannst mich sehen". Vollgas Rock ´n´ Roll trifft es echt gut, dazu ein Schuss Ehrlichkeit und Selbstreflektion. Ob die angesprochene Person sie sieht, kann ich nicht sagen. Aber wir, die Hörer und Fans, sehen und hören Euch sehr gut und gerne! Das Herz- und Titelstück "Überdosis Leben" macht auch gleich klar, was Album und Band 2017 wollen. Jeder braucht ab und an mal diese Überdosis Leben, hört also auf Kärbholz und eifert ihnen nach! So, wie sie vorgetragen wird, konsumiert man sie auch nur zu gerne! Mit "Feuerräder" wird es etwas nachdenklicher und eingängiger, es geht dennoch ordentlich nach vorne und die Instrumente schalten auf Speed. Tolles Lied, sehr zu empfehlen! Dann präsentiert sich die neue Single "Ich kann es nicht ändern". Ein Song, der durchblicken lässt, dass es einen tiefen Einblick in´s Seelenleben der Jungs gibt. Man fühlt direkt mit. Mega gefühlvoll, melancholisch, deep, trifft direkt in´s Herz. Ganz starke erste Single! "Nur wir beide" setzt auf Party und Freundschaft. Gleichzeitig machen die Jungs klar, was sie von WhatsApp, Facebook, etc. halten. In solchen Momenten wie den besungenen braucht man das Zeug nicht, da zählen nur der Moment und der Mensch, der da ist. "Kind aus Hinterwald" ist eine Ballade auf die Kindheit auf´m Dorf und dem Land und gleichzeitig auf die Heimat und das Leben dort. Das wird mit Country-ähnlichem Rock ´n´ Roll vorgetragen. Absoluter Oberfavorit! "Evolution umsonst" legt danach wieder umso mehr los. Dreckig, laut, abrechnend. Weiterer Favorit! "Der Spiegel" ist ein weiterer Song, der den Hörer zum Nachdenken anregen sollte. Verinnerlicht das und hört auf, nur ein Spiegelbild zu sein! "Perfekt unperfekt" ist eine richtig feine Ballade und ein spitzen Duett. Wer da mitsingt, ließ sich leider nicht rausfinden. Es ist aber wirklich spitze geworden und eine der tollsten Balladen, die es gibt. SO laufen Beziehungen! Fetten Daumen dafür! "Da ist noch Leben drin" ist wieder audiobiografisch, dreckig, laut und aufrüttelnd. Eskalation erlaubt! "Nur einen Satz" erzählt von einem Mann, der seiner Freundin / Frau erklären möchte, dass es vorbei ist. Gegen Ende stellt sich aber raus, dass es das totale Gegenteil ist. Ganz toll musikalisch umgesetzt, absolut top Jungs! "Schwerelosigkeit" ist etwas, was viele verloren haben. Es ist ja auch schwierig geworden. Aber bewahrt es Euch! Vielleicht hilft das Lied etwas dabei. Es bietet zumindest einen super Ansatz und lässt sich super hören. "Weck mich nicht auf" denken sich vermutlich alle. Weil es direkt aus dem Leben gegriffen ist, wird es auch viele ansprechen. "In Flammen stehen" beschreibt das, was einem immer mit auf den Weg gegeben wird und was es immer für "tolle" Ratschläge gibt. Nur man selber weiß, wie es aussieht. Perfekter Schluss würde ich sagen!
 
Fazit: Kärbholz rockt! Die Messages, die die Jungs hier vermitteln, sind die, die wir in Zeiten wie diesen jetzt am meisten brauchen. Dabei ist die Band dreckig, laut, abrechnend, super ehrlich, straight, authentisch, sich selbst treu, eingängig, abwechslungsreich und auch gerne mal gefühlvoll. Ich habe nix zu beanstanden, es ist ein top Album geworden und zum 14-jährigen einfach ein klasse Geschenk an die Fans, die ebenso begeistert sein werden! Vielen, vielen lieben Dank dafür!
Damit ende ich, bedanke mich natürlich auch bei Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Welcome back Devil-M! Seit August 2009 existiert der aktuelle Vierer aus Oldenburg um Max Meyer (Vocals & Percussions) bereits. Sie haben bereits 2 Scheiben veröffentlicht, nämlich "Kannst du sterben" 2011 und "Revenge of the Antichrist" 2014 inklusive der "Kannst du sterben" EP 2009. Musikalisch gibt es derben, dreckigen Industrial Rock auf die Fresse. Zuhause sind sie bei der darkTunes Music Group. 
 
Seit dem 27.01.2017 gibt es das dritte Werk "Hollow Earth", das schon mit einem sehr düsteren Design aufwartet. Was Euch auf 13 brandneuen Tracks erwartet, erfahrt Ihr jetzt: Die Single "Human Being" eröffnet das Spektakel. Extrem düstere, schaurige Klänge erschallen, die zu derbem Splatter Industrial Rock werden. Max gibt alles am Mikro und die Jungs blasen Euch gescheit weg! Starker Opener! "Savior Self" hingegen wapert bedrohlich aus den Boxen und ist bei weitem elektronischer. Max singt betörend und das Spektakel zieht Euch schnell in seinen Bann. Einfach nur magisch! Im Refrain wird zwischen Gekeif und schaurigem Geschrei gewechselt. "Incited Volition" ist eine Mixtur aus Electro, Industrial Rock und Country Metal. Klingt verdammt gut, die kleine Drecksau! Kann ich Euch nur empfehlen. Hellectro und Industrial Rock - das präsentieren die Jungs bei "Zeitgeist". Erster persönlicher Favorit, der auch gut im Club abgehen wird! "Federal Emergency Mass Assassination". Hier killt Euch nicht nur der Name! Dieses Monster sticht deutlich heraus und ist vom Krankheitsgrad definitiv die Nummer 1! Krasses Teil! "Dharmachakra of Christanity". Also in der Namensfindung sind die freaky Oldenburger unschlagbar! Das Monster ist sehr magisch, mystisch, befreiend und mitreißend. Damit werdet Ihr viel Freude haben! "outside the Hollow" ist ein kurzes, prägnantes Zwischenspiel, das aus Bass-Spiel und einem TV-Beitrag besteht. "inside the Hollow" ist das krasse Gegenstück dazu. Wunderschöne ruhige Melodien, Störsequenzen im Hintergrund die immer lauter werden, Erholung pur. "Rothschild Pt. I" kann man gar nicht beschreiben. Das müsst Ihr Euch einfach anhören. Ich finde es absolut top! "Rothschild Pt. II" baut auf Pt. I auf, bringt aber Industrial Rock der absoluten Oberklasse und sehr starken Gesang mit. Einfach nur geil! Definitiv ein weiterer Favorit. Ein weiterer Favorit findet sich mit "Hollow Earth", dem Herz- und Titelstück. Wie es sich für ein Lied in der Position gehört, sticht besonders dieses heraus und ist das am düstersten von allen. Absoluter Oberfavorit, mit dem die Jungs klar machen, was sie meinen und wollen! Nahtlos über geht es in "Evalslave", das derbe rotzig laut los legt und alles zerfetzt, was es zu zerfetzen gibt. Einfach nur fett! "beneath the Hollow", das letzte Instrumental, lässt die Scheibe sanft und dennoch aufreibend enden. Direkt zu beschreiben geht es nicht, es ist tief und breit und kaum zu erfassen. Dennoch ist es einfach faszinierend, klasse gemacht und der perfekte Schlusston!
 
Fazit: Einfach ist sie nicht, die neue Platte von den Oldenburgern. Zum einen ist sie in 2 Lager geteilt, zum anderen ist sie durch ihre krassen Wechsel und die feinen geknüpften Bänder zwischen den einzelnen Tracks sehr komplex und tief. Hier muss der Hörer Geduld beweisen; bringt er sie mit, wird er reich beschenkt. Was er daraus macht, dass ER die "Hollow Earth" (hohle Erde) ist, bleibt abzuwarten. Nehmt es hin für Euch, die ihr lebt, als Warnung und macht was aus eurem Leben und der Zeit, die Ihr habt. Wenn Ihr das beherzigt und Devil-M unterstützt, werden sie glücklich sein und Ihr der Freiheit ein Stück näher. Ich bin total begeistert von dem Werk, werde noch eine Weile brauchen um es zu verdauen und empfehle jedem, sich das mal anzuhören. Der Teufel ist hier wahrlich vertreten und es wäre nur eine Sünde, sich dieser Musik zu verwehren. Natürlich wird es mehrere Durchgänge brauchen, um alles erfassen zu können. Aber diese Reise lohnt sich.
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Devil-M und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig  

Es gibt Nachrichten, die die Electro-Fangemeinde sehr glücklich machen wird: Absurd Minds lassen von sich hören! Seit 1995 existiert die Dresdner Electro / Futurepop Formation bereits. Sänger Stefan Großmann und Keyboarder Tilo Ladwig waren 1995 nur als Duo unterwegs. 1999 entdeckte das Label SCANNER sie auf einem Konzert, bei ihnen erschienen bisher alle Alben. Während Stefan and Tilo am zweiten Album "Damn the Lie" arbeiteten, wurde Timo Fischer, der bis dato nur Live-Unterstützung war, als drittes Bandmitglied engagiert. Seit 2006 ist auch Nick dabei, dessen zweites musikalisches Standbein die Dresdner Band Legacy Of Music ist. Insgesamt wurden bisher 5 Alben, 2 Demos, 2 EPs, 3 Singles und ein limited Package veröffentlicht. Seit 2010 und dem letzten Werk "Serve or suffer" ist es sehr still geworden um die Dresdner, die durch etliche Evergreens einfach nie vergessen wurden und nie vergessen werden. 

 
Seit dem 27.01.2017 gibt es nun ENDLICH das 6. Meisterwerk "Tempus Fugit", das mit 12 brandneuen Tracks aufwartet. Wie die klingen und was Euch erwartet, erfahrt Ihr jetzt: Alleine schon "Time Travel" ist ein gigantisches Opening. Starke Elektronik, starke Drums, elektronisch verzerrter Gesang, Stefans mega Stimme, Buddhismus, orientalische Frauenstimme, Entspannung pur. Richtig feine Eröffnung! Auch "Farewell" bedeutet Entspannung pur und das musikalische Paradies. Wunderschöne Melodien, atmosphärische Strukturen, allerfeinster Gesang, Himmelsmelodie. Einfach nur pures Gold für die Ohren und Befreiung für die Seele! Mit dem einzigen deutschen Titel "Kreuzfeuer" wird es etwas derber. Knallende Elektronik, gewaltiger Gesang, starker Text, auch hier wird englisch benutzt. Düster melancholisch atmosphärisch elegisch. So würde ich "Now we hear the Call" bezeichnen. Wie ein gigantisches Wikingerschiff segelt das Lied direkt in´s Herz. "One World" bietet die perfekte Symbiose aus Futurepop, EBM und himmlischem Rock. Ihr findet den Track auch auf der "Cold Hands Seduction Vol. 185" vom Sonic Seducer. Starker Song, starkes Thema. Auch "For those who love" ist eine Granate, die ordentlich Stimmung macht. Die Thematik "Für euch, die ihr liebt" ist ja bereits sehr bekannt und oft benutzt. Auch die Absurd Minds liefern eine feine Perle ab. "Last Walk" ist besonders buddhistisch und metamophorisch. Hier ist eindeutig Magie im Spiel und die Erleuchtung wartet genau hier. "Threnody". Magisch, betörend, bezirzend, befreiend, irgendwie reinigend. Thematisch und lyrisch hoch angesiedelt und mit ordentlich Power. "Guardian" wird hingegen extrem eingängig, dunkel romantisch, gefühlvoll, mitreißend, packend. Einfach nur ne verdammt geile Ballade, gesungen von Nick. "Design of Coincidence" ist ebenso himmlisch und hüllt Euch in sanfte Schwingen. "Hourglass" hingegen ist düster romantisch und wird Euch sicher ganz besonders gut gefallen. Bei mir ist es so und ich empfehle es ganz besonders. Hier kommt sogar ein geiles Gitarrenspiel dazu. Sehr geil! "Zeropoint". Alle Stärken, die die Jungs und die neue Platte inne haben,           werden hier entladen und erschaffen den verdienten Höhepunkt und ein super Finale! Elegischer wunderschöner Futurepop, eine feine Gitarre. Einfach nur mega! 
 
Fazit: Die Pause hat Absurd Minds richtig gut getan, denn sie legen einen weiteren Meilenstein vor! Schon jetzt eines der besten Alben 2017! Feine Lyrics, die gewohnte Tiefe, Stefans spitzen Gesang, Nick hat ne eigene Nummer bekommen, alte Stärken, neue Elemente, super Thematiken, geiles Feeling, Buddishmus, Magie, Power, Gefühl, milliarden Liter Herzblut, dunkle Romantik, Dunkelheit, Erleuchtung. All das findet hier statt und ich bin einfach nur derbe verliebt und berührt! Was für ein Gottwerk und eine richtig geile, starke Platte! Die Dresdner haben sich übertroffen und sind mega stark zurück! Ich gehe felsenfest davon aus, dass es den Fans genau so gehen wird. Auf weitere tolle Hörerlebnisse!
Damit ende ich, bedanke mich allerherzlichst bei Absurd Minds und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig 
Vor genau 5 Jahren veröffentlichten EXTRAMENSCH ihr Debütalbum und wurden als die neuen Helden der Meta Lyric gefeiert. Nach Ausstieg des Sängers wurde es wieder ruhig um EXTRAMENSCH und es schien keine Fortsetzung zu geben... 2017 sind sie wieder da, mit neuem Sänger, neuer Sprache, neuer Message und neuer Kraft! Damals wollten die Mitglieder anonym bleiben, diesmal gibt es Namen: Andi W. (Bassist bei Megalomaniax, Megavier, Motörblock) holte sich Sänger Dave (A Pale Moon) in´s Boot. Schnell wurde man sich einig, in welche Richtung man gehen wollte und verfeinerte den intelligent arrangierten „Darkrocksound“ mit gekonnt akzentuierten Drums, gespielt von Martin Dog Kessler (H-Blockx, Westbam, Abwärts, Ich+Ich) und Roland Jacobs (Requiem, Mud Puppy, B-Promi) melodisch filigranem Gitarrenspiel. Zusammen schuf man eine unverwechselbar charakteristische Mischung aus Rock / Metal / Gothic und Elektronik. Musikalisch klingt dies wie ein Darkrock-Gewitter mit detaillierten Elektroeinflüssen.Textlich bereist Dave auf melancholisch sarkastische Weise Zwischen-Menschliches, singt größtenteils auf Englisch und hält dem geneigten Zuhörer gelegentlich den Spiegel vor. (Quelle: Pressetext)
 
Am 17.01.2017 erschien "II". Wie die 9 brandneuen Tracks nun genau klingen, das erfahrt Ihr jetzt: Es beginnt schon sehr düster-elektronisch mit "Labyrinth". Verzweigte Elektronik, feine Rock-Elemente, beeindruckender gefühlvoller Gesang, fetter Metal. All das vereint dieses Labyrinth und man verliert sich gerne darin! "Matter of the Heart" ist feinster Darkrock mit feinen Metal-Sounds. Der Gesang beeindruckt über alle Maßen, es wirkt nach Old School und klingt doch frisch. Tolles Lied und die erste Auskopplung! "Numb" ist die perfekte Verschmelzung von Metal und Elektronik mit verzweifeltem aber druckvollem Gesang. Geht gut ab mit guten Lyrics im Gepäck! Leichte orientalische Einflüsse lassen sich auch feststellen. Mit "Geschichte schreiben" kommt das erste deutsche Lied daher. Düster, klanggewaltig, toller Text, schneller Gesang, elegisch, eingängig, überwältigend. Feines Liedlein und erster Favorit! "Towards tomorrow" ist das Brett der CD. Fetter Rhythmus, himmlische Sounds, allerfeinste Melodien, wechselt zwischen dröhnend und himmlisch weich, der Gesang ist extrem und gleichzeitig extrem eingängig gefühlvoll. Alleroberster Favorit! Extrem eingängig, melancholisch, deep wird es hingegen bei "Alive". Besonders hier beweist der Extramensch, was er alles kann. Die Perle hätte vor 20 Jahren schon entstehen können. Einfach top! Elegisch melancholisch packenden Rock mit dem allerfeinsten Gesang beschert uns "Amok". Toll gemacht, geile Atmosphäre, super Stimmungen, weiterer Favorit! "Transzendenz" ist ein Meisterwerk für sich. So richtig erfassen kann man es nicht. Wie die Thematik an sich auch. Aber es ist ein tolles Goldstück, das ich nur empfehlen kann. "Whorehouse" ist natürlich dann die Sahne auf dem köstlichen Eis. Langsam und spannend baut es sich auf. Interessante Klang-Szenarien spielen sich im Hintergrund ab, ein feines Gitarrenspiel, verzerrte Elektronik, ein verrückter Geiger, plötzlich einsetzende Drums, fette Soli, Gänsehaut-Gruselfaktor, elegischster Darkrock vom Feinsten. Und das alles in einem Lied. Dieses Teil hat verdient 10:00 Minuten bekommen! Als Finallied auch super gewählt. Sehr beeindruckend dieses Szenario! 
 
Fazit: Extramensch sind und bleiben einzigartig! Es ist wirklich erstaunlich, was dieses starke Projekt alles aus seinem Hut zaubern kann! Dass hier nur Profis am Werk sind, hört man und die einzelnen Musiker sind Meister auf ihrem Gebiet! Empfehlen kann ich es jedem, hier mal beide Ohren zu riskieren. Es lohnt sich derbe und Ihr werdet sehen: die Jungs verzaubern Euch! Ich bin jetzt in anderen Sphären und sehr begeistert.
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Extramensch und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Powerwolf gönnen sich einfach keine Pause! Die deutschen Power Metaller aus Sulzbach / Saar kann eben auch nichts aufhalten. Seit 14 Jahren toben sie sich nun schon über Religionen und die Bestie Mensch aus. 5 Alben, 4 Singles, etliche Evergreens, zwei Tour-EP´s, 3 Boxsets, eine Beilagen-CD aus der Rock Hard Juni 2013, ein Live-Album als Extra-CD-Beilage in der Metal Hammer April 2012 und zwei weitere Live-Alben liegen bereits vor. Ihre Konzerte sind legendär, massig besucht und immer wieder mehr als sehenswert. Die Jungs um Attila Dorn haben einfach Spaß bei allem, was sie tun und das hört / sieht man jedes mal. Das macht ihnen so schnell kaum einer nach - die Wölfe sind eine Wucht! 
 
2015 erschien ja ihre letzte Platte "Blessed & possessed". Jetzt erscheint am 06.01.2017 die "Tour Edition" dieses Albums. Da findet sich neben dem regulären Werk eine "Live at Summer Breeze 2015" CD. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt: Wir beginnen natürlich mit CD 1, die ordentlich mit dem Herz- und Titelstück "Blessed and possessed" los legt. Beeindruckend, schaurig, gewaltig, überzeugend, mitreißend, abrechnend. Attilas Stimme ist bei dem Ganzen immer die Kirsche auf der Sahne! "Dead until Dark" hingegen wirkt heroisch und verwegen mit weiteren Stimmfacetten Attilas. Pfeilschnell preschen die Wölfe hier los - aber wie der Name bereits verrät: erst wenn es dunkel ist. Geiles Teil! Die Bandhymne und Single "Army of the Night" ist Powerwolf einfach wie auf den Leib geschneidert. Besser hätten sie sich nicht präsentieren können und die Singlewahl ist mehr als berechtigt! "Armata Strigoi" ist etwas melancholischer und reißt dennoch genau so mit wie sonst auch. Darin geht es übrigens um das Vampirwesen Upir, nach einem römischen Ammenmärchen ein blutsaugender Vogel. „Strigoi“ ist ein Zustand, den es in manchen Menschen schon gibt, aber dessen sich diese Personen nicht bewusst sind. Die Strigoi verhalten sich ihr ganzes Leben über wie normale Menschen, mit Ausnahme von einer einzigen Nacht im Jahr. In der Nacht zum Feiertag des Heiligen Andreas, der in Rumänien auch als der Herr der Wölfe bezeichnet wird, stehen diese Personen, die Strigoi sind, um Mitternacht auf, verlassen das Haus und treffen sich an Straßenkreuzungen mit anderen Strigoi. Hier bekämpfen sie sich bis sie zum Sonnenaufgang aus ihrem Zustand „erwachen“. Die Personen wissen nichts mehr über die Ereignisse der Nacht, sie können sich an nichts mehr erinnern. Perfekte Thematik für die Wölfe, mit leicht russischer Folklore umgesetzt! "We are the Wild" erlärt ja bereits alles, genau so wild geht es hier auch zu. Sicherlich ein neuer Live-Garant und hier werden viele Fäuste in der Luft zu sehen sein! "Higher than Heaven" ist eines der derbsten und schnellsten Songs des Albums und ich will meinen auch der Bandgeschichte! Haare auf und eskalieren bitte, obendrauf gibt es ne fette Gänsehaut! Der Mittelteil ist ganz besonders umwerfend, müsst Ihr Euch dringendst anhören! Absoluter Oberfavorit! "Christ & Combat" feuert ebenso aus allen Rohren. Nach dem Übermonster ist dieses Lied sehr militärisch und bläst Euch wahrlich aus den Socken! Hier bricht Krieg los! "Sanctus Dominus" ist auf lateinisch, extrem düster, eingängig und entladend. Fettes Brett und zweiter Oberfavorit! "Sacramental Sister" ist extrem gefühlvoll und sogar mal sehr melancholisch. Die Wölfe können auch "balladesk" - natürlich mit ordentlich Bombast! "All you can bleed" geht in eine ähnliche Richtung wie die großen Hits der Marke "Amen and attack" oder "We drink your Blood". Es darf also durchaus zur Genüge geblutet werden! Das Endstück "Let there be Night" könnte ein eigenes riesiges Theaterstück sein. Militärische Drums, sehr viel Dramatik, klassischer Gesang, viel Bombast, Milliarden Liter Herzblut, Klassik mit Power Metal, extrem eingängig. Quasi ein gigantisches Feuerwerk zum Abschluss und mein dritter Oberfavorit! Eine Gänsehautwelle jagt die nächste! CD 2 punktet mit allen Hits, die die Fans hören wollen. Unter anderem: Die bereits erwähnten "Amen and attack" und "We drink your Blood", "Coleus Sanctus", "Kreuzfeuer", "All we need is Blood" und "Resurrection by Errection". Sogar drei Lieder von CD 1 haben sie dem Breeze vorgestellt. Wenn man Attila zuhört, pisst man sich fast ein vor Lachen. Was n Entertainer mit top Meinungen! Man bekommt einen prima Einblick in die überaus guten Live-Qualitäten der Jungs und spürt / hört, wie sehr das Publikum sie liebt. Einfach nur traumhaft schön!
 
Fazit: POWERWOLF sind GEIL! So viel steht fest und sie bilden einfach eine richtig gute Einheit! Alles höchst talentierte Musiker, Meister ihres Fachs, Götter an ihren Instrumenten. Attila und seine Stimme - dazu muss man einfach nichts mehr sagen, der Mann ist der absolute Wahnsinn! Da haben sich die Richtigen gefunden und sie sind einfach auch absolut liebe, herzensgute Leute. Longplayer Nummero 6 und ganz besonders das hier vorliegende Package müsst Ihr einfach besitzen, auf ihrem Genre sind POWERWOLF einfach unschlagbar! Ich bin erneut verliebt und giere nach mehr.
Damit ende ich auch, bedanke mich herzlichst bei den Wölfen und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=NwSU9uvl7Mc    Out In The Fields (Gary Moore Cover)
Es gibt Neuigkeiten von Betontod! Seit Anfang der 90er existiert die deutsche Punkrock-Band aus Rheinberg nun bereits. Nach 2 anderen Bandnamen folgte dieser Name, seit 2006 ist die große Aufmerksamkeit da. Die Liste an Festivals und konzerten, die sie bereits abgearbeitet haben, wird immer länger. Mittlerweile waren sie sogar auf dem Rockharz und auf dem Summer Breeze. 2010 gründeten sie ihr eigenes Label Better than Hell, seit dem Album "Antirockstar" 2011 beherbergen sie auch Bands wie Kitty In A Casket und Kärbholz. Einige Alben liegen bereits vor ebenso wie zwei Live-Alben, auf denen sogar schon andere Stile wie Ska und Metal ausprobiert wurden. Ihr letztes Werk "Traum von Freiheit" erschien 2015 über Columbia (Sony Music).
 
Am 13.01.2017 erscheint nun das brandneue Werk "Revolution" über Nuclear Blast. Texter und Komponist Frank Vohwinkel dazu: "In welcher Gesellschaft wollen wir leben, alles läuft immer schneller, immer weiter in eine Richtung in der der einzelne immer weiter in den Hintergrund tritt. Es wird Zeit, das was wir im Herzen tragen als wichtigsten Wert der Gesellschaft zu prägen. Es wird Zeit den Menschen zu zeigen das ein kleiner Teil nicht berechtigt die Legion der Vergessenen immer größer werden zu lassen. Es wird Zeit für eine Revolution!“ Und wir sind nicht bereit den Hetzern die Straße zu überlassen, es wird Zeit für eine Revolution der Mitte dieser Gesellschaft, nicht getrieben von Angst und Hass sondern von Liebe und sozialer Verantwortung. Dabei ist uns klar, dass wir die breite Unterstützung von diversen Medien niemals erhalten werden. Dieser Bandname, an dem man nicht vorbeikommt, ob man will oder nicht macht einem keine Türen auf. Und gerade deshalb ist es wichtig dass diese Stimme von immer mehr Fans gehört wird und diese Fans fernab dieser Medien bereit sind diesen Weg mit zu gehen. Wir treten dem Mainstream damit mal gehörig in den Arsch! Das ist unser Antrieb“ (Quelle: www.metaltix.com). Wenn das mal nicht vielversprechend ist und es wird in 12 brandneuen Tracks verarbeitet! Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt: Das "Intro" alleine ist schon traurig und nachdenklich genug. Melancholische Gitarrenklänge und ein Wehklagen im Hintergrund steigern das Ganze noch. Über geht das in "Revolution". Das Herz- und Titelstück fasst das alles zusammen, was Frank ja bereits sagte. Das wird definitiv eine neue Hymne der Jungs! Dann präsentiert sich eine der Singles. "Küss mich" ist eine feine Ballade, wie sie nur von Betontod stammen kann. Echt top! Die Frau, der das Lied gebührt, kann mächtig happy und stolz sein! Man kann Revolutionen eben nicht immer alleine ausfechten. Direkt im Anschluss stimmt "Welt in Flammen" nach so viel Kitsch wieder nachdenklich. Dass unsere Welt so wie sie aktuell läuft, in Flammen steht, sollte mittlerweile jeder mal erkennen. Krieg und Geld regieren die Welt. Die brandneue Single "Ich nehm dich mit" setzt auf Freundschaft und Zusammenhalt. Hier wird ordentlich gefeiert werden! Schauspieler Ralf Richter hat im Video dazu eine Gastrolle. Single Nummer 3 "Freunde" zielt in eine ähnliche Richtung. "Herz an Herz" ist eine weitere feine Ballade. Auf das Leben, auf die Liebe! "Verdammt schwer" ist ein kleines feines Liedchen über Abschied, das vor Schmerz nur so trieft. Vorgetragen wird es nur mit Gitarre und Gesang. Einfach nur wunderschön und sehr herzergreifend! Für Leute, die jemanden verloren haben, vielleicht ein kleiner Trost oder zumindest ein Lied, das ihnen hilft. "Freiheit oder Tod" ist ein Song über Betontod und in gewisser Weise für ihre Fans gezimmert. Darum feiert mit ihnen und singt einfach beim Konzert und dem Refrain mit! "Bambule und Randale" legt natürlich ordentlich los. Der Track wird alles abreißen was abzureißen geht! Zu "Es lebe die Freiheit" muss ich einfach nix sagen, das erklärt sich von selbst! Dementsprechend laut und aus voller Kehle wird es auch vorgetragen. Wer hier nicht mit abgeht, dem ist nicht mehr zu helfen. "Mann über Bord" zieht noch mal alle Register. Fetter Metal dröhnt da aus den Boxen, der Gesang ist abrechnend, es wird sich noch mal ordentlich ausgekotzt - also das perfekte Endlied für diese CD! Ich ziehe diese Vergleiche normal nicht, ich mag sie generell auch nicht besonders, da jede Band für sich alleine und selbst brilliert. Natürlich lässt es sich nicht vermeiden und zur groben Orientierung reicht es voll aus. Aber ich denke, dass die Hämatom-Fans dürften hier fündig werden.
 
Fazit: Viel muss nicht mehr gesagt werden. Die Platte hat ihren Namen verdient, sie schreit nur so nach Revolution und mit Bestie Mensch wird gescheit abgerechnet! Trifft den Nagel auf den Kopf und den Nerv der Zeit genau dort wo es weh tut! Trotzdem gibt es Balladen, Lieder über Freundschaft und Zusammenhalt & Party darf bei den Jungs freilich auch nicht fehlen. Die Fans werden begeistert sein, ich bin zufrieden, Kritik habe ich keine - besser kann es nicht laufen.
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Betontod und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
PALAST, das sind 3 Profimusiker, die in dieser Band ihrer stilistischen Leidenschaft freien Lauf lassen. Die Jungs sind sonst u.a. auch als weltweit tourende und veröffentlichende Musiker bzw. Produzenten tätig, lassen in PALAST viele audiovisuelle Synergien wirken, die sich in Songs manifestieren, die die Berliner selbst als "post-hipster, Fashion-beeinflussten Synthesizer Sound mit bombastischen Beats" bezeichnen. Untermalt von Sänger Sascha Paces druckvollen Vocals, die Erinnerungen an die dunkle Seite der 1980er Jahre erwecken, ist die Musik alles andere als Nostalgie. Die Drei liefern zeitgemäßen Synth-Pop-Sound und schicken uns dabei zurück in die Zukunft. Die EP „Hush“ im Herbst 2016 (ich berichtete darüber) war der Beginn, nach weniger als 6 Monaten Bauzeit ist nun der erste PALAST fertiggestellt, in Form einer kleinen Silberscheibe (CD) und feinsinnigem Vinyl (LP).
 
Auf das gleichnamige Debüt "Palast" haben es 10 Tracks geschafft. Wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Sehr gewaltig und beeindruckend beginnt schon der Opener "Shut the Door". Aufgepeppter Neuzeit-Synth Pop erklingt da mit dunkel-romantischen Klängen, prima Vibes, tollem Gesang und ordentlichen Drums. Feine Hymne, die sofort in ihren Bann zieht! "She can dance" passt namentlich perfekt, das Lied entpuppt sich als Club-Perle. Betörend, magisch, Neuzeit, Old School. All das verschmilzt hier zu einem ganz feinen Cocktail. Und auch thematisch. Jeder sollte so tanzen können wie die besungene Dame. Was da über sie erzählt wird, erfahrt Ihr durch´s Anhören. "Tell me why" vermischt auch einige Attribute. Hoffnung, leichte Verzweiflung, Eingängigkeit, Gefühl, Herzblut, Dunkelromantik, Tanzbarkeit, Einladung zum Tagträumen. Also ein absolut feines Liedlein und hilft über Trennungsschmerz hinweg. "Strong" macht eigentlich namentlich schon klar, worum es geht. Mit diesem Liedlein gibt es von PALAST eine kleine feine Motivationsspritze. Echt gut gemacht, musikalisch top, klasse gesungen, wunderschöne Melodien, starke Sounds. Hört es Euch an und sammelt Kraft! Mit "Mirror Mirror" haben die Drei eine Hymne geschaffen, die einfach nur begeistert und unter die Haut geht. Stakkato-Rhythmen treffen auf starke geballte Sounds und abwechslungsreichen Gesang; Neuzeit trifft auf Old School. Mein absoluter Anspieltipp! Auch lyrisch weiß die Hymne überdeutlich zu punkten. Das Thema Spiegel wird in der Szene ja eh gerne verwendet. Spiegel sind auch ebenso faszinierend wie gruselig. "Nightfall" sticht musikalisch definitiv heraus. Zuckersüß, dunkel-romantisch, interessante Sounds. Musikalisch top, mir ist es etwas zu bunt geraten. Durchaus sehr schade, gerade bei dem Namen und der Thematik wäre mehr drin gewesen und hätte dunkelromantischer sein können. Gesanglich und musikalisch aber top. Das ist einfach Geschmackssache. Gesamt gesehen gefällt es mir nicht. Durchschnitt, der nach so vielen anderen Liedern aus dem Radio klingt. "Stand up" hingegen gefällt mir tausendmal besser. Düster, revolutionär, rebellisch, starke Elektronik, explosive Sounds, eindringlicher Gesang, starker Text. So gefällt mir das viel besser! Also steht auf und kämpft! "When you fall" baut zumindest namentlich darauf auf. Eine weitere Motivationsspritze, Schutzengel, Ballade. Da lässt man sich doch gerne aufhelfen! Also Krone richten, weiter gehen, bei erneutem Fall ist jemand da! Nach meiner Meinung passt auch "One Day" super in diese Riege. Eines Tages kann es bsser werden. Ihr habt das mit in der Hand. Also tut etwas für Euch! Gleichzeitig geht es hier auch darum, dass jemand dringend versuchen sollte, etwas an sich zu ändern, sonst steht er / sie alleine da iwann. "Unraveling Skies" beendet das Debüt beeindruckend. Mega Sounds, tolle Melodien, geile Atmosphäre, prima Vibes, dunkel berührend, prima Feeling. Besser hätte die CD nicht enden können! Einfach nur stark und sehr zu empfehlen!
 
Fazit: Man kann wirklich sagen, dass den Jungs ein prima Debüt gelungen ist. Neuzeit-Synth Pop mit Old School Anleihen und Sounds, die klingen, als wären sie 20 Jahre früher entstanden. Ich finde das klasse, wenn Bands das heutzutage schaffen. Sie wissen, was sie können und bringen das perfekt ein. Auch die langjährige Erfahrung jedes einzelnen Mitglieds hört man. Klasse Musiker, top Sänger, tolle Atmosphären, starke Melodien, tolle Lyrics! Ich bemängel dennoch immer noch, dass gewisse Elemente mir zu durchschnittlich sind. Es darf nicht zu sehr in die Richtung gehen, dass es klingt wie Sachen, die man aus Radio-Liedern kennt. Wenn die Drei es schaffen, da noch alternativer und einzigartiger zu werden, wird das Ding groß! Potenzial ist mehr als genug vorhanden und empfehlen kann ich die Musik durchaus.
Damit ende ich, bedanke mich bei PALAST und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig
Wie ein Phönix, der aus der Asche der Vergangenheit aufsteigt, vereint Don´t Drop The Sword die örtlichen Underground-Legenden im Kampf um ihre Leidenschaft: der schnelle und epische Heavy Metal! Angesiedelt vom ex-Improved Gods Sänger ‚Anti‘ und durch die Überreste von Distorted Perfection entstanden, lassen Don´t Drop The Sword bekannte Personen aus der örtlichen Underground-Szene wieder auferstehen. Zudem vervollständigen hoch- begabte Newcomer diese neue Kraft. Don´t Drop The Sword stehen für schnellen und epischen Old- School-Power Metal. Die Zeit scheint in den Augen des wahren Gläubigen stillzustehen. „Wir werden nicht unten zurück sein, wir werden nicht konform, wir werden nicht das Schwert des Heavy Metal fallen lassen!“ Auf englisch: „we won’t drop the sword of heavy metal!“ So erklärt sich auch der Bandname. „Fühlen Sie sich frei, uns in unseren Kampf für die Musik, die die Geschichte unseres Lebens erzählt, zu folgen. Wir sind aufgewachsen mit Bands wie Blind Guardian, HammerFall, Manowar und vielen mehr. Ihre Musik führte uns unser ganzes Leben lang. Jetzt ist es Zeit, etwas zurückzugeben. Wir werden versuchen, die schwere Fackel in die Schlacht zu tragen. Wir könnten fallen, aber wir werden unser Bestes tun, um den Kampf zu halten. Solange wir alle glauben, können wir einen Unterschied machen. Lassen Sie uns diesen Kampf gemeinsam kämpfen! Lassen Sie das Schwert nicht fallen !!!“ So heißt es auf der offiziellen Homepage der Band in ihren Worten. Gegründet wurden sie 2015, sie kommen aus Erding (Bayern) und selbst bezeichnen sie ihre Musik als deutschen epischen Speed Metal. (Quelle: HP Don’t Drop The Sword) Zuletzt berichteten wir über ihre Debüt-EP "Into the Fire", die am 27.01.2017 erschien.
 
Jetzt gibt es endlich ihr Debüt-Album "Path to Eternity" auf die Ohren und alleine schon die Tracklist liest sich wie ein neues Tolkien Werk. 14 Lieder finden sich auf dem Debüt. Wie die klingen und ob es neben Tolkien noch andere Themen gibt, erfahrt Ihr jetzt. Den Anfang machen die "Guardians of Light". Ob sie die Guardians of the Galaxy auch kennen? Gut möglich. Die "Hüter des Lichts" wären auf jeden Fall Tolkien-würdig. Und wie toll sie klingen! Pfeilschneller old school Fairytale Power Metal, der Blind Guardian schon sehr ehrt. Auch Sänger Anti kann sich mehr als hören lassen, ganz tolles Organ! Starker, strahlender Opener! Etwas derber wird es da schon mit den "Rotten Wings". Derbere Heavy Metal Teile treffen auf Melodic Speed Metal und einen hymnischen Refrain. Sehr geiles Teil, wieder super gesungen und fein erzählt! Auch "We deal in Lead" ist eines der härteren Stücke. Was die jeweiligen Thematiken ja anbieten. Also anschnallen, hoch mit dem müden Skelett, die Fäuste gestreckt und headbangen! Die Jungs machen ordentlich Stimmung und Musik & Gesang ergeben eine perfekte Einheit. "Drums in the Deep". Bei dem Lied muss man an Tolkien, Herr der Ringe und die Brunnen-Szene denken. DDTS setzen das Ganze auch super um, erzählen es klasse und ehren in gewisserweise die Orks. In Zusammenarbeit mit "To the Proud a Grave", wovon "Drums in the Deep" nur das Intro ist. Definitiv ein Oberfavorit! Wobei es aktuell nur Favoriten gibt! Gegen Ende klingt es sogar noch Folk Melodic Power Metal! Meine absolute Lieblingsstelle! Melodic Folk Speed Power Metal mit unendlich viel Gefühl und tausenden Litern Herzblut gibt es mit "Blood will decide". Weiterer Oberfavorit, der wirklich magisch und hymnisch ist! "Banished to nightly Realms". Ein Titel, der einem Tolkien-Fantasy-Roman nur allzu gerecht wird. Anti beweist erneut, wie viel Gefühl in seiner Stimme steckt. Jeder Ton trifft wie eine Nadel und man verliebt sich sofort, jeweils in Musik und Gesang. Ein wirklich herzzerreißende Ballade, danke dafür Jungs! Der König unter den Favoriten! Plötzlich schlägt die romantische Stimmung um, Anti lacht fies, es regnet schnellen Heavy Metal und der Gesang wird kraftvoller. Richtig geil gemacht! An der Stelle sei mal erwähnt, dass Maxi, Lead Gittarist und Rhythmus Gitarrist, als Zwitstimme klasse Arbeit liefert, sich genauso gut hören lassen kann und vor allem super mit Anti in Zusammenarbeit klingt! Weiter mit Musik. "Wastelands of War" ist die wahre Kriegshymne. Pfeilschnell, gewaltig, angriffslustig geht es zu Felde. So muss Mittelerde zu Saurons Zeiten ausgesehen haben. Aber auch fernab von Tolkien eine sehr düstere, zeitnahe Erzählung. Das wird ein Live-Garant, das garantiere ich Euch und dann will ich Stimmung und Anteilnahme sehen! Definitiv ein weiterer Oberfavorit. Der "Hero of all Times" darf sich da super mit einreihen, auch in die Helden-Saga der Jungs. Der "Siren´s Song" hat seinen Namen verdient. Die Sirenen hätten es nicht besser gesungen. Tolkien, Seefahrt, Gefühl, Eingängigkeit, etwas hymnenhaftes - reicht vollkommen aus, perfekt! Es wird wieder folkig, diesmal zu 100 % mit "Jester´s Tears". Ein weiterer Favoriten-Regent wurde geschaffen! Akustisch, Maxi, Anti - mehr braucht es nicht! Der "King of the Dragon Age" - Tolkien-verehrend, einem Fantasy Roman allgemein entsprechend, magisch, kraftvoll, explosiv. Eines Königs würdig! Erinnert ein wenig an "Eragon" und "Dragon Heart". Die "Sapphire Skies" sollen für Euch ein Licht sein an dunklen Orten, wenn alle anderen Lichter ausgehen. Na wo kommt das her? Richtig, Herr der Ringe, Galadriel, Die Gefährten, als sie Frodo das Sternenlicht schenkt. Dafür schenken Euch DDTS diese übermächtige Perle. Ist doch auch was! Da sind wir auch LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt. Mit dem Herz- und Titelstück "Path to Eternity" beenden die Jungs ihre epische Reise. Und es ist ein grandioses Finale! Vor allem erfahrt Ihr hier auch, was es mit dem Pfad zur Ewigkeit auf sich hat. Filmreif! 
 
Fazit: Einfach. Nur. Magisch. Und. Absolut. Umwerfend!!!! Was für ein epischer Ritt ist das denn bitte! Blind Guardian haben ein wunderschönes Baby geboren! Das längst aus den Kinderschuhen heraus gewachsen ist, Springerstiefel trägt, Fantasy Romane liest, Larps besucht und schon halb auf dem Summer Breeze wohnt. Einfach nur krass, so eine junge Band und klingen wie seit Ewigkeiten mit den ganz Großen unterwegs! Wenn das mal nicht ein genauso kometenhafter Aufstieg für die "Nachwuchs-Guardians" wird! Aber auch ohne diesen ständigen Vergleich - DDTS lehren den "Opas" von Blind Guardian ordentlich das Fürchten und rütteln an deren Thron! Anstrengung Debüt überstanden, Feuertaufe bestanden, jetzt wird es Zeit für die Bretter und vor-dem-Kamin-Platz-nehm-und-DDTS lauschen! Wer epischen Power Speed Metal mag, der seine Horizonte für mehrere zusätzliche Emotionen und Genres offen hält, der muss hier reinhören! Ich bezeichne das wirklich als Pflicht! Ich muss vor allem auch noch mal betonen, was die Mitglieder drauf haben! Sei es der Hintergrund, die Erzählkunst oder die Stimmen - alles sitzt, eine Einheit! Und das muss man einfach hervor heben! Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit! 
Euer Krähenkönig
ASP melden sich lautstark zurück! Und das mit Nachdruck! Im 18. Bandjahr (!) fahren sie mit dem brandneuen, 11. Studio-Album richtig schwere Geschütze auf. Nach den "Astoria"-Alben geht es nun weiter mit "Zutiefst". Jetzt erkunden Alexander "Asp" Spreng und seine Jungs die Tiefen des Meeres. Das geschieht mit 11 brandneuen Stücken. Zur Zeit touren sie mit Gothminister durch die Lande und entführen auf eine ausführliche U-Boot Fahrt.
 
Seit dem 27.10.2017 ist es nun schon auf den Märkten zu erwerben. Wie das alles klingt und ob Jules Verne eine Inspirationsquelle darstellte, erfahrt Ihr jetzt. Bereits "Sturz (Intro)" macht klar, dass es diesmal auf große Fahrt auf´s große Meer und natürlich auch in seinen Tiefen geht. Möwen, Schiffgeräusche, Blubber-Blasen eines U-Boots, Walgeräusche. Richtig cooler Opener! Weiter geht es mit der Single "20.000 Meilen" und es geht richtig los! Melancholisch, tief, zutiefst berührend, schöner Text, klasse gesungen, dunkel-romantischer Novel Rock. Gute Single-Wahl! War übrigens auch die erste Auskopplung und Vorab-Single. Es folgt das Herz- und Titelstück "Zutiefst" und man hört eine weitere Entwicklung, beruhend auf den Wurzeln der Band. Dramatisch, pfeilschnell, wunderschön erzählt, derbe rockig. Das kann ein weiterer Evergreen der Band werden und ein absoluter Live-Garant! Man erhält auch genaue Infos zur Reise mit dem wundervoll designten U-Boot. Eine wahrlich tolle Hymne! Verdiente Position des Herz- und Titelstückes! "SonaARta" ist einer meiner absoluten Oberfavoriten. Folkig, Dark Novel Rock, Mittelalter-Elemente, düster, eingängig, packend, fesselnd, sehr mitreißend und tief berührend. Im Refrain sehr hymnisch! Ja, ASP sind zurück! "Torpedos" trifft sehr gut, was hier passiert. Kämpferisch, herausfordernd, seemannstauglich, meeresverehrend, angriffslustig, allen Problemen trotzend, pfeilschnell. Eine wahrhaft explosive Hymne! Anschnallen und erleben! Das wird eine ruppige Fahrt und dennoch bestehen wir es als Team! Natürlich darf bei einer Band wie dieser und solch Thematik der sagenumwobene "Leviathan" nicht fehlen. Dementsprechend bedrohlich beeindruckend ist das Lied auch aufgebaut. Wirklich hervorragend erzählt! Sehr gut gemacht. Passend zum Album-Namen gibt es noch "Die Untiefen" obendrauf. Hier zeigt Meister Spreng eine neue Stimmfarbe. Er kann also auch so erzählen. Und Ihr hört es richtig: die Untiefen warten und rufen! Also ab an´s Meer! Es kann nicht immer nur seichte Gewässer geben. Das Leben ist wechselhaft wie das Meer. Tückisch, ruhig, stürmisch, aufbäumend, aber auch sanft und wunderschön. Riskiert mal was. Natürlich wieder versehen mit einem höchst genialen Text. Erinnert im Aufbau durchaus an den wundervollen "Krabat Liederzyklus". "Abyssus 1" klingt nicht direkt wie die "SonaARta", aber es geht in die Richtung. Es ist eine dieser wunderschönen, tiefgründigen, tief berührenden ASP Balladen. Feuerzeuge raus und dahinschmelzen! Es bleibt abzuwarten, dass ein Teil 2 folgt. Es folgt Single Nummero 2: der "Bernsteinmeerengel"! Beziehungsweise die. Es geht tatsächlich um mehr. Auch eine sehr gute Wahl für eine Auskopplung. Beide Singles vertreten das neue Werk wirklich hervorragend. Wunderschönes, höchst geniales Lied! Es folgt die "Mondscheinsirenade". Die erinnert mich ein wenig an Goethes Erben. Es geht zurück zu den Anfängen der Band. Bedrohlich, eingängig, creepy, Gänsehaut-Schauer, ein Sprechgesang der das Fürchten lehrt. Dann legt der Dark Rock los und Meister Spreng singt. Höchst genial diese Perle! Auch hier wird es besonders hymnisch beim Refrain! Zum Abschluss gibt es noch ein ganz besonderes Goldstück. "Sog" punktet durch Melancholie, Abwechslung durch Eingängigkeit und fieses Gekeife, Elemente einer düsteren Ballade, elegische Momente und einen betörenden Gesang. Auch hier ist die lyrische Seite die Kirsche auf der Sahne. Lasst Euch fallen und ergebt Euch dem "Sog"! Faszinierendes Finale!
 
Fazit: Ich bin schwer beeindruckt! ASP sind wieder mit voller Stärke zurück! Ich muss sagen, die "Astoria" Reihe hat mir nicht so gefallen. Dafür punktet das neue Werk umso mehr! DAS sind ASP! s geht ein sehr zurück zu den Wurzeln und Anfängen, die mit einigen neuen Elementen aufgepeppt werden. Die Texte strotzden nur so vor lauter Genialität und die Thematik vom Meer sowie der U-Boot Reise wird beeindruckend erzählt. Man darf durchaus gespannt sein, wie es da weiter geht. Immerhin verrät uns "Abyssus 1" ja schon, dass es irgendwie weitergehen muss! Mich hat es überzeugt, ich bin "zutiefst" berührt und total überwältigt! Hier haben Meister Spreng und seine Jungs wirklich ein Mammutprojekt gestartet und einen weiteren Meilenstein in ihrer Diskographie gepflanzt. Ein wirklich sehr zu empfehlendes Werk, das die Fans wirklich umhauen wird! Weiter so! 
Euer Krähenkönig
 
 
https://www.youtube.com/watch?v=8n3FebKqIgc    Bernsteinmeerengel
Wir berichten Euch heute wieder von Newcomern. Komplette Newcomer sind sie nicht, Übergang aus Göttingen, denn am Mikro steht Stomper 98 Frontmann Sebi. 2014 haben sie sich gegründet und spielen eine eigenwillige Mischung aus Thrash, Crossover, Hardcore und Punk. Mit ihrem Sound ordnen sich die Jungs also irgendwo zwischen Bands wie D.R.I., Cro-Mags, Exodus und frühachtziger Deutschpunk ein. Und dennoch ist es etwas ganz eigenes. Sie durften sogar schon das Vorprogramm von Napalm Death bespielen. 
 
Am 24.11.2017 erscheint nun ihr Debüt-Album "Zeichen der Zeit" über Demons Run Amok Entertainment. Besonders das Cover Artwork kann sich sehen lassen. 13 Tracks sind drauf, wie die klingen, erfahrt Ihr jetzt. Es geht auch gut rockig los, der Gesang wie aus der Gruft, es regnet derben Metal mit derberem Gekrächz. So offenbart sich "Nicht allein" als recht guter Opener. Der Gesang überzeugt mich persönlich noch nicht ganz, der Metal ist geil! Mal sehen, was sich im Laufe des Albums noch tut. Danach präsentiert sich das "Vakuum" und die Nummern geht direkt ineinander über. Ich höre jetzt nicht viel Unterschied zum Lied vorher. Bei "Kampfherz" erwartet euch derber Speed Trash Metal mit Gesang, der teilweise klingt wie am Rednerpult. Erinnerungen an die Onkelz werden bei mir hier teilweise wach. Also zum eskalieren und abgehen reicht es! "Zeichen der Zeit" orientieren sich dann eher an richtig feinem Old School Trash Metal. Der Hintergrund gefällt mir verdammt gut! Der Gesang ist pfeilschnell und klingt nach rotzigem Punk. Die Texte sind leider sehr schwer zu verstehen. "Nichts zu verlieren" pendelt zwischen Trash, Punk und leichten Death Metal Einflüssen. Hier passt der Gesang auch mal sehr gut. Düster, revolutionär, rebellisch. Das erste Lied, das mir halbwegs komplett gefällt. "Illusion" packt mich besonders aufgrund der Melodien und der Metal klingt teils nach In Flames, teils nach Dimmu, teils nach Exodus. Dementsprechend vielschichtig ist es dann auch. Der Gesang ist eher wieder punkig, teilweise gröhlt da die ganze Truppe. So klingt es zumindest. Ebenso wie das Lied vorher ein Track, der mir halbwegs gefällt. "Leidenschaft" ist nur noch derber Punk und der Inbegriff von Old School Trash. Der Metal ist geil, der Gesang gefällt mir persönlich wieder nicht, aber er passt recht gut in´s Soundbild. Der Text geht leider extrem unter, Sebi ist kaum bis gar nicht zu verstehen. "Kein Ende" fährt rotzigsten Punk gemischt mit Old School Trash auf. "Lucy Far" hingegen vermengt Speed Metal, Trash, teils Death, Punk und Old School Trash mit einer gehörigen Portion Onkelz. Also Eskalation pur! Gegen Ende redet Sebi in der selben Klangfarbe wie er schreit. Oder krächzt. Wie auch immer man das nennt. Noch ein Lied, das mir halbwegs gefällt. "Veränderungen" ergießen sich in derbem eskalierendem Trash über Euch. Eines der wenigsten Lieder, wo man Sebi mal zu Großteilen versteht! Durchaus recht gut gemacht. "Von innen nach außen" macht da stilmäßig keinen Unterschied. Was es mit dem Songnamen auf sich hat, weiß ich nicht. Ich verstehe Sebi wieder nicht. Beim "Monster" muss ich sagen, liebe ich den verwendeten Metal und den Aufbau. Anfangs schreit Sebi da nur wie in einem extrem Schocker. Es wird gruftig. Der Rest klingt wie die bisherigen Lieder. Teile vom Text versteht man und die sind mehr als gesellschafts- und systemkritisch! Und da sind wir auch schon am Ende angelangt mit "Jedes Wort". Auch hier versteht man nur Textfetzen. Immerhin dröhnt es noch mal ordentlich.
 
Fazit: Ich tue mir hier echt schwer muss ich sagen. Rein musikalisch haben die Jungs echt was drauf und der Hintergrund Metal ist der absolute Wahnsinn! Was man vom Text versteht, ist auch toll. Eigenwillig ist es auch. Der Rest, also der Gesang, ist Geschmackssache. Rein von der Gesangsebene her reißt es mich persönlich nicht vom Hocker. Geschmackssache halt. Ein wirklich richtiger Minuspunkt: die Texte sind kaum zu verstehen. Die gehen total unter und gerade bei so einem Album ist das mehr als schade. Daran sollte meiner Meinung nach unbedingt gearbeitet werden. Ich kann eine Empfehlung für diejenigen aussprechen, die Old School Speed Trash mit Punk lieben und den Gesang mögen. 
Euer Krähenkönig

REICHSFEIND kommt aus dem Umland Frankfurts und wurde Anfang 2011 als dunkel-elektronisches Einmannprojekt gegründet. RF vereint sphärisch-verträumte Sounds und treibende Rhythmen mit Texten über menschliches Versagen und Einzelschicksale. Ein Bastard aus träumerischen Sehnsüchten und rohem Nihilismus. - Der Name - Reich und Feind: Zwei Begriffe, die wohl bei jedem Menschen in erster Linie äußerst negative Assoziationen hervorrufen. Ein Name als Wort des Widerstands gegen ethnische, religiöse und politische Verfolgung; eine Anregung zur Reflexion. Die Welt ist nicht schwarz-weiß. Love music. hate racism. (Quelle: https://www.facebook.com/pg/Reichsfeind/about/?ref=page_internal). Klingt ja alles schon mal sehr gut für einen Newcomer.

 
Am 24.11.2017 erscheint das Debüt-Album "Living in Space" mit 12 Tracks und 4 Remixen. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Das Herz- und Titelstück "Living in Space" macht den Anfang und ich finde, die Thematik wird musikalisch super wieder gegeben. Dunkel-romantische, weltraumartige Musik mit feinem dunklen wohltuenden Gesang. Durchaus guter Opener! Ich würde es grob als Synthie Cold Wave bezeichnen mit leichten Pop Elementen. Wobei die Genres eigentlich echt nebensächlich sind. Es ist gute elektronische Musik mit feinem Gesang, fertig. Kleiner Minuspunkt: auf die Länge von 6:16 Minuten hätte ich mir mehr Abwechslung im Text gewünscht. Abgesehen davon aber echt top. "Soulpaint" ist definitiv auch passend, denn es bringt tatsächlich etwas Farbe in die Seele. Im Grunde eine gemütliche Synthie-Sonntags-Perle. Mir persönlich fehlt der schöne schwarze Anstrich. Das Lied könnte auch im Radio laufen. Gefällt mir nicht. Aber es ist technisch gut gemacht. "Harbringer" gefällt mir da schon etwas besser. Melancholisch, gefühlvoll, eingängig, etwas schwärzer. Aber es ginge noch schwärzer. Technisch wieder top, aber mir fehlt da einfach was. Wir hören nun die allererste Single "Detox". Das erste Lied, das mir vom Sound her wirklich sofort gefällt. Und es wird endlich schwarz! Strenger Gesang, EBM, dunkler Elektro, gute Bässe, gute Geschwindigkeit. Durchaus einer Auskopplung würdig! Nur muss darauf geachtet werden, dass der Gesang nicht unter geht in den Bässen wie hier. Stellenweise versteht man RF nicht. Ansonsten aber durchaus empfehlenswert! Auch "Fill the Void" gefällt mir richtig gut. Endlich wird es mal schwarz! Tolle mitreißend packende Elektronik, super tanzbar, toll gesungen. Feine Ballade! Auch "Far from Home" punktet bei mir auf Anhieb. Man hat das Gefühl, das Album wird nach hinten raus besser. Wieder sehr geniale top Elektronik, klasse Gesang, prima Atmosphäre, eingängig, melancholisch. Gibt nix zu meckern! "Dilemma" sticht auf Anhieb sofort heraus. Eine feine leichte Piano-Note geleitet nämlich diese dunkel-romantische Perle. Für mich ganz klar ein weiterer Favorit! "The cold Spell" fällt da in ein ähnliches Schema. "The Shape" sticht dann wieder etwas mehr heraus durch eine Mischung aus dunkel-romantisch, gefühlvollem Gesang und kurzen aggressiven Vocals. Wunderschönes Teil! "Mountains" klingt dann auch wieder anders als der Vorgänger. Und es passt zu Bergen. Nein, es ertönt kein Musikanten-Stadl. Sondern eine warme, wundervolle Atmosphäre mit feinster Elektronik und tollem Gesang. Und die Thematik wird prima umgesetzt. Wie ein sonnengefluteter Spaziergang in den Bergen. "Carrousel" hingegen besticht durch Cold Synthie Pop Wave mit monotonem Sprechgesang und auch eingängigem Gesang. Auch hier wieder super umgesetzt, klingt wirklich wie auf einem schwarzen Rummel mit Karussel. Gegen Ende wird es sogar aggressiver. Gute Mischung! Beim Abschluss der regulären Tracks, namentlich "You are not here", wird es noch mal obercool. Dark Wave, Cold Wave, elektronisch verzerrter Gesang, bisschen Neo Folk, hammer Atmosphäre. Mein persönlicher Oberfavorit! Richtig schön old school und dunkel-romantisch. Der Remix-Pott startet mit "Mountains (Rob Dust Remix)". Toll gemacht, macht Stimmung, tanzbar, beide Künstler verschmelzen. So muss das! Der nächste ist "Fill the Void (Maneater Remix)" und klingt gar nicht mehr wie das Original. Vielmehr stampft es jetzt, hat ordentlich mehr Druck und ist verdammt tanzbar. Sehr geil! "Carrousel (Kayfabe Lanoise Remix)" ist dem Original sehr ähnlich, Kayfabe hat nur ein paar mehr kleine elektronische Spielereien eingebaut. Cool geworden! Kayfabe müsste man übrigens noch von Wynardtage und Hydroxie kennen. Auch "Far from Home" wurde von Kayfabe Lanoise überarbeitet. Jetzt ist es deutlich elektronischer. Auch gut gemacht und ein würdiger Kandidat für den Ausklang! Damit endet das Album nämlich. 
 
Fazit: Also es ist wirklich nach den ersten etwas für mich unvollständigen Anfängen ein echt tolles Debüt geworden. Elektronisch verzerrter Gesang, abwechslungsreich, gefühlvoll, tanzbar - was will man mehr! Und Tiefgang hat das alles sowieso. Durchaus ein Debüt, das sich hören lassen kann! Noch auf ein paar oben genannte Details achten, dann wird das hier eine richtig große Sache!
Euer Krähenkönig

Wie ihr wisst, schreibe ich ja gerne für Bands, die relativ neu oder brandneu sind. Newcomer quasi. Heute erwartet uns einer der Sorte: Vainerz. Wobei die Männer dahinter alles andere als unbekannt und neu sind. Rico Ferenc Piller kennen wir von P24 und Mario Bouvain (Mario Förster) von Bands wie n.ever.endless. Nun haben sie sich für ein gemeinsames Projekt entschieden und zelebrieren dabei Electropop. 4 Singles & EP´s liegen bereits vor sowie das 2012er Debüt-Album "Silence". 

 
Jetzt erscheint am 03.11.2017 endlich das Nachfolgewerk "Patient" mit 10 brandneuen Tracks. Wie die klingen und was die Beiden da gemeinsam zaubern, erfahrt Ihr jetzt. "Volcano" macht den Anfang. Und was für einen guten! Unterkühlte Elektronik, sehr tanzbar, knallige Beats, tolle Melodien, klasse Gesang, brennt sich sofort ein und wird direkt ein Ohrwurm! Direkt der Opener gleich ein Favorit! "Let our Love shine" glänzt durch ähnliche Attribute. Unterkühlte höchst intelligente & geniale Elektronik, obercooler Gesang, tolle Atmosphäre, berührender Refrain. Da strahlt die Liebe förmlich! "Follow the Sound" sticht danach etwas heraus. Stampfende Elektronik, EBM-Einflüsse, deutlich mehr Druck, düstere Club-Sounds, sehr tanzbar. Starkes Teil! Da folgt man dem Sound gerne, auch ohne dem militärischen Unterton! Könnte direkt aus der And One Schmiede stammen, aber auch ohne den Vergleich ist es perfekt! "Black Heart" ist dann wieder melancholischer, eingängiger, elegischer. Das schwarze Herz freut sich, das was hier gemeint ist allerdings überhaupt nicht! "Shining on" reiht sich da gut mit ein. Es ist nur freundlicher, heller, einfühlsamer. "Come down" fährt erneut höchst geniale vielseitige Elektronik auf, die diesmal monoton stampfend rüber kommt. Stimmung, Atmosphäre, Gesang recht melancholisch. Von daher sehr gut gewählter Name für diese Perle, hier kann man gut runter kommen! Noch mehr davon gibt es natürlich bei "Over and done". Und nein, es ist kein Deine Lakaien Cover! Wenn mal wieder etwas vorbei und getan ist, dürfte dieses Goldstück einen feinen Wehrmutstropfen darstellen! Vielleicht heitert es sogar auf. Toll ist es so oder so. "Rooftop" hört man Sonntag Morgen, auf dem Balkon, die Sonne geht gerade auf, es duftet nach frisch gekochtem Kaffee, schöne frische Luft, allerfeinste Natur. Oder am Meer. So geht es mir bei diesem Goldstück. Allerfeinster Electropop, der zwar stark an Depeche Mode erinnert, was aber nix schlechtes ist und auch ohne den Vergleich mit den Legenden versetzen uns die Vainerz direkt in die 80er. Mit neuem Anstrich. Das Herz- und Titelstück "Patient" ist melancholisch, emotional, packend, vielseitig, höchst elegisch. Einfach nur wunderschön und man erfährt direkt, worum es bei dem Albumnamen geht. Eines der schönsten, bewegendsten, packendsten Stücke der CD. Mit "Oblivion" wird es noch mal knallig, stampfend, dröhnend, derber, clubbiger. Tanzen wird hier zur Pflicht! Sehr geiler Ausklang! 
 
Fazit: Man hört definitiv raus, dass da Meister am Werk sind. Ihre beiderseits lange Erfahrung ermöglicht den Vainerz, eine Produktion auf höchstem Niveau abzuliefern! Die Altmeister ihres Genres werden die Scheibe ebenso sehr lieben wie die Fans vielseitigen Electros und natürlich wie ich! Gefühl, Liebe, Verlust, die aktuelle Zeit, sämtliche Emotionen, Club-Sounds, höchst intelligente geniale Elektronik - all das findet Ihr hier! Und ich finde hier nur Favoriten. Sehr sehr gutes Album und die Beiden passen musikalisch perfekt zusammen! Auch der Bandname ist perfekt gewählt, denn die Vainerz gehen direkt unter die Haut bis aufs Blut! 
Euer Krähenkönig 

Es gibt endlich neues Material von Randolph´s Grin! Bereits das dritte Album genannt "Intent" steht in den Startlöchern. Robert Andrew Bowman und Adelheid Winkler, jeweils aus Detroit und Salzburg, sind die beiden Protagonisten. Sie trafen sich in den frühen Zwanzigern (Mitte der 90er) in den Vorstädten von Detroit, als Leland City Club und The Shelter in der Innenstadt die Underground Plätze waren, um industrielle und alternative Musik zu hören. Musikalisch haben sie sich sofort verstanden, es hat sofort "klick" gemacht. Die elektronischen Kompositionen von Robert sind besonders rhythmisch, wunderschön geschichtet mit einer oft "großen" Klangqualität. Heidis vielseitige und immer feminine Vocals verleihen der Musik eine ganz eigene Menschlichkeit und vervollständigen den einzigartigen Klang. 1997 erschien das erste Album "Melt",  der Nachfolger in Form der EP "Details" drei Jahre später. Robert Andrew wohnt noch heute in Detroit, Adelheid seit 16 Jahren in Salzburg. Etliche Jahre Funkstille herrschten, 2015 veröffentlichten sie dann ihr zweites Album "Dragon Road". 

 
Jetzt ist es endlich soweit und "Intent" erblickt am 13.10.2017 das Düsterlicht der Welt. Thematisch geht es um Unbesiegbarkeit, dem Ziel des Kriegers. Einen möglichen Weg dahin hören wir nun hier und möglicherweise beziehen sich die Musiker dabei auf die Werke von Carlos Castaneda; dessen Bücher wurden in den 70ern millionenfach verkauft. Aufgenommen wurden Adelheids Parts mit dem Produzenten des Albums, Chris Harms (Lord Of The Lost) und mit Tontechniker Benjamin Lawrenz in Hamburg. „Die neuen Songs sollten sexy, geheimnisvoll und teilweise sogar auch unheimlich sein. Sie sollten eine Menge Synthesizer enthalten und größtenteils songorientiert sein“, beschreibt Heidi Winkler den Kurs der Scheibe. Wie das alles klingt, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt sehr atmosphärisch, fast schon heroisch. "Travel" könnte man im Sinne der Albumthematik so interpretieren, dass der Krieger sich auf den Pfad begibt, der alles entscheidet. Wunderschöner Opener, der mit allerfeinster unterkühlter, intelligenter Elektronik und wundervollem Frauengesang ausgestattet eine reizende Perle darstellt! "Ruthless". Rücksichtslos, unbarmherzig, schonungslos, rabiat, mitleidlos. So die Übersetzungsmöglichkeiten. Passt natürlich auch hervorragend in die Thematik. Man muss schließlich festhalten: nur die Kombination aus Tiefschlägen und Sonnenseiten machen einen Krieger aus! Ewiger Sonnenschein formt kein Kriegerherz! Adelheid und Robert demonstrieren das mit feinstem Cold Electro. Feines Liedlein! Stellt natürlich auch perfekt unsere aktuelle Neuzeit dar. "The Eagle" sticht dann doch etwas heraus. Es dröhnt, zischt und brodelt bei den Grins. Stampfende, verzweigte, höchst intelligent verpackte Elektronik. Kälte. Eine bittere Wärme, etwas Geheimnisvolles. All das bildet das Fundament zu dieser Granate. Adelheid wechselt zwischen eindringlichem Sprechgesang und elfengleicher Stimme. Definitiv ein Favorit meinerseits und sehr zu empfehlen! Und schon holpert die erste Auskopplung in den Raum. "Inorganic" heißt die und ich kann euch sagen: es wird ruppig! Düstere kühle Elektronik, fast schon anklagender verzweifelter Gesang. Stellenweise dröhnt und hallt es hier ordentlich. Starker Song und durchaus eine starke Auskopplung! Wer mag, darf sich gerne das dazugehörige Video zu Gemüte führen. Weiterer Favorit! "The Teacher". Egal, wen wir auf unserem Weg treffen. Es kann immer ein Lehrer sein. Für gute oder negative Erfahrungen. Aber auch negative Erfahrungen braucht es, um wachsen zu können. Alles eine Frage der Ansicht und des Umgangs. Denkt mal drüber nach. Adelheid und Robert haben es erkannt und hier wunderbar mit eingewoben. Und das in einem tollen elektronischen Kleid. Sehr gut gemacht! "Stories". Natürlich im Anschluss sehr passend. Diese schreibt das Leben, Randolph´s Grin mussten nur Stift und Elektronik in die Hand nehmen. Entstanden ist eine Geschichte, die an Elektronik längst vergangener Tage erinnert. Wechselhafter Gesang, Druck, Stampfer, eine düstere Grundstimmung. Weiterer Favorit! "Impeccability".  Einwandrei. So ist auch dieses Goldstück. Creepy Elektronik, geheimnisvoller Gesang, düstere Atmosphäre. Sehr starker Track! Natürlich darf auch die "Silence" nicht fehlen. Obwohl es hier nicht gerade leise zugeht. Aber insgesamt ist es zumindest "angenehmer" als auf den letzten Tracks. Tanzbar ist es dennoch. Adelheid hält sich hier eher zurück und lässt Robert schalten & walten. Heraus kommt ein prima Liedchen, das gehört werden muss! Ich liebe es! Auf "Somersault" hört man die Herkunft der Band deutlich heraus. Adelheid und Robert vereinen hier Mystik, Elektronik, Jazz und eine gewisse Lounge-Atmosphäre zu einem ganz eigenständigen, überraschenden Klangerlebnis. Und kommt sehr gut an! Salto, Purzelbaum, Überschlag, einen Purzelbaum schlagen, einen Salto machen, sich überschlagen heißt dieser Titel übrigens übersetzt. Randolph´s Grin beweisen also Sinn für Bewegung! Und dürfen gleich selbiges vor Freude machen, weil es so gut ankommt, was hier passiert! "Seeing". Ich überlasse es Euch meine Lieben an der Stelle, wie Ihr den Titel interpretiert. "Sehen" lassen kann sich der Track aber definitiv! Klasse Teil! Selbiges bei "Practice". Hier passt der Ausdruck: es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und Übung macht ihn zum Meister. Das Ganze verpackt in sexy Elektronik. Hier wird es definitiv heiß und sehr sinnlich! "Reassembling" rundet das Gesamtpaket perfekt ab. Es ist so vielschichtig und intelligent verpackt, dass ich Euch gar nicht alles beschreiben kann, was hier passiert. Hört es Euch einfach an, es LOHNT sich wirklich SEHR! Ein gelungenes "Ende" dieser packenden Thematik!
 
Fazit: Es ist einfach genial, was hier abgeht! Hier sind Profis am Werk, hier weiß jemand genau, was er tut und was er bezwecken will. Und eine riesen Portion Ahnung bringen sie ebenso mit. Die Themen, die Lyrics, die Elektronik - all das spricht dafür, dass hier Menschen beteiligt sind, die sich mit all dem auseinander gesetzt haben. Ich finde es auch gar nicht schlimm, wenn die Bands mal länger brauchen. Randolph´s Grin sind ein Paradebeispiel dafür, dass es durchaus sinnvoll ist, Zeit in seine Werke zu investieren. Natürlich gibt es Bands, die es auch anders schaffen. Da soll sich keiner auf den Schlips getreten fühlen. Aber gerade für das, was Adelheid und Robert hier erschaffen haben, braucht es Zeit. Nehmt Euch selbige ruhig, um die Scheibe komplett erfassen zu können. Wer seichte Nebenher-Elektronik sucht, ist hier falsch. Atmosphärisch ja, teilweise auch getragen und wer es vermag, kann auch hier entschweben. Aber hier steckt auch Anspruch drin. Freunde des guten alten Detroit old school Sounds, der natürlich entsprechend aufgepeppt wird, werden hier definitiv fündig und wer anspruchsvolle Elektronik liebt sowieso. Ich bin happy mit dem hier vorliegenden Ergebnis und kann mich nur in aller Form bei den beiden Protagonisten bedanken. 
Euer Krähenkönig
youtube.com/watch?v=s1FvZLFRzaQ    Inorganic
André Feller ist schon lange kein Unbekannter mehr. Früher rockte er mit Sven Friedrich die Dreadful Shadows, heute unterstützt er ihn bei Solar Fake. Seit 2009 hat er nun schon seine eigene Band Herzfeind, gegründet dazumal mit dem ebenfalls ehemaligen Shadows-Mitglied Juliane. Fernab von Heile-Welt-Rock und Mädchen-Pop sollte sich ihre deutsche Musik bewegen. Heraus kam ein Cocktail aus deutscher Sprache und tanzbarer Härte. Da hier auch noch männlicher und weiblicher Gesang kombiniert wird, nannte André das schnell den "Schöne & das Biest Effekt". 2010 erschien das Debüt-Album "Menschenfresser", aktuell liegt die EP "Botox Party" vor. 
 
Man blieb aber nicht untätig und so steht seit dem 25.08.2017 das zweite Album "Schmerzverstärker" bereit. Was Euch da auf 11 brandneuen Stücken erwaret, erfahrt Ihr jetzt. Es beginnt mit einem Stück der letzten EP und es ist das Titelstück "Botox Party" geworden. Euch erwartet hier eine rotzige Punk-Attitüde verpackt in einen NDH Sound. Richtig feine fiese abrechnende Lyrics kommen obendrauf. Sau cooler Opener! Weiter geht es mit dem "Gutmensch", der hier attackiert wird. Und das richtig fett! Es wurde ja auch mal Zeit, dass das eine Band mal macht! Western Goth Punk nenne ich den angewandten Sound. Richtig cool! "Auf die Plätze Hetze" passt natürlich auch perfekt in die aktuelle Zeit. Lügenpresse, blinde taube Arschkriecher, stumme Folger. Egal gegen was - Hauptsache es wird gehetzt. Feindbilder gibt es mittlerweile mehr als genug. Letztendlich bestimmt das jeder selber. Herzfeind heben dafür den Mittelfinger und André keift sich die Wut aus der Seele. Top! "Ich weiß" ist ein sanfter Rocker, der einfach nur wach rütteln möchte. Der Text ist klasse, durch den Chorus wird es ein wahrer Ohrwurm. Steht auf, rebelliert, fangt an zu leben und feiert mit Herzfeind! Sie liefern Euch den passenden Soundtrack! "Paranoia" trifft den Zahn der Zeit nur noch mehr. Hier bohren Herzfeind so tief in die Wunde, dass es jeder merken muss! Wer es mittlerweile nicht mehr begreift, muss innerlich tot sein! Natürlich geht es hier entsprechend derbe zu, also anschnallen! "Evolution Baby" ist etwas zum Aufheitern für die, die noch Humor haben. Die Lyrics sind eigentlich bitterernst, aber so cool gemacht, dass man einfach lachen muss! Absolut obercool! Das müsst Ihr Euch einfach mal angehört haben! Es zeigt aber auch, dass "Evolution" und "Fortschritt" nicht immer gut ist. Der "Lolitasingeapparat" ist ein persönlicher Favorit, weil der einfach nur sau witzig, obercool und leider absolut wahr zugleich ist! Die moderne schwarze Szene spiegelt sich hier sehr gut wieder und wird richtig geil verarscht! Danke dafür! "Phobiker". Ein Lied, das einfach nur richtig geil wiedergibt, wie es sich mit Phobien lebt. Musikalisch hebt es sich extrem ab, denn es ist melancholischer, nachdenklicher, elegischer. Die Thematik wurde insgesamt sehr gut wiedergegeben, danke dafür! Wer mit Phobien lebt, wird sicher hier direkt angesprochen fühlen! Einfach nur top! Absoluter Oberfavorit! Und mein absoluter Anhörtipp! Auch "Schließ die Augen" ist heraus stechend. Ich nenne das jetzt mal ganz frech eine Goth-Ballade. Balladen sind ja nicht immer nur kitschig. Und nur, weil es Ballade heißt, ist es nicht Liebe im eigentlichen Sinne. Aber hört elber, es lohnt sich! Eine wahrlich sehr bittere Thematik wird hier zur Sprache gebracht und die Opfer bekommen ein kleines Trostpflaster. Nehmt es hin für Euch als Warnung. Ein Mahnmal. "Ignorant". Was soll man dazu noch sagen. Es wird alles gesagt! Egal in welcher Form - alle, die so drauf sind, bekommen hier richtig geil ihr Fett weg! Fuck you sage ich und danke an Herzfeind! "Sing sing" ist die absolute perfekte Abschlusshymne. Natürlich wieder mit höchst genialem Text! Man kann es einfach nur feiern! 
 
Fazit: Vorsicht - hier bekommen Viele ihr Fett weg! Goth NDH Western Punk vom Feinsten dröhnt hier aus den Boxen und André und sein Gefolge lärmen sich hier die Wut aus dem Leibe! Abrechnung mit der Neuzeit wird hier auf allen Ebenen betrieben. Und ein fetter Mittelfinger ist in jedem Track zu finden. Besonders die Lyrics sind einfach nur genial und treffend! Da geht wirklich keine einzige Kugel vorbei! Mal schauen, ob es sich diesmal jemand annimmt. Besonders die Betroffenen. Das passiert aber leider nie. Für den Rest bewegt sich aber etwas und zumindest erhellen solche Alben einem den Tag. Wer was ruhiges sucht, ist hier falsch! Alle anderen: schnallt Euch an und feiert mit mir Herzfeind! Einfach noch mal ein fettes Dankeschön für dieses Album! 
Euer Krähenkönig

Es gibt ein neues Lebenszeichen der Emil Bulls! Seit 1995 stampfen Christoph "Christ" von Freydorf und seine Mannen durch die Lande und wirbeln dabei ordentlich Staub auf mit ihrer Mischung aus Nu Metal, Crossover, Stoner Rock und Alternative Metal. Vor allem machen sie dabei viel Lärm. Letztes Jahr veröffentlichten die Jungs ihren sanften Rückblick "XX (Candleliegt)", auf welchem sie es sehr viel ruhiger angingen und Akustik-Versionen ihrer Songs darboten und über welches ich Euch berichtete. Das letzte reguläre Werk "Sacrifice to Venus" liegt nun schon 3 Jahre zurück, zwischendrin erschien noch eine weitere Best of genannt "Those were the Days (Best of & rare Tracks)". Seitdem wurde am neuen Werk gebastelt.

 
Dieses erscheint nun endlich am 29.09.2017, ist das 13. und hört auf den vielversprechenden Namen "Kill your Demons". 12 brandneue Stücke sind drauf und was viele sehr freuen wird: Fabian "Fab" Füß, 2003 - 2010 nach dem zweiten Gründungsmitglied Stefan Finauer Meister des Schlagzeugs, ist zurück auf seinem alten Posten! Was das mit den neuen Stücken macht, lest Ihr jetzt. Erstaunlicherweise fängt es auch gleich mit dem Herz- und Titelstück "Kill your Demons" an. Und das ist richtig derbe und düster! Wie man es thematisch erwartet. Ein wirkliches Befreiungsmassaker! Da haben die Bulls ihre ruhige Zwischenphase genutzt, um jetzt richtig los zu powern! Sehr guter Anfang! Direkt auch gleich eine der neuen Singles übrigens. Es bleibt fett und entladend mit der zweiten Single "The ninth Wave". Diese Welle ist wirklich zerstörerisch, befreiend, rebellierend, extrem, schreit nach Revolution und Freiheit. Reitet auf ihr mit mir und den Bulls und eskaliert entsprechend! Sehr geile Auskopplungen! Für beide gibt es auch wieder klasse Videoclips. Etwas "softer", zumindest stellenweise im Gesang, wird es mit "Black Flags (over Planet Earth)". Thematisch ist es natürlich alles andere als soft. Und Christoph macht seinem Ärger definitiv auch Luft! Warum sie diese Fahnen gehifft haben, findet Ihr durch Anhören raus. Bisher nur Favoriten meinerseits dabei und thematisch ist das hier mein persönlicher Oberfavorit! "Miss Magnetic" ist ein typischer Bulls Song. Pfeilschnell, alternative, Crossover, Nu Metal. Leichte südländische Elemente fließen hier ein. Zumindest höre ich das so raus. Das Lied macht definitiv süchtig! Das könnte ein neuer Ohrwurm der Band werden! Ich finde Christophs Gesang hier ansprechend. "Once and for all" fällt in die Kategorie Alternative Metal und entpuppt sich als wahre Hymne. Ich sehe es schon vor mir: waving arms, live, Summer Breeze, alle Arme oben. Und wer die letzten Gigs besucht hat: bei den Bulls stehen Tausende! Geiles Gefühl! Und schöne Vorstellung! Das kann ja nur gut gehen! Seht es als neue Motivationshymne, wenn die eigene Sonne nicht scheint. Es bleibt hymnisch und wahrlich übermächtig mit "The Anatomy of Fear". Wurde ja Zeit, dass das mal wer macht. Hier wird Angst verdeutlicht. Ihre Phasen, Auswirkungen, Emotionen, der Befreiungsschlag. In diesem Fall ein wahrer Hammer, der der Angst das Fürchten lehrt! Steht auf, eskaliert und springt gegen sie an! Aber nicht vergessen: Angst ist nicht nur schlecht, sondern auch sehr gut! "Mt. Madness". Die Bestie wird von der Kette gelassen. Nu Metal vom Allerfeinsten. Es dröhnt, es scheppert, es gibt Tote. Während der Berserker sich durch alles wütet, was ihm in den Weg kommt. Emil Bulls goes Korn und packen noch mehr Berserkerwut mit rein. Fettes Teil! Eine wahre Granate, die Euch zerfetzen wird! Natürlich darf auch die "Euphoria" nicht zu kurz kommen. Und euphorisch wird es hier wirklich. Alternative Metal vom Feinsten mit viel Herzblut, Gefühl und hymnisch im Abgang. "In any Chase maybe" hingegen geht wieder voll auf die 12 und legt eine heiße Performance auf die Bretter. Hier wird nach Aufstand verlangt! Fäuste hoch, Wut raus schreien, eskalieren, rebellieren! "Gone dark" ist ein verdammt zutreffender Name der nächsten Perle. Die Emil Bulls go wirklich dark! Es dröhnt, es scheppert, es fliegen die Fetzen und Christoph wütet wie eh & je! Richtig fett! "Levels and Scales". Ein Song, der definitiv aus allen heraus sticht. Eine wahre Überraschung und eine ganz besondere Perle. Natürlich auch besonders toll. Aber hört selbst, lasst Euch überraschen! Ich liebe es! Damit sind wir auch leider schon wieder am Ende angelangt. Aber dafür... gibt es eine wunderschöne und sehr leckere Praline zum Abschluss!!!! "Winterblood (The Sequel)" ist eines der BISHER GEILSTEN Stücke, die es von den Jungs gibt. Düster, mystisch, heroisch, dunkel-romantisch, entladend, super Soundtrack  für Game of Thrones, Vikings etc. Eifach. Nur. Traumhaft. Schön! Unangefochtener Oberfavorit bisher und der Platte! 
 
Fazit: Die Emil Bulls sind zurück! Und das noch stärker, mächtiger, gewaltiger, geballter, Berserker like als zuvor! Oder jemals zuvor? Das entscheidet Ihr. Auf jeden Fall lassen die Jungs ein wahres Monster von der Kette und dieses Monster ist VERDAMMT bissig! Es wird Euch wahrlich aus den Sesseln fegen, Ihr werdet aufstehen, rebellieren, kämpfen und derbe abgehen! Erinnert sich noch jemand an "The most evil Spell"? Den bekommt Ihr hier und zwar fett in die Fresse! Man spürt einfach, dass die Neuzeit auch an der Musik nicht spurlos vorbei geht und die Bulls sind richtig angepisst glaube ich! Anders kann ich mir nicht erklären, warum es hier so dermaßen eins auf die Lichter gibt! Sehr zu empfehlen und ich gehe ganz stark von aus, dass die Bulls Fans euphorisch sein werden! 
Euer Krähenkönig
Parralox, eine australische Synthpop-Band mit Sitz in Melbourne, wurde 2008 von John von Ahlen gegründet. Ursprünglich bestehend aus Lead-Sängerin Rowena "Roxy" Martin, Produzent und Songwriter John von Ahlen und Tänzerin Nova; die Band hat eine Reihe von Lineup Veränderungen durchgemacht, vor allem der Ersatz von Lead-Sängerin Roxy durch Amii Jackson und die Zugabe von The Human League 's Ian Burden an der Bassgitarre. Aktuell arbeitet John alleine und holt sich verschiedenste Sängerinnen dazu. Ihre Debüt-Single "I fell in Love with a Drum Machine" im Jahre 2008 schlug ein wie eine Bombe, seitdem werden sie sehr gefeiert. 7 Alben liegen bereits vor, das letzte Werk "Aeronaut" erschien 2015. Live-Erfahrungen sammelten sie auf einigen Electro-Festivals in Melbourne sowie als Support von Erasure und Polly Scattergood in London. 
 
Am 23.12.2016 erschien nun Longplayer Nummero 8 genannt "Subculture". Ob das Album seinen Namen verdient, erfahrt Ihr jetzt. "Paradisefeat. Marcella Detroit legt schon mal recht gut vor. Allerfeinster Frauengesang, Sounds von damals und heute, Pop-geschwängert, Disco Style der 70er und 80er in neuem Gewand. Macht durchaus Spaß und bringt Freude. "Electric Nightsfeat. Johanna Gervin ist eine mitreißende Disco Nummer, die gut abgeht, Stimmung macht und John auch mal hören lässt. Da kommen Erinnerungen an gute alte Electro-Zeiten auf! Hier darf auch ausgiebig getanzt werden! "Key to the Door of Heavenfeat. Louise Love ist eine kleine, feine Trance-Synth-Ballade, die den Sommer in die Herzen bringen wird. "Gimme back my Lovinfeat. Lilia dürfte in der bunten Electro-Szene gut abgehen. Leichtfüßig, bringt den Sommer, regt Fans dieser Musik sicher zum Tanzen an. Ist zwar echt top gesungen, die Melodien sind fein, mir gefällt es allerdings überhaupt nicht. Ich erkenne da nicht mal Synthpop. Es ist einfach nur bunt. "Change of Heart" wird mal von John selber vorgetragen und ist wieder etwas mehr Synthpop. Es hat was cooles, aber der Funke mag bei mir nicht komplett überspringen. Aber auch wieder top gesungen und diese Loopings im Klangbild sind recht cool. "A Question of Lovefeat. Louise Love gefällt mir da schon sehr viel besser. Feine Ballade, tolles Duett, klasse Atmosphäre, endlich mal gescheiter Synthpop mit melancholischer Note. Mein erster Favorit und das erste Lied, was mir wirklich mal komplett und richtig gut gefällt. "Jupiterfeat. Louise Love ist Nummero 2 meiner absoluten Favoriten. Hier wird es sogar mal wohlig dunkel. Muss man mal gehört haben! Auch "Pressure Pointfeat. Louise Love gefällt mir verdammt gut. Endlich wird die Musik gescheit! Feinste Elektronik, feinster Gesang, wohlige Dunkelheit, industriell. Absolut top! Bei "Overdrive" lässt Ian Burden auch mal von sich hören! Das kann nur gut werden, ist es auch! Top gezupfter Bass, guter Gesang von John, eingängiger feiner Gesang von John, top Atmosphäre. Warum nicht gleich so! Gutes Autofahr-Lied. "Last Year at Marienbadfeat. Louisa Love ist eine weitere feine Melancholie-Spätsommer-Ballade, die die beiden gemeinsam vortragen. Gefällt mir auch recht gut. "Last Man standingfeat. Peter Wilson ist ein Liedlein, das einem durch schwere Zeiten helfen wird. Hat was, komplett umhauen tut es mich persönlich aber nicht. Aber top vorgetragen. "Voyager IIfeat. Louise Love ist endlich wieder feinster Synthpop, wie er sein muss und wie es der Name vorgibt, auch sehr spacy. Also anschnallen, zurücklehnen und genießen! Weiterer Favorit! Ebenso auch "Rocket Science". "86Gfeat. A7-H ist die spannendste und auffallendste Nummer der CD. Etliche elektronische Genres treffen hier aufeinander, die Sounds sind teilweise recht düster, interessante Samplings fliegen durch den Raum. Man fühlt sich, als rutsche man durch das Rohr einer Fabrik und das sind die dabei entstehenden Eindrücke. Könnte auch ein abgefahrenes Bonus-Level eines Adventure Games sein. Toller Ausklang! 
 
Fazit: Also ich persönlich sage: ab Titel 6 lohnt sich das Album! Was man allgemein festhalten kann und erwähnen muss: gesanglich und von den Fähigkeiten an den elektronischen Geräten her ist die CD absolut spitze. Ich bitte John nur INSTÄNDIGST: lass die bunte elektronische Musik weg! Die verdient auch den Album-Namen nicht und das hast du lieber John ÜBERHAUPT nicht nötig! Wir, die unsere Subkultur noch lieben, möchten das nicht. Zusammengefasst sage ich: ab Titel 6 sehr empfehlenswert, die ersten 5 Titel werden Bunte mögen, auf den nächsten Alben bitte nicht, die Elektronik ist gut, die Wahl der Sängerinnen und Sänger ist top.
Damit möchte ich auch enden, bedanke mich bei Parralox und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Was ist noch übrig von der einstigen Schönheit, wenn unsere Gesellschaft, unsere Werte und alles, was wir als Menschen errungen haben, von uns selbst bis zur Unkenntlichkeit degeneriert wurde? Mit “All Of Our Beauty” halten uns Pikes Edge genau diesen Spiegel vor Augen, zerpflügen die Widersprüchlichkeit des menschlichen Egos und kleiden dessen monströse Auswüchse in neun markerschütternde und endzeitlich anmutende Heavy Metal-Abrissbirnen. Düster, puristisch und kompromisslos präsentiert sich das Münchner Noch-Quartett um Chefdenker Pike auf ihrem nunmehr zweiten Silberling, der am 25. November von der Leine gelassen wird. Und der Weg dorthin war beileibe kein leichter: Nach einer intensiven Europatour mit niemand Geringerem als U.D.O. sah sich Pike – geplagt von anfänglichen Zweifeln – dazu gezwungen, seine Band komplett neu auszurichten und einer Frischzellenkur zu unterziehen. Der so eingeschlagene Weg erlaubte keinen Blick zurück, die Entscheidung, sich zu reformieren, erwies sich allerdings als goldrichtig: Allen voran durch Neuzugang, Leadgitarrist und Songwriter Lukas konnte Pike endlich wieder seinen unbändigen Ehrgeiz aufleben lassen. Es brodelte gewaltig zwischen den beiden und U.D.O.-Bassist Fitty Wienhold war es letztendlich, der als Produzent den kreativen Fluss der neu zusammengefundenen Tüftler in geregelte Bahnen zu lenken wusste. Komplettiert wurde das Quartett durch das Rhythmusfundament bestehend aus Drum-Monster Rossi sowie Pikes langjährigem Freund und Bass-Spezialisten Michael. Mit dem Gitarristen Marin wird es aktuell zu einem Quintett gedeihen – nicht nur für anstehende Live-Aktivitäten. Denn zusammen werden Pikes Edge die Essenz von “All Of Our Beauty” schon bald auch auf der Bühne entfesseln. Die Zähne dürfen also wieder gefletscht werden! (Quelle: cmm)

Die neue, martialisch wirkende Bestie “All Of Our Beauty” erscheint wie oben bereits erwähnt am 25. November 2016 und umfasst 9 brandneue Track, deren zynischer Blick auf die Gesellschaft in pure musikalische Angriffslust übersetzt wurde. Wie sich das Ganze anhört, erfahrt Ihr jetzt: Die Eröffnung durch "Denial of Service" beweist sich bereits als Monster. Derbster Gesang, ordentliches Metal-Gedröhn, Drum-Gewitter, schreiende Gitarren, feinster Refrain. Der Opener alleine fegt Euch schon weg! Es ist übrigens auch die erste Auskopplung. "Blind Side of you" hingegen ist die perfekte Mischung aus derbstem Metal und allerfeinstem hymnischen Refrain, der unter die Haut geht und sich dort einnistet. Eine Mische, die man einfach lieben muss! "Save me" würde ich als Melodic Hardcore Modern Metal Trash bezeichnen. Pike wechselt in seinem Gesang, was mir sehr gut gefällt und die Geschwindigkeit des Songs ist gescheit hochgeschraubt. "Save me" sticht definitiv raus! Ebenso "Faded Shadow". Anfangs bricht die Hölle los, dann wird es extrem gefühlvoll und melancholisch. Gleich darauf wieder die metallische Hölle. Absolut geil, definitiv ein weiterer Favorit! "Tides of Time" ist der absolute Modern Trash Melodic Metal. Hört es Euch an, das Gesamtpaket sprengt wirklich alles! "Just go to Hell" ist hier wirklich so aufzufassen wie es da steht. Melancholisch, verärgert, aufgewühlt, abrechnend geht es hier zu. Die Melodien und Bässe sind auch dementsprechend. Gepackt ist das Ganze in höllisch gute 4:43, damit ist es auch das längste Lied. Die Ausklangsmelodien legen für das beschriebene noch einmal eindeutig Zeugnis ab. "Hypocrite" ist die musikalische Spielwiese der Jungs. Hier wird alles mögliche an Metal ausprobiert. Die Mische macht´s und sie gefällt durchaus sehr. Das "House of Bones" wird ganz schön wackeln, so stark sind die Erschütterungen, die Pike und seine Mitstreiter hier los treten. Gebt Euch der Apokalypse hin, sie wird Euch sicher derbe taugen! Melancholisch und extrem wird es noch mal bei "Oldboy". Wenn es einen Track gibt, der die Einleitung und die Worte zur neuen CD perfekt widerspiegelt, dann ist es dieser. Geht direkt unter die Haut und in´s Herz! Damit ist es der perfekte Abschluss!
 
Fazit: Ich bin wirklich total baff und wäre es live gewesen, wäre ich jetzt auch total ausgelaugt. Was Pikes Edge hier erzeugen, ist wirklich gigantisch! Sämtliche Spielarten derben, rotzigen, brutalen und gleichzeitig sehr abwechslungsreichen, gefühlvollen Metals erwarten Euch hier und die Thematik wird einwandfrei musikalisch vertont. Diese Düsternis, dieses Nachdenkliche, diese krassen Wechsel in den Songs selber, all das ist DER spitzen Zunder für eine Granate, die Euch wirklich umhauen wird. Im Bereich Metal echt eines der top Alben diesen Jahres und da hier so viele Arten Metal dargeboten werden, darf da gerne jeder Metal- und Modern Rock Fan mal ein Ohr oder am besten beide riskiert werden. Für ein zweites Album ist da echt viel Potenzial drin und die neue Besetzung könnte nicht besser zusammengestellt sein.
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Pikes Edge und natürlich auch bei Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=zwfR8tFg0-s    Tides Of Time (Lyric Video)
https://www.youtube.com/watch?v=JcnX7ViHBr8    Just Go To Hell (Lyric Video)
Endlich gibt es neues Material von Stuka 696! Sie nennen ihre Musik Elektronischen Metal Punk, andere würden es als Industrial Rock bezeichnen. Im Oktober 2006 gründeten Sänger Manuel Willeuthner und Pierre Anders (früher Keyboard, heute Bass) die Band. Nach der Veröffentlichung ihres Debüts "Evillive" und kleinen Support-Konzerten spielten sie 2010 das erste mal auf dem Regensburger Gothic Treffen (RGT). Es folgten Konzerte mit Szenegrößen wie Agonoize, Funker Vogt und Faderhead. 2012 wurde erneut das RGT beglückt, 2013 krönte der Auftritt auf dem WGT 2013 ihre bisherige Karriere. 2014 erschien der Nachfolger "From the Inside". Punktete das Debüt mit ordentlichem Electro, kamen auf dem Nachfolger Industrial Rock Elemente dazu. Stuka 696 leben eine DIY (Do It Yourself) Mentalität und möchten so weit wie möglich unabhängig agieren. Das Wechseln und Kombinieren von Musikstilen sehen sie als Ausdruck ihrer künstlerischen Freiheit.
 
Am 16.11.2016 erscheint endlich das dritte Werk "Disorder". 11 brandneue Tracks sind drauf, wir und ich prüfen sie heute für Euch auf Herz und Niere. Heroisch schreitet das Intro "Disorder" in den Raum. Feine heroische Keyboard-Sounds, Stör-Geräusche, stampfender Metal, creepy Atmosphäre und revolutionärer Kinderchor. Geiler Anfang! "BVRN" trumpft dann gescheit auf. Elektronischer Metal Punk at its best! Geiler Gesang, gescheite Rhythmen, ordentlicher Bass, derbes Gekeife, bissige Lyrics. Fettes Teil! Der revolutionäre Kinderchor (wenn es einer ist) ist auch hier vertreten. "I hate you" fährt andere Geschütze auf. Es klingt nach einer Mische aus EBM, Hellectro und leichtem Industrial Rock. Der Gesang wechselt zwischen eingängig flüsternd verzerrt und Gekeife aus tiefster Kehle. Geil gemacht! Da wird wirklich jemand gehasst. "Young, deaf and wasted" ist das erste tanzbare Lied. Fetter Hellectro mit richtig gutem Sample. Richtig geiles Instrumental mit sehr feinen Sounds, die Euch zum Schwitzen bringen werden! Das zweite dieser Kategorie wäre "D.R.U.G.S.". Es schlägt einfach in eine ähnliche Kerbe und wird die Dancefloors brennen lassen! Ausgelassene Stimmung, Glam Rock Punk Attitüde, crazy, feaky, Stimmungsmacher, Party-Anheitzer. Das ist "We will fuck you up" und sie haben damit ja so recht! "God is dead" ist einer meiner absoluten Oberfavoriten. Endlos traumhafte Sounds, Tiefgang, Dramatik, Dunkelheit, derbstes Gekeife, mega Instrumentierung. Absoluter Anhör-Tipp! "I don´t need you" lässt sich gar nicht richtig beschreiben. Fetter Industrial Rock, düstere Keyboard-Teppiche, Punk-Attitüde, abwechslungsreicher Gesang, bissige Lyrics, gewisse Grunge-Anteile. In jedem Fall fett! "Nevermore" ist der zweite Oberfavorit. Tiefgründig, tiefgehend, absolut düster, gefühlvoll, aufwühlend, hammer Gesang, hammergeile Melodien, vom Stil heraus stechend. Das muss man mal gehört haben! Die 6:16 sind verdient und ein Muss! "Find me in Hell". Hier beweist Manu, dass er auch wirklich richtig schön singen kann. Melancholisch, tief treffend, riesen Emotionen, feine Melodien, toller Text. Was für ein geiles Ende! 
 
Fazit: Ich mochte Stuka schon immer. Seit ich zum ersten Mal 2010 diesen Namen las, wollte ich mehr wissen. Nach einem sehr überzeugenden Snippet habe ich sie mir auf dem RGT angesehen und war begeistert. Seit diesem Zeitpunkt verfolge ich ihre Entwicklungen und bin fasziniert, was sie schon alles geschafft haben. Jetzt, mit Album Nummero 3, sind sie angekommen. Die beiden vorherigen Werke wirkten sehr experimentell und wirkten suchend, als hätte man sich noch nicht ganz gefunden. Dennoch waren die Werke sehr gelungen. Nun klingt alles erdig, rund. Hier ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei! Ich habe keinerlei Kritik, bin erneut verliebt und freue mich auf Live-Umsetzung (die ich auch nur empfehlen kann). Damit ende ich, bedanke mich bei Stuka 696 und Euch, sage bis bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Durch ihr Debütalbum „Changing Memories“, ihre Singles „Im Himmel“, „Society of Today“, „Allein“, die Single „Jahreszeiten“ und dem gleichnamigen Album „Jahreszeiten“ sowie durch ihre erfolgreichen Teilnahmen an Remix-Produktionen diverser bekannter Bands der Szene machten evo-lution nicht nur auf sich aufmerksam und bekamen einen Vertrag beim Label KL-Dark-Records, sondern ihr Sound, ihre Menschlichkeit und der immer freundliche Umgang mit Anderen beschert ihnen auch eine treue, stetig wachsende Fangemeinde. Eins kann man ihnen beim besten Willen nicht absprechen: evo-lution sind einfach Zielstrebig und haben einen Drang zur Perfektion! Nach einer Neuformierung im Mai diesen Jahres ist die Futurepop / EBM Band um Sänger Klaus Schwarz nicht nur wieder in voller Besetzung unterwegs, sondern auch der Sound ist etwas härter und siedelt sich im Dark Pop / EBM Genre an.

Lange mussten die Fans auf neues Material warten, doch jetzt ist es endlich soweit: Am 11. November 2016 erschienen mit der neuen EP „Looking Forward“, die übrigens bei „Level 23“ produziert wurde, 5 brandneue Tracks + 1 Instrumental via KL-Dark-Records. Es beginnt schon sehr düster mit "Cross all Lines". Deftige Sounds, derbes Gestampfe, feine Melodien, entsprechend deftiger Gesang. Bereits mit dem Opener beweisen die Jungs, dass sie sich weiter entwickelt haben. Mit 5:40 ist es auch der längste Track. Der Gesang ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig und gefiel mir schon mal besser. Der hätte besser ausfallen können gerade im Refrain. Dennoch starkes Teil! Das Herz- und Titelstück "Looking forward" wird durch chorelianische Chöre eingeleitet, dann steigert es sich zu einem ordentlichen Dark Pop EBM Brett, das Euch ordentlich einheizen wird. Hier gefällt mir auch der Gesang. Erster Favorit, der die Clubs und ihre Tanzflächen brennen lassen wird! Mit "GEH" findet sich das erste deutsche Lied auf der EP. Ordentliche Beats, stampfender EBM, feine Lyrics, infizierende Melodien, gescheit tanzbar. Das ist evo-lution 2016! "Magic of a Gun" präsentiert sich militärisch, das Sample ist bekannt da oft von Electro-Bands benutzt, der Gesang ist schnell und feuert wütende Lyrics auf Euch. Neben "GEH" mein absoluter Oberfavorit! Das letzte Lied mit Gesang und gleichzeitig das zweite deutsche ist der "Erzengel". Old School, new School, interessante Sounds, eingängig, guter Text, Gesang passt zur Musik. Auch das hier verwendete Sample habt Ihr bestimmt schon mal gehört. Es passt in jedem Fall rein. Muss man mal gehört haben! Es erwartet uns noch "Silence". Passend der Name, ist ja nur ein Instrumental. Aber ein wirklich sehr schönes, das zum träumen und entspannen einlädt! Dritter Oberfavorit somit und ein perfekter Ausklang! Wegen solcher Melodien u. a. liebe ich evo-lution!
 
Fazit: evo-lution wissen zu überraschen. Bisher klangen ihre Werke alle unterschiedlich, jedes mal steigerten sie sich. Die neue EP macht extrem neugierig, denn der Sound ist ein anderer. Düsterer, wütender, stampfender, aggressiver, bissige Lyrics, allerfeinste Elektronik, geiler EBM. Klaus überrascht auch, wobei die neuen Klangfarben seiner Stimme erst einmal stutzig machen. Zur Musik passt es aber und meine Kritik habe ich oben ja bereits erwähnt. Abgesehen davon ist der einzige weitere Kritikpunkt nur die Länge der EP. Aber das ist normal und ich erwarte wahrscheinlich ebenso sehr wie die Fangemeinde brennend das neue Album. Bis hierhin gute Arbeit Jungs, weiter so! Damit ende ich, bedanke mich bei evo-lution und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Als Schlagwetter, auch schlagende Wetter, früher auch detonirende Wetter, wildes Feuer oder feurige Schwaden, bezeichnet man im untertägigen Bergbau ein spezielles Gasgemisch aus Methan und Luft, das unter normalen Grubenbedingungen durch eine Zündquelle zur Entzündung gebracht werden kann. Wenn das mal keine gute Einleitung und kein guter Grund für einen Bandnamen ist, besonders für NDH! Seit Herbst 2015 existiert eine fünfköpfige Band unter diesem Namen. Aktuell besteht sie aus Kevin Spiegel (Gesang, Programmings), den Gitarristen Mauro Dhein und Roman Kreutzer, Bassist Pát Heller und Schlagzeuger Kai Kroczek. Kevin ist unter anderem auch Sänger der NDH-Band Halber Sohn. Schon mit ihren ersten Songs "Himmel oder Hölle" & "Herzschlag" konnten sie sich eine gute Fanbase aufbauen. Ebenso schnell sprach sich die Qualität um und ihre Debüt-EP "Adrenalin" wurde im Januar 2016 veröffentlicht. 
 
Seit dem 04.11.2016 existiert nun auch schon das Debüt-Album "Glück auf!". Im Februar des selben Jahres unterschrieben sie bei JNB-Media Records, dem Label von Jessica o´Connell und Tom o´Connell (Gitarrist von Umbra et Imago, sie Sängerin bei Mallory MurdockBloodsucking Mallory). In der ganzen Zeit standen sie mit Bands wie Ost+FrontHeldmaschineSchattenmannHubert KahLichtgestaltGrausame Töchter uvm. auf der Bühne. Wir haben ihr Debüt-Album mal genauer unter die Lupe genommen und was Euch da erwartet, erfahrt Ihr jetzt. Feierlich eröffnet das "Schlagwetter", die bandeigene Hymne. Gewaltig, stampfend, dröhnend, NDH, feiner Electro, sehr gute Inszenierung, sehr starker Gesang, hymnischer Refrain. So muss ein Opener, starkes Teil! Richtig los legt dann das "Lebenswerk". Durch gedrücktes Gaspedal, schneller Gesang, gute Lyrics, es wird düster mit feinster Elektronik. Die Maschine läuft und macht Krach! "Meine Seele brennt" ist den Jungs wie auf den Leib geschrieben. Besonders hier hört man die Herkunft raus. Es dröhnt, es riecht nach Schweiß und Blut, das Gesamtpaket lässt des Hörers Herz brennen, es wird ordentlich eskaliert. Was für ein Monster! "Zweites Ich" ist einer meiner absoluten Favoriten. Starke Lyrics, richtig feine Elektronik, ordentliche NDH, geht unter die Haut, macht nachdenklich. Die Jungs müssen nur drauf achten, dass ihr Sänger auch gehört wird. Manchmal droht er im Lärm unterzugehen. Abgesehen davon richtig stark! NDH, Industrial Metal, EBM, gesteigertes Tempo, eine geballte Energie die dem Hörer da entgegen schlägt, straight in die Fresse. Das ist "Scheinbar", ein weiterer Favorit. Natürlich darf auch hier die Gesellschaftskritik nicht fehlen. Richtig krass wird es bei "Hoch Verrat". Kevin zeigt ein weiteres Spektrum seiner Stimme, es wird düsterer als düster, es dröhnt und scheppert und noch dazu gibt es nen richtig guten Text. Weiterer Favorit! Nach diesem ganzen Krach wird es elegisch und wehmütig. Dunkel-romantische Klänge können die Jungs also auch. Besonders "Sprachlos" ist Kevin hier nicht, ganz im Gegenteil. Hier gibt es eine richtig geile Ballade mit noch geileren Lyrics. Sieht so aus, als hätte ich noch einen Favoriten gefunden! "Paranoid" trifft auf die nächste Perle sehr gut zu. Tollwütig wird hier gewütet, es wird krank, abgefuckt gute Lyrics, paranoid gehen wir dazu ab. Hier dürft Ihr mit eskalieren! Nein - Ihr müsst! Dass "Herzschlag" so einschlug, ist absolut kein Wunder. Das Lied ist einfach eine Granate, die Euch zerfetzen wird! Sehr viel Gesellschaftskritik und bitterböse wahre Lyrics finden sich auch bei "Alles oder nichts". Der Titeltrack "Adrenalin" der Debüt-EP darf hier natürlich auch nicht fehlen. Sehr viel Adrenalin wird hier auch frei gesetzt! Leider beendet es das Album auch, aber dafür mit einem gigantischen und emotionalem Feuerwerk!
 
Fazit: Was für eine Platte! Hier schlägt ein Newcomer zu, der nur gefehlt hat. Eine richtig fette NDH-Industrial Metal-Electro-teilweise EBM-ähnliche Walze rollt da über´s Land aus den tiefsten Stollen des Bergbau heran und zerquetscht alles, was in ihrem Weg ist! Gesellschaftskritik, mehrdeutige Lyrics, eine richtig schöne Ballade, geiler Gesang, talentierte Musiker, Spielfreude, Aggression, Wucht, Geschwindigkeit, allerfeinste Sound-Teppiche - mit Schlagwetter macht man alles richtig und ihren Namen haben sie zurecht! Als kleinen Hinweis gebe ich den Jungs mit auf den Weg, dass sie drauf achten müssen, dass ihr Sänger nicht im Krach untergeht. An einigen Stellen muss man sich richtig anstrengen, um ihn akustisch zu verstehen. Abgesehen davon ist hier ein richtiges Monster entstanden und ich bitte Euch inständig: Spart Euch, mir und den Bands diese ewigen lahmen Rammstein-Vergleiche! Nur, weil eine Band NDH macht, sind sie nicht mit Rammstein vergleichbar und weitaus mehr als ein billiger Abklatsch! Mag sein, dass der Mensch so was braucht, um Musik einkategorisieren zu können. Aber jede einzelne Band im NDH / Industrial Metal hat ihre Berechtigung und mehr als genug eigene Stärken. Und bedenkt doch mal den Punkt: Rammstein leben auch nicht ewig. Für Nachwuchs ist gesorgt und auch, wenn ein paar Elemente von dem Urgestein zu hören sind: letztendlich klingt jede Band für sich eigenständig und anders als die anderen. Einkategorisierung ist das eine. Aber gebt ihnen doch bitte die Möglichkeit und steckt sie nicht nur in eine Schublade. Sie erschaffen alle ihren eigenen Schrank. Das musste mal gesagt werden. Und hier ist niemand direkt angesprochen, das ist rein objektiv.
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Schlagwetter und Euch, sage biss bald und stay tuned!
Euer Krähenkönig 
Lemmy hat die Bühne verlassen - leider für immer. Dieses Tribute-Album soll seinen Beitrag leisten, dass wir ihn dennoch niemals vergessen werden. Dies ist keine übliche Tribute-Scheibe - Bands wie Overkill, Destruction, Monster Magnet und Onslaught spielen hier ihre favorisierten Songs. Lemmy selbst ist gleich dreimal auf dem Album vertreten - so mit seiner großartigen Version von einem der allzeit stärksten Queen-Songs "Tie Your Mother Down". Dazu ein Duett mit seiner engen Freundin Doro Pesch sowie ein sehr seltener Track, auf dem Lemmy gemeinsam mit Richard Kruspe von Rammstein zuhören ist. Dazu befinden sich auf "Snaggletooth" zwei neue, exklusive Songs: "Killed By Death" von Kärbholz und "Burner" in einer Version der Thrash-Helden Perzonal War. 
 
Am 28.10. erscheint das ganze Spektakel, 12 Tracks sind drauf, wir und ich berichten Euch heute davon. Overkill legen mit "Overkill" los und legen somit den absolut besten Startschuss hin. Stark, straight, Lemmy gerecht werdend, sie bringen ihre eigene Note mit ein und ehren ihn gleichzeitig. Gute Arbeit! Onslaught machen mit "Bomber" weiter. Ihr fetter Bay-Trash eignet sich perfekt dafür und vertritt herrlich die rotzige Seite Lemmys. Der Godfather wäre sofort verliebt! Der Name ist perfekt gewählt - diese Bombe sprengt Euch! Also Haare auf und eskalieren bitte! Nach all der Party wird es nachdenklich, düster und sehr melancholisch. Lemmy & Doro Pesch legen da mit "Love me forever" los. Richtig geile Ballade, richtig geil gemacht, entfacht sofort ein Feuer und man denkt an glücklichere Motörhead-Zeiten mit Lemmy zurück. Erster Favorit mit Anhörpflicht! Mit 5:16 auch der verdient zweitlängste Song. Ugly Kid Joe & Phil Campbell kümmern sich um "Ace of Spades". Sehr originalgereu und einfach nur klasse gemacht, Daumen hoch! Nach der Trauer muss die Party ja weitergehen - so wie ER es wöllte. Philip Anthony „Wizzö“ Campbell (* 7. Mai 1961 in Pontypridd, Wales) ist britischer Gitarrist und war von 1983 bis zu deren Auflösung im Dezember 2015 Mitglied der Rock'n'Roll-Band Motörhead. Deswegen auch die Nähe zum Original! Wieder tritt der Altmeister auf und schmettert Queens "Tie your Mother down" daher. Einfach nur geil, Country Heavy Metal vom Gott persönlich! Ich bin den Tränen nahe, so toll ist das! Die deutschen Kärbholz kümmern sich um "Killed by Death". Auch sie feiern durch ihre rotzige Punk-Art Ähnlichkeiten mit Motörhead und welches Lied sollte für DIESE Compilation treffender sein als dieses. So feiert man einfach und trauert im Stillen. Zweiter Favorit! Lemmy & Richard Z. Kruspe von Rammstein und Emigrate legen danach noch derber mit "Rock City Night" los. Beide Stimmen und beide Stile vereinen sich perfekt und erschaffen ein Monument, das in alle Ewigkeit strahlen wird. Unter Odins Schutz wird es ewig bestehen und es ist mein Favorit Nummero 3! Eines der derbsten Bretter kommt - wie sollte es anders sein - von Destruction mit "We are the Roadcrew". Einfach nur absolut fett und derbe auf die Fresse! Es lebe der Trash Metal! Power & Trash Metal von Perzonal War gibt es mit "Burner". Das ist es auch, einfach aufdrehen und derbe feiern! Finnischer Folk Metal ist das einzige, was musikalisch hier raus sticht. Umso besser, Korpiklaani bringen nämlich nen fetten Fun-Faktor mit und "Iron Fist" ist wie für sie gemacht. Hier klingt ihr Folk auch mal nach Trash. Weiterer Favorit! Mit 8:04 kommt der längste Track - wie sollte es anders sein - von Monster Magnet! Wer sonst sollte sich auch "Brainstorm" annehmen. Ihr abgespaceter Stoner Rock ist hierfür wie gemeißelt! Anschnallen und infizieren lassen von diesen musikalischen Mushrooms! Hier wird man ziemlich schnell sehr extasisch! Es bleibt musikalisch in der selben Kategorie mit "Location 9" von Black Explosion. Allerdings schaffen sie es, noch mehr freakige Melodien, musikalische Mushrooms und eine Halloween-Geister-Alien-Saloon-Atmosphäre zu kreiren. Ich ziehe meinen Hut und sage: brilliantes Ende für solch eine Compilation! 
 
Fazit: WIE GEIL IST DAS DENN !!!! Ihr MÜSST das alle haben, ein besseres Geschenk gibt es nicht! Auch wenn Trash- und Punk-Bands hier bevorzugt wurden - alle vertretenen Künstler haben Lemmys Erbe würdigst vertreten und erschaffen einen Sampler, der einfach nur göttlich ist. Lange keinen so guten Sampler mehr gehört, nur geiles Zeug! Auch, wenn ich Favoriten aufzählte - jeder einzelne Track ist geil und jeder verdient hier seinen Platz! Ich könnte EWIG weiter schwärmen. Lemmy wird sich in Walhalla riesig freuen und ich sage: eine Runde Jim Beam für alle! Auf ihn, auf Motörhead, auf alle vertretenen Teilnehmer und lasset uns nicht nur trauern, sondern auch weiter feiern wie er es gewollt hätte! Damit ende ich und bedanke mich bei allen, die das hier möglich gemacht haben. Der Erwerb ist hier wirklich mal Pflicht!
Biss bald und stay tuned, möge Odin seiner Seele gnädig sein!
 
Euer Krähenkönig 
Dies ist ein Release Video, also nur zum schnell reinhören 
Die Fiddler´s sind einfach nicht aufzuhalten! Seit 1990 preschen die Erlanger Folk-Rocker nun schon durch die Musikprärie und erzielen riesen Erfolge. 12 Alben und eine riesen Anhängerschar zeugen davon. Auf dem 13. Album steckt der Teufel im Detail: Fiddler’s Green drehen ihren Speedfolk auf links. Satan lässt grüßen: „Devil’s Dozen“ ist das 13. Studioalbum von Fiddler‘s Green mit einem Dutzend teuflischer Songs. Doch nicht nur die diabolische Unglückszahl beherrscht das Werk, auch das gehörnte Cover trägt seinen Teil zum sündigen Musikgenuss bei. Und der ist anders als erwartet, denn Fiddler‘s Green sind mit Jörg Umbreit und Vincent Sorg (Die Toten Hosen, In Extremo, Broilers) ganze neue Produktionswege gegangen. Waren die Vorgängeralben von Traditionals durchzogen, kommen jetzt andere Stile und Themen zur Geltung. So spürt man den Wind im Haar, wenn höllisch schnelle Reiselieder das Fernweh nach der grünen Insel anheizen, um im Pub schunkelnd die Gläser zu heben. Eingängig- melancholische Balladen und gediegener Gute-Laune-Reggae sorgen für die nötige Atempause zwischendurch, doch an Schlaf ist kaum zu denken, die Humpen werden schon wieder mit gekühltem Bier gefüllt. Das ist mal humorvoll und mal gesellschaftskritisch. Doch was unverändert ist: Die bandtypischen feurigen Rhythmen treiben an, bis die Schuhsohlen glühen.
 
Devil’s Dozen“ erscheint am 28. Oktober 2016 neben der regulären CD auch als „Deluxe Version“ plus DVD, die ein Unplugged-Konzert von 2015 in den Münchner ARRI-Studios beinhaltet, sowie als „limitierte Fanbox“ in einer Metallbox, in der sich neben CD und Live-DVD ein Gürtel mit hochwertiger Metallschnalle, Anhänger, Patch und Sticker finden. Ab 25. November 2016 erscheint dann „Devil’s Dozen“ auch auf Vinyl (LP). 13 brandneue Hymnen sind drauf, wir und ich dürfen sie Euch heute vorstellen. Das Herz- und Titelstück "Devil´s Dozen" darf anfangen. Herrlich fröhlicher, ausgelassener Party-Speedfolk lässt sich da hören, der Gesang fällt gröhlend aus, die Lyrics sind höchst teuflisch. Geiler Anfang für die Fiddler 2016! "Bottoms up" trifft genau das, was oben beschrieben wird. Eingängiger, mitreißender, nachdenklicher Punk-Folk wird hier zelebriert. Natürlich trotzdem mit ordentlicher Party-Stimmung. Also Humpen hoch! Die erste Single "Down" macht schon sehr viel Appetit. Teuflisch gut, russische Folklore, düstere Lyrics, der Musik angepasster bissiger Gesang, das Tanzbein wird direkt angesungen. Also aufstehen, eskalieren und die neue Single lieben (die wirklich ein verdammt guter Vorbote ist)! "Boat on the River" ist eine recht gut gecoverte Version von Styx. Musikalisch fett überzeugend, der Gesang hätte etwas besser ausfallen können. Im Original fällt der fesselnder aus. Hier kommt eher das höllische raus, was doch recht gut zur Hintergrundmusik passt. Also paar mal hören, dann wird´s, etwas gefühlvoller wäre schon gegangen. Weiter geht´s mit ausgelassenem Punk-Folk über "Perfect Gang". Punk-Folk ist die perfekte Bezeichnung für das, was hier passiert. Außergewöhnlich für die Fiddler, aber es knallt gut! Dieser Gang schließt man sich gerne an. "Leaving of Liverpool" wird durch eine fette Gitarre eingeleitet und entwickelt sich zu gescheitem Party-Sppedfolk. Aufspringen und einfach eskalieren! Diese angesprochene Sehnsucht, dieser Wind im Haar - hier wird alles deutlich. Ähnliches bei "All the Way". Hier wird nur melancholischer und in sich eingekehrt vorgegangen. Nur im Refrain wird es speedfolkig. "Johnny" ist eher rockig melancholisch und stimmt nachdenklich. Dennoch wird auch hier ordentlich abgegangen. Nach der "perfekten Gang" dürfen die "Bad Boys" natürlich nicht fehlen. Kurz, knackig, evil, richtig fett. Das sind bad boys! "Blame it on me" ist eine dieser wunderschönen, tiefgehenden, nachdenklichen, traurigen Fiddler´s Balladen. Verdient mit 4:43 das längste Lied. Diese Verschnaufpause braucht man auch dringend. "Mr. Tickle" ist eine absolute Überraschung im Klangkosmos. Zirkus-Jahrmarkt-Sounds, feine Melodien, sau cooler Gesang. Teuflisch gut gemacht! "Here we go again" fällt wieder in eine ähnliche Kerbe wie "Leaving of Liverpool". Hier merkt man deutlich, dass die Produzenten der Hosen am Werk waren. Toten Hosen meets Fiddler´s Green! "We won´t die Tonight" ist doch schon mal ne nette Message. Typisches Sauf-Party-Kneipe-Lied! Genau so wird es auch zelebriert. Ein würdiges Ende für ein Fiddler-Werk! 
 
Fazit: Ein Hoch auf die Fiddler, ihr 13. Mammutwerk kann einiges vorweisen! Neue Stile, halloweenwürdig, teuflisch gut, abwechslungsreich. Wer so lange existiert, darf auch neue Cocktails mixen. Sie kommen perfekt an, also warum meckern. Man darf gespannt sein auf die Live-Umsetzung, die Anfang November anfängt und bis Ende Januar 2017 geht. Fans werden sich sofort verlieben ebenso wie ich.
Damit ende ich, bedanke mich bei Fiddler´s Green und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=nKnTC8RMT6A    Boat On The River (Styx Cover)
https://www.youtube.com/watch?v=F5UE9KfLYvY    Mr. Tickle (Lyric Video)
https://www.youtube.com/watch?v=T2R2DFOR6Z8    Perfect Gang (official Lyric Video)
Ein General ist immer nur so stark wie seine Truppen. Sie sind das Rückgrat einer jeden Unternehmung, die Augen und Ohren, das Herzstück. Wenige Künstler im musikalischen Sektor sind sich dieser Tatsache so sehr bewusst wie Thomas Rainer, Supreme Commander des zerstörerischen Imperial-Industrial-Goliaths Nachtmahr: Ohne seine Anhänger, ohne seine Kameraden und Fans hätte er es nicht so weit gebracht. Er ist Nachtmahr, du bist Nachtmahr, wir alle sind Nachtmahr - und zusammen eine unbezwingbare Macht. Mit vereinten Kräften. Eine Losung, die nicht besser zu der weltweiten Nachtmahr-Armee passen könnte und nun der Titel eines ganz besonderen Albums ist. Nur wenige Monate nach dem Erfolg von "Kampfbereit", einem grandiosen Manifest, das den apokalyptischen Untergangssound der frühen Tage sozusagen stählte und generalüberholte, wendet sich Thomas Rainer erneut an seine internationalen Truppen. Um ihnen für ihre jahrelange Treue zu danken. Um ihnen ein Denkmal zu errichten, das für alle Zeiten sagt: Nachtmahr ist mehr als ein Projekt, mehr als eine Idee. Nachtmahr ist eine Gemeinschaft, eine Lebenseinstellung. Explosiv aufgeladen durch Cover-Versionen enger Freunde, passionierter Fans oder vertrauter Bandkollegen und visuell unvergleichlich in Szene gesetzt von Euch selbst, den Nachtmahr-Klangsoldaten: Nie wurde die epochale Größe der Nachtmahr-Armee deutlicher als bei diesem Projekt. Aus allen Winkeln der Erde sandten Fans und Vertraute Bilder ein. Mädchen und Jungs in Uniform, soweit das Auge reicht - ein Manifest der starken Bindung, die der Kommandant von Anfang an zu seinen Fans aufgebaut hat. (Quelle: Trisol)

"Mit vereinten Kräften" erschien bereits am 28.10.2016 via Trisol.  Insgesamt drehen 17 Projekte Stücke aus allen Schaffensphasen Nachtmahrs durch den musikalischen Fleischwolf. Wie sich das Ganze anhört, erfahrt Ihr jetzt: Besonders brachial bricht die Front hier auch los und zwar mit der Version von Eisenwut zu "Nachtmahr". Militante brachiale NDH gepaart mit russischer Folklore hört man hier und trifft direkt den Sinn dieses Werks. Geiler Opener! Weiter geht es mit "War on the Dancefloor" und das übernehmen Nitro_Noise. Der brutale, in die Knie zwingende Electro Aggrotech Rock und der derbe Gesang passen einfach perfekt und werden den Krieg auf der Tanzfläche erneut entfesseln! Nachtmahrs Kumpanen V2A kümmern sich um den "Tanzdiktator". Klingt ähnlich, V2A bringen nur eine neue anders wirkende Dunkelheit und technoide Kälte mit ein. Gut gemacht! Von Shiv-R gibt es "Rise and fall". Pete Crane und Ben Bulig bringen mit ihrer ganz eigenen Version von düsterem Electro ganz neue Farbe in den Song und Petes außergewöhnliche Stimme, die aggressiv und gefühlvoll auftritt, lassen das Ganze sehr neu wirken. Sehr geil gemacht! EXTIZEs Version für "Mädchen in Uniform" gibt es auf italienisch, so dass es jetzt "Filles en uniformes" heißt. Sehr witzig, typisch EXTIZE und ich hab mir fast eingeschifft vor lachen. Kann man so auch mal machen! Sehr empfehlenswert und es macht Spaß! Reichsfeind übernehmen den "Sklave". Ihr Synthie-Pop gibt dem Ganzen ein ganz besonders neues Gesicht, normalerweise knallt da ja ordentlich was los. Dennoch gut gemacht und das Album ist ja extra dafür gemacht worden! Täten alle wie Nachtmahr klingen oder nur kopieren, wäre der Sinn dahinter verloren. Besonders witzig finde ich ja auch "I believe in Blood" von Lolita Komplex. Verrückt, crazy, abgefahren, abwechslungsreicher Männergesang, sexy Frauengesang, verschiedenste Metal-Klänge. Das Projekt aus ehemaligen Sanguis et Cinis Mitgliedern hat einfach Spaß! Chaos Rising vergnügen sich danach mit "Mein Name". Dark-Gothic-Industrial-Electro-NDH-Metal würde ich das nennen und es wird Euch gefallen, da bin ich mir sicher! Aus dem Rahmen fällt KRANKHEITs Version von "Dämon". Brachialer NDH-Metal mit keifendem Gesang bringt viel mehr Bösartigkeit in das Lied und KRANKHEIT ist für dieses Liedlein wie geschaffen! Man nimmt ihnen den Text einfach super ab! Nach dem ganzen Krach gibt es eine kleine sehr feine Atempause mit "Tanzt für mich" von Katarina Gubanova. Die Dame singt nicht, sie spielt einfach nur traumhaft schön Klavier. Einfach nur traumhaft, fetten Daumen dafür! Von Omnimar gibt es "Matushka Rossiya". Tiefgehend, bewegend, russischer Frauengesang, wunderschöne Melodien, herrlich ruhig, lädt zum träumen ein. So schön kann Musik sein! Schön dunkel-düster mit feinen EBM-Klängen wird es dann wieder mit "Ich bin" von Gregor Beyerle. Bekannt ist der Mann unter anderem durch seine Teilnahme bei ReaperC-Lekktor sind mit "Abre fuego" ("Feuer frei") vertreten. Mit ihrem Hellektro werden sie dem Nachtmahr-Sound natürlich sehr gerecht, unterscheiden sich aber dennoch sehr. Alleine schon durch ihre mexikanische Herkunft und den Text, der auf spanisch vorgetragen wird. Aber natürlich auch musikalisch. Phosgore bearbeiten "Wir sind die Toten" und hier vereinen sich die Stärken beider Bands. Phosgore machen das Stück nur deftiger. Ebenso bei "El Chupacabra" von Circuito Cerrado, dem zweiten Standbein von C-Lekktor Markko Barrientos. Hier regnet es nur noch derbe Bässe, extrem fette Beats und verschiedenste elektronische Genres. Ein ganz besonderer Favorit von mir ist "Die Fahnen unserer Väter" von Versus. Ihr gefühlvoller Alternative Pop macht dieses Monument noch eingängiger, tiefer und trauriger. Richtig geil! Zum Abschluss gibt es noch "I hate Berlin" von Kaste37. Eigentlich ist es ja keine direkte Version für Nachtmahr, sondern ein weiteres Cover von Second Decay. Da Nachtmahr es aber auch gecovert haben, gibt es eben auch noch die. Ich bin sehr froh darum, Kaste37 bringen durch ihre Version eine ganz neue Trostlosigkeit mit. Tolles Ende, geile Version!
 
Fazit: Alle Bands haben hier echt super Arbeit geleistet, sich echt Mühe gegeben und verdienen großen Respekt! Alle werden Nachtmahr gerecht, alle machen was eigenes draus. Vielen, vielen lieben Dank für dieses Projekt! Kommandant Rainer darf zufrieden sein! Ihr werdet es auch sein, dieses Geschenk muss einfach jeder im Schrank stehen haben! Nicht nur Nachtmahr-Fans, auch die Fans aller vertretenen Projekte und Musik-Junkies, die nach neuen Bands suchen, werden hier fündig. Mehr gibt es nicht zu sagen. Damit ende ich, bedanke mich bei allen Künstlern sowie bei Nachtmahr und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Über diesen Link könnt Ihr ins ganze Album reinhören! 
Nach der Veröffentlichung ihrer ersten Death-Rock-EP „Blood & Bones“ (2013) und der darauf folgenden Single „Dead End Romance“ im Jahr 2014 melden sich die Industrial Gothic Metaller Johnny Deathshadow, die 2010 von Sänger Jonathan Schneider und Gitarrist Eike Cramer gegründet wurde, mit neuem Material, neuer Härte und frischem Look zurück. In den sechs Jahren seit der Gründung im Sommer 2010 teilten sich die Hamburger die Bühne bereits erfolgreich mit etablierten Acts wie Rotting Christ, Lord Of The Lost, Unzucht, Coppelius und Stahlmann. Im Mai 2014 verschlug es die Band für erfolgreiche Konzerte nach Tschechien und Polen und im Dezember 2015 wurde Großbritannien vom Todeskult erobert.

Nach über zwei Jahren intensiver Arbeit mit Blut, Schweiß und Tränen ist es nun endlich soweit: Das Hamburger Todesschwadron legte nun am 21. Oktober 2016 das von den Fans schon heiß ersehnte Debütalbum mit dem Titel „Bleed with me“, welches von Alex Henke im Monochrom Studio in Hamburg aufgenommen und produziert wurde, abermals über das Label Make Big Records vor. 12 Tracks sind drauf, wir und ich durften sie für Euch ergründen. Das "Intro" eröffnet. Eine elektronisch bearbeitete Stimme redet da und eine Melodie mischt sich dazu. Das ganze leitet in "Shadow" über. Gewaltiger Industrial Metal mit wechselhaftem Gesang schlägt einem da entgegen. Guter Anfang für die Deathshadows 2016! "Bleed with me", das Herz- und Titelstück fährt dagegen derbere Geschütze auf. Brachialer Gesang, hymnischer Refrain, derbstes Gekeife, Industrial Gothic Metal, Dunkelheit. Erster Favorit! Eine der ersten Singles, "Kill the Lights", präsentiert sich danach. Musikalisch schlägt sie in eine ähnliche Kerbe wie das Lied davor. Es legt nur noch ne Schippe drauf und wird ein Ohrwurm werden! Sehr creepy das Teil. "Sleeper" sticht musikalisch heraus, da es in eine etwas andere Richtung geht. Hier gibt sich tiefster düsterer dunkel-romantischer Gothic Metal mit wunderschönen Melodien und feinem Text die Ehre. Feines Liedlein und weiterer Favorit! Der Gesang wechselt zwischen extrem tief und hymnisch. Die zweite Single "Black Clouds dark Hearts" wird über ein Grammophon eingeleitet, bevor es in pfeilschnellen Gothic Dark Black Metal umschlägt. Düster, düsterer, am düstersten! Die Lyrics sind natürlich genau so düster. Es folgen die "Exit Wounds". Elektronisch verzerrter bitterböser Gesang mit düsteren Lyrics dominiert hier. Im Refrain kommt elektronisch verzerrter Frauengesang dazu und hymnischster Männergesang. Im Hintergrund läuft gescheiter Industrial Gothic Metal. "Ghost" ist dann wieder viel extremer. Dröhnender Industrial Gothic Melodic Speed Death Metal (ich bezeichne das jetzt mal so) und Gesang, der zwischen derbstem Gekeife und hymnischem Refrain wechselt. Richtig derbes Brett und weiterer Favorit! Die Sounds im Mittelteil sind verdammt genial und dich Sounds werden Euch ficken! "The slow Departure" vereint Horror Punk, Industrial Metal und frühesten Gothic Metal mit Modern Metal. Interessantes Stück! "Land of the Dead" hingegen ist eher Hardcore Horror Punk mit feinem Text und ist extrem anstengend. Weiterer Favorit und Ohrwurm-Garant! Orientalischer Gothic Metal mit Hardcore-Punk-Attitüde und Death Metal Gekeife. Das ist "Apocalypse Trigger". "Forever" ist eine spannende Nummer. Wunderschöne tieftraurige Gruftmelodien, Gothic Metal at its best, im Refrain Gesang wie bei den Hardcore-Bands, alles hochdramatisch und tiefdüster. Klingt unpassend, arbeitet aber herrlich zusammen. Richtig geiles Ende und absoluter Oberfavorit! 
 
Fazit: Johnny Deathshadow sind eine sehr spannende Band. Im Großen und Ganzen ist es Industrial Gothic Metal, aber sie mischen so viel mehr mit rein. Hier werden viele Genres begeistert werden, so dass einige hier beide Ohren riskieren dürfen. Die Jungs haben derbe was drauf und ich kann sie Euch nur empfehlen, sie haben etliches zu bieten! Der Sänger ist perfekt gewählt, sein Stimmspektrum passt einwandfrei in diesen Sound. Weiter so, ich habe Blut geleckt und lechze nach mehr!
Damit ende ich, wünsche viel Freude damit, Halloween ist gerettet, ich bedanke mich bei den Deathshadows und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=fK9t-YRL59A    Black Clouds, Dark Hearts
https://www.youtube.com/watch?v=SHEXifkPRv0    Shadow (official Lyric Video)
https://www.youtube.com/watch?v=UoaE9lR0Mm4    Sleeper (official Lyric Video)
Der Name Gunnar Kreuz ist nicht mehr wegzudenken. Ob nun Kreuzheim oder aktuell mit The Sexorcist - der Dark Electro (bei Projekt 2 mit vornehmen Look und Electro auf EBM-Wurzeln) liegt ihm einfach sehr gut. Reichen tut ihm das allerdings nicht. Der Gedanke an ein eigenes Projekt keimte einfach zu sehr und Pause - das gönnen sich andere. Vor 6 Jahren bereits prägte der Projektname HAEDZOR ihn für die elektronische Musik, alles konnte in eine Schublade gepackt werden, 2012 folgte dann aber erst einmal Kreuzheim. Pure.Velvet Design, die die Grafiken basteln und TRICONE Studios (zuständig für den musikalischen Feinschliff) unterstützen ihn nun bei Band Nummero 3. 
 
Am 08.10.2016 erschien nun das Debüt-Album "Lust, Frust und andere Gewächse". Alles Eigenproduktion, Label gibt es nicht. 11 Tracks sind drauf, wir und ich stellen sie Euch heute vor. Die "Neue Welt" darf beginnen. Spacige, abgedrehte Sounds wecken schon mal die Spannung, richtig feine Sounds gesellen sich dazu, ein kleiner Stampfer entwickelt sich daraus. EBM, Dark Electro, eine fesselnde Stimme, das Ganze als starker Klangteppich, überzeugende Lyrics - welch fabelhafter Startschuss! Gunnar hat durchaus eine sehr schöne Welt! Die Single "Verloren im Paradies" ist schon ein ganz anderes Kaliber. Stampfender EBM, tiefkehliger Gesang, ein herzlicher Refrain aus Synthie-Klängen und wohligem Gesang - coole Mische, coole Lyrics, perfekte Singlewahl! Der "Höllenritt" macht seinem Namen alle Ehre. Perfekter Dark Electro, schneller cooler Gesang, genau so schnelle Rhythmik, Coolness-Faktor 1000, sau lustige Lyrics. Der Ritt wird Euch gefallen! Einziger Minuspunkt: an einigen Stellen ist Gunnar leider schlecht zu verstehen, da könnte deutlicher gesungen werden. Übrigens sind auch hier gewisse EBM-Anteile zu vernehmen. "Wolfsmoor (Moorgeflüster)" verrät schon sehr viel. Besonders jetzt vor Halloween. Gute Vibes und ordentliches Futter für´s Tanzbein erwarten einen hier auf jeden Fall. Besonders gruselig ist das Lied allerdings nicht, ich finde es eher witzig. Gut gemacht ist es in jedem Fall. Immerhin gescheites Disco-Futter an Halloween, braucht man ja auch! Und eine kleine böse Note ist ja auch dabei. Ein Besuch bei eben jenem Moor wäre durchaus interessant. Ob es zu empfehlen ist? Das überlasse ich Euch. "Untergang" sticht musikalisch sehr heraus. Heroische Trauermelodien, eine gewisse Schwere, deftige Lyrics, tiefster Gesang, Marschmusik. Neben all der Tanzmusik muss es auch so was geben, gerade wenn es von Gunnar kommt. Lasst Euch infizieren und folgt seinem Wort! Das "Lustspiel" hingegen bringt etwas feuchten Humor mit. Es wird schlüpfrig gemäß dem Album-Namen! Der perfekte Anheizer für gemeinsame Stunden. "Feuer, Eis und Krautsalat". Sau witzig, typischer EBM-Kontext im Dark Electro Gewand, typischer Festival-Song. Muss man mal gehört haben, herrlicher tanzbarer Blödsinn! Ihr habt vorhin den Grusel-Faktor vermisst? Hier ist er in Gestalt von "Ein seltsam alter Mann". Passender Gesang, dröhnender Dark Electro, normaler und tiefkehliger Gesang, fesselnde Lyrics, super erzählt. Echt super Song! "Rosemarie (... man tötet nicht)" ist einer meiner Favoriten. Sehr toll erzählt, klasse gesungen, wundervolle Melodien, coole Lyrics. Daumen hoch Herr Kreuz! "Wenn der Himmel fällt" kennen einige bestimmt schon. Seit Anfang Juni schon ließ sich da hinein hören. Lohnen tut es sich in jedem Fall. Feiner Dark Electro, ein Hauch EBM, tiefkehliger Gesang, interessante Atmosphäre, gute Worte, spannende Melodien, tragische Note. Einfach toll gemacht! "Synthetik Sinfonie I" wird vielen ein fettes Lächeln und Herzenaugen aufzaubern. Das Liedlein erinnert nämlich an alte Nintendo-Zeiten und endlose Stunden in digitalen Welten. Tolle Sounds, die sofort verzaubern, nehmen den Hörer auf eine erneute Reise mit. Welch grandioser Abschluss und absoluter Oberfavorit! 
 
Fazit: Das ist ein Album, das man mal gehört haben muss! Abwechslungsreich, total crazy, lustig, teilweise düster, tanzbar, Horror-Fans werden beglückt - hier bekommt eigentlich jeder was! Alles typisch Gunnar, man hört einfach dass es seins ist. Ich finde das Album gut, Laune macht es, einen Denkanstoß gibt es - was will man mehr. Spannung ist groß, was uns da noch erwartet. Jemandem wie Herrn Kreuz fällt doch immer was ein. Vielleicht schafft er es hiermit sogar, Dark Electro- und EBM-Fans gleichermaßen zu begeistern. Musikalisch hat es funktioniert, ich drücke beide Daumen.
Damit ende ich, bedanke mich bei HAEDZOR und Euch, biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Nach der überraschenden Trennung von Ex-Sängerin Liv Kristine im April dieses Jahres schlagen die Symphonic Metaller Leaves‘ Eyes jetzt mit ihrer neuen EP „Fires In The North“ und ihrer neuen Sängerin Elina Siirala (Frontfrau von EnkeliNation) ein neues Kapitel in ihrer Bandgeschichte auf. Der Titeltrack ist ein brandneuer Song, der hier neben der regulären Version auch als akustische Version enthalten ist. Dazu gesellen sich drei Songs vom 2015er Album „King Of Kings“, die jetzt aber mit der neuen Sängerin Elina Siirala aufgenommen wurden. Produziert wurde das Ganze von Alexander Krull im Mastersound Studio. Für das grandiose Cover-Artwork zeichnet sich hier kein Geringerer als Stefan Heilemann verantwortlich. 
 
Die 5-Track EP „Fires In The North“ erscheint am 07. Oktober als Digipak über AFM Records. Wie sich das Ganze anhört, erfahrt Ihr jetzt über uns und mich: Das Herz- und Titelstück "Fires in the North" mimt selbstredend, wie könnte es anders sein, den Opener. Sehr eingängig, ordentlicher Symphonic Metal, mächtiger Chor, tolle neue Frauenstimme, Alex´ Gekeife zwischendrin. Einfach ein richtig geiles Teil, das Ihr genau so hart feiern werdet wie ich! Die Flammen schlagen hoch und werden zum Flächenbrand! Es folgt die Akustik-Version davon. Durch diese Version bekommt der Song einen sehr tief treffenden Touch und eine Pagan-Folk-Mittelalter-Atmosphäre. Sehr empfehlenswert, sehr gelungen! Nach der kleinen Verschnaufspause stampft die neue Version von "Edge of Steel" in die Arena. Atmosphäre eines Schlachtfeldes, Wikinger, beide Stimmen sind zu hören, es dröhnt ordentlich. Auch in dieser Formation knallt dieses Brett einfach und einen feinen Clip gibt es dazu auch! Die anderen beiden bereits erwähnten "Sacred Vow" und "Swords in Rock" dürfen natürlich auch nicht fehlen. Bei ersterem erwartet uns feiner Symphonic Epic Viking Metal mit feinstem Frontfrauengesang und pfeilschnellen Instrumenten. Elina beweist hier eindrucksvoll, dass sie das Erbe würdigst vertreten kann! Fröhlichster Folk-Pagan-Viking-Battle-Metal erwartet uns bei "Swords in Rock". Feine Pfeifer, schneller Frontfrauengesang, Alex im Hintergrund, beeindruckende Instrumentierung, spitzen Atmosphäre. Was will man mehr und der perfekte End-Track! 
 
Fazit: Was ne geile EP! Leaves´ Eyes wissen einfach, wie man abzuliefern hat! 1 geiler neuer Song, der viel parat hält für weitere Arbeiten. Eine tolle Akustik-Version, 3 glanzvoll überarbeitete Versionen. Elina bringt sich wirklich klasse ein und gibt sich echt brilliant mit Livs Erbe. Deren Weggang ist und bleibt tragisch, ganz ohne Frage. Aber es geht weiter und die EP beweist, wie super das klappt. Gibt nix zu meckern, der Erwerb lohnt sich, die Fans dürfen aufatmen! Damit ende ich, bedanke mich bei Leaves´ Eyes und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=jNdJiStgbZI    Fires In The North (official Lyric Video)
Herzlos – diese Band steht für mehr als 120 gespielte Konzerte in halbleeren Räumen oder gefüllten Hallen, auf wackeligen Anhängern oder den größten Festivalbühnen des Landes. Herzlos rocken jede Bühne. Egal wie groß und vor wie vielen Leuten. Hauptsache, irgendjemand hört zu. Und es hört immer jemand zu. Und wer einmal zugehört hat, der kommt auch wieder. Wegen einer Show, die gerne mal etwas mehr Bier und Schweiß fordert, als eigentlich nötig gewesen wäre. Einer Show, bei der es schon mal vorkommt, dass Sänger Marvin in den ersten Reihen mit dem Publikum Pogo tanzt. Eine Show, die jeden, wirklich jeden, der sie erlebt zum Mitsingen, Klatschen oder tanzen verführt. Ob besoffen oder nüchtern, ob er will oder nicht. Keiner verlässt eine Herzlos-Show ohne müde Beine und mit trockenem Shirt.
 
Nach drei Studioalben und einem Livemitschnitt folgt 2016 endlich das langersehnte vierte Studioalbum „Zweifler und Gewinner“ der Pfälzer Deutschrocker von HERZLOS. Seit ‚‚Masterplan“ haben die Jungs sowohl was das Songwriting, als auch das Texten angeht, einen gewaltigen Schritt nach vorn gemacht. Klingt verdammt abgedroschen, ist aber einfach so. Vor allem produktionstechnisch ist “Zweifler & Gewinner“ das Beste, was Herzlos in ihrer beinahe achtjährigen Bandhistorie hervorgebracht haben. Am 30.09. wird es erscheinen, wir und ich stellen es Euch die 13 brandneuen Tracks aber heute schon vor. Rotzig und derbe rockend geht es mit dem Opener und der Single "Unter Strom" los. Das Lied beschreibt glaube ich am allerbesten, was über die Live-Shows und bei den Jungs allgemein Thema ist. Beste Singlewahl, starker Opener, guter Text, perfekter Start für die Jungs 2016! Danach prischt das Herz- und Titelstück "Zweifler und Gewinner" aus den Boxen. Das Lied beschreibt perfekt, worum es den Jungs geht und der Text ist einfach nur wahr. Sie treffen direkt in´s Schwarze damit! Also: dran halten und besser leben! "Straßenköter" formuliert ein ganzes Lebensgefühl. Frech, frei, rebellisch, eigenständig, unangepasst. Ein bisschen Straßenköter sollte jeder sein! "Atme den Wahnsinn ein" schlägt in eine ähnliche Kerbe. Hier wird die Stärke des Albumtitels direkt bewusst und hier entscheidet sich auch, was Du sein willst und wirst. Musik hilft dir dabei, die ganze Scheiße zu uberstehen. So die Message und der Song selbst übernimmt den Rest. Einfach nur top! Mit seinem "na na na" lädt es zum mitgröhlen ein. Wird wohl ein neuer Live-Favorit! "Der Stärkste (am Tresen)" erzählt von nem Kerl, der einfach die Thekenszene rockt. Eigentlich ein recht trauriges Lied, da er sonst wohl nix wert scheint und unbeliebt scheint, der spricwörtliche Versager. Nur da glänzt er. Der Track geht trotzdem ordentlich nach vorne und lädt zum eskalieren ein. "Mittelpunkt" ist der fette Mittelfinger gegen das Business und die Klatschpresse. Auch gegen die ganzen verweichlichten Speichellecker und Stil-Hinterhergehäschel. Bist Du im Gespräch, hast Du die Zügel in der Hand. Und wir wissen ja: ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert. Genau das ist hier die Message und sie wird stark und schnell performt. "Unser Testament" wird DIE Bandhymne schlechthin. Genau das, was die Einleitung sagt, wird hier musikalisch verarbeitet. Herzlos wird nie vergessen werden, das garantiere ich! Besser hätten sie es nicht sagen und umsetzen können! "Grau" kommt mal etwas nachdenklicher und melancholischer daher. Reflektion, Innehalten, mal kurz stehen bleiben. Einfach mal man Selbst bleiben, von niemandem einsperren lassen, kämpfen. Geiler Song, geiler Text! "Falsche Pfade" baut da super drauf auf. Einfach mal Gelegenheiten ergreifen, unnütze Weggefährten los werden und das Verarbeiten von Trennungen sind hier thematischer Inhalt. Einer der schnellsten und stärksten Songs der CD! "Woran haltet ihr euch fest" weist darauf hin, dass man sich nicht immer so überlegen fühlen sollte. Wechselbalge, Egoschweine, stille Follower. All jene sollten sich hier angesprochen fühlen. Anklagend, abrechnend, straight nach vorne, kompromisslos wird hier musikalisch vorgegangen. "Imperfekt" ist eine richtig feine Ballade, die nicht direkt so abläuft, wie man sich eine Ballade vorstellt. Gerade das macht sie so schön und ich feiere sie so umso mehr! "Es wird schon wieder hell" dient direkt danach wieder zum eskalieren, feiern, was trinken gehen, um die Häuser ziehen, mitgröhlen. Auf gute Freunde, auf Herzblut, auf Herzblut-Lyrik! Glorreich und heroisch wirkt "Wir ziehen weiter". Feine verschiedene Rock-Elemente, tolle Atmosphäre, starke Stimmung, schöne Worte, klasse Abschluss, Live-Garant! 
 
Fazit: Herzlos sind einfach eine starke Truppe! Lebensgefühl, Lebensratgeber, Mittelfinger-Politiker, Systemausbrecher, Anklage pur, Rebellen, Party, Freiheit. All das wissen sie super zu vereinen und bleiben dabei einfach super true und pur. Schreibt Euch ihre Messages auf die Fahnen, dann kann es im Leben was werden. Mich haut die Stimme von Sänger Marvin um, durch die die Musik auch sehr lebt und in Kombination mit den Künsten seiner Mitmusiker werden sie einfach unverkennbar. Der Bandname leitet fehl - herzlos ist hier niemand! Ich bin überrascht, dass Deutschrock mich mittlerweile doch ansprechen kann und bedanke mich an der Stelle unter anderem bei Herzlos, dass sie so was ermöglichen. Und wenn Ihr anfangt, die Kunde zu leben, die die Jungs verbreiten, wird sich schnell zeigen: seid Ihr lieber Zweifler oder Gewinner? Oder ist es besser, eine gesunde Mische aus beidem zu leben? ...
Mit dieser Frage ende ich, bedanke mich für die starke Scheibe und Eure Aufmerksamkeit, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Heute geht es um Darkhaus. Sie (Eigenschreibweise DARKHAUS) sind eine international besetzte Dark-Rock-Band, deren Mitglieder aus Schottland, USA, Österreich und Deutschland stammen. Als Heimatstadt gibt die Band Livingston in Schottland an. Gegründet wurde Darkhaus im Jahre 2011 von Gary Meskil (Pro-Pain) und Rupert Keplinger (Eisbrecher), der u. a. für Peter Maffay (Tabaluga), Oomph!, Stephan Weidner und Laith al Deen tätig war. Meskil brachte von Pro-Pain den Gitarristen Marshall Stephens mit in die Band, Schlagzeuger Paul Keller und der in Florida lebende schottische Sänger Ken Hanlon komplettieren Darkhaus. Im März 2013 schloss die Band einen weltweit gültigen Vertrag mit SPV ab. Ende 2013 bis Mitte 2014 tourten sie als Support für namenhafte Künstler wie Unzucht, Subway to Sally und Eisbrecher durch die Lande und machten sich einen Namen. Das zuvor veröffentlichte Debüt-Album "My own Shelter" brachte ihnen zusätzliche Erfolge ein. Am 10.08.2014 folgte ein Auftritt auf dem M´era Luna. Bald folgte die erste eigene Tour, die im Rahmen der "Providence"-EP stattfand und deren Namen trug. Einige Kollegen der Print- und Online-Magazine betitelten Darkhaus 2013 und 2014 als Top-Newcomer und Newcomer des Jahres. 
 
Jetzt, am 30.09.2016, folgt endlich der Nachfolger des Debüt-Albums genannt "When Sparks ignite". 12 brandneue Tracks sind drauf, wir und ich dürfen sie Euch heute schon präsentieren. Die aktuelle Single "All of Nothing" macht den Anfang. Eindringlicher Gesang, derbes Gekeife, feiner Dark Rock, dröhnende Instrumente. Perfekter Opener, super Singlewahl, perfekter Start für Darkhaus 2016! "The last Goodbye" ist eine richtig feine, eingängige, tief gehende Dark Rock Perle, die ordentlich dröhnt und dennoch viel Wehmut und Elektronik mit bringt. Geiles Lied! Mit Flüstergesang wird in die Hymne "Feel my Pain" gestartet. Dieses Lied ist für große Hallen und riesige Emotionen da. Ausladend, herzlich, dramatisch, tausende Liter Herzblut, berührender Gesang, feinster Rock. "Second Chance" wird definitiv ein neuer Live-Garant, klatschen und hymnisches "ooooooooooooh wohoooooooo" ist bereits mit eingebaut. Das Liedlein geht ordentlich ab, weiß mitzureißen und überzeugt sofort. "After the Heartache" lässt deutlichste Einflüsse der anderen Bands der Mitglieder vernehmen. Ein bisschen Oomph!, ordentliche Prise Pro-Pain, fettes Gedröhn, feine Electro-Linien, klasse Gesang, dazu feinster abwechslungsreicher Dark Rock. Und vor allem: ganz viel Darkhaus! Eine kleine, feine Ballade präsentiert sich über "Helpless". Passend zum Namen ist das Stück auch gemacht. Gewaltig, ausladend, flehend, verzweifelt, elegisch, tief treffend, bittersüß, wunderschön. Einfach nur klasse! "Devil´s Spawn" verhält sich auch seinem Namen entsprechend. Fies, böse, höllisch gut, verführend, pfeilschnell, gewaltig, energisch. Geiles Brett und mit 4:47 das zweitlängste! "Oceans" ist eines der packendsten Stücke der CD. Wunderschön, wechselhaft, tief treffend, berührend, mitreißend, düster - einfach wie die Ozeane selbst, versehen mit toller Lyrik! Für die Ozeane! "Lonesome Road" lädt zum Autofahren und eskalieren ein. Auf einer dieser lonesome Roads kommt der Track bestimmt mega. Ganz alleine mit sich selbst, der Natur, seinen Gedanken und seinem Auto oder seinem Maschinchen. Toller Gedanke, toller Song, trauriger Grundtenor! "To live again" ist die absolute Krönung aus derbem dunklem Electro, feinem Dark Rock und fettem Metal. Darüber thront die geile Stimme von Ken. Richtig starkes Monster! Ein wunderschönes, trauriges Klavier leitet in "Tears of Joy" über. Verständlicherweise mit 4:56 die längste Perle der CD und die schönste melancholischste. Es besteht nur aus Gitarren, Klavier und Gesang. "Bye bye blue Skies" ist nicht nur ein Name - das ist hier Programm! Hier ist nix mehr blau - hier ist alles pechschwarz! Ein ordentliches Gewitter bricht hier los und vernichtet alles, was da steht und geht. Durch die elegische Ballade vorher haben die Jungs Kraft geschöpft und entladen sich hier geballt wie ein Panzer! Vorsicht, hier wird scharf geschossen! Was für ein fettes Ende, die Apokylpse hat einen neuen Titeltrack!
 
Fazit: Darkhaus übertreffen sich selbst und toppen ihre beiden erfolgreichen Vorveröffentlichungen noch einmal! Ihre Produktion ist dieses mal noch fetter, die Gangart derber, Electro und Metal mischen sich dazu. Zu unseren aktuellen Zeiten kein Wunder. Dennoch sind feine, gefühlvolle Passagen immer noch groß geschrieben. Die Jungs zeigen, dass sie alle Erfahrungen mitbringen und Kens Stimme befriedigt einfach jedes Ohr! Ich liebe die Musik, ich mag die Jungs, ich liebe diese Scheibe und zähle sie jetzt schon zu meinen Top Favourites! Dark Rock Fans und Fans härteren Metals (beispielsweise Anhänger von Pro-Pain) dürfen hier ruhig mal reinhören, empfehlen kann man es jedem!
Damit ende ich, bedanke mich bei Darkhaus und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
 
https://www.youtube.com/watch?v=VOz-CWeQWGs    The Last Goodbye (Lyric Video)
https://www.youtube.com/watch?v=lvbmwSosDFM    Bye bye blue Skies (Lyric Video) 
Wir schreiben das Jahr 1986. Wayne Hussey und Craig Adams verlassen The Sisters Of Mercy nach einem Streit mit deren Sänger Andrew Eldritch und gründen The Mission. Wayne als Sänger und Gitarrist, Craig am Bass. Zunächst tourten sie unter dem Namen The Sisterhood. Dieser Name wurde jedoch von Eldritch beansprucht, woraufhin der Bandname folgte, der so vielen aus der Szene ein Begriff sein muss und es mit den folgenden Platten schnell schaffte, an den Erfolg von The Sisters of Mercy anzuknüpfen. 9 Alben an der Zahl sollten es werden, genügend Live-Alben, Compilations, tausende Evergreens & Singles und 5 DVD´s. 1996 die erste Trennung aufgrund von nicht funktionierender Zusammenarbeit und rückläufigen Plattenverkäufen, 1999 die erste Wiedervereinigung. 2003 eine große Pause, April 2007 ein neues Lebenszeichen. Oktober 2007 das zweite Ende der Band, Abschiedstournee und Beginn von Hussesys Solo-Karriere. Seit 2011 wieder aktiv. Man sieht, wie durchwachsen die Band-Historie ist, zerstören konnte man sie aber nie und so darf man auf weiteres gespannt sein. 2013 machte zuletzt das Album "The brightest Light" von sich reden. 
 
Am 30.09.2016 erscheint nun endlich Longplayer Nummero 10, genannt "Another Fall from Grace". Von Altmeister Hussey und Tim Palmer produziert, warten dieses mal viele Gast-Beiträge von Größen wie Gary Numan, Martin Gore (Depeche Mode), Ville Valo (HIM), Julianne Regan (All About Eve) & Evi Vine auf Euch. 12 brandneue Tracks sind es geworden, wir und ich stellen es Euch heute vor. Das Herz- und Titelstück "Another Fall from Grace" beginnt. Wunderschöner, getragener, elegischer Wave. Atemberaubend schöne Gitarren, starke Drums, ordentlich Wumms und Herzblut. All das bietet diese Perle. Der Gesang, der uns da entgegen säuselt, gibt uns den Rest. Perfekter Startschuss für The Mission 2016! Die Single "Met-Amor-Phosis feat. Ville Valo (HIM)" ist ebenso wundervoll geworden. Die beiden Stimmen harmonieren perfekt, dazu feinsten Wave Country Rock und eine wohltuende Düster-Romantik - fallen lassen ist hier erwünscht! "Within the deepest Darkness (fearful)" kommt eher etwas bedrückend und creepy daher. Leicht orientalisch, schleichend, bitterkalt, Horror-Stimmung. Der absolute Halloween-Soundtrack, starkes Lied! "Blood on the Road" hat seinen Namen sehr verdient. Road Wave Rock at its best, Herzblut, Eingängigkeit, geiler Gesang, es packt sofort. Man möchte mit einem fetten schwarzen Auto auf die Route 66 und einfach nur das Leben spüren, dabei läuft das Liedlein. Perfekt! "Can´t see the Ocean for the Rain" ist die Sonntags-Hymne und verleitet zum Spaziergang am Wasser in einer riesigen Parkanlage im Herbst. Einfach nur perfekt! Die Single "Tyranny of Secrets" ist dagegen ein anderes Kaliber. Dröhnende Instrumente, fiese Stimmung, fieser Gesang, Anklage. Kann man sich ja vorstellen bei dem Namen und der Thematik! "Never´s longer than forever" ist eine wunderschöne, zerbrechliche, seidenweiche, bittersüße, tief berührende, herzzerreißende, dennoch sehr himmlische Ballade. "Bullets & Bayonets" kommt wie der Name schon verrät sehr mystisch und militant daher mit einem Hauch Ägypten und verdammt elegisch. Richtig feines Teil! "Valaam" tritt als kurzes Intro auf. Kurz, aber knackig und hat es in sich. Ein düsterer Chor und ein Erzähler mit tiefer dunkler Stimme. Echt fett! Direkt wird in "Jade" übergeleitet. Hoch dramatisch, verdammt tief, geile Gitarren, sehr zerbrechlich, bittersüß, tief berührend. Richtig feines Stück! "Only you and you alone" ist eine großspurige, packende, mitreißende Ballade, die einfach nur Freude macht. Martin Gore (Depeche Mode) begleitet Wayne Hussey hier und beide Stimmen harmonieren einfach nur wundervoll miteinander! Genau so wie da besungen muss das laufen, dann ist es wahre Liebe! "Phantom Pain" ist mein absoluter Oberfavorit neben dem Vorgänger. Bittersüß, tiefster Gesang, traurige Gitarren-Klänge, treibende Drums, wunderschöner Wave Rock, leichte Blues-Elemente, Worte wie Dorne, längstes Lied mit 7:26, einfach nur beeindruckend und oberaffenmäßig geil - der perfekte Ausklang, ohne jeden Zweifel! 
 
Fazit: Was für eine fette Platte! Auf der Homepage von The Mission wurde es so beschrieben: der perfekte Spagat zwischen "First and last and always" von den Sisters und "God´s own Medicine" von TM. Das stimmt absolut, die Scheibe beeindruckt einfach nur. Nach ist 30 Jahre her und die Jungs um die Altmeister Hussey und Adams haben es immer noch drauf. 1000 % The Mission mit neuen Elementen und alten Stärken. DAS ist Gothic meine Damen und Herren! Zu beanstanden habe ich, dass NIRGENDS steht, wo die Gäste genau mitmachen. Man kann es nur erahnen abgesehen vom Duett mit Herrn Valo. Das sollte dringend überarbeitet werden. Das soll auch meine einzige Beschwerde gewesen sein. Die Fans werden es lieben - jeder der noch schwarz ist sollte das mal gehört haben!
Damit ende ich, bedanke mich bei den Herren und Euch, lege dieses Album wärmstens an´s Herz, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=f3LVWnHhzNA    Met-Amor-Phosis (feat. Ville Valo)
https://www.youtube.com/watch?v=ALgo8V7BrVI    Only You & You Alone (feat. Martin Gore)
Heute geht es um den Hell Boulevard. Glühendes Gift, harte Riffs, versehen mit dem Versprechen, Goth ´N´ Roll wiederzubeleben. Ihre Musik ist wie eine außergewöhnliche Party für die Toten, ein gut ausgewogener Mix aus Gothic-Melodien, eingesaugt von Goth ´N´ Roll, mit orchestralen Akzenten, unerwarteten Gitarren-Solos, Klavier-Spuren und nahezu helle Synthesizer. All das umgibt vDiva´s tiefe, rauchige Stimme. Der Name Matteo vDiva Fabbiani dürfte einigen schon bekannt sein, sang er doch bei Violent Diva und 2012 bei den Schweizern Lost Area. Dadurch brachte er ihnen einen neuen Stil mit ein, der besonders ihre letzten beiden Alben bestimmte. Es brachte ihnen gute Kritiken und Touren mit etlichen Szene-Größen wie Project Pitchfork und The Crüxshadows ein. 2013, als Lost Area ihren dauerhaften Bruch bekannt gaben (2014 folgte die komplette Auflösung), begann Matteo mit der Arbeit an seiner neuen Band Hell Boulevard. Es dauerte einige Zeit, alle Seiten dieses Projektes zu perfektionieren und die richtigen Mitstreiter zu finden. Über 24 Monate wurden investiert, 3 Singles wurden veröffentlicht und einige namenhafte Kollegen wie Lord Of The Lost, Erdling und Freakangel bastelten Remixe. Das Line-Up wird vervollständigt durch Lost Areas ehemaligen Gitarristen Von Marengo, dem Schweizer Drummer A.ve und dem deutschen Gitarrenwunder Dee Dammers (ehemals The Treatment) am Bass.
 
Am 28.09.2016 erschien nun endlich das Debüt-Album "Inferno". Geschrieben und produziert wurde es vDiva, Chris "The Lord” Harms (LOTL) und Benjamin Lawrenz in den Chameleon Studios (Hamburg), die auch das Mastering übernahmen. Es setzt genau da an, wo Lost Area im Jahr 2013 aufhörten, als sich ihre Wege trennten. 15 Tracks sind drauf, wir und ich stellen sie Euch heute vor. Dunkel, düster, gewaltig, fordernd, elektronisch, stampfend, pfeilschnell, höllisch gut, infizierend. So legt der Opener "Love is dead" los. Mächtige Instrumentierung, Ohrwurm-Qualitäten, geiler Gesang. Perfekter Start also für die Jungs! Etwas eingängiger und sehr gefühlvoll wird es hingegen bei "A Lesson in Pain", was ja auch gemäß der Thematik so sein muss. Goth ´n´ Roll at its best, Klassik-Elemente, betörender Gesang, bittersüße Klänge, dramatische Sounds. Eine wahre Goth-Oper! Feinster Gothic Rock, Spielfreude, Lebensfreude, Stimmungsaufheller. All das erreicht uns über "On the other Side of Life". Das Lied macht richtig gute Laune, sehr empfehlenswert! In Richtung des Openers bewegt sich "A beautiful Ending". vDiva hat aber auch ein riesiges Stimm-Spektrum, alle Facetten davon begeistern! Die perfekte Hymne für eine Trennung ist hier in jedem Fall gefunden! Es präsentiert sich mit 5:34 das längste Liedlein genannt "All I´ve lost". Bittersüß, elegischer Gothic Rock, tief berührend, bewegend, klagend, tieftraurig, wunderschöne Ballade. Einer meiner absoluten Favoriten! Ein episches, getragenes Piano-Intro leitet in die Gruft-Ballade "Living dead Lover" ein.  Der Hintergrundgesang wurde gekonnt von Claudio Ravinale (Disarmonia Mundi / The Silverblack / 5 Star Grave) eingesungen. Ein richtig geiles Teil, tolle Kooperation, der optimale Halloween-Soundtrack und weiterer Favorit! Damit folgt das Herz- und Titelstück "Inferno". Abwechslungsreich, himmlisch, derbe metallisch, facettenreicher Gesang, geile Atmosphäre, ordentlich Biss und Herzblut. Quasi das ultimative Inferno! Hierüber lassen sich auch Cover, Bandame und Albumziel herausfinden. Also: unbedingt anhören! "This is me" ist neben dem Titelstück das am meisten heraus stechendste Stück. Klavier und vDivas herzzerreißender Gesang - mehr ist das nicht. Beim Refrain setzen Streicher und ein leichtes Getrommel mit ein. Das sorgt für eine Großspurigkeit, viel Gefühl, Tragik und einen geilen Klassik-Touch. Einfach nur verdammt geil, zerbrechlich, himmlisch und lässt das Herz bluten! Das genaue Gegenteil ist "We love to hate". Magisch, anziehend, hoch dramatische Synths, höllisch, gruftig, creepy, absolute Dunkelheit, Halloween-Soundtrack, die Party für die Toten, vDiva als Höllenfürst. Dieser Song lässt die Unterwelt erschüttern und heftig beben! Lasst Euch infizieren, dieser Sound wird Euch ficken! Welch herrliche Zweideutigkeit in diesen Lyrics, die sich auch super auf die aktuelle Zeit beziehen lassen! "Freak Paradefeat. Chris "The Lord" Harms kann sich da perfekt anschließen. Hir ist der Name Programm! Freaky, krank, abgedreht, abgefuckt, pfeilschnell, einnehmend, niederwalzend. Party hard, also eskaliert gescheit! Was für eine geile Zusammenarbeit, bitte mehr davon! Zu "Bad Boys like me" muss man nichts sagen, auch hier ist der Name Programm! Die Mädels werden hier wohl scharenweise ohnmächtig werden! "Is it the End?" ist eine Frage, die sich auch sehr vieldeutig auslegen lässt. In dem Fall bezieht es sich wohl auch eher auf eine Trennung. Dementsprechend bittersüß und tragisch ist die Musik auch. Richtig geiles Teil! Noch bitterer wird das mit "Yes I´m here without you", einer wahren Beerdigungs-Hymne. Tieftraurig, zerreißend, abertausende Liter Herzblut, von Trauer geschwängerte Instrumente, extrem packender Gesang. Weiteres Hammerteil! "Nothing from you" beendet die regulären Tracks und glänzt mit Abwechslung durch eine Mixtur aus Goth ´n´ Roll und eine leichte Alternative Rock Metal Attitüde. In jedem Fall sehr begeisternd! Das richtige Ende ist dann "Hangover from Hell 2016". Country Goth ´n´ Roll würde ich das nennen. Kater-Stimmung, Afterparty - also hingehend bekannt! Die neue Version ist in jedem Fall genau so geil wie das Original und der perfekte Abschluss! 
 
Fazit: Was soll ich noch groß sagen. Hell Boulevard liefern einfach nur extrem geil ab und ich habe keinerlei negative Kritik. Fett produziert, perfekt abgestimmt, super Band, klasse Gefüge, die Bandkonstellation ist perfekt gewählt, Abwechslung wird geboten, jeder Song ist geil! Ich hätte mir gewünscht, dass die Singles ebenfalls vertreten sind. Ansonsten top, ich liebe die Platte, empfehle sie Euch wärmstens und bin sehr gespannt, was hier noch so passiert!
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Hell Boulevard und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig   
https://www.youtube.com/watch?v=suDOUkjsGpE    All I´ve Lost (official Lyric Video)
Schandmaul sind jetzt 18 Jahre alt. Erwachsen, nach gängiger Definition. Aber was heißt das schon? Ist damit die Aufbruchsstimmung und Angriffslust von „Orleans" gemeint? Auf zu großen Taten, hinaus ins Leben? Wohl auch. Aber das ist nichts Neues für die Freunde aus dem Münchner Vorort Gröbenzell, denn 18 wird man nicht über Nacht, sondern in 18 Jahren. Die Spielmänner und -frauen sind Stück für Stück gewachsen. Und auch wenn sich der Markt gerade ihren Künsten entgegenzustrecken scheint, mit dem Folkrock-Hype von Bands wie Mumford & Sons und modernem Fantasy-Kult wie Game Of Thrones, haben Schandmaul doch längst auf eigene Faust die Welt erobert: Auf Hunderten Konzerten mit bis zu zehntausend Gästen wie am Kölner Tanzbrunnen. Und auf ihrem eigenen "Funkenflug"-Festival in München ebenso wie beim Metal-Open-Air in Wacken und den großen Gothik- oder Mittelalter-Treffen weit und breit.
 
Zwei Jahre nach ihrem mit Gold dekorierten, über 100 000 Mal verkauften Platz-2 Chartalbum "Unendlich" und ausverkauften Tourneen, legen die glorreichen Sechs mit Hörnern, Posaunen, Trompeten und mehr als einem ganzen Streichorchester voll mitreißendem Übermut und voller Entschlossenheit nun  am 16. September 2016 mit ihrem neunten Studioalbum "Leuchtfeuer“ nach. 13 brandneue Tracks sind drauf, wir und ich stellen sie Euch heute vor. Sehr stark mittelalterlich rockend beginnt "Orleans" die große Fahrt. Die Schandmäuler beweisen erneut, wie schön sie Geschichten erzählen können und die Beschreibung in der Einleitung oben zu dem Lied trifft es perfekt. Tolles Lied, toller Start für die große Fahrt 2016! Folkig, fidel, leichtfüßig, lebensfroh, toll erzählt, pfeilschnell. So präsentiert sich die ansteckende Hymne "Heute bin ich König". Lasst Euch mitreißen und Thomas´ Worten Taten folgen. Das kurze, knackige, lustige, extrem folkige, wunderschön erzählte "Jack O´ Lantern" erhellt danach den grauen Alltag. Direkt im Anschluss präsentiert sich das Herz- und Titelstück "Leuchtfeuer", welches gleichzeitig als Single veröffentlicht wurde, mit klasse Video versehen. Herzlich vorgetragen, Seemanns-Folk-Rock, elegisch, leicht balladesk, nachdenklich. Und es erzählt eindrucksvoll, woher die Scheibe ihren Namen hat. "Schachermüller-Hiasl" ist eine nette Folk Rock Nummer, die mit starker Tavernen-Atmosphäre daher kommt, mit tausenden Litern Herzblut, Fernweh, Sehnsucht und toller Lyrik gespickt. Der arme Kerl tut einem echt leid. Sehr bewegend und Mitgefühl anregend! "An deiner Seite" ist eine kleine feine Sonntagmorgen-Ballade, die einfach nur tief berührt und die Sonne in Herz & Seele bringt. Feines Liedlein, das nur von Gesang, Gitarre, Geige und Flöte lebt. Umso lockerer und lebensfroher kommt dann "Freunde" daher. Hier dürfen sich alle mal selber feiern und einfach mal frei sein. Tanzt, liebt, springt. Man darf das Stück als kleines Dankeschön an die Fans auffassen. Besser wurde Freundschaft noch nicht besungen! "Ich werde alt" sagt alles, da muss ich nix zu sagen. Anhören, nachdenken, tanzen! Eine Perle passend zum 18. Geburtstag der Band. Absoluter Favorit! Im Anschluss wird die "Loreley" besungen, die jeder kennen sollte. Getragen, traurig, wunderschön, klasse erzählt, zerbrechlich. Tolle Perle! Stolz und herrlich präsentiert sich der "Herr der Wellen". Eindrucksvoll erzählt, tolles Ritual, starker Seemanns-Rock. Auf der "Cold Hands Seduction Vol. 180" findet sich der Song auch. Weiterer Favorit! Am meisten heraus sticht "Tjark Evers". Ein tieftrauriges, wunderschönes Klavier und eine zarte Geige leiten das Ganze ein. Bedächtiger, nachdenklicher Gesang gesellt sich dazu. In dieser Kombo bleibt es auch, nur wird das Klavier stellenweise dramatischer. Dramatisch trifft es gut, das Lied zerreißt einen einfach. Großartig gemacht, klasse umgesetzt, weiterer Favorit! Es präsentieren sich noch 2 Singles. Die erste ist ein wunderschönes, balladeskes, elegisches Duett mit Tarja! Ich bin absolut begeistert, die Frau kann klasse deutsch, der Song ist einfach nur geil! "Zu zweit allein" nennt sich das Ganze. Die dritte und letzte Single im Bunde ist "Zeit". Mich erinnert sie an das "Traumtänzer"-Album. Einfach nur traumhaft, Thomas beschreibt das echt super. Lasset auch hier den Worten Taten folgen, lasst Euch mit fort nehmen. Leichtfüßig, sehnsuchtsschwer, Fernweh, folkig. So wird es vorgetragen. Ein besseres Ende gibt es nicht!  
 
Fazit: Niemand kann Geschichten so schön und eindrucksvoll erzählen wie Schandmaul! Auch auf Album Nummero 9 ist das so. Sie sind nachdenklicher, ich möchte nicht unbedingt reifer sagen, geworden. Die Texte regen zum nachdenken an, entführen einen, nehmen den Hörer mit in einem starken Boot zu besseren Ufern. Dann kann er leben, frei sein, er selbst sein. Dass das Thema Alter und altern hier die Hauptrolle spielt, zieht sich wie ein roter Faden durch jedes einzelne Lied und ist deutlich spür- und hörbar. Dennoch kann auch hier gefeiert, getanzt, gelacht und getrunken werden. Die Krüge werden einfach auf das Leben erhoben und ich kann es nur noch einmal betonen: lasst Euch von Thomas leiten, Lebensratgeber ist diese Platte allemal!
Damit ende ich, bedanke mich bei der Band für dieses spitzen Werk, empfehle sie jedem Fan und Neuling, bedanke mich für die Aufmerksamkeit, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=O_usLy5hKJc    Zu zweit allein (feat. Tarja)
Die Dolls Of Pain sind eine 2003 gegründete französische Dark Electro Band. Sie performen hauptsächlich in Englisch. 2003 riefen Olivier (Songwriter) und Cedric (Keyboard) die Dolls in´s Leben. Die Bandmitglieder identifizieren sich hier nur über ihren Vornamen. Ein paar Monate später stießen Sänger Laurent und Gitarrist Stephane dazu. Juni 2009 verließ Stephane die Band und Nicolas (Live-Keyboarder) stieß dazu. Olivier spielt im Studio weiterhin Keyboard, wechselte live aber an die Gitarre. 8 Alben, ein Remix-Werk, eine EP und eine Vorab-Demo haben sie seither veröffentlicht, 2005 erschien die erste Platte, 2003 das Demo. Seit 2003 touren sie regelmäßig durch ganz Europa. 2013 erschien ihr letztes Album "Déréliction". 
 
Drei Jahre später, am 16.09.2016, erschien nun endlich Album Nummero 9 genannt "A Silence in my Life". 15 brandneue Tracks sind drauf, wir und ich dürfen sie Euch heute präsentieren. "Nothing to say" übernimmt den Startschuss. Extrem düster, creepy, ein Hauch düstere Romantik, wundervolle Melodien, starke Elektronik, fette Gitarre, deftiger Gesang. Also perfekter Start für die DOP 2016! "Stronger" ist Party hard Dark Electro pur! Knallt, geht in´s Ohr, bleibt im Kopf, es muss getanzt werden! "Perverse Narcissique" ist die perfekte Mischung aus Dark Electro und fettem Metal mit entsprechendem Gekeife. "Together" geht in eine ähnliche Richtung. "I raze to the Ground" ist ein verzweigtes, verschachteltes, nach Industrial Metal klingendes Monster, das einem einfach Spaß macht. "Forgive you" fällt in eine ähnliche Sparte, es ist nur etwas mehr elektronisch und geht gut vorwärts. "Drunk but happy" ist die ultimate Katerstimmung-Afterparty-Hymne. EBM, Dark Electro, fette Gitarre, Fun Faktor. "Break it down" ist ein kleines, feines, düsteres Instrumental. Man muss es einfach lieben, es ist geil! Geniale Elektronik! "A Silence in my Life" übernimmt die Rolle des Herz- & Titelstückes und fasst super zusammen, was hier zu erwarten ist. Traumhafte Elektronik, dröhnende Gitarre, deftiger Gesang. Beide, Instrumental und dieses Lied, sind 2 meiner absoluten Favoriten! "Cicatrice" sticht ganz besonders heraus. Geniale vielseitige Elektronik, verschachtelt, ordentliches Geekeife, wunderschöne Melodien, fette Beats. "No turning back" ist einfach nur fetter EBM unterstützt von Gitarre und himmlischen Melodien. Das Teil wird Euch ficken! "Détermination" wird Euch genau so hart ficken, seine Melodien werden Euch befriedigen! Weiterer Favorit! Mit "Dreams" folgt das längste Liedlein der Platte und mein persönlicher Oberfavorit. Richtig geile Elektronik, geile Stimmung, düstere Atmosphäre, tiefkehliger fast geflüsterter Gesang. Einfach nur mega! "Destroy your Pride" ist die absolute Harsh EBM Granate, die alles sprengt, was es nur zu sprengen gibt. Traumhafte Melodien, sägende Gitarre, ordentliches Gekeife. Über "Phoenix" folgt noch ein ordentlicher Stampfer. Gedämpfter Gesang, herrliche geniale Elektronik, gute Drums, Gitarren-Einsatz. So kann die CD super enden, klasse gemacht!
 
Fazit: Was soll ich da noch groß sagen. Die Dolls liefern erneut fett ab und jedes Album ist ein Meisterwerk für sich. Ich mochte ihre bisherigen Werke, ich liebe das neue. Eine perfekte Mixtur aus einer riesigen Spielwiese dunkler Elektronik, ordentliche Metal-Sounds, verschiedenster tiefer Gesang. Ich habe keinerlei Kritik und gehe stark von aus, dass die Fans ebenso wie die Neuzugänge meine Ansicht teilen werden.
Damit ende ich, bedanke mich bei den Jungs und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 

JOACHIM WITT hat sich im Laufe der Dekaden einen Ausnahmestatus unter Deutschlands Musikern erarbeitet. Er darf ungeniert Genres wechseln, Stile mischen und sich selbst immer wieder neu erfinden, ganz, wie ihm der Sinn steht – seine Fans bleiben ihm treu. Weil sie wissen, dass sich hinter dem künstlerischen Wandel noch immer derselbe Mensch verbirgt. Ein Mensch, der – genau wie wir – durch alle Stimmungslagen getrieben wird. JOACHIM WITT vermag es jedoch wie kein Zweiter, sie mit ungebremster Intensität zu vermitteln. Nach den letzten beiden Alben „Neumond“ (2014) und „ICH“ (2015), sowie die Ver- öffentlichung der Live DVD „WIR“ im November 2015, gefolgt von zahlreichen gefeierten Konzerten meldet sich der Ausnahmekünstler Joachim Witt nun mit neuem Material zurück. Durch eine erneute erfolgreiche PledgeMusic-Kampagne und der Hilfe von Produzent und Mitautor Bassel Hallak will das Urgestein Joachim Witt jetzt aufs Neue die Musikwelt bereichern.

Das inzwischen 16. Studioalbum trägt den Titel „Thron“, beinhaltet 11 brandneue Songs und erscheint am 09. September 2016 über Ventil Records. Es beginnt sehr düster-romantisch elektronisch mit der Hymne "Einheit". Tief treffend, bewegende Worte, aktuelles Zeitgeschehen, tieftraurig, richtig starker Gesang. So präsentiert sich Witt 2016! Ein Lied, wie es nur vom Altmeister kommen kann! Mit einem wunderschönen Piano wird "Geh deinen Weg" eingeleitet. Im Gesamten eine sehr getragene Nummer, die als Lebensratgeber fungiert. Im Refrain kommen fette Rock-Elemente und dröhnende Drums dazu. Abwechslungsreicher Gesang zwischen ruhiger wunderschöner Stimme und kehligem Geschrei, wie er nur von Meister Witt kommt. Wie das Liedlein anfing, so endet es auch: mit einem hingehauchten Piano. Nehmt Euch das zu Herzen, er singt das nicht einfach nur so was er da singt, der Mann will Euch helfen und der weiß, wovon er redet! Richtig typsch Witt tritt "Rain from the Past" auf. Klassik, Rock, deutsch, englischer Refrain (der nur aus diesen 4 Worten besteht), tief berührend, hell erleuchtet. Richtig feine Perle! "Tag für Tag" passt da gut dazu, es ist nur derbe rockiger und gewaltiger. Text, Musik - eine richtig fette Einheit, die man lieben muss! Ich kann mich direkt mit dem verbinden, was er da singt und ich muss Euch sagen: was anderes kann und soll man auch nicht machen! Richtig smoothy und obercool kommt "So oder so" daher. Man bekommt einen super Einblick, wie der Mann wohl lebt und denkt. Sogar das Unglück mit seinem Haus hat er hier verarbeitet. Nehmt Euch ein Beispiel dran, das ist ein echtes Geheimrezept zum glücklich sein! Orientalisch geht es in "Alle nicken" über. Hier erwartet uns ein NDH-ähnliches Gewitter und bitterböse Worte. Definitiv das fetteste Teil der Platte! Hier beschreibt er sich wirklich perfekt selbst und verarbeitet, wenn ich es richtig verstanden habe, auch seine Zugehörigkeit zur schwarzen Szene. Bei seinem Auftritt auf dem WGT 2016 hat er auch einiges dazu gesagt. Eine kleine, feine Perle namens "Winterwald" bringt dann wieder etwas Ruhe rein. Hier punktet vor allem wieder der geniale Text, gepackt in wunderfeine Melodien. "Wenn du mich rufst" ist wieder sehr düster-romantisch angehaucht. Wenn Ihr ein Licht im Dunkeln braucht, hört Euch diesen Song an. Nehmt Euch auch das zu Herzen, ich feiere die Message dieses Tracks ganz besonders! In guter alter Western Rock Manier präsentiert sich "Weit ist der Weg" mit einer fetten Schlager-Breitseite. Aber der Mann darf alles, die Kombination klingt einfach verdammt gut! Zu "Lebe dein Leben" muss man nicht mehr viel sagen, das erklärt sich von selbst. Stilmäßig erinnert das sehr an gute alte NDW-Zeiten mit Neuzeit-Touch. Schreibt Euch diese Message auf eine riesen Fahne, die Ihr ab jetzt immer dabei haben müsst! Das Herz- und Titelstück "Thron" darf natürlich nicht fehlen. Eingängig, Sprechgesang, nachdenklich, gewaltig, monumental, den Albumtitel perfekt erklärend. Ein besseres Ende hätte der Meister nicht schaffen können, Hut ab! 

 
Fazit: Ich bin einfach mal wieder völlig aus dem Häuschen und ziehe wirklich meinen Hut vor dem Mann! So viel erreicht, ein Wortkünstler, eine starke Message jagt die nächste - es ist einfach der absolute Wahnsinn! Ich durfte ihn live erleben und diesen Moment habe ich mir eingebrannt. Es war mir eine Ehre und es wurde bereits angekündigt, dass der gute Herr nun jedes Jahr ein Album machen will. Ich liebe eben jenes, welches hier vorliegt und freue mich extrem auf das nächste! Er braucht sich einfach nicht wundern, warum er bei uns in der Szene so gefeiert wird. Natürlich macht er musikalisch so gut wie alles, aber er darf das wie schon so oft gesagt und das, was er tut, macht ihn einzigartig und zu einem richtig liebenswerten Ausnahmekünstler! Die Fans werden dieses Album genau so wie seine anderen Werke lieben und ich kann es nur empfehlen (das geht an ausnahmslos ALLE): hört Euch an, was er zu sagen hat und verinnerlicht das. Ich möchte drauf wetten: das führt zur Besserung! Denkt mal drüber nach ...
Mit diesen Worten ende ich, bedanke mich bei Euch und Meister Witt für dieses Werk, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=FbAWkbpRFcw    Einheit (Lyric Video)
Schon seit 2007 reiten die musikalischen Outlaws von EXTIZE durch die Prärie der elektronischen Musik. Jahr für Jahr ziehen die Halunken von Club zu Club und von Bühne zu Bühne, um ihr dreckiges Handwerk dort an Synthesizern, Effektgeräten, E-Drums und Stromgitarren auszuüben. Angeführt vom deutsch-französischen Gangboss und Mastermind Cyb3rella feuern die Electro-Rebellen Bassline für Bassline ein Soundgewitter aus Dark Electro, Industrial, EBM und Hard Trance in die feierwütige Menge. Wie eine Stange Dynamit unter einer Postkutsche zerfetzt der energiegeladene Sound von EXTIZE alle Genre-Grenzen und demonstriert, was dunkel-elektronische Musik im neuen Jahrtausend so zu bieten hat. Da bleibt kein Auge trocken und kein Tanzbein am selben Fleck. Mit vier Alben und vier EP´s haben die Freaks von EXTIZE in den letzten Jahren bereits eine blutige Schneise durch elektronische Musiklandschaft gezogen und nun befindet sich mit dem fünften Langspieler „Redneck Industrial“ eine neue Kugel im Lauf des EXTIZE-Revolvers und wieder erscheint am Horizont eine ganz neue Facette der Band. Mit dem brandneuen Album „Redneck Industrial“ besinnen sich EXTIZE auf die Industrial Einflüsse der Anfangsjahre der Band, würzen diese mit Country- und Western-Soundstrukturen, verfeinern das Ganze mit dem Clubsound von heute und schaffen ein Konzeptalbum, wie es die Szene bis jetzt noch nicht erleben durfte. Am 02.09.2016 war es nun endlich soweit und die Electro-Rowdys von EXTIZE legten ihr neues Album "Redneck Industrial“ vor. Schwer bepackt kommt der Longplayer mit 19 Tracks vor den Saloon geritten.
 
Selbstverständlich eröffnet der Namensgeber, Herz- und Titelstück das Album. Die bereits sehr bekannte weibliche Stimme berichtet, wie es zu dem Namen kam und die oben beschriebenen neuen Horizonte werden hier deutlich. Krach, Rhythmik, reines Instrumental, Fun-Faktor, coole Melodien, Country, Western, bad Boys. Guter Stoff! Gesteigert wird das alles über den pfeilschnellen Bad Ass "Lawless Gringo". Bitterböser Gesang aus tiefster Kehle, gute Lyrik, klasse Atmosphäre, elektronischer Country. Verdammt gut! "Bill calls - The Texas Pizza" ist ein kurzes lustiges Zwischenspiel, das einfach nur Freude bringt mit sehr witzigem Englisch. "HillBilly Rage" beginnt ganz klassisch wie ein Western eben beginnt. Man stellt sich den Busch vor, der dabei an einem vorbei weht. Dazu kommen fette Beats, fieser Gesang, bissige Lyrics und ne fette Party-Stimmung. "Saloon Story" erklärt sich von selbst, typische Saloon-Atmosphäre, EXTIZE-Attitüde dazu, kräftig durchschütteln, lustige Lyrics und tollen Gesang dazu - schon ist der Cocktail fertig! "Guns, Gasoline and Cowbell" ist dann einfach nur zum tanzen. Man könnte den typischen Cyber-Tanz ja mal Cowboy-haft aufführen! Sehe cool aus. Habt Spaß damit, das knallt! Gerne mit beidem, Lied und Tanz. Klingt bisschen wie ne Western Love Parade, aber die Jungs dürfen das. EXTIZE und Witt dürfen alles! "Bill calls - the lawn mower Tuning" ist ein weiteres lustiges Zwischenspiel, das noch mehr witziges Englisch zeigt. Einfach nur geil! "Ride to the Dark" ist ein Tieftoner der besonderen Art. Ab auf die Bikes, die Tanzfläche damit stürmen und tiefe Rillen reinbrettern. Das fordere ich hier! Das Lied wird die Clubs sprengen und ficken! Alleroberster Favorit! "D.E.V.I.L." stampft einfach nur derbe und wirbelt ordentlich Staub auf, gleichzeitig ist es sau witzig. Richtig typisch EXTIZE einfach! "Bill calls - French Taxi for a drunken Sheep" ist noch lustiger als die anderen beiden, alle Zwischenspiele zusammen sind einfach nur unverschämt witzig! "Tanz Bullet" muss man einfach auch nicht erklären, einfach nur tanzen biss nix mehr geht und sich dem Song ergeben! Für mich einer der heraus stechendsten Tracks. Ebenso auch "Rodeo Stars", was wie eine Fortsetzung zu den Bikes scheint. Normaler Gesang, klasse Atmosphäre, super Stimmung. Weiterer Favorit! "Back to Home" fährt Elemente auf, die man so noch nie bei den Jungs hörte und überraschen mit einer Road-Ballade, die einfach nur tief berührt. Richtig klasse, tief treffend, bewegend, rührend, elegisch. Sanfte Gitarre dazu, feiner Gesang, Mundharmonika, leichte Elektronik. Zweiter oberster Favorit und starker Ausklang der regulären Tracks. "Bill calls - the Redneck Remixes" läutet dann genau so witzig wie die anderen Zwischenspiele die Remixe ein. Der 1. ist "D.E.V.I.L. (Pete Crane from Shiv-R Remix)". Hat der Pete richtig gut gemacht, beide Bands kollaborieren hier einwandfrei. Danach nehmen sich SynthAttack "Lawless Gringo" vor. Verdammt guter Remix, genau so geil wie der vorher. Binary Division knöpfen sich "Redneck Industrial" vor, welches dadurch noch elektronischer und völlig anders klingt - viel düsterer. Verdammt gut! Diese 3 Bands - EXTIZE, SynthAttack und Binary Division - haben übrigens gemeinsam beim Super Schwarzen Mannheim gespielt, woher vermutlich auch die Kollaborationen rühren. Nitro/Noise haben "Ride to the Dark" behandelt und formen daraus eine gewaltige Club-Granate, die Euch umhauen wird. Anschnallen, hier wird´s deftig! Zu guter letz lässt sich "Rodeo Stars (Omnimar Remix)" vernehmen. Durch den Remix kommt ein Haufen Glitzer dazu und die Platte wird ebenso entspannt wie wunderschön beendet. Gute Arbeit!
 
Fazit: EXTIZE sind einfach Koryphäen auf ihrem Gebiet und absolute Ausnahmekünstler! Die komplette verfügbare Elektronik-Wiese wird abgegrast und etwas geschaffen, was so in der Art wirklich brandneu und nie vorher da gewesen ist. Ich liebe die Jungs, ich liebe ihre Musik, ich liebe die neue Scheibe! Für alle Electro-Western-Cyber-Cowboy-Freaks ist dieser Sound einfach nur klasse und man muss einfach drauf abgehen!
Damit ende ich, bedanke mich für die Aufmerksamkeit und der Band für so viel Fun, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig
 
PS: Lachen nicht vergessen!   
Delain legen wieder los! Am 19.02.2016 berichteten wir und ich schon von ihrer Vor-EP "Lunar Prelude". Seit nun 14 Jahren sind die niederländischen Symphonic Alternative Metaler um die wunderschöne Frontfrau Charlotte Wessels nun schon unterwegs. 4 Alben, ein Demo, eine Compilation und die bereits erwähnte EP existieren bisher. Die Niederländer haben in diesen 14 Jahren alles erreicht, was man in ihrem Genre erreichen kann und ihre Fanschar ist einfach nur gigantisch! 
 
Am 26.08.2016 kommt nun endlich der Nachfolger "Moonbathers" zum 2014er Werk "The Human Contradiction". 11 brandneue Tracks sind drauf, wir und ich präsentieren sie Euch heute. "Hands of Gold" bezaubert schon mal von der ersten Sekunde an. Fetter Symphonic Metal, fettes Orchester im Rücken, Charlottes fantastische Stimme thront darüber, hammer Atmosphäre, düster-romantisch-magisch. Einfach ein mega Start für Delain 2016 nach der feinen EP! Alissa White-Gluz, die neue Stimme von Arch Enemy, steuert ein paar deftige Growls bei, die Euch weg fegen werden! "The Glory and the Scum" fasziniert durch eine mächtige Helden-Schlacht-Atmosphäre mit fetter Instrumentierung und entsprechendem Gesang. Richtig geiles Brett! Die Single "Suckerpunch" darf natürlich auch nicht fehlen, die sehr eindrucksvoll die neue Scheibe repräsentiert. Karibik-Heldenepos-Stimmung, beeindruckender Gesang, epischster Symphonic Metal, starke Männerrufe die nach Sieg klingen. Wahrlich bombastisch! Sehr beruhigend weht "The Hurricane" über uns hinweg und bringt eine sanfte, seidenweiche Stimmung mit. Gänsehaut vorprogrammiert! "Chrysalis - the last Breath" ist ganz besonders beeindruckend. Elegisch, tief treffend, rührend, düster-romantisch, wundervoller Gesang, Keyboard, Streicher. Perfekt! "Fire with Fire" ist einfach nur die musikalische Inszenierung einer Bombe, die alles weg sprengt. Dröhnende energievolle Instrumente, geballte Lyrics, entsprechender Gesang. "Pendulum" besticht dann wieder durch düster-romantischen Symphonic Metal at its best! Eine wahnsinns Perle! "Danse macabre" hat glaube ich nix mit dem Label gemeinsam. Ist aber eine sehr feine, monumentale, zum headbangen und träumen animierende Symphonic Metal Perle mit Tiefgang. Hier mischen sich Ozean- und Indianer-Atmosphäre, falls Ihr mir da iwie folgen könnt. Einfach mal reinhören, bin für Meinungen immer offen. An alte Old School Rock Zeiten erinnert uns der "Scandal", der super aus einer uralten Gangster-Serie stammen könnte. Hach ja, da schlägt das Herz gleich viel höher! "Turn the Lights out" dürfte vielen schon von der EP bekannt vorkommen, ich persönlich bin sehr glücklich darüber, dass er es auf´s Album geschafft hat - dieser kleine, feine, wunderschöne, hoch romantische, sehr gefühlvolle Diamant! "The Monarch" ist ein Liedlein, das ich nur schwer beschreiben kann. Mächtige Instrumentierung, Folklore, atemberaubende Atmosphäre, düster-romantische Stimmung, ein herrlicher Schauplatz, starke Fantasien die im Kopf entstehen, eine monumentale Kulisse aus längst vergangener Zeit - ein grand de final, das sich wirklich hören lassen kann! 
 
Fazit: Ich liebe Delain, ich liebe alle ihre Werke, alle sind sie in meiner Alben Top Liste! Diese Scheibe hat sich einen Ehrenplatz darin verdient! Das ist nicht nur Musik - das ist ein Sountrack! Ein Epos, wie man es selten hörte und Symphonic Metal wird hier neu definiert wie ich finde. Die Niederländer toppen sich jedes Mal selber und bringen das absolute Monster ihres 14-jährigen Bestehens ans Licht! Jedes Lied ist ein Highlight, jeder Ton trifft, die Musiker sind top, die Produktion der Wahnsinn, der Gesang betörend, von der ersten bis zur allerletzten Sekunde liegt eine wahrlich traumhafte Magie in der Luft. Delain haben da wirklich was ganz Großes geschaffen und ich kann nur empfehlen, dass man das mal gehört hat. Ich hoffe sehr, die Fans geben mir recht. Die Zusammenarbeit mit Alissa White-Gluz sprengt natürlich alles, fettes Dankeschön an Charlotte und ihre Truppe!
Damit möchte ich schließen, bedanke mich für die Aufmerksamkeit, wünsche ein traumhaftes Hörerlebnis, sage biss bald & stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=vtaVKW5N_VE    The Glory And The Scum (official Lyric Video)
In einer Zeit, in der purer Stahl schon lange nicht mehr als Höchstmaß aller Dinge galt, schwangen sich HammerFall zu Gralshütern der Melodie und Aufrichtigkeit auf: mit Alben wie "Glory To The Brave" (1997) und "Renegade" (2000) etablierten sich die Schweden als Pioniere einer modernen Version des klassischen 80er-Jahre-Metals – und zeigen 2016 keinen Funken Müdigkeit! "Built To Last" – das zehnte Album in zwanzig Jahren Karriere der Band – könnte also trefflicher nicht benannt sein und spielt alle Stärken HammerFalls voll und ganz aus. Hochmelodische und rasante Hymnen, bissige Leads, Refrains zum Fäuste-in-die-Luft recken und Joacim Cans stahlschmelzende Donnerkehle (übrigens erneut aufgenommen von Intimus James Michael / SIXX AM in L. A.) machen das Oeuvre zu einem der überzeugendsten und leidenschaftlichsten Werke der Truppe!
 
Am 11.04.2016 erscheint es, wir und ich dürfen die Schmiede heute für Euch betreten. "Bring it!" beginnt. Eine Hammerfall-typische Hymne, die von 80er-Metal und Hard Rock mit ordentlicher Rockröhre bestimmt wird. Auch der typische Männerchor lässt sich vernehmen. Starker Anfang für die Schweden 2016! Die erste Single "Hammer high" ist natürlich auch vertreten und es ist die perfekte Wahl. Stimmungsmacher, düster, gewaltig, starker Männerchor, riesen Emotionen, Fäuste-gen-Himmel-reck-Atmosphäre. Mein erster Favorit und eine absolute Hörempfehlung! Weiter geht´s mit "The sacred Vow". Wunderschöne Melodien und eine tiefe Melancholie leiten in eine fette Schweden-Metal-Hymne über. Ordentlicher Metal, hymnenhafter heroischer Gesang, Fäuste-gen-Himmel-Atmosphäre im Refrain. Weiterer Favorit und sehr empfehlenswert besonders für die Hammerfall-Fanatiker (wie ich einer bin)! Die Lyrics sind auch sehr hörenswert. "Dethrone and defy" gibt eine ganz andere Marschrichtung vor. Speed-Metal, pfeilschnelle Musiker, heroische Lyrics, vorprogrammierte Eskalation, Anwärter auf die Live-Shows. Mein persönlicher Oberfavorit und ein Lied, zu dem Mann und Frau die Haare aufmachen müssen, um sie ordentlich kreisen zu lassen! Diese Melodien sind der absolute Burner! Man möchte mit wehendem Banner zu Felde ziehen! Eine dieser tiefgreifenden Hammerfall-Balladen genannt "Twilight Princess" lässt sich nach diesem Sturm vernehmen. Wunderschöner Gesang, geiler Text, zeitlose Melodien. Zweiter Oberfavorit, den ich Euch sehr an´s Herz lege. Hier kann man in tiefstem Herzblut ertrinken! Natürlich greifen die Schweden dann wieder frontal an mit dem "Stormbreaker". Allerdings entfachen sie den Sturm! Dröhnende Instrumente, Militär-Atmosphäre, pfeilschnelle Sounds, ebenso übermächtiger Gesang, starke Lyrics. Was für ein Monster und ein weiterer Garant für die Live-Shows! Wenn Ihr hier nicht abgeht, wisst Ihr nicht, was Metal ist! Somit präsentiert sich Herz- und Titelstück "Built to last". Die Sounds bleiben erschütternd und deftig ebenso wie der Gesang, die Fäuste müssen hoch schießen, die Schweden reißen alles ab. Weiterer Favorit, der Euch zeigt, wo der Hammer hängt - und vor allem fällt! Pfeilschnell wird klar, was die Jungs mit ihrem Albumtitel sagen wollen. Also zum Sturm auf die Bastion! "The Star of Home" ist nicht weniger gewaltig und stürmt ungebremst und unaufhaltsam erst zu Felde, dann in Euer Herz! Haargummi raus und headbangen fordere ich oder am besten gleich mitreiten! "New Breed" ist eine melancholische Bestie, die sich schnell in´s Gehör einfräsen wird. Einfach fallen lassen und die Hard Rock / Heavy Metal Melodien wirken lassen! "Second to none". Eine Hymne, die sich schwer beschreiben lässt. Gigantische Sounds, endlose Weiten, eine faszinierende Landschaft, wundervoller Gesang, übermächtige Lyrics, unfassbar schöne Melodien, himmlische Atmosphäre. Ein absoluter Favorit und eine Hymne, die das Album würdig ausklingen lässt!
 
Fazit: Ich kann die Einleitung nur doppelt und zehnfach bestätigen. Die Schweden legen hier wirklich eines der leidenschaftlichsten und überzeugendsten Alben ihrer langen Historie vor. Und obwohl sie schon Legenden sind, steigern sie sich jedes mal wieder. Das ist etwas, davor habe ich höchsten Respekt! Hammerfall sind und bleiben die Kings ihres Genres und man hört einfach auch, dass sie Schweden sind! Ich habe absolut nix zu meckern und ich weiß, dass die Fans in Begeisterungsstürme sondersgleichen ausbrechen werden, wenn sie diese Scheibe hören werden! Was für ein Gigant! Ich bin schwer beeindruckt und freue mich riesig auf die Tour.
Damit ende ich, bedanke mich bei Hammerfall und Euch, sage biss bald, stay tuned und keep on headbanging!
 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=7EBB26EXopg    The Sacred Vow (official Lyric Video)
https://www.youtube.com/watch?v=gceeFkMtZDs    Built To Last (official Lyric Video)
Ein Befehl ... Ein Countdown ... 3 ... 2 ... 1 ... 
Ein Klicken... Ein Knarren... Metall auf Metall ... 

Es wird LAUT!

Wie der Name Maschinist schon erahnen lässt, ist die Musik der Nürnberger alles andere als ein Zuckerschlecken. Macht Euch auf etwas hartes, brachiales gefasst und lasst die schwachen Nerven zu Hause!
Moderne Elektroparts, rhythmische Gitarrenriffs ergänzt mit gesellschaftsspiegelnden, provozierenden Texten erwarten Euch! Die Maschine läuft. Der Maschinist hält Sie am Leben! Neue deutsche Härte des 21. Jahrhunderts aus den Köpfen des Ex-Peragon Frontmannes Stephan und dem ehemaligen Mastermind von Peragon und Sound of Might, Vlad (Gitarre). Der Rest sind Drummer Basti und Bassist / Zweitstimme Johannes (dürfte vielen schon von Dawn Of Eternity bekannt vorkommen). Quelle: www.maschinist-band.de
 
Am 01.03.2016 erschien ihr Debüt-Album "Willkommen". 11 Tracks sind drauf, was hier passiert, erfahrt Ihr jetzt: Das "Intro" passt perfekt zum Bandnamen. Düster, maschinistisch, kalt, wundervolle Melodien, ein wahres Klangerlebnis. Besser kann es gar nicht beginnen! Dann bricht "Das Feuer" los. Heiß und gigantisch lodert es, Sänger Stephan gibt alles, überzeugt völlig, wirkt sehr authentisch, in alter gewohnter Industrial Rock Manier wird hier ordentlich abgeliefert. Feine passende Lyrics gibt es auch noch dazu. Herz- und Titelstück "Willkommen" gibt sich danach die Ehre und führt in die Tiefen der Maschinisten-Welt, weit hinter die Zahnräder, zum Herz der Maschinen. Da folgen wir gerne und feiern die Jungs dafür! "Rös´chen" ist das erste gefühlvolle Lied. Feine Elektro-Parts, gescheiter Industrial Rock, Dominanz, finstere Lyrics, gefühlvoller Refrain, mitreißend. Sau gut gemacht! "Kauf mich" ist ein Liedlein gegen den Konsum. Dementsprechend sind Musik und Text gehalten. Sehr empfehlenswert und selbstredend muss etwas von Maschinist gekauft werden! "Falscher Prophet" ist mein absoluter Oberfavorit. Dass das Lied gegen Religionen geht, erklärt sich von selbst. Ich liebe ganz besonders die Lyrics, in denen Stephan aus der Bibel zitiert und Gegenargumente bringt. Ich liebe es! "Titanik" muss man eigentlich nimmer erklären. Um was es hier geht, sagen Titel und Thematik schnell. Musikalisch ist es eines der härtesten Lieder. "Mein Herz brennt" ist kein Rammstein-Cover, sondern eine tief greifende, herzzerreißende Ballade von Maschinist. Da brennt das Fan-Herz und zwar lichterloh! "Schneewittchen" ist eine bitterböse Variante des Märchens, die nicht besonders gut ausgeht und Schneewittchen in keinem guten Licht stehen lässt. Hört es Euch an, ich kann es nur wärmstens empfehlen! Bitterböse bleibt es bei "Böses Blut" und es wird sehr düster. Schön, dass Newcomer so was noch hinbekommen. Danke dafür! "Das Licht" ist ebenso wie "Das Feuer" die absolute Bandhymne. Hymnisch, getragen, eingängig, sehr gefühlvoll, traurig, geniale Instrumentierung. Was für ein geiles Ende!
 
Fazit: Es lohnt sich immer wieder, auf Konzerten von der Lieblingsband gleich zu Anfang zum Konzert zu erscheinen und sich die Vorbands anzuschauen. Lohnt sich nicht immer, hier bin ich überglücklich! Maschinist habe ich im Vorprogramm von Nachtblut auf deren Tour 2016 im Cult Nürnberg gesehen, war begeistert und bin es von der CD nur noch mehr! Dass hier Profis am Werk sind, hört man und dass sie das, was man heute noch Gothic nennen kann, hier zelebrieren - dafür danke ich ihnen herzlichst! Authentisch, true, dominant, wälzend, im Gleichschritt nach vorn, ihrem Namen alle Ehre machend, klasse Thematiken, super Sound, toller Gesang. Die Nürnberger haben alles richtig gemacht und von mir gibt es volle Punktzahl! Ich bin gespannt, was da noch kommt. Industrial Rock Fans, aber auch allen anderen, sei diese Platte empfohlen!
Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Maschinist und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
Chamaeleon wurden 2009 von Alex gegründet. Als sein Bruder Azie mit Backing Vocals und Synthesizer mit einstieg, ging es für das Projekt auf die Bühnen. Chamaeleon sind eher von der lateinamerikanischen Schule des Aggrotech inspiriert und leben sich da aus. Sehr melodisch und mit Trance-Anleihen, jetzt eher aggressiv und harsch. Die Lyrics sind explizit und provokant. Das alles wird kombiniert mit einem visuellen Look und einer Attitüde, die ebenso Science Fiction Filme wie von der Goth Club Welt mit einbeziehen. 2012 bastelten die Brüder einen Remix für Nano Infect und deren EP "Evil Supreme", genauer gesagt für den Track "I am the Devil". 2013 unterschrieben sie bei Artificial Sun für den Release ihres Debüt-Albums "SicK | perVerTed". Es schlug ein wie eine Bombe! Mit dem Song "Out of Control" waren sie auf dem polnischen "Sampler 7", der von Halotan Records veröffentlicht wird. Selbiger war im Technolorgy Remix auf dem russischen Sampler "Elektrozorn Vol. 1" zu hören, der von Artificial Sun stammt. 2015 waren sie sogar auf der "Endzeit Bunkertracks Vol. VII" vertreten, was für solche Bands eine große Ehre ist.
 
Am 13.12.2015 erschien endlich der Nachfolger "Evil is good". 11 brandneue Tracks und 2 Remixe sind da zu finden. Was Euch hier erwartet, erfahrt Ihr jetzt: Anders, als es der Name vermuten lässt, kommt "Penetration" sehr gefühlvoll daher und punktet mit herrlichen Melodien und Klangteppichen. Geiler Einstieg! Es folgt das Herz- und Titelstück "Evil is good". Kehliges bitterböses Gekeife wechselt sich mit gefühlvollem Gesang ab und macht sehr viel Spaß. Geiles Teil! "Outcasts" tritt als Harsh Aggrotech Granate mit gewaltigen Klangteppichen, spannenden Klangwelten und fiesem Gekeife auf. "Kill yourself again and again" wechselt wieder zwischen Gekeife und gefühlvollem Gesang, was diese Nummer so interessant macht. Hier kann verdammt gut abgegangen und Party gemacht werden! Ordentlichen Cyber Aggrotech, der gut vorwärts geht und mit feinsten Sounds aufwartet, beschert uns "Deadend". "Taught to hate" kommt mit viel Eingängigkeit und noch mehr Gefühl daher, dennoch wird gescheit gekeift. Toller Kontrast, geiler Song! Wie man es sich wünscht, steigert sich das Ganze zwecks Dramatik und Gefühl bei "Suicide". Wunderschöne Synthies, derbes Gitarren-Geschrupp, brachiales markerschütterndes Gekeife. Absoluter Oberfavorit! Ab der Mitte wird das Tempo ordentlich hoch geschraubt. Die Single "Suppression" kann ich Euch nur empfehlen ebenso wie das dazugehörige Video. Muss man mal gehört haben, cooles Gerät! "Forbidden (feat. Aftereffect)" lässt sogar Frauengesang vernehmen. Weiterer Favorit, der einfach auf schwarzen Tanzveranstaltungen laufen muss und einfach nur zu begeistern weiß! Tolle Zusammenarbeit, mehr davon bitte! "Safe in the Dark" besitzt Tempo, Eingängigkeit, reißt Euch mit, hat herrlichen Gesang im Gepäck und schlägt einfach nur ein! Weiterer Favorit! "Fall apart" schraubt noch mal ordentlich hoch und entlädt sich über dem Hörer. Eine Granate, die mit einem Knall die regulären Tracks beendet! Danach gibt es einen feinen Remix von Amduscia zu "Suppression", der herrlich beide Bands vereint und einfach nur derbe gut kommt. Top gemacht! Russisch-mexikanische Folklore im Geschwindigkeits-Fleischwolf, ordentlich stampfend, geht gut ab, fordert zum Tanz auf. Das ist "Fall apart (C-Lekktor Remix)" und das offizielle Ende der CD! Was ne Bombe! 
 
Fazit: Alex und Azie wissen, wie man Aggrotech macht und was Goth bedeutet! Gigantische Klangteppiche, herrliche Klanglandschaften, Abwechslung, Party, Eskalation, eine gute Zusammenarbeit mit Aftereffect, 2 spitzen Remixe - mehr geht nicht! Ich feier die Jungs und ihre Musik hart und weiß, dass es Euch auch so gehen wird! Man darf gespannt sein, was da noch kommt. Aber es wird mächtig werden! Ich bin auf jeden Fall verliebt. Damit ende ich, bedanke mich herzlichst bei Chamaeleon und Euch, sage biss bald und stay tuned!
 
Euer Krähenkönig 
https://www.youtube.com/watch?v=5QfwnRjIhHk    Forbidden (feat. Aftereffect)
Heute geht es um einen Mann, der bereits mit unzähligen Bands auf den Festival-Bühnen dieser Welt stand wie dem M´era Luna und dem Summerbreeze: Amandas Nadel, Session-, Studio- und Live-Gitarrist! Seit 2013 kocht er seine eigenen Suppen und jetzt im Jahre 2015 folgt das Album-Debüt "Sticht".
 
Alleine schon der Opener "Grinsekatze" geht voll auf die 12. Rockig, wuchtig, geniale Riffs, eine starke Stimme. Die Aussagen der Grinsekatze und die Zeilen ihres Songs werden wunderbar eingesetzt. Am Ende wird sogar miaut. Guter Anfang!
 
Das 2. Stück nennt sich "Vampir" und kommt sehr orientalisch an. Stört aber in keinster Weise, im Gegenteil es passt wunderbar zum Song. Starke Lyriks, starke Stimme mit Wiedererkennungswert - besser kann es nicht laufen! Die böse Lache am Ende musste natürlich auch einfach sein! Als Debüt-Singleauskopplung mit starkem Video definitiv eine gute Wahl.
 
Das folgende Stück "Mein Herz sagt" ist definitiv die strangste Nummer der Platte. Der Märzhase hätte dieses Stück definitiv auch als völlig verrückt eingestuft. Die Lyrics sind ziemlicher Blödsinn, was die Nummer auch recht liebenswürdig macht. Ich liebe meine Verrückten und bissel Schwachsinn muss einfach. Ob das alle so sehen, weiß ich nicht. In eine Alice-Kategorie passt sie auf alle Fälle.
 
"Hey, danke!" auf Position 4 fällt in eine ganz eigene Kategorie. Rockig, stimmig im Refrain, sofort mitreißend. Mit 5:58 ist es auch die längste Nummer der Platte. Ich finde es klasse, dass sich die einzelnen Nummern sehr unterscheiden. Nix mit Einheitsbrei, Abwechslung ist das Zauberwort! Danke dafür!
 
Mit "Die Wahrheit" kommt die erste ruhige Nummer. Verzerrter Gesang im Hauptteil, Rockröhre im Refrain, starke Lyrics. Eine richtig nette Deutschrock-Nummer eben. Die zweite ruhige Nummer ist "Männertränen", welche einwandfrei erzählt, wie Männer weinen und bringt es wunderbar auf den Punkt. Aber auch Männer dürfen weinen, um das an der Stelle mal erwähnt zu haben.
 
"Von Ewigkeit zu Ewigkeit" kommt sehr mystisch und mit typischem Rammstein-R daher. Lädt definitiv sofort zum moshen und bangen ein. Das ist ein sehr gutes Zeichen!
 
Zu "Wie du willst" braucht es kaum Worte. Starke, wahre Aussagen verpackt in eine coole Rock-Rüstung - schon ist alles gesagt!
 
Single-Auskopplung Nummer 2 "Der schwarze Mann" überzeugt ebenso sehr wie die erste. Das Kinderspiel mit dem schwarzen Mann wird sehr gut und sehr böse mit entsprechendem Clip umgesetzt. Hätte man das Kinderspiel genau so gespielt, wäre das pädagogisch nicht so wertvoll gewesen. Egal, der Shit rockt - darauf kommt es an!
 
Die schöne Rock-Ballade "Sehnsucht" ist ein wunderbarer Ausgleich für die Platte. Gefühlvoller Gesang, sehnsuchtgeschwängerte Lyrics, starke Stimme - alles, was eine schöne starke Rock-Ballade ausmacht! Danach folgen 2 Dance-Remixe der Singles der Band, die Herr Nadel selbst gezimmert hat. Es verleiht den Titeln ein zusätzlich tolles Gewand und erhält dennoch die Grundstimmung, die nur verfeinert wird. Eben genau so, wie Remixe sein müssen. War durchaus ne gute Idee.
 
Als Bonus-Track findet sich sogar die Promo-Single "Fritz die Maus". Krank, abgefahren, verrückt, lustiges Video. Kurz und knapp irgendwie ne coole Nummer.
 
Fazit: Rockig, sehr gute Stimme, genialer Gitarrist, deutscher Rock mit Herz, gehörige Portion Krankheit und Wahnsinn, Texte mit Tiefgang - das Rezept für ein erfolgreiches Debüt-Album also! Ich wünsche der Band um Herrn Nadel sehr viel Erfolg und hoffe auf weiteres Material! Empfehlen kann ich die Platte auch jedem, der die eben aufgeführten Eigenschaften mag. Have fun and stay tuned, 
 
Euer Krähenkönig
Die anderen beiden Videos sind leider nicht mehr aufzufinden
Janosch Moldau ist ein deutscher Musiker und Songschreiber aus Ulm, der seit 2004 an Musik bastelt und seit 2005 immer mal Alben auf den Markt haut. Kennen werden ihn evtl einige durch seine Support-Arbeit auf Touren von Szene-Größen wie De/Vision, Project Pitchfork, Mesh und Nitzer Ebb. 2012 kam der letzte reguläre Alben-Beitrag mit dem Namen "Lovestar". 2009 überraschte Herr Moldau sogar mit einem Remix-Werk. Im Jahre 2015 kommt nun endlich Longplayer Nummer 4 "Minor".
 
Alleine schon der Opener "Done wrong" spingt einem sofort in´s Ohr und in´s Gedächtnis. Dieser Song brennt sich definitiv ein. Erinnert vom Aufbau ein wenig an IAmX, Alphaville, A-ha und Agonoize. Das ist eine lustig klingende Mische, die aber sehr passend ist und einen zum Reinhören zwingt. Guter Anfang für eine Platte!
 
Etwas ruhiger und orchestraler geht es mit dem Herz- und Titelstück "Minor" weiter. Dieser Titel ist einwandfrei gewählt, denn er beschreibt wundervoll, was Herr Moldau will. Ruhiger Gesang, atmosphärische Klänge, etwas eigenes erschaffend. Ebenso genial, dass nicht eine Platte wie die andere klingt. Für solch jungen Künstler sehr bemerkenswert!
 
Genau so experimentell geht es auf "State of Hurt" zu. Gäbe es eine Stätte des Schmerzes, sähe sie wohl genau so aus und klänge wohl auch genau so. Herr Moldau schafft es ohne Probleme, einem wahre Kinostreifen in den Kopf zu jagen. Man leidet wahrlich von der ersten Sekunde an mit. Wie auf einer Achterbahn des Grauens, die sich langsam vorwärts schiebt. Eine geniale Dark Pop-Perle vom Feinsten!
 
Es folgt das kurze Vorspiel "Minorum", das wunderbar in "The other Side" überleitet. Eine düstere Ballade, die mich sehr an "Hunting high and low" von A-ha erinnert. Experimentell, sanft, ruhig, melodisch, Emotion pur, fast schon leidender Gesang. Einfach DAS Emotionskino überhaupt! Wunderbarer Wurf Mr. Moldau 
 
Das überraschendste Stück der Platte ist definitiv "The Harbour". Eine Nummer, die ich nicht wirklich beschreiben kann. Hört es euch an, es lohnt sich. Faszinierend, welche Magie diese Perle ausstrahlt. Wie ein Wohlfühl-Paradies für die Ohren und die Sinne. Einfach zurücklehnen und genießen!
 
"Jesus denies" schlägt direkt in eine ähnliche Kerbe. Es entstehen Klangkosmen vom Feinsten. Man möchte einfach nur abschalten, in Skandinavien mit einer Wolldecke auf dem Balkon sitzen und die herrliche Natur mit einem feinen Tee oder einer Kaffeespezialität genießen. Anhören, träumen, Alltag aus!
 
Den Abschluss bildet das längste Stück der Platte "We both feel minor". Die Krönung einer Platte, die einem Klangtraumfänger gleicht. Einfach wundervoll, schwebend, große Synthie-Teppiche tragen die sanfte Stimme Janosch Moldaus dahin, wo man hin will. Alles erscheint leichter und einfacher. In der Mitte wird es sogar mal eine Spur schneller. Besser kann so ein Meisterwerk nicht aufhören!
 
Fazit: An dieser Stelle möchte ich ein fettes Dankeschön und meine Bewunderung an Herrn Moldau aussprechen! Selten hat mich ein Album so gefesselt wie dieses. Ich bin verliebt und kann gar nicht genug Lob aufbringen. Denn egal was man sagt, es reicht nicht, um diese Perle zu ehren! Pflichtkauf für alle, die gerne auf Reisen gehen, ohne dafür aus der Tür treten zu müssen!
Euer Krähenkönig
Florian Grey (Ex-Sänger und Komponist von Eves End) veröffentlicht die Tage nun endlich sein Debütalbum! Produziert wurde "Gone" von niemand geringerem als Chris Harms, Sänger von Lord of the Lost. Man darf also gespannt sein, was diese beiden genialen Köpfe da zusammen gezimmert haben. Momentan supportet Mr. Grey ja auch Lord of the Lost auf ihrer Tour.
 
Alleine schon Titel 1 mit dem Titel "My Fear" trifft genau in´s schwarze. Relativ sanfte Nummer, teilweise markerschütternde Schreie, herrlicher dunkler Männergesang. Mich überzeugt die Nummer von der ersten Sekunde an.
 
Weiter geht´s mit einem Titel, der den wundervollen Namen "Laudanum" trägt. Vom Aufbau erinnert die Nummer sehr an die großen Goth Rock-Legenden mit einer Portion Klassik und Neuzeit. Getragen, ruhig, gefühlvoll - alles, was ne schöne Nummer braucht. Für einen gemütlichen Abend zu zweit perfekt.
 
Nahtlos über geht es direkt in "Strange Ways". Für mich eine Nummer, die sich schwer in Worte fassen lässt. Es ist in jedem Fall eine sehr interessante Perle, die sich in Dark Pop Gefilden sehr wohl fühlen wird. Daumen hoch, kann ich nur empfehlen!
 
Das kürzeste Stück findet sich mit "Demons". Kurz, bündig, klavierbegleitet, an ein Gedicht erinnernd. In der CD-Beschreibung steht sogar, dass es ein Gedicht sein soll. Mich begeistert es auf alle Fälle jetzt schon. Etwas länger, dafür aber in der selben Kategorie befindet sich "Suffering".
 
"A black Symphony" im Anschluss hat seinen Namen auch mehr wie verdient. Eine Akustik-Gitarre und langsam steigernde Drums leiten diese Gothic-Oper ein. Teilweise an Lacrimosa und alte Nightwish-Sachen erinnernd, wird gerade diese Perle sehr schnell Fans finden. Ich drücke Mr. Grey dafür auf alle Fälle die Daumen und wünsche viel Erfolg!
 
Meine Lieblingsnummern sind definitiv "In Control" und "The Way I die". Wunderschön, große Emotionen, großes Kino, erinnert an The 69 Eyes und ist trotzdem was ganz eigenes. Einfach ein Traum und man gleitet in die eigene Traumwelt. Vielen, lieben Dank dafür!
 
Mit dem Herz- und Titelstück der Platte "Gone" endet diese wunderschöne CD leider auch schon wieder. Eine weitere Gothic Oper, die keiner weiteren Worte und Beschreibungen verlangt. Düster, klangvoll, gefühlvoll, wunderbarer Gesang. Einfach nur derbe genial!
 
Fazit: Die Shows von Mr. Grey auf der LOTL-Tour sind definitiv Pflicht ebenso wie diese Platte! Für´s erste Album echt der große Wurf schlechthin und ich erwarte mit großer Freude weitere Glanzstücke. Danke dafür an Florian und Chris!
 
Düstergrüße & stay tuned, euer Krähenkönig
Nun ist sie da - die brandneue EP von Enter And Fall! Nach der letzten Platte "Isolation" (veröffentlicht im Februar 2014) geht es nun brachial weiter für die Jungs um David Goldhammer.
 
Los geht´s mit dem Herzstück der EP "Breaking out (extended)" und diese beweist, was die Jungs alles drauf haben. Brachial, sofort im Ohr, großes Kino, große Emotionen, sehr gute Lyrik, toller Gesang von David. Entgegen dem englischen Namen des Stücks wird sogar auf deutsch gesungen. Wunderbare Nummer!
 
Weiter geht es mit "The Things you never did". Eine Nummer, die einem Mut macht. Alles, was man nie tat und doch machen wollte, alles unausgesprochene, alles nicht gelebte - lasst es raus! Und wenn ihr Angst davor habt, glaubt an euch selber! Man brauch keinen riesigen Kreis, selbst Wenige und dafür die Richtigen machen viel mehr aus. Danke für diese Nummer! Ich finde es faszinierend, wie David es schafft, das Herz direkt zu besingen. Man ist sofort im Titel drin und fühlt sich einfach nur gut. Ein besseres Feedback kann eine Band und vor allem eine so "junge" wie Enter And Fall glaube ich fast nicht bekommen. 
 
Mit der Nummer "Blind" wird es das erste Mal etwas brachialer. Tiefere Keys, derbere Vocals, der Rhythmus wird etwas angezogen. Eine Nummer, die die Tanzfläche definitiv attackieren wird - mit einschlagender Macht!
 
Die Thematik, die bei "The Things you never did" angesprochen wurde, wird nun mit "All the lost Friends" weiter geführt. Gehen Leute verloren, scheint es meist ein großer Verlust zu sein. Besonders bei denen, die man arg in´s Herz geschlossen hatte. An der Stelle sei euch gesagt: Hätten eben jene einen ebenso sehr in´s Herz geschlossen, wären sie wohl noch da. Ewige Demokratie ist kacke. Manchmal müssen Tassen fliegen und eine Freundschaft auf eine harte Bewährungsprobe gestellt werden. Gehört dazu und wird genau so textlich wieder gegeben. Einfach nur großartig!
 
Mit "The wild Boys" hat es sogar eine Cover-Version vom großen Klassiker von Duran Duran auf die EP geschafft. Ich bin nicht der größte Fan von Covern, aber diese liebe ich. Ich mag Cover, die den Eindruck erwecken, sie kämen aus der Feder der Covernden und dennoch Tribut an das Original zollen. Das haben die Jungs geschafft und ich finde das Cover sogar fast besser als das Original! Toller Abschluss der EP.
 
Der Rest sind 2 Club Mixe und Remixe namenhafter Künstler. Rob Dust, readjust, The Eternal Afflict, FGFC820 und Sixty64Four schaffen es, den Songs ihren eigenen Stempel aufzudrücken und unterstützen deren ursprüngliche Klasse. Gute Arbeit!
 
Fazit: Eine rundum geile EP, die definitiv von der ersten Sekunde an zündet, in´s Ohr geht und sich dort verankert. Eine EP, die die Wartezeit auf den nächsten großen Wurf der Jungs sehr schön versüßt.
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=lhXOkyyCHCU    Breaking out (extended)
Endlich, nach 2 Jahren Wartezeit ist er endlich da - der brandneue, 13. Hammer von Orange Sector! Seit 1992 schmeißen die Herren Lars Felker und Martin Bodewell regelmäßig EBM-Bretter auf den Markt und auch dieser wird hart einschlagen!
 
Alleine schon der Anfang ist vielversprechend. "Braindead" kommt in typischer OS-Manie daher und die Herren beweisen, dass auch im Jahre 2015 noch mit ihnen gerechnet werden kann. Live wird dieses Stück garantiert den Weg in die Songauswahl finden. In die selbe Kategorie sortiere ich auch Titel 4 mit Namen "Burn in Hell" ein.
 
Stark weiter geht es mit dem Song "Monoton", der gesanglich deutlich härter daher kommt und die Lyriks werden deutlich angezogen. Ich möchte an der Stelle einige Zeilen aus dem Refrain als Beweis dafür aufführen: "Wir schwimmen gegen den Strom, mono monoton ist unsere Antwort auf eure Reaktion!" Damit ist denke ich alles gesagt und die Tanzfläche darf betreten werden!
 
Auf Position 3 findet sich das vorveröffentlichte Stück "Glasmensch", welches sehr eindeutig die aktuelle Situation der sozialen Netzwerke offenlegt. Wer glaubt, dass das, was er tut, durch gewisse Einstellungen "geschützt" ist, wird hier eines besseren belehrt. Vielen Dank für diesen geilen Track, auch eine sehr gute Auswahl zur Vorstellung der Platte und ganz klarer Favorit! Eine ebenso klare Message bietet "Das erfrorene Herz", welches mich persönlich sehr anspricht und einfach ne sehr tolle Nummer geworden ist.
 
Das erste schnelle Lied findet sich mit "Rebell" auf Position 5. Schnell, geradlinig, gute Lyrik, ein Tritt in die Fresse, Tanzbefehl der obersten Klasse, Live-Garant und Favorit der Platte neben "Glasmensch" und "Das erfrorene Herz". Einfach nur geil! Genau so schnell und derbe geht es weiter mit "Protest", der dem vorherigen Titel in nix nachsteht.
 
Auf Position 8 findet sich "Wir sind Mensch", was eindeutig keiner weiteren Beschreibung bedarf. Der Mensch beschrieben in wahren Worten, sein Streben, seine Forderungen, das was ihn ausmacht. Starkes Stück!
 
Mit "Z.O.M.B.I.E." (liest sich auch genau so) findet sich das düsterste und bedrohlichste Lied der Platte. In typischer Zombie-Manier wird hier der Untote gefeiert, wie es sich für Zombies gehört.
 
"Das letzte Lied" ist wahrlich auch regulär das letzte Lied der Platte. Definitiv die coole Sau im Repertoire. Ganz klar wird gesagt: Orange Sector sind Kurzhaar-Indianer-Gang und keine Facho-Nazi-Band! Besser kann man es gar nicht beschreiben. Danach finden sich noch der fucking lies Remix von "Burn in Hell", der Club Mix von "Rebell" und Martins überarbeitete Form von "Sturm". 
 
Fazit: Ein rundum geiles Album, was vor klaren Messages nur so strotzt und den Herren einen festen Platz an der Spitze des deutschen EBM und im generellen EBM-Olymp sichert! Weiter so!
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=tuhok1pVM88    Sturm (Martin Bodewell Remix, vertreten auf Digital Infaction Vol. 1)
Es ist mittlerweile Tradition, dass jedes Jahr (ausgenommen 2011) ein neues Album von Error Enter Exit erscheint. Somit auch Album Nummero 8 (seit 2007!!!) mit dem Titel "Disziplin". Seit 2011 als Vierer-Gruppe unterwegs, werden die Mannen um Sänger und Kompositionist Andreas Schwandtke auch mit dieser Platte überzeugen.
 
"Berlin" ist nach meiner Meinung das monumentalste und schönste Lied der Platte. Gleichzeitig mit 7:23 auch das längste. Monumental, sphärisch, instrumentale Einleitung, eine wahre Liebeserklärung an die deutsche Hauptstadt. Echt klasse und definitiv Respekt und danke dafür!
 
"Black Wedding Day" ist eine weitere Hymne auf der Platte. Ich würde sie in eine Reihe mit "Berlin" stellen. Wenn ich nicht wüsste, dass dieses Album 2015 entstanden ist, könnte man beim Anhören echt meinen, man höre eine Platte aus den 80ern / 90ern. Solche Dark Wave Perlen aus dem Hut zu zaubern, muss man erst mal schaffen! 
 
Mit der Nummer "Das Seelenkleid" geht es etwas düsterer zu. Härtere Synths, ein hartes Schlagzeug im Refrain, derbe Vocals und klare Worte von Andreas. Eine Nummer, die auf die Tanzfläche zwingt und sich in die Hörwindungen bohrt, um sich dort einzunisten!
 
"Der Stein" bringt wieder etwas mehr Ruhe und dennoch genau so viel Tanzbefehl mit. Sogar der Gesang wird etwas melancholischer. Ich finde die Mische aus deutschen und englischen Texten sehr gut gelungen und für jeden ist was dabei. Textlich geht es um ein Seelen-Zwillings-Paar, das es irgendwie nicht schafft, zueinander zu finden und wenn es in diesem Leben nix wird, so wird es ein anderes. 
 
Eine weitere heraus ragende Nummer ist das Titel- und Herzstück "Disziplin" und ist auch die düsterste Nummer des Albums. Ein wahres Fetish-Electro Feuerwerk, das keine Fragen offen lässt und seinen Tribut fordert! Keine Gnade, kein Erbarmen und geschaffen für die härteren Stunden zu zweit. Dieses Brett wird definitiv im Bett sowie auf den Tanzflächen der Düsterdiscos für Aufregung oder besser formuliert für freudige Erregung sorgen. 
 
Straight nach vorn geht auch "Du bist wie Rotwein". Wechselnde Stimmungen zwischen Hoch und Tief erzeugen die richtige Atmosphäre für ein Candle Light Dinner auf Gothic-Art. Sarkastisch, böse, eine schwarze Liebeserklärung quasi. Für´s erste Date vielleicht eher unpassend, ansonsten cooler Track.
 
Das "Matrosenlied" bedarf wahrlich keiner weit greifenden Beschreibung. Vom Aufbau erinnert es an Rummelsnuff und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es live mit dem Schwergewicht des EBM umgesetzt werden kann. Textlich perfekt an das Leben eines Matrosen und die wechselhaften Stimmungen des Meeres angepasst. 
 
Das Electro-, Dark Wave Brett "Seelenpolizei" lässt auch keine Fragen mehr offen. Düster, straight nach vorn, starke Lyrics, derbe Vocals - alleine der Name sagt alles. Der Mittelfinger an alle, die meinen, sie könnten die Seelenpolizei spielen und über jemanden herrschen. Das sieht die eigene Seelenpolizei nicht gern und macht das im Text überdeutlich klar.
 
Fazit: Ein geiles Album, bereits jetzt schon auf meiner persönlichen Top-Liste der Alben dieses Jahr. Feinster Dark Wave, gute Mische aus hart und soft mit einer gehörigen Portion Sarkasmus. Danke Jungs, weiter so! 
Euer Krähenkönig
Bereits seit November 2011 existiert die Band Sündenrausch. Zu der Zeit noch als Komplett-Band unterwegs gewesen, wurde die erste EP veröffentlicht. Nun erscheint das Debütalbum "Sündstoff" des Songwriter-Duos Kira Hempel (für den Gesang verantwortlich) und Michael Albers.
 
Bereits Titel 1 mit dem Namen "Brenn" legt ordentlich vor. Schnell, geradlinig, harte Lyrik und hysterisches Geschrei im Refrain. Sündenrausch machen hier eindeutig klar, was Sache ist. 
 
"Ewig verbunden" auf Position 2 macht nach der vorherigen Nummer erst mal Pause und läuft eindeutig ruhiger. Sanfte Instrumente, feine Melodien, gefühlvoller Gesang von Kira. Wo vorher thematisiert wurde, wie sehr das besungene Ich jemanden hasst, wird nun von zwei Menschen erzählt, die durch ihre Wunden ewig verbunden sind. Eine durchaus schöne Nummer, gleichzeitig das längste Stück und schon jetzt eindeutiger Favorit der Platte. 
 
Titel 3 nennt sich "Feuerregen" und zieht wieder etwas mehr an. Besonders beeindruckend finde ich das Stimmspektrum von Kira, die mal gefühlvoll, mal derbe rockig und dann wieder hysterisch schreiend daher kommt.
 
"Heroin" auf Position 4 sticht ganz besonders heraus. Fast schon hymnisch kommen die Instrumente und der Gesang daher. Ein Lied, das die Auswirkungen des Gefühls Liebe sehr gut beschreibt. Favorit Nummer 2 und lohnenswert!
 
"Heute Nacht" befindet sich auf Position 5 und vereint etliche Elemente. Ein bisschen Oomph!, ein bisschen Mantus, leider erkennbare Ähnlichkeit mit Lafee. Wäre letzteres nicht, wäre das eine coole Nummer. Leider etwas enttäuschend. Schade, wäre mehr möglich gewesen.
 
"Hier und Jetzt" punktet dann doch wieder etwas mehr. Gute Lyrik, gute Instrumentierung, gute Thematik. Hat schon fast Ohrwurm-Qualität und überzeugt beim zweiten Hören garantiert noch mehr. 
 
"Lüg mich an" ist die zweite Überraschungsnummer der Platte. Eine ruhige Gitarre leitet zusammen mit Kira in eine ruhige Rocknummer ein, die man fast schon als düster angehauchten Kuschelrock bezeichnen könnte. Eine weitere Nummer, mit der Sündenrausch punkten können. In die selbe Kategorie fällt auch die traurig-schöne Nummer "Narben".
 
Auf Position 9 befindet sich die Nummer "Poesie" und entpuppt sich als traurig-schöne Klavierballade. Eine Nummer, die definitiv großes Potenzial hat. Gleichzeitig ist es auch das kürzeste Lied mit gerade mal 1:37.
 
Das Schlusslicht bildet "Wahnsinn" und rundet die Platte gut ab. Düster, rockig, wahrlich wahnsinnig, geradlinig, gute Lyrik, abwechslungsreicher Gesang. Daumen hoch dafür!
 
Fazit: Diese Platte wird definitiv erst nach dem 3., 4. Hörgang erst ziehen. Für zwischenrein mal ganz nett anzuhören, dennoch leider nicht wirklich komplett überzeugend. Mich persönlich haut es nicht vom Hocker und ich hatte mir mehr erhofft. Besonders schade finde ich es, dass es wirklich wie eine leicht düster angehauchte Version von Lafee klingt. Damit werden sie auf dem schwarzen Sektor nicht wirklich Fuß fassen können. Ich hoffe für Sündenrausch, dass folgende Alben eine Besserung aufzeigen. 
Euer Krähenkönig
Endlich ist es da - das brandneue Werk der Karlsruher Legende Illuminate! Seit 22 Jahren sind die Jungs und Mädels um Mastermind Johannes Berthold schon aktiv und werden seit dem auch geliebt und gefeiert. Nun erscheint der neue Longplayer Nummero 14 (+ 2 Best of Alben) "GeZeichnet". Für mich ist es an dieser Stelle eine sehr große Ehre, für eine meiner absoluten Favoriten-Bands und Helden eine Rezension schreiben zu dürfen.
 
Titel 1 ist das Intro, das sehr düster und erdrückend heran gerollt kommt und sich dann in eine sanfte Melodie ergießt, die dem Hörer sofort in´s Ohr geht. Von der Gewalt der Melodien durchaus mit der Kraft des Meeres vergleichbar und ebenso wechselhaft wie traumhaft schön.
 
Titel 2 trägt den gleichen Namen wie das Album, nämlich "GeZeichnet" und kommt etwas rauer daher. Etwas härtere Gitarren, aggressiveres Keyboard und fast schon wütender Gesang im Wechselspiel zwischen Johannes und Sylvia machen eindeutig klar, warum das Album genau so heißt. So heißt es im Refrain: "Gezeichnet mit den Narben des Lebens sind wir". Das sagt definitiv alles. Ein Lied, das die täglichen Tücken des Lebens offen legt ebenso wie den Krieg gegen das eigene Umfeld und sich selbst.
 
Titel 3 nennt sich "Wir sind okay!" und beginnt um einiges ruhiger und entspannter. Eine sanfte Gitarre leitet in eine sehr schöne Rock-Nummer ein. Den Gesang übernimmt Sylvia, den Refrain übernehmen beide. Textlich geht es um eine Trennung, die zwar für die besungenen Ichs das Beste ist, aber los lassen scheint schwierig. Zum einen wird die Nähe des Anderen verlangt, im nächsten Moment soll er endlich verschwinden. Und als sich beide wieder treffen, ist die Einsicht gewonnen "wir sind okay!" Es bleibt dennoch der Eindruck, dass diese Trennung eigentlich nicht gewollt ist und der eine Part sich einredet, dass alles ok ist. Wunderbare Nummer, direkt aus dem Leben gegriffen und für mich eine ganz besondere Nummer mit privaten Erlebnissen dieser Art. Danke für dieses Lied!
 
Titel 4 nennt sich "In leeren Räumen" und fängt etwas bedrohlich an. Man bekommt das Gefühl, in einem kalten, spärlich beleuchteten Gang zu stehen. Plötzlich... ein Funke, der eine harte Rock-Nummer weckt. Getragen vom Wechselgang beider wundervoller Stimmen wird von einem Ich erzählt, das verlassen wurde. Ich finde es wundervoll, wie Illuminate es IMMER WIEDER seit 22 Jahren schaffen, den Hörer direkt anzusprechen. Sie sprechen einem direkt aus der Seele, als würde die Seele frontal angesungen werden. Einfach immer wieder genial und faszinierend! 
 
Titel 5 nennt sich "Glaubst du" und beginnt mit einem wunderschönen Klavier. Unterstützt wird diese wunderschöne Melodie, die an das Intro erinnert, vom wunderschönen Gesang von Sylvia. Textlich werden Fragen gestellt, die die Welt bewegen. Es sind manchmal einfach die kleinen Dinge, die die Welt bedeuten. Diese sollte jeder für sich finden, denn genau diese kleinen, unscheinbar wirkenden Dinge können die stärksten Haltegriffe sein.
 
Titel 6 nennt sich "Ich lass dich nicht mehr los" und beginnt sogar mal sehr elektronisch. Da macht das Electro-Herz einen Hüpfer. Den Gesang übernimmt hier Johannes und macht eindrucksvoll klar, was der Titel bereits verspricht. Gegen Ende schaltet sich auch Sylvia mit ein. Eine Person, die einem das Gefühl gibt, vom Himmel direkt gesandt zu sein und für die man alles tut. Wenn alles stirbt und niemand bleibt, einer ist immer da. Eben so eine Person wünsche ich jedem.
 
Titel 7 trägt den Titel "Die ersten Tropfen fallen" und beginnt erneut mit einem traumhaft schönen Klavier. Textlich erzählen Sylvia und Johannes von 2 Menschen, die sich jahrelang kennen und dennoch fragt sich der eine Part, was mit dem anderen passiert ist. Es regnet schon und die letzten Chancen sind vergeben. Um zu verdeutlichen, was ich meine, möchte ich die Abschluss-Zeile zitieren: "Nimm doch die Kälte und Nässe in Kauf, denn dem Regen bist du doch völlig egal". Ich glaube, alleine dieser Abschnitt sagt alles.
 
Titel 8 nennt sich "Neue Regel" und ist eine weitere, herrliche große Rock-Nummer. Textlich geht es um eine Person, die gelebt hat, alles gab, alles nahm, alles bereut, nach letzter menschlicher Nähe verlangt und ihr letztes Kapitel schließt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Mehr bietet nur das Hören, das ich jedem an dieser Stelle sehr an´s Herz lege 
 
Den Abschluss bildet "Fernab des Weges" und ist das Gesamtkunstwerk vom Intro. Es geht um eine mentale Stadt, die sich 2 Menschen errichten. Eine wahre Feste, von ihrer Herrlichkeit Babylon gleich. Ein Part verlässt dieses Monument und kaum ist er weg, stirbt das Paradies und Babylon liegt in Trümmern. Nur Ruinen bleiben. Eine wunderschöne Nummer, die das Album hervorragend beendet und von Johannes gesungen wird.
 
Fazit: Ich liebe dieses Album jetzt schon, zähle es jetzt schon zu meinen Favoriten der Illuminate-Diskografie (wobei die Wahl scheiße schwer fällt, denn jedes Album ist geil) und ich freue mich auf die nächsten 22 Jahre! 
 
Euer Krähenkönig 
Endlich ist es da - das neue Album von A Life Divided! Die Mannen um Sänger und Eisbrecher-Gitarrist Jürgen Plangger veröffentlichen mit "Human" das fünfte Meisterwerk, wovon 3 dieser Meisterwerke über AFM/Soulfood veröffentlicht wurden und die ersten beiden in reinem Eigenvertrieb.
 
Alleine schon die Nummer "Believe" besticht durch die typische ALD-Atmosphäre. Knallende Drums, große Emotionen entstehen lassender Gesang von Jürgen, schnelle Gitarren. Einfach ein derbes Rockbrett! Über die Zeit haben sogar die elektronischen Elemente zugenommen, was ich sehr geil finde.
 
Ein weiteres Brett findet sich mit der Nummer "Burst". Einleitend düstere Synths, schnelle Gitarren, derber Gesang, derbe Lyriks, ein definitiver Anwerter auf die Live-Shows!
 
"Could you" ist jetzt schon einer meiner Favoriten der Platte. Mal was komplett anderes, bietet diese Nummer doch eine Erweiterung im Klangkosmos der Truppe. Elektronisch überarbeitete Vocals, elektronischer gehalten, bombastischer Refrain. Einfach geniale Nummer! In die selbe Kategorie fällt "Drive", was stark an Linkin Park erinnert und genau so gut funktioniert. 
 
Richtig auf´s Gaspedal steigt die Nummer "Happy End". Hier ziehen die Jungs derbe an und holen alles aus ihren Instrumenten und sich heraus. Das MUSS in´s Live-Programm, die Fans werden ausrasten und die Haare dauer rotieren! Einfach nur geil! 
 
Natürlich ist auch die Single "Inside me" vertreten, zu der es auch ein sehr gutes Video gibt. Gute Wahl der Auskopplung, da diese Nummer alles sagt, um was es bei ALD geht und das Album sehr gut repräsentiert. Schönes Lied!
 
Mit "Lay me down" findet sich ein weiterer Hitgigant auf der Platte. Erinnert mich sehr stark an die letzten Balladen von Linkin Park und sind doch etwas ganz eigenes. Großes Kino, große Emotionen. Damit hat eine feine Ballade auch den Weg auf die Platte gefunden. 
 
Natürlich findet sich auch Auskopplung Nummer 2 "My Apology" hier. Gefühlvoll, eindringlich, nach Vergebung flehend. Eben genau so, wie eine Entschuldigung ablaufen sollte. Wunderschön!
 
Fazit: Ein sehr geiles Album, was die Jungs da gemacht haben! Die Erfolgswelle reißt nicht ab und wird neue Opfer fordern! Weiter so, top! 
Euer Krähenkönig
Endlich ist es draußen - das neue Album von Mind.In.A.Box! Drei Jahre hat sich die österreischiche Elektromacht um Mastermind Stefan Poiss Zeit gelassen. Nun erscheint mit "Memories" der nächste große Angriff auf die Traumwelten und die Tanzflächen. Interessant finde ich, dass kein Album wie das andere klingt. Alle durch die Bank weg einsame Spitze und jedes ist großes Kino für sich. Eine Eigenschaft, die nicht viele Bands teilen. Bei Album Nummer 7 zieht sich wie ein roter Faden eine faszinierende Geschichte, die mit jedem weiteren Stück fulminanter und düsterer wird. Wo vorher noch helle Synthesizer, fast schon fröhliche Gitarren und muntere Drums herrschen, folgt düstere Elektronik, tiefe Gitarren und bedrohlich klingende Drums. 
 
 
Schon der Opener "Travel Guide" verspricht viel. Ein flüsternder Erzähler leitet in einen grandiosen Song, der von der ersten Minute an mitreißt und sich gegen Ende hin immer mehr steigert bis zum finalen Höhepunkt. Fast wie ein Soundtrack zu einer gewaltigen Naturdokumentation mutet dieses erste Stück an. Am Anfang eher elektronisch, mischen sich schnell Gitarre und Schlagzeug ein, die große Emotionen mitbringen. Großes Kino, dem 4:48 min durchaus gerecht werden.
 
Titel 2 trägt den Titel "I knew" und präsentiert MIAB, wie wir sie kennen und lieben. Der typisch elektronische Gesang, minimalistisch gehaltene Elektronik, die dennoch große Emotionen in sich trägt. MIAB legen erneut noch eine Schippe drauf. Die selben Attribute treffen auch auf Titel wie das 5:42 Kleinod "Unforgiving World" zu. Am Ende dieses Stücks hört man auch mal eine ganz andere Klangfarbe des Herrn Poiss, der diesen Titel sehr gefühlvoll ausklingen lässt.
 
Besonders hevorheben möchte ich "No Hope", welches sich auf Position 4 des Albums befindet. Eines der längsten Stücke auf dem Album, rein instrumental, sofort mitreißend. Eine Nummer, die sowohl zuhause als auch im Club funktioniert. Mind.In.A.Box regen einfach zum träumen und gleichzeitig zum tanzen ein. Ein wahrer Ohrenschmaus und Appetizer - gar keine Frage. 
 
Das Endstück bildet der Titel "5ynchr0ni7e". Wo das Anfangsstück noch hell und freundlich daher kam, kommt der Ausklang sehr düster und bedrohlich rüber. Dem Sprecher wird bewusst, was er getan hat und dass die Katharsis weit entfernt scheint. Die Welt in den Armen der Maschinen - Maschinen, die wir selbst geschaffen haben. Ein genialer Soundtrack für Filme wie "Sin City" oder auch Matrix. An eine Mischung aus beiden Streifen denke ich automatisch, während ich es höre. Durchaus berechtigte 6:05 und nachvollziehbar länger als Titel 1, da beide Titel die Geschichte einer Person erzählen, die aus ihren Erinnerungen an eine Welt vor den Maschinen spricht. Daumen hoch dafür und fettes Lob! 
 
Fazit: Dieses Album fordert zum Kauf und das ist verdammt noch mal auch mehr wie berechtigt! Lässt man sich von der Musik mitziehen und schließt die Augen, so hat man das Gefühl, man sehe einen Endzeitfilm mit hoch emotionalen Achterbahnfahrten, die himmelhoch schießen und mit jedem Kapitel immer tiefer fallen. Wäre es kein Album, könnte es definitiv eine DVD sein. So ist es der Soundtrack zu eben jenem düsteren Streifen und ein weiterer Höhepunkt auf der Erfolgsleiter von Mind.In.A.Box! Weiter so Jungs!
Euer Krähenkönig 
Der Opener der Single ist natürlich "Abgebrannt (in your Face)" und ist ein wahrer Tritt in die Fresse! Harte, knallige Beats; unmissverständlich klare Lyriks von Jens und aggressiver Gesang. Alles, was ein Club-Track braucht. Das Monster wird die Tanzflächen abreißen, wieder neu aufbauen und noch mal voll ends vernichten! Einfach nur geil!
 
Titel 2 nennt sich "Feuer (straight)" und fängt um einiges ruhiger und getragener an. Wo vorher eher harte Electro- und Industrialbeats herrschten, dröhnt nun ordentlicher EBM aus den Boxen. Dennoch gehen die Lyrics immer noch voll auf die 12 und straight in your Face. Gesellschaftskritisch hoch 10 inklusive Mittelfinger gegen alles und jeden. The Firm machen definitiv vor nix halt und werden alles, was sich ihnen in den Weg stellt, niederwalzen!
 
Titel 5 nennt sich "Abgebrannt (burn it down)" und ist wie schon bei Titel 7 die kleine, liebere Schwester das Gegenstück zum großen, bösen Bruder. Etwas ruhiger gehalten, dennoch straight geradeaus und nicht weniger aggressiv. 
 
Titel 7 nennt sich ebenso "Feuer", diesmal aber mit dem Zusatz "beat" und ist definitiv die kleine, liebere Schwester zu Titel 2. Minimal gehaltenere Elektronik, verzerrte Vocals, etwas ruhiger. Dennoch nicht weniger gesellschaftskritisch, da ja der selbe Text. 
 
Den Rest bilden Remixe von namenhaften Künstlern. Grendel, Ivardensphere, ES23 und Noisex veredeln die Tracks auf ihre ganz eigene Art und Weise. Ein definitiver Ohrenschmaus und einfach nur Pflicht für jeden Fan derben Electros. Das ist nix für schwache Jungs und Weicheier. Eine neue Pflichtband für jeden anständigen Düsterschuppen meiner Meinung nach. 
Euer Krähenkönig
https://www.youtube.com/watch?v=-6JityC04y8    Abgebrannt (in your Face)
Ein wunderbares Hörbeispiel wäre Song Nummer 2 mit dem wunderschönen Titel "Laughing", der getragen und hymnisch rüber kommt mit den Stimmen der beiden Sänger. 
 
Song Nummer 3, namentlich "In the cloud", möchte ich persönlich hervor heben, da ich als großer und treuer Fan doch sehr positiv überrascht bin. Der Hauptteil eher elektronisch gesungen gehalten, steigert sich das Lied im Refrain zu einer wunderschönen Ballade. Herzlich, ergreifend, stimmlich dem Ohre schmeichelnd - was will man mehr.
 
Das Endstück "I´ll find" ist ein herrlicher Ausklang für dieses Goldstück, das im wahrsten Sinne des Worte wirklich den krönenden Abschluss bildet. Gleichzeitig auch das längste Stück auf der Platte mit unglaublichen 6:42 und dennoch ein Ohrwurm, dessen Länge mehr als verdient ist. Zweitlängstes Stück der Platte "End of words", eine Herzschmerz-rockige Nummer, die durch Marcus Meyns wundervolle Stimme besticht. Eben jene scheint wunderbar für solche Rocknummern geeignet zu sein wie schon auf vorherigen Alben eindrucksvoll bewiesen wurde. Ich würde mir gerne mindestens 2 solcher Nummern auf einem kömmenden Longplayer wünschen.
 
Letzendlich würde ich das Album eher für einen gemütlichen Sonntag oder einen entspannten Feierabend empfehlen, da "Greyscale" für mich eher ein Zuhause-Album ist. Das bestätigen auch Titel wie das rein instrumental gehaltene "Dark grey" als Forsetzung des Instrumentals "Light grey". 
Euer Krähenkönig
PS: Meine ersten Gehversuche im Rezensions-Bereich!