Langes Läuten der Grabesglocke, das Rumpeln der schweren Stiefel des Eroberers und dieses stille, melancholische Geräusch ...

 

Wenn die Einleitung für eine Band schon so beginnt, darf man Großes erwarten! In diesem Fall steht sie für einen Newcomer, dessen Mitglieder keineswegs neu sind in dem Genre, wo sie sich bewegen! Ich freue mich extrem, frisches junges Blut vorstellen zu dürfen, welches in Windeseile die Szene erobern wird! Die Rede ist von Dance My Darling!

 

Für Euch dürfte die Band nicht unbekannt sein, habe ich sie Euch doch bereits im Rahmen des Darkest Halloween 2020  Samplers vorgestellt! Hinter dem 2019 gegründeten russischen Projekt steckt Roman Munster, ehemaliger Kopf der von 2008 - 2018 existierenden russischen Gothic Metal Band Maestro Nosferatu. Ihm zur Seite steht Alexandra Snork, ehemalige Keyboarderin der ebenfalls russischen Post Punk Band Gruppa Hmuryi. Der Bandname bezieht sich auf Dance Mephisto, Titel eines Songs des österreichischen Ausnahme-Künstlers Falco, dem Roman mit Maestro Nosferatu ein Denkmal in Form einer Cover-Version setzte. Dementsprechend vielseitig ist der DMD-Sound auch aufgebaut: Electro Pop, schwarze Tanzmusik, Darkwave, Post Punk, Gothic Rock - Alexandra und Roman bedienen sich vieler düsterer Genres! Markenzeichen ist trotz allem der helle und breit gefächerte Gesang von Roman. Die Texte drehen sich ebenfalls um dunklere Themen wie Liebe, Sex, Entfremdung und Tod. Also wie angekündigt ein ganz besonders nachhalltiger Newcomer! 

 

Seit dem 12.06.20 ist ihr Debüt-Album Apoda  bereits für Euch via ihrer Label-Heimat darkTunes erhältlich und heute will ich Euch in ihre Welt entführen! 

 

Los geht es mit No Refuse, was den Alt-Grufties sehr gefallen wird. Darkwave, Post Punk, Electro Pop Einflüsse, hin gehauchter Gesang, packende Atmosphäre. Die optimale Hymne für Club-Abende, die back to the roots gehen und trotzdem frischen Wind bringen! Wundervoller Einstieg! Go Away  kommt schon deutlich düsterer daher, zumindest was die Grundmelodie angeht. Es präsentiert sich als dunkel-romantische Electro-Pop Darkwave Perle, die in die Seele fährt und zum Tanzen animiert! Also hoch mit dem müden Skelett, ich will Euch eng umschlungen tanzen sehen! Perfekt auch für frisch Verlassene! Love & Hate  spricht ja schon für sich und erneut präsentiert es sich als dunkel-romantische Dance Perle, die aber deutlich mehr Feuer unterm Arsch hat! Treibender Electro Pop, wundervoller Darkwave, dunkel-weicher Post Punk. Auch hierzu will ich Euch eng umschlungen tanzen sehen! Unterstützung gibt es in Form weiblicher, feengleicher Vocals von Yona Kira. Ich liebe den Song und die Verbindung beider Stimmen! UNBEDINGT MEHR DAVON!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Danse la France   ist genauso, wie es der Titel verrät: treibend, zum Tanzen auffordernd, verrucht, mit dunkler Erotik und französischem Uh lala unterlegt. Man riecht förmlich die Lust! Da bekommt französisch eine ganz neue Bedeutung! Sehr schickes Teil! Lasst Euch verführen! Starlight Night  hört sich auch genauso an, wie es der Titel verspricht: dunkel-glamourös, helle Elemente, wunderschöne Electro-Pop Darkwave Flächen, umschmeichelnd, perfekt für den Warm up zur Freitag Party-Nacht! Modern und back to the roots klangen in Kombination selten so selig! Fürs heimische Schlafzimmer oder was auch immer Ihr bevorzugt, eignet sich die Perle ebenfalls! Es folgt das Herz- und Titelstück Apoda  und angemessen dem Cover entsprechend entführen Euch DMD in ein dunkel-weiches Paradies. Ruhe, Entspannung, umschmeichelnde Düster-Melodien, sanft dunkler Gesang, mystisch magische Atmosphäre. Wirklich betörend! Perfekt zum Abschalten und Welt entfliehen! Nach der wundervollen Atempause geht es mit Carousel  wieder auf die Tanzfläche. Treibend, pfeilschneller obercooler Gesang, dunkel-glamouröse Atmosphäre, Jahrmarkt der Geister bei Nacht. Diese Perle macht Laune! Die nächste Hymne Freak Show  kennt Ihr ja bereits von oben genannter Compilation. Das düsterste Stück des Albums und perfekt geeignet zu Halloween! Treibend, düster-erotisch, umschmeichelnd, Gothic Rock Darkwave, Friedhof-Atmosphäre. Ich liebe diesen Song! Extrem düster und umschmeichelnd beginnt auch Matilda, bevor es sich zu einem seicht treibenden, zum Tanzen animierenden Post Punk Darkwave Electro-Pop Leckerchen entwickelt! Wunderschöner melancholischer Song, der direkt ins Herz geht und in der Seele bleibt! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER AM ENDE ANGELANGT, WAS MICH MAL WIEDER SEHR TRAURIG MACHT!!!!!!!!!!!!!!!!!! Dafür schenken uns Alexandra und Roman noch ein schönes Finale! Dieses präsentiert sich in Form von The Fairy Tale Has No Happy End. Wabernde Klang-Strukturen, Fabrik-Atmosphäre, treibender Electro-Pop Darkwave, einschneidender Gesang, tragische Dramaturgie schwebt über allem, eine dunkle Kälte durchzieht die Perle. Was für ein geiler Abschluss! 

 

Fazit: Hier präsentiert sich ein Newcomer, dessen musikalische Laufbahn es ihm ermöglicht, höchst talentierte, wundervolle Musik zu zaubern! Es fasziniert mich immer wieder, wenn junge Bands es schaffen, Old school und Moderne so genial zu kombinieren! Mit Dance My Darling ist ein strahlend neuer Stern aufgegangen, dem ich eine große Zukunft im schwarz-musikalischen Universum garantiere! Abwechslungsreich, authentisch, düster-umschmeichelnd, Genies in ihren Funktionen, für mehrere Gelegenheiten geeignet - SO muss schwarze Musik klingen! Eine Band, die den Titel Gothic noch verdient und im Herzen trägt! Ich liebe sie und will unbedingt mehr davon!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=h9ocPsP2sUo    Love & Hate (official Video) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=Se93EVzCFXQ    Freak Show (enthalten auf der Darkest Halloween 2020 Compilation)

 

https://www.youtube.com/watch?v=1Ifgk8Nk5tM    Love & Hate (feat. Yona Kira, enthalten auf Gothic Music Orgy Vol. 6)

Es ist mir immer wieder ein Fest, Euch frisches junges Blut zu präsentieren! Bands, die an der Schwelle stehen, auch mal richtig groß werden zu können! In Zeiten von Corona, gepaart mit dem Stürzen auf Streaming-Portale, ist dies natürlich extremst erschwert und so manche gestandene, gerade junge Kombo, droht daran zu zerbrechen. Deswegen stelle ich Euch heute Newcomer vor, bei denen Euch der Arsch weg fliegt bei voller Lautstärke und druckvollem Sound mit ordentlich Wumms unter der Haube! Bereit machen für XORDIA

 

Ganz neu ist die Band hier nicht, sie dürfte Euch aus einer anderen Rezi bekannt vorkommen. 2020 habe ich anlässlich zu Halloween den Darkest Halloween 2020  Sampler aus dem Hause darkTunes unter die Lupe genommen. Jetzt stehen die Schweizer mit ihrem Debüt-Album Neolux  vor der Tür und schicken sich an, die Welt mit wuchtig düsterem Science Fiction Industrial Nu Metal zu infizieren! Wahrer Endzeit-Metal, angeführt von einer vereinnahmenden Frontfrau, deren kraftvolle Stimme auf groovige Nu Metal Riffs und Irrenhaus-Industrial-Synthies trifft! Wie ich neulich in einer 2019er Rezi für SoulImage erwähnte, sind die Science Fiction Romane unserer Kindheit mittlerweile bittere Realität und ich bin mega gespannt, wie Xordia diese Thematik in Gesamtheit umsetzen! CelldwellerKornIn This Moment - solch große Namen werden genannt, wenn es um die Kategorisierung der Jungspunde geht. Meiner Meinung nach ist dies nur für die Allgemeinheit als Anreiz erwähnenswert, denn jede Band verdient eine individuelle Begutachtung! Mal nachdenklich und sphärisch, dann wieder hart und unerbittlich, laden sie dazu ein, für den Moment alles zu vergessen.

 

Seit dem 05.06.20 ist ihr Debüt für Euch erhältlich und heute werde ich es genauer untersuchen! Anschnallen für ein neues Kapitel 2020er Science Fiction! 

 

Den Anfang machen die Neon Lights  und diese preschen ordentlich nach vorne. Nu Metal, gekonnte Breadowns, fesselnd kräftiger Gesang, druckvoll atmosphärische Sci-Fi Synths, mörderische Drums, packende Atmosphäre. Was für ein starker Einstieg! Weiter geht es mit Stained, das schon deutlich emotionaler klingt. Aber nicht nur das, pfeilschneller Nu Industrial Metal, verzerrt kraftvoll hymnischer Gesang, ein wahres Klang-Gewitter erwartet Euch hier! Mittendrin gibt es modernsten Nu Metal Schweizer Art: brachial, tonnenschwer, nach vorne walzend, geniale Breakdowns, bevor wieder atmosphärische Synth-Flächen aus den Boxen schweben. Einfach nur geil! Krasse Wechsel, geniale Übergänge - die Truppe hat es voll drauf! Paradiesisch-atmosphärisch wird What  eingeleitet, welches sich wieder von seinen Vorgängern unterscheidet. Modernster Nu Metal, Stakkato-Rhythmen, pfeilschneller fast schon gerappter Gesang, wunderschöner Gesang, zwischendrin deftige Screams, entsprechende Stimmungswechsel - die Zerrissenheit und Schnelllebigkeit, die hier beschrieben wird, wird musikalisch perfekt umgesetzt. Aber die zentrale Message ist: Egal, wer du bist, was Andere von dir halten: Sei Du, sei flippig, hab Spaß und lass Dich nicht verändern! Es gibt zu viele langweilige, angepasste Spießer! Komm zu Xordia und sei Du selbst - mit einem fetten Mittelfinger empor gehoben und einem schicken Fuck you! auf den Lippen! Wenn die Truppe um Frontfrau Alyn für etwas steht, dann ist es Abwechslung und Message! Die Motivations-Hymne des Albums! https://www.youtube.com/watch?v=cNT167cc35oSo klingt Science Fiction Industrial Nu Metal 2020! Upside Down. Genauso geht es ähnlich einer Achterbahn auf und ab hier. Meiner Meinung nach ist dies eines der druckvollsten, aggressivsten Songs. Brachial, temporeiche Wechsel, geniale Übergänge zwischen verzweifelt flehend zu ausflippend hymnisch - einfach nur magisch, packend, fesselnd, rasant und spannend! Für die nächste Perle haben sich die Schweizer Unterstützung ins Boot geholt: Alyn und Timmy SICKRET liefern sich hier brachiale Battles. Alyn mal rappend brachial und kraftvoll klar, Timmy mit deftigen Screams. Dazu gibt es natürlich genauso brachialen, alles weg blasenden Nu Metal. Was für eine derbe, geile Granate! Diese beiden Kombos passen perfekt zueinander! Ich könnte mir mehr Kooperationen dieser Gangart vorstellen! One In A Million. Irgendwann reicht es Jedem. Eine oder Einer, der es reicht. Die aufsteht und sagt: so nicht! Dementsprechend zerbrechlich, tief einschneidend emotional, wird auch eingestiegen, bevor erneut brachialster, aufstampfend rebellischer Nu Metal vom Zaun bricht! Der Refrain wird verzweifelt hymnisch in die dystopische Welt hinaus geschrien! Ich liebe Alyns Vielfalt, die sie mit ihrer Stimme praktiziert! Einfach nur mega! Einer meiner absolutesten Favoriten! Bare To My Bones  hingegen zählt durch seinen Titel schon zu den derberen, aggressiveren Stücken. Schlagzeug-Gewitter, brachialster Nu Metal, angriffslustiger Gesang, eindringlich verzweifelter Klargesang, straight nach vorne preschend, alles vernichtend. Einfach nur derbes Gedröhn, das aufzuräumen weiß! Turn Up  sagt eigentlich schon alles. Die Schweizer steigen aber ruhig ein. Dystopisch Horrorfilm-artige Sequenzen, fein einschneidende Melodien, danach erneut kraftvoller Nu Metal, der sich mit ruhigen Zwischen-Sequenzen abwechselt. Man spürt, dass es düsterer, bedrohlicher wird. Kraftvoll verzweifelt anflehender Gesang unterstreicht das. Alyn bittet um Realisierung. Ich kann nur hoffen, dass es auch der Letzte noch begreift! Walk Right Up To Me. Der Karneval-Zirkus-Rummel Track des Albums. So lassen es zumindest die Melodie-Läufe vermuten. Alyn beweist ihr Rap-Talent, das ihr wirklich gut zu Gesicht steht und perfekt zu dieser Perle passt. Zwischendrin gibt es einige schicke Klargesang-Parts. Obercooles Teil, vielseitige tolle Frontfrau! Das nächste Power-Gerät kennt Ihr schon, denn mit Penumbra  sind Alyn und ihre Mitstreiter schon bei der Darkest Halloween 2020  Compilation angetreten. Geniale Breakdowns, wundervolle Melodien, ansteckender Vibe, Alyns kraftvoll emotionalster Einsatz, packende Atmosphäre. Ein weiterer absoluter Favorit! Break Out. Die perfekte Message des Albums! Einschneidender Rap, mitreißende Vibes, ermutigender Klargesang, elektronische Spielereien, extremes Tempo, Ketten zerschlagend, Rebellion anzettelnd. Was für eine geile Hymne! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt, was mich bei solch genialen Alben immer sehr traurig macht! Dafür gibt es mit Fucking Perfect  den perfekten Ausklang, wie es der Titel ja schon so schön ankündigt! Sarkastisch, fetter Mittelfinger, aufwühlend, eindringlich, packend, sarkastischer Rap, derbe Screams, wunderschöner Klargesang, starkes Tempo, fesselnd ansteckende Vibes. Was für ein geiles Finale! 

 

Fazit: Hier schickt sich ein weiterer Newcomer an, die Welt zu erobern! Hier geht gerade ein strahlender Stern am Science Fiction Industrial Nu Metal auf, der extrem hell strahlt, Blut geleckt hat und mehr will! Heiße, höchst talentierte, technisch versierte Jungspunde, die den Helden des Nu Metal ordentlich Angst einjagen! Die Schweizer rütteln ordentlich am Thron und haben einiges auf dem Kasten! Mit Alyn haben sie die perfekte Front-Walküre gefunden, die ein Stimmsprektrum mitbringt, dass einem schwindelig wird! Rap, Screams, tief, hoch, emotional, verwundbar, lasziv, extrem schnell, einschneidend, mitreißend - einfach nur Bombe! Ihre Mitstreiter sind auf dem selben Niveau und geben ihr genug Boden zur Eskalation! Ich bin hin und weg und schockverliebt! Was für ein geiles Album! Hiervon brauche ich VIEL MEHR!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

PS: Von der unten erwähnten Compilation Gothic Music Orgy 6  werdet Ihr auch noch mehr lesen! Einfach am Ball bleiben!

 

https://www.youtube.com/watch?v=1g50Ns6USDw    Neon Lights (official Video, enthalten auf Gothic Music Orgy 6)

 

https://www.youtube.com/watch?v=ssODqoT56bE    Stained (official Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=GDJ_HwaKu0g    What (official Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=cNT167cc35o    Penumbra (enthalten auf Darkest Halloween 2020)

Ich darf Euch heute eine weitere Metal-Legende präsentieren! 31 Jahre wütet diese Kombo bereits über die Lande und vernichtet alles, was nicht niet- und nagelfest ist! Viele Hochs und Tiefs sowie eine Unterbrechung haben die Herren hinter sich; diverse Umbesetzungen natürlich inbegriffen. Aber sie sind noch da und auf einem weiteren Todeszug! Die Rede ist natürlich von Sinister

 

1988 hat alles in Schiedam (Niederlande) angefangen, als Sänger Mike van Mastrigt, Gitarrist / Bassist Ron van der Polder und Schlagzeuger Aad Kloosterwaard die Band ins Leben riefen. Death Metal war ihre Mission, um es mal so richtig krachen zu lassen! In den Niederlanden war Death Metal zu der Zeit noch nicht sonderlich weit verbreitet. Nachdem sie ein Jahr später Corzas Nanuruw als Bassisten eingesetzt hatten, erschien 1990 das erste Demo Perpetual Damnation, dem zwei Singles voraus gingen. Dieses verkaufte sich recht gut und brachte ihnen erste Live-Erfahrungen mit Entombed  sowie den Österreichern Disharmonic Orchestra. 1991 folgte das zweite Demo Sacramental Carnage  nach einer Split-Single mit Monastery  und Corzas verließ die Band. Für ihn stiegen Frank Faase und André Tollhuis ein. Frank stieg 1991 aber auch genauso schnell wieder aus, wie er gekommen war. Nach diesem Demo unterschrieben die Jungs bei Nuclear Blast und veröffentlichten ihr Album Debüt Cross the Styx. Im selben Jahr, 1992, verließ Ron die Band, sodass André seine Parts übernahm. Bereits für das Album war André an die Gitarre gewechselt und Ron hatte den Bass übernommen.  1993 wurde das Nachfolge-Album Diabolical Summong  eingeknüppelt, ohne dass sich die Jungs musikalisch großartig veränderten. Eine gewisse Änderung war aber hörbar, was 1995 in dem Album Hate  gipfelte. Ein sehr vertracktes Werk, welches fast beinahe auf Kosten der Tracks ging. Das forderte seinen Tribut, sodass auch André ein Jahr zuvor die Band verließ. Das machte den Weg für Gitarrist Bart van Wallenberg und Bassist Michel Alderliefsten frei. Mit ihnen entstand die 1996er EP Bastard Saints, welche zwei Neuaufnahmen von älteren Stücken sowie drei neue Songs enthält. Im Gegensatz zu ihren Landsleuten Gorefest  bleiben sie ihren Wurzeln weiterhin treu und knüppeln sich durch den Death Metal. Zumindest am Mikro gibt es eine Veränderung, denn Mike van Mastrigt hat nie einen großen Hehl aus seinem starken Interesse an Satanismus und Okkultismus gemacht, was die Texte der Niederländer bis dato bestimmte. Nach seinem Ausstieg entfernte sich das lyrische Konzept davon, da der Großteil der Band sich den Themen nicht verbunden fühlte. Im Bösen ging es aber nie auseinander, gründete er doch mit Schlagzeuger Aad und Bassist Michel die Band Houwitser. Auch Michel packte die Koffer und gab seinen Bass an Alex Paul weiter, der neben dem neuen am Mikro, Eric de Windt, die Texte übernahm, die seither eher antichristlich sind. Letzterer feierte seinen Einstand auf dem 1998er Album Aggressive Measures. 1999 packte aber auch er bereits wieder die Koffer und die ersten beiden Alben erfuhren einen Re-Release. 2000 übernahm Joost Silvrants (ex-Inhume)  das Mikro, allerdings genauso kurzweilig wie sein Vorgänger. Währenddessen erfuhr der Death Metal in den 1990er Jahren eine Krise, was natürlich auch an den Niederländern nicht spurlos vorbei ging und sicher auch die flixen Umbesetzungen erklärt. So trennten sie sich von Nuclear Blast und veröffentlichten 2001 das Album Creative Killings  über das heimische Label Hammerheart Records. Erstmals ist hier Rachel Heyzer (ex-Occult) zu hören, die neue und einzige Dame in der Sinister-Laufbahn! Das macht aber keinerlei Unterschied, denn ihre stimmlichen Leistungen stehen denen eines Mannes in nix nach! Auch sie kann perfekt growlen! Zudem ist sie Aads Freundin, später heiraten die Beiden. Auch Barts Zeit ist nun gekommen und er steigt 2002 aus. 2003 übernimmt Pascal Crevinga seinen Posten, für eine Europra-Tour mit Nile  von God Dethroned  ausgeliehen, aber kurz vor dem Album Savage or Grace  fliegt er schon wieder raus. So übernimmt Alex Paul den Posten des Gitarristen und Ex-Basser Ron steigt zwischenzeitlich wieder ein. Da der ersehnte Erfolg mit Hammerheart Records ausblieb, kehrte man kurzerhand zu Nuclear Blast zurück. Im April 2004 löste sich die Band schließlich auf. Fast zeitgleich erschien das Debüt einer Band namens Infinited Hate, die Aad mit Rachel gründete. 2005 veröffentlichten sie noch einen Nachfolger, dann trennten sich die Wege der Beiden und somit auch die Band. So riefen Aad und Alex die Band No Face Slave  ins Leben. 

 

Das Material, das für diese Band entstand, war dem Stil Sinisters so ähnlich, dass sie nach der Rekrutierung von Bassist Bas van den Bogaard und dem neuen Schlagzeuger Paul Beltman beschlossen, Sinister wieder ins Leben zu rufen. Künftig war Aad der Neue am Mikro. 2006 entsteht Afterburner  allerdings noch als Trio, da Bas erst nach den Aufnahmen dazu stößt. Aad ist das einzig verbliebene Ursprungs-Mitglied und so legte er fest, dass es Zeit für etwas Neues wurde. So klingt das 2008er Album The Silent Howling  deutlich epischer und beinhaltet längere Stücke. Hier ist Paul schon nicht mehr dabei, er verließ seinen Posten bereits 2007 und so ist Edwin van den Eeden ab diesem Zeitpunkt zu vernehmen. Den Fans der Niederländer schlägt die neue Ausrichtung allerdings vor den Kopf und das Album wurde nur bedingt positiv aufgenommen, sodass 2010 mit dem Album Legacy Of Ashes  alte Stärken zurückgeholt wurden. 

 

Mittlerweile hat sich Vieles geändert. 4 Alben sind in der Zeit entstanden, das Letzte 2017. Das Besetzungsrad hat sich weiter gedreht; aktuell besteht die Truppe aus Sänger Aad, Schlagzeuger Toep Duin (seit 2011), Gitarrist Ghislain van der Stel (Bass 2016 - 2020), Gitarrist Walter Tjwa (seit 2019) und dem brandneuen Bassisten Bram Willems (seit 2020). Mittlerweile sind die Herren bei Massacre Records beheimatet und seit dem 29.05.20 ist das aktuelle Album Deformation Of The Holy Realm  für Euch erhältlich! Inzwischen ist es bereits das 14. Machwerk in der bewegten Bandhistorie und der Stil ist deutlich kompakter geworden, zudem gehen die Herren fokussierter ans Werk. Ich bin echt gespannt, was uns diesmal erwartet! 

 

Den Anfang macht das Intro The Funeral March  und angesichts des düsteren, apokalyptischen Artworks ist es extrem episch, majestätisch, erleuchtet, zutiefst melancholisch. Unerwartet, aber der Thematik dennoch angepasst! Ein finsteres Glockenspiel reißt den Hörer aus den entstandenen Sphären und kündet vom Grauen. Es ist Mitternacht! Oder sind es die Totenglocken? Finden wir es heraus ... Starker Einstieg! Dafür legt das Herz- und Titelstück Deformation Of The Holy Realm  im Anschluss richtig los! Old school brachialer Death Metal, deftige Growls, der passende Soundtrack zur Geisterstunde! Düster, aufwühlend, alles vernichtend, massiv! Verformung des heiligen Reiches  - Das ist genau, was hier passiert! Apostles Of The Weak  legt danach deutlich mehr Kohlen auf und scheint direkt aus der Hölle zu stammen! Düstere Chöre, höllische Wut, extremer Death Metal, scharfe Todeswalzen, düster-epische Strukturen. Welch Untier! Unbounded Sacrilege (Unbegrenztes Sakrileg) hingegen ist wieder ein ganz anderes Kailber: Pfeilschnell, extrem bissig, an der Kette zerrend, schäumend vor Wut, tollwütig. Einfach nur übermächtig! Definitiv ein Live-Garant, der Euch alles abverlangen wird! Als Nächstes erfahrt Ihr eine Unique Death Experience  (einzigartige Todeserfahrung)! Dementsprechend straight nach vorne, pfeilschnell, massiv, mit Stakkato-Rhythmen und düsterster Tötungslust peitscht dieses Ungetüm auch aus den Boxen! Sehr geil gemacht, SO MUSS Death Metal im Jahr 2020 klingen! Nun werden wir Scourged By Demons  (von Dämonen gegeißelt, bestraft, heimgesucht). Das passiert extrem aggressiv, pfeilschnell, düster, direkt aus der Hölle und ohne jeden Kompromiss! Wenn es hier keinen Toten gibt, weiß ich es auch nicht! Suffering From Immortal Death. Gibt es eine schlimmere Strafe? Ich glaube nicht! Dementsprechend finster, brutal, aggressiv, straight nach vorne wird hier auch ans Schlachten gegangen! Wenn das live gespielt wird, wird es ordentlich Staub aufwirbeln und Reaktionen beim Publikum auslösen! Oasis Of Peace - Blood From The Chalice. Alleine der Titel hat Gold im Mund! Episch und unheilvoll kündet das Intro von dem, was kommt und es gipfelt in massiv aggressivem, pfeilschnellem Death Metal, der erneut keine Gefangenen nimmt! Einfach nur geil! The Ominous Truth. Was wird das sein? Wie klingt sie? Das überlasse ich Euch allein, Ihr findet es durch Anhören heraus! Ich kann Euch versichern: Es lohnt sich und das episch-düstere Manifest sticht eindeutig heraus! Damit sind wir LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt. Vorsehr servieren uns die Niederländer aber noch einen feinen Abschluss! Den gibt es in Form von Entering The Underworld. Knackig, skurril, düsterer Endzeit-Western, Horrorfilm-Sequenzen, viele kalte Schauer, extrem beklemmend. Sehr geil gemacht! Gelungenes Outro für solch ein Album! 

 

Fazit: Wie schon oft erwähnt, liegen schwere Zeiten hinter den Herren. Erfolglosigkeit, Krisen, stete Besetzungswechsel. Die Band hat viel durchmachen müssen. Dafür sind sie nun wieder eine Einheit und liefern wortwörtlich ein wahres Mörder-Werk vor! Dieses Baby stammt direkt aus den tiefsten Tiefen der Hölle! Düstere Chöre, epische Intros, old school Death Metal mit modernsten Raffinessen, kompromisslos, alles vernichtend, brutal, voller Power! So sind die Niederländer voller frischer Energie 3 Jahre nach dem letzten Werk zurück und liefern ein Machtwerk, welches sich kein Fan knüppelharten Death Metals entgehen lassen darf! Was für ein krass geiler Höllen-Ritt!

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=e8YGFdpYKHs    Deformation Of The Holy Realm (official Single, ohne Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=OyihcZLeLLc    Apostles Of The Weak (official Lyric Video)

Die heutige Band zählt schon als richtiges Urgestein; sind sie doch seit 16 Jahren ein fester Bestandteil der düsteren Electro Szene! Ich darf sogar sagen, dass sie zu den beliebtesten, aus Deutschland stammenden Electro Bands gehören! 16 Jahre Bandgeschichte - Da erlebt man viel in der Szene und im Musikbusiness! Wir huldigen ihnen heute, also Vorhang auf für Frozen Plasma

 

2005, nach der Auflösung seiner Band NamNamBulu, sah sich Keyboarder Vasi Vallis nach neuen Herausforderungen um und unterstütze unter anderem VNV Nation  auf Tourneen und Festival Gigs. Während dieser Touren lernte er Felix Marc bei einem gemeinsamen Konzert mit dessen Band Diorama  kennen und verliebte sich nach eigener Aussage sofort in seine Stimme. Seither sind die Beiden unzertrennlich, haben 3 Alben, etliche EPs und mehrere Tanzflächen-Evergreens veröffentlicht und auf jedem wichtigen großen Szene-Festival gespielt. 2012 erschien sogar ein Live-Album von ihrem 2012er WGT Gig. Wenn die Beiden nicht gemeinsam agieren, widmen sie sich ihren anderen Feldern. Felix ist weiterhin Keyboarder und Zweitstimme bei Diorama und hat bereits 4 Solo-Alben veröffentlicht. Vasi hat zusammen mit Sänger Henrik Iversen NamNamBulu  wieder ins Leben gerufen, betreibt mit Gregor Beyerle weiterhin Reaper, hat mit Tom von SITD  und Krischan von Rotersand  Future Lied To Us  gegründet und ist als Produzent tätig. Anlässlich ihres Jubiläums verzichteten Felix und Vasi auf ein Best of, sondern veröffentlichten 2019 das Album Pakt, auf dem sie bekannte Gastsänger einige ihrer größten Hits neu interpretieren ließen. Ihr findet es unter dem Punkt CD-Kritiken 2019. Das letzte reguläre Album Dekadenz  erschien 2015.

 

Seit dem 29.05.2020 ist nun, 5 Jahre später, endlich das neue Album Gezeiten  über ihr Label Infacted Recordings für Euch erhätlich. Es ist 9 Monate her, aber ich will es Euch trotzdem vorstellen! Vielleicht gibt es ja Leser unter Euch, die das Album oder die Band noch gar nicht kennen und das will ich ändern! Nach den beiden Vorab-Singles Safe.Dead.Harm  Gefühlsmaschine  bin ich extrem gespannt, was uns hier erwartet! 

 

Den Anfang macht der Sailor  und er ist genauso, wie man ihn erwartet. Geräusche wie von einem U-Boot, sehnsuchtsschwere Melancholie, traumhaft schöne Melodien, tief treffend, umschmeichelnder Gesang, frische Seeluft, für Zuhause und die Tanzfläche geeignet, wundervolle Lyrik! Welch schöner Einstieg! Exit. Den wünschen sich aktuell alle. Endlich wieder zurück in die Gewohnheit, auf Konzerte & Festivals, in den Urlaub fahren, Familie besuchen, Freunde treffen. Dementsprechend sehnsuchtsschwer, melancholisch, dunkel-romantisch ist diese Ballade auch aufgebaut. Traumhaft schön, zerbrechlich, tief treffend, wundervoller Gesang, schöner Text. Hier geht es nicht um Corona, sondern um Beziehungen und die Frage: warum hab ich sie ziehen lassen? Dennoch eine Perle, die den Hörern Kraft und Trost spenden wird! Weiter geht es mit Westend  und auch, wenn es einen anderen Namen hat: Es ist kein Pet Shop Boys  Cover! Es ist eine moderne, mitreißende, obercoole, zum Tanzen anregende, ureigene Frozen Plasma Perle, die auf die Tanzfläche schielt und trotzdem auch zuhause auf dem Sofa funktioniert! Toller Rhythmus, flotter Gesang, Feierabend-Stimmung, Autobahn-Feeling, Melancholie trifft auf Tanzbarkeit. Genau das ist es, was Frozen Plasma ausmacht! Geniale Nummer! Die Gefühlsmaschine  hat es natürlich ebenfalls aufs Album geschafft! Die perfekte deutsche Version von Crazy  mit einem guten Schuss Herz, extrem tanzbar, neuer Dauerbrenner der Jungs. Ich liebe die Nummer, finde es klasse, dass Felix mal wieder auf deutsch singt und sie hat absolute Berechtigung, auf dem Album zu sein. Was mir aber gar nicht gefällt, sind Felix´ Rufe des Titels. Dies ist aber nur ein kleiner Minuspunkt in einem ansonsten perfekten Smasher! Vor allem die Lyrics. Moderne Beziehungsführung, Gefühls-Prozesse, gesellschaftliche Normen - so genial und durchdacht wie eh und je! Another Girl  hingegen ist die typische Frozen Plasma Dosis: melancholisch, bewegend, tief treffend, traurig, einschneidend, trotzdem tanzbar. Mein absoluter Anhör-Tipp! Weiter geht es mit den Rivers. Samples, düstere Elektronik, stampfend, tragischer Gesang, drückende Atmosphäre, wummernde Bässe, extrem tanzbar. Diese Perle vergisst man so schnell nicht mehr! Ungewohnt, aber sehr geil gemacht! Chameleon Love. Kein Liebeslied über Chamäleons oder die Freuden des Züchters. Nein, eher wechselhaft, heute so - morgen anders, sprunghaft. Eine weitere dunkel-romantische Ballade aus dem Frozen Plasma Universum über moderne Beziehungsformen. Tanzbar, melancholisch, abwechslungsreich, den Hörer direkt ansprechend. Und Anwärter auf einen weiteren neuen Evergreen der Jungs! Badlands  ist eine weitere dieser herzzerreißenden, extrem zerbrechlichen, tief treffenden, zu Tränen rührenden Balladen der Jungs. Klassik-Faktor, unzählige brennende Kerzen, Abschiedsschmerz, unglaublich schön, meterdicke Gänsehaut! Safe.Dead.Harm  hat es natürlich ebenfalls aufs Album geschafft! Stampfend, straight nach vorne, EBM Wurzeln, wummernde Bässe, flottes Tempo, obercooler schneller Gesang, düstere Elektronik - ein Tanzflächen-Smasher, den man so auch noch nie von den Beiden gehört habt! Einfach nur geil und ich will Euch tanzen sehen! Etmal  passt hervorragend zum Opener. In gewisser Weise gehen beide Stücke Hand in Hand. Es ist eine lieb gewonnene Tradition, dass auf jedem Album mindestens ein Instrumental zu finden ist. Hier haben wir ein besonders Feines. Dreamdance Future Pop mit nautischer Breitseite und maritimem Flair. Melancholisch, mitreißend, traumhaft schön, unvergessliche Melodien, man kann wundervoll dazu entschweben oder tanzen oder am allerbesten beides miteinander kombinieren. Welch schönes Instrumental. Laut Seemannssprache ist ein Etmal die Zeit von Mittag bis Mittag und definiert die innerhalb eines Etmals zurückgelegte Strecke. Wind, Wetter und gesteuerte Kurse spielen dabei natürlich ebenfalls eine Rolle. Das erklärt die Melancholie, die man so einfach nur am sowie auf dem Meer erlebt! Als Dritten im Bunde haben wir noch Nautic  im Gepäck. Das Schwestern-Stück zum Opener. Die gleichen sehnsuchtsschweren wunderschönen Melodien, die selben Geräusche, der selbe melancholische Gesang, nur ein Stückchen heller und fröhlicher. Eine Perle, die die hohe Kunst der Seefahrt mit der Schönheit des Meeres verbindet! Eigentlich die perfekte Abschluss-Perle, aber Frozen Plasma haben noch eine Überraschung für Euch: Almond Flowers 2020Almond Flowers  befand sich 2009 auf dem zweiten Album Monumentum, aber anlässlich der 16 Jahre Bestehen und 11 Jahre Monumentum  haben die Beiden es nochmal neu aufgenommen! Schimmernd, glänzend, dunkel-romantisch, lichtdurchflutet, bewegend, verzaubernd, tanzbar. Das perfekte Finale für so ein Album! 

 

Fazit: Frozen Plasma gehören zurecht zur Speerspitze des deutschen Future Pop und legen ein viertes, hochkarätiges Hit-Album vor! Entsprechend der Meer-Thematik, die dem Album inne wohnt, sind viele der Stücke melancholisch, dunkel-romantisch, bewegend, herzzerreißend. Aber mit GefühlsmaschineRivers  und Safe.Dead.Harm  finden sich auch wieder Stücke, die beweisen, dass die Jungs auch gerne ihren Horizont erweitern und auch mal weiter raus fahren. Ansonsten überwiegt natürlich ihre persönliche Stärke: Melancholie gepaart mit Tanzbarkeit! Auch mit diesem Meisterwerk liefern sie wieder genug Stoff für unvergessliche Evergreens. Ein Machtwerk, das in keiner Sammlung fehlen darf! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ukx9sG75GE8&list=OLAK5uy_nB8z2NRVMJYtGvocVsCHUrC2Nn1Qi8_08    Safe.Dead.Harm

 

https://www.youtube.com/watch?v=hGaykg50WJM    Gefühlsmaschine

 

https://www.youtube.com/watch?v=bBBadEnOOVk      Westend

 

https://www.youtube.com/watch?v=Z5A9TRt4KwU    Another Girl  (ebenfalls auf der Cold Hands Seduction Vol. 219, Sonic Seducer)

Die heutige Band darf man mittlerweile auch zu den ganz Großen zählen, haben sie doch auch schon 15 Jahre auf dem Buckel! Zudem gibt es heute mal wieder derbe Extrem-Kost, die nix für Zartbesaitete ist! Im Gegenteil: Sie lehrt Euch das Fürchten, wartet unter Eurem Bett, überfällt Euch im Schlaf und prügelt die Scheiße aus Euch raus! Kleiner makaberer Spaß am Rande, der ganz gut zum Gesamtkonzept der Band passt; behandeln sie doch zu gerne Verbrechen, Tabu-Brüche und Abweisungen, welche von der Gesellschaft im kulturellen Kontext als besonders extrem wahrgenommen werden. Vorhang auf und Zezier-Tisch frei für Sabiendas

 

2006 von Gitarristin Alexandra in Recklinghausen gegründet, sind Sabiendas im Sektor alter amerikanischer Death Metal Schule zuhause. Ihre ersten Erfolge verbuchten sie im lokalen Underground, bis 2009 die erste EP Buried Alive  aufgenommen wurde. In Eigenregie wurde sie vertrieben und ist mittlerweile restlos vergriffen. 2011 etablierte sich ein konstantes Line Up, man unterschrieb bei BretHard Records und veröffentlichte 2012 endlich das Debüt Album Restorted To Life. Thematisch knüpfte es perfekt an die EP an. Die Songs auf dem Debüt stammen ausschließlich aus der Feder von Alexandra. Der Erfolg des Albums und dass sich die Truppe einen Namen als unschlagbare Live Band gemacht hatte, ebnete den Weg zu großen Bühnen und ins europäische Ausland, von der Nordsee bis zum Balkan. 2015 erschien der Nachfolger Column Of Skulls  und bannte die Live Energie auf CD. Das erste mal, dass Songs ausgewählt wurden, die in der Gemeinschaft entstanden! Dieses Album stellt für die Recklinghausener eine unüberhörbare Weiterentwicklung dar. Durchweg positives Feedback von Presse und Fans - Sabiendas sind angekommen! Intensives Touren über die Club- und Festival-Bühnen sowohl im In- als auch im Ausland waren der Lohn dafür. 

 

Im Herbst 2018 ging es ins Studio und seit dem 22.05.20 ist nun endlich Longplayer Nummer 3, Repulsive Transgression, für Euch via Massacre Records erhältlich. Das eingespielte Line Up, bestehend neben Alexandra aus Sänger Jan Edel, Zweit-Gitarrist Christian Eichberger, Bassist F. T. und Drummer Toni Merkel (Sodom), langjährige Bühnenerfahrung die erneute Gemeinschaft beim Song writing (eingängiger und abgerundeter, insgesamt aber extremer als bei der bisherigen Diskografie) ermöglichte eine weitere konsequente Weiterentwicklung. Auch neue Einflüsse sind hörbar; auf die markanten Markenzeichen wird aber keineswegs verzichtet! Kompromisslosigkeit, Härte und Tempo schalten laut Presse auch einen Gang höher - Davon überzeuge ich mich nur zu gern selbst! Erneut ist das Album eine logische Weiterführung des Vorgängers. Diesmal wurde bei den Aufnahmen beabsichtigt auf ein Metronom verzichtet, um den Live Charakter noch mehr hervorzuheben und zusätzliche natürliche Dynamik zu erzeugen! Ich habe eingangs die übliche Lyrik der Band beschrieben, die die Norm abstößt. Deswegen auch der Albumtitel, der übersetzt abstoßende Übertretung bedeutet. Diesmal geht es unter anderem um sexuell motivierten sowie rituellen Kannibalismus (wie schon das Artwork wunderschön darstellt) sowie um die Verbrechen von Albert Fish und Josef Fritzl. Albert Fish agierte im Zeitraum von 1924 - 1932 und ist einer von Amerikas Serienmördern. 3 Opfer sind bestätigt, 9 - 100 sind möglich. Ein Opfer hatte er gewürgt, enthauptet, dessen abgetrennte Körperteile gekocht und über mehrere Tage verzehrt. Josef Fritzl ist einer der bekanntesten Sexual-Straftäter unserer Zeit. Wir erinnern uns gut, denn er sperrte seine eigene Tochter von 1984 - 2008 in den Keller seines Hauses, vergewaltigte sie mehrfach und zeugte insgesamt 8 Kinder mit ihr. Rammstein bannten die Thematik 2009 in ihr Lied Wiener Blut. Bezüge zu Klassikern der Literatur, aber auch zu modernen Horrorfilmen, sind ebenfalls vorhanden. Ich bin extrem gespannt, was uns hier noch erwartet! 

 

Das Intro  macht den Anfang. Übermächtig, extrem düster, schwarze Messe, Geräuschkulisse direkt aus der Hölle. Darauf baut The Human Centipede  auf und übernimmt die Geräuschkulisse des Intro. Derber, düsterer Death Metal walzt aus den Boxen und überfährt den Hörer mit voller Geschwindigkeit. So bahnt sich der menschliche Tausendfüßler den Weg in die Gehörgänge, um sich da einzunisten. Fronthüne Jan growlt die passenden Lyrics zu dieser Höllen-Hymne. Sehr geiler Anfang! Das ist Death Metal nach altbekannter, heiß geliebter, amerikanischer Vorlage! Als nächstes geht es um General Butt Naked. Joshua Milton Blahyi, wie er eigentlich heißt, ist ein ehemaliger Befehlshaber der Streitkräfte unter der breiteren Kontrolle des liberianischen Kriegsherrn Roosevelt Johnson. Bekannt wurde er für seine Gräueltaten während des Ersten Liberianischen Bürgerkrieges in den frühen 1990ern. Einst wurde er als bösester Mann der Welt bezeichnet, der selber sagt, er hätte 20.000 Menschen getötet und regelmäßig Kannibalismus sowie Menschenopfer bei Kindern durchgeführt. Zu seinem bekannteren Titel kam er, weil er seine Truppen bis auf Schuhe und eine Waffe nackt geführt habe. Er glaubte, dass seine Nacktheit eine Quelle des Schutzes vor Kugeln wäre. Die Recklinghausener haben ihm dementsprechend eine ultraschnelle, derbe Death Metal Keule mit militanter Breitseite gewidmet. So Jemand passt natürlich perfekt in ihre Lyrik! Extrem, straight nach vorne, nimmt keine Gefangenen und erst recht kein Blatt vor den Mund. Sehr geil gemacht! Savagery And Bloodthirst. Wildheit und Blutdurst. Eigenschaften, die zum Repertoire der Kombo gehören und perfekt zum nächsten Brett passen. Ultraschneller, nach vorne walzender, alles vernichtender Death Metal dient der Umsetzung natürlich ungemein! Die ultimative Todesmaschine! Ich will Euch eskalieren und headbangen sehen, bis Euch der Kopf weg fliegt! So viel Power hört man selten im deutschen Todes-Metall! Served Cold. Death Metal wird am allerbesten kalt serviert. Deswegen gibt es hier den altbewährten, heiß geliebten old school aufgepeppten Death Metal, der zwischen walzend und ultra schnell pendelt. Geniale Breaks, perfekte Wechsel, metallische Höchstleistung, Jan growlt sich die Seele aus dem Leib. Die Recklinghausener haben es einfach drauf! Als nächstes wartet The Siege  auf, was Die Belagerung bedeutet. Das passt auch wieder sehr gut, denn Euch erwartet absolute Härte und eine uneinnehmbare Festung! Derb, ultra schnell, absoluter Blast, Death Metal wie aus den Tiefen Skandinaviens! Mit die brutalste Nummer des Albums! The Grey Man  ist der Nächste im Bunde und alles andere als alt und gebrechlich! Eher ultimativ böse, finster, ultra schnell, abrechnend, nach vorne walzend und alles niedermähend! Was auf solchem Werk natürlich auch nicht fehlen darf, ist Zombified! Allerdings gibt es hier etwas, was Zombies nicht haben: Höchst-Geschwindigkeit! Wie ein ICE rast diese Death Metal Granate aus den Boxen und überfährt den Hörer, ohne mit der Wimper zu zucken! Sehr geil, hier lässt man sich gerne beißen! Divine Manhunt  sagt eigentlich auch schon alles! Dementsprechend brutal, erbarmungslos, finster und blutig geht es hier auch zur Sache! Eine Hetzjagd auf Leben und Tod! Derbes, geiles Brett! Wir sind LEIDER schon wieder am Ende angelangt, aber Sabiendas haben noch ein Sahnehäubchen für uns! Das gibt es in Form vom Dungeon Keeper. Der sperrt uns ins finsterste Loch, um uns elendig verrecken zu lassen. Finster, brutal, extrem, alles weg blasend, derbe Kost, ultra hohes Tempo! Was für ein fettes Finale! Man könnte meinen, es wäre Fritzl gewidmet ...

 

Fazit: Ich habe eine weitere Lieblings-Death Metal Band gefunden! Brutaler, kompromissloser, ultra schneller High Speed Death Metal nach amerikanischer Vorlage, old school und doch modern am Puls der Zeit! Dazu extreme Themen, keine Tabus und kein Blatt vor dem Mund! So muss das hier sein! Und er kommt auch noch aus Recklinghausen! Hier ist wirklich absolute Übermacht am Werk und es ist einfach nur atemberaubend, was für eine Power und Geschwindigkeit aus dem Fünfer kommt! Zudem stimmt das Zusammenspiel perfekt, die Truppe ist eine Einheit! Definitiv eines meiner Death Metal Alben des letzten Jahres! Weiter so! Wer Weichspüler-Wischiwaschi-Musik oder -Metal braucht, ist anderweitig gut bedient! Sabiendas legen vor, wie Death Metal zu sein hat! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=n7aMRYUlEKk    The Siege (official Single)

 

https://www.youtube.com/watch?v=sC23n2jJ_uw    Savagery and Bloodthirst (official Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=BDoeBzUIbko    Dungeon Keeper (official Video)

Die heutige Band MUSS man ebenfalls zu den Legenden zählen. Legendär ist die Band ganz besonders für ihre regelmäßige Generalüberholung aufgrund der andauernden Bewegungen in der Besetzung! Doch auch und gerade ihre Musik MUSS als legendär gelten, denn ihre Mixtur aus Symphonic & Power Metal ist einfach die reinste Freude und das pure Hörerlebnis! Sie erschaffen musikalisch wirklich das Paradies und das seit 23 Jahren (mit Unterbrechungen)! Die Rede ist natürlich von Fairyland

 

1998 wurde die Band in Frankreich unter dem Namen Fantasia von Komponist und Keyboarder Philippe Giordana sowie Bassist und Schlagzeuger Willdric Lievin ins Leben gerufen. Beide waren große Fans von epischem und symphonischem Metal. Schon 2000 erschien ihre erste Demo Realm of Wonders. Für das erste Album und dessen Aufnahmen wurden mit Anthony Parker (Heavenly) und Elisa C. Martin (Darkmoor) ein Gitarrist und eine Sängerin verpflichtet. Die Band wurde in Fairyland umbenannt und 2003 das Debüt Of Wars in Osyrhia  veröffentlicht. Eine Frankreich-Tour als Vorgruppe von Sonata Arctica  und ein Auftritt auf dem Sweden Rock Festival waren die Belohnungen für die harte Arbeit. 2006 erschien der Nachfolger The Fall of an Empire  mit neuer Besetzung über Napalm Records. Auch am Mikro gab es einen Wechsel, denn Elisa wurde durch Max Leclerq ersetzt. Auch Willdric verließ seinen Posten am Bass, den Thomas Cesario übernahm. Und den freien Platz am Schlagzeug besetzte Pierre-Emmanuel Desfray. Die Gruppe absolvierte eine weitere Tour, diesmal im Vorprogramm von Kamelot. Hier kam es leider zum Split in der Band, was zur Folge hatte, dass alle außer Keyboarder, Komponist und Band Gründer Philippe die Band verließen. Philippe dachte aber keineswegs ans Aufhören, wofür wir ihm alle von Herzen dankbar sind und veröffentlichte 2009 das 3. Album Score to a New Beginning, das ausschließlich mit Gast-Musikern aufgenommen wurde. Unter anderem kehrte Elisa ans Mikro zurück und teilte es sich unter anderem mit Georg Neuhauser (Serenity). Das war das letzte Lebenszeichen.

 

Bis dato, denn seit dem 22.05.20 ist nun schon das brandneue 4. Werk Osyrhianta  für Euch via Massacre Records erhältlich! 2018 wurde es bereits angekündigt und wieder gibt es tolle Neuigkeiten in der Besetzung, denn neben Philippe ist auch das zweite Gründungsmitglied Willdric am Bass zurück! Auch am Mikro gibt es einen neuen Mann: Niemand Geringeres als Francesco Cavalieri, Frontmann der Dwarf Metal Ikonen Wind Rose (bekannt geworden durch den YouTube Dauerbrenner Diggy Diggy Hole) ist die neue Stimme! Das bringt neue Glut, neues Feuer und ganz viel frischen Wind! Neben den Dreien ergänzen Gitarrist Sylvain Cohen und Schlagzeuger JB Pol (u. a. Secret Zero) das aktuelle Line Up. Damit aber immer noch nicht genug, denn es wartet auch wieder eine Riege toller Gäste, unter anderem darf ich Euch schon mal Tony Rabusseau als Backing Vocalist nennen! Und: es ist wieder eine Violine zu hören! Bereits auf einer früheren Demo war schon mal eine Violine zu hören. Seitdem hat die Band Blut geleckt und mit Camille Cydorrh  Dominique (Adaryn) eine neue Violinistin und Föten-Spielerin ins Boot geholt! Bevor es los geht, möchte ich für euch noch eine wichtige Frage klären: Was hat es mit dem so oft verwendeten Osyrhianta auf sich? Hierbei handelt es sich um Osyrhia, ein freies Königreich mit Ländereien und Bewohnern. Osyrhianta  ist das 4. Konzept-Album und dient als Prequel der bisherigen Alben. Diesmal geht es um die Erschaffung von Osyrhia und allem, was dazu gehört. Auch geht man hier auf das Erscheinen von Cenos ein. Er sollte in Osyrhia lehren, wurde jedoch durch die Kreationen - welche er den Osyrhianern zu entwerfen erlaubte - in Eifersucht und Gier getrieben. Alle Ereignisse auf diesem Album spielen 3000 Jahre vor den Ereignissen des 1. Albums. Dabei hat sich die Band etwas zurück auf ihre Wurzeln entsonnen und Aspekte bisheriger Alben aufgegriffen. Natürlich konnten sie dabei auch von den Neuerungen im Bereich der Studio-Technik profitieren. Willdric hat es übrigens aufgenommen und gemischt. Wie es nun in Gesamtheit klingt, erfahrt Ihr jetzt! 

 

Los geht es mit dem Opener The Age Of Birth, der uns im Jahrzehnt der Geburt auf das Album einstimmt. Dazu gibt es natürlich auch einen Erzähler mit einer besonders düsteren Stimme Filmmusik-artige, monumentale Kulissen. Die Stimme gehört Dan Wilberg, Frontmann der Band Arctos. Epischster Symphonic Power Metal prescht in die Kulisse und verzaubert den Zuhörer. Welch monumentaler Einstieg, der dem Prinz von Ägypten  in nix nach steht! Weiter geht es mit Across The Snow  und es wird sogar noch epischer! Wie schon beim Weihnachts-Album von Majestica mischen sich hier epischster Symphonic Power Metal und Sequenzen, die an Danny Elfman erinnern! Der Neue am Mikro, Francesco Cavalieri, punktet mit opernhafter kräftiger Stimme, die auch wundervollen Klargesang enthält und erhebt sich mächtig über die monumentalen Schneewelten. Ich habe sie wahrhaftig vor Augen! Einfach nur wooooooooooow! Als nächstes geht es in The Hidden Kingdom Of Eloran. Pfeilschneller, bombastisch düster epischer Symphonic Power Metal prescht nach vorne, nimmt keine Gefangene und uns mit in das Heiligtum. Francesco überzeugt mit abwechslungsreichem, kräftigem Gesang, der perfekt zum Metal passt! Auch Camille macht eine ganz wunderbare Figur und ergänzt die Kompositionen ganz hervorragend ebenso wie der Einsatz von Tony! Einfach nur geil! Zurücklehnen, genießen und headbangen! Eleandra  verwöhnt als nächstes unsere Ohren und dabei ist sie nicht alleine. Eine alte Bekannte übernimmt hier die Lead Vocals: Elisa C. Martin! Deftige Rockröhre, glanzvolle Metal Elfe - die Frau hat es einfach drauf und ich freue mich wahnsinnig, sie wieder bei Fairyland zu hören! Symphonic Heavy Metal mit viel alter Schule ist das epische Resultat! Bei den Heralds Of The Green Lands  übernimmt Francesco wieder und das Resultat ist bombastisch düsterer Epik Symphonic Power old school Heavy Metal! Mächtig, dröhnend, massiv, nach vorne walzend, dennoch hymnisch. Einfach nur magisch, verzaubernd und mitreißend! Alone We Stand  hingegen beginnt mit einer atemberaubend tief gehenden epischen Folk Note, bevor hymnischster, höchst emotionaler, bombastischer Symphonic Power Heavy Metal los bricht, der mich sehr an Diggy Diggy Hole  erinnert. Milliarden Liter Herzblut stürzen auf den Hörer, während unzählige Kerzen brennen. SO MUSS METAL! Ich bin verliebt! So muss Fairyland! Hier verzaubert einfach alles! Stehen wir auch mal alleine und im Dunklen, es lohnt sich weiter zu stehen und zu kämpfen! Besonders in diesen Zeiten ist diese Hymne ein extrem wichtiges Hoffnungslicht und wenn das alles mal vorbei ist, werden wir wieder als ein Mann vor der Bühne stehen, dazu mit gröhlen und die Fäuste gen Himmel strecken! Denn merkt Euch eins: Nur die Krieger, die aufrecht standen, ziehen gen Walhall! Hubris Et Orbis  ist die nächste Perle, die als bombastischer, pfeilschneller Symphonic Power Folk Heavy Metal voran prescht! Der Titel ist lateinisch und lautet übersetzt Hybris und die Welt. Genauso episch wie der Name ist diese Perle! Solch Klänge können nur aus Walhalla stammen! Extrem hymnisch, extrem mitreißend, ein wahres Helden-Epos! Mount Mirenor  fängt genauso monumental an, wie man es sich vorstellt. Erneut denke ich an Herr der Ringe und an die schneebedeckten Gipfel des Nebelgebirges! Ein wahrlich magisches Instrumental mit epischen Folk und Violinen-Klängen, dazu getragene himmlische Keyboard Klänge und flotte Drums, die den Rhythmus vorgeben! Unbedingt anhören, einfach nur wundervoll! Dieses Instrumental war mit 07:15 min ja schon das bis dahin Längste, aber mit Of Hope And Despair In Osyrhia  erwartet uns ein gigantisches Epos mit einer Spielzeit von 12:02 min! Bombastischer, düsterer, abwechslungsreicher, hymnischer Symphonic Power Heavy Metal mit viel Pathos und allerfeinstem Männer-Gesang erwartet Euch hier! Einfach nur geil! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt, was mich bei so monumentalen Alben immer sehr betrübt! Aber nicht ohne ein prachtvolles Finale! Das gibt es mit den letzten beiden Gästen, denn Flora Spinelli (Verlobte von Schlagzeuger JB, KerionSecret Zero) und Victoria Cohen teilen sich hier das Mikro und Tony ist natürlich wieder im Hintergrund zu vernehmen! Hell, hymnisch, magisch, lichtdurchflutet, packend, Milliarden Liter Herzblut, unzählige brennende Kerzen, wunderschöne Stimmen und eine gigantische Szenerie machen diese Perle zu einem eleganten Abschluss! Einfach nur wahnsinnig schön! 

 

Fazit: Ich bin einfach nur verzaubert, überwältigt, total begeistert und schockverliebt! Was für ein Comeback! Was für ein monumentales, episches Meisterwerk! Ich sage ja, es gibt Bands, die können am Stück hintereinander weg top Alben raus hauen. Gar keine Frage. Das sind aber große Ausnahmen! Natürlich steht man als Fan da und scharrt mit den Hufen, wann endlich ein neues Album kommt. Das dauert aber und bei Bands wie Fairyland muss ich sagen: es lohnt sich zu warten und die Pause von 11 Jahren hat Album sowie Band extrem gut getan! Die Gründungsmitglieder sind frisch erholt dabei, ihre neuen Mitmusiker sind die Wucht, der neue Sänger ist hervorragend geeignet für Fairyand und ein echter Gewinn und die Gast-Musiker sind ebenfalls eine wahre Freude sowie purer Genuss! Grandiose Stimmen, Filmmusik-tauglich, wahnsinnig gut erzählt und einwandfrei umgesetzt - besser geht es nicht! Eines meiner top Alben im Symphonic Power Metal Sektor des vergangenen Jahres! Ich bin gespannt, wer dieses Jahr nachlegt! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=H_rfGBZoTDo    Heralds Of The Green Lands (official Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=PfqjTP4CeJo    Hubris Et Orbis (official Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=oUgxx1g9p-o    The Hidden Kingdom Of Eloran (official Lyric Video)

Nach all den Legenden freue ich mich wahnsinnig, Euch heute mal wieder einen Newcomer zu präsentieren. Allerdings entfernt sich diese Band nicht von den Legenden, denn der Betreiber dieser Band zählt selbst zu den ganz Großen. Dieser "Newcomer", der als Newcomer bezeichnet werden kann, weil die Band selber neu ist, fällt sogar noch in eine andere Kategorie, die wir hier schon einige Male behandelt haben: Neben-Projekt eines Allrounders. Vorhang auf für She Hates Emotions

 

Die Achtziger - Jahrzehnt musikalischer Freiheit, Blütezeit von New & Dark Wave, Pionierjahre der Bewegung, aus der die Szene entstand. Diese Zeiten waren es, die Chris Pohl  prägten. Er ist der Mastermind hinter diesem Projekt. Blutengel, Terminal Choice, Seelenkrank, Miss Construction - die Vielfalt, mit der er agiert, ist faszinierend und dennoch hat er die Zeit gefunden, ein neues Projekt ins Leben zu rufen. TC sind Geschichte, bei Miss Construction agiert er eher im Hintergrund, seine ehemaligen Solo-Projekte sind lange vorbei. Bei diesem ist es die Erfüllung eines Herzenswunsches, die ihn antrieb, SHE zu gründen. Er liebt die 80er! Den Einflüssen Tribut zollen: Das ist seine Mission! Wie es Artwork und Albumtitel bereits verraten, liegt der Schwerpunkt auf eingängigen, melancholischen Melodien. Die Lieder handeln viel von der Angst, verlassen zu werden, von Einsamkeit allgemein, Liebe und Tod. Man könnte sogar sagen, dass er den Achtzigern ein wenig nach trauert, in Erinnerungen schwelgt, selbst dabei melancholisch wird. Artwork und Albumtitel, die vielfach für sich sprechen und mehrere Aspekte bedienen - das sind Eigenschaften, die mich persönlich sofort ansprechen! Auch wenn er hauptsächlich Blutengel bedient - diesen musikalischen Pfad beschreitet er hier nicht! Die besten Zeiten von Bands der Marke Depeche Mode, Anne Clark, The Human League, Fad Gadget, Camouflage und Alphaville werden hier zelebriert und stehen im Fokus! 

 

Seit dem 15.05.20 ist das Debüt Album Melancholic Maniac  für Euch via Out Of Line erhältlich. Ich bin mega gespannt, was uns hier erwartet!

 

Den Anfang macht das Intro She´s A Dreamer. Wunderschöne Melodien, mächtiges Dröhnen, eine melancholische Note, 80er Jahre Klänge. Es fängt langsam an, steigert sich aber an Intensität, Eingängigkeit und Geschwindigkeit. Welch wundervoller Einstieg, der den Albumtitel perfekt widerspiegelt! Direkt im Anschluss präsentiert sich die erste Single und zweite Vorveröffentlichung Edge Of The Night. Chris´ angenehme dunkle Stimme wird von melancholisch tanzbarer Synth Wave Musik umwoben, die aus dem grauen Alltag entführt und sowohl auf der Tanzfläche als auch auf dem heimischen Sofa funktioniert. Die Blutengel Fans werden diese Hymne lieben! Nicht sicher fühlen, weil der andere nicht da ist, ist hier das zentrale Thema. Weiter geht es mit den City Lights, die auch bei Blutengel schon thematisiert worden. Diese Perle ist tief in den 80ern verwurzelt. Minimalistischer Synth Wave, wummernde Bässe, brodelnde Elektronik, unterkühlte Atmosphäre, bewegender Gesang, Stakkato-Rhythmen, für die 80er typisches Tempo, die typischen Zwischenrufe, die an Hits wie Laura Branigans Self Control  erinnern. Sehr cool gemacht, großartiges Tribut an die Helden der 80er! The Final Dance  hingegen feiert Tribut an DeMO, Kraftwerk, Welle: Erdball und die Anfänge der EBM. Industrie-Klänge aus der Stahlfabrik, kräftige Drums, wunderschöne Melodien, mitreißende Atmosphäre, Tanz-Pflicht, unzählige Klangspielereien. Wenn Euch das nicht auf die Tanzfläche zieht, schafft es keiner der Songs! Als nächstes präsentiert sich die zweite Single und erste Vorveröffentlichung See The Light. Als kleine Neben-Info für Euch kann ich Euch erzählen, dass das Video auf dem Berliner Kudamm spielt. In den 80ern verbrachte Chris viele Stunden seiner Kindheit dort. Kino, Shopping, Zoo, Europacenter - dort spielte sich seine Freizeit ab. Uns vermittelt er das mit melancholisch mitreißendem Synth Wave, der unter die Haut geht und mit Gesang, der ans Herz geht. Wieder werden Erinnerungen an Self Control  wach. Hach ja, da wird man ja richtig sentimental! Leaving  wird die Blutengel Fans wieder begeistern, denn was sich hier abspielt, fand man auch in einigen Songs der jüngeren Diskografie. Die Perle erinnert auch stark an Anne Clark. Minimalistischer, hoch emotionaler Wave, Drums, an Annes Sprechgesang erinnernder, zutiefst verzweifelt emotionaler Gesang, Hall, starke Präsens, gewaltige Atmosphäre, wunderschöne zeitlose Melodien, extrem einschneidend. Einfach nur wundervoll! Was man Chris lassen muss: Er lebt seine Botschaften und leidet dabei mit, was das Ganze extrem authentisch macht und dem Hörer nahe ist, da er es nachempfinden kann und es auch sein Leben widerspiegelt, da es direkt aus dem Leben gegriffen ist! Cry Wolf - Ein Titel, den man schon öfter gelesen hat. Bebe Rexha, Christina Grimmie, A-ha - Sie alle hatten ihn. Aber die Recherche ergab, dass es kein Cover ist, auch wenn man es stark annimmt. Das zeigt, wie genial Chris sein Vorhaben umgesetzt hat! 80er pur! Sogar die elektronisch verzerrte Stimme, die irgendwann in der Mitte zu vernehmen ist und in den 80ern immer wieder eingesetzt wurde, hat er verwendet. Emotional, packend, mitreißend, extrem tanzbar, Sucht-Gefahr. Chris hat einen weiteren Evergreen entworfen, der sich in die schier endlose Riege aus seiner Feder einreihen darf! Es bleibt extrem tanzbar und Erinnerungen an Camouflage sowie an Alphaville vermischen sich zu einer extrem süchtig machenden Perle. Ghosttown  ist ein Baby der 80er, welches mit Stahlfabrik-Elementen, düsterer Atmosphäre, typischem Blutengel Tempo, minimalistischem Wave und obercoolem Gesang aufwartet! Einfach nur geil! Turn Back The Time  hingegen lädt wieder zum Träumen ein. Minimalistischer Synth Wave, Stakkato-Rhythmen, dem Rhythmus angepasster Gesang, massives Dröhnen, wunderschöne Melodien. 80er pur! Etwas aus der Masse heraus sticht In Your Arms. Percussions, Stakkato-Rhythmen, goßspurige Elektronik, minimalistischer Wave, flehende Atmosphäre, bittere Melancholie, Hall, wabernde Elemente. Sehr genial gemacht! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt. Dafür gibt es aber mit Don´t Leave Me  noch ein richtig schickes, typisches 80er Lied. Flott, minimalistisch, Stakkato, wunderschöne zeitlose Melodien, mitreißend, emotional, obercool. Sehr schöne Perle, die Euch verzaubern wird! Lädt zum Träumen und Tanzen ein! An der Stelle wäre die CD eigentlich zu Ende, doch Chris hat als Bonus Track noch eine Perle für Euch parat. Und es wird sogar deutsch! So etwas wie Lieben  gab es von Chris auch noch nie zu hören! EBM, stampfende Elektronik, obercooler Gesang, mitreißendes Tempo, ein Hauch BDSM, obendrauf gibt es einen obercoolen, hymnischen Refrain, der 80er, Blutengel und EBM in einem süchtig machenden Cocktail vereint! Was für ein geiles Finale! 

 

Fazit: Man kann Chris viel vorwerfen, aber halbherzige Musik macht er nicht! She Hates Emotions beweist eindrucksvoll, dass er genau weiß, was er tut! Seine Herzens-Mission ist geglückt und er bringt uns die 80er zurück! Ich persönlich finde das sehr genial, denn Viele versuchen auf Teufel komm raus, ihre alten Erfolge aufzuwärmen und wieder genauso zu klingen wie damals! Chris zollt dem Ganzen Tribut und es klingt, als stamme es aus dieser Epoche! Das macht den feinen Unterschied aus! Und dass es eine Herzensangelegenheit ist, hört man bei allen 12 Tracks! Abwechslungsreich, stilistisch breit aufgestellt, große Emotionen, tiefe Melancholie, all seine stimmlichen Stärken, neue Elemente - für mich eines meiner Szene-Favoriten 2020! Sehr zu empfehlen, Blutengel Fans ebenso wie 80er Sympathisanten! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=fdLve-Mfus4    See The Light (official Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Jxf9oq8m6zE    Edge Of The Night (official Video)

Die heutige Band MUSS als Legende zählen, zu wichtig sind der Einfluss und die Richtlinien, die auf ihr Konto gehen! Death Metal, Doom Metal, Gothic Metal, Death Doom - in all diesen Genres fühlten oder fühlen sie sich zuhause! Dieses Jahr haben sie ihren 33. Bandgeburtstag gefeiert! 33 Jahre - aus heutiger Sicht eine verdammt lange Zeit und obgleich der vielen Gastmusiker, die hier ein und aus gingen und trotz einiger Wechsel, ist sich die Band zu Großteilen immer treu geblieben. Es ist mir eine Ehre, sie zu rezensieren! Die Rede ist natürlich von Paradise Lost

 

1987 wurde die Band aus Halifax, West Yorkshire gegründet. Die Band benannte sich nach dem gleichnamigen epischen Gedicht des englischen Dichters John Milton. Nach dem Vorbild von Celtic Frost und Candlemass  schufen Sänger Nick Holmes, Gitarrist Greg Mackintosh und Schlagzeuger Matthew Archer ihre Band. Zu diesem Zeitpunkt waren sie noch im Death Metal beheimatet. Ein Jahr später schon stießen Gitarrist Aaron Aedy und Bassist Steve Edmondson zu den Jungs und komplettierten so die Band. Da Steve den Bass übernahm, den Nick vorher nebenbei bespielt hatte, konnte der sich auf Texte und Gesang konzentrieren. Bis 1989 brachten sie ihre ersten 3 Demos unters Volk. Death Metal mit Doom Einschlag wurde da zelebriert, so dass Paradise Lost bald in einem Atemzug mit britischen Death Metal Bands wie Bolt Thrower  in einem Atemzug genannt wurden. In der Folge ergatterten sie ihren ersten Plattenvertrag bei Peaceville Records. Diese veröffentlichten das Debüt Album Lost Paradise  (andem ersten selbst betitelten Demo Paradise Lost  orientiert) der Jungs, auf dem wie zuvor auf den Demos düsterer Death Doom betrieben wurde. Ein Jahr später, 1991 erschien eines ihrer wichtigsten Werke: Gothic. Diese Perle sorgte dafür, dass ein ganzes Genre neu entstand! Sie gaben diesem Stil seinen Namen: Gothic Metal! Obwohl Death Metal noch im Gesang vorherrschte, wurden bei drei Liedern weiblicher Gesang von Sarah Marrion, Orchester Passagen und Keyboard Klänge eingesetzt. Zu dieser Zeit gehörten sie mit My Dying Bride  und Anathema  zu den Big Three des Doom Metal und alle standen sie bei Peaceville unter Vertrag! Mit dem dritten Album Shades of God  folgte dann aber der Wechsel zu Music for Nations. Das alte, im Death Metal typisch verschnörkelte Logo wurde ausgetauscht und auch in der Musik fand ein Umbruch statt. Besonders an Nicks Gesang waren Veränderungen hörbar, es ging weg vom Death Metal, so dass man den Stil als Doom Metal mit leichten Death Metal Einflüssen bezeichnen kann. Die auf der CD als Bonustitel enthaltene Perle As I Die  zählt zu den erfolgreichsten der Band. 1993 waren auf dem Album Icon  kaum noch Death Metal Einflüsse hörbar. Das hatte zu Folge, dass es u. a. mit Sepultura  auf Tourneen ging. 1995 erschien Draconian Times  und mit dieser Platte erreichte die Band größte Aufmerksamkeit in der Metal Szene, so dass sie vor 120.000  Zuschauern auf dem Dynamo Open Air spielten! Ein Jahr zuvor hatte Matthew Andrew Archer das Schlagzeug geräumt und es für Lee Morris frei gemacht. Seit Mitte der 1990er Jahre veränderte sich die Musik von PL signifikant von Album zu Album. Vor allem die stärkere Miteinbeziehung elektronischer Elemente gab die Richtung vor. So überraschte das Album One Second  1997 durch teils bedächtiges, andererseits aber auch dynamischeres Song writing. Damalige Rezensenten befürchteten daraufhin, die Jungs könnten Fans früherer Werke vor den Kopf stoßen, bezeichneten das Werk aber dennoch als rundes, aufregendes Rock-Album der Spitzenklasse. Den Höhepunkt dieser Entwicklung bildete aber das darauf folgende, 1999er Album Host. Dessen elektronische Klänge und die ruhige Grundstimmung ließen stark an Depeche Mode  erinnern! Außer einer innewohnenden Melancholie hatte es nix mehr mit Gothic Metal zu tun. Fragte man nach einer Zuordnung, entgegnete Nick mit der eigenen Genre Definition Dark Rock. Uns ging es, ohne viel nachzudenken, immer darum die die Musik zu machen, die wir selbst hören. Greg hatte nie etwas mit Metal zu tun. Seit ich ihn kenne, hört er Punk und Gothic. Ich selbst höre einfach alles, von Pop über Thrash bis hin zu Klassik. Wenn ein Song gut ist und man ihn liebt, sollte man auch dazu stehen, so Nick Holmes. Toller Kommentar, richtig so, unterschreibe ich! Das Album erschien dann auch über EMI, nicht mehr über Music for Nations. 2001 wandten sich die Jungs mit dem Album Believe in Nothing  (EMI) und dem 2002er Album Symbol of Life  (Gun Records) wieder härteren Tönen zu, ohne jedoch zu ihren Wurzeln im Metal zurückzukehren. 3 Jahre später, 2005, erschien das schlicht Paradise Lost  betitelte, 10. Album der Band, ebenfalls über Gun Records. Auf der limitierten Auflage waren sogar String Dub Mixes von 2 Songs vertreten. Zuvor hatte Lee Morris 2004 seinen Platz am Schlagzeug frei gegeben und Jeff Singer war ab 2005 zu vernehmen. Das 11. Album In Requiem  erschien 2007 via Century Media und noch vor dem offiziellen Verkaufsdatum wurde es von der Metal Hammer zum Album des Monats gekürt! Einflüsse von Shades of God  und Icon  waren hörbar, laut Nick vernachlässigte die Band nicht ihr musikalisches Schaffen der letzten 10 Jahre. Im selben Jahr erschien auch ihre erste Live DVD Over the Madness. Schon ein Jahr später die zweite Live DVD wie auch Live CD The Anatomy of Melancholy. Im August des selben Jahres verkündete Jeff Singer aus persönlichen Gründen seinen Ausstieg. Im März 2009 bestieg Adrian Erlandsson (At The Gates, Nemhain, The Haunted, Samas Traum, Cradle Of Filth) das Schlagzeug. 6 Monate später erschien mit ihm das 12. Album Faith divides us - Death unites us  via Century Media. Auf der anschließenden Europatournee fiel Greg wegen eines Krankheitsfalls in der Familie aus. Milly Evans, Keyboarder bei Terrorvision, sprang für ihn ein. 2011 erschien mit Draconian Times MMXI  die 3. Live Dokumentation. Anlässlich des 16-jährigen Jubiläums wurde das Album Draconian Times  hierfür komplett live gespielt. 2012 dann das 13. Album Tragic Idol. Zum 26-jährigen Jubiläum der Band erschien 2013 die Compilation Tragic Illusions 25 (The Rarities). Darauf zu finden waren das brandneue Stück Loneliness Remains  wie 2 brandneue Versionen von Gothic  und Our Saviour. 2015 erschien dann das 14. Album The Plague Within, das erneut einen brachialen Umbruch markierte. Es ging zurück zum Death Doom und es gab eine deutliche Rückkehr zu den Wurzeln der Herren. Die 4. Live Dokumentation Symphony for the Lost  erschien im selben Jahr. Hier wurden die Herren vom Orchester der Staatsoper Plovdiv (Bulgarien, wo sie auch aufgespielt hatten) und dem Rodna Pesen Chor unterstützt. Im Juni 2016 gab auch Adrian seinen Platz am Schlagzeug auf, weil ihm neben seinen anderen Projekten einfach die Zeit fehlte. Kurz darauf übernahm der Finne Walttari Väyrynen seinen Platz. 2017 folgte ein Wechsel von Century Media zu Nuclear Blast, wo die Herren seitdem zuhause sind. Sie veröffentlichten auch direkt das 15. Album Medusa, welches noch stärker als der Vorgänger Bezüge zum Death Doom der 90er Jahre enthält. Das war dann auch vorerst der letzte Release.

 

Seit dem 15.05.20 ist nun schon, 3 Jahre später, das aktuelle Album Obsidian  für Euch erhältlich. Langsamer Tod und spiritueller Niedergang waren Themen der letzten beiden Meisterwerke, die wieder höchst gelobt worden waren und Paradise Lost rückten in den Festival Line Ups wieder nach oben. Dementsprechend bin ich wahnsinnig gespannt, wie dieses Werk im 4. Jahrzehnt der Bandgeschichte klingen wird! 

 

Den Anfang macht direkt eine Single. Darker Thoughts  beginnt mit einer dunkel-romantischen Atmosphäre, wunderschönen Melodien und tief treffendem Klargesang. Welch dunkle Eleganz, alles schneidet einer Rasierklinge gleich ins Fleisch. Doch die Eleganz trügt ... Das bestätigt der brachiale Death Doom, der dann auf einmal los bricht und ordentlich aufräumt! Nicks brachiale Death Metal Vocals dürfen da natürlich nicht fehlen! Welch geniale Perle, welch elegant starker Opener! Und die zweite sowie bisher letzte Single Fall From Grace  folgt direkt im Anschluss. Schroff melancholischer Death Doom, Nicks Death Metal Gesang trifft auf herzzerreißenden Klargesang, dunkel-romantische Eleganz, tief einschneidende Atmosphäre. Noch so ein Hammerteil! Ghosts  hingegen ist eine gänzlich andere Kategorie. Greg darf seine Gothic Vorliebe ausleben! 80er Gothic Rock, modernisiert, aufgepeppt, extrem tanzbar. Dementsprechend packt Nick angenehm dunklen Klargesang aus. Pfeilschnell, mitreißend, Sucht-Gefahr! Definitiv DIE neue Paradise Lost Hymne und ein Garant für jede gescheite Gothic Club Tanzfläche! The Devil Embraced. Ein Song, der erneut diese trügerische Eleganz aufweist. Zudem wohnt ihm diese rohe Wildheit und eisige Kälte der beiden Vorgänger inne. Diese Perle ist typisch skandinavisch: roh, wild, eiskalt, schroffe Schönheit, dunkle Eleganz, unglaubliche Weiten und Tiefen, kryptisch angehaucht, extrem melancholisch, tief einschneidend. Extrem melancholischer Klargesang trifft auf beißende Growls. Einfach nur umwerfend! Für mich blitzt da eindeutig das aktuelle My Dying Bride Album durch! Forsaken  hat auch einige dieser Eigenschaften, ist aber deutlich gotischer. Dunkler Klargesang, eiskalt, aufgepeppter 80er Gothic Rock, kryptische Lyrik, eisige Anti-Ballade. An Perlen wie diesen erkennt man deutlich, wo das Wort Gothic seine Bedeutung hat! Serenity  hingegen schlägt in eine ähnliche Kerbe wie The Devil Embraced: rohe Wildheit, bedrohlich, schroff, eiskalt, brachialer Death Doom, tiefkehliges Growlen, aufwühlend, abräumend! Was für ein Monstrum! Skandinavische Metal Bands sind hierbei sicher schockverliebt! Ending Days. Musikalische Apokalypse. Aufwühlend. Melancholisch. Tief einschneidend. Extrem gotisch. 80er Gothic Rock zu seinen Glanzzeiten. Extrem melancholische Atmosphäre. Innerliches Sterben. Einfach nur woooooooooooooooooooooow! Wo vorher nur derbstes Abholzen stattfand und das Growlen regierte, herrschen jetzt Milliarden brennender Kerzen, Seelenschmerz, Abschied und Klargesang, der in die Haut schneidet. Genau solche Perlen vermisse ich in der Szene! Hope Dies Young  sagt eigentlich schon alles. Eine brandneue, Paradise Lost typische Hymne! Höchst emotional, zerbrechlich, aufwühlend, herzzerreißend, packend, düster, schroff, zutiefst melancholisch. Gothic Doom at its best! Einfach nur episch! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt. Aber nicht ohne ein grand de final! Das gibt es in Form von Ravenghast  und ich kann Euch sagen: Das ist der düsterste, finsterste, aufwühlendste, emotionalste Song, den die Briten bis dato gemacht haben! Der Song handelt von einem Kampf; woher weiß man, wer gewonnen hat, wenn er vorbei ist? Man sieht diese großen Kriege und dann, am Ende kämpfen und töten die Leute immer noch, obwohl der Krieg genaugenommen vorbei ist. Wann sagt schon jemand: ‘Warte mal kurz, wir haben gewonnen! ’ Es ist doch furchtbar, in den Nachwirkungen eines Kampfes zu sterben. Es ist ein bisschen wie Monty Python! Der Song ist so richtig wütend, er fühlt sich an wie ein wilder Ritt auf einem Pferd. Du kannst gar keinen anderen Weg einschlagen,“  sagt Nick über den Song. Und das hört man auch! Berge von Leichen, der Gestank von Blut und verbranntem Fleisch, ein Schlachtfeld des Grauens. Death Doom in einer Form, wie er hier noch nie vorkam! Was für ein derbes, endgeiles Finale! 

 

Fazit: Ich bin sprachlos! Kommt selten vor, aber hier bin ich echt sprachlos! Was für ein episches Meisterwerk! Ich kann jetzt schon sagen, dass es für mich mein Album des Jahres ist neben Nightwish! Paradise Lost haben sich mit dieser Perle erneut ein Denkmal gesetzt und toppen ihre beiden Vorgänger-Alben mit einer gefühlten Leichtigkeit, dass es Einen umhaut! Für Gothic und Death Doom Fans ist hier allerlei geboten, Jeder kommt auf seine Kosten, perfekte Ausgewogenheit! Wo andere, langjährig agierende Bands immer mehr in Wehmut ertrinken und krampfhaft versuchen, an alte Erfolge anzuknüpfen, machen diese Briten einfach das, worauf sie Bock haben und gewinnen! Vielleicht sollten sich das andere Formationen abgucken! Klappt natürlich nicht immer und PL waren bei weitem nicht immer erfolgreich damit. Aktuell aber haben sie genau den Sound Punkt getroffen, der sowohl alte Fans verwöhnt als auch Neue magisch anzieht. Zudem ist ihr neuer Schlagzeuger Walttari perfekt für die Herren, denn sein Getrommel verleiht den neuen Perlen die entsprechende Schärfe! Kryptische Texte, skandinavische Schönheit, Loblieder auf die gute alte Gothic Zeit - wer hier nicht musikalisch befriedigt wird, dem kann nicht geholfen werden! Meiner Meinung nach eines der geilsten PL Alben! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=URJH3ZJzxB0    Darker Thoughts (official Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=QWqNcw-oIbU    Fall From Grace (official Video, ebenfalls vertreten auf Cold Hands Seduction Vol. 218 / Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=urugx_wSBy8    Ghosts (official Lyric Video, ebenfalls vertreten auf Maximum Metal Vol. 256 / Metal Hammer)

Die heutige Formation darf man mit 12 Jahren Existenz bereits auch zu den ganz Großen zählen! Im Laufe der Zeit haben sich einige Fans angesammelt, ich bin heute hier, um ihren Bekanntheitsgrad noch mehr zu erweitern! Und das lohnt sich definitiv, hebt sich diese Band doch deutlich von manch anderer Band ab und hat ihren eigenen Stil geformt, in dem sie Perfektionisten sind, die meisterhaft agieren! Ein Hybrid aus Visual Synth Pop, Pop Noir, Experimentals, Dance und Club Elemente, ein Schuss 80er - Das ist ihre musikalische Welt, umnebelt von dunkler Erotik und Themen, die unter die Haut gehen! Genug gesagt für den Anfang, Vorhang auf für Black Nail Cabaret

 

2008 wurde die in London beheimatete, ungarische Formation ins Leben gerufen. Zu diesem Zeitpunkt agierten Sängerin, Autorin und ehemalige Schauspielerin Emese Arvai-Illes und ihr Mann Krisztian Arvai an den Keyboards. Als zusätzliche Unterstützung agierte Keyboarderin Sophie Tarr, sie verließ die Band aber 2016, um sich ganz ihrer eigenen Band zu widmen. Kunst, Musik, Poesie, Verkleidung, Erotik und BDSM sind ihr Zuhause. Überall blitzen explizite sexuelle Anknüpfungspunkte hervor. Dabei bleibt es aber nicht; eine dunkle, verstörende Note mit einem Verweis auf Existenzialismus, Philosophie und einen tiefen Blick in unsere Seelen. Nicht zuletzt ihre eindrucksvollen Konzerte sind es, die die Menge in ihren Bann ziehen. Das dürfte auch daran liegen, dass Allrounderin Emese ihre Karriere in einer Fetisch / Horror Theatergruppe startete. Mit ihr bestritt sie Underground Auftritte in Budapest. Dort lernte sie auch Lebens- und Band Partner Krisztian kennen, Musiker, Programmierer und Produzent. Einige dieser extravaganten Shows dürfen sie, sobald Corona irgendwann mal wieder vorbei ist, im Rahmen der Fieldworks  Tour 2020 mit Covenant  vorführen, was ihren Bekanntheitsgrad sicher auch nochmal um ein Vielfaches anheizen wird! Zudem haben sie seit diesem Jahr einen Plattenvertrag mit Dependent in der Tasche! In ihre Texte ebenso wie in ihre Musik verschmilzen Dunkelheit & Licht, Schönheit & Gewalt, Verstörendes & süßlich-verführerische Harmonien. Ikonen wie Grace Jones und Annie Lenox (Eurhythmics) lassen sich hier wiedererkennen, Emese kommt aber auch ohne diese Vergleiche aus! Sie hat mehr als genug Eigenpotenzial! Vertrautes und auf ungewöhnliche Art und Weise Eigenständig-Visionäres ist das, was hier aufeinander trifft und es sind all diese Komponenten und Verschmelzungen, die BNC zu einer der spannendsten Formationen unserer Zeit machen! 4 Alben, 7 EPs und 4 zusätzliche Veröffentlichungen gehen mittlerweile auf ihr Konto. Zuletzt erschienen das 2018er Album Pseudopop  und die 2019er 2 Track EP Voyage Voyage .

 

Seit dem 08.05.20 ist nun schon ihr 5. Album Gods Verging On Sanity  für Euch erhältlich und die Thematiken verheißen Spannendes. "Wir schreiben das Jahr 2020 und die Götter sind kurz davor, ihren Verstand zu verlieren. Damit sind wir gemeint, wir Menschen. Wir sind Götter, aber mit einem Rektum. Wir reflektieren ständig über unseren Platz in der Welt und die Bedeutsamkeit unserer Sterblichkeit. Wir schaffen Kunst und Schönheit, und gleichzeitig müssen wir essen, koten und uns fortpflanzen wie jedes andere Lebewesen auf diesem Planeten. Wir sind simple physische Organismen und unser Verstand kommt mit diesem Widerspruch immer weniger klar. Wir kämpfen gegen unsere eigene Sterblichkeit an, auf verschiedenste Arten und Weisen: Einige mit Fortpflanzung, Einige mit Kunst, Einige mit dem Kampf um Macht und Einfluss. Gleichzeitig haben viele aufgegeben. Wie weit sind wir schon gekommen, und vor allem: wo gehen wir nun hin? Wie streifen wir unsere alte Haut ab, wo doch schon eine neue, unbekannte Schicht nur darauf wartet freigelegt zu werden?"  Das Artwork spiegelt diese Gedankengänge wider und ich freue mich wahnsinnig darauf herauszufinden, wie sie musikalisch Farbe bekommen!

 

Zunächst ergießt sich erstmal Black Lava  über den Hörer und bahnt sich ihren Weg zu Herz und Seele. Wummernde Bässe, knarzende Sequenzen, verzaubernde Melodien, ansteckende Atmosphäre, packende Elektronik, wundervoller Gesang. Infektionsgefahr, Sucht-Potenzial! Und Vorsicht: extrem heiß! Als nächstes sind die Spheres  an der Reihe und der Titel ist perfekt gewählt! Wabernde Sounds, fetter Schuss aufgepeppte 80er, blubbernde Spielereien, obercoole Atmosphäre, noch coolerer Gesang. Packend, vom Alltag entführend, mysteriös, starke Lyrics. Wundervoll! Es ist nicht alles Gold, was glänzt und Geld kann man nicht fressen. Nach diesem Motto handelt auch die erste der beiden Singles, No Gold. Dunkle Erotik, kühle Sounds, düstere Sequenzen, bittersüße Atmosphäre, bitterernste Lyrik, BDSM liegt in der Luft. Knisternde Perle, die Euch verwöhnen wird! Angesichts der Theater-Karriere und den Aktivitäten der beiden Protagonisten entwerfen sie natürlich auch nicht einfach nur Videos, sondern visuelle Kunstwerke, die Ihr Euch nicht entgehen lassen dürft! To Die In Paris. Für Manchen gibt es sicher keinen schöneren Ort als in der Stadt der Liebe zu sterben. Dementsprechend dunkel-romantisch, mit französischem Touch und verzweigter Elektronik, der eine dramatische Breitseite und knarzende Klang-Spielereien inne wohnen, wird hier zu Werke gegangen! Hier zeigt sich auch die Vielseitigkeit, die Emese in ihrer Stimme hat! Einfach nur mega! Die zweite und letzte Single, My Casual God, unterscheidet sich von der ersten, aber doch auch irgendwie nicht. Religion fließt zwar ein, allerdings sagt der Titel ja schon, dass es um Leute geht, die auf Religion zurück greifen, wenn sie sie gerade mal brauchen, um bspw. Taten zu begründen oder geheuchelte Vergebung zu finden. Dementsprechend melancholisch, eingängig, packend, magisch wird hier auch agiert. Dunkel trifft Licht, bittersüße Gleichgültigkeit trifft unterkühlte Schönheit. Ich liebe diese Gegensätze bei BNC und ihre sexuellen Anspielungen, die auch hier versteckt sind! Make A Run  sagt eigentlich schon genug und sticht musikalisch bisher am meisten heraus. Percussions, dunkle Erotik, knisternd, geheimnisvoll, BDSM Pop, mystische Atmosphäre, Verstörendes trifft auf bittersüß-verführerische Harmonien, grandios hervorstechender Gesang. Gespielin und Herrin zugleich - muss man auch erstmal stimmlich und von der Präsentation her schaffen! Emese hat durch ihre bewegte Vergangenheit eben allerlei Möglichkeiten! Absoluter Anhör-Tipp des Tages! Als nächstes erfasst Euch der Maelstrom  und der hat es in sich! Wabernd, brodelnd, anziehend, unterkühlt und doch warm, dunkel und doch hell. Dunkel-romantische Atmosphäre, Infektionsgefahr, Sucht-Potenzial! Vorsicht, ansteckend! Wundervoll, einfach nur wundervoll! Private Religion, mit 4:45 Spielzeit das längste Stück der Platte. BDSM Verweise, Arroganz, Selbstverwirklichung / -auslebung, Drogen? Vielleicht alles zusammen? Auf jeden Fall feucht fröhlicher Spaß mit einer Stimmlage, die Erinnerungen an Stimmwunder Amy Winehouse weckt. Viel zu früh von uns gegangen! Aber dank BNC lassen wir uns durch Emeses Stimme verwöhnen! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt! Aber was gibt es schöneres, als Children At Play  zuzuschauen? Verspielt verträumte Melodien, Kinderlied Atmosphäre, aufgepeppte 80er, großartiger Gesang, verruchte sexuelle Anspielungen. Welch wunderschöner Ausklang! 

 

Fazit: Ich habe es eingangs schon erwähnt und sage es nochmal: Black Nail Cabaret ist eine der spannendsten, aufregendsten Formationen, die wir aktuell in der Szene haben und eine derjenigen, die noch wirklich schwarz sind! Verrucht, Meister der Gegensätze, Götter der Elektronik, Stimmwunder, extrem vielseitig, packend, bezaubernd, prickelnd, geheimnisvoll, versaut, anstößig, wachrüttelnd - man könnte ewig mit weiteren Eigenschaften aufwarten, die diese grandiose Formation ausmachen! Hier ist Kunst groß geschrieben und wir werden noch viel von ihnen hören! Ich denke, Szene-Legende darf irgendwann auf ihren Fahnen stehen! Ich bin dunkelauf begeistert und kann Euch nur WÄRMSTENS empfehlen, Euch diesen Namen zu merken und ihre Musik zu konsumieren! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=DiMzl5YgoZA    No Gold (official Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=tK7lG85cmnw    My Casual God (official Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=kc3WzYx34jo    Maelstrom (official Video)

Die heutige Band muss man zu den Legenden zählen, gehören sie doch zu den ganz Großen im Death Metal! 37 Jahre hat diese Formation schon auf dem Buckel und weiß immer noch mit den selben Eigenschaften zu agieren wie in den vorangegangenen 36 Jahren! Ich bin stolz, sie hier dabei zu haben! Die Rede ist natürlich von Vader

 

1983 wurde die polnische Band aus Olsztyn gegründet. Piotr Peter Wiwczarek, damals noch Bassist und Gitarrist Zbigniew Vika Wroblewski riefen sie ins Leben, einen Monat nach Gründung wechselte Piotr an die Gitarre. Der Gig auf dem 1986er Metalmania Festival gilt für die Band bis heute als erster großer Schritt und erster überregionaler Erfolg. 1988 übernahm Piotr auch noch den Gesang. In ihrer langen Geschichte haben sie natürlich auch etliche Mitglieder kommen und gehen sehen, manche blieben nur für eine Veröffentlichung oder eine Tour. Darunter befanden sich auch prominente Gäste: Jacek Jackie Kalisz (Ex-Evil Death), Docent (Slashing Death), Mauser (Dies Irae, UnSun), Zabek (Yattering), Simon (Hunter), Novy (Behemoth), Daray (Vesania, Dimmu Borgir),  Martin & Vogg (Decapitated), Reyash (Incantation), Pawel Paul (Hellborn) & Marco Martell (Against the Plague). Auch einige bekanntere Labels nannte die Band ihre Heimat, wie Earache Records und Metal Blade Records. Mittlerweile fühlen sie sich seit 2009 bei Nuclear Blast pudelwohl. In ihrer Diskografie finden sich auch zwei Alben, auf denen nur Cover Versionen vertreten sind (Future of the Past,  1996 & Future of the Past II - Hell in the East, 2015)! Auch herbe Rückschläge musste die Band hinnehmen. Schlagzeuger Doc hatte mit schwerer Drogenabhängigkeit zu kämpfen, einige Entzugskliniken hinter sich sowie einen schweren Unfall, 2005 musste er sogar wegen seiner Sucht aus der Band geworfen werden. Am 19.08.2005 verstarb er mit nur 35 Jahren. Vader widmeten ihm daraufhin The Art of War. Im selben Jahr gab es auch musikalisch ein neues Kapitel der Bandgeschichte und der Schriftzug des Bandnamens wurde geändert. 2007 gab es anlässlich des 25-jährigen Jubiläums ein Doppel-Album, das mit Neuaufnahmen von 25 der wichtigsten Vader-Stücke gefüllt war! Sogar für das Spiel The Witcher  wurde im selben Jahr ein Stück aufgenommen. Skandalfrei blieb es natürlich auch nicht, nur wurde das vor der Öffentlichkeit gut geheim gehalten. Mauser verließ die Band 2008, um an seinem eigenen Projekt UnSun zu arbeiten und hatte die Zeit für Vader nicht mehr. Daray hingegen wechselte zu Dimmu Borgir, wovon er schon vor seiner Zeit bei Vader träumte. Er verabschiedete sich aber nicht von der Band, sondern schob angebliche Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Band vor. Sänger und Gitarrist Piotr erfuhr erst später via Internet von Darays Wechsel. Zudem wurde der Hammer noch fetter, als er kurz vor dem großen Jubiläums-Konzert erfuhr, dass die gesamte Besetzung aussteigen würde! Damit die Atmosphäre nicht beeinträchtigt wurde, drang nix nach außen zu den Fans. Ja, so schnell kann es gehen und derlei Nummern sind nicht so selten. 2017 gab es Erfreuliches, denn mit Dark Age  wurde anlässlich zum 25-jährigen Jubiläum das erste Album The Ultimate Incantation  mit allen darauf enthaltenen Songs neu aufgenommen und veröffentlicht! Piotr ist das einzig verbliebene Gründungsmitglied. Ihm zur Seite stehen Gitarrist Marek Spider Pajak (Esqarial, seit 2010), Bassist Tomasz Hal Halicki (Dead Infection, seit 2011) und Schlagzeuger James Stewart (Divine Chaos, seit 2011). Die letzten Lebenszeichen waren das 2017er Album Dark Age  und die 2019er EP Thy Messenger

 

Seit dem 01.05.2020 ist nun endlich das 14. Album (von Cover Alben und Neuaufnahmen abgesehen) der Polen, Solitude In Madness, für Euch erhältlich! Ich bin extrem gespannt, was uns nach 37 Jahren hier erwartet! 

 

Den Anfang macht die bereits vorab veröffentlichte Single Shock And Awe. Derbes Death Thrash Metal Gewitter donnert da über den Hörer und erwischt ihn wie ein Panzer bei vollem Karacho! Piotr keift wie eh und je und pusht damit das Gedröhn seiner Mitmusiker. Zwischendrin gibt es traumhaft schöne Melodien und Riffs. Mächtiger Opener! Auch das nächste Brett Into Oblivion  ist eine Single, zu der es sogar ein Video gibt und dieses Monstrum hat es in sich! Düsterer, keifender, zähnefletschender, stampfender, nach vorne walzender Death Metal, wie wir ihn von den Polen lieben! Moshen und headbangen ist hier Pflicht! Despair  dürfte dem einen oder anderen Fan schon bekannt vorkommen, war diese Granate doch bereits auf der Vorgänger EP Thy Messenger  vertreten! Finsterer, gnadenloser, pfeilschneller, alles zermalmender, dafür kurzer Death Thrash, der aufräumt! Dafür ist Incineration Of The Gods brandneu und länger; mit 3:33 min sogar das bisher längste Stück der Platte! Tonnenschwerer, finsterer, angriffslustiger Death Thrash walzt hier aus den Boxen und legt ein Tempo an den Tag, dass niemand entkommt, egal wie schnell er rennt! Diesen Panzer kann man nicht abhängen! Thematisch passt Sanctification Denied  natürlich perfekt dazu und ist sogar 2 Sekunden länger! Auch musikalisch räumt das Monstrum ähnlich auf und zeigt der Kirche,wo der Hammer hängt! In dem Zusammenhang muss die Gegenseite natürlich auch zum Zuge kommen und sie zeigt, was der Teufel daraufhin tut: And Satan Wept! Aufräumender Hochgeschwindigkeits-Death Thrash dröhnt derweil aus den Boxen und entfacht das Höllenfeuer, um den köstlichen Eber servier-bereit zu grillen! Ja, unsere Partys laufen nun mal so, im Himmel ist es langweilig! Kleiner Death Metal Spaß am Rande. Seelenleben und eigene körperliche Fassung gehören natürlich auch zu den Vader-typischen Themen. So auch Emptiness  und angesichts der Thematik ist der straight nach vorne Death Thrash natürlich deutlich melancholischer angehaucht (wenn man das so nennen kann). Ja, auch die polnische Death Thrash Front kann Gefühl! Auf ihre Art, aber es trifft den Hörer direkt in den Magen und attackiert das Herz. Sehr geiles, packendes Teil! Kurz, aber oho! Dürften die Hardcore-Fans ebenfalls von der Vorgänger EP kennen! Ich habe das Gefühl, dass Titel 4 bis 8 zusammenhängen. Der Titel Final Declaration  lässt es vermuten. In ihm gipfeln die vier Stücke. Hier bricht die Apokalypse aus. Flammenmeer, gepeinigte Seelen, alles vernichtender Death Thrash, finsterstes Gekeif, höllisch gute Riffs! Ein Death Thrash Traum! Satan, Anti-Kirche, Anti-Religion, Schäden durch Religion - schon fast alles dabei, was der Kritiker auf einem Death Metal Album sucht! Mit der nächsten Nummer setzen die Polen aber bekanntlich noch einen drauf: Dancing In The Slaughterhouse! Nix für Veganer und Fruttaner. Aber Fleisch-Fans kommen voll und ganz auf ihre Kosten! Bei diesem pfeilschnellen Death Thrash und den Thrash typischen Rufen kann die Party auch nur gut werden! Kompromisslos, gnadenlos, extrem, hohes Tempo - so muss das! Stigma Of Divinity. Ein Titel, der sowohl Ohren als auch Augen und Herz verwöhnt! Zu vernehmen ist Vader-typischer Death Metal, der alles niederwalzt, was noch halbwegs lebendig ist! Ein Klang-Gewitter, das seinesgleichen sucht! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt. Aber nicht ohne ein grand de final! Das gibt es in Form der zweiten Vorab-Single Bones. Artwork in musikalischer Vollendung, perfekt wiedergegeben! Melancholisch, melodisch, Death, Thrash, traumhaft schöne Riffs, walzend, nach vorne preschend - Alle Album-Elemente sammeln sich in dieser Bestie! Einfach nur extrem geil und großartiger Schluss-Schuss! Zudem gibt es ein endsgeiles Outro! Unbedingt anhören! Mein absoluter Anhör-Tipp!

 

Fazit: Vader beweisen, dass sie zu den Formationen gehören, denen noch lange nicht die Puste aus geht! Es gibt immer mehr dienstältere Bands, deren Zenith überschritten ist, sowohl auf CD als auch live. Welche das sind, muss Jeder selber festlegen. Vader sind kein Fall davon! Im Gegenteil, sie zeigen den aufstrebenden Jungspunden sogar noch mal eindringlich, wer immer noch auf dem Thron sitzt! Dieses Album zeigt vor allem, wie die Polen mittlerweile agieren! Statt reinem Death Metal mischt sich immer mehr Thrash mit rein, mal vordergründig, mal mittendrin. Vader, wie wir sie kennen und lieben gelernt haben, der typische Vader Death, findet sich hier nur noch vereinzelt. Das ändert aber nix an der Tatsache, dass dieses Monstrum Gigantum einschlägt wie eine Bombe! Hier bleibt nix am Leben, alles wird zermalmt. Zurück bleiben nur Ruinen, Staub und Knochen (um den Schluss-Ton mal aufzugreifen). An ihrer Energie haben sie nix eingebüßt! Piotr keift wie in jungen Jahren, James zerstört förmlich sein Schlagzeug und Spider legt grandiose Riffs an den Tag! Das alles wird von Hal entsprechend befeuert, dessen Bässe direkt ins Fleisch schneiden! Ein Faustschlag in die Fresse der Religion! Mein Death Thrash Highlight diesen Jahres! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=0QYl0Ou-3dw    Despair  (schon auf der Vorgänger EP)

 

https://www.youtube.com/watch?v=T6R4QASBJQQ    Emptiness (schon auf der Vorgänger EP)

 

https://www.youtube.com/watch?v=C1_SREPVPT0    Shock And Awe (official Lyric Video, Vorab-Single)

 

https://www.youtube.com/watch?v=RAsshq_CCQ8    Bones (official Visualizer, Vorab-Single)

 

https://www.youtube.com/watch?v=jVtC6a_YJV0    Into Oblivion (official Video)

Die heutige Band darf man auch zu Legenden zählen und dann auch noch zu den Szene-Legenden! Seit 1998, also seit 22 Jahren, verzaubert sie uns mit ihren unendlichen Klangweiten und demonstriert uns die Vielseitigkeit von Krach. Unzählige Klang-Experimente werden hier ausgetüftelt und -gelebt. Die Diskografie ist wahnsinnig umfangreich. Feiert mit mir Xotox

 

Andreas Davids ist der Meister hinter den Maschinen. Technoide Beats, monumentales Dröhnen, einprägsame Melodien, düstere Samples und Horrorfilm-Atmosphäre sind sein Reich und Markenzeichen. ProNoize / Dark Dimensions war bis 2019 seine Label Heimat, limitierte Stücke gingen über Labels wie Rustblade und seit 2020 ist er bei Infacted zuhause. Unzählige Club-Klassiker der Marke EisenkillerMechanische Unruhe, Xo(toxic)  und Ewig  rotierten zu Tanzflächen-Klassikern und wurden 2016 unter dem Titel Essentials  auf einer Best of verewigt, 8 Jahre nach Hyperactive  (zu finden unter dem Punkt Frühwerk, hier auf der Homepage). Sogar ein Live-Album geht bereits auf sein Konto! Auf unzähligen Szene- und Szene-Magazin-Samplern sind seine Tracks zu finden. Festivals wie das WGT, NCN und das E-Tropolis werden regelmäßig aufgesucht und die Hallen bzw. Freiluft-Plätze sind gut gefüllt. Xotox gehören zu den Bands, die es geschafft haben, sich einen Meilenstein in der Szene-Musik zu setzen! 2014 erschien das letzte Werk Redux.

 

6 Jahre später, am 24.04.20, erschien das brandneue Doppel-Album Gestern  und ich habe die Ehre, es Euch heute vorstellen zu dürfen! Ich bin mega gespannt, wie es diesmal klingt!

 

Den Anfang macht auch direkt eine Single und Titelstück der gleichnamigen EP: Sorgenkind. Ungewohnt emotional, dunkel-romantisch, packend, traurig, mit einschneidendem Sample wird hier agiert! Wunderschöne Melodien, 80er Flair, wummernde Bässe. Eine Hymne, die ebenfalls ihren Weg zu den Xotox-Klassikern finden wird und ein wundervoller Einstieg! Ein Titel, der schon viel sagt, bevor man ihn überhaupt angehört hat: Zeitgeist, Baby!  Verzweigte Elektronik, überall brodelt und zischt es, typische Xotox-Elemente treffen auf neue Klang-Experimente. Es lebe das xotoxische Labor! Hier darf wieder intensiver bewegt werden und die Maschinenfest Fans kommen auf ihre Kosten! Natürlich dürfen auch die Endzeit-postapokalyptischen Realitäts-Perlen nicht fehlen und Welt-Alarm  ist das perfekte Beispiel dafür! Chaos, verzweigte Elektronik, Schreie, Sirenen, Panik, es ist kurz vor 12! Sehr geil gemacht und steigert sich im Verlauf immer mehr! Das sind Xotox, wie wir sie lieben! Haunted  ist eine Perle, die in der Form neuer im Klang-Kosmos ist. Blubbernde Elemente, hallende Atmosphäre, interessante Szenerie, Dschungel-Percussions. Neu, ungewohnt, aber sehr genial gemacht! Könnte in einem zerfallenden Industrie-Gelände im Morgengrauen entstanden sein! Nach allem, was bisher behandelt wurde, ist nun das Weltall dran. Aktueller denn je, nachdem Besatzungs-Mitglieder für eine Besiedlung des Mars ausgesucht werden. Äußerst fraglich, wenn Ihr mich fragt. Xotox haben das Thema mit UFO  aufgegriffen und ich persönlich bin riesen Xotox-Fan, weil Andreas es jedesmal schafft, Thematiken nur mit Geräuschen, Samples und Melodien umzusetzen und zwar so, dass man konkrete Bilder und Filme vorm geistigen Auge hat! UFO  ist da ein perfektes Beispiel! Geräusche wie aus einem UFO, das von der ISS identifiziert wird und uns seine Botschaften sendet. Brandneu im Klang-Kosmos und sehr geil geworden! Ein Tagtraum im Regen. So etwas hat man bisher auch noch nie in einer xotoxischen Tracklist gelesen! Wieder einmal hat Andreas das grandios umgesetzt! Gewaltige Szenarien, monumentales Dröhnen, düstere Klang-Experimente. Ich hätte es mir noch etwas sanfter gewünscht aufgrund der Thematik, aber wer sagt, dass die Sound-Gebilde deswegen immer so dahin plätschern müssen? Vielleicht ist es ja auch ein Alptraum ... ?! Fuck You Very Much  hingegen ist ganz typisch Xotox. Zumindest was den Titel anbelangt. Euch erwartet ein gehässiges, böse lachendes, Mittelfinger entgegen streckendes Klang-Labyrinth, das es faustdick hinter den Ohren hat! Sehr genial gemacht und in der Form ebenfalls neu im Klang-Kosmos! Standing On The Top Of A Rusty Moutain  liest man ebenfalls selten in einer Xotox Tracklist. Andreas veranschaulicht uns hier seine Version einer Natur-Doku. Monumentale Konstrukte, stampfende Bässe, phänomenale Aussicht, grandioses Wetter! Alles was dazu gehört! Sehr geil! Zu Tief. Tief unter die Haut fährt dem Hörer, was hier passiert. Monumentales Dröhnen, Endzeit, verzweigte Klang-Landschaften, unzählige Klang-Spielereien, massives Graben. Untergrund, Bau-Projekte, spärliches Licht. Optimale Xotox-Kulisse! Wir haben die Wirklichkeit zerstört. Schließt die Augen und lasst den Titel wirken. Viel braucht man dazu nicht sagen. Dementsprechend düster, massiv, walzend, vernichtend ist dieses Monument auch! Zum Tanzen eignet es sich zudem! Das falsche Licht  ist mit 05:33 der längste Track der CD und der Xotox-typischste. Horrorfilm-Sequenzen, Gänsehaut-erzeugende Atmosphäre, creepy Sequenzen, düstere Elemente, pfeilschnelle Geräuschkulissen, wabernd stampfende Bässe, Schreie. Was hier neu ist, sind vereinzelte Lichtblicke. Mehr Xotox geht nicht, sehr geil gemacht! In eine ähnliche gedankliche Richtung wie Wir haben die Wirklichkeit zerstört  geht Die neue Normalität. Endzeit, Chaos, Geräusch-Wirrwarr, Panik, feinste Nuancen, monumentales Stampfen, massives Dröhnen. Die neue Normalität erhebt sich und dominiert den Hörer hier wie in der realen Welt. Sehr geil umgesetzt! Auf diesem Xotox Meisterwerk finden sich viele ungewohnte, tief greifende Thematiken. So auch die Horizontalverschiebung. Hier vereinen sich alte lieb gewonnene und brandneue Xotox-Elemente zu einem faszinierenden Klang-Gewitter! Überall pfeift und zischt es, wabernde Klänge, massives Druming, Percussions, Klänge wie bei einem Pistolen-Schuss. Hier kommt unglaublich viel zusammen und es ist einfach nur genial gemacht! Trotz all der bedrückenden Thematiken und Klänge sagt Andreas dennoch: Keine Angst  und beendet damit CD 1. Er hat gut reden, gibt es doch hier wieder Horrorfilm-Szenarien, typische creepy Xotox-Schocker, düstere Sequenzen, Stahlwerk-Klangwelten. Finsteres, höchst geniales Finale! Die Message mutet sehr sarkastisch an angesichts dessen, was sich hier abspielt! CD 2 ist eine Mischung aus der UFO  EP & Remixen zum Album geworden. Dabei werden Euch 2 Tracks bekannt vorkommen. Den Anfang macht die UFO  EP mit dem gleichnamigen Titelstück. Doppelt hält besser und dieses geniale Stück elektronischer Meisterleistung hat es verdient, hier zweimal vertreten zu sein! Als nächstes präsentiert sich UFO (ES23 Remix). Durch Daniel Pads Überarbeitung wird das Weltraum-Ungetüm club-tauglich und extrem tanzbar! Suchtgefahr liegt bei 1000 Prozent! Geiles Teil, ich fordere eine weitere Kooperation beider Masterminds! Als nächstes schwebt UFO (Wesenberg Rework)  aus den Boxen. Produzent, Rotersand, Future Lied To Us  und Radioaktivists  Maschinist Krischan Jan-Eric Wesenberg verleiht dem Weltraum-Ungetüm durch seine Version technoider Geräusch-Welten seinen ureigenen Stempel. Ebenfalls sehr gelungen! Die nächste UFO Version ist der Plan-9 Remix by MS Gentur. Das Kult Industrial Projekt bringt mit seinen gigantischen Klang-Welten eine weitere neue Ansicht und verstärkt die düsteren Klänge. Urgewaltig, massiv, beeindruckend, ebenfalls sehr geil! Es folgt der UFO Probe Remix. Techno, Industrial & Rhythm ´n´ Noise vereinen sich zu einem gigantischen Sound Brei und dröhnen durch den Hörer hindurch. Wunderschöne, zeitlose Melodien fließen durch das Klang-Gewitter und erhellen es mit strahlendem Schein! Diese Sounds als Wecker und Ihr springt aus dem Bett! Ebenfalls sehr geil! Eine weitere UFO Version liefert Pete Crane, Mastermind bei Shiv-R und mittlerweile auch solo aktiv. Seine technoiden Beats passen sich den Xotoxischen an und die Beiden liefern sich ein spannendes Klang-Duell. Hier mischen sich Dark Electro, Techno, Rhythm ´n´ Noise und Industrial zu einem faszinierenden Showdown! Absolut tanzbar, extrem ansteckend! Die letzte UFO  Version liefert der Laermpegel Remix. Der Hall der Samples ist verschwunden, alles wirkt ein wenig retro, Percussions und unzählige Klang-Spielereien blitzen überall auf. Interessante Version, spannend gemacht! Sehr cool! Als Abschluss der UFO  EP präsentiert sich noch einmal Wir haben die Wirklichkeit zerstört, hier allerdings in der Instrumental Version. Auch dieses Epik-Werk verdient es, doppelt vertreten zu sein! Es folgt Die neue Normalität (Autoclav1.1 Remix). Tony Young ist der Mann hinter dem Projekt, zusätzlich ist er Musikproduzent. Orchestrale Kompositionen, IDM, Industrial und moderner Electro sind sein Zuhause. Er bringt eine gewisse Freude und seine ganz ureigenen Klang-Welten ein und verfeinert die feinen Nuancen. Sehr genial! Mit der Zeitstation Bermuda  hat sich ein bis dato unveröffentlichter, brandneuer Track auf die Bonus CD geschlichen und Andreas schenkt uns hier erste Einblicke über die Retro-Version. Bedrückende Samples, Endzeit, pfeilschnelle Percussions, düstere Atmosphäre, deftiges Schnauben. Das Bermuda-Dreieck hat eine musikalische Umsetzung erhalten, die ihm nur allzu gerecht wird! Ich finde es sehr geil! Als nächstes erwartet Euch Wir haben die Wirklichkeit zerstört (Sven Phalanx Destroyed Reality Remix)Sven Phalanx  ist über seine Projekte Schattenspiel  und Schwarzwald  bekannt geworden. Jüngst hat er dieses Jahr mit Andreas ein gemeinsames Album veröffentlicht, auch via Infacted, auf dem sie spacigen Ambient fröhnen. Hier haben sich die Beiden erneut zusammen getan und eine Space Techno Rhythm ´n´ Noise Perle erschaffen, die nicht von dieser Welt stammt! Ich bin schockverliebt, wundervoll! Ein weiterer alter Bekannter meiner Homepage hat sich ebenfalls mit Andreas zusammen getan bei Fuck You Very Much (Stahlschlag Remix). Ein Klang-Gewitter, welches seinesgleichen sucht! Episch, düster, extrem nahe an der Alien  Filmreihe! Wahnsinnig geil! Zuguter letzt dröhnt noch Zeitstation Bermuda (480Billionen Remix)  aus den Boxen. Walter Quist steckt hinter der Version und liefert mit seinen Klang-Welten unzählige Klang-Spielereien, die mal laut, mal leise dieses Ungetüm umgeben und ihm den Klang wie aus dem Innern eines U-Boots verleiht. Sehr geiles Finale! 

 

Fazit: Für mich ist und bleibt Xotox die beste Rhythm ´n´ Noise Band! Wie Andreas seine Thematiken angeht, ist jedesmal schier umwerfend! Das aktuelle Album ist nicht gänzlich ein Club-Album, aber zum Tanzen gibt es mehr als genug und mit 2 prall gefüllten CDs erhaltet Ihr ein feines Geschenk, ohne dass Ihr Album und EP kaufen müsst! Ich finde es erstaunlich und bemerkenswert, dass Andreas nach 22 Jahren immer noch neue Sachen ausprobiert! Natürlich fließt auch Altbewährtes mit ein, aber die Klang-Universen zu erweitern scheut er nicht und es klingt einfach nur geil! Starkes Album, starke Remixe - was will man mehr?! Weiter so! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=Z7JA3CztD0c       Sorgenkind

 

https://www.youtube.com/watch?v=uRUhmtJiZx0    UFO

 Die heutige Band, ebenfalls Finnen, kann man erst recht zu den Legenden bzw. legendären Größen zählen, existiert sie doch bereits seit 2003. Zudem ist diese Formation wahrlich berühmt berüchtigt. Ihre Musik ist in der Form auch recht einzigartig und sie wissen zu schocken, dennoch bewegen sie die Masse. Macht Euch bereit für die einmaligen Turmion Kätilöt

 

Übersetzt lautet der Bandname übrigens Die Hebammen des Verderbens. Das dürfte schon einiges über sie aussagen. Im Spannungsbogen von Crossover, Alternative Metal, Techno und Industrial Metal ist ihre Musik anzusiedeln. Die feinsten Elemente dieser Stile werden hier miteinander verwoben. Sänger Petja Turunen alias MC Raaka Pee und Gitarrist Late Kauppinen alias DJ Vastapallo lernten sich in der Goth Metal Formation Ancient Drive  kennen, in der sie jeweils als Keyboarder und Gitarrist tätig waren. Nachdem sich die Band aufgelöst hatte, beschlossen die Beiden, eine eigene Band zu gründen. Die Geburtsstunde von Turmion Kätilöt! Mit Bassist Hannu Voutilainen alias Master Bates, Keyboarder Janne Tolsa alias RunQ (TarotEternal Tears of Sorrow) und Schlagzeuger DQ waren bald drei weitere Mitglieder gefunden. Texte und Musik stammen dennoch aus der Feder von MC Raaka Pee und DJ Vastapallo. Ende 2004 kam mit Tuomas Rytkönen alias Spellgoth ein zweiter Sänger dazu, dieser fungierte aber nur live, nicht im Studio. 8 Alben, eine EP, eine Best of und mehrere Singles haben sie bisher veröffentlicht. Zu großen Teilen agiert immer noch das selbe Line-Up. DJ Vastapallo wurde allerdings 2009 durch Miikka Närhi alias Bobby Undertaker an der Gitarre ersetzt und Saku Solin alias Shaq-U ersetzte Spellgoth als zweiten Sänger. Mittlerweile sind die Herren bei Nuclear Blast. 

 

Seit dem 17.04.20 ist ihr 9. Album Global Warning  für Euch erhältlich! Bereits das Artwork macht auf sich aufmerksam und in Verbindung mit dem Titel bin ich sehr gespannt, was uns hier erwartet! Deswegen geht es jetzt auch direkt los!

 

Den Anfang macht auch direkt eine Single: Naitu, zu deutsch verheiratet. Pfeilschneller Electro, fette Beats, kräftiger Alternative Metal, pfeilschnelles kräftiges Gekeif, Ohrwurm-Garantie erwarten Euch hier! Die Gefahr der Sucht ist allgegenwärtig und der Opener sorgt mit seinen Melodien und dem Tempo für Bewegungszwang, um die durch Corona entstandenen Fett-Pölsterchen weg zu tanzen! Starker, cooler Opener! Und die nächste Single Kyntövuohi (zu deutsch Ziege pflügen) schließt sich direkt an. Diese unterscheidet sich sehr vom Opener. Party Feeling weicht düsterem Gedröhn, Electro weicht straight nach vorne Crossover. Statt tanzen liegt der Fokus auf headbangen. Der Refrain jedoch ist hymnisch aufgebaut und hier ist der Electro im Hintergrund vernehmbar. Cooler Track, der genauso viel Freude bereitet! Sogar Klargesang ist hier zu vernehmen! Sehr vielseitige Finnen! Sylkekää siihen (zu deutsch drauf spucken) hingegen ist die nächste Party Metal Hymne, wenn sie auch recht düstere Einschläge besitzt. Russische Folklore trifft auf finnische Party Freude, Mittelfinger Poesie auf Revolution und Befreiungsschlag! Geniale Mischung, direkt mitreißend, derbe auf die 12 und nordischer Arschtritt vom Feinsten! Ich will Euch eskalieren sehen! Als nächstes gibt es einen Toast auf Viha ja rakkaus (Wut und Liebe). Dunkel-romantische Jahrmarkt-Melodien, düsterer Crossover, nach vorne walzender Metal, derbes Gekeif, emotionaler Refrain. Ja, diese Finnen können auch romantisch! Auf ihre Art, aber es berührt auf ihre Art! Den nächsten Titel braucht man bei jeder BDSM-Aktivität und ich könnte mir vorstellen, dass die Herren sich darauf beziehen: Turvasana  (Sicherheitswort)! Fetter Blast, Electro, wummernde Bässe, Tanzzwang, mitreißend, umblasend! Weitaus düsterer und ernster wird es da schon mit Kuoleman juuret  (Die Wurzeln des Todes). Es bleibt zwar straight nach vorne, die russische Folklore schwingt mit, der Refrain ist extrem hymnisch, dennoch ist eine Bitterkeit spürbar und eine schwere Melancholie liegt allem inne. Vielleicht ist es deshalb in diese explosiven Melodien und Walzen verpackt! Syvissä vesissä (In tiefen Gewässern) ist dann der pure Industrial Metal! Explosiv, straight nach vorne, fetter Blast, alles weg blasend! Dennoch gibt es wieder viele hymnische Momente und nordische Lebensweise! Sano kun riittää  (Sag wann genug), die dritte und letzte Single, könnte eine weitere BDSM-Hymne sein. Ich vermute aber eher, dass es um ungesunde Beziehungen geht. Denn dem derben Industrial Crossover Techno Metal liegen opernhafte Elemente und eine tiefe Tragik inne. Ketten sprengen, den Erniedrigungen entgehen, Flucht, evtl Rache - all das schwingt hier mit! Jumalauta (Gottverdammt) steht dem derben Industrial Metal des Vorgängers in nix nach. Pfeilschneller Keif-Sprechgesang, verzweigte Elektronik und kehliges Gekreisch gehören aber ebenso zum guten Ton! Unterstreicht die Message hervorragend! Ja, die Finnen sind auf 180! Weitaus düsterer wird es thematisch dann wieder bei Revi minut auki  (Reiß mich auf). Musikalisch ist es weniger düster, sondern der Techno Industrial Metal lädt erneut zum Tanzen ein! Flotte Melodien, pfeilschnelles dominantes Gekeif, derber Blast! Tanzen und headbangen gehen hier gleichzeitig! Syntisten laulu  (Das Lied der Sünder) hingegen ist eine Industrial Crossover Metal Hymne für uns! Glorreich, Serien-Melodien der 80er, nach vorne walzend, alles niedermähend! Fäuste hoch und unserer Hymne geheiligt! Ikävä  (Langweilig) wird es hier sicher nicht! Aber ich könnte mir vorstellen, dass die Herren hier die Langeweile mancher Mitmenschen behandeln! Industrial Techno Metal, Jahrmarkt-Opern-Melodien, bittere Breitseite - sehr geil gemacht! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt. Aber nicht ohne eine lieb gewonnene Tradition der Finnen. Mosquito A La Carte  ist nämlich der 5. Teil ihrer To be continued  Reihe. Spanisches Feuer, derber Industrial Metal, Gemetzel a la Carte, Außergewöhnliches und Herausstechendes der Finnen. Fettes Finale! 

 

Fazit: Ebenso wie Oranssi Pazuzu sind Turmion Kätilöt eine finnische Band, die in dieser Form einzigartig ist! Aber im Gegensatz zu Oranssi Pazuzu liefert die Musik dieser vielseitigen Finnen viel mehr Zugang und Melodien, die für den Großteil der Hörer zutraulicher sind! Selbstverständlich haben auch sie ihre Message, die sie mit derbem, blastigen Industrial Metal umsetzen. Aber es ist einfach verdaulicher und bei weitem nicht so verschachtelt. TK ist eine Band, die einfach riesigen Spaß macht! Tanzen, headbangen, nachdenken, eskalieren, dem Alltag entfliehen - all das bietet ihre Musik! Ich muss sagen, ich bin heute Fan geworden und ich hoffe, das wird vielen anderen genauso gehen! Für mich ein weiteres DER Metal-Alben des Jahres 2020!

 

Biss bald, stay tuned CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=ltsVs2_HIBc    Naitu

 

https://www.youtube.com/watch?v=RHCJyuY2GI0    Kyntövuohi

 

https://www.youtube.com/watch?v=O023WfMUPng    Sano kun riittää

Die heutige Band verdient den Legenden-Status meiner Meinung nach auch, immerhin existiert sie seit 13 Jahren! Allerdings ist es gut möglich, dass es Euch wie mir geht und Ihr zum ersten Mal von der Band hört! Daher ist es umso wichtiger, dass sie heute hier verewigt werden. Die Rede ist von Oranssi Pazuzu

 

2007 gründete sich die finnische Psychedelic Black Metal Band aus Tampere. Zum damaligen Zeitpunkt bestand sie aus Sänger & Gitarrist Juho Jun-His  Vanhanen (u. a. auch bei Beastmilk und Grave Pleasures aktiv), Schlagzeuger Korjak, Gitarrist Moit, Keyboarder & Percussionist Evil und Bassist / Gitarrist Ontto. Der Bandname setzt sich aus dem finnischen Wort oranssi (orange) und Pazuzu, einem Winddämon aus der babylonischen Mythologie, zusammen. 2008 nahmen sie in Korjaks Familienhütte ihr Debüt Album Mukkalainen puhuu  auf. 2009 wurde es über Violent Journey Records veröffentlicht, 2010 folgte direkt eine Split LP mit Candy Cane. Der Nachfolger zum Debüt, Kosmonument, erschien 2011 via Spinefarm, 2013 das Follow up Valonielu via Svart. Das letzte Album Värähtelijä  erschien 2016, als letztes Lebenszeichen die zweigleisige EP Kevät / Värimyrsky . 2016 wurde Gitarrist Moit von Ikon ersetzt, ansonsten sind noch alle Mitglieder der Ursprungs-Besetzung dabei. James Christopher Monger von AllMusic schrieb der Band folgende Kategorisierungen zu: Black Metal, Psychedelic Rock, Space Rock und Prog Metal. Ein interessantes Spannungsfeld, das Euch hier erwartet! 

 

Seit dem 17.04.20 ist nun Album Nummero 5, Mestarin kynsi  (Der Nagel des Meisters), via Nuclear Blast für Euch erhältlich. Leider sind nur 6 Tracks darauf enthalten, ich bin dennoch mega gespannt, was hier alles passiert! 

 

Den Anfang macht Ilmestys  (Offenbarung) und direkt schon beim Opener zeigt sich, was die Finnen so alles fabrizieren können. Wuchtig düstere Elemente, fast schon aus dem Industrial / Noise Bereich dominieren das Klangbild und jagen dem Hörer Horror-Schauer über den Rücken. Irgendwann kommt düsterstes Gekeif mit dazu, gepaart mit psychedelischen Ausrufen. Dieses Monstrum stammt aus dem tiefsten Keller, aus der tiefsten Höhle Skandinaviens. Einfach nur krass! Irgendwann ändert sich die Klangwelt und Psychedelic Black Prog Space Metal dröhnt aus allen Winkeln und Ecken! DAS ist eine Krach-Kombo! Was für ein Einstieg! Tyhiyyden sakramentti  (Das Sakrament der Leere) klingt da schon deutlich einladender. Mystisch, psychedelisch, verzweigt, merkwürdige Atmosphäre, etwas Bedrohliches, dennoch irgendwie Vertrautes mit feineren Nuancen. Psychedelic Space Prog Rock mit wabernder Elektronik ist zu vernehmen. Die Atmosphäre erinnert an längst vergessenes Gemäuer oder einen sonderbaren Wald. Mittendrin dann wieder Black Metal Gekeif aus den tiefsten Tiefen der Hölle, welches dem Teufel selbst entstammen könnte! Mit einem Mal geht ordentliches Gedröhn los, Space Black Metal walzt sich aus den Boxen! Alles wirkt wirr, aber genial aufeinander abgestimmt! Was für ein Krach-Orchester! Es gibt tatsächlich auch eine Single! Uusi teknokratia  (Eine neue Technokratie) unterscheidet sich erneut von den bisherigen Tracks. Es wird zugänglicher! Breite elektronische Klang-Teppiche, starke Riffs, Endzeit, interessante Melodien. Über allem thront das höllengleiche Gekeif. Der erste Track, der mich zu 100 % wirklich anspricht! Zwischendrin blitzen fremdartig klingende Samples auf. Zu alldem mischt sich massiv walzender Psychedelic Space Prog Black Metal der ganz besonderen Art! Endzeit at its best! Musikalisch perfekt inszenierter Weltuntergang! Zum Ende hin gibt es sogar Sirenen! Sehr geil gemacht! Bei Oikeamielisten sali  (Die Halle der Gerechten) hört man deutlich die Herkunft der Band heraus, die Traditionelles wahrt, aber für Modernes offen bleibt und die Pforten für leicht orientalische Klänge aufstößt. Lagerfeuer-Atmosphäre in der atemberaubenden Schönheit Skandinaviens mit nordischer Kälte - ein Traum! Natürlich dürfen auch die Psychedelic Space Prog Rock Elemente nicht fehlen! Bei dem Lied wird mir merklich wohl ums Herz, zweiter Favorit! Und den höllengleiche Black Metal muss man natürlich auch nicht missen! Erinnert mich stark an das früheste Frühwerk von Bands wie Satyricon oder Dimmu Borgir. Sehr geiles Teil! Kuulen ääniä maan alta  (Ich höre Stimmen im Untergrund) ist erneut ein eigenes Universum. Industrie-Geräusche mischen sich mit Großstadt und Jahrmarkt, man hört verzerrte Trompeten, alles ist sehr industriell gehalten. Tschernobyl-Sequenzen tanzen vorm geistigen Auge. Speziell, aber genial gemacht! Wir sind auch SCHON WIEDER am Ende angelangt, aber nicht ohne dass die finnische Krach-Schmiede noch ein fulminantes Finale geht! Taivaan portti  (Das Tor des Himmels) ist der Beweis für genial verschachtelte finnische Krachwelten! Noise, Industrial, Prog, Black Metal - alles, was laut ist, fließt hier zusammen! Hier fliegen Euch die Ohren weg! Was für ein Ausklang!

 

Fazit: Was ich an der Band wirklich hervor heben muss, ist ihre Liebe zum altertümlichen Black Metal! Ihre Liebe zu den Frühwerken bereits angesprochener Legenden ist unverkennbar! Was ich hier ebenfalls faszinierend finde, dass hier einerseits das totale Klang-Chaos herrscht, Oranssi Pazuzu aber dennoch das Chaos beherrschen und obwohl es wirr klingt, ist es perfekt aufeinander abgestimmt! Zudem sind hier wirklich überaus talentierte Musiker am Werk, die ihr Handwerk verstehen und holen das Maximalste aus ihren Gerätschaften und Instrumenten raus, was überhaupt nur möglich ist! Die Vielseitigkeit der Combo ist ebenfalls faszinierend und um begreifen zu können, was hier alles zusammen kommt, müsst Ihr es mal gehört haben! Es ist sehr spezielle Musik und ich kann nicht sagen, dass hier alles gefällt! Das ist bei so einer Band schier unmöglich! Aber es ist wahnsinnig spannend und wenn man früh aus dem Bett muss, ist diese finnische Krach-Schmiede optimal! Manowar behaupten, die lauteste Band der Welt zu sein! Gegen Oranssi Pazuzu stecken sie da noch nicht mal in den Kinderschuhen! Einfach aufdrehen, spätestens die Vibrationen blasen Euch aus dem Bett! Nix für Jedermann, was mir dann doch wieder sehr zusagt! Entscheidet selbst! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=ScMbsZW3qn4     Uusi teknokratia

Heute hab ich eine der erfolgreichsten Bands der Welt! Ich sage, man kann es so bezeichnen! Nahezu alles, was diese Band musikalisch ins Leben ruft, wird Gold, bekommt Gold und ist Gold! Mehrere Auszeichnungen, Chart Platzierungen und weltweite Fan-Massen sprechen dafür! Diese Finnen haben die Welt im Sturm erobert und sie zählen damit zu den angesagtesten Legenden, die ich Euch hier präsentieren darf! Die Rede ist natürlich von Nightwish

 

1996 wurde die Symphonic Metal Band, einer von Finnlands musikalisch erfolgreichsten Exporten, aus Kitee gegründet. Tuomas Holopainen, Keyboarder und Mastermind der Truppe, war dafür der Hauptverantwortliche. Er hatte bereits in einigen Bands gespielt, selten aber Einfluss auf Songwriting gehabt und das Gefühl, musikalisch nicht genug Platz eingeräumt zu bekommen. Am Lagerfeuer im Juli 1996 entwickelte er seine Idee von atmosphärischer Lagerfeuermusik. Gemeinsam mit Tarja Turunen, in der Schule als hervorragende Sängerin bekannt und Gitarrist Erno Emppu Vuorinen bekannt er die Idee umzusetzen, die sich an UlverKveldssanger  orientierte. Im selben Jahr arbeiteten sie an ihrer ersten Demo. Sie enthielt Stücke, die Tuomas während seines Militärdienstes geschrieben hatte. Das Stück Nightwish  führte bekanntermaßen zur Namensgebung. Die Musik bestand aus Keyboard, Akustik-Gitarre und Gesang. Anfang 1997 probierte man mit Jukka Julius Nevalainen aus, wie sich das Ganze mit Schlagzeug anhört. Während der nächsten Proben wurde die Akustik-Gitarre gegen eine elektronische getauscht. In der Zeit rückte man immer näher in Richtung Metal. Tarjas Gesang war ausschlaggebend für diese Richtung, da Tuomas ihn für zu facettenreich einschätzte, um nur Lagerfeuerlieder zu machen. Im April 1997 wurde am zweiten Demo gearbeitet. Obwohl die Presse dieses extrem zerriss und Labels wie Century Media, Massacre Records und Spinefarm nie antworteten, gilt es als meistgesuchte Rarität der Band und bei Internetauktionshäusern geht es für mehrere 100 € an den Käufer. Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich alleine so ein Demo aufgenommen wird! Im Frühsommer des selben Jahres war Tuomas mit Nattvindens Grat auf Europa-Tournee, wo sie auch von Spinefarm Mitarbeiter Ewo Rytkönen begleitet wurden. Er hörte sich während der Fahrt zu den Konzerten Demos verschiedenster Bands an. Tuomas traute sich erst nicht, ihm auch Demos von Nightwish vorzulegen, doch einer seiner Kollegen redete ihm so lange gut zu, bis er es doch tat und erweckte so das Interesse des Labels, das Nightwish letztendlich doch im Mai ´97 für zwei Alben unter Vertrag nahm. Im August entstanden weitere vier Stücke, die zusammen mit denen von Demo 2 das Debüt Album Angels Fall First  bildeten. Im Oktober erschien eine Split Single, The Carpenter, auf der auch Red Light In My Eyes, pt. 2  von Children Of Bodom  und Only Dust Moves  von Thy Serpent  zu finden waren. Das sorgte auch für die ersten Chart Platzierungen in Finnland, erst Platz 8, dann Platz 3. Anfang November ´97 erschien das Debüt Album, im Dezember gab die Band das erste Konzert in Kitee. Nach 6 weiteren Konzerten fingen Emppu und Jukka an, ihren Militärdienst zu leisten, Tuomas zog nach Kuopio und studierte Umwelttechnik, Tarja studierte klassischen Gesang an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Im Sommer ´98 übernahm Sami Vänskä, der mit Tuomas schon bei Nattvindens Grat gespielt hatte, die Rolle des ersten Bassisten. Im Dezember folgte der Nachfolger Oceanborn. Tapio Wilska, zu der Zeit Roadie und Freund der Band, ist hier bei zwei Stücken als Gast-Sänger zu hören. Im Winter 1998 wurden viele Konzerte in Finnland gespielt und das in Witten ansässige Label Drakkar Entertainment wurde auf die Band aufmerksam. Sie sicherten sich die Lizenzrechte für den deutschsprachigen Raum und veröffentlichten das Album im Mai ´99. Zudem sorgte es für den ersten Chart Erfolg außerhalb Finnlands. Daraus folgte später die erste Europa-Tournee mit den Power Metallern von Rage. Tuomas berichtete später davon, dass diese Tour eine wichtige Erfahrung für Nightwish war. Sie schaffte Vertrauen und half bei der Findung einer eigenen Identität. Anfang 2000 ging es an die Aufnahmen zu Wishmaster  und Nightwish nahmen mit Sleepwalker  am finnischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teil. Tuomas dazu: Der Grand Prix repräsentiert alles, was ich an Musik hasse, die korrupte Seite der Musik; ich könnte jedesmal kotzen, wenn ich mir den Song Contest ansehe. Also dachte ich, es wäre cool mitzumachen und ihnen eine in die Fresse zu hauen, mit einer finnischen Metal Band ganz in Schwarz, moshing their heads. Im Mai erschien das dritte Album dann. Innerhalb eines Monats gab es dafür eine Goldene Schallplatte. Bei einem Konzert in Kitee gab es weitere für Oceanborn  und die Single Sacrament of Wilderness. Kurze Zeit darauf dann auch Walking in the Air  und Sleeping Sun. Dann die erste eigene große Europa-Tournee mit Sinergy und Eternal Tears Of Sorrow. Festgehalten wurde diese auf CD, VHS und DVD unter dem Titel From Wishes to Eternity (zumindest das Abschluss-Konzert). Am Ende des Konzerts gab es Platin für Wishmaster  und Gold für Deep Silent Complete. März 2001 erschien die EP Over the Hills and far away, die das Titelstück (gecovert von Gary Moore), drei weitere neue Songs und Live-Aufnahmen enthielt (zumindest im deutschsprachigen Raum). Im September tourten sie mit To/Die/For in Finnland. Das viele Touren führte zu Unstimmigkeiten in der Band, Tuomas sah sich gezwungen, die Band aufzulösen. Er entschied sich dagegen, als Bassist Sami Vänskä, langjähriger Freund, mit dem er sich nicht mehr zum Zusammenspielen imstande sah, aus der Band gezwungen wurde. Ewo Rytkönen war es, der Sami darüber informierte. Hätte natürlich deutlich besser laufen können. An seine Stelle trat Marco Hietala, den Nightwish von ihrer Tour mit Sinergy kannten (er war da Bassist). Zudem ist er seit den 80ern Sänger der finnischen Band Tarot. Im Frühjahr 2002 ging es an das vierte Album Century Child. Die Single Ever dream erhielt nach 2 Verkaufstagen Gold. Das Album schaffte das im Mai in nur zwei Stunden! Zwei Wochen später Platin (30.000 verkaufte Exemplare!). 2003 gab es die zweite Live DVD End of Innocence, auf der Tuomas und Jukka in einer dreistündigen Doku die Bandgeschichte Revue passieren lassen. 2004 dann das fünfte Album Once. 80.000 mal wurde die Single Nemo in Deutschland! Once war zudem das erste Album, das bei Nuclear Blast und nicht mehr bei Drakkar erschien. Nach der Trennung erschien via Drakkar die Best of Tales from the Elvenpath und brachte ihnen erneut kommerziellen Erfolg. Es gab eine finnische Sonderbriefmarke und sogar Nightwish-Bier! 2005 gab es ein Abschlusskonzert, welches später unter dem Namen End of an Era als dritte Live-DVD erschien. Das große Verwürfnis mit Tarja folgte. Von 2007 bis 2012 übernahm Anette Olzon das Mikrofon. Mit ihr wagte die Band 2011 mit dem Album Imaginaerum ein riesen Projekt, dem auch der gleichnamige Film folgte, in den Stücke des Albums einflossen. Eine der größten finanziellen Aufwendungen der Band, die in der Form einzigartig bleiben sollen! Seit 2013 ist nun Floor Jansen (After ForeverReVamp) die neue Dame am Mikro. Jukka verließ die Band 2019, an seiner Stelle sitzt seitdem Kai Hahto (Wintersun). Ebenfalls neu an Bord ist seit 2013 Troy Donockley, Multi-Instrumentalist, zuständig für Uileann Pipes und Tin Whistle. Er hatte seine ersten Einsätze bereits schon seit Dark Passion Play

 

Seit dem 10.04.20 ist nun endlich das 10. Album Human. :II: Nature. für Euch erhältlich! Die Themenbereiche Mensch, Natur, Technik, Kunst und Musik umgeben das Album als roter Faden. The London Session Orchestra veredelt den Sound der Band ebenso wie die erneute Zusammenarbeit mit Nightwishs Orchester-Arrangeur Pip Williams, ein Musikdozent mit absolutem Gehör, der Floors unbedingten Willen, die eigenen Grenzen zu erweitern, auf dem Vorgänger Endless Forms Most Beautiful mit den Worten beschrieb: Die beste Sängerin für Nightwish, da sie alle Stile perfekt beherrscht. Mit diesem Album erwartet uns ein umfangreiches Paket, zu dem ich später noch mehr berichte! Deswegen geht es jetzt endlich los! 

 

Den Anfang macht der Opener Music. Die Höhle, in der die Musik geboren wurde, erhebt sich hier massiv und traumhaft schön. Nightwish führen uns hier in der Einleitung zu diesem Ort, zu einer Zeit, in der aus Klopfen und Stimmen erstmals Rhythmen und Harmonien wuchsen. Gewaltige Chöre, wunderschöne Melodien und dumpfes Trommeln unterstreichen dies, bis das Orchester einsetzt und Floors wunderschöne Stimme himmlisch ertönt. Klassische Note beherrscht diese Frau ebenso wie verzaubernden Klargesang. Im Verlauf der Jahrtausende führte die Evolution dieses wundervollen Kulturguts schließlich über Bach und Beethoven zu Blues, Rock und Metal. All das verarbeiten die Finnen hier im Zeitraffer. Dabei spielen Nightwish-typische Elemente und Elemente, die der jeweiligen Epoche gewidmet sind, die zentrale Rolle. Eine epische, aufwendige, technisch absolut gigantische Meisterleistungs-Zeitreise! Einfach nur bombastisch, was sie hier wieder auf die Beine gestellt haben! Alleine der Opener rechtfertigt die 5 Jahre, die es bis zu diesem Album brauchte! Weiter geht es mit der Single Noise, die auf selbstironische Weise das Thema des digitalisierten Menschen aufgreift. Tief einschneidender flotter Gesang, massiv dunkler Symphonic Metal, düstere Orchester Elemente und die pure Bitterkeit dieses Schauspiels unterstreichen das eindrucksvoll. Floor agiert vielseitig wie eh und je! Bissig, eindringlich, beschwörend, anklagend, Klargesang, klassisch, Rockröhre. Immer wieder ein Genuss, was diese Frau alles aus sich heraus bringt! Besonders beeindruckend, ist auch der Mittelteil, der aus bedrohlich beängstigendem Symphonic Metal und Orchester besteht, die mit einer hoch talentierten Floor mit diesem Thema abrechnen! Der absolute Wahnsinn! Dem 2012er Imaginaerum  erweist die Single auf jeden Fall alle Ehre! Shoemaker. Ein Job, der in Zeiten wirtschaftlicher Neuorientierung immer mehr an Bedeutung verliert. Nur noch hinter vorgehaltener Hand wird über Fabriken gesprochen, wo sich Kinder die Hände blutig nähen. Nightwish widmen dem altehrwürdigen Handwerk mit dieser Symphonic Metal Perle die letzte Ehre! Floor und Troy sind hier stellenweise im Duett zu hören, die Marschrichtung wechselt zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode anklagend. Eine weitere zeitlose Perle aus der finnischen Hit-Schmiede! Kilometerdicke Gänsehaut vorprogrammiert! Huldigt auch Ihr hiermit dem Handwerk! Harvest wird mit urtümlichen Drums und Troys eingängiger, weicher Stimme eingeleitet. Es erweist sich als urtümliche, herzliche, Nightwish-untypische Folk Irland Hymne mit Afrika-Breitseite! Ja, die Finnen sind extrem vielseitig! Auch Floor singt hier mit, ist aber eher im Hintergrund zu hören. Dafür elfengleich! Ab der Mitte mischt sich der Symphonic Metal mit ein und die Verbindung aus altertümlich, ursprünglich und modern ergibt eine grandiose Kombination! Das ist Symphonic Folk Metal, den nur diese Finnen erschaffen können! Pan. Ob hier Peter Pan gemeint ist? Oder die Pan-Flöte? Vielleicht sogar eine Mischung aus beidem, wie ich die Finnen kenne. Mystisch, geheimnisvoll, magisch, symphonisch orchestraler Metal, abwechslungsreich, monumental, massiv, bedrohlich, himmlisch. Gegensätze, die bei Nightwish häufig zusammenspielen! Auch Floor ist wieder breit aufgestellt. Klassisch, abrechnend, liebevolle Elfe, bissiges Biest. Einfach nur gigantisch, was hier wieder passiert! Ein weiterer starker Vertreter für Imaginaerum! Ich denke, es dreht sich mehr um Peter Pan. Es finden sich nämlich auch Elemente, die an die Filmmusik von Pirates of the Caribbean: Fluch der Karibik erinnern. Mal märchenhaft himmlisch, dann wieder brachialer Metal! Krass und sehr geil gemacht! Wofür Nightwish ebenfalls berühmt sind? Ihre zeitlosen, herzzerreißenden Balladen. Die bleiben hier natürlich auch nicht aus und gibt es in Form von How´s The Heart. Wie geht es eigentlich dem Herzen bei alldem? Ertrinkend in der Stille, im Feuer, mit so vielem konfrontiert? Dieser Fragen gehen Floor und ihre Herren mit wunderschönem, tief treffendem, verzauberndem Folk Symphonic Metal nach. Meiner Meinung nach ist Troy eine wirkliche Bereicherung für den Nightwish Sound! Seine Uileann Pipes und Tin Whistles bringen eine sehr schöne Note in den wuchtigen Symphonic Metal und verpassen ihm eine wundervolle Note. Kämpferherzen sind eine weitere wichtige Komponente der Band! Schon wieder fette Gänsehaut! Procession. Auch hier wieder ganz anderes Klangbild. Wunderschöne Keyboard-Klänge, zauberhaft schöner klasisch angehauchter Klargesang von Floor, tief bewegende Atmosphäre. Kräftige Drums gesellen sich dazu und wundervolle Streicher. Wieder eine dieser zeitlosen Nightwish Perlen! Ich glaube, die Finnen sammeln die hier! Das ist nicht nur Musik - die Perle leitet durch eine gewaltige Doku! Langsam wird der Grundton düsterer, bedrohlich. Massiv monumentaler Symphonic Orchestra Metal gesellt sich dazu. Um komplett erfassen zu können, was hier passiert, MÜSST Ihr es Euch anhören! Ich bin einfach nur verzaubert! Tribal. Das altertümliche, ursprüngliche kehrt zurück. Dementsprechend agierende Drums und beschwörender Gesang bestimmen das Klangbild, dazu gibt es finster-magischen Symphonic Orchestra Metal! Floor packt ihre bissige Seite aus und pendelt zwischen Schamanin und finsterer Hexe / Göttin. Screams und Death Metal ähnliche Klänge brechen hier durch. Richtig geil gemacht! Besonders atemberaubend sind die extrem schnellen, betörenden Trommeln gegen Ende! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende der ersten CD angelangt. Aber nicht ohne ein letztes Monument! Es ist kein 15-minütiges wie beim Vorgänger, dafür mit 7:11 min ähnlich wie beim Opener. Endlich lässt sich auch Marko mal wieder hören, der hier sogar alleine singt. Nach vorne walzender, düsterer Symphonic Orchestra Metal, beschwörender Gesang, geheimnisvoll mystische Atmosphäre, gigantische Kulisse. Was für ein grand de final! Aber wir sind noch nicht am Ende, denn die Finnen haben eine weitere CD in petto. Tuomas und Pip Williams haben mit All The Works Of Nature Which Adorn The World  ein rein instrumentales Meisterstück entworfen, das über Musik hinaus geht! Zusammenhängend, aber weit gespannte Bewegungen stellen die Stücke dar und sollen als Tuomas´ Liebesbrief an die Welt verstanden werden. Dabei orientieren sich die Kompositionen unter anderem an den filmischen Betrachtungen irdischer Schönheit des britischen Naturfilmers Sir David Attenborough. Vielleicht schaffen sie es ja zusätzlich, dass Ihr über den Zustand unserer Erde & Umwelt nachdenkt. Den Anfang macht Vista und es wird durch einen Erzähler eingeleitet, während Streicher und wunderschöne Melodien einsetzen. Traurig, himmlisch, verzaubernd und herzzerreißend zugleich! Traumhaft schöner Einstieg! The Blue  beschäftigt sich womöglich entweder mit dem Meer oder dem Himmel. Ich gehe von ersterem aus, denn der Aufbau gibt das Meer sehr gut wieder. Tiefe Verbundenheit, endlose Weiten, Epik, Sehnsucht, Traurigkeit. Die eleganten, traurig schönen Melodien werden mit düster epischen Chören angereichert. Sehr geil! The Green  hingegen unterscheidet sich von seinen Vorgängern. Es bleibt in gewisser Weise traurig, aber klanglich erinnert man sich direkt an Herr der Ringe und es herrscht eine ganz andere Atmosphäre. Ein Spaziergang im lichtgefluteten Wald am frühen Morgen, überall glitzert noch Tau. Atmet den Wald, fühlt den Wald - lebt den Wald! Moors  dürfte klar stellen,worum es geht. Wobei ich mir bei Nightwish, ihren Texten und Hintergründen auch vorstelle, dass die Moore aus Maleficent  ebenfalls mit eine Rolle spielen. Aufbau und die episch eingängigen Melodien lassen es vermuten und auch die Totensümpfe von Herr der Ringe klingen hier durch. Düster, majestätisch, episch, monumental. Einfach nur wundervoll! Wo wir gerade bei Maleficent und Aurora sind: es folgt Aurorae. Selten zuvor wurde ein Sonnenaufgang und die Morgenröte so schön und treffend wiedergegeben wie hier! Man riecht es förmlich! Quiet As The Snow. Obwohl das Album im April raus kam, passt das Lied gerade perfekt zum November, in dem die Rezi entsteht. Finde ich gerade sehr praktisch! Und der Name ist hier Programm! Ich habe direkt Dokus über Skandinavien vorm geistigen Auge und gerade für diese Thematik sind Nightwish die perfekten Protagonisten! Traumhaft schön und bewegend! Anthropocene. Das so genannte Zeitalter des Menschen, in dem die genannten Trigger Punkte des Albums sich vereinen. Dementsprechend monumental, traurig, eingängig, gewaltig und dennoch beängstigend ist es aufgebaut. Auf der CD steht, dass die Hurrian Hymn To Nikkai  ebenfalls hier integriert ist. Starkes Epos! Zu guter letzt widmen wir uns mit Ad Astra  dem Universum. Dementsprechend monumental, gigantisch, urgewaltig, faszinierend, himmlisch schön ist der Abschluss auch aufgebaut und der Erzähler lässt auch wieder von sich hören. Wunderschönes, endgültiges Finale! 

 

Fazit: Meiner Meinung nach liegt hier ein weiterer episch monumentaler Meilenstein der Finnen vor! Anders kann ich es nicht bezeichnen! Nach Endless Forms Most Beautiful  haben die Finnen es erneut geschafft, sich zu toppen und das schien angesichts des bombastischen Vorgängers schier unmöglich! Nightwish sind und bleiben einfach eine gigantische, immer währende Hit-Fabrik! Natürlich fehlen die von den Fans heiß geliebten großen Hits der Marke Nemo  und wie sie nicht alle heißen. Aber schaut Euch die Thematik der beiden genannten Alben an. Da ist nicht viel Spielraum für so was und es bleibt dennoch monumental! Mir gefällt die Art, wie Nightwish die hier immer wiederkehrenden Thematiken umgesetzt haben, sehr und ich wüsste nicht, wie man es besser machen könnte! Unser Planet geht in die Knie. Immer mehr Wald vernichtet für unseren Konsum und unsere Gier nach Holz und Palmöl. Die Meere werden immer leerer, Riffe zerstört, Meeresbewohner sinnlos weg gefischt. Wir haben das größte Artensterben seit den Dinosauriern. All das geht auf unser Konto. Klima- und Wetteränderungen gab es immer, aber das, was wir erzeugt haben, bisher noch nie. Viele sagen: betrifft mich nicht, das ist alles weit weg. Doch die letzten Wetter-Ereignisse, die Deutschland heim suchten, sprechen eine andere Sprache: extrem heiße Sommer, verlängerte Allergie-Phasen, Überflutungen, Orkanböen, Dürre-Perioden. Ein Vorgeschmack dessen, was da noch kommt. Sehen wir weiter zu oder handeln wir? CD 2 gibt die Schönheit unserer Natur wieder und ist eine eigene Dokumentation. Sollen sie, Endless Forms Most Beautiful, Dokumentationen, Zoos, Tierbücher und dieses Album alles sein, was uns bleibt? Der Mensch strebt aktuell danach, sich in andere Welten projizieren zu lassen, Dinosaurier zurückzuholen und andere Planeten einzunehmen. Aber um es unter anderem mit Günther Jauch aus Unsere Erde II zu sagen: Wir haben hier auf unserem Planeten bereits alles! Atemberaubende Natur, wunderschöne Tierwelt, alle dazugehörigen, voneinander abhängigen Prozesse. Sollten wir uns nicht lieber darum kümmern, als darum, Erde-ähnliche Planeten zu suchen? 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/playlist?list=PLihZ3gi5Yvzc0pfH2cbNKUUX8o3pb8eVg

Ausnahmsweise habe ich hier eine komplette Album Playlist für Euch, da es alle zum Album gehörigen Lyric Videos und das Video zu Noise  enthält!  

Eine weitere Legende habe ich heute für Euch und ich hoffe sehr, dass sie der Eine oder Andere kennt. 29 Jahre ist sie nun schon aktiv und Vielseitigkeit ist das, was sie ausmacht. Elektro mit Gitarren - so kann man es grob bezeichnen. Falls Ihr sie noch nicht kennt, wird es definitiv Zeit. Macht Euch bereit für Conscience

 

Kopf des Projekts ist RI. 1991 gründete er sein norddeutsches Baby, welches er ganz allein betreibt. Er ist ausgebildeter Toningenieur, hat nie ein Instrument erlernt und ist trotzdem Multi-Instrumentalist! Das finde ich sehr bewundernswert! Vor der Gründung von Conscience steuerte RI bei zwei Stücken der kurzlebigen Band Agony  Texte und Gesang bei. Bis dahin hatte er lediglich Erfahrungen mit der Orgel seines Vaters sammeln können und entwickelte infolgedessen eine Abneigung gegen deren Klänge. Seine ersten Tapes entstanden mithilfe eines Atari 1040ST, auf dem die Software Creator als Sequenzer diente. Aufgrund des spärlichen oder fehlenden Equipments blieb alles rein instrumental. 1992 enthielt das Tape Calls Of Despair  die ersten Lieder mit Gesang. Das Tape Tales  aus dem selben Jahr wurde durch den Synthesizer Korg 01/W auf ein professionelleres Niveau gehoben. 1998 wurde mit dem ersten Label die erste EP Hardware  veröffentlicht. Seit 2009 ist Conscience bei Echozone beheimatet. Unzählige Veröffentlichungen und Projekte gehen auf RIs Konto. 2007 bis 2013 waren Jahre der Gast-Beiträge. Darunter waren Katharina Burges, Stian Shiver (u. a. Portash), Dan Söderqvist (Twice A Man), Colin Angus (The Shamen) und Mel (u. a. Future Trail). Da es keine Live-Band und Zeit für Proben gibt, gab es bisher nur drei Auftritte mit wechselnder Besetzung. Dafür sorgte er mit Conscience für Remixe bei prominenten Kollegen, u. a. Mystigma, !distain, In Good Faith, Arctic Sunrise und Moon.74. Da recht viele Einflüsse aus Wave, Synthi Pop, EBM, Electro Pop, etc. zusammenfließen, lässt sich die Band in keine Schublade stecken, was ich sehr erfrischend finde!

 

Seit dem 10.04.20 liegt das brandneue Fulltime Album Sentinent  für Euch bereit. Songs irgendwo zwischen Rock, Synth Pop, Wave und sogar Metal! Ein Album, welches viele aktuelle Themen aufgreift, dem Hörer dabei aber nie eine Meinung aufzwingt und Raum für eigene Interpretation lässt. Jeder Song ist eine Überraschung. Nehmt Ihr die Herausforderung an? (Quelle: Promo Text)

 

Den Anfang macht I will stand when you fall. Ein Song, der bereits mit der Message punktet. Rache für viele Erniedrigungen. Die kommt mit Electro Pop, Wave und Rock daher. Zeitlose Melodien, wundervolle Musik, packender Gesang. Starker Opener, der aktuelle Beziehungsformen reflektiert. Dazu passt die erste Single Cold love (Album Version)  perfekt, die auch Vorab-Single war. Unterkühlte Elektronik, wundervolle Melodien, 80er Feeling, packender Gesang, wechselhafte Stimmungen. Ohrwurm-Garantie, 1000 %ig vorprogrammiert! Eines der Lieder, über die ich Conscience kennen- und lieben gelernt habe! Find them  hingegen sticht extrem heraus. Starke Riffs treffen auf kühle Elektronik, himmlisch verzweifelter Grundtenor wohnt inne. Wunderschöne, vielseitige, tief treffende Perle! We surrender  ist dann wieder etwas für die Feier- und Tanzwütigen! 80er Synthie Pop, EBM, Wave, treibende Bässe, tolle Message! Feiert und lebt sie! Geheimnisvoll wird es bei Technology and the nightsky. Überall wabert und brodelt es im Klang-Labor. Faszinierende, verspielte, verzweigte Elektronik trifft auf eine atemberaubende Atmosphäre, die nicht aus unserer Galaxie stammt! Wundervoller Track! Of promises and dreams. 80er, Synthie Pop, Wave, flott, pfeilschnell, Sonnenuntergang, Route 66. Feierabend-Feeling! Im Refrain jedoch herrscht mitreißender, eindringlicher Metal. Sehr geil gemacht, sehr geile Message, Message perfekt umgesetzt! Die for a while. Der Ton wird rauer. Wunderschöne Klavier-Klänge, traurig schöner Gesang, elektronische Chöre, himmlisch schöne Melodien, tief einschneidend, zerbrechlich. Einfach wunderschön! Collapsing minds, zweite Single, spricht ebenfalls eine deutliche Sprache. Electro Rock, Tanzzwang, pfeilschnell, emotionaler Klargesang, zwischendrin deftige Screams. Eine weitere Tanzflächen-Granate, die Ihr unbedingt kennen müsst! World access permission. Bereits der Titel hat Gold im Mund. Wave, Rock, flotte Drums, eine gewisse Unbeschwertheit, etwas Bittersüßes, umwerfend schöne Riffs. Starke Perle, die mitzureißen versteht! Wir sind LEIDER, LEIDER mal wieder am Ende angelangt. Aber dafür hat RI noch etwas ganz Besonderes für uns: You wonder why. Klavier-Elemente, wunderschöne Elektronik, himmlische Atmosphäre, wunderschöner Gesang. Weckt Erinnerungen an Kinderlieder, -tage und Schlaflieder! Was für ein schönes Finale! 

 

Fazit: Conscience ist wirklich einmalig! Es ist bemerkenswert, dass RI hier alles alleine macht! Und er ist so vielseitig dabei! Electro in verschiedener Form, Wave, Synthie Pop, EBM, Electro Pop, Rock, Metal, Klargesang, Screams, aufgepeppte 80er - hier ist wirklich für Jeden etwas dabei! RIs Stimme passt auch perfekt zu seiner Musik und durch die vielseitigen Klang-Cocktails besitzt seine Musik etwas Ureigenes! Die Messages auf dem Album sind natürlich ebenfalls nicht zu verachten, halten sie doch der aktuellen Zeit eindringlich den Spiegel vor! Einfach ein rundum starkes, abwechslungsreiches Album eines Ausnahme-Künstlers! Dankeschön dafür! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=H0XAKLd9IzM&list=OLAK5uy_m_YUP-YFEDaMQ-JszFkgNlM0YCe74tDkI    Cold love (Album Version)

 

https://www.youtube.com/watch?v=W6hu4nThGok    Collapsing minds

Heute habe ich ein ganz besonderes Projekt für Euch. Es ist noch keine Legende, aber auf jeden Fall schon ne ganze Weile dabei und auf verschiedene Arten sehr erfolgreich. Selbst auf dem WGT hat diese Formation schon gespielt. Wobei es nur  ein Ein-Mann-Projekt ist, welches sich mit allerlei Gast-Musikern zusamen schließt und feste Mitmusiker hat, die ihn live begleiten. Macht Euch bereit für Corde Oblique

 

Der Mann, der hier die Fäden zieht, ist Maestro Riccardo Prencipe. Seit 2005 musiziert er unter diesem Bandnamen. Also so gut wie eine Legende! 6 Alben sind bisher mit Corde Oblique veröffentlicht worden und im Laufe der Zeit hat sich ein eigener Sound entwickelt: FolkGaze, eine Kreuzung aus Folk und Shoegaze. Verschiedene Labels waren an der Veröffentlichung beteiligt, aktuell ist er bei Echozone beheimatet. 1999 startete er mit seiner ersten Band Lupercalia. Deren erstes Album erschien über World Serpent, die auch schon mit Bands wie Death in June  und Current 93  zusammen gearbeitet hatten. Im Laufe der Jahre hat Riccardo Musik für viele Musiker und Sänger geschrieben. Seit 1999 bis 2009 war Corde Oblique auf den verschiedensten Samplern zu finden, veröffentlicht von Labels und Musikmagazinen aus Italien, Russland, Frankreich und Deutschland. Mit vielen großen Namen haben er und seine Musiker bereits die Bühne geteilt: Bauhaus, Anathema, Opeth, Coph Nia, Moonspell, Ataraxia, Persephone, Spiritual Front, Qntal, Kirlian Camera, Of The Wand And The Moon und vielen mehr. Ich habe bereits erwähnt, dass auch viele Gäste bereits auf seinen Werken zu hören waren. Die Liste ist lang und extrem prominent! Unter anderem waren Musiker folgender Bands bereits involviert: Anathema, Daemonia Nymphe, Officina Zoé, Spakka Napoli, Synaulia, Spiritual Front, Argine, Ashram, Pinknruby, Gothica, Hexperos, Mediavolo  und  Dwelling

 

Seit dem 03.04.20 ist nun das 7. Album, The Moon Is A Dry Bone, für Euch erhältlich. Wieder ist eine Vielzahl Gäste dabei und ein Cover von Anathema ist hier zu finden. Dann lasst uns anfangen!

 

Den Anfang macht Almost Blue. Elegisch, unglaublich sanft, romantisch, verzaubernd, getragen. Corde Oblique entführen den Hörer aus seinem tristen Grau und bringen ihn in andere Welten. Wunderschöner Opener! La Strada. Die Straße. Hier ist das erste Mal Gesang zu vernehmen. Es handelt sich um Andrea Chimenti, einen italienischen Sänger und Songwriter, beheimatet im Pop Rock und New Wave und Rita Saviano. Ein wunderschönes Duett, traumhaft schöne Stimmen, eine ergreifende Ballade, unvergessliche Melodien. Wie 2 frisch Verliebte in den Straßen, die spazieren gehen und die Nacht besingen. Der Mond leuchtet für sie. Traumhaft! Es folgt Herz-, Titelstück und Single The Moon Is A Dry Bone. Hier ändert sich das Klangbild extrem. Düster, leicht verrückt, beängstigend, nach vorne walzend, fremdartiger hexengleicher Gesang von Rita Saviano. Es hat was von Western Horror und erinnert gleichzeitig stark an Apocalyptica. Sehr geil gemacht! Le Grandi Anime. Die großen Seelen. Wieder verändert sich die Klanglandschaft. Es wird wieder elegisch, eingängig, packend, verzaubernd. Diesmal ist Caterina Pontrandolfo zu hören, die mit ausgebildeter Stimme zu verführen weiß. Der neue Stil der Band, FolkGaze, präsentiert sich hier in vollem Umfang. Man hört ihnen nur zu gerne zu! Jetzt geht es um Le Torri di Maddaloni, die Türme von Maddaloni. Das ist in Neapel, der Heimat von Riccardo Prencipe. Italienische Kunst, Heimat, Bauwerke, Stadtbild - das sind häufig Themen seiner Musik. Als Unterstützung hat er sich Denitza Seraphim, bekannt geworden als ehemalige Sängerin von Irfan, ins Boot geholt. Romantisch, mit wundervollen Gitarren-Klängen und dem typisch italienischen Flair, umschmeichelt er die verfallenen Türme. Wer sie nicht kennt, schaut sie Euch während dem Anhören auf Google an. Ich finde, er gibt sie sehr gut wider! Dann kommt ein ganzes Stück Mexiko dazu, Denitza bringt Feuer und Leidenschaft mit ins Spiel. Feurig heiße Tänze und spanisches Charisma bescheren noch ein wenig Pepp. Sehr schön umgesetzt! Il Figlio Dei Vergini, der Sohn der Jungfrauen. Hier hat sich Riccardo mit der italienischen Neoklassik Band Ashram zusammen getan. Wunderschöner Gesang, unvergessliche Melodien, wundervolle Atmosphäre. Man fühlt sich in ein Museum versetzt und betrachtet ein Gemälde. Die Musik von Corde Oblique vermag es, Bilder zu malen! Auch hier gibt es gegen Ende wieder einen flotten Folk. La Casa Del Ponte. Das Brückenhaus. Erneut gibt es hier etwas Besonders. Sprach-Gesang, fast Rap, Folk Rock, packende Atmosphäre. Maddalena Crippa ist für den Rap-ähnlichen Sprachgesang verantwortlich. Aber sie punktet auch mit verzauberndem Klargesang. Sehr cool gemacht! Auch hier lohnen sich die Google Bilder, das sieht echt faszinierend aus! Erste Single aus dem Album war das Anathema Cover Temporary Peace. Rita Saviano übernimmt erneut das Mikro und führt uns durch diese wunderschöne Version. Geige, Gitarre, Schlagzeug, Cello. Mehr braucht es nicht! Nicht das erste Anathema Cover von Corde Oblique, aber wirklich sehr gelungen und empfehlenswert! Durch Ritas starke, wundervolle Stimme, die die Bitterkeit und Wichtigkeit des Themas unterstreicht und die tolle Instrumentierung fällt das auch nicht weiter schwer! Il Terzo Suono. Der dritte Ton. Akustik-Gitarre, italienisches Flair, Miro Sassolini am Mikro mit seiner starken, eigenwilligen Stimme. Miro Sassolini ist ein italienischer Sänger und Künstler, ansässig in elektronischer & experimenteller Musik sowie im New Wave. Extrem wandelbar ist er außerdem, was dem Song mehr Möglichkeiten zur Entfaltung gibt, wie Ihr im Verlauf feststellen werdet. Ebenfalls sehr gelungen! Herculaneum. Wieder ein Teil von Riccardos Heimat. Hierbei handelt es sich um eine antike Stadt in der heutigen Gemeinde von Ercolano, Kampanien. 79 nach Christus wurde sie durch einen Ausbruch des Vesuv zerstört, dabei wurde sie unter Vulkanasche und Bimsstein vergraben. Ähnlich wie bei der nahe gelegenen Stadt Pompeji ist Herculaneum als eine der wenigen antiken Städte bekannt, die ohne spätere Zuwächse oder Änderungen mehr oder weniger erhalten geblieben ist. Ich finde sie immer noch beeindruckend und trotz, oder gerade wegen der Ablagerungen, optisch immer noch ansprechend. Dementsprechend ist auch der Song aufgebaut. Eingängig, romantisch, italienisches Flair, klassisch ausgebildeter Gesang. Hier verzaubert einfach alles! Und damit sind wir auch schon wieder am Ende angelangt. Dafür verzaubert uns jetzt noch das Outro Almost Blue, Pt. 2. Wunderschöne Gitarren-Klänge, eingängig, packend, wundervolle Melodien, grandiose Klanglandschaften, elegisch, balladesk. Eine tolle Fortsetzung und ein großartiges Finale! 

 

Fazit: Corde Oblique ist schon etwas ganz Besonderes! Es ist eine wahre Wonne, wie viele unterschiedliche Genres, Länder, Klangwelten, Stimmungen und Thematiken hier zusammen kommen! Alle Musiker, jede einzelne Stimme konnte hier seine / ihre ganz spezielle Eigenheit ausleben, was das Ganze extrem aufregend, spannend und vielseitig macht! Dabei die ureigenen Landes-Merkmale in die Musik mit einfließen zu lassen, sei es das italienische Flair, das mexikanische Feuer & Temperament, die perfekte Umsetzung der Architektur und Landschaft sowie dem Stadtbild - das spricht für viel künstlerisch musikalisches Talent! Riccardo ist ein Gott an der Gitarre und jedes einzelne Element ist detailverliebt ausgetüftelt worden, bis alles sitzt. Durch die verschiedenen Sänger und deren Einsatz ist hier viel möglich gewesen und jede einzelne Stimme für sich ist top! Ein rundum schönes, intensives Album, das über Musik hinaus geht! DAS IST Italien! Auch wenn man aktuell nirgends hin kann: Kauft Euch das Album und holt Euch den Urlaub nach Hause! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! SCHÜTZT KULTUR UND KUNST  !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=O6g2pHcDOpU    Temporary Peace (Anathema Cover, Fan Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=5QCQTmMSmF8    The Moon is a Dry Bone

 

https://www.youtube.com/watch?v=d48E20ELyLI    Le Torri Di Maddaloni (feat. Denitza Seraphim, vertreten auf Cold Hands Seduction Vol. 215 / Sonic Seducer)

Willkommen zu Teil 2 unserer Legenden-Woche und diese hier freut mich ganz besonders, denn sie gehört zu den dienstältesten Thrash Metal Bands, genauer gesagt zur Bay Area Ära. 37 (!) Jahre hat diese Band auf dem Buckel und musiziert heute noch! Eine bewegte Geschichte und viele Bewegungen im Line-Up liegen hinter ihnen, aber sie sind immer noch eine Wucht und eine Gemeinschaft! Die Rede ist natürlich von Testament

 

1983 unter dem Namen Legacy riefen Gitarrist Eric Peterson (heute noch dabei), Derrick Ramirez (zunächst Gesang und Gitarre, später Bass) und Schlagzeuger Mike Ronchette die Band aus Berkeley, Kalifornien ins Leben. Im selben Jahr löste Steve Souza Derrick Ramirez am Mikro ab, ebenso stießen Bassist Greg Christian sowie Louie Clemente zur Band, der Mike Ronchette am Schlagzeug ablöste. Steve Souza wechselte 1986 zu Exodus und wurde durch Chuck Billy abgelöst, der seitdem das Mikro besetzt. 1987 wurde der Bandname in Testament geändert und das Debüt Album The Legacy  wurde veröffentlicht. Ein Jahr später folgte der Zweitling The New Order, der sogar einen Weg in die Charts fand. Im selben Jahr folgten die ersten Festival Gigs beim Monsters of Rock, wo sie für Megadeth einsprangen. 1989 dann Album Nummer 3, Practice What You Preach und dieses Werk enthielt mit The Ballad  erstmals eine Halbballade, die im Musikfernsehen rotierte. 1990 erschien Album Nummero 4, Souls Of Black  und sie absolvierten gemeinsam mit Slayer, Megadeth und Suicidal Tendencies die Clash of the Titans Tournee. Mit Megadeth bestritten sie auch die Judas Priests Painkiller Tournee. 1992 hatte sich auf dem Album The Ritual  so viel geändert, dass man nicht mal mehr von Thrash Metal reden konnte. Melodischer und langsamer war es geworden. Gitarrist Alex Skolnick, ebenfalls 1986 zur Band gestoßen, verließ nach der VÖ die Band, um sich ganz dem Jazz zu widmen. Auch Louie Clemente warf das Handtuch nach diesem Album. Das führte dazu, dass die Band sich erneut dem härteren Metal zuwandte. Auch härtere Elemente flossen ein, so dass auf den Alben LowDemonic  und The Gathering  deutliche Death Metal Anleihen im Gesang und bei den Riffs raus stachen. Nicht umsonst war 1994 James Murphy (ex-Death, Obituary, ex-Cancer), einer der renommiertesten Death Metal Gitarristen, dazu gestoßen. John Tempesta (ex-Exodus) hatte inzwischen das Schlagzeug übernommen, verließ die Band nach den Aufnahmen zu Low  aber wieder, um bei White Zombie einzusteigen. Über die Jahre begleiteten die Band feste und temporäre Line-Ups, die teilweise sogar während Tourneen mehrfach wechselten. Für Demonic  wurde erstmals Gene Hoglan (ehemals Death, Dark Angel, Strapping Young Lad, Devin Townsend) für das Schlagzeug organisiert, für The Gathering  sogar Dave Lombardo (Slayer, Grip Inc., Fantômas, John Zorn), einer der bekanntesten Schlagzeuger im Metal! 2001 erschien eine Compilation mit klassischen, neu aufgenommenen Testament Perlen namens First Strike Still Deadly, für die Gitarrist Alex Skolnick und Schlagzeuger John Tempesta kurzzeitig wieder zurück kamen. Später waren Jon Allen (Sadus) und Paul Bostaph (ex-Slayer, ex-Forbidden, ex-Exodus), der schon auf einer 1993er Live EP mitwirkte, Bediener des Schlagzeugs. Auch 2007 wurde es von Bostaph bedient. Weitere bekannte Drummer der Bandhistorie waren Jon Dette (zeitweise Slayer, Evildead), der immer wieder auftauchende Steve Jacobs (ex-Forbidden) und Chris Kontos (ex-Machine Head). Nach Skolnicks Austritt waren auch einige bekannte Gitarristen vertreten, wie Steve Smyth (ex-Vicious Rumors) und Metal Mike Chlasciak (Halford, Painmuseum). Auch am Bass fand sich nach Greg Christians Ausstieg (bis 1996, 2004 - 2014) Prominenz: Steve DiGiorgio (ex-Death, ex-Sadus, ex-Iced Earth)! 2001 traf die Band ein schwerer Schicksalsschlag, denn bei Chuck Billy wurde ein seltener Tumor im Brustbereich diagnostiziert. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte man eine Krebserkrankung bei ex-Gitarrist James Murphy. Daraufhin organisierten Freunde der Band des Thrash of the Titans Benefiz Konzert zugunsten von Chuck, bei dem viele namhafte Bands der 1980er Bay Area Thrash Szene und Bands der New Yorker Thrash Szene in San Francisco auftraten. Erstaunlich war zudem, dass sich einige teilnehmende Bands extra für dieses Event teilweise wiedervereinigten! Chuck ist mittlerweile vollständig genesen und neben Gitarrist Eric Peterson aktuell das langjährigste Mitglied. Begleitet werden sie von niemand Geringeren als Gitarrist Alex Skolnick (seit 2005 wieder dabei), Bassist Steve DiGiorgio (seit 2014 wieder dabei) und Schlagzeuger Gene Hoglan (seit 2011 wieder dabei)! 2008, 2012 und 2016 erschienen drei weitere Alben.

 

Seit dem 03.04.20 ist nun endlich das zwölfte Album der Bay Area Thrash Legende für Euch über das langjährige Label Nuclear Blast erhältlich: Titans Of Creation! Titel und Cover verraten Monumentales, historisch tief Verankertes. Ich bin extrem gespannt und deswegen geht es jetzt endlich los! 

 

Den Anfang macht auch direkt die Single Children Of The Next Level, bei der es zugeht wie eh und je! Düster, brachial, nach vorne walzend, Breakdowns, bissiger Gesang, Lyrics der Thematik angepasst. Was für ein Gigant! Eine Neuerung gibt es, denn die Kalifornier haben ein animiertes Video dazu gebastelt! Monumentaler Einstieg! WW III. Das selbe wie WK III. Das, worauf die Welt immer wieder zusteuert: Weltkrieg 3! Dieser Gedanke darf hier natürlich nicht fehlen, was von den Herren entsprechend umgesetzt wird! Aggressivster Bay Area Thrash, fette Punk Breitseite, Breakdowns, angriffslustiger Gesang, scharfe Geschütze, fiese Attacken, hymnische Einschläge, Death Metal Momente! Einem Panzer-Battalion gleich wird der Zuhörer hier umgewalzt! Einfach nur geil! Und was ist der Kern der Lyrics? Nuklear natürlich! Als nächstes walzt der Dream Deceiver  durchs Bild. Aufgepeppter, modernisierter 1980er Bay Area Thrash mit guter Punk Breitseite und Guns ´n´ Roses Attitüde schlägt zwar ebenfalls ordentlich zu, hat aber auch etwas hymnisch Mitreißendes. Also für alle was dabei und live sicher eine richtig packende Granate! Traumhaft schöne Riffs, derbes Gedröhn, zwischendrin hymnischer Stadion Rock, alles im perfekten Wechsel! Gigantisch! Night Of The Witch. Genauso, wie es der Titel verspricht. Düster, mystisch, magisch anziehend, bitterböse, ein extremes Metal Brett! Ich will hier jede Matte rotieren sehen! Death Metal trifft auf Extreme, modernen Thrash und 80er Jahre Thrash! Nach diesem extremen Angriff wird es richtig hymnisch und sogar fast schon eingängig. Trotzdem weiß City Of Angels  weiterhin mit ordentlichen Thrash Breitseiten zu punkten, wechselt sich aber mit "sanfterem" Heavy Metal und mysteriösem, umschmeichelnden Einlagen ab! Faszinierend, magisch, umwerfend! Ishtar´s Gate  bestätigt meine Annahme der historischen Verwurzelung. Das Ischtar-Tor, eines der Stadttore Babylons, sowie die Prozessionsstraße wurden in ihrer endgültigen Form unter der Herrschaft von Nebukadnezar II. errichtet. Ein Nachbau ist seit 1930 im Vorderasiatischen Museum zu betrachten, das im Berliner Pergamonmuseum untergebracht ist. Ihr seht schon, da hat sich Jemand Gedanken gemacht! Testament schildern uns hier eindringlich Aufbau und Geschichte des Tors und natürlich von Babylon. Dementsprechend mystisch, episch, monumental, südländisch angehaucht ist ihre Interpretation auch ausgefallen! Sprechgesang wechselt mit Chucks üblichem Gesang, Thrash trifft auf 80er Jahre Heavy Metal und Punk. Sehr geil gemacht! Symptoms. Auch die Symptome von Diktatur, Herrschaft, Unterdrückung etc. müssen hier natürlich erläutert werden! Dementsprechend angriffslustig, abrechnend, anklagend agieren die Herren hier auch! Brachial, vernichtend, revolutionär! Auch nicht fehlen darf der False Prophet, dessen Anklage nicht minder extrem, brachial, abrechnend ausfällt! Hang him higher! Wen braucht man, um all das wieder gerade und ins rechte Licht zu rücken? The Healers! Dementsprechend werden sie auch herzlich empfangen mit Thrash Metal, der ordentlich auf die Kacke haut und aufräumt! Chuck packt dafür auch extra eine andere Stimmfarbe aus, die man nicht recht beschreiben kann. Man muss sie gehört haben, also haltet Euch ran! Als Codex Hammurapi (auch in den Schreibweisen Kodex bzw. Hammurabi und Ḫammurapi) bezeichnet man eine babylonische Sammlung von Rechtssprüchen aus dem 18. Jahrhundert vor Christus. Sie gilt zugleich als eines der wichtigsten und bekanntesten literarischen Werke des antiken Mesopotamiens und als bedeutende Quelle keilschriftlich überlieferter Rechtsordnungen (Keilschrift-Rechte). Der Text geht zurück auf Hammurapi, den sechsten König der 1. Dynastie von Babylon, wodurch der Codex auch seinen Namen erhielt. Er ist auf mehreren Stelen, bspw. einer 2,25 m hohen Dioritstele, sowie in über 30 Tontafeln aus dem zweiten und ersten Jahrtausend vor Christus überliefert. Die erwähnte hohe Stele selbst wird häufig als Codex Hammurapi bezeichnet. Sie ist heute im Pariser Louvre ausgestellt. Der Text, bestehend aus 8000 Wörtern, lässt sich grob in drei Abschnitte gliedern: einen Prolog von rund 300 Zeilen Umfang, der die göttliche Legitimation des Königs darlegt, einen Hauptteil, mit nach moderner Einteilung 282 Rechtssätzen, und einen rund 400 Zeilen umfassenden Epilog, der die Rechtschaffenheit des Königs lobt und nachfolgende Herrscher zur Befolgung der Rechtssätze auffordert. Die enthaltenen Rechtssätze, die rund achtzig Prozent des Gesamttextes einnehmen, betreffen Staatsrecht, Liegenschaftsrecht, Schuldrecht, Eherecht, Erbrecht, Strafrecht, Mietrecht und Viehzucht- sowie Sklavenrecht. Warum ich Euch das alles erzähle? Weil Testament sich auch damit beschäftigt haben via Code Of Hammurabi. Moderner pfeilschneller Thrash Metal dröhnt uns hier entgegen, während Chuck mit eindringlichem Gesang darüber berichtet. Ich bin fasziniert! Curse Of Osiris. Was hier wohl gemeint ist? Dass sein Bruder Seth ihn so hasste und ihm neidete, dass er ihn umbrachte und seinen Leichnam in tausend Stücke riss? Oder seine Aufgabe als Totengott? Oder etwas nach seiner Wiedergeburt durch seine Schwestergemahlin Isis? Findet Ihr nur durch Anhören heraus! Testament gehen den Mythos mit Death Thrash Metal und ägyptischer Breitseite an! Monumental umgesetzt und ein richtig extremes Brett! Nach diesem extremen Ausflug sind wir LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt. Aber nicht ohne Testament mit Catacombs  ordentliche Geschütze auffahren. Heroisch, legendär, monumental, göttlich, düstere Chöre, verherrlichtes Weltreich. Was für ein Opus! Ein urgewaltiges Instrumental, was noch lange nach hallt! 

 

Fazit: Testament haben es auch im 37. Bandjahr immer noch voll drauf! Keinerlei Anzeichen von Ermüdung oder Altersschwäche. Im Gegenteil, seit ihrem Comeback 2008 und dem Album The Formation of Damnation  legen die Kalifornier ein Brett nach dem anderen vor! 4 Jahre nach ihrem monumentalen Brotherhood of the Snake  haben sie sich Zeit gelassen, um da noch einen draufzusetzen! Historisch bewandert, einwandfrei recherchiert und mit einem abwechslungsreichen Metal Brett auftrumpfend, dass selbst Eure Ahnen noch die Nachbeben spüren! Heavy Metal, 80er Jahre, verschieden aufgestellter Thrash Metal, sogar Punk Anleihen und eine ordentliche Death Metal Breitseite schlagen auch dem letzten Diktator noch in die Fresse! Ein Album, das mit seinen Inhalten historisch aufgebaut ist und trotzdem vor dem warnt, was uns künftig noch droht! Definitiv mein Thrash Metal Favorit diesen Jahres! Ein Monument der Bandhistorie! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN!!!!!!!!!!!!!!! KUNST & KULTUR MÜSSEN BESTEHEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=C9hDhc1Bd4U    Children Of The Next Level (official animated Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=cF2hIrXq2ss    Night Of The Witch (official Lyric Video)

Ich darf Euch heute in unsere Legenden-Woche einleiten! Mir liegen nämlich einige Alben von Meistern ihres Fachs vor, ohne die die heutigen Gruppierungen und Genres sicher nicht so da sein würden, wie sie heute existieren! Eine der dienstältesten Heavy Metal Kombos aus deutschen Landen habe ich heute zu Beginn für Euch! Eine bewegte Geschichte liegt hinter den Herren und man darf erwähnen, dass sie den deutschen Heavy Metal mit geprägt haben! Vorhang auf für PALACE

 

Seit 1990 existiert die Band aus Speyer (Stadt in Rheinland-Pfalz und Teil der Metropol-Region Rhein-Neckar). Das Erstaunliche an der Band ist, dass sie seit Jahr und Tag aus einem festen Kern bestehen: Sänger & Gitarrist Harald HP  Piller und Schlagzeuger Harry Reiter. In ihren langen Jahren des Bestehens haben sie viele Mitglieder sowie Gast-Musiker kommen und gehen sehen. Gitarrist Jürgen Knief (wie Harald und Harry bei Saints´ Anger tätig gewesen) und Gitarrist sowie Stimme Jason Mathias (heute bei Crematory) waren am längsten mit an Bord. Jürgen von 1990 bis 1996, Jason von 1996 bis 2019. Auch prominentere Gäste waren hier mal mit zugegen! Kalle Keller (Sceptorex-Adorned Gravesex-Hammer Kingex-Warchildex-Ivory Knight, Bass von 2008 - 2009), Nick Berger (ex-Stormwitch, Gitarre, 2019) und Steven Wussow (Orden OganXandriaDomainIllectronic Rockex-Misfitex-Nick Hellfortex-Shylockex-Fjuseex-Iridium, Bass, 2010 - 2012) beehrten die Band mit ihren Talenten. Seit geraumer Zeit ist nun Tom Mayer als drittes Mitglied dabei und bedient den Bass. Beheimatet ist das Trio bei MASSACRE RECORDS, das letzte Album The 7th Steel  erschien 2014. 

 

Seit dem 03.04.20 ist nun endlich ihr 8. Album Reject The System  für Euch erhältlich und Artwork sowie Albumtitel deuten darauf hin, dass uns die Herren etwas mitzuteilen haben! Lehne das System ab. Das dürfte Message genug sein! Unterstützt werden sie diesmal an der Lead Gitarre von Produzent Kai Stahlenberg (1, 2, 4, 6, 8, 10) und Micki Richter (Atrocity, Leaves´ Eyes, 3, 5, 7, 9). Ziel ist es, 80er Jahre Metal im modernen Sound Gewand zu präsentieren! Ich bin extrem gespannt und deswegen legen wir auch direkt los! 

 

Den Anfang macht auch direkt eine Single und ein Loblied auf den Metal: Force Of Steel! Aber nicht nur das, auch auf die eigene innere Kraft! Straight nach vorne, aufgepeppter 80er Jahre Metal, massiv, wuchtig, weg blasend! Der absolute Blast, der auch gesanglich umhaut! SO MUSS METAL! Niemand kann sich der Kraft des Metal entziehen! Ich will Eure Fäuste in der Luft sehen! Feiert den Metal! Weiter geht es mit dem Soulseeker  und auch er hat es in sich! Anklagend, massiv, Schrei nach Revolution, die Massen aufklärend, dröhnend! Das System sucht immer Seelen, die es beherrschen und besitzen kann. Zeit, sich dagegen aufzulehnen! Palace gehen mit bestem Beispiel voran und liefern den Soundtrack! Final Call Of Destruction. Bestie Mensch verwüstet den Planeten und sorgt für das größte Aussterben nach den Dinosauriern. Ressourcen werden ausgelotet, bis nix mehr übrig ist. Lebensräume werden vernichtet und vereinnahmt. Der Planet geht immer mehr in die Knie. All das attackieren die Herren hier äußerst scharf! Sehr geil, tausend Dank dafür! The Faker. Mainstream-Medienmanipulation, Fake Profile auf sozialen Netzwerken, gottgleiches Poser-Getue. Auch all diese Plattformen und Widerlichkeiten bekommen hier ordentlich ihr Fett weg! Scharfe Riffs, angriffslustige Drums, attackierender Gesang, böser Männer-Chor! Auch hierfür tausend Dank! Natürlich dürfen auf so einem Longplayer dem Metal heiligende Lobes-Hymnen auch nicht fehlen! Hail To The Metal Lord  ist das beste Beispiel dafür! Auf diesem Album beinhaltet es aber noch mehr! Ehre, Treue, Gerechtigkeit, Mission des Metal. Da kann man nur die Faust heben und mit heiligen! Dementsprechend hymnisch und preisend ist diese Pracht-Perle auch aufgebaut! Großartig umgesetzt! Bloodstained World. Blutbefleckte Welt. Der Ton wird schärfer, anklagender, bissiger. Dementsprechend düster, aggressiv, pfeilschnell und nach vorne walzend geht es hier auch zur Sache! Eine keifende Bestie, die auf Rache sinnt und an der Kette zerrt! Sengende Riffs, apokalyptischer Metal, zwischendrin höllisches Gekeif aus der Unterwelt! Sodom werden es lieben, ich hoffe Ihr auch! Valhalla Land. Ob hier wohl das Land der Wikinger-Freunde gemeint ist? Oder Skandinavien an sich? Oder wirklich direkt um Walhalla? Mit absoluter Sicherheit gibt es hier kraftvoll hymnischen, verehrenden Metal, der darum fleht, ins Land der gefallenen Helden zu dürfen! Das nordische Metal Herz ist schockverliebt! Legion Of Resistance. Revolution, Aufbäumung, Aufbegehren, Ketten sprengen, united as one. Palace plädieren auf Einheit, Gemeinschaft und Beistand! Möge sich die Horde vereinen und standhaft rebellieren, wie ein Fels in der Brandung soll sie stehen! Gegen all die Missstände und Widerlichkeiten, die hier schon angesprochen wurden! Was darf hier ebenfalls nicht fehlen? Die Wings Of Storm  natürlich! Sie wehen über das Land und vernichten, was sich ihnen entgegen stellt! Ob es hier auch in Richtung Kriegsgerät und Flugzeuge geht, lass ich Euch selbst raus finden durch anhören! Ich kann Euch verraten, dass es entsprechend massiv, dröhnend, walzend, düster zugeht! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt, was ich sehr bedaure! Aber nicht ohne die wichtigste Message überhaupt: NO ONE BREAK MY WILL! Schreibt Euch das auf die Banner Eures Lebens, auf dass sie Euren Hatern immer wieder entgegen wehen mögen! Was für ein geiles Finale! Tausend Dank dafür! 

 

Fazit: Ich bin echt sprachlos und verwundert, dass ich vorher nie Notiz von Palace hatte! Für mich ist dies thematisch, qualitativ, lyrisch, gesanglich und von der Machart her eines der geilsten, überzeugendsten, wichtigsten Heavy Metal Alben des Jahres und bestes Beispiel dafür, dass richtig geiler, old school verehrender Metal auch aus Deutschland stammen kann! Unzählige wichtige Themen werden hier mit dem entsprechenden Klangbild angegangen und attackiert, dabei gibt es die perfekte Balance aus Gesellschaftskritik und Lobes-Hymnen auf den Metal. Rundum einfach nur geil gemacht und ich bin wirklich dankbar für dieses Machtwerk! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN UND KUNST & KULTUR DÜRFEN NICHT STERBEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=Xij6-j7eG5A    Force Of Steel

 

https://www.youtube.com/watch?v=cL-2tQUDMfk    Final Call Of Destruction (Lyric Video)   

 

Vor geraumer Zeit hatten wir das Thema Frauen im Metal. Leider immer noch ein umstrittenes Thema, obwohl Beispiele wie Doro PeschGirlschool oder auch Tarja Turunen (um mal unterschiedliche Kategorien aufzuzeigen) davon zeugen, dass sie den Männern in punkto Aussagekraft, Headbangen und Power in nix nachstehen. Immer mehr Frauen schließen sich zu eigenen Metal Bands zusammen und lehren den Herren der Schöpfung gehörig das Fürchten! In immer mehr Metal Bands gibt es statt eines Frontmannes eine Frontfrau am Mikro, während die Männer die Instrumente malträtieren. Gerade in bestimmten Metal Kategorien wie Symphonic, Gothic oder Opera Metal ist das sogar die Tagesordnung! Aber auch immer mehr derbere Gangarten wie Thrash, Death und Extreme Metal haben Frauen am Mikro und das ist eine Tendenz, die mir persönlich sehr gefällt! Nicht nur wegen der Optik - sondern gerade weil diese Frauen Schreie und Growls aus sich heraus bringen können, dass es eine wahre Freude ist und mich immer wieder umhaut! Gerade, wenn kleine Frauen auf die Bühne kommen und man sich fragt, was jetzt wohl passiert. Man erwartet ein zartes Stimmchen und erhält die volle Breitseite! Immer wieder geil und es gibt nix Geileres als headbangende, moshende Frauen! Auch im Modern Melodic Metal gibt es Frontfrauen und einen starken Vertreter davon habe ich heute für Euch: Die Schweizer Macht Miracle Flair

 

Bereits seit 12 (!) Jahren existiert die Band aus St. Gallen um Nicole Hartmann bereits. 2008 wurde sie von Nicole und Gitarrist Daniel Maurizi gegründet. Beide sind ausgebildete Musiklehrer und unterrichten jeweils Gesang & Gitarre an verschiedenen Musikschulen St. Gallens. Ihr Debüt Album Inner Peace of Mind  erschien 2011 in Eigenregie. Danach entschied sich die Band für einen Stilwechsel zu härteren Songs, die den Bogen ihrer verwendeten Genres um ein Vielfaches erweiterte und was ihnen eine Unterschrift bei MASSACRE RECORDS einbrachte, die 2016 den Nachfolger Angel Cast Shadows  veröffentlichten. Alle Songs wurden selbstverständlich von Nicole und Daniel geschrieben. Im Frühjahr 2018 beehrten sie das Vorprogramm von Dark Tranquility und Equilibrium, was für die Erweiterung ihrer Fan-Gemeinde natürlich ungeheuer wichtig war! Im Herbst 2018 folgte daraufhin eine Headliner Tour durch Russland. 

 

Seit dem 03.04.20 ist nun endlich Album Nummero 3, genannt Synchronism, für Euch erhältlich und wie das Artwork schon durch schimmern lässt, scheint es gesellschaftskritisch und gleichzeitig verbindend zu sein. Ich bin extrem gespannt, deswegen geht es jetzt auch los!

 

Den Anfang macht auch direkt eine Single, nämlich The Untold. Episch, monumental, strahlend, mit wundervollen Riffs, starken Drums und weiten Keyboard-Flächen weht der Opener in den Raum, bevor starker Modern Symphonic Melodic Metal los bricht. Nicole punktet mit emotionalem Klargesang und klassisch ausgebildeten Gesangselementen. Tief treffend, berührend, emotional, packend. Starker Einstieg, perfekte Single Wahl! Als nächstes präsentiert sich das Herz- und Titelstück Synchronism, das sich stark vom Opener unterscheidet. Düsterer, dunkle Chöre, stellenweise derbere Salven, treibend, pfeilschnell, mitreißend, Klargesang und klassische Anleihen von Nicole, Modern Opern Melodic Metal! Man spürt, worum es hier geht! What Remains  ist die zweite Single und die ist wieder anders aufgebaut. Heavy Metal, Thrash Elemente, Goth Metal, Modern Melodic Metal - die Schweizer sind wirklich breit aufgestellt! Nicole konzentriert sich hier auf kraftvoll eingängigen Klargesang und kreidet die aktuellen Situationen in unserer Gesellschaft an. Weitere perfekte Single Wahl! Torn Inside. Dass es um negative Gefühle, Isolation, Einsamkeit, Ängste geht, dürfte spätestens jetzt klar sein! Auch hier sind die Schweizer wieder breit aufgestellt! Heavy, Trash, Opera, Gothic - an Metal bekommt man hier viel geboten! Kraftvollen, emotionalen Klargesang gibt es obendrauf, während die Jungs ihre Instrumente vorwärts treiben! Sehr stark! Mit Presence Of Death  werden langsam die Thematiken düsterer. Die Musik zieht da nicht mit, es bleibt bei kraftvoll vorwärts preschendem Modern Melodic Metal. Es muss ja nicht immer brutal werden! Allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Deutlichkeit bei der Thematik gewünscht, die fehlt mir hier ein wenig. Man merkt nix vom Thema, dafür wirkt es fast zu freundlich. Ansonsten wieder sehr geil! Torture Myself. Der Ton wird rauer, die Ansagen schärfer. Jetzt zieht auch die Musik nach und Nicole wird auch deutlicher! Thrash, Modern Melodic, Symphonic - hier wird wieder einiges geboten und die Thematik wird richtig wieder gegeben! Mehr davon! Dying Existence. Und es kommt Fahrt auf! Dröhnender Heavy Thrash Modern Melodic Metal, anklagender Klargesang - einfach nur richtig gut umgesetzt und absoluter Blast! Heroisch, episch, monumental, wie Herr der Ringe entnommen, kommt In Charge  daher. Breakdowns, vorwärts galoppierend, packend, gigantische Kulisse - so preschen Nicole und ihre Mannen in die Reihen! Einer meiner absoluten Favoriten! In eine ähnliche Richtung geht auch In Love & Hate, nur dass noch Symphonic Opera Metal dazu kommt! Wunderschön, edel, verzaubernd, magisch. Wie aus einem Märchen! Lost In The Void  sticht aus den Songs etwas heraus. Dunkel, zutiefst emotional startet es mit weiten Keyboard Flächen und tief einschneidendem Gesang, danach wechselt die Perle zwischen treibend schnell und innehaltend zerbrechlich. Einfach nur wundervoll, absoluter Oberfavorit! Echo Of Fears  ist leider schon das Ende der regulären Tracks, dafür legen die Schweizer aber nochmal gut los! Modern Melodic, Symphonic, Heavy, Alternative, headbangen, träumen, entschweben - hier ist alles möglich! Allerdings fehlt mir hier wieder etwas mehr Nähe zum Thema. Schade, das gibt trotz der geilen Musik und dem schönen Gesang trotzdem Minuspunkte! Ab der Mitte steigert sich die Perle aber und gibt der Umsetzung mehr Biss! Gut gerettet! Schickes Finale! Das letztendliche Finale liefert der In Love & Hate Retrowave Remix. Ein digital only Bonus Track. Old school Wave, aufgepeppt und modernisiert, verbindet sich mit dem Modern Melodic Metal und bringt die klassischen Elemente mehr heraus. Wunderschön, toll gemacht! Toller Abschluss! 

 

Fazit: Ich kann klar sagen, Miracle Flair haben mich überzeugt! Es gibt noch ein paar kleine Details, an denen noch gearbeitet werden muss, die auch sehr wichtig sind, gerade bei solcher Musik, aber ich bin mir sicher: Die Schweizer schaffen auch das noch! Laut Promo Text ist das Album die Fortsetzung des Vorgängers und es hat ein Wechsel statt gefunden im Klangkosmos. Das kann ich leider nicht beurteilen, aber dass hier musikalische Qualitäten und Kenntnisse vorliegen, ist offensichtlich! Mit Nicole bedient auch die beste Stimme für die Art Metal das Mikro und Daniels wundervolle Riffs unterstreichen sein Talent. Auch die restlichen Musiker an Bass, Schlagzeug und Keyboard stehen dem in nix nach! Starkes Album, das ab der Hälfte sogar noch stärker wird und Euch hoffentlich ebenfalls auf den Geschmack bringt! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=8WealR0vyqM    The Untold

 

https://www.youtube.com/watch?v=nFGK66gy2kM    What Remains

Ich freue mich wahnsinnig, heute die zweite Rezi für eine unserer dienstältesten Electro Bands zu machen! Sie sind untrennbar mit der Szene verbunden, haben auf nahezu allen wichtigen Festivals gespielt, ihr Name ist Musik und Wohlbehagen in den Ohren vieler Electro Fans! Unzählige Club-Kracher, Evergreens, wunderschön herzzerreißende Balladen und höchst kritische Themen haben die Herren schon entworfen! Auf ihrem langen Weg haben sie sich immer weiter entwickelt, nix klang gleich! So, wie sie sind, sind sie einzigartig und perfekt! Die Rede ist natürlich von den Absurd Minds

 

25 Jahre - auf 25 (!) Jahre blickt die Dresdner Formation mittlerweile schon zurück. 6 Alben und etliche weitere weltweite Veröffentlichungen sind die Bilanz einer Schaffens-Phase,  die klein als Home recording-Projekt von Keyboarder Tilo Ladwig und Sänger Stefan Grossmann begann und durch die Zusammenarbeit mit dem Label Scanner (heute ProNoize / Dark Dimensions Label Group) von Francesco D’Angelo (auch Keyboarder von SITD) zu einem der erfolgreichsten Electro Projekte weltweit heranwuchs.

Seit 1999 haben Absurd Minds es immer wieder geschafft, durch ihre einzigartige Mischung aus energiegeladenem Electro, EBM und melodiösem Pop, Fans über alle musikalischen Grenzen hinweg für sich zu begeistern.

Etliche obere Chart-Platzierungen, unzählige Live Auftritte und die Begeisterung einer stetig wachsenden Fan Gemeinde unterstützten und bestätigten Absurd Minds über die Jahre in ihrem Schaffen (Quelle: Promo Text). Zuletzt habe ich Euch 2017 Tempus Fugit  vorgestellt.

 

Seit dem 03.04.20 ist ihr brandneues Album Sapta  für Euch erhältlich. Sapta (Sanskrit) – steht im Altindischen für Sieben. Und während jene Zahl mit allerlei Zuschreibungen und diversen Konzepten mental aufgeladen ist, stand sie Pate bei der Namensgebung des neuesten Streichs der Electro Formation (Quelle: Promo Text). Passenderweise, denn es ist ihr siebentes Album. Laut Label findet man auf Sapta  all die positiven Aspekte, wofür ABSURD MINDS in ihrer Bandgeschichte stehen – energiegeladener Electro, der auf Herz und Verstand zielt, und welcher gleichermaßen kreativ wie auch virtuos ist. Die Dresdner zeigen einmal mehr, dass sie es auf Album-Länge verstehen, eine nahezu perfekte Fusion aus tempo-getriebenen und ruhigen Stücken zu kreieren. 

Dabei zeichnet die Band ein Bild der allgemeinen Orientierungslosigkeit unserer Zeit und den Weggabelungen, welche von den charismatischen Vocals beschworen werden und an denen sich der Hörer letztendlich wiederfindet (Quelle: Promo Text). Ich bin wahnsinnig gespannt, wie das klingt und deswegen geht es jetzt auch los!

 

Den Anfang macht CARRY THE FLAG, das vom Aufbau und vom Thema her hervorragend auch auf den Vorgänger gepasst hätte. Monumentale Elektronik, geflüsterter an die Nieren gehender Gesang, dann mit einem mal EBM, Tempo und Stefans typisch kraftvoller Gesang. Absurd Minds bekennen Farbe und lassen ihre Banner wehen, damit auch der Letzte noch ihre Botschaft versteht! Starker Opener, der die gute alte Schule der Dresdner feiert! Als nächstes präsentiert sich die Single DEAD END, zu der die Herren sogar ein Video gedreht haben! Hier hört man eine der Entwicklungen, die die Dresdner auch hier wieder vollzogen haben. Kraftvoll emotionaler, anklagender Electro Rock, packende Melodien, extrem ansteckend, kräftige Riffs, eine neue Note in Stefans Stimme. Die modernen Project Pitchfork werden es ebenso lieben wie ich! Ihr findet die Perle auch auf der Cold Hands Seduction Vol. 217 CD 1 (Sonic Seducer)ENTICER  ist ebenfalls ein Vertreter davon. Treibend, düster, Electro, kräftiger Rock. Das ist überhaupt nicht typisch AM, hier haben sie etwas ganz Neues ausprobiert! Es könnte fast Electro Gothic Rock sein, versehen mit extrem düsteren Chören und beklemmender Atmosphäre! Düster wie zu ihren Anfangstagen und doch modern - das schaffen nur sie in der Form! Sehr geil gemacht! Stefan passt sich stimmlich entsprechend an und mimt höllischer Meister und düsteren Verführer sowie Engel der Apokalypse. Episch! DESCENT  wirkt wie in einem riesigen buddhistischen Tempel aufgenommen. Hallende Drums, epische Elektronik, Stimmen im Hintergrund wie aus einer anderen Welt, treibende Beats, starke Rock-Elemente, kraftvoller Gesang. Asiatische Heilkunst und Mentalität trifft auf kraftvoll epischen Electro Rock - wenn Euch das nicht von euren Alltagswunden heilt, weiß ich es auch nicht! TRANSFORMATION  geht in eine ähnliche Richtung. Emotional, episch, himmlische Melodien, buddhistische Erleuchtung, Heilung, Musik von einer anderen Welt. Das ist nicht nur Musik! Diese Perle setzt Euch in eine Rakete und bringt Euch in ein gesegnetes Universum, in dem Tiere und Landschaft noch genauso leben und existieren wie ohne Bestie Mensch! Wunderschöne Perle, die zum träumen und tanzen einlädt! Ebenfalls zu finden auf der Orkus Compilation 150SAVIOURS  hingegen ist wieder ganz anderes Terrain. Düster, packend, ergreifend, eine eiskalte Umarmung. Wundervolle Klangspielereien, ein atemberaubender Refrain, dunkel-romantisch, in einen dunklen Umhang hüllend. Hat man so auch noch nie von den Dresdnern gehört! Stefan benutzt düster-packenden Klargesang, im Refrain sind Gesänge aus einer anderen Welt zu vernehmen! Soweit ich das raus höre, teilen sich Keyboarder sowie Zweitstimme Toralf Nikisch den Refrain. Atemberaubend und sehr geil gemacht! Die klagenden Schreie im Refrain ersehnen das Erscheinen eines Beschützers! A LIGHT THAT SHONE. Ein Licht, das leuchtete. AM wissen schon mit ihren Songtiteln zu fesseln! Packend, zutiefst melancholisch, das letzte Licht in der Dunkelheit. Wave trifft auf getragenen Electro. Wunderschön, traurig, herzzerreißend! TURNING AWAY  deckt wieder andere Felder ab. Zahlreiche geniale Klangspielereien, verzerrter Gesang, kräftiger Gesang, Tempo, 80er Jahre, Moderne, Klang-Labor, Autobahn, Wave Electro Rock. Was für eine mitreißende, ansteckende Mischung! Im Refrain sind Stefan und Toralf wieder im Duett zu hören, wenn mich nicht alles täuscht. PRAYERS. Das Thema Religion zieht sich vielseitig durch die Alben und Thematiken des Vierers, ebenso wie Glaube. Buddhistisch gehen die Herren es diesmal an. Wave Electro Rock, allerlei betörende Klang-Elemente, allerfeinste Elektronik, packender Gesang. Wundervolle Perle! Es wird wieder episch mit MOUVEMENT. Getragene Elektronik, wunderschöne Melodien, dunkel angenehmer Klargesang, dunkel-romantisch, nachdenkliche Zeilen, Stefan übernimmt den Hauptgesang, Toralf übernimmt den französischen Refrain. Wunderschön und zerbrechlich! ONE BLOOD. EIN BLUT. EINE EINHEIT. Das ist, was AM hier ansprechen. Letztlich sind wir alle eins. Die Kernaussage ihres Vorgängers. Electro Rock, eingängiger Flüstergesang, kraftvoller Gesang, treibend, aufgepeppte 80er, rasant, mitreißend, vereinend. Besser kann man die Message nicht vertreiben! Die Kinderstimme verstärkt es und stellenweise muss ich zwangsweise an Timekiller  von Project Pitchfork denken. Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt *schnief* Aber nicht ohne ein wunderschönes Finale! Diesmal fahren Stefan und seine Männer etwas ganz Besonderes auf. MORE THAN ONE  ist eine wunderschöne, getragene, orchestral unterstützte, herzzerreißende, Electro Klassik Wave Symphonic Rock Perle! Noch etwas mehr Riffs und es wäre die ultimative Symphonic Metal Perle! Einfach nur sagenhaft schön, ergreifend, umwerfend! 

 

Fazit: Auch nach 25 Jahren wissen Absurd Minds noch zu überraschen! Ganz besonders, wenn es um dieses Meisterwerk geht! Dunkel-glänzend ist das Artwork. Es wirkt buddhistisch, magisch, aufregend, rätselhaft. Ebenso verhält es sich mit den Songs! So abwechslungsreich und experimentierfreudig waren die Dresdner noch nie und so wie hier habe ich sie noch nie gehört! Die Nähe zu Project Pitchfork ist unverkennbar; es könnten Zwillinge sein! Und doch erschaffen die Dresdner hier etwas Eigenständiges, nie zuvor bei ihnen Dagewesenes. Verschiedene Elemente aus Wave, Rock, Metal und ähnlichem fließen hier ein. Ich bin sprachlos und verzaubert! Was für ein geiles Werk! Fans müssen das im Regal stehen haben, es könnte in der Form einmalig sein und es ist einfach nur magisch! Dies hier ist der perfekte Spiegel unserer aktuellen Gesellschaft! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZDE0GYk8BSI    DEAD END (Video, ebenfalls vertreten auf Cold Hands Seduction Vol. 217 CD 1, Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=GZB3JHI0lC0    TRANSFORMATION (vertreten auf Orkus Compilation 150)  

Was ich Euch heute vorstellen möchte, ist nix für schwache Nerven. Seht Ihr ja bereits am Artwork. Heute wird es düster, tiefgehend und nachdenklich. Musik, bei der der Kopf mitdenken muss. Musik, die fernab von Wischiwaschi-Gute Laune-Musik ist. Die genau das anregt, was Musik bewirken sollte: Der Hörer fängt an, nachzudenken. Musik, die an die Nieren geht und keine leichte Kost beinhaltet. Dennoch oder gerade deswegen ist es eine Band, die man gehört haben muss. Eine Band, die Ihr so schnell nicht vergesst, denn sie hat eine Message. Erinnert Ihr Euch noch an Astharat, das aktuelle Album von Devil-M, welches ich Euch vor einer Weile vorstellte? Eine ähnlich düstere Szenerie erwartet Euch auch hier! Anschnallen und einstellen auf PORN

 

Seit 21 Jahren ist diese Band nun schon aktiv. 1999 wurde sie von Sänger Philippe Deschemin gegründet und stammt aus Lyon in den Rhône-Alpes. In dem Gründungsjahr studierte Philippe Psychologie und Soziologie (was für die Thematiken der Band sicher sehr hilfreich war). Dann entschied er sich, eine eigene Band zu erschaffen, die von drei Legenden beeinflusst werden sollte: The Cure, Bauhaus und Nine Inch Nails. Auf die Frage, wie die Wahl auf den Bandnamen fiel, antwortete er: Weil es das Geräusch ist, das meine Faust macht, wenn sie auf deinen Schädel trifft. Eine Aussage, die natürlich viel über die Inhalte der Musik verrät. Natürlich sollte dies auch ein Weg sein, die Gesellschaft zu schockieren und herauszufordern. 2000 wurde die erste Demo aufgenommen. 2002, nach dem Umzug nach Lyon, folgten die Aufnahmen zur zweiten Demo. Es war die erste Demo, die die Band bekannt machte. 2003 unterschrieben sie beim ersten Label Slalom Music. 2004 dann endlich das Debüt Album Glitter, Danger and Toyboyz, welches von der Fachpresse recht gut aufgenommen wurde. 2005 erschien die EP Superfurry, auf der die Jungs Call Me  von Blondie coverten. Karine Durand, Journalistin von Rock One, prophezeite, Porn versprechen die Rock-Offenbarung des neuen Jahres zu sein. 2006 folgte der Wechsel zu Electricult (MGM Distribution) und die Jungs werkeln am Nachfolger Weapons of Mass Seduction. Es wird nie veröffentlicht und die Band aufgelöst. 2009 dann die Rückkehr auf die Bühne, die sie zuvor sogar schon mit ASP und Oomph! geteilt hatten. Zudem hatte es einen kleinen Wechsel in der Besetzung gegeben. 2011 gab es dann endlich den lang ersehnten Nachfolger From the Void to the Infinite. 2017 rief Philippe sein Neben-Projekt An Erotic End Of Times ins Leben, bevor er mit seinen Jungs mit dem dritten Album The Ogre Inside  eine Trilogie startete. Zwischendrin folgten einige EPs, eine Compilation und ein Remix-Werk. Worum geht es in der Trilogie? Alles dreht sich um die Hauptfigur, den mysteriösen Mr. Strangler. Vorausgegangen war der Geschichte der Sci-Fi Roman Contoyen, den Philippe heraus brachte. Teil 1, also The Ogre Inside, beschäftigt sich mit dem inneren Monster, welches Mr. Strangler in sich spürt. Er versucht, gegen den inneren Oger zu kämpfen, das dunkle Verlangen auszumerzen. Unterstrichen wurde das durch Samples von Aleister Crowley und The Great Beast. Eines der Zitate davon lautet Liebe ist das Gesetz, Liebe unter dem Willen. PORN machten sich das zunutze und tauschten für sich Liebe mit ihrem Bandnamen aus. Auf Teil 1 folgte ein Remix-Werk, welches eine andere Sicht auf die Songs durch andere Szene-Bands verschaffen sollte. 2019 gab es mit The Darkest Of Human Desires - Act II  die Fortsetzung. Hier hat Mr. Strangler seinen inneren Oger akzeptiert und lässt diesem nun freien Lauf. Stehlend und mordend zieht er mit seiner Gang durch die Straßen und bringt seine Mitstreiter an ihre Grenzen. Ihr seht schon, die Themen von Philippe und seiner Truppe sind kein Zuckerschlecken. 

 

Seit dem 27.03.2020 ist nun mit No Monsters In God´s Eyes - Act III  das Finale der Trilogie über das seit Act I  neue Heimat-Label Echozone für Euch erhältlich. Die blutige Odyssee von Mr. Strangler hat ein Ende. Er sitzt im Gefängnis und wartet auf seine Hinrichtung. Dieser finale Akt ist als sein Testament gedacht. In Anbetracht des bevorstehenden Endes zieht er Bilanz über sein Leben und beginnt einen Dialog mit dem Tod. Jeder wird eindringlich gemahnt, sein Werk fortzuführen - das Werk Gottes. Denn für den Fall, dass Gott wirklich existiert - dann ist all dies sein Werk. Dann sind selbst die schlimmsten Mörder Kinder Gottes. Im Angesicht Gottes gibt es keine Mörder ...

 

Das ist der Inhalt, der Euch erwartet. Musikalisch einzuordnen sind die Franzosen übrigens im Industrial Metal und Gothic Rock, sie selbst bezeichnen sich als Murder Rock. Neben den schon genannten drei Legenden, die in ihren Sound einfließen, haben sie ihn diesmal erweitert und lassen Einflüsse wie David BowiePink Floyd und Type 0 Negative zu. Wie das alles klingt und wie die düsteren Gedankengänge sich musikalisch äußern, das finden wir jetzt heraus! 

 

Den Anfang macht direkt eine Single: Dead in every eyes. Also man ist schon tot in jedermanns Augen. Sanfter Gothic Rock, eingängiger dunkler Gesang, extrem gefühlvoll. In der Art von Pink Floyd agieren die Franzosen hier. Die Lyrics machen extrem nachdenklich. Der innere Monolog, der Dialog mit dem Tod, Mr. Stranglers Gedankengänge sind mit jeder Zeile spürbar und je länger das Lied geht, desto mehr baut es sich auf. Es entsteht mehr Bombast, die Melodien walzen sich schwer nach vorne, der Gesang wird kräftiger und sogar dezente Growls kommen zum Einsatz. Nachdenklich, packend, bewegend, tief treffend, scharf einschneidend. Jeder Zeile trifft und jede gezupfte Saite ist wie eine Rasierklinge, die ins Fleisch eindringt. Starker, PORN-untypischer Opener! Es geht direkt mit der nächsten Single High summer sun - Part 1  weiter. Es bleibt im Gothic Rock, aber typische Industrial Rock Elemente fließen ein. Die Stimmung bleibt melancholisch und trotzdem kraftvoll. Ja, Philippe Deschemin kann auch gefühlvoll! A Lovely Day  ist zwar keine Single, aber ich habe nach dem Fazit den offiziellen Visualizer für Euch! Massiv, schwer, dröhnend walzt sich die Perle aus den Boxen. Ägyptische Elemente liegen in der Luft, der Song könnte aus dem Queen of the Damned  Soundtrack stammen. Emotional, kraftvoll, mysteriös, magisch, sarkastisch. Hier ist es schon eher Gothic Industrial Metal! Type 0 Negative lässt grüßen! Pete Steele, Odin habe ihn selig, hätte es geliebt! Low winter hope - Part 1  fängt extrem melancholisch, tief einschneidend mit einem traumhaft schönen Gitarren-Soli an. Sengend, bewegend, bitterkalt. Sanfte Keyboard-Klänge und Flüster-Gesang kommen dazu vor einer gigantischen Kulisse. Sehr geil gemacht, dem Hörer blutet während der gesamten Zeit das Herz! In an endless dream  hingegen präsentiert sich als gefühlvolle Gothic Rock Ballade. Sanft, eingängig, fast schon dunkel-romantisch. Extrem eingängig gefühlvoller Gesang von Philippe. Ja, dieses Album zeigt die lärmenden Franzosen von einer ganz anderen Seite! Ab der Mitte wird es nochmal ordentlich kraftvoll, behält aber die Eigenschaften bei. Wunderschön! Low winter hope - Part 2  ist Single Nummero 3 und führt die Low winter hope  Geschichte eindrucksvoll weiter. Eingängiger, hoch melodischer, zutiefst melancholischer Gothic Rock mit tief treffendem Gesang ist hier zu vernehmen. Dennoch ist es sehr kraftvoll. Verzweiflung, Selbstaufgabe, Schmerz, Tod. Gegen Ende pushen die Franzosen nochmal nach und die Verzweiflung bekommt Ausdruck. Leichtes Growlen kommt sogar zum Einsatz. Sehr geil! Sky outside. Dunkler, eingängiger Gothic Industrial Rock, dunkler gefühlvoller Gesang, Elektronik und Rock perfekt gemischt. In seiner Zelle hat Mr. Strangler keinen Blick nach draußen. Die Fragen, die hier gestellt werden, drehen sich darum. Leichtes Growlen findet wieder Einsatz und je länger es geht, desto mehr Biss legt Philippe in die Stimme. Sehr geil gemacht! High summer sun - Part 2  wird durch düster monumentale Keyboard-Flächen eingeleitet, bevor dunkel massiver Gothic Doom aus den Boxen walzt. Anklagend, gefühlvoll, Milliarden Liter Herzblut, düster, tief einschneidend. Wo für die Einen die Sonne hoch am Himmel steht, ist für Andere nur ein großes schwarzes Nichts ... Kurz, aber oho ... Some happy moments. Wie die wohl bei Mr. Strangler aussehen? Single Nummero 4. Akustisch, extrem gefühlvoll, dunkel-romantisch, tief dunkler Gesang, helle Elemente, kurz aufflammende Lichtblicke. Wenn man den Lyrics lauscht, stechen sie direkt ins Herz. Ab der Mitte kommt schwer walzender, gefühlvoller Gothic Metal dazu. Wehklagen und Seelenschmerz in perfekt veredeltem Musik-Gewand! God´s creatures. Mr. Stranglers Hintergedanken und Beweggründe zum Albumtitel. Hier wird es schon wieder eher tpisch PORN. Massiver Industrial Rock, der Gesang und die Message werden ernster, der Refrain ist großspurig und kraftvoll. Gefühlvoll-kraftvoll ist da auch der Gesang. Sehr geil umgesetzt! Ganz anders hingegen das Finale der Low winter hopePart 3  entpuppt sich als getragene, melancholisch rockige Perle mit gefühlvollem Gesang. Wundervoller Abschluss! Ein indirektes Finale gibt es direkt im Anschluss. Among dark red roses  ist ein 6:48 minütiges, schwer walzendes, düster massives Gothic Doom Metal Monstrum, welches da in Eure Ohren kriecht. Dementsprechend emotional ist der Gesang und die Stimmung wie auf einer Beerdigung. Das Ende steht nun kurz bevor. Sehr episch! Pete Steele wäre schockverliebt! Welch Monument! Das letzte Wort hat Mr. Strangler selbst über Mr Strangler´s last words  erhalten. Es klingt wie eine düstere Vorankündigung; das, was ich Euch über die Story erzählt habe, wird hier zusammen gefasst und wir wissen: Dieser Horror ist noch nicht vorbei und endet nicht mit seinem Tod ... Gruselig, düster, ergreifend, Angst hervor rufend. Sehr geiles Finale für solch Werk und Story!

 

Fazit: Ich bin nahezu sprachlos! Was für ein einschneidendes, nachhallendes, nachhängendes, bedrückendes Meisterwerk! PORN haben es über drei unterschiedliche, dem Thema angepasste Alben geschafft, in die Psyche eines Mörders einzudringen. Innerer Kampf, Hingabe, eigener Tod. Eine Trilogie, die es in sich hat und dass sich hier Jemand intensiv mit der Thematik befasst hat, spürt man mit jeder Zeile, jeder Note, jedem Klang! PORN lassen uns teil haben und selbst in der Stunde, die für Opfer, Angehörige und die übrigen Bewohner der Stadt befreiend wirkt, da das Monster stirbt, lassen sie uns mit leiden. Der Hörer erfährt hier mal viel über die Gegenseite und das so eindringlich und genial umzusetzen, musikalisch wie gesanglich und lyrisch - das verdient großen Respekt! PORN sind in der Form einmalig und was man ihnen ebenso hoch anrechnen muss: Sie entwickeln sich weiter! Entgegen meiner Erwartung ist es ein sehr nachdenkliches, emotionales, mit viel Gefühl versehenes Album geworden, das sich in PORN-untypischen Gefilden bewegt. Neu, ungewohnt, aber wirklich sehr geil! Power, Nachdruck, Eindringlichkeit und der PORN-typische Tritt in die Fresse kommt an den richtigen Stellen und düster bleibt es natürlich trotzdem angesichts der Thematik und Lyrik! PORN sind eine Instanz für sich, die kontrovers und umstritten ist, aber einfach Musik abliefert, die was zu sagen hat und dies musikalisch wie gesanglich meisterhaft umzusetzen weiß! Die Franzosen sind derweil nicht untätig geblieben und haben bereits die nächste Attacke am Start! Die Story geht wirklich weiter in Form einer neuen Trilogie. Kurz nach seinem Tod wurde Strangler der Messias einer rätselhaften Gemeinschaft: The Stranglings. Unter der Leitung eines Individuums, der The Guide genannt wird, reisen sie von Stadt zu Stadt, begleitet von Menschen, die der modernen Welt entfliehen, um ein neues Leben zu beginnen. Das kann nix Gutes bedeuten, so lange sie Mr. Stranglers Andenken bewahren ... We Are The Stranglings, Chapter One wird es heißen - ich werde Euch hier auf dem Laufenden halten! Wem das alles nicht reicht, kann sich auch das Remix-Werk zum Abschluss der Strangler-Trilogie zulegen! Ich bin wahnsinnig auf die neue Trilogie gespannt!

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=jF6oQAm6Vmk Dead in every eyes

 

https://www.youtube.com/watch?v=DswL2HzbEfI High summer sun

 

https://www.youtube.com/watch?v=TgIZc5kHmx4 Low winter hope - Part 2

 

https://www.youtube.com/watch?v=3HZ1F6G8-RY Some happy moments

Heute präsentiere ich Euch mal wieder eine brandneue Band. Der Mann hinter der Band ist aber längst kein Unbekannter mehr und auch die Gefilde, in denen sich seine Klang-Konstruktionen bewegen, sind ihm auch ganz genau vertraut. Eine weitere Band, mit der wir wieder beim Thema Neben-Projekte sind. Diese hier zeigt sogar genau auf, warum alte Verbindungen neu geknüpft wurden. Macht Euch bereit für Van Bloomen! 

 

Marcel van Blumen ist den meisten Menschen wohl eher bekannt als

Mastermind der Electro Punk Band 100blumen. Es gab aber auch eine Zeit

davor, als 100blumen noch keine Punk Band war, sondern das ONE MAN

Industrial Projekt 100blumen. Hier knüpft er mit seinem neuen Projekt

VAN BLOOMEN wieder an. Wabernde Flächen und tiefe Bässe liegen klar im Vordergrund. Die Songs klingen mal waviger, mal technoider. Der Geist  der 80er Jahre spielt hier eine klare Rolle. Von EBM bis zu Italodance, von Synth- bis Coldwave, getragen von modernen Electro Klängen, verschließt man sich keinem Genre-Einfluss. Van Bloomen steht für moderne, eingängige und intelligente Tanzmusik, denn Musik verbindet über alle Grenzen hinweg (Quelle: ProNoize / Dark Dimensions Label Group Promo Text). 

 

Jetzt wisst Ihr schon mal bisschen was und die Einleitung erklärt sich von selbst. Seit dem 27.03.2020 ist Geist  nun schon für Euch erhältlich. Wer keine der drei genannten Bands kennt, dem stelle ich nun die elektronische Spielwiese vor, die in Marcels Kopf herum geistert

 

Den Anfang macht die Straße  und sie scheint durch eine dunkle Ecke zu führen. Verschiedenste Klang-Experimente, wabernde Geräusche, düstere Atmosphäre, beklemmende Szenarien, Nebelschwaden, blubberndes Labor-Equipment, dennoch extrem ansteckend, mitreißend, packend und zum Tanzen animierend. Genialer, vielversprechender Opener! Wir wissen ja, dass der Geist  der 80er eine entscheidende Rolle für dieses Werk spielt. 1980  passt da natürlich perfekt und erweist sich als explosive, bunt-schwarz gemischte Tanzflächen-Granate! Pfeilschnell, mitreißend, großspurig, freaky, durchgeknallt, zahlreiche Klang-Spielereien. Einfach nur unglaublich, was hier passiert und man kann hervorragend dazu tanzen! Gataki  ist eines meiner bisherigen Lieblinge, da ich den Track bereits von der Orkus Compilation 150  kenne! Ich habe zuerst gedacht, die CD wäre defekt. Es hat tatsächlich den Anschein, als würde hier etwas leiern. Das ist aber wirklich so aufgenommen und es ist der perfekte Sonntagmorgen-Soundtrack! Warm, dennoch kühl, betörend, traumhaft schöne Melodien, wabernde Klang-Teppiche, faszinierende Kulisse! Und der Geist  der 80er liegt natürlich in der Luft! Unbedingt anhören! Im Anschluss präsentiert sich der erste Interludium Part. Warm, großflächig, lichtdurchflutet, begrüßend, himmlisch. Einfach nur der perfekte Sonnenaufgang am Sonntagmorgen! Traumhaft schön! Wir haben so lange davon gesprochen, jetzt präsentiert sich der Geist  endlich in seiner ganzen Pracht und natürlich in seiner Rolle als Herz- & Titelstück! 80er Jahre, Gangster, düster, mit feinen Drum-Elementen versehen, Electro-Punk-Coldwave der alten Schule! An einigen Stellen wird es sogar leicht gruselig. Sehr geil gemacht, gespenstisch, packend und mit großartigen, zeitlosen Melodien sowie Klangwelten gespickt! Puce  hat die 80er natürlich auch inne, bewegt sich aber auf ganz anderem Terrain. Synth-Pop mischt sich mit Industrial, Italodance, Coldwave und leichten Noise-Elementen. Monolith trifft Eric Prydz und Ascii.Disko! Unmöglich erregend, was das Tanzbein angeht! Es gibt sogar eine Single aus diesem Album: Kalt! Der Name ist gut gewählt, hier gibt es modernisierten, elektronisch aufgepeppten Coldwave! Kühl, distanziert, tief treffend, bewegend, dennoch sehr tanzbar! Optimal für die Düster-Tanztempel! Teil 2  von Interludium  unterscheidet sich sehr von Teil 1. Kälter, monotoner, bedrohlicher. Das Aufkeimen von etwas Dunklem, Bösem. Genial gemacht, wunderschöne Elektronik, großartige Geräuschkulisse! Massiv und dröhnend wie eine düstere, dystopische Fertigungsanlage! Tigre  hingegen ist 80er pur! Aufgepeppt, aber trotzdem alte Schule! So was finde ich einfach nur wunderbar und bedanke mich herzlich dafür! Es gibt mehr und mehr Bands, die es schaffen, den guten alten Sound wiederzugeben und deren Herzensmission es ist, das alte Feeling und die alten Glanzzeiten der Musik wieder aufzuleben! Kann ich nur bekräftigen! Mir ebenfalls bekannt ist Choros II  von der Cold Hands Seduction 217 (Sonic Seducer). Unterkühlte Elektronik, wabernde Bässe, düstere Elektronik, unterkühlte Atmosphäre. Ein Track, der mich ebenfalls direkt von Van Bloomen und seine Klang-Kreationen überzeugte! Keine Angst. Wenn Marcel das prophezeit, können wir sicher drauf vertrauen. Warm, hell, unzählige Klang-Spielereien, zwischendrin dunkles Wabern, Italodance trifft auf Synthie und 80er mit Coldwave Anteilen. Hier muss man wirklich keine Angst haben! Der Tunnel  hingegen baut sich langsam auf. Weite Landschaften, helle Elemente, Feierabend-Verkehr, gemütliche Heimfahrt, Musik zum Runterkommen und abschalten. Zum Abschluss präsentiert sich mit Teil 3  zugleich das Ende der Interludium  Trilogie. Episch, melancholisch, hell strahlend, bewegend, atmosphärisch, nahezu heroisch. Perfekter Abschluss der Trilogie und ein wunderschönes Outro! 

 

Fazit: Ein rundum spannendes Werk liegt hier vor! Extrem abwechslungsreich, sogar pro Track, verschiedene Stimmungen, Sounds für jede Gelegenheit, zeitlose Melodien und ein schwarzes Herz, das für den Geist der 80er schlägt! Einige Tracks hätten zu der Zeit in einem Kultfilm oder in einer Kultserie laufen können! Ich bin einfach begeistert, dass mit Van Bloomen eine weitere Band existiert, die den Fokus auf die Wurzeln legt und die glorreiche Musikzeit wieder aufleben lässt! Natürlich erweitert mit modernen Elementen und aufgepeppt, aber der Geist  lebt weiter und stirbt nicht! Tausend Dank dafür! Elektronik-Liebhaber und 80er-Fans werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER GERADE ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=YZl4r9f-gzc    Kalt

 

https://www.youtube.com/watch?v=ETmvj-6Eh8c    Tunnel

 

https://www.youtube.com/watch?v=U2oFGEkXLPc    Choros II (Cold Hands Seduction Vol. 217, Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Qcwlb_sEv4s    Gataki (Orkus Compilation 150)  

 

Heute geht es um eine Band, die es einfach auch geschafft hat! Vom No Name zu einer festen Instanz und mit immer wieder rotierenden Club-Krachern hat sich dieses Projekt hoch gearbeitet und ist aus der Szene-Electro-Welt nicht mehr weg zu denken! Macht Euch bereit für die ultimative Club-Attacke genannt Chainreactor

 

2009 wurde die Band aus Düsseldorf von Jens Minor gegründet, hervorgegangen aus dem Electro-Industrial-Projekt Spawn Of Anguish. Zu hören ist eine geballte Mischung aus Rhythm ´n´ Noise, Electro und Industrial. Jens bearbeitet aber nicht alleine seit 11 Jahren seine Maschinen, seit Mitte 2012 ist Kay Schäfer als zusätzliche Unterstützung dabei und das sogar immer wieder am Mikro. 6 Alben und ein Remix-Rare Stuff-Werk sind in der Zeit entstanden, alle erschienen über ProNoize /Dark Dimensions. Zuletzt berichtete ich Euch 2018 von Decayed Values, zu der Zeit noch in meiner Tätigkeit als Orkus-Schreiberling.

 

Seit dem 27.03.2020 ist nun endlich Album Nummer 7 für Euch erhältlich, genannt Interlinked. Ich bin wahnsinnig gespannt und deswegen legen wir jetzt auch los! 

 

Den Anfang macht der Backslider. Faszinierende Klangwelten, gigantische Sound-Landschaften, wundervolle Spielereien, traumhaft schöne Melodien, urgewaltiges Dröhnen. Genauso kennen und lieben wir Chainreactor! Perfekter Opener, der natürlich auch durch wummernde Bässe bestärkt wird! Ich liebe diesen Sound! Dieses mal gibt es sogar eine Weiterentwicklung bei Chainreactor, die es bei den Klangwelten immer gibt. Dieses mal gibt es eine weitere Entwicklung und zwar Singles mit Video! Die erste haben wir jetzt im Player und die ist gleichzeitig Herz- und Titelstück: Interlinked! EBM Beats, knarzende Bässe, wundervolle Melodien, ungewohnt helle Aspekte in all den wummernden Klängen. Perfekte Single-Wahl, tolle Perle, neuer Dauerbrenner und Ohrwurm-Garantie! Nothing  hingegen legt da wieder ganz andere Marschrichtungen an den Tag. Wummernde Bässe, Geräusche wie auf einem Autorennen, glühende Motoren, dunkle Vibes, kaltes Nichts, tiefe Melancholie. Natürlich trotzdem äußerst tanzbar! Sehr geil gemacht! Dirty Jobs  spricht eigentlich schon vom Titel her für sich. Dirty dark bumping electro at its best! Hier kommt auch endlich wieder das Kalte, Düstere von Chainreactor zur Geltung! Erneute schwere Attacke auf die Tanzflächen der Republik, die ihren Tribut fordert und zahlreiche Tanz-Opfer mit sich bringt! Mit The Wicked  präsentiert sich die zweite Single, die sich wieder ganz anders anhört als die erste. Kalte Sequenzen, blubbernde Bässe, gute Beats, düster, Chemie-Labor, Nebel, düstere Magie. Ein wahrer Gänsehaut-Verursacher! Riot  ist eines der Chainreactor Stücke, die klanglich am meisten heraus stechen. Schwere Bässe, EBM Wurzeln, massives Stampfen, kalte Dunkelheit, schwere Geschütze, schweres Vorwärtswalzen. Ganz stark gemacht! Massiven Beschuss der Tanzflächen liefert hingegen Prey. Beten hilft hier aber auch nix! Flucht ist zwecklos, das Tanzbein muss mit! Die Energie muss ausgeschwitzt werden, wenn der Körper sich im Kugelhagel massivster Rhythm ´n´ Noise Bullets vergnügt! Die ultimative Samstag-Party-Nacht-Droge! Grey  ist die letzte Single und ist wieder gänzlich anders aufgebaut. Massives Stampfen, militant, düster knarzend, böse funkelnd, wummernde Bässe, dichte Sequenzen, verführerische Melodien. Erneuter Volltreffer in Richtung Tanzfläche! Ein richtig urtyischer Chainreactor Vertreter ist A bad mistake. Finsteres Funkeln, gefährliche Atmosphäre, druckvolle Klangspielereien, dunkles Wummern. Da hat Jemand wirklich einen folgenschweren Fehler begangen! Das richtig derbe Industrial-Electro-Brett ist Strike! Massiver Beschuss, scharfe Munition, gezieltes Schießen, Schweiß und Tanzlust liegen ebenso in der Luft wie der Schrei nach Revolution und Aufbegehren! Geiles Teil! Truth doesn´t care. Der Wahrheit ist es egal. Wundervoller, zum Nachdenken anregender Titel. Und so lange Ihr nachdenkt, lauscht den ultimativen Lauschangriffen dieser massiv wummernden Perle! Wir sind LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Wieder viel zu früh, wenn Ihr mich fragt. Aber kein Werk der Düsseldorfer ohne ein grandioses Finale! Dieses folgt in Form von The Raid. Verzweigte Elektronik, feinste Spielereien, Horrorfilm-Atmosphäre, knackige Sequenzen, extrem düster, extrem bedrohlich. Beängstigend und trotzdem genial gemacht! Faszinierender Ausklang! 

 

Fazit: Chainreactor sind und bleiben einer meiner absoluten Favoriten in dieser Stil-Richtung! Abwechslungsreich, wandelbar, vielseitig, unterschiedliche Stimmungen. Mal Horrorfilm, mal Revolution, mal Party-Sound. Und das alles immer mit ernsten Themen! Diesmal ist es wieder eine rein instrumentale Platte, wir müssen leider ohne Kays Gesang auskommen. Aber Jens und Kay schaffen es einfach wunderbar, alleine über ihre Klangwelten viel zu erzählen! Da braucht man keinen Text, man spürt, worum es geht! Erneuter Beweis dafür, dass die Düsseldorfer eine feste Instanz sind, mit der im Tanzflächen-Sektor zu rechnen ist und sie gehören einfach mit zu den Besten! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL GERADE ZU CORONA-ZEITEN KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=vu2_AppAWEU    Interlinked

 

https://www.youtube.com/watch?v=kMK_pokOIrs    Grey (ebenfalls vertreten auf der Cold Hands Seduction Vol. 2017, Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=p7IcGCdx22g    The Wicked

 

https://www.youtube.com/watch?v=MINsdOngyHE&list=OLAK5uy_lDbhbK4oMq6qygtYduBRxmU-YLyWhqfIg    A bad mistake (vertreten auf Orkus Compilation 150)

Ich habe heute ein weiteres, besonders kräftiges Zugpferd aus dem Einheit Produktionen-Stall, welches sogar neu in ihren Stallungen ist und vor allem kommt es auch noch aus unseren Landen! Auch wenn die Black Death Metaler mittlerweile einiges an Aufmerksamkeit erregt haben, will ich ihren Bekanntheitsgrad heute um ein Vielfaches erweitern! Macht Euch bereit für Invoker!

 

Im November 2010 wurde die Band durch Schlagzeuger Tino Schumann und Sänger sowie Saitenhexer Tino Büttner gegründet. Da hier noch Verstärkung benötigt wurde, trat Gitarrist Christian Ulbrich bei. Die Arbeiten an eigenen Liedern nahmen schnell Fahrt auf und Gestalt an, so dass ebenso schnell eine Mixtur aus Black und Death Metal entstand. 2013 erschien ihr Debüt Album A New Age, zu dem Zeitpunkt noch über Godeater Records. Das lyrische Konzept drehte sich um den Tod mit all seinen unterschiedlichen Gesichtern und Aspekten. Gefördert wurde das Album durch zahlreiche Live Auftritte, u. a. auf dem Under The Black Sun Festival. Außerdem spielten die Herren mit Urgesteinen Marke Melechesh, Koldbrann, VON, Alchemyst und Eisregen. 2014 folgte die erste eigene Headliner-Tour in der Schweiz. Zudem wurden die Niederlande, Belgien und Deutschland bespielt. 2015 dann der Nachfolger Aeon, der über Non Serviam Records veröffentlicht wurde. Musikalisch gab es eine Veränderung, bei der die Herren dem Stil treu blieben, Sound und Arrangement jedoch um einiges gereifter erklingen ließen. Seit 2016 ersetzt Nico Hünniger Christian Ulbrich an der Solo-Gitarre. Zudem ist 2019 als viertes Mitglied Bassist Ingo Rusche zur Band gestoßen.

 

Seit dem 27.03.2020 ist nun endlich Album Nummero 3, Towards The Pantheon Of The Nameless, über Einheit Produktionen für Euch erhältlich. Hier unterschrieb die Band 2019. Dieses dritte Werk soll sich laut Promo Aussage stark von seinen Vorgängern unterscheiden und eine weitere Veränderung / Weiterentwicklung darstellen. Vom alten Stil wurde wohl nix verworfen, aber einige neue Elemente sollen die musikalischen Ergüsse auf erfrischende Art und Weise beleben. Ich bin echt gespannt und deswegen geht es jetzt auch endlich los!

 

Den Anfang macht Crumbling Sky. Klangwelten wie direkt aus dem Universum aufgenommen, epische Konstrukte, helle Passagen, monumentale Kulissen, dennoch eine gewisse Schwere und große Finsternis. Was für ein gigantischer Opener, der direkt in die Seele strahlt! Weiter geht es mit dem Herz- und Titelstück Towards The Pantheon Of The Nameless, welches zwar weiterhin auf Black und Death Metal basiert, aber zwischendrin mit heroischem Heavy Metal aufwartet. Gekonnt spielt die Perle mit den Stilen, wechselt sie blitzschnell und hält sogar akustische Ruhepausen bereit. Einige Elemente haben sogar einen leichten Hauch Pagan Metal inne. Einfach nur genial, was ich hier vernehme! Sogar Rock und Hard Rock sind stellenweise zu vernehmen! Einfach nur stark und extrem abwechslungsreich! Im Anschluss geht es auf eine Journey To Darkness. Kräftige Gitarrenklänge und gedämpfte Schlagzeug-Parts im Hintergrund machen den Anfang, bevor erneut bissiger Black Death Metal in die Szenerie walzt. Dann wird es wieder ruhig, fast schon besinnlich. Heavy Metal, Rock, wunderschöne Melodien. Die Ruhe vor dem Sturm, bevor es wieder brachialer wird. Wahrlich wunderschön, die Reise zur Dunkelheit verläuft also über verschiedenste Ebenen! Nicht so düster wie erwartet, aber dennoch äußerst bekömmlich und zu empfehlen! Dark. Ein kurzes, aber intensives, episches, düsteres, einschneidendes, tief treffendes Begräbnis-Instrumental. Die fast geisterhaft wirkende Kinderstimme in Verbindung mit den tieftraurigen Melodie-Fluten verursacht die reinste Gänsehaut. Einfach nur ergreifend und wunderschön! Mittlerweile haben wir die Devils Door  erreicht. Brachialer, schneller Black Death Metal, Pagan Metal Elemente, Heavy Metal Breitseite, kräftige Walzen. Tinos Stimme wird wieder mehr Bedeutung verliehen. Bisher hielt er sich eher im Hintergrund, hier bekommt er wieder vollen Einsatz. Zwischendrin hallen verzweifelte Schreie durch die Kulisse. Sehr geiles Brett! Es folgt der Fall Into The Void. Es wird immer düsterer, eingängiger, abwechslungsreicher. Black Death, Heavy Metal, ordentliches Gedröhn, deftiges Gegrunz von Tino, derbe Walzen, leichter Doom Anteil. Episches Brett! Breathless  setzt genau da an, wo sein Vorgänger abrupt aufhört und führt es glorreich fort. Hell, eingängig, Heavy Metal der alten Schule. Es ist faszinierendes, höchst talentiertes, wundervolles Gitarren-Soli zu vernehmen, im Hintergrund dröhnt der Bass. Mehr braucht es auch gar nicht! Einfach nur traumhaft schön sowie dunkel-elegant! Als nächstes geht die Reise Above The Stars. Deftiger Black Death Metal, Heavy Metal Anleihen, treibende Walzen, pfeilschnelle Attacken, begleitet von ruhigeren Passagen. Einfach nur überwältigend! Wir sind LEIDER, LEIDER mal wieder am Ende angelangt und es kommt VIEL zu früh! *schnief* Aber dafür halten die Herren noch etwas ganz Besonderes für Euch bereit: The Veils Of Golden Light! Dementsprechend hell, lichtgeflutet, anmutig, episch ist diese Perle auch. Dennoch hagelt es massiven Black Death Metal und die Herren powern sich nochmal ordentlich aus! Deftige Salven, derbe Walzen, pfeilschnelles Geschrubb, Heavy und Pagan Anleihen, gute Doom Breitseite! Was für ein monumentales Finale! 

 

Fazit: Der Promo Text verrät nix Falsches, dieses Meisterwerk unterscheidet sich wirklich von seinen Vorgängern! Invoker sind zwar trotzdem mit Herz und Seele im Black Death Metal verankert! Dennoch gibt es allerlei Überraschungen zu entdecken: Heavy Metal der alten Schule, ein Hauch Pagan, eine gute Doom Breitseite, ruhige eingängige Passagen, helle Momente, schwere Melancholie und Traurigkeit. Man muss einfach sagen, dass der Albumtitel und sein monumentales Artwork musikalisch perfekt umgesetzt wurden! Die vier Herren nehmen uns mit auf eine Reise durch die ehrfürchtigen Hallen des Pantheons. Geisterhaft, Gänsehaut erzeugend, tiefe Trauer, Beerdigung, gleichzeitig etwas Helles, Gut tuendes. All das vereinen sie zu einer ureigenen Mischung, die ihnen Einzigartigkeit verschafft! Ich glaube, Invoker haben zu ihrem Sound gefunden! Zudem ergeben sie eine perfekte Einheit, alle Mitglieder sind Götter an ihren Instrumenten, die sie so lange malträtieren, bis sie das Ultimative aus ihnen heraus geholt haben! Tino ist die perfekte Mikrofon-Besetzung für diese Mixtur, hält sich anfangs noch eher zurück und versorgt gegen Ende die Walzen & Salven seiner Mitmusiker mit deftigem Gekeif. Alles in allem ein rundes, monumentales Werk, das Ihr Euch nicht entgehen lassen dürft! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=wfwbB9peoEo    Above The Stars

 

Eine weitere dienstältere Band, die leider noch nicht den internationalen Bekanntheitsgrad erreicht hat, den sie verdient hat, habe ich heute für Euch. Sie waren zwar im Vorprogramm von Namen wie Paul D´ Anno (ex-Iron Maiden), Alestorm, Children Of Bodom, Steve Grimmet oder auch on Tour mit Stratovarius, aber ihre Bekanntheit muss definitiv noch größer werden und dazu werden wir ihnen nun verhelfen! Macht Euch bereit für Darker Half

 

2005 wurde die Band von Sänger und Gitarrist Vo Simpson in einer High School in Sydney gegründet. Sie bespielten Hallen und (illegal) Pubs. Die erste größere Publikums-Aufmerksamkeit erhielten sie beim ersten Metalstock Festival 2005. Der erste Ausflug in eine breitere australische Metal Community! Der damalige Schlagzeuger Jim Bridgeman und Bassist Max Griffiths verließen die Band mit Abschluss ihres Abiturs und wurden durch Benito Martino am Schlagzeug und Bassist Simon Hamilton ersetzt. Letzter ist Darker Half bis heute treu geblieben. Die erste EP Enough Is Enough  veröffentlichten sie beim zweiten Metalstock. Ein Song davon wurde in den Soundtrack zu DarkLoveStory  aufgenommen. 2006 und 2007 bespielten sie einige Orte an der Ostküste Australiens und alle drei Outdoor Metalstocks. Nick Alderton, bisheriger Gitarrist, wurde 2008 von Vos Bruder Dom ersetzt, der ebenfalls bis heute zum Line-Up gehört. 2009 erschien dann auch endlich nach vier Jahren das Debüt Album Duality  und dieses wurde von niemand Geringerem als vom ehemaligen Dimmu Borgir  Gitarrist Astennu produziert!  Der Song Take The Plunge  aus diesem Album wurde in den Soundtrack zu Acolytes  aufgenommen. 2009 stieg Benito Martino aus, Vos Bruder Dom wechselte an die Trommelhölzer und Brad Dickson stieg als neuer Gitarrist ein. Daraufhin gab es eine nationale Tour mit Queensryche  und das erste internationale Screamfest in Sydney wurde bespielt. 2011 folgte der Nachfolger zum Debüt Album, alle australischen Landeshauptstädte sowie viele wichtige regionale Zentren wurden während der Tour zum Album bespielt und sie leiteten das Whiplash Festival in Brisbane. 2012 war das Jahr der Nebenprojekte, unter anderem spielten Vo und Dom in der Begleitband von Tim "Ripper" Owens (u. a. Iced Earth) während seiner Australien- und Neuseeland-Tour. 2014 dann das dritte Album und die erste USA-Tour. 2015 verließ Brad Dickson die Band und wurde durch Jimmy Lardner-Brown an der Gitarre ersetzt, er zuvor mit Vo und Dom in der Begleitband von Tim "Ripper" Owens gespielt hatte. Im Februar 2016 erschien das dritte und bis dato aktuellste Album Never Surrender  nochmal über das schon eher bekannte Fastball Label. Im Juni des selben Jahres  gab es die letzte VÖ in Form der Classified  EP anlässlich ihrer ersten Tour. Am 15.04.2020 gab es eine traurige Nachricht, denn der ehemalige Gitarrist Brad Dickson verstarb. An dieser Stelle noch einmal mein allerherzlichstes Beileid! 

 

Es gibt aber auch höchst erfreuliche Neuigkeiten für dieses Jahr und die Dunkle Hälfte, denn seit dem 27.03. ist das neue Album If You Only Knew  über Massacre Records für Euch erhältlich! Laut Vo ist dieses Werk für die Jungs ein Schritt nach vorne. Zum allerersten Mal in der Bandgeschichte wurde alles im bandeigenen Studio aufgenommen, was viel mehr Kontrolle über viele Details mit sich brachte. Eine Erfahrung, die der Band sicher vieles aufs Pluskonto bringt! So blieb nämlich auch mehr Zeit, Verschiedenes auszuprobieren und parallel zum Songwriting konnte mit den Aufnahmen begonnen werden! So wurde sich im Vergleich zu früheren Werken mehr auf Gesangs-Arrangements und Songwriting konzentriert, was vorher in Proberaum- oder Live-Umgebung geschrieben wurde. Eine ganz neue Erfahrung, dafür das ganze Studio zu nutzen! Als kleine Überraschung gibt es diesmal auch allerlei prominente Gast-Beiträge, die ich Euch zu gegebener Zeit verrate! Isolation war diesmal ein großes Thema, welches sich durchs Album zieht, war aber eher unbewusst, da die Jungs kurz nach ihrer Europa-Tournee mit dem Songwriting anfingen und sich in ihrer Heimat irgendwie "fremd" fühlten. Das düster genial bedrückende Artwork stammt von Karim König und basiert auf dem Stanczyk  Gemälde aus dem Jahre 1862 vom polnischen Künstler Jan Matejko! Jetzt habt Ihr alles Wissenswerte erfahren, dann widmen wir uns endlich der Musik! 

 

Den Anfang macht die Glass Coloured Rose, eine Heavy Power Thrash Metal Bestie mit viel Herzblut, Eingängigkeit, Bitterkeit, Gefühl und Benzin im Blut! Hier gibt es auch schon die erste prominente Unterstützung! Stu Marshall (ex-Dungeon, Night Legion, Blasted To Static) übernimmt hier die zusätzliche Lead Gitarre! Betörend, magisch, bombastisch, traumhaft schöne Soli, gigantische Riffs, unbändige Power! Was für ein Einstieg! Es folgt die erste Single und auch hier geht es äußerst bombastisch zu! Extrem eingängig, kraftvoll, straight nach vorne, dennoch wieder mit bitteren Gefühlen und einer deftigen Melancholie. Ein starker Single Kandidat! Hier ist Brendan Farrugia (Envenomed) an einer zusätzlichen Lead Gitarre zu vernehmen! Die zweite Single Into The Shadows  präsentiert sich direkt im Anschluss an Falling. Power Metal, Alternative Rock Einflüsse, höchst emotional, himmlische Melodien, geht unter die Haut und direkt an die Seele! Wunderschön, abermilliarden Kerzen brennen! If You Only Knew, das Herz- und Titelstück, fängt sehr düster bedrohlich an. Prog Metal, düsterer Klargesang, dann hellt es etwas auf, aber die dunklen Wolken bleiben und aus jeder einzelnen Zeile tropft Blut! Bedrückender Text, hoch emotionale Stimmung, gigantische Übergänge, starke Wechsel, dunkel-balladesk. Jetzt wisst Ihr, was es mit dem Albumtitel auf sich hat! Wundervolle, dunkel glänzende Herzschmerz-Perle! Mit Sedentary Pain  wartet ein wahres Opus auf! 07:14 min Spielzeit, dröhnende Drums, großspurig heroische Atmosphäre, wundervoller Klargesang, deftig düstere Growls von Dave Lupton (Flaming Wreckage)  und Giacomo "Halfhead" Mezzatesta, kraftvoller Power Metal, glorreiches Feeling. Einfach nur bombastisch und ein wahres Theaterstück! Solche Perlen sind nicht nur Musik! Gegen Mitte prescht sogar ein wahres Klang-Gewitter los! Chris Themelco (Orpheus Omega) trägt seinen Teil an der zusätzlichen Lead Gitarre zu bei und hat zusätzlich das Mischen der Platte übernommen! Einfach nur gigantisch, mit Death Metal typischen Drum-Attacken! Äußerst vielseitig! The Bittersweet Caress  sagt eigentlich schon alles, aber wer hier schwere Trauer erwartet, liegt extrem falsch! Deftige Heavy Thrash Metal Walzen, blitzschnelle Drums, massives Gedröhn, kräftiger Klargesang, Marcos Rodriguez (Rage) an der zusätzlichen Lead Gitarre. Ein keifendes, an der Kette zerrendes, mit den Hufen scharrendes Biest! Auch Thousand Mile Stare  bahnt sich in einer ähnlichen Richtung schnaubend, walzend, keifend, massiv stampfend seinen Weg und mäht dabei alles nieder! Er hat aber auch seine emotionalen, tief treffenden, fast schon heroischen Momente! Geiles Teil! Poseidon. Jemand, den man hier nicht erwartet - aber er ist hier! Gloryful Power Heavy Metal im Stil von Iced Earth, starke Erzählung, heroisch, monumental, wundervolle Melodien, traumhaft schöner old school Metal! Eines meiner absoluten Highlights! Wir sind LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt *schnief* Aber wie heißt es hier so schön? This Ain´t Over! Glorreicher Heavy Power Melodic Metal, kraftvoll, hell, extrem emotional, strahlend heroisch! Was für ein geiles Finale! 

 

Fazit: Ich muss sagen, ich bin echt baff! So geiler, abwechslungsreicher, genialer Metal und noch nie davon gehört?! Das ist eine große Schande und ich bin überglücklich, mit meiner Rezension dazu beizutragen, dass die Jungs die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zusteht! Äußerst talentierte Musiker, eingespieltes Team, eine Einheit, ein klasse Sänger, äußerst vielseitig durch verschiedenste Musikgeschmäcker der einzelnen Mitglieder! Was Ihr hier habt, ist ein Heavy Power Melodic Metal Highlight der besonderen Art, höchst emotional, mit allerlei Einflüssen, von Thrash über Prog und Death bis hin zum Alternative Rock. Riesen Bandbreite, genauso großes Hörerlebnis! Der absolute Hammer! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=Bs5IKLVp6Vs    Falling feat. Brendan Farrugia (Envenomed) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=LiKsJO1-Tvg    Into The Shadows 

Wahre Metal-Legenden - wer kennt sie nicht?! Jeder, selbst wenn er es selber nicht hört, kann mindestens 3 aufzählen, da man die Namen einfach kennt. Ich habe ja bereits erwähnt, dass es mich wahnsinnig ehrt, für solche Legenden eine Rezension zu schreiben! Der heutige Kandidat ist ein wahres Urgestein, den man vielleicht vom Klang her nicht kennt, aber dessen Namen man sicher schon mal gehört hat! Es geht um OZ

 

OZ ist eine finnische Urgestein Heavy Metal Band, die ursprünglich 1977 (!) in Nakkila gegründet wurde. Seit 1983 sind die Herren aber in Schweden aktiv, da sie nach der Veröffentlichung des zweiten Albums nach Stockholm umgezogen sind. Als einziges verbliebenes Gründungsmitglied ist nur noch Schlagzeuger Mark Ruffneck (Pekka Mark) übrig geblieben, der der Band bis heute treu geblieben ist. 1991 wurde die Band aufgelöst, Mark rief sie allerdings 2010 erneut ins Leben und ist somit erneut Gründungsmitglied. 1983 sorgte ihr legendäres Album Fire In The Brain  für Furore, eine wahre NWOBHM (New Wave Of British Heavy Metal) Welle wurde los getreten, Fans und Presse gleichermaßen waren außer sich. Danach kamen die Herren leider nie wieder an diesen Erfolg heran, was dann 1991 schließlich Grund und Auslöser der Auflösung war. Seit 2010 ist die Band aber wieder am Start und legt gut nach! Vorher noch bei AFM Records beheimatet, sind die Herren nun stolzes Steckenpferd von Massacre Records. Im Laufe der Jahre sind Mitglieder natürlich gekommen und wieder gegangen, die Liste der Mitmusiker zieht sich schier endlos hin. Zuletzt verließ Sänger Ape De Martini (Tapani Hämäläinen), der auch schon von 1977 - 1991 und wie Mark ab 2010 wieder am Mikro stand, 2016 die Band. Aktuell wird Mark von Bassist und Zweitstimme Peppi Peltola (seit 2015), den Gitarristen Juzzy Kangas und Johnny Cross (Beide seit 2015) sowie Sänger Vince Koivula (auch bei Rust ´n´ Rage Sänger, seit 2016) begleitet. 2017 erschien das letzte Werk Transition State  über AFM Records.

 

Seit dem 22.03.2020 ist nun schon das aktuelle Album Forced Commandments  für Euch erhältlich und nun sind OZ wie gesagt Mitglied der Massacre Records Familie. Wie sich die Herren im Jahr 2020 schlagen, finden wir jetzt heraus! Ich bin mega gespannt!

 

Den Anfang macht Goin´ Down  und düster epische Horrorfilm-Szenarien leiten in den Opener ein, bevor guter alter Heavy Metal vom Zaun bricht und sich blitzschnell aus den Boxen auf den Weg zu Euch begibt. Vince liefert kräftigen Klargesang und eine gute Rockröhre ab. Eine wahre Motorrad-Outlaw-Hymne, die da zu Anfang über den Asphalt brettert! Fetter Einstieg! Im Anschluss präsentiert sich die Single Prison Of Time, die im Gegensatz zum Opener melodisch, packend und emotional daher kommt, dabei aber kraftvoll bleibt. Eingängig, emotionaler Klargesang, kräftiger Männerchor im Refrain. Eine wahre Power Melodic Heavy Metal Perle, die für Freiheit, Kettensprengung und Warrior steht! Fäuste hoch und die Message mit in die Welt schreien! Perfekter Kandidat für eine Single! Switchblade Alley. Ein Name, der Gold inne hat. Kraftvoll mitreißender Outlaw Heavy Metal, der straight nach vorne geht; man hat direkt die typische Live Pose der Gitarristen und des Bassisten vorm geistigen Auge! Treibend, emotional, einschneidend, mitreißend. Einfach eine ganz schicke Power Heavy Metal Hymne! Revival  hingegen bleibt zwar emotional, legt aber deutlich mehr Kohlen auf und prescht zu Felde! Eine melodisch eingängige, mitreißende, etwas traurige, dennoch kraftvoll wunderschöne Heavy Metal Hymne, die beweist, dass mit den Herren bis heute zu rechnen ist! Eine Hymne, die die Band zudem herrlich beschreibt, denn Revival ist die Wiederbelebung! OZ are back and they are stronger than before! Zum Finale gibt es noch ein richtig deftiges Feuerwerk direkt auf die Zwölf! SO muss Heavy Metal! The Ritual  hingegen ist okkultisch, mystisch, magisch, geheimnisvoll angelegt und wäre den Burning Witches wie auf den Leib geschneidert! Ja, der magische Geheimbund und die Brüderlichkeit funktionieren auch hier! Fettes Brett! Die Spiders  gehen in eine ähnliche Richtung, sind aber deutlich düsterer, angriffslustiger, bedrohlicher, geheimnisvoller. Sie erinnern an den verbotenen Wald aus der Harry Potter   Welt. Wundervolle, betörende, magisch anziehende Perle! Long And Lonely Road  spricht eigentlich schon alleine für sich. Eingängig, romantisch, tieftraurig, einschneidend, abermilliarden brennende Kerzen, tief berührender Gesang von Vince. Eine wunderschöne Metal Ballade! Unvergessliche, zeitlose Melodien inklusive! Nach so viel Gefühl legen die Nordmänner wieder richtig los und schießen scharf! Die Heavy Metal Outlaw Biker zeigen dem Liar  den fetten Mittelfinger und rechnen gescheit ab! Da ist Jemand sauer! Damit wäre das Album eigentlich schon zu Ende, aber Euch erwartet noch bisschen was. Unter anderem das zeitlich und musikalisch heraus stechende Diving Into The Darkness. Kräftig, treibend, Erzähler Passagen, kräftiger Klargesang, Rockröhre, spannend, mitreißend, emotional, legendär. Ein wahres Epos, das sich da erhebt! Ganz starke Hymne! Bei all den Ketten sprengenden Thematiken, die das Album beinhaltet, darf Break Out  natürlich nicht fehlen! Kräftiger old school Heavy Metal Hymne mit Rockröhre, stahlhartem Sound, Freiheitsdrang, peitschendem Andrang und deftigem Männerchor! Die Ketten zerspringen in tausende Einzelteile und selbst die werden noch zermahlen! Fett! Nun folgt aber wirklich der Schluss-Akkord und dieser kommt mit einem Live-Ausschnitt! Zumindest wird er so eingeleitet, erweist sich dann aber doch als brandneuer Track! Kräftig, alles weg blasend, heroisch, angriffslustig, emotional, ein wahres Kriegsgewitter! Hier wird ordentlich zu Felde gezogen mit erhobenem Schwert! Eine solche Hymne gehört auf jedes anständige Metal Album und hier ist es der krönende Abschluss!

 

Fazit: OZ haben es immer noch voll drauf! Die Herren sind kräftiger, wuchtiger, geballter denn je zurück und überzeugen mit einem Album, das es in sich hat! Zwischenmenschlisches, Freischlag, Kriege, Einsamkeit, Okkultes - Hier sind viele Themen eingebettet und die Texte schreibt das Leben selbst! Mit Vince Koivula haben die Nordmänner einen extrem würdigen Nachfolger erhalten, dessen Stimme perfekt in die musikalische Ausrichtung passt und den Salven seiner Mitmusiker ordentlich Pfeffer dazu gibt! Die Legende lebt und sie beweist Euch, dass sie nicht zum alten Eisen gehören, sondern los powern wie sämtliche Jungspunde im Metal! Die langjährige Erfahrung hört man den Herren definitiv an, die Melodien und Riffs verursachen die reinste Gänsehaut! Für mich definitiv eines DER Highlights im Heavy Metal 2020! Rundum geiles Album, das Mark und seine Jungs zurück zur Spitze verhelfen wird! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS JETZT ZU CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=6YTewNnWQtI    Prison Of Time

 

https://www.youtube.com/watch?v=FzHsHtgRsMM    Goin´  Down (Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=U2OgA0SGVKc   Break Out (Lyric Video) 

Es wird mal wieder Zeit, die derbere Musik-Front zu bedienen! Dabei ist es auch immer wieder schön, auf neue Bands zu stoßen. In dem heutigen Fall ist es definitiv keine neue Band mehr, immerhin gibt es sie seit 11 Jahren, aber ich kannte sie vorher gar nicht und ich bin der Meinung, wir sollten ihren Bekanntheitsgrad so oder so erweitern! Anschnallen für Disminded!

 

2009 gründete sich die Ruhrpott Band, genauer gesagt kommen die vier Jungs aus Wesel am Niederrhein. Ihre Musik ist definitiv nix für Weicheier und Weichspülmusik-Liebhaber! Zum einen mischen die Jungs Thrash und Death Metal zu ihrer ureigenen, explosiv derben Mischung mit dramatischen Melodien, beinharten Grooves und ordentlich Tempo unterm Kessel. Zum anderen gibt es dazu tiefgründige, unverschönte Lyrik direkt aus den tiefsten Abgründen: Verzweiflung, Angst, Sucht, Verrat und Gewaltfantasien. Also definitiv nix für Zartbesaitete! 2012 kam es zu ersten professionellen Aufnahmen mit Unterstützung von David Jordan (Long Distance Calling Gitarrist). Mithilfe dieser 4 Track EP konnten Disminded ihren regionalen Kreis überregional ausdehnen. Das schweißt zusammen und die Jungs sind aufeinander eingespielt. Aktuell besteht die Band aus Schreihals Kevin, Bassist Bürste, Gitarrist Auer und Schlagzeuger Kalle. 2014 folgte das Debüt Album Out of the Ashes. Im Anschluss war jetzt lange Funkstille.

 

Der Vierer lag aber keineswegs auf der faulen Haut und nutzte die Zeit für Live-Aktivitäten und Songwriting, so dass seit dem 13.03.2020 endlich der Beheading The Snake  für Euch erhältlich ist. Beheimatet sind die Jungs übrigens bei STF Records. Um dieses Album geht es heute und ich bin echt gespannt! 

 

Das Herz- und Titelstück Beheading The Snake  macht auch direkt den Anfang, um zu demonstrieren, was die Jungs damit ausdrücken wollen. Düsteres Gedröhn, ordentliches Geschrupp, gutes Tempo, Death Thrash, finsterstes Gekeif von Kevin, walzende Salven. Starker Opener, der einen guten Eindruck davon macht, wie die Ruhrpott-Todeswalze agiert! Übrigens heißt es übersetzt die Schlange enthaupten. In Verbindung mit dem Artwork sollte klar sein, was damit gemeint ist: die inneren Dämonen bekämpfen. Ob daraus eine Hydra wird, der jedesmal dafür zwei neue Köpfe nachwachsen, hat man immer selbst mit in der Hand, wenn man die Oberhand behält ... Mit dem selbstbetitelten Disminded  wollen sich die Jungs direkt selbst vorstellen! Dabei gibt es düster walzenden Death Metal, scharfe Salven, Gewitter-Kriegs-Drums und deftiges Growlen. Downtempo und optimal zum Headbangen! Ich will die Matte rotieren sehen! Der Bandname heißt übersetzt übrigens entmutigt, was perfekt ins Bandkonzept und zu den Inhalten der Songs passt. Unterstützt werden die Jungs hier mit deftigen Growls von Dirk (Fleshworks). Overdose  zeigt genau an, in welche Richtung es geht. Dementsprechend aufgedreht, temporeich, abräumend geht es hier zu und die Jungs legen einige Schippen drauf! Zeit zum Eskalieren meine Damen und Herren! Brave New World  legt den Fokus eindeutig auf den Thrash, aber die düsteren Death Metal Parts bleiben nicht aus. Breakdowns, High Level Tempo, ein Sound, der alles niederwalzt, scharf geschossene Attacken. Auch Flucht bringt hier nix, der Kugelhagel trifft Euch so oder so! The Way I Hate. Der Ton wird schärfer, die Attacken steigern sich, es wird bedrohlich und der Feind sitzt im Nacken. Deftige Thrash-Walzen schieben sich aus den Boxen, vermischen sich mit genialen blitzschnellen Breakdowns und Übergängen, das Tempo wird erneut hoch geschraubt! Wer hier nicht eskaliert, ist selber schuld! Das ist geballter, heraus gesprengter Hass! I Am You  hingegen macht den Weg für derben Death Metal frei. Scharfe Salven, verwegene Klangwelten, böse funkelnde Riffs, finsteres Gekeif. Death Metal Western at its best! Zwischendrin gibt es eine kleine Verschnaufpause, danach walzt sich der Death Metal langsam bedrohlich wie schleichendes Gift aus den Boxen. Sehr geil gemacht! Das dunkle, verborgene, böse Ich gewinnt die Oberhand. Auch hier gibt es Unterstützung am Mikro. Chicken und Nick (Home Reared Meat) sind hier zu hören! Parasite Inside  passt da thematisch perfekt dazu und der wird mit blitzschnellem Thrash Metal bekämpft! High Level Tempo, scharfe Salven, totale Eskalation, grandiose Melodien, rasierklingenscharfe Lyrics! Die Riffs lassen jedes Metal Herz höher schlagen! Mit Carved In Stone  und 07:27 min Spielzeit erwartet uns das bisher längste Stück der Platte. Stampfend massiver Thrash Metal mit deftig bissigen Growls erwartet Euch hier, der besonders durch Abwechslung und Stimmungswechsel besticht! Hier klingen nämlich erstmals traurige, einschneidende, melodische Klänge durch. Sehr schickes Brett! Gesangliche Unterstützung gibt es diesmal aus den eigenen Reihen von Auer! Breakdown Of Sanity  ist da schon durchaus kürzer und wird durch tief traurige, einschneidende Klänge eingeleitet. Der Track ist allgemein schwermütig, schleppend, depressiv, nach vorne walzend. Sehr geil gemacht! Ein äußerst geniales, wunderschönes, einschneidendes, packendes, trauriges Instrumental! Plötzlich stoppt es und geht nahtlos über in den Final Cut. Welcher hier gemeint ist, dürfte angesichts der Thematiken, um die es bei Disminded geht, auf der Hand liegen. Im bittersten Sinn der Worte. Derbe, blitzschnelle Thrash Death Salven, es wird scharf geschossen und einfach nur noch aufgeräumt! Anschnallen, es wird holprig! Wir sind LEIDER, LEIDER mal wieder am Ende angelangt. Dafür gibt es noch einen ganz besonderen Trip in Form von Acid. Die Bezeichnung passt gut, denn die Jungs haben den Trip perfekt umgesetzt! Abgehoben, fern dieser Sphären, dröhnender Death Thrash, Klänge aus einer anderen Welt, Kevin passt sich beim Screamen und Growlen perfekt an. Sehr geil gemacht, grandiose Riffs, geniales Finale!

 

Fazit: 11 Jahre. 11 Jahre, die man dem Sound der Niederrheiner durchaus anhört! Ausgereift, ausgefeilt, genial gemacht, düstere Themen, perfekte Umsetzung, grandioses Zusammenspiel und Death Thrash Metal, der wie von den ganz Großen klingt! Da rüttelt Jemand arg am Thron von Lamb Of God etc.! Ich kannte die Band vorher nicht, bin aber direkt Fan geworden und kann Jedem, der diese beiden derberen Gangarten des Metal mag, nur empfehlen, hier mal rein zu hören! Es lohnt sich, die Jungs haben es voll drauf wer hier nicht abgeht, ist vermutlich schon tot! Hier muss definitiv mehr Bekanntheit hin und all das gerade mal beim zweiten Album?! Hier wächst was Großes heran, das dürft Ihr nicht verpassen! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UND BESONDERS KLEINERE LABELS WIE STF RECORDS GERADE JETZT IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=_VJ7YsgNJ5A    Beheading The Snake (Lyric Video)

Mich persönlich ehrt es immer wieder, für wahre Musik-Legenden zu schreiben! Bands, die Genres mitgeprägt oder auch sogar erfunden haben, ins Leben gerufen haben und einfach zu den ganz Großen zählen! Auch die heutige Band fällt in diese Kategorie und fällt die Bezeichnung Doom Metal, dann müssen diese Briten im gleichen Atemzug erwähnt werden! Es geht natürlich um My Dying Bride

 

1990 gründete sich die damals noch im Death Doom und im späteren Verlauf auch mal im Gothic Metal ansässige Band aus Halifax, West Yorkshire um ihren charismatischen Frontmann Aaron Stainthorpe. Als einzige weitere Gründungsmitglieder sind die Gitarristen Andrew Craighan und Calvin Robertshaw, der 1999 ausstieg und 2014 zurückkehrte, bis heute neben Aaron mit an Bord. In den 1990ern galten sie neben Paradise Lost  und Anathema  zu den sogenannten Big Three  des Doom Metal und sie alle waren bei Peaceville Records unter Vertrag, einem der namenhaftesten Metal Labels. Auch heute noch teilen sich diese Drei das selbe Label, nämlich Nuclear Blast. Mit 25 Jahren waren MDB die Band der Drei, die Peaceville am längsten die Treue hielten und die Einzige der Drei, die dem Doom Metal bis heute treu geblieben ist. Ihre erste EP Symphonaire Infernus Et Spera Empyrium  erschien 1991 und wurde ein einflussreiches Werk in der Death Doom Szene! Neben den Frühwerken von Paradise Lost galt sie aber auch zusätzlich als wegweisend für den Gothic Metal. Beeinflusst wurden sie tatsächlich auch von Gothic Rock und Neofolk Bands wie Fields Of The Nephilim  und Dead Can Dance.  Le Cerf Malade, ein Track ihrer 1992er EP The Thrash of Naked Limbs  wurde von Andrew Craighan sogar als MDBs Version von Dead Can Dance bezeichnet. 1993 auf ihrem zweiten Album Turn Loose the Swans  verwendete Aaron das allererste Mal zusätzlich auch Klargesang, man bewegte sich größtenteils von Death Metal Anklängen weg und machten so den Weg zu einem mehr an der Langsamkeit und Düsternis des Doom Metal Stil frei. Auch die beiden folgenden Alben führten diesen Stil fort, auf die typischen Death Metal Grunts wurde vollkommen verzichtet und die Stimmung wurde insgesamt entspannter, romantischer, nachdenklicher. Den Höhepunkt dieser Entwicklung setzten sie mit ihrem Meilenstein The Angel and the Dark River. Martin Powell, damaliger Violinist und Keyboarder, verließ die Band 1998 nach dem Album Like Gods of the Sun. Daraufhin folgte eines der umstrittensten Alben der Bandgeschichte, das zudem den für mich merkwürdigsten Titel erhielt: 34,788 % .... Complete. Ein Album, das musikalisch heraus sticht, weil es einfach etwas ganz Anderes war als alles, was die Briten bis dato gemacht hatten. Eher experimentell, eher orientiert an groovigem, mehr Spaß als Trauer verbreitendem härterem Rock mit düsteren Elementen, zudem gab es einen TripHop Song. Wem dieser Stil nix sagt: große Vertreter dieses Genres sind Massive Attack. Auch thematisch gab es herbe Veränderungen. Es ging um einsame Verlierer, Drogen und Sex statt um Verzweiflung und Verlust. Dieses Album war in der Form aber tatsächlich bis heute die Ausnahme. 1999 ging es mit The Light at the End of the World  zum Glück für unzählige Fans zurück zum Stil von Turn Loose the Swans  und doomige Begleitung, Klargesang & Growls wurden wieder miteinander verbunden. Zudem gab es wieder weitaus düsterere Texte. Dieser Weg wurde umso mehr ausgebaut und wurde zum Aushängeschild der Band. Viele Mitglieder sind den Weg mit der Band gegangen, die meisten Wechsel gab es an Violine, Keyboard und Schlagzeug. Das letzte Gründungsmitglied, Bassist Adrian Jackson, verließ die Band 2007. Neben den drei übrig gebliebenen Gründungsmitgliedern sind Bassistin Lena Abé (seit 2007), der für Keyboard und Violine zuständige Shaun Macgowan (seit 2009) und Schlagzeuger Jeff Singer (seit 2018) die aktuelle Besetzung. Die letzten Lebenszeichen gab es 2015 in Form des 15. (!) Albums Feel the Misery   und 2016 in Form der Best of Meisterwerk 3

 

Seit dem 06.03.2020 ist nun schon das neue Album The Ghost Of Orion  für Euch erhältlich. Ich bin extrem gespannt und deswegen legen wir jetzt auch endlich los!

 

Den Anfang macht tatsächlich auch direkt eine Single, die sogar als erste und als Vorab-Single gilt: Your Broken Shore. Düster, bewegend, packend, mitreißend, Doom Metal trifft auf hellere Elemente und leichte Gothic Metal Anklänge, Aaron wechselt vom emotionalen Klargesang zum düsteren Growlen. Einfach eine unglaublich wunderschöne Hymne, die zurecht den Opener übernehmen darf! Die zweite und bisher letzte Single To Outlive the Gods  schließt sich direkt an. Verträumt traurige, dennoch helle Melodien, wunderschöne Klangwelten, typische Doom Anleihen, emotionaler Klargesang mit feiner dunkler Note. Noch so eine wundervolle Perle! Eine richtig schöne, emotionale Doom Gothic Ballade! Tired of Tears  sagt ja eigentlich auch schon alles! Hier geht es schon deutlich wuchtiger vor und der Doom Metal gewinnt die Oberhand! Wuchtig, kraftvoll, straight nach vorne walzend, episch romantische Einflüsse, dementsprechend kraftvollerer Klargesang. Ebenfalls eine wahre Perle! Mit The Solace  wird es sogar mal richtig episch! Grandiose Atmosphäre, sengende Riffs, strahlendes Universum, wunderschöne Frauenstimme aus einer anderen Welt. Dieser Diamant macht seinem Namen wirklich alle Ehre! Die monumentalen Doom Riffs setzen dem Ganzen die Krone auf! Einfach nur traumhaft schön! The Long Black Land. Was die Titel anbelangt, legen MDB auf jeden Fall wieder gut vor! Erneut knallt wuchtig epischer Doom Metal in die Kerbe, der sich monumental nach vorne walzt! Aaron übernimmt das Mikro und spendiert uns dunkel kraftvoll emotionalen Klargesang zwischen all der Wucht. Diesmal bleiben auch die Growls nicht aus! Das ist Doom, wie er zu klingen hat! Währenddessen beschreiben uns die Briten hervorragend die Landschaft, um die es geht. Oder ist hier vielleicht vor dem Hintergrund des Albumtitels das Universum oder Teile davon gemeint? Die Schroffheit der Umgebung, eine angenehme Kälte, dennoch wundervolle Landschaft, emotionale Tiefe - all das ist es, was uns hier vors geistige Auge geführt wird! Ein Monument, welches sich düster episch erhebt und über allem thront! Eine Naturdoku in Musikgestalt! Im Anschluss erwartet uns das Herz- und Titelstück The Ghost of Orion. Ein sanftes, trauriges, eingängiges Gitarrenspiel erwartet uns hier. Insgesamt bleibt es sehr ruhig, atmosphärisch und nahezu mystisch. Ein wahrlich dunkel schimmernder Diamant! The Old Earth. Thematisch kann man sich vorstellen, um was es hier geht. Eingängig werden hier die Saiten gestreichelt und es herrscht eine lauschige Atmosphäre. Man stellt sich einen Wald bei Nacht vor. MDB sitzen um ein loderndes Lagerfeuer. Im nächsten Moment schlägt der Ton um und massiver Doom Metal wird los getreten! Sehr geiler Übergang! Dunkel, massiv, nach vorne walzend, dunkel mystischer Klargesang, deftige Growls, monumentales Dröhnen. Sehr geil gemacht! Typisch hier für die Briten sind die extrem genialen, ausgeklügelten Übergänge! So muss britischer Meisterklasse Doom klingen! Wir sind schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber nicht ohne dass die Briten uns mit einem wunderschönen Finale entlassen! Das gibt es in Gestalt von Your Woven Shore. Trauerchöre, Trauerstimmung, wundervolle dunkle Melodien, eine zutiefst berührende Violine. Schöner Ausklang!

 

Fazit: Das 16. Album der britischen Doom Könige ist erneut ein wahres Meisterwerk geworden! Es ist nicht nur ein Album - es ist eine monumentale, abwechslungsreiche, spannende Entdeckungsreise und Doku! My Dying Bride schaffen es immer wieder, Alben zu erschaffen, die viel mehr können als nur Musik und das liegt an der Leistung jedes einzelnen Mitglieds! Überwiegend Klargesang, perfekt eingesetzte Growls, helle Momente, Dunkel-Romantisches, starke Texte, beeindruckende Atmosphären, Wechselbad der Gefühle, grandiose Erzählungen, wechselhaft wie das Meer. So kann man die Platte beschreiben. Ein eher ruhiges, wenn auch trauriges Album, das dennoch massive Doom Elemente aufweist und einfach in jede MDB Sammlung gehört! Ich bin sehr fasziniert von diesem Meisterwerk und auch schon wieder sehr gespannt, denn am 20.11. diesen Jahres ist die neue EP der Briten draußen, wenn alles klappt! Nach 5 Jahren scheinen die Dame und ihre Herren wieder überzuschäumen vor lauter neuem Input! Ich halte Euch auf dem Laufenden!

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=F1DI7447ia0    Your Broken Shore

 

https://www.youtube.com/watch?v=IJpR_Y7nXA4    To Outlive the Gods

 

https://www.youtube.com/watch?v=sBEU0jZYohA    Tired of Tears (official Lyric Video)

Wie mittlerweile ausreichend bekannt sein dürfte, ist Metal keine reine Männersache mehr. Frontfrauen wie Alissa White-Gluz (ex-The Agonist, Arch Enemy), Angela Gossow (ex-Arch Enemy) oder aber auch deutsche Extremstimmen wie von Britta Görtz (ex-Cripper) haben uns bewiesen, dass Frauen durchaus mit den Hünen mithalten können! Das ebnete den Weg für richtige "Girl-Metal-Groups". Exportschlager wie Nervosa und die Sisters Of Suffocation oder aber auch Crucified Barbara lieben es, den Männern zu demonstrieren, was in ihnen steckt und ihnen das Fürchten zu lehren! Krach ist keine Männerdomäne mehr, was von einigen immer noch kritisch betrachtet wird. Tja Freunde, freundet Euch lieber damit an! Die heutige Band wird es Euch erleichtern, denn sie sind der aktuell heißeste Export, was Frauenpower anbelangt und das nicht nur optisch! Die Mädels wissen, wie man rockt! Anschnallen für die Burning Witches!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Angefangen hat alles 2015 in Brugg (Schweiz). Romana Kalkuhl, Gitarristin bei Atlas & Axis, war auf der Suche nach einer Besetzung für eine rein weibliche Metal Band. Über die Jahre knüpfte sie dadurch natürlich viele Kontakte und fand schließlich in Seraina Telli (Gesang), Bassistin Jeanine Grob und Schlagzeugerin Lala Frischknecht die beste Besetzung für ihren Plan! 2016 stieß Alea Wyss als zweite Gitarristin zu den Mädels und komplettierte die Band. Interessant zu wissen ist, dass Marcel Schmier  Schirmer (Destruction) die Band mit produziert und unter seine Fittiche genommen hat! GERADE ER, Frontmann einer DER führenden deutschen Thrash Metal Bands! Alleine der Fakt drückt aus, dass die Mädels einiges auf dem Kerbholz haben! Auf ihrem selbstbetitelten Debüt fand sich mit Jawbreaker  sogar ein sehr gelungenes Judas Priest  Cover! Seit Februar 2018 sind die Damen bei Nuclear Blast unter Vertrag, wo übrigens auch Destruction beheimatet sind. Wie man sieht: eine große glückliche Familie! Musikalisch erwartet Euch hier eine fette Mischung aus Thrash, Power und Heavy Metal. 2018 ersetze die Niederländerin Sonia Nusselder Alea an der zweiten Gitarre, die 2020 ihrerseits durch Larissa Ernst ersetzt wurde. Auch am Mikro fand 2019 ein Wechsel statt und Laura Guldemond, ebenfalls eine Niederländerin, ist die neue Power-Stimme, während Seraina ihre ganze Aufmerksamkeit nun ihrer Band Dead Venus (habe ich Euch über die Homepage ebenfalls schon vorgestellt) widmet. 2 Alben gibt es in der alten Besetzung, 2019 gab es eine kleine Mini-CD, die Lauras Talent eindeutig unter Beweis stellte! 

 

Seit dem 06.03.2020 ist nun schon das dritte Album Dance With The Devil  für Euch erhältlich, auf dem noch Sonia an der zweiten Gitarre zu hören ist. Ich bin wahnsinnig gespannt und deswegen legen wir jetzt auch endlich los! 

 

Den Anfang übernimmt das kurze, aber sehr knackige Intro The Incantation. Laura tritt hier als verführerische Hexe auf, die mit säuselnder und trotzdem finsterer Stimme in den Zirkel zwingt. Begleitet wird sie dabei von betörend traumhaftem Gitarrenspiel. Sehr geil gemacht und jetzt wisst Ihr auch: der Bandname mit den Witches kommt nicht von ungefähr! Lucid Nightmare  passt da im Anschluss natürlich perfekt dazu und legt richtig los! Dröhnende Drums, scharfe Riffs, bitterböse schmunzelnder Bass, übermächtiges Gekeif von Laura. Die fährt hier sämtliche Stimmqualitäten auf: Klargesang, Rockröhre, Hexe, Growlen. Einfach nur geil und die Hexen machen Euch ordentlich Feuer unterm Arsch! Das versüßt Einem den Alptraum, in dem man sich trotz allem befindet, während er uns das Fürchten lehrt! Heavy Power Thrash Metal at its best! Das Herz- und Titelstück sowie noch aktuelle Single Dance With The Devil  macht seinem Namen alle Ehre! Höllisch gute Melodien, höllisch guter verführerischer Gesang, aufpolierter guter Heavy Metal. Die Mädels können sich voller Stolz in die Riege vieler männlicher Legenden-Kollegen einreihen und rütteln gescheit an deren Thron! Ich hatte es mir düsterer vorgestellt, aber die Damen wissen auch ohne mit dem Teufel zu tanzen! Die Vorab-Single der gleichnamigen Mini-CD Wings Of Steel  darf hier natürlich auch nicht fehlen, die als Lauras Feuerprobe beim Publikum galt! Bei ihren abwechslungsreichen, vielfältigen Gesangskünsten war das nicht weiter schwer! Klargesang, Rockröhre, Hexe, finsteres Growlen, Thrash-typisches Gekeif, dazu finster walzender Heavy Thrash Metal - die Damen haben es derbe drauf! Als Vorab-Single definitiv die beste Wahl, denn dieses Baby räumt auf und macht Stimmung! Six Feet Underground  - eine Thematik, die auch wunderbar zu den Witches passt! Dröhnender Thrash Metal, Lauras beste Rockröhre, Hexengekeif, Beerdigungs-Stimmung in guter alter Metal-Manier! Die Witches beerdigen Euch, rotieren mit Euch bis zum Erdkern und schmeißen ne fette Party für alle unheiligen Seelen! Was hier auch nicht fehlen darf, ist Black Magic. Eingeleitet wird sie von traumhaft schönem, himmlischem Gitarren-Spiel und betörend wunderschönem Klargesang von Laura. Fette Gänsehaut und Gesänge aus einer anderen Welt! Mit der Zeit kommt ein starkes Schlagzeug-Spiel von Lala dazu und kraftvolles Bass-Spiel. Black Magic  ist eine verzaubernde, betörend verführerische, magische, dunkel-romantische old school Heavy Metal Perle, die ans Herz geht und die Seele beflügelt! Einfach nur wunderschön, ich will unzählige Feuerzeuge oben sehen! Eine weitere Vorab-Single hat es glücklicherweise auch aufs Album geschafft: Das tragische, nach Rache dürstende, düster abrechnende, bitterböse funkelnde Sea Of Lies! Dementsprechend energisch, finster, abrechnend, wütend agiert Laura hier auch, während ihre Mitstreiterinnen mit düster nach vorne walzendem Thrash Heavy Metal pushen! Alle Lügner bekommen hier, was sie verdienen! The Sisters Of Fate  sticht im Anschluss neben Black Magic  definitiv heraus, denn die Mädels liefern hier Western Heavy Metal at its best! Dröhnende Drums, sägende Riffs und Lauras geiles Organ wirbeln hier ordentlich Staub auf, so dass alles weg geblasen wird! Was für ein Hurrikan! Was im Bezug auf die Witches ebenfalls nicht fehlen darf, ist das Necronomicon. Dementsprechend düster, magisch, nach vorne walzend, scheppernd, verführerisch wird hier auch agiert. Lauras Gesangsqualitäten, Vielseitigkeit und Abwechslungs-Tempo ist eine wahre Freude und wahrlich faszinierend! The Final Fight  ist definitiv noch nicht das Ende der CD. Aber das Ende eines inneren Konflikts. Das Aufbäumen gegen innere Dämonen. Das passiert in Form von Ketten sprengendem old school Heavy Metal, der schick aufpoliert wurde und Laura präsentiert ihren eingängigen, wundervollen Klargesang und ihre Rockröhre. Auf die Pferde und zu Felde! Umso derber agiert da schon Threefold Return. Düster, nach vorne walzend, extrem dröhnend, dennoch hymnisch, Lauras abwechslungsreiche Gesangsqualitäten, finsterer Heavy Thrash Power Metal! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt *schnief* Aber die Mädels lassen es sich nicht nehmen, sich mit einem fetten grand de final zu verabschieden! Das gibt es in Form von Battle Hymn! Und dabei sind sie nicht alleine, denn legendäre Unterstützung hilft hier mit: Ross The Boss und Michael Lepond (Symphony-X u.a.)! Der Titel kommt auch nicht von ungefähr, denn mit viel Ehre, Stolz, wehenden Fahnen und blitzendem Schwert zieht die Bande gemeinsam zu Felde, um den Altmeistern Manowar gefährliche Konkurrenz zu machen! Elegant, edel, heroisch, himmlisch, traumhaft schöner old school Heavy Metal, wunderschöne Riffs, atemberaubende Soli, unvergessliche Melodien, Ohrwurm-Garantie und extrem ansteckend! Was für ein episch-monumentaler Ausklang! 

 

Fazit: Ich bin nahezu sprachlos! Die Burning Witches, obwohl noch so jung, ruhen sich keineswegs auf früheren Lorbeeren aus, sondern legen mit diesem Album einen weiteren Meilenstein in der legendären Heavy Thrash Power Metal Halle vor! Was für ein Mammut-Werk! Diese Damen wissen, wie Metal zu klingen hat und legen Qualitäten hin, dass es Einen wirklich umhaut! Scharf schießend, optisch ansprechend, musikalischer Leckerbissen, glorreiche Riffs, atemberaubend schöne Soli, ordentliche Power und mit Laura die ultimative Seraina Nachfolgerin! Seraina ist auf ihrem Stimm-Niveau kaum zu toppen. Gar keine Frage. Aber was Laura aus sich raus holen kann - einfach nur der Wahnsinn! Klargesang, Rockröhre, Hexenlaute, Furie, Verführerin, Growls, gefühlvoll, abrechnend - hier gibt es nix, was sie stimmlich nicht abliefert außer Arien! Eine sehr würdige Nachfolgerin! Zudem ergeben die Witches jedesmal eine phänomenale Einheit und beweisen Spielfreude, die wirklich ab der ersten Sekunde überspringt und infiziert! Diese Damen sind die absolute Wucht und eine echte Bedrohung für die Eroberung des Throns, den legendäre Hünen einst besetzten! Wenn das nicht für Frauen im Metal spricht, weiß ich auch nicht und Jeder, der sich noch dagegen wehrt, gibt hoffentlich durch Werke wie dieses endlich Ruhe! Ganz starke Leistung, Witches! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

PS: Als kleines Schmankerl habe ich unter den Videos zum Album noch eine kleine Überraschung für Euch! Ich habe Euch berichtet, dass Sonia noch auf dem Album zu hören ist, aber jetzt durch Larissa ersetzt wurde. Die Witches waren keineswegs untätig und haben mit ihr auch schon eine Single mit Video raus gehauen, die ich im Anschluss noch für Euch habe! 

 

https://www.youtube.com/watch?v=73W4ApaJzpI&list=PLHTo__bpnlYUUmdAQaQsffoZPFMFP-B64&index=4     Wings Of Steel

 

https://www.youtube.com/watch?v=decnY34nllo    Sea Of Lies (official Visualizer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=shbmA2WMHRw    Dance With The Devil

 

 https://www.youtube.com/watch?v=43CkWSKLfNY   Six Feet Underground (official Visualizer)

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=u1p95tf2jlo     The Circle Of Five (mit Larissa)

Wir hatten neulich das Thema Neben-Projekte, Zweitbands, etc. Orte, an denen sich die Künstler austoben können, freier agieren können als in ihren Haupt-Bands. Da alle Musiker auch nur Menschen sind, lieben auch sie vielseitig Musik und anderweitige Geschmäcker werden in den Projekten ausgelebt. Nicht selten kommt es dabei, gerade im Metal, zu richtig großen, bombastisch klingenden All Star Projekten, in denen sich Legenden des Metal die Klinke in die Hand geben! Eines der angesagtesten, beliebtesten, bombastischsten dieser Projekte habe ich heute für Euch! Anschnallen für Almanac

 

Victor Smolski, Gitarren-Legende, Zauberkünstler an den Saiten, ist vielen durchaus gut bekannt durch seine Aktivitäten bei Rage. Kaum einer versteht es so gut wie er, Orchester, Klassik und Metal zu einem bombastischen Opus zu vereinen! Hier feilt er seit Gründung von Almanac 2015 an der ultimativen Verschmelzung beider großer Genres und ist dabei mehr als erfolgreich! Textlich kommen große historische Ereignisse dazu, die in den entsprechenden Musik-Videos ebenfalls in bombastischen Bildern dargestellt werden! Natürlich gibt es Bands, die ähnliche Wege gehen, aber niemand klingt wie Almanac! Das spricht für große Genialität, Detailverliebtheit und großes künstlerisches Können bei allen Beteiligten! Nach den ersten beiden Epik-Werken Tsar  2016 und Kingslayer  2018 gab es eine kleine Generalüberholung im Line-Up. So viel Live-Action, so viel Arbeit, die in die Alben floss - da stoßen Musiker oft an ihre Grenzen und einige Mitglieder verließen Almanac daraufhin. Nachvollziehbar; jeder Musiker steht zu 100 Prozent zu seiner Band und kann er die nicht mehr liefern, macht er den Platz für Andere frei, da jede Band diese 100 Prozent verdient! Bei Almanac zog man in Freundschaft den Hut, damit der Rest Vollgas geben konnte. Aus Victors Sicht hat er nun die stärkste Besetzung zusammen getrommelt, die Almanac je hatte! Begleitet wird der musikalische Direktor Smolski von den Stimmgewalten und dem Sänger-Zweigestirn Patrick Süß und Jeannette Marchewka, dem Bassisten Tim Rashid und dem Schlagzeuger Kevin Kott. Zusätzlich bringen Gamma Ray-Sänger Frank Beck und Growl-Größe Marcel Junker zusätzliche Stimmbandwucht mit ein. Wir sind gespannt, was das am Ende ausmacht, aber es ist extrem vielversprechend! Laut Victor war plötzlich Zeit zum Proben, Experimentieren und für spontane Gelegenheiten. Quasi komplett neuer frischer Wind im Getriebe! Nach über 30 Jahren hat Victor Smolski natürlich seinen Signature-Stil gefunden, das was ihn und seine Band ausmacht, quasi DER Wiedererkennungswert: Hartes Riffing, bombastische Orchestrierung, vielseitiger Gesang. 

 

Das soll jetzt alles noch getoppt worden sein auf dem am 06.03.2020 erschienenen dritten Album Rush Of Death. Es ist ein zweigeteiltes Album, denn Mittelteil aus der Suite Lingua Mortis Part 2  besteht, dem direkten Sequel zum gefeierten Metal-Orchester-Epikon vom 2006er Rage Album Speak Of The Dead. Die erste Lingua Mortis Suite  hat Victor mit seinem Vater gemeinsam erschaffen, den er vor einigen Jahren verlor, was ihn in ein tiefes Loch stürzen ließ. Victor erzählt, dass sein Vater sehr wichtig für seinen musikalischen Werdegang war und ihm mit Rat & Tat zur Seite stand. Auch das hört man nicht oft im Musikgeschäft! In Gedenken an ihn wollte er diese Suite nun fortsetzen und zwar mit dem selben Orchester aus Minsk, dem Inspector Symphony Orchestra und dem Ensemble Virtuoso und das alles im selben Studio! Zudem soll dieses Album auch das Modernste werden. Nach russischer Historie und den grausamen Hymnen auf gemeuchelte Könige geht es jetzt um Gladiatoren. Im orchestral unterlegten Mittelteil geht es um die sagenumwobenen Kämpfer aus den Arenen Roms, in den übrigen Songs um die Kämpfer aus moderneren Arenen. Seit über 25 Jahren ist Victor selber Rennfahrer und weiß sehr gut, dass die Bezeichnung Gladiator auf Rennfahrer gut passt. Temporeiche Duelle auf Leben und Tod, frenetisch jubelnde Fans auf den Tribünen, der Rausch, der Wille zum Sieg und zu überleben. Ganz ähnliche Emotionen hat er, wenn er auf die Bühne geht. Dann ist er im Rausch und auf Knopfdruck in einer anderen Welt, was er den Hörer live und auf CD auch direkt spüren lässt! Ich finde es sehr passend, dass es jetzt um Rennsport geht, denn schließlich heißt die Band Almanac und der Almanach war in Zurück in die Zukunft II  DIE Sport-Lektüre überhaupt, mit deren Prophezeiungen auf Spiel-Ergebnisse etc. große Gewinne gemausert werden konnten. Ich bin mega gespannt und deswegen legen wir jetzt auch los! 

 

Es legt direkt auch eine Single los, Predators, und alleine die Eröffnungs-Sequenz Drivers, start your engines! legt die richtige Atmosphäre vor. Heulende Motoren, Tempo, der Wille zum Sieg, hymnische Refrain, starke Rockröhren, wuchtig bombastischer Heavy bis Thrash Metal. Der ultimative Soundtrack für die Rennfahrer, die die passenden Lyrics zusätzlich anpeitschen! Was für ein Opener! Der Hörer fühlt sich direkt auf die Tribüne der Autorennen versetzt! Da passt das Herz- und Titelstück Rush Of Death  natürlich hervorragend dazu. Verspielte qualitativ hochwertige Riffs, temporeicher Heavy Metal, dazu Power Metal und Thrash Metal Attacken, blitzschnelle Drums, deftige Walzen, kehlige Screams, eingängiger Klargesang, packende Atmosphäre, melancholisch, dennoch kraftstrotzend, an der Kette zerrend, schäumend, siegessicher, bombastische Refrains. Einfach nur geil! Perfekte Wahl für die zweite Single! Let The Show Begin  ist die Einstimmung auf den nächsten Song, ein Zwischenstück also. Wir befinden uns im Rom der alten Zeit in der Arena wider, epische Melodien, explosive Stimmung, düstere Erzähler-Stimme, monumentale Aufnahme, zum Platzen aufgeladene Spannung. Sehr episch gemacht! Die perfekte Überleitung zu Soiled Existence, dem ersten Song über die sagenumwobenen Gladiatoren. Düstere Instrumentierung, finsteres Orchester, geheimnisvolle Stimmung, heldenreiche Atmosphäre, einschneidender Flüstergesang, dramatisch treffender Klargesang, packende Spannung, tonnenschwerer Metal, massive Breakdowns, massive Walzen unterschiedlichsten Metals. Monumental, episch, historisch, bombastisch! Was für eine stolze, düstere, spektakuläre Inszenierung! Bought & Sold  hingegen wirkt mit seinen militanten Drums sehr angriffslustig und der Metal prescht anmutig mordlüstern zu Felde! Geniale Breakdowns, massive Walzen, düstere Atmosphäre, aufblitzendes Metall, umwerfend geniale Stimmen. Die ultimative dritte Single, die ordentlich Staub aufwirbelt und sich ins Gedächtnis eindröhnt! Ein weiteres kurzes episches Zwischenstück ist The Human Essence. Erneut monumentale Arena-Klänge, heldenreiche Atmosphäre, der selbe Erzähler, packende Worte. Erneut sehr geil gemacht! Satisfied  erhebt sich episch aus der Asche. Helle, dennoch dramatisch melancholische Riffs, düsterer Sprechgesang. Danach bricht die Hölle los und derber epischer Metal bricht los! Abwechslungsreicher Metal, fieses Growlen, eindringlich übermächtige Rockröhren, extrem düstere Atmosphäre, die Luft ist angereichert von Mut, Schweiß, Überlebenswillen, Angriffslust, Adrenalin und Blut. Was für ein episches Brett! Blink Of An Eye  hingegen lässt den Tiger aus dem Käfig raus, der sofort angreift! Verwegen, funkelnd, angriffslustig, modernster Thrash Metal, sattes Gedröhn, epischer Refrain, Stimmgewalt. Die Epik reißt nicht ab! Was darf thematisch hier nicht fehlen? Richtig, Can´t Hold Me Back! Sagenumwobene wie moderne Gladiatoren, alle Warriors da draußen, alle Unterdrückten und Außenseiter: Dieses kraftstrotzende Power Paket geht raus an Euch alle, damit Ihr nie die Kraft verliert und weiter kämpfen könnt! Dementsprechend kraftvoll, angriffslustig, temporeich, edel, erhaben, siegessicher gehen Almanac hier auch zu Werke! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende unserer Reise angelangt *schnief* Aber wer Almanac kennt, weiß, dass es jetzt ein knalliges, epochales Finale gibt! Dieses kommt in Gestalt von Like A Machine! Der Anfang ist melancholisch und tief treffend, mit wunderschönem Gitarrenspiel und melancholisch wundervollem Klargesang. Danach bricht wieder die Hölle los und die Melancholie muss dröhnend massiven Metal-Walzen weichen, die das Artwork widerspiegeln! Abwechslungsreich, kraftvoll, unterschiedlichste Spielarten des Metal, göttliche Gitarren-Spielereien, mächtige Atmosphäre. Was für ein Abschluss! 

 

Fazit: Victor hatte recht! Dieses dritte Almanac Meisterwerk hat es in sich! Kraftvoller, härter, perfekte Ausgewogenheit zwischen Metal und Klassik, epochale Historik, perfekte Spiegelung der Rennfahrer, der Kampf aller Gladiatoren, extrem abwechslungsreich, Bombast ganz groß geschrieben - was für ein Ritt! Das Artwork wird wirklich grandios wiedergegeben! Auch die Musiker bringen Leistungen wie kein Line-Up davor, auch wenn diese schon grandios waren! Victor ist ein Gott an der Gitarre und verzaubert uns mit himmlisch guten Riffs sowie allerlei wundervollen Spielereien. Bassist und Drummer bleiben genauso wenig auf der Strecke und legen ihr Können brachial dar! Mit den Sängern haben Almanac das ultimative Zugpferd, das Authentizität, Erzählkunst und göttliche Stimmkunst aufweist! Almanac - eine Band, wie es sie nur einmal gibt! Ich bin völlig sprachlos angesichts dieser Leistung und bin sehr angetan von diesem Mammutwerk! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL GERADE IN CORONA-ZEITEN KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=f8y_o4ufXUY    Predator (official Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=kloxLSZCIHw    Rush Of Death (official Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=yJCGklYI5dI    Bought And Sold (official Lyric Video)

 

 

Es ist auch immer wieder schön, für Legenden schreiben zu dürfen! Bands, die  seit vielen Jahren immer wieder fette Alben raus hauen und uns immer wieder begeistern! Bands, die nichts aus der Bahn geworfen hat, egal wie hart der Sturm blies! Eine dieser Institutionen aus dem härteren Metal-Sektor, besser gesagt Pagan Metal, habe ich heute für Euch: XIV Dark Centuries!

 

Die Thüringer Band wurde 1998 aus der Taufe gehoben und das nach einigen Line-Up Änderungen einer anderen Band. Im selben und im darauf folgenden Jahr wurden 6 neue Songs auf Tape gebannt und die For your God  Demo wurde kreiert als das erste Lebenszeichen der neuen Formation. Da sich die Band in erster Linie als Live-Act betrachtete, spielten sie zahlreiche Shows, u. a. mit Menhir und den Apokalyptischen Reitern. 2000 folgte der erste Festival-Gig auf dem PartySan Open Air. Kurz darauf schied Gitarrist Horstmann aus. Bald darauf hatte man kompetenten Ersatz gefunden, der seitdem den Großteil der Kompositionen übernahm. Für die wachsende Anzahl  von Live-Shows wurde ein zweiter Gitarrist ins Line-Up integriert. Er brachte noch mehr Ideen ein und sein Zusatz erwies sich als Vorteil für die Live-Umsetzung der Songs, die immer komplexer wurden. Schließlich wurden die Aufnahmen für die erste komplett selbst produzierte Demo CD mit dem Titel Dunkle Jahrhunderte  im Juni 2002 veröffentlicht. Diese enthielt einige unveröffentlichte ältere Titel, eine Cover Version und einen brandneuen Song. Zwischen Dezember 2002 und März 2003 zog sich die Band ins Studio, um das erste richtige Debüt-Album Den Ahnen zum Gruße  einzuspielen. 13 Songs aus den vorherigen zwei Jahren, die im Vergleich zu den vorherigen Aufnahmen polierter und professioneller klingen. Die Band beschreibt ihren Stil als thüring´schen Pagan Metal, Sänger Michel verwendet hierbei Klargesang und derbe Growls. Die deutschen Texte befassen sich mit Geschichten und Mythen unserer Vorfahren und natürlich auch ihrer heidnischen Religion. 2003 unterschrieb die Band einen Vertrag bei dem österreichischen Label CCP-Records, das im selben Jahr das selbst produzierte Debüt unter seinem Banner veröffentlichte. 2004 folgten die ersten Konzerte im Ausland. Da in der Zeit viele neue, hochwertige Songs geschrieben wurden, das Zeitfenster aber zu begrenzt war, wurde im Juni 2005 die MCD Jul  veröffentlicht. Hierfür erntete die Band durchweg positive Kritik, da sie ihren Stil nun zur Perfektion gebracht hatten. Mehr volkstümliche und akustische Elemente, stärkerer Schwerpunkt auf Klargesang, aber ohne Ignoranz der anderen Elemente. 2005 und 2006 bespielten die Herren die beiden größten heidnischen Metal-Festivals: Ragnarök und Ultima-Ratio! 2006 erschien ebenfalls der Album-Nachfolger Skithingi. Hier wird die Geschichte des thüringischen Königreichs erzählt, während bei der MCD Jul-Fest und Wintersonnenwende thematisiert wurden. Die Texte basierten auf mehreren historischen Erzählungen. Es wird dabei nicht behauptet, historisch korrekt zu sein, sondern kombiniert Geschichte und Legende. Gitarrist Tobalt entschied sich Ende 2007, die Band aus persönlichen Gründen zu verlassen, ist aber seit 2017 wieder mit dabei. Dafür war Thyrs Sohn, ein alter Bekannter der Band, an seiner Stelle im Line-Up aktiv. 2011 erschien dann endlich das dritte und bis dato letzte Album Gizit dar Faida. Seitdem haben die Thüringer Heiden in Einheit Produktionen eine neue Label-Heimat gefunden, die dieses Album auch veröffentlichten. Die Klangqualität wurde erneut verbessert und die Songs mehr auf Jul  zugeschnitten, aber hymnischer als zuvor. XIV Dark Centuries waren eine der ersten deutschen Pagan Metal Bands! 

 

Seit dem 28.02.2020 ist bereits das aktuelle Album Waldvolk  für Euch erhältlich. Eine lange Zeit, die die Herren hier hinein gesteckt und dabei einen weiteren Wechsel im Line-Up vollzogen haben, denn Tobalt ist wie weiter oben erwähnt wieder zurück, Thyrs Sohn dafür ausgestiegen und Schlagzeuger Rüd wurde im selben Jahr durch Manu ersetzt. Neben Michel, Tobalt und Manu besteht die Band aktuell aus Basser Marley, Keyboarder Tobi und Zweit-Gitarrist Killing Uwe. Die tiefen Wälder Thüringens sind diesmal Dreh- und Angelpunkt der Texte. Dann lasst uns endlich beginnen!

 

Den Anfang macht das übermächtige, epische, gefühlvoll eingängige, getragene Intro Heimwärts. Eine tief traurige, mitreißende, packende Geige und epische Keys tragen den Hörer zurück in heimische Gefilde. Dort geht es dann richtig los mit der Single Skogafulka. Pfeilschneller, straight nach vorne schweißtreibender, ausgelassener Pagan Metal prescht da in vollem Galopp durch die Wälder und schwingt die Streitaxt. Einfach nur episch, mitreißend, eskalierend. Michel growlt aus voller Kehle und peitscht seine Mannen vorwärts. Weiter geht es mit Svava  und weder Tempo noch Härte werden gedrosselt. Ganz im Gegenteil, das Tempo wird nochmal gesteigert! Hymnisch, Party, Met fließt in Strömen, die Haare rotieren. Sehr geil, also Hörner hoch und mit gebangt! Svava oder Svafa war eine Walküre und Tochter des Königs Eylimi. Folglich war sie die stiefmütterliche Tante von Sigurd, dem Drachentöter, obwohl dies nicht ausdrücklich erwähnt wird. Tobalt unterstützt Michels tiefen dunklen Klargesang tatkräftig und weiß ebenfalls zu überzeugen sowie punkten! Firratan  hingegen unterscheidet sich sehr von den bisherigen Tracks. Massiv, düster, tonnenschwer, melancholisch, packend, tief greifend, trotzdem extrem hymnisch und kraftvoll. Zu Anfang hört man ein Flüstern, danach wechseln sich Growlen und packender Klargesang ab. Sehr geil, sticht heraus, gefällt auf Anhieb! Im Anschluss folgt die zweite Single Atme den Wald  und auch dieses Stück sticht heraus. Massiv, voran walzend, pfeilschnell, vorwärts preschend, dröhnend, mitreißend, düstere Elemente. Genau das sollte man öfter tun: den Wald atmen, in seinem Schatten wandern, seine Ruhe schätzen. Starke Message, epische Hymne! Ich bin das Feuer  ist zwar keine Single, aber Ihr findet den Track auf der Cold Hands Seduction Vol. 216  vom Sonic Seducer. Packender Klargesang, hymnenhafte Melodien, ordentliches Gedröhn, die Flammen lodern hoch und entzünden den Hörer, so dass er für dieses Epik-Werk entflammt! Sunna  hingegen bringt sogar eine wundervolle Folk und Akustik-Note mit ein. Lagerfeuer, sentimentale Stimmung, dunkel-romantisch, tief greifend, zum innigen Tanzen und Headbangen geeignet! Eine Ballade im Pagan Metal XIV Dark Centuries Stil! Was es mit Julenzeit  auf sich hat, dürfte eindeutig klar sein. Akustische Folk Elemente, Eingängigkeit, sentimentale Stimmung, Herbstblätter, Herbstwald, prasselndes Kaminfeuer. All das erlebt Ihr hier, also unbedingt rein hören! Michels Klargesang hat hier Groß-Einsatz und seine tiefe dunkle angenehme Stimme passt perfekt zu dieser Hymne! Passend dazu stimmt Runibergun  perfekt mit ein, nur dass es deutlich mehr Schippen an Tempo auflegt und den Party Faktor siegen lässt! Ausgelassen, mitreißend, dröhnend, feucht fröhlich! Hörner hoch und ein Prost aufs Leben! Bragarful  hingegen huldigt dem monumentalen, massiv dröhnenden Pagan Metal! Kräftige Growls, packender Klargesang, pfeilschnelle Instrumentierung. Wahrlich episch und übermächtig! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schluchz* Aber natürlich nicht ohne ein würdiges Finale! Dieses folgt in Form von Nott. Massiv, tonnenschwer, vorwärts walzend, schleppend quillt dieses Monstrum aus den Boxen aus den tiefsten Tiefen der Thüringer Wälder. Dennoch gibt es Sonnenschein, der hell und Leben spendend durch das dichte Geäst fällt. Starkes, episches, wundervolles Instrumental und der perfekte Abschluss!

 

Fazit: XIV Dark Centuries sind nicht nur Anfang, sondern auch Speerspitze des deutschen Pagan Metal! Seit 22 Jahren musizieren diese Herren nun schon und was das eindeutig mit bewirkt hat, ist ihre Authentizität! Es ist wahrlich beeindruckend, mit wie viel Herzblut diese Mannen an ihre Songs gehen, sich in die Thematiken einfühlen und sie uns so kraftvoll, ehrlich und mit viel Liebe zum Detail präsentieren! Abwechslungsreich, zwei richtig starke Sänger mit sehr geilen Stimmen, unterschiedlichste Stimmungen, allerlei Sagen, Geschichten und Legenden. Ich kannte die Band vorher tatsächlich nicht, bin aber direkt großer Fan geworden! Hier gibt es geballten, starken, mitreißenden, monumentalen, epischen, massiv dröhnenden Pagan Metal der Spitzenklasse, den sich JEDER treuer Wikinger-Fan dieses Genres zu Gemüte führen muss! Danke Jungs für dieses Machtwerk! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; DENN GERADE JETZT IN CORONA-ZEITEN KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=gqA9egI_mOY    Atme den Wald

 

https://www.youtube.com/watch?v=jV4CvRQ9sCw    Skogafulka

 

https://www.youtube.com/watch?v=E2vEiSPLGXk    Sunna (official Lyric)

 

https://www.youtube.com/watch?v=gAYb4hNAyfM&list=OLAK5uy_nWKW8nz7JxyKVzNsFzlAiSMCqvJqjs0G0&index=7&t=0s  

Ich bin das Feuer (Cold Hands Seduction Vol. 216, Sonic Seducer)

 

Wir hatten es neulich mal über Neben-Projekte. Teilweise unterscheiden sie sich sehr von den eigentlichen Bands, in denen Mitglieder des Neben-Projektes spielen. Manchmal kommt es sogar vor, dass dadurch richtige All Star Projekte entstehen. Diese entfalten dann Qualitäten, denen man sich vorher nie so bewusst war. Da entstehen Klangwelten, die einfach ganz viel im Hörer entstehen lassen. Hier können sich die Mitglieder austoben und ihre großen Leidenschaften ausleben, die musikalisch meist eingeschränkt sind bei den Haupt-Bands. Ein ganz besonderes Beispiel habe ich heute, denn diese Band baut Klangwelten, die sie in ihren Haupt-Bands nie verwenden: The Night Flight Orchestra!

 

Neben derben Growls und kehligen Screams wusste Soilwork Sänger Björn Speed Strid schon auch immer wieder mit Klargesang zu punkten. Seit 2007 kann er sich damit richtig intensiv befassen. Zu diesem Zeitpunkt absolvierten Soilwork nämlich gerade ihre Nordamerika Tour. Auf dem Weg zu einem Konzert unterhielt sich Björn mit dem ebenfalls an Bord befindenden Live Gitarristen David Andersson über Classic Rock bzw. Adult Orientated Rock der 1980er. Aus dieser Idee wuchs nacheinander The Night Flight Orchestra. Durch Gitarrist Sebastian Forslund, Bassist Sharlee D´Angelo (Arch Enemy), Keyboarder Richard Larsson und Schlagzeuger Jonas Källsbäck (Mean Streak) war das Line-Up dann vervollständigt. 4 Alben haben sie mittlerweile eingespielt, das Debüt Internal Affairs, das letzte Sometimes the World Ain´t Enough  2018. Bis 2015 waren sie beim italienischen Label Coroner Records unter Vertrag, 2016 unterschrieben sie bei Soilworks Label-Heimat Nuclear Blast. Durch die Haupt-Bands, die viel Zeit beanspruchen, kommt es nicht häufig zu Konzerten in dieser Konstellation. Wenn es dazu kommt, ebenfalls bereits auf namenhaften großen Festivals wie dem Masters of Rock in Tschechien, werden sie gefeiert. The Night Flight Orchestra ist eine eigene Institution, die Stimmung macht! Bei ihrem Stil werden einige Genres aufgeführt: Classic Rock, AOR (Adult Orientated Rock), Hard Rock (eher seltener), Disco Marke ABBA, britischer Progressive Rock der 1970er. Also wie gesagt komplett anders als das, was die Herren sonst so spielen! 

 

Seit dem 28.02.2020 ist das 5. Album Aeromantic  für Euch erhältlich. Während der Aufnahmen kam es zu einem Line-Up Wechsel, denn Keyboarder Richard Larsson verließ die Band und wurde durch John Lönnmyr, zumindest live, ersetzt. Immer wieder fügen TNFO ihrer Musik neue Elemente hinzu, um ihren Horizont noch mehr zu erweitern. Diesmal gibt es etwas ganz Besonderes: Jonas Källsbäck verwendete das selbe Schlagzeug, das 1980 auf dem ABBA Album Super Trouper  zu hören war! Ich bin wahnsinnig gespannt, was uns diesmal erwartet, deswegen lasst uns keinerlei Zeit mehr verlieren! 

 

Los geht es mit Servants Of The Air  und schon alleine hier kommen unzählige Elemente zusammen: Classic Rock, moderner Rock, Stadion-Rock, Tempo, Keyboard, kraftvoller Klargesang, military, hymnenhaftes, ordentliche Portion ABBA. Sehr geiler, packender, filmreifer, explosiver Einstieg! Im Anschluss präsentiert sich auch gleich die erste Single, die tatsächlich auch die erste Auskopplung vor VÖ war! Divinyls  ist ein perfektes Beispiel dafür, wie der Sound zu erklären ist: Classic Rock, Discomusik, 80er, ABBA, AOR, Kult, gute alte Zeit des Rock, moderne Elemente und alter Glanz! Gänsehaut vorprogrammiert, perfektes Aushängeschild, wunderschönes Lied, großartige Stimmung, ansteckende Atmosphäre. Müsst Ihr anhören! Einer meiner absoluten Favoriten der Band! If Tonight Is Our Only Chance. Es hätten Ultravox oder ABBA geschrieben haben können! Melancholie, Herzschmerz, Liebe, Milliarden Liter Herzblut, Classic Rock, Disco der 80er, großspurige Emotionen, traumhaft schöne Melodien. Einfach nur old school Feeling pur! Was für ein tolles Lied mit einer großartigen Message! This Boy´s Last Summer. Schon alleine von den Titeln her wissen die Herren zu packen! Britischer Classic AOR, packende Atmosphäre, obercoole Melodien, Strand, Sommer, Sonne, Meer, mitreißende Vibes, obercooler Gesang, ansteckende und doch melancholische Stimmung. Also geht raus, lebt, liebt, feiert das Leben! Welch wunderschönes, geiles Sommer-Lied! Das wird live ordentlich Stimmung machen und Freude bereiten! Curves  ist da schon wieder eine ganz andere Marke. Supertramp, Toto, Foreigner - all diese Helden werden hier vereint mit schwedischer Hit-Garantie und Melancholie! Melancholisch, herzergreifend, packend, ansteckend, unvergessliche wunderschöne Melodien, richtig geiler Gesang! Hach ja, die gute alte Zeit! Es folgt die zweite Single, die auch tatsächlich zweite Single war: Transmissions  fährt ganz andere Spuren als die Vorab-Single, bleibt aber genauso grandios! Melancholisch, extrem tief greifend, geht unter die Haut, meterdicke Gänsehaut, weiteres wundervolles Aushängeschild, einfach nur traumhaft schön! Ultravox wäre stolz auf die Herren! Classic Rock, AOR und Wave Rock vereinen sich zu einem wahrhaften Diamanten! Es folgt das Herz- und Titelstück Aeromantic  und das hat es in sich! Treibende Gitarren, stampfende Drums, verrückte Keys, obercooler Gesang, explosive Stimmung, britischer Hard Rock Marke AC/DC - das ist definitiv die rockige Drecksau der Platte! Björn spielt mit seiner Stimme und weiß rockig zu klingen und emotional! Was für ein geiles Brett! Das wird live gut Staub aufwirbeln, also eskaliert! Passend zum Namen hebt dieses Teil ordentlich ab! Es folgt die dritte und aktuellste Single Golden Swansdown. Rockig, melancholisch, melodisch, glänzend, trotzdem ruhig getragen, warm, herzlich, bittersüß, herzergreifend romantisch. Perfekt für den Sonntag Morgen, Decke, Buch, Tee oder Kaffee, Blick gen aufgehende Sonne. Oder auch für den nächsten Strandbesuch. Was für ein schönes Lied! Vierte, letzte und von der eigentlichen Reihenfolge her dritte Single: Taurus! Bisschen Elton John, bisschen ABBA, satter obercooler Classic AOR, explosiv, geht gut ab, straight nach vorne, bisschen ausgeflippt, bisschen verrückt, bisschen Hippie. Einfach gesagt: flippig, cool, macht gut Party und Stimmung! Carmencita Seven. Ein Titel, der erstmal befremdlich klingt. Dafür ist das Lied umso cooler. Stellt Euch eine Stadt in den 70ern, Anfang der 80er vor. Ihr fahrt mit Eurem Dolorian durch LA, haltet am Kino, geht rein - und seht Eure absolute Traumfrau dort stehen! Genauso ist dieser Song aufgebaut. Classic AOR, ABBA, herzergreifend, schillernd, verzaubernd, mitreißend, packend. Einfach nur stark! Björn weiß erneut mit Rockröhre und emotionalem Klargesang zu punkten! Sister Mercurial  hingegen fährt wieder eine andere Spur. Treibend, melodisch, melancholisch, tief greifend, emotional, glänzend, Weltall, von der ersten Sekunde an packend! Einfach unbeschreiblich schön! Müsst Ihr Euch unbedingt anhören! Wie der Name schon andeutet: Intergalaktisch gut und nicht von dieser Welt! Dead Of Winter. Erneut wissen die Herren nur durch den Namen zu packen! Hier wird es richtig knusprig für alle, die nah am Wasser gebaut sind. Großspurige Emotionen, eine tiefe nordische Melancholie, wunderschöne tief gehende Melodien, bittersüße Atmosphäre, filmreifer Soundtrack. Was für eine Hymne, was für eine Perle! Perfekt für den Jahres-Anfang und die Thematik wurde musikalisch perfekt umgesetzt! Tod des Winters lässt sich aber natürlich auch anderweitig interpretieren und auch das hört man raus. Rätselt doch bisschen mit! Wir sind LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt *tiefes Schluchzen* Aber nicht ohne dass TNFO noch ein ordentliches Feuerwerk zünden! Dieses folgt in Form von City Lights And Moonbeams. Erinnert Ihr Euch noch an den Soundtrack und DIE Melodie überhaupt von Beverly Hills Cop? Die schwingt hier teilweise mit bzw. wird man daran erinnert. Gut rockig, melodisch, melancholisch, nächtliche Stadt, Classic AOR at its best. Was für ein obercooles Finale! 

 

Fazit: The Night Flight Orchestra ist und bleibt eine Wucht! Dass die Herren die Musik, die Zeit, die sie hier musikalisch verkörpern, aus tiefstem Herzen lieben, steht ganz außer Frage! Ich finde es wahnsinnig beeindruckend, dass man es 2020 schafft, die Musik unserer Helden, Marke AC/DC, Toto, Supertramp, Ultravox, ABBA, Foreigner, etc. so geil umsetzt, seinen eigenen Stempel aufdrückt, nix covert, sondern selber verfasst und diese Zeit so glanzvoll ins Gedächtnis zu rufen und wieder aufleben zu lassen! Das ist ne wahnsinnig starke Leistung und dieses All Star Projekt weiß, wie es den Hörer verzaubern kann! Classic Rock, AOR, Disco Musik, britischer Hard Rock, schwedische Melancholie, ein riesen Touch ABBA, so viele verschiedene Emotionen, eine so geballte ansteckende Spielfreude, alles authentisch, lebensnah, Wechselbad der Gefühle - ich bin hin und weg und wirklich fasziniert von dieser Band und ihrem Sound! Wer sich das entgehen lässt, lebt hinterm Mond! Einfach nur bombenhaft gut und mit unzähligen unvergesslichen Melodien und Gesangselementen versehen!

 

Biss bald, stay tuned, ich hoffe Ihr verliebt Euch ebenso innig in diese Band wie ich & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=hUh5iyl0Pyw    Divinyls

 

https://www.youtube.com/watch?v=UkLkE4FiFpc    Transmissions

 

https://www.youtube.com/watch?v=RTNp9bf9GwI    Taurus

 

https://www.youtube.com/watch?v=CbhBlrfuPsE    Golden Swansdown 

Heute habe ich eine Band für Euch, die man schon zu den alten Hasen zählen darf. 17 Jahre sind sie nun schon aktiv und haben dadurch viel erlebt, die Musikindustrie kennen gelernt und viel von der Welt gesehen. 4 Jahre haben sie pausiert, jetzt sind sie wieder da! Haltet Euch bereit für Hot Hell RooM!

 

Seit 2003 sind die 4 Franzosen aus der Nähe von Paris nun schon aktiv. In ihrer 17-jährigen Laufbahn haben sie natürlich auch einige Line-Up Wechsel mit gemacht, aber die beiden Gründungsmitglieder, Sänger & Gitarrist Loic Malassagne (Ex-Anthemon, Invading Chapel) sowie Bassist Alan Raoul (Ex-Evolvent7th Nemesis), beide schon langjährige Freunde, sind noch mit an Bord. Begleitet werden sie von Lead Gitarrist ShazyBob und Schlagzeuger Alexis Bersot. Die Band vereint Einflüsse ihrer Helden, Marke MetallicaQueensrycheType 0 NegativeAlice In Chains und viele mehr. 2 Demos, eine EP und 2 Alben haben die Herren mittlerweile veröffentlicht, das letzte Album Architect of Chaos  erschien 2016.

 

Nun sind sie seit dem 14.02. wieder zurück mit dem 3. Album Stasis, erneut erschienen über ihre Label Heimat STF Records. Wie die beiden Vorgänger wurde auch dieses Werk im Hybreed Studio in der Nähe von Paris aufgenommen. Erneut soll es eine gelungene Mischung aus Heavy Rock & Metal mit progressiven Elementen geworden sein. Das finden wir jetzt heraus!

 

Den Anfang macht das Intro Peace Before. Ein trauriges, eingängiges, ergreifendes Gitarren-Spiel erwartet uns hier, welches schon direkt vermittelt, was sich die Franzosen auf die Fahnen geschrieben haben. Schöner Einstieg!  Richtig los geht es dann mit The Bleeding Land. Tonnenschwer, nach vorne walzend, packender Klargesang, einschneidende Vocals, konkrete Meinung zur aktuellen Sachlage. Ganz starker Song, zu dem es auch ein Lyrics Video gibt! Human Game  sagt vom Namen her natürlich auch schon alles. Eingängige Elemente, straight nach vorne Salven, packender Klargesang, eindeutige Message. Genauso, wie es die Thematik auch verlangt. Kann ich Euch nur wärmstens empfehlen! Final Choice. Angesichts des Artworks und der bisherigen Thematiken - was wäre dann die finale Entscheidung? Selbstaufgabe, Warrior, Revolution, klein bei geben, dagegen auflehnen? HHR bieten Euch hier eine feine Ansicht, entscheiden müsst dann Ihr. Feine, dunkle, melancholische, progressive Elemente mischen sich hier mit Heavy Rock, Alternative Rock & Metal und verdeutlichen den inneren Zwiespalt. Sehr genial gemacht, perfekt umgesetzt! Cannon Fodder. Zu deutsch: Kanonenfutter. Dementsprechend geht es hier auch zu. Angezogenes Gaspedal, starke Solis, scharfe Salven, Lyrics wie Kanonenschüsse. Die Franzosen wissen, wie man Thematiken umsetzt und das sogar ohne Death Metal und Growlen! One Ton Of Lies  ist mit 5:28 das bisher längste Stück der Platte und greift einige Elemente des Intros wieder auf. Es wird melancholisch, bewegend, ergreifend, traurig, dennoch kraftvoll mit sägenden Riffs. Eine Tonne Lügen. Haltet mal kurz inne und lasst das mal wirken ... Muss das sein? ... Vielen lieben Dank an die Franzosen für diese Perle! Es folgt das Herz- und Titelstück Stasis, das sich deutlich von den bisherigen Stücken abhebt. Prog Metal, Heavy Metal, ein Hauch Endzeit-Western, düster, actionreich, filmreif. Dieses Stück würde sich super in einem Monumental-Endzeit-Zukunfts-Epos anbieten! Definitiv einer meiner absoluten Favoriten! Misery  hat einen ähnlichen Touch inne und wird durch ein eingängiges, düster-packendes Gitarren Soli eröffnet. Loics Gesang erinnert an einen Trauermarsch und eine Beerdigung. Der Track schleppt sich tonnenschwer nach vorne und die Salven klingen nach massiven Walzen, die die Beerdigungs-Atmosphäre unterstreichen. Stark gemacht, unbedingt anhören! Weiterer Favorit! Gegen Ende hin ziehen die Herren sogar das Tempo hin und vollziehen ein grande final! Ein Lied mit Namen Fatality  darf hier natürlich nicht fehlen! Und auch dieses Brett sticht heraus! Thrash Metal, Endzeit, einschneidender Gesang, hymnenhafter melodischer Refrain, Breakdowns, Prog Metal, düster und trotzdem hell. Geniale Gegensätze, geile Mischung, genial gemacht! Weiterer Oberfavorit! Type 0 Negative  lässt grüßen! Damit sind wir leider auch schon wieder am Ende angelangt. Dafür haben sich die Franzosen das Beste zum Schluss aufgehoben! Es wird romantisch melodisch melancholisch! Ein Hauch Gospel-Eingängigkeit, helle Elemente, eingängiges Gitarrenspiel, besinnliche Atmosphäre, schöner Gesang, dennoch ein arger Hauch Bitterkeit. Das ist Artistic Freedom  und ein richtig feines Finale, das Ihr unbedingt gehört haben müsst! Ich liebe es! 

 

Fazit: Ich habe die Band heute das erste Mal vernommen und sie hat mich überzeugt! Die Herren wissen, was sie tun und ergeben auch eine perfekte Einheit! Hier hört man raus, dass Herzblut eingeflossen ist und dass sie wissen, was sie da sagen! Ehrlicher, packender, überzeugender Heavy Rock mit Prog, Thrash, Metal und Alternative Anleihen! Mit Loic Malassagne haben sie auch den perfekten Frontmann gefunden, der mit einer warmen, ehrlichen, authentischen Stimme punkten kann! Hier muss nicht geschreddert werden oder gegrowlt, um die Dringlichkeit der Messages zu vermitteln! Schön, wenn es auch mal so geht! Gut sind hier alle Lieder, ich persönlich finde aber, dass die Tracks ab der Mitte deutlich an Schärfe zulegen und einfach noch stärker klingen. Dennoch ehrliche, gute Rockmusik, die definitiv was kann, die Herren beherrschen ihre Instrumente und überzeugen werden sie Euch auf jeden Fall!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=b2Zap-km2bI    The Bleeding Land (Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=D1cv8iap7oA    Human Game (rehearsal)

Heute geht es um eine wahre Legende des Metal! Wer auf die derbere Gangart steht und noch nix von ihnen gehört hat, ist selber schuld! Diese Band hat schon einiges hinter sich und viel erlebt, sowohl im Musikgeschäft als auch auf der Welt. Ihre Texte und Alben spiegeln unsere gesellschaftlichen Entwicklungen und Defizite immer wieder aufs Neue. Dann schnallt Euch mal an für Sepultura

 

1984 wurde die Band aus Belo Horizonte (Brasilien) gegründet. Viele haben sich bestimmt schon gefragt, was es denn eigentlich mit dem Bandnamen auf sich hat, der übersetzt Grab bedeutet. Darauf stießen die Jungs damals beim Übersetzen des Textes von MotörheadDancing On Your Grave. Ich finde das wahnsinnig spannend, dass die eine Legende die andere Legende mitgeprägt hat! Das beweist, dass Musiker auch einfach nur Menschen sind, die ebenfalls gerne Musik hören und sich für deren Inhalt interessieren. Schon seit den Anfangstagen haben sich die Herren dem Thrash, Death und Groove Metal verschrieben. Wusstet Ihr, dass die Cavalera-Brüder hier damals ihre Finger im Spiel hatten? Max Cavalera war bis 1996 Sänger, Bruder Igor saß bis 2006 am Schlagzeug. Auch immer wieder interessant, wie sich die Strippen und Karrieren so ziehen! Max´ Ausstieg verlief weniger glanzvoll: seine Frau und damalige Bandmanagerin Gloria Cavalera, verkündete den Vertragsauslauf nach Veröffentlichung des Meilensteins Roots, der bis heute noch die Krone des Thrash Metal trägt. Max konnte es nicht akzeptieren, dass seine Mitstreiter nicht verlängern wollten und stieg aus. Weitere traurige Begebenheiten führten zu einem totalen Zerwürfnis und bis heute wird kein Wort zwischen den Parteien gewechselt. Weitaus erfreulicher hingegen ist, dass dadurch mit Soulfly eine weitere Legende des Thrash geboren wurde! Und Sepulturas Erfolg hat all dies nicht geschadet, meiner Meinung nach. Derrick Leon Green steht seit 1998 nun schon am Mikro und gilt, auch heute noch, nach 32 Jahren, als "der Neue". 2 "alte" Hasen stehen ihm bis heute zur Seite: Gitarrist & Sänger Andreas Kisser (nicht direkt Gründungsmitglied, aber seit 1987 dabei) und Bassist Paulo Xisto Pinto Jr. ! Der Vierte im Boot ist Schlagzeuger Eloy Casagrande (seit 2011 dabei).

 

Im 36. (!) Bandjahr sind die Herren nun gestärkt zurück und greifen wieder an! 14 Alben haben sie bisher eingespielt, seit dem 07.02.2020 ist nun das 15. Machtwerk am Start, genannt Quadra! Bekannt ist auch, dass sich inzwischen 2 Lager entwickelt haben. Das eine Lager hängt an den alten Zeiten der Band, wünscht sich eine Reunion mit den Cavaleras und weitere Meilensteine der Marke Arise  oder Beneath The Remains. Das andere Lager steht zwar zu den Herren, hätte aber gerne ihrer Ansicht nach gerne wieder durchgängig gute Alben. Fronthüne Derrick erklärte vor kurzem dazu in einem Interview, dass sich die Band weiterentwickelt hat und es keinen Abklatsch früherer Erfolge geben wird. Tolles Statement, wie ich finde und daher freue ich mich wahnsinnig drauf, Euch das aktuelle Monstrum vorstellen zu dürfen!

 

Den Anfang macht direkt auch eine Single und Isolation  klingt einfach nur monumental! Düstere Synthesizer Teppiche, Apokalypse, vom Untergang kündende Drums, düstere Chöre. Danach bricht die Hölle los und mit pfeilschnellen Thrash Walzen attackieren die Brasilianer den Hörer! Derrick passt sich dem Tempo an und growlt sich die Seele aus dem Leib! Was für ein fetter Opener, der alles weg bläst, was nicht angeschraubt oder mit Silikon befestigt wurde! So muss Metal und so muss moderner Thrash klingen! Im Anschluss findet sich die nächste Single und Means To An End  nimmt keinesfalls den Fuß vom Gaspedal! Es bleibt düster und pfeilschnell, zudem haben die Herren geniale Breakdowns, Salven und mehr bösartig funkelnde Sequenzen eingebaut. Derricks Growlen gleicht einem angriffslustigen Knurren, während seine Mitstreiter aus allen Rohren feuern! Was für eine fette Walze, die auch noch den Letzten aus seinen Tagträumen reißt, die sich verzweifelt an eine schwindende Welt klammern! Der Titel sagt ja schon alles. Den Mittelteil finde ich besonders genial, der nach Endzeit-Western klingt. Einfach nur fett! Last Time  ist zwar keine Single, hat es aber auf die Maximum Metal Vol. 253  geschafft und wird durch ein Gitarren-Soli eingeleitet, das das Metal-Herz höher schlagen lässt und dem wahren Metal-Fan eine Gänsehaut beschert! Zu hören gibt es angriffslustigen, Endzeit-igen, düsteren, tonnenschweren Thrash Metal, der mit einem extrem düsteren Mittelteil mit unheilvollen Chören die Horror- und Monumental-Film-Fans in seinen Bann ziehen wird! Sepultura geben den Tag des jüngsten Gerichts wieder - ich finde es extrem geil! Capital Enslavement. Auch dieser Titel spricht Bände und ich kann das eine Lager beruhigen: mit den afrikanischen Gesängen und Trommeln, die das Stück einleiten, bringen Sepultura zumindest wieder ihre Wurzeln ins Spiel und die Beinhart-Fraktion wieder ins Boot! Pfeilschneller old school Thrash mit modernen Elementen, Endzeit-Western-Afrika-Stimmung und angriffslustigen Walzen! Ich sage ja: Sepultura ist extrem gestärkt und aufgetankt zurück! Ali  hingegen erinnert extrem an Lamb Of God (die übrigens auch erst ein neues Album heraus gebracht haben und hier noch zu lesen sein werden!). Zumindest streckenweise. Old school Thrash, bisschen Punk, Breakdowns, fette Salven, streckenweise pfeilschnelles Tempo - hier wird alles geboten! Hier werden sich die Lager spalten und selbst ich muss noch komplett warm werden, aber fett ist es und der Rest kommt noch! Schwierige Zeiten verlangen schwierige, schwerer greifbare, um nicht zu sagen anspruchsvollere Musik! Raging Void  dürfte ein ähnlicher Kandidat werden. Massive Breaks, tonnenschwer, schleppt sich voran, zerfrisst von innen nach außen. Das ist Apokalypse in ihrer reinen, musikalischen Form! Punk Thrash mit Endzeit Feeling - hat was, klingt geil! Und sogar clean Vocals gesellen sich dazu. Da hat sich Jemand Gedanken gemacht und weiß genau, was er tut! Was braucht man in solchen Zeiten am meisten? Richtig, Guardians Of Earth. Als solche sehen sich Sepultura insofern, als dass sie sich stark für die Umwelt einsetzen und begeisterte Tier- und Pflanzen-Fans sind! Ein wahrlich monumentales, düsteres, dunkellichtiges Monstrum der Superlative haben die brasilianischen Altmeister da erschaffen! Einfach nur geil! Auch der Einsatz der Akustik-Gitarre, die den brasilianischen Flair innehat - einfach nur traumhaft! Definitiv einer meiner Top-Favoriten neben den ersten Vieren!  Sogar theatralischen Opera Melodic Metal und Klargesang gibt es hier! Was für ein Meisterwerk! Das wird die Wächter herauf beschwören! Ein mächtig dröhnendes, aufstampfendes, wach rüttelndes Finale gibt es obendrein! The Pentagram  hingegen erinnert ein wenig an die letzten Werke von Ministry. Düsterer, angriffslustiger, tonnenschwerer, nach vorne schleppender, walzender Endzeit Thrash Metal - eine wahre Instrumental-Bestie mit viel Melodik und traumhaft schönen Soli, die schwer schnaufend an der Kette reißt und keine Zweifel übrig lässt, worum es den Herren mit diesem Album geht! Und sogar Akustik-Elemente besitzt! Ich finde es mega genial! Und die Übergänge - hach ja, ein Metal-Traum! Autem  hingegen gehört in die Kategorie schwer einzukategorisieren und schwerer zugänglich. Aber die Beinhart-Fraktion kommt auf die Kosten, denn mit ihrem rotzigen, angriffslustigen old school Punk Thrash Death Cocktail mit Klargesang, Gekeif, Tribal, back to the roots und das Ganze auf Modern aufpoliert walzen sich die Brasilianer direkt in die Herzen dieser Fan-Kategorie! Ich finde es mega fett, abwechslungsreich und stellenweise crazy - genau mein Geschmack! Und das brasilianische Flair bekommt auch seinen Platz - die Übergänge und Wechsel sind das, was es so spannend und geil macht! Das Herz- und Titelstück Quadra  ist ein 47 Sekunden anhaltendes, brasilianisches Feuer, was einfach nur Spaß macht und wahnsinnig erfrischt nach so viel Zerstörung! Schöne Pause, danke dafür! Dafür wartet mit Agony Of Defeat, Spielzeit 5:51, das längste Stück des Albums im Anschluss auf. Düstere, dennoch lichtgeflutete, vom Untergang kündende Instrumentierung begeistert von Anfang an. Derrick packt seine melodische, gefühlvolle Klargesang-Seite aus, die unter die Haut geht! Zudem steigern sich seine Mitstreiter immer mehr, Chöre kommen dazu, Derrick greift zu verzweifelten Growls. Sein Let me out  geht so ans Herz, dass man das auch möchte. Nicht wegen dem Lied, bevor das wieder wer falsch interpretiert. Ich habe hier meinen fünften Oberfavoriten gefunden, der sich als zweites übermächtiges Monumental-Werk präsentiert! Einfach nur überirdisch geil! Wir sind LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Was fehlt jetzt noch zum Ende hin? Genau, ein Lied, welches alles nochmal zusammenfasst. Das geschieht mit Fear, Pain, Chaos, Suffering. Sepultura haben sich hier mit Emmily Barreto, Sängerin bei Far From Alaska, zusammen getan und fabrizieren ein massives, Endzeit-mäßiges, old school Heavy Metal Thrash Finale, das unter die Haut geht. Sehr gelungen, zwei Stimmen, die wundervoll miteinander agieren - mehr braucht es nicht! 

 

Fazit: Anhand dieses Machtwerks verstehe ich nicht, warum überhaupt Jemand über Sepultura meckert. Da gibt es nix zu meckern! Fakt ist: Harte Zeiten verlangen harte Maßnahmen und wer nach Traumtänzer-Hippie-Wischiwaschi-Weichei-Musik sucht, ist hier definitiv falsch! Momentan packen die Metal-Bands die aktuelle Situation bei den Eiern und reden Tacheles. Dabei wird kurzer Prozess gemacht und alles nieder gewalzt, was in den Weg kommt! Anspruchsvoll, wohl durchdacht, Endzeit, tonnenschwere Salven, nachdenkliche Texte, alles geht an die Nieren, Klargesang, Chöre, Tribal Drums, back to the roots - hier ist nahezu alles vertreten! So stark, monumental und gewaltig haben die Brasilianer lange nicht agiert! Ich sage ja: Pausen sind nicht negativ bei der Album-Entstehung! Ich habe gelesen, dass Sepultura mit den eben erwähnten Elementen versucht haben, alte Meisterwerke wieder aufzugreifen und mit modernen Elementen aufzupeppen. Dennoch wird nicht zurück geblickt und nix aufgewärmt, was schon mal da war. Sepultura blicken gen Zukunft und nur nach vorn. So lobe ich mir das und betitele dieses Album als monumentales Monstrum, auf das kein Fan der derberen Gangart verzichten darf und die Beinhart-Fraktion kann auch wieder frohlocken!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=x2nZ3n8_e3k    Isolation

 

https://www.youtube.com/watch?v=TMLed7lL5CU    Means To An End

 

https://www.youtube.com/watch?v=fJPuijhnXrA    Last Time (vertreten auf Maximum Metal Vol. 253 / Metal Hammer)

Heute geht es um eine Band, die der Welt regelmäßig durch ihre Veröffentlichungen schockt! Irgendwo in der Schnittmenge zwischen Manson zu seinen besten Zeiten und Psyclon Nine haben sich die Jungs eine eigene, düstere, bedrohliche, morbide Nische geschaffen! Seid ihr bereit für Devil-M ?! 

 

Seit August 2009 lärmen sich die 4 Oldenburger um ihren Frontmann Max Astharat Meyer nun schon durch die Lande. Der richtig große Durchbruch blieb ihnen bisher verwehrt, doch der kommt sicher! Eine stetig wachsende Fan-Gemeinde können sie ihr Eigen nennen und im NonTox während des WGT sind sie mittlerweile fast Dauergäste! Zudem können sie Auftritte z. B. mit Freakangel vorweisen! Derber, düsterer, dystopischer, morbider Industrial Rock & - Metal ist das, was hier fabriziert wird, angereichert mit reichlich Schock-Momenten, Horrorfilm Sequenzen und Geräuschen, die aus einer anderen Welt zu kommen scheinen. 1 EP, 1 Demo und 3 Alben haben sie bisher raus gehauen, das letzte Album Hollow Earth  erschien 2017. Schon während der bisherigen Karriere fiel schnell auf, dass sich die Jungs viel Zeit für ihre Outputs lassen. Recht so, Musik wie ihre muss reifen, verlangt Perfektion und vorher wird sie eh nicht von der Kette gelassen! 

 

Seit dem 28.02. diesen Jahres ist nun endlich der 4. Longplayer draußen, den erneut ein düsteres Frontcover ziert. Besonders düster ist die Message, die hinter dem Namen und dem Album steckt. Grundfunke war der, dass sich die Oldenburger Krachmacht nach Hollow Earth  hin stellte und der Welt ankündigte: Das geht noch krasser!!!!  Um ihre Message diesmal noch verständlicher zu machen, wird diesmal erstmals sogar auf die Muttersprache zurück gegriffen! Bereits 2014 wurde auf dem Debüt-Album Revenge of the Antichrist  (2014, Ihr seht also: 3-jährige Pause zwischen den VÖ´s lieb gewonnene Tradition) Astharat  bereits als Protagonist in Szene gesetzt, der sich gegen Ende fälschlicherweise als schizophren wähnte und sich daraufhin mehrfach versucht, das Leben zu nehmen. Nun wird das Komplett-Konstrukt beleuchtet: Wie könnte solch eine zerrüttete Existenz sein? Was fühlt diese Person? Der Kontext ist ein auf CD gebanntes Sinnbild dessen, was in uns Allen schlummert: blanke Wut! Tief in uns haben wir alle ein schlummerndes Wesen, ein Zweitgesicht, eine Kreatur, eine Person - was es auch immer ist: es ist etwas, was wir Niemandem zeigen. Und genau das ist unser Embryogott, ein egoistisches Ekel mit Hang zum Sadismus! (teilweise Quelle: Pressetext, hab ihn etwas verändert). Ihr seht schon: dieses Album ist nix für schwache Nerven! Und doch eine Thematik, die uns Alle angeht. Ich bin mega gespannt und deswegen legen wir jetzt los! 

 

Den Anfang macht direkt eine Trilogie. Drei Songs, die nacheinander aufeinander aufbauen. Der große Übertitel ist Requiem Of Liturgy. Wir beginnen mit Act 1 - The Rising. Düstere Sequenzen, ein Aufbegehren, das aufkeimende Übel, Unterwelt, tiefste Tiefen menschlicher Psyche. Drums künden die Ankunft einer schlaflosen Bosheit. Düstere Riffs gesellen sich dazu und fachen das Feuer weiter an, während der Unterwelt gleich gepeinigte Seelen im Hintergrund hörbar sind. Wahnsinnig geil gemacht und wahnsinnig trifft hier sehr gut zu! Was für ein Opener! Weiter geht es mit Act 2 - The Ceremony. Was sich eben düster dystopisch real ankündigte, wird nun entfesselt! Industrial ergießt sich in Wogen über den Hörer, Stakkato-Rhythmen und finsterer Industrial Rock gesellt sich dazu. Astharats Gesang thront über all dem und schneidet rasierklingenscharf ins Fleisch. Einfach nur krass und richtig geil gemacht! Wer hoch steigt, wird tief fallen. Act 3 - The Fall  präsentiert genau das. Horrorfilm-artige Sequenzen, Gekreisch, Chaos, Flammen, Zerstörung, Niedergang, System kollabiert. Nervenaufreibend, aber echt geil gemacht! Weiter geht es mit Faszination. Fette Riffs, düstere Atmosphäre, treibende Beats, Apokalypse auf Erden, Krieg im Kopf. Überall Flammen. Dennoch geht das Monstrum straight nach vorne und lädt zu Eskalation sowie zum Headbangen ein. Astharats Gesang schneidet erneut tief ins Fleisch, ich persönlich fände es aber schöner und vor allem bei DIESER Albumthematik wichtig, dass man ihn auch richtig versteht! Ansonsten echt geil gemacht, aber das mit dem nicht richtig Verstehen ist ein bitterer Minuspunkt. Auch wenn ich gleichzeitig der Meinung bin, dass die Art, wie es gemacht ist, gut zur Gesamt-Thematik passt. Trotzdem schade, wenn die Stimme in Klang-Gewitter untergeht. Ihr findet die Granate übrigens auch auf der Cold Hands Seduction Vol. 216  vom Sonic Seducer! Weiter geht es mit Tausend Augen  und diese knistern und zischen aus den Boxen, bis es bitzelt. Starker Industrial Rock, es geht straight nach vorne, knisternde Sequenzen umgeben die ganze Perle. Astharats Stimme legt sich zwischen all das und kriecht dem Hörer ins Ohr ebenso wie die Gänsehaut, die sich dem kalten Schauer gleich ausbreitet. Starkes Teil, top gemacht! Auch hier werden einige Textstellen vom Sound verschluckt, aber auch hier passt die Art gut ins Konzept. Was für ein innerer Krieg! Auch das dürfte dem Album gerecht werden! Auch diesmal haben die Oldenburger Depressive Dreadheads ein Video erstellt! Und zwar für die Single Marilyn Medusa, die sich nun präsentiert. Wie schleichendes Gift, einer Schlange gleich, kriecht dieses Monstrum behutsam, aber lebensbedrohlich ins Ohr und ins Gehirn. Nervenaufreibend, düster, morbide, bedrohlich, mystisch, in seinen Bann ziehend. Echt krass, was hier diesmal abgeht! Als kurzes Zwischenstück sowohl als Einleitung präsentiert sich der Embryogott. Aufkeimend, kurz, knackig, aussagekräftig, aufschreiend. Wenn das Innere schreit, das Schreien nach außen dringt, weil das Zurückhalten mehr und mehr zur Qual wird und die Fassade bröckelt - dann gewinnt ER immer mehr an Stärke! Auf Stand  greift dann, wie erwartet, die Grundtöne und -schwingungen des Embryogott  ein und versieht sie mit einem aussagekräftigen, einschneidenden Sample, einem Monolog gleich. Melancholische, einschneidende, packende, aufreibende, düstere Klangwellen umspülen den Hörer und Astharats Gesang gibt uns den Rest. Es ist soweit - der Wahnsinn bricht aus! Nachdem wir jetzt einige deutsche Songs hatten, bewegt sich Saint Astharat  mal wieder im englischen Sektor. Hier wird scharf geschossen, überall bitzelt es, der Astharat übernimmt die Kontrolle. Industrial und Noise at its best! Sehr genialer Track mit obercoolem, einschneidenden Gesang! Ein weiteres, kurzes Einleitungsstück ist Embryo. Diese kurzen Sequenzen scheinen die Übergänge der einzelnen Phasen einzuleiten, quasi neue Kapitel und die einzelnen Charakterzüge werden beschrieben. Knackig, nervenaufreibend, düster, packend, echt genial! Gabriel  ist angereichert mit verstörenden Geräuschkulissen, erschreckend schockierenden Szenen, Sequenzen wie von Nachrichten entnommen, gewaltige Klangerlebnisse, ein Sturm der Bilder. Wahrlich nervenaufreibend, aber genial gemacht! Erinnert an die gute alte Industrial / Industrial Rock Zeit der Marke Nine Inch Nails, angereichert mit Horrorfilm Attitüde. Apropos Horrorfilm. Addendum  wäre da auch so ein Kandidat. Eine unheimliche, beklemmende, extrem düstere, schwermütige Atmosphäre umgibt diesen Track, ebenso wie eine tiefe Melancholie und Depression. Astharat singt auf englisch und erneut schneiden die Worte wie eine Rasierklinge ins Fleisch. Definitiv einer meiner absoluten Oberfavoriten! Laut Tracklist auf der Rückseite sind wir am Ende angelangt. Dazu gleich mehr. Mit Third Nostril  erwartet uns auf jeden Fall mit 6:02 das bisher längste Stück und auch das bisher lauteste! Dröhnender, rebellierender, apokalyptischer, alles niederwalzender, selbstzerstörerischer, depressiver, aufstampfender, nervenaufreibender Industrial Metal mit Lyrics, die dem Hörer in den Arsch treten! Krasses, fettes Teil! Technoide Sequenzen bilden das Schlusslicht, die schon darauf hindeuten, dass es das irgendwie noch nicht so ganz war. Immer, wenn man denkt, das Lied wäre zu Ende, ertönt ein weiteres Geräusch. Spannend gemacht! Pustekuchen zwecks Finale! Das kommt jetzt! Ein Hidden Track. Weder vermerkt noch angekündigt. Finde ich klasse, denn nur die Leute, die die CD erworben haben, kommen in seinen Genuss! Unterstütze ich! Euch erwartet hier ein extrem düsteres Horrorfilm Spektakel. Ihr seid quasi Teil des Spektakels. So fühlt es sich zumindest an. Wie eingesperrt im Hive (Resident Evil). Oder in einer eiskalten, leeren, zwielichtigen Fabrikhalle. So lang ist düster ist sonst keinerlei Track dieser CD! Wahnsinnig nervenaufreibend, nix für zarte Gemüter und ultra packend! Das ist mehr als nur Musik! 

 

Fazit: Meiner Ansicht nach entwickeln sich Devil-M immer mehr zu einer Übermacht! Klar kann man grobe Vergleiche mit anderen Bands ziehen, deren Einfluss unverkennbar bleibt. Aber spätestens mit diesem Machtwerk haben sich Devil-M eine Festung errichtet, in der sie nahezu unvergleichbar sind! Hier ist nicht nur Musik abspielbar - die Oldenburger Krachschmiede hat ihren eigenen Horrorfilm gedreht! Dieses Album ist wahrlich nix für die Zartbesaiteten unter uns! Packend, düster, krasse Thematik, eine definitive Weiterentwicklung und in dieser Form wirklich bisher einzigartig! Ich möchte mich ganz herzlich bei den Dreadheads bedanken, dass sie sich die Zeit für dieses Opus genommen haben! Ich persönlich war großer Fan des letzten Meisterwerks, aber hiermit haben sich die Jungs ein Denkmal errichtet! Auf diesen Steinen werden sie ihre Okkult-Stätte bauen! Man hört dem Album an, dass es den Musikern alles abverlangt hat und so eine Thematik, dazu dieser Sound geht an NIEMANDEM spurlos vorbei! Deswegen bedanke ich mich umso herzlicher bei ihnen! Vor allem das Gesamtpaket aus Thematik, Klangwelten, Samples, Atmosphäre, Sequenzen, Frontcover und den römischen Zahlen der Tracklist ist ein Erlebnis, das man NUR als CD genießen kann! PFLICHTKAUF! 

 

Biss bald, stay tuned und wie eben erwähnt: PFLICHTKAUF !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ALSO NUR CD BESORGEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=w8xst7hU8lI    Marilyn Medusa

 

https://www.youtube.com/watch?v=C0A9oQXMLhM    Faszination (vertreten auf Cold Hands Seduction Vol. 216, Sonic Seducer)

Heute geht es um eine Band, die noch ganz am Anfang der Karriere-Leiter stehen und Ihr wisst, dass es meine Mission ist, solche Bands zu supporten und ihnen den Weg mit zu meistern. Ganz besonders im Gedächtnis bleibt außergewöhnliche, eigenständige Musik mit Mut zum Experimentellen. Dabei ist es auch hilfreich, wenn man mehrere Stile miteinander vermischt. Dazu gehören auch Thybeaux.

 

Die Dresdner Experimental / Progressive Rock / Postmetal / Postrocker gründeten sich 2002 und haben in ihrer 18-jährigen (!) Laufbahn bereits viel Schweiß, Herzblut und Tränen in ihre Band gesteckt. Gekrönt wurde das bisher durch 2 EP´s und ein Album. Letzteres hieß Dependere  und erschien 2009. Eine lange Zeit also, in der man nix mehr von der Band gehört hat. Doch auch das zeichnet sie aus: sie nehmen sich Zeit für ihre Werke. Die erste EP erschien 2003, die zweite 2004 und erst 2009 das erste Album. Ich persönlich finde es auch so rum mal interessant, wenn sich eine Band mal mehr Zeit für ihre Werke nimmt und nicht jedes Jahr mit neuer Musik auftaucht. Es gibt Bands, die können das und klingen jedesmal gut. Andere sollten sich mehr Zeit nehmen und wieder andere tun es einfach. Jeder, wie er es vermag. Aktuell besteht die Band aus Sängerin Susann Lohse, Sänger / Growler / Shouter Robert Hiekel, Bassist Matthias Umbach, Schlagzeuger David Schleif sowie den beiden Gitarristen Markus Burig und Julius Töpper.

 

Seit dem 18.01.20 ist nun also endlich der Nachfolger draußen, den Thybeaux schlicht nach sich selbst benannten. Lässt vermuten, dass sie zu sich und ihrem absoluten Sound gefunden haben. Finden wir es heraus! 

 

Los geht es mit The Scope  und wie es der Titel bereits vermuten lässt, führen verzweigte düstere Sounds in die Welt der Dresdner ein. Düstere Riffs, beklemmend anwirkender Bass, atemberaubend schöne Gitarrenklänge, melancholischer Gesang von Susann. Nach und nach erklingen alle Mitglieder der Band und Sänger Robert lässt seine tiefkehligen Growls erklingen. Alles in allem aufwühlender, emotionaler, düsterer, packender Postrock-Metal. Starker Opener! Die Wechsel und Übergänge im Klangkosmos sind besonders beeindruckend! Ein hoch emotionales, gefühlvolles Finale erklingt zum Abschluss und treibt dem Hörer die Tränen in die Augen! Weiter geht es mit Under The Wig  und es bleibt düster, jedoch wird es jetzt bei weitem epischer, kraftvoller, keifender, wuchtiger. Kraftvolle Instrumentierung, kräftig aufbäumender Gesang von Susann, der absolute Befreiungsschlag! Ein gigantisches, aufbegehrendes, angreifendes Monstrum, das hier an der Kette zerrt und dem Hörer die reinste Gänsehaut verursacht! Hin und wieder gibt es seichtere Parts, die allerdings wie die Ruhe vor dem Tornado wirken und wie aus einem Horrorfilm wirken! Sehr geil gemacht, faszinierende Musik und atemberaubende Szenerie! Fast schon Death Metal-ähnliche Momente brechen hier stellenweise aus! Einfach nur woooooooooooooooow! Neben all den längeren Songs haben die Dresdner auch kürzere Zwischenstücke eingebaut, die in die Songs einleiten. Kleine Verschnaufpausen könnte man auch sagen. Across The Contours  ist so eine. Wunderschöne, tief treffende, beeindruckende Klangwelten, betörende Sequenzen und eine gewaltige Kulisse künden vom meisterhaften Bedienen der jeweiligen Instrumente und entführen in die einzigartige Welt von Thybeaux! Einfach wundervoll! Im Anschluss zeigt sich die Beauty Machine  in ihrer ganzen Pracht und trotzdem ihr anderes, beängstigendes Gesicht. Diese Gegensätze werden durch Susanns abwechslungsreichen Gesang klar. Zum einen bösartige Hexe, zum anderen betörende Elfe. Eine gefährliche Mischung! Ich finde es verdammt genial gemacht und ihre Mitmusiker geben dem Hörer mit aufwühlendem, kraftvollem Postmetal den Rest! Es ist nicht immer das, was uns aus dem Spiegel entgegen blickt. Der Spiegel zeigt uns die bittere Wahrheit. Gott Schönheit, du grausames Monstrum! Sehr geil gemacht, danke für diesen ausdrucksstarken Song und seine Message! Weiter geht es mit The Order  und einer weiteren Seite der Band. Atemberaubend schöne helle Klänge, einschneidender Sprechgesang und elfengleiche Gesänge von Susann. Alleine dieser Dreierkombi macht den Song zu einem ganz besonders hell leuchtendem Diamanten! Einfach nur episch und mächtig! Hat auch was mystisches, geheimnisvolles, magisches an sich! Ein starkes Stück Musik, welches in den endlosen Strom der Zeit eingehen wird, um dort als strahlendes Monument zu verweilen! Das hat es verdient! Ab der Mitte wird es nochmal kraftvoll und die Dresdner erschaffen ein magisches Liedlein! Einfach nur atemberaubend schön! Soweit ich das raus gehört habe, erklingt Roberts Stimme auch mal klar und einschneidend. Kann er öfter mal machen! Strange  wird es jetzt. Aber nur der Songtitel. Kraftvolle, aufwühlende, nach vorne preschende Instrumentierung trifft auf kraftvollen Gesang von Susann und auf das tiefkehlige Growlen von Robert. Eine wahrhaft epische, wach rüttelnde Schlacht erklingt da nach all dem Zauber! Metall trifft aufeinander, überall Tote, ein Meer aus Blut, gewaltige Schlachtkulissen entstehen vorm geistigen Auge. Wahnsinnig intensiv und tief berührend, was hier passiert! Alleine optisch passen die Black Lines  da natürlich hervorragend dazu. Den Hörer erwartet aufwühlender, keifender, mit den Krallen scharrender Postmetal, der hier schon sehr starke Ähnlichkeit mit Cradle Of Filth hat! Keifender Metal, Aggressivität, gleichzeitig ruhige Elemente mit kraftvollem Einsatz von Susann, danach wieder episches Gedröhn. Sehr geil gemacht, wahrlich vereinnahmend! Metal ist Krieg, das hört man hier ganz deutlich! Desolation Pt. I  ist das zweite, kurze Instrumental. Verschnaufpause trifft es aber nicht wirklich. Schon dieses kurze Stück deutet an, dass es melancholisch, schwermütig, aufbäumend, depressiv, alles andere als seicht wird. Robert verstärkt den Effekt durch tiefes Growlen im Hintergrund. Also nicht ganz ein Instrumental. Wundervoll, anmutig, dennoch melancholisch und aufwühlend. Da bahnt sich was Finsteres an! Deswegen ganz schnell zu Desolation Pt. II! Die Melodien werden weiter geführt, es kommt etwas zur Ruhe, denn jetzt erklingt sanftes Klavierspiel und ein atemberaubend schönes Flügelhorn! Klassik trifft auf Moderne und vereint sich zu einem atemberaubend schönen, tieftraurigen Meisterwerk! Prachtvolles Instrumental, welches die Vielseitigkeit der Band aufzeigt und beweist, dass sie auch überraschen können! Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet, sehr genialer Schachzug! In Obedience  greift einige kleine Parts der letzten beiden Instrumentals mit auf. Klassische Elemente, Experimental, Postrock, Blues, kraftvoller Sprechgesang von Susann, der wieder die diabolische Seite zeigt. Danach mimt sie die Sirene, die den Hörer lasziv umspielt und besingt! Zudem kommt kräftiger, packender, emotionaler Gesang dazu! Stakkato-Rhythmen übernehmen das Ruder, bevor es in tonnenschweren, melancholisch-melodischen Postmetal übergeht. Was für ein Kraftpaket, das vor Abwechslung und steter Steigerung nur so strotzt! Einfach nur geil und künstlerisch auf sehr hoher Qualitäts-Ebene! Natürlich darf da auch Roberts markerschütterndes Growlen nicht fehlen! 9 Minuten, die spannender nicht sein könnten und die volle Pracht der Qualitäten und Leistungen jedes einzelnen Mitglieds offenbaren! Wer hier Langeweile verspürt, hat keine Ahnung von guter Musik! Besonders, wenn Susann und Robert gemeinsam agieren und um die Wette keifen, ist das die reinste Gänsehaut, die in Intervallen über die Haut rollt! Wahrlich übermächtig! Nach all dem erwartet uns One empty Shelleine leere Hülle, Dementsprechend düster, melancholisch, einschneidend, bedrückend, Horrorfilm-artig wird es hier auch. Susann packt ihre diabolisch-melancholisch-kraftvolle Seite aus, die offenlegt, wie eindrucksvoll und genial sie agieren kann! Roberts Growlen wird aggressiver und die Mitmusiker kreieren einen gespenstischen, aggressiv düsteren, brutalen Sound. Wahrlich überrollend und wirklich Jeder sollte hier raus hören, worum es geht! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber wisst Ihr, was jetzt noch fehlt? Ein richtig geiles, fettes Finale, einem Feuerwerk gleich! Das erwartet Euch in Form von Prism. Wunderschöne, melancholische, traurige Klangwelten, wundervolle Melodien und Susanns tief treffender Sprech- und Klargesang machen ganz klar deutlich, worum es geht. Das besungene Ich lässt an seinem Werdegang, seinem Leben teilhaben. Persönlicher geht es nicht mehr! Mit der Zeit kommen leichte, aber kraftvolle Drums dazu. Das besungene Ich blickt auf sein Leben zurück und schlagartig prescht es in düster melancholischen Postmetal um, der sich tonnenschwer und massiv aus den Boxen walzt und direkt unter die Haut geht! Ein aufwühlendes, höchst emotionales, gewaltiges, mächtiges, einschneidendes, nachhallendes Finale, das solch einem Album gebührt! 

 

Fazit: Ich habe wirklich schon viele unterschiedliche Musikrichtungen und -kombinationen gehört. Und natürlich ist gerade das Genre Postrock, Postmetal voll von starken, faszinierenden Bands. Aber mit Thybeaux haben wir einen ganz besonders glanzvollen Vertreter am Start und es wird Zeit, dass die Dresdner das Gehör bekommen, was ihnen zusteht! Extrem abwechslungsreich, wahnsinnig talentiert, fokussiert und jedes einzelne Mitglied ist ein wahrer Meister in seiner Position! Die Musiker sind wirklich wahnsinnig talentiert und das Gesamtbild spricht von einer reinen Einheit, die alle ergeben! Zudem stehen mit Susann und Robert zwei mega gute Stimmen am Mikro, die die Kirsche auf der Sahne ergeben! Welch Stimmspektrum da aus Beiden heraus kommt, ist schier der pure Wahnsinn! Besonders Susann hat mich schier umgehauen! Was für eine Stimmgewalt! Die Band hat in ihrer Konstellation die absolute Perfektion erreicht und tatsächlich zu ihrem Sound gefunden! Zum Album: hier wird eine wahrlich düstere, packende, spannende Geschichte erzählt, die nix für schwache Nerven ist! Soweit ich es verstanden habe, geht es um die Götter Zeit und Schönheit in all ihren, teils verstörend hässlichen, Facetten. Susann und Robert stellen die Gegensätze dar: Werdegang, innere Zerrissenheit, Auflehnung, Teilung bis ins Innerste, Leben, Tod, Verfall. Die Intention, mit der die Beiden und ihre Mitstreiter hier agieren, verdient eine Auszeichnung und verleiht ihnen etwas wirklich Eigenständiges! Zudem verleiht es der Story eine wahre Authentizität, die man bei solch einer Story erwarten kann! Nix ist wie es auf den ersten Blick scheint, Überraschungen und Gegensätze, versteckte Hinweise, geniale Metaphern - das Leben selbst findet hier statt! Ich bin wirklich sprachlos und überaus fasziniert davon, was noch alles so möglich ist im dunklen Musik-Universum! Ich weiß auch, dass Bands, die Songs schreiben, die viel über 4, 5 Minuten gehen, Schwierigkeiten haben, Gehör zu bekommen. Oft wird über Langatmigkeit gemeckert, nach kürzeren Songs verlangt, die Leute wollen und können nicht mehr lange zuhören, vielen wird schnell langweilig. Dazu kann ich nur sagen: wer mit so was bei Thybeaux um die Ecke kommt, hat keinen Plan von guter handgemachter ehrlicher Musik! Klar sind Geschmäcker verschieden. Aber gebt Euch nen Ruck und erschreckt nicht vor der Zeit, die das Abspielgerät anzeigt! Nehmt Euch ein Beispiel am Album, seiner Message und werdet Euch bewusst, dass das, was Euch wirklich erschrecken sollte, die Tatsache ist, wenn man gegen Ende feststellt, dass man seine Zeit nicht genutzt hat ...

 

Biss bald, stay tuned, tausend Dank an Thybeaux für dieses Meisterwerk und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig  

Die heutige Band ist ein ganz besonderes Sternchen am weiten Firmament des schwarzen Musik-Universums. Vom absoluten No Name zu einer respektablen Größe im Dark Electro war es ein weiter Weg und ein Mann hat es geschafft: Jan C. Hoffmann! Wenn dieser Name fällt, kann nur eine Band gemeint sein, um die es heute geht: DESASTROES

 

2010 rief der Mann aus Nienburg Weser sein Projekt ins Leben, das sogar eine Zeit lang als Trio agierte. Daraus ging Björn Miethe mit seiner eigenen Band System Noire  hervor. Gemeinsam bespielten sie das eine und andere Mal das Nontox während des WGT. Alleine das spricht für den Erfolg von Jan! Neben etlichen Vorab-Veröffentlichungen und so mancher gelungener Cover-Version (u. a. Wicked Game  von Chris Isaak) und einer sehr witzigen Variante des Centhron-Überhits Cunt (er machte daraus die Weihnachts-Version Krokant) hat er inzwischen 4 Alben unters schwarze Volk gebracht. Eines erfolgreicher als das andere! Das Erstaunliche ist jedesmal die Weiterentwicklung und Erweiterung der musikalischen Qualitäts-Merkmale. Zuletzt bewies Jan mit seinem 2017er Werk Schwarz wie Obsidian - Offenbarung I : Parasit  die perfekte Mischung aus ergreifenden Synthie Pop Balladen, herzzerreißenden Duetten mit Maria Fendler (ex-Unterschicht), packenden Themenbereichen, düsterer Eleganz, tiefschwarzen Anklagen gepaart mit modernen Märchen und einem derben Seitenhieb auf die aktuelle Zeit, emotinalem Klargesang und Entfesslung der Wut durch tiefschwarze Growls  und verschiedenster Dark Electro Spielarten. Um es zusammenzufassen: Desastroes haben ihren Sound gefunden! 

 

Wie der Vorgänger alleine schon durch seinen Titel verrät, war dies nur der Anfang. Jan verfolgt eine zusammen hängende Geschichte, die nun seit dem Februar 2020 ihre Fortsetzung gefunden hat. Im Gegensatz zu Teil 1 beinhaltet Offenbarung II - Dornenherz  zwei CD´s. Ich vermute, dass es daher zwei Kapitel werden. Offenbarung I - Parasit  endete mit dem tragisch schönen Duett mit Maria Fendler namens VERLOREN IM LICHT: Und nach der Vorlage bin ich jetzt mega gespannt, wie es weiter geht! Zudem ist das Cover Artwork ein wahrer Augenöffner, ebenso ansprechend wie das Cover eines Buches, das einen im Buchladen magisch anzieht. Deswegen direkt anschnallen und folgt mir auf die Reise in die Welt von DESASTROES! 

 

Ebenso wie beim Vorgänger wird das Werk durch einen Weg bereitenden Einsteiger eröffnet. OFFENBARUNG II - TIEFER  ist extrem episch, tief treffend, melancholisch, geflutet von dunkel-weichen Wogen und offenbart, dass der Nachfolger nahtlos an die Geschichte anschließt. Ich bin einfach nur sprachlos und zutiefst berührt von diesem epischen Intro! ALL THE GLORY MUST DIE  sagt im Anschluss eigentlich schon alles. Gesellschaftskritisch, zutiefst emotional, aufrüttelnd, bei weitem noch deutlicher als der Vorgänger und dabei auch noch extrem gefühlvoll. Am gelungensten finde ich bei Jan die perfekte Mischung aus deutschen und englischen Lyrics - perfekt aufgeteilt pro Song und sogar im Song! Tausend Dank für diese wundervollen, direkt treffenden Worte Jan! Wer soziale Ungerechtigkeit in musikalischer Umsetzung hören will, höre hier bitte ganz genau zu ... ! Anders als bei Kapitel I (also dem 2017er Vorgänger) hat Jan hier wieder einige kleine Zwischenstücke eingebaut, die perfekt in die Songs einleiten. So auch bei EINE FRAGE DES GLAUBENS. Tiefschwarze Sequenzen, einschneidende Samples, tief treffende Melodien. Einfach nur geil gemacht! Zudem wird klar, was Jan mit dieser Einleitung und dem folgenden Song KEINE GÖTTER  sagen will. Religionen, fanatischer Glaube, Glaubenskriege - das sind die blutigsten Krankheiten aller Zeiten! So auch zu hören auf Virus Mensch  der Dresdner Electro-Rocker BattleScream. Jans hier platzierte Anklage wird mit düsterem Flüstergesang und treibendem Dark Electro ans Volk gebracht. Er appelliert an die wahre Macht: Herz und Verstand! Einfach nur stark und erneut mit wahrer, packender Lyrik versehen! Hier ist übrigens auch der Gitarrist Hannes Riedemann vom Vorgänger zu hören. Seine sägenden Klänge passen perfekt in den Song! DECIDE (Anti-Trump) sollte ebenfalls klar machen, was Jan hier verfolgt. Sich klar politisch zu äußern, birgt natürlich immer ein Risiko und lange stand es auf der Kippe, ob man überhaupt noch Samples verwenden kann. Dennoch hat Jan ein packendes, wahres, hinterfragendes Dark Electro-Club Biest geschaffen. Mutig, mutig! Und durchaus gelungen! Mich persönlich erinnert der Track an die gute alte Covenant Zeit! Hach ja - wir schwelgen doch gerne in schwarzer Erinnerung! VON KÖNIGEN UND POLARBÄREN  hingegen ist das komplette Gegenteil. Heller, tieftraurig-melancholischer Synthie Pop mit treibenden Beats und, auch wenn der Titel was anderes vermuten lässt, ein tief einschneidender Text erobern im Sturm das Herz des Hörers. Auch für dieses Album hat sich Jan prominente Gäste an Bord geholt. Hier wird er durch Kai Vincenz Nemeth (In Good Faith) & Dino Serci (Schwarzschild) unterstützt. Sie helfen ihm bei einem Vermächtnis, welches wir vielleicht in wenigen Jahren nur noch in Zoos, Tierbüchern und Museen erleben werden. Das Eisbären-Sterben hat Ausmaße angenommen, die nicht mehr zu ignorieren sind. Das Schmelzen der Pole und der Mensch sind der Tod für diese prächtigen Tiere. Sind wir noch zu retten?  fragen die Drei im Refrain. Ich hoffe es, denn die Polar-Giganten DÜRFEN nicht aussterben! Allerdings hängt es an einem SEHR dünnen Faden, der fast abreißt ... Also lasst den Text wirken, geht in Euch, führt es Euch vor Augen und fangt an umzudenken! Ich kann Euch nur beschwören! Tausend Dank an die Jungs für diese Zeilen und diesen ultra wichtigen Song!!!! Ein weiteres Duett findet sich direkt im Anschluss. Schon auf dem letzten Album hat uns Jan mit Balladen über die Damenwelt fasziniert. Zusammen mit Karina Herzenberg ist ihm hier ein toller Song mit Text zum nachdenken gelungen, der Einblicke in das Leben einer jungen Frau gewährt. Jan erzählt über sie, während Karina im Refrain die Besungene übernimmt. Jans warme dunkle Stimme, Karinas elfengleicher Gesang - perfekte Kombination, wundervoll eingesetzt, perfekte Rollenverteilung und ein packender Text mit Gesellschaftskritik und einer bewegenden Lebensgeschichte - einfach nur genial, wunderschön und als Motivation an ähnliche Lebensgeschichten gedacht! So ist sie - die FUNKENMARIEDIE TOTGEGLAUBTE  ist das zweite kurze Einleitungsstück, welches durch Jans Stimme und tief bewegende Melodien lebt. Er schafft es wirklich jedesmal, Texte zu erschaffen, die sich in die Seele brennen und genau das Herz treffen! Meterdicke Gänsehaut ist hier vorprogrammiert! Perfekte Einleitung für RASEREI (Elizabeth Part II)! Auf dem letzten Album erfreuten uns Jan und Maria Fendler mit ihrer Hommage an Gräfin Elizabeth, die sich darüber sicher gefreut hätte! Besonders über die Verkörperung ihrer Person durch Maria, die ihr Stimme und Ausdruck verlieh! Part II singt Jan alleine und führt die Geschichte packend und bewegend weiter. Emotionaler Klargesang trifft auf düsteren Flüster-Keif-Gesang. Was für eine gelungene, starke, ergreifende Fortsetzung mit tanzbaren Beats! Kein Verbrechen wird je vergessen und der Mord an ihr durch ihren Mann hat durch diese beiden Erzählungen ein würdiges, starkes Monument erhalten! Danke dafür! CD 1 endet mit einem Track, der 2018 bereits in Form einer EP zu hören war und hier nun in der Album Edit  vertreten ist: HVNGER! Und wisst Ihr, was das Beste ist? Maria Fendler ist auch hier wieder zu hören und es ist immer wieder wundervoll, wie schön sie singen kann und perfekt ihre Rolle rüber bringt! Ein Lied über eine zerrüttete Beziehung, aktuelle gestörte Beziehungsformen und die Gier nach Zerstörung sowie Vereinnahmung des Anderen. Wummernder Electro, starker Text und zwei umwerfende Stimmen, die ihre Rolle perfekt gesanglich an den Hörer bringen - ein würdiger Ausklang für CD I! Teil 2 oder für mich Kapitel 2 von 2 (verwirrend, ich weiß) - also für Euch Teil 3 von Kapitel 2, muss natürlich zur Eröffnung eine Brücke zwischen beiden CDs und vielleicht sogar zwischen Offenbarung I & II  schlagen. Das übernimmt treffender weise DER ÜBERGANG. Ein kurzes, aber ebenso mächtiges wie episches Intro wie bei CD I und dem Vorgänger. Keifende, wütende, tiefschwarze Worte eines düsteren Inneren und eine Horrorfilm-reife Inszenierung dieses Monologs mit dem inneren, finsteren Ich ergeben den perfekten Opener! Einfach nur stark! Ob es dann jetzt allgemein düsterer wird und das geschundene, tiefschwarze Ich seinen Part erhält? Finden wir es raus! UNWESEN  lässt es zumindest vermuten! Stampfender Dark Electro mit EBM Anleihen, extrem tanzbar, ein düsteres modernes "Märchen", ein tiefschwarzer Spiegel unserer Gesellschaft, die perfekte Melange aus keifendem Gesang und emotionalem Klargesang, dazu anklagende Worte - einfach nur genial und der ultimative Mittelfinger gegen Bestie Mensch! Ich bin fasziniert von Jans Worten! Deutlicher hätte man es nicht machen können und die perfekte Darstellung beider "Wesen" - einfach gelungen! MELANCHOLIA  hingegen bewegt sich fernab davon. Es bleibt zwar in gewisser Weise tanzbar, aber wie es der Titel schon sagt, wird es hier extrem melancholisch, bewegend, einschneidend, packend. Ein Hilferuf der gepeinigten wunden Seelen, die nach Eurer Führung und Euren Herzen betteln. Melancholia - der Ort ihres Inneren, ihrer Sammelstätte. Deutsch trifft auf Englisch, die Verlorenen und Außenseiter erhalten Stimme und den nötigen Respekt - mehr geht nicht! Einfach nur packend, wunderschön und zum Nachdenken anregend! Zumindest hoffe ich, dass die Hörer das tun ... Jeder, wirklich JEDER, kann in die Situation der Besungenen kommen! Ich bitte, dies niemals zu vergessen! ... ALTE ASCHE wird durch eine Telefon-Sequenz eingeleitet, bevor wundervolle Melodien und wummernde Bässe das Ruder übernehmen. Jan kehrt hier komplett in sein besungenes Ich ein und berichtet bewegend von dem traurigen Schicksal seines besungenen Ichs. Definitiv einer der Songs, die den Hörer direkt ansprechen, lebensnah zu berichten wissen und dem Hörer viel lebenswichtiges mit auf den Weg geben. Einfach nur genial gemacht, wunderschönes trauriges Lied und ein weiterer packender Text! AUF DER FLUCHT ist ein weiteres, kurzes, aber einschneidendes Zwischenstück, welches Jan selber eingesprochen hat und in ein weiteres, uraltes Märchen überleitet, welches hier modernisiert wird: BABA JAGA! Eingeleitet wird es durch ein tief bewegendes Sample einer Nachrichten-Sprecherin, die uns darüber aufklärt, dass es auch um ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte geht. Erneut verkörpert eine weibliche Gesangspartnerin die Frau, um die es hier mit geht und erneut ist es Karina Herzenberg, die teils mit verzauberndem Klargesang, teils mit keifendem Flüstergesang agiert. Geiles, packendes, ausdrucksstarkes, der Märchenfigur gerecht werdendes Lied mit noch stärkerer Message, packender Lyrik und zwei wunderschönen Stimmen, die öfter zusammen singen sollten! Mehr von Karina hört Ihr übrigens zusammen mit ihrer Schwester Anita Herzenberg, denn die Beiden verzaubern uns mit ihrem gemeinsamen Projekt Vermillion, welches ich Euch ebenfalls bereits über meine Homepage vorgestellt habe. Ich kann Euch ihre Musik nur wärmstens ans Herz legen, die Damen wissen in andere Welten zu entführen! Direkt im Anschluss gibt es ein weiteres Duett mit Maria Fendler und die Beiden wissen erneut zu verzaubern. Eine melancholische, tief treffende Düster-Ballade erwartet Euch hier und als Herz- & Titelstück erzählt DORNENHERZ  auch, wie es zu seinem Titel kam. Einfach nur wunderschön, bewegend und von der ersten Sekunde an verzaubernd! Und auch bei NEONLICHTSYMPHONIE  arbeiten die Beiden ein letztes Mal für dieses Album zusammen. Treibende Bässe, dunkle Eleganz, der wundervolle Sound der 80er und 90er in aufgepeppter Form, eine weitere Dunkelromantik-Ballade, eine wunderschöne Geschichte einer Liebesgeschichte aus der Szene - wahrlich magisch und höchst ansteckend! Das wird ein neuer Ohrwurm von DESASTROES! Sehr zu empfehlen! Da das Lied vom Kennenlernen im Club erzählt und die Lichter der Tanzfläche eine zentrale Rolle spielen, hat es seinen Titel erhalten. Voll schön! Es wird besinnlich und gleichzeitig höchst tanzbar und bewegend sowie lebensnah. So präsentiert sich die HEIMKEHR. Eine weitere wunderschöne Dunkelromantik-Ballade, die das Herz wie Butter in der Sonne schmelzen lässt! Passend zur HEIMKEHR, die ja oft durch tobende Wellen und peitschende Winde gezeichnet ist, markieren DUNKLE WASSER  das endgültige Finale von CD II. Ein kleines, kurzes, aber erneut einschneidendes Zwischenstück, welches schon für Kapitel 3 anheizt. Die Spannung steigt! Ich brenne darauf! Und es wird noch düsterer und epischer wie es den Anschein erweckt!

 

Fazit: Ich bin wirklich sprachlos, was DESASTROES aus sich gemacht haben! Vom absoluten No Name zu so einer Wucht - das ist der Traum eines jeden Künstlers, der in seinem Hobby-Keller an Songs bastelt, sie der Welt präsentiert und die einschlagen wie eine Bombe! Jan C. Hoffmann legt uns hier eine überaus gelungene, epische, noch düstere Fortsetzung von Offenbarung I  vor! Noch einschneidender, noch packender, noch düsterer, noch mehr offenbarend und die Spannung auf Kapitel 3 steigert sich ins Unermessliche, wozu auch noch DUNKLE WASSER  beiträgt! Ich bin einfach nur überwältigt, was Jan mit Offenbarung I & II  erschaffen hat und möchte mich einfach aus tiefstem Herzen dafür bedanken, was hier alles angesprochen wird und dass er uns zeigt, wie Schwarz zu klingen hat! Kompromisslos, unbezwingbar, anklagend, abrechnend, zutiefst ehrlich und extrem abwechslungsreich! Ein Künstler, der sich nicht verbiegen lässt und für alles die richtigen Worte findet, die den Hörer bewegen und treffen sollen! Zudem gibt es auch hier wieder wunderschöne Duette mit Gästen, die man unbedingt wieder in Verbindung mit Jan hören will! Dankeschön auch an euch, eure Beiträge, eure Rollen und die perfekte Umsetzung der jeweiligen Rollen! Hier ist ein Mammut-Projekt entstanden, welches ich jedem wahren Düsterherz nur empfehlen kann! Zudem ist das Album mit so tollen Fotos, allen Texten und einem so schönen Cover Artwork versehen, dass man sich die KAUFEN MUSS! SOWAS GEHÖRT INS REGAL; IN EINE VITRINE UND NICHT BLOß DOWNLOAD IRGENDWO GEZOGEN! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

https://www.youtube.com/watch?v=sSlD_IdXrJk    ALL THE GLORY MUST DIE (mit Text)

 

https://www.youtube.com/watch?v=ojJ-FZkditk    FUNKENMARIE FEAT. KARINA HERZENBERG (mit Text)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Df18zUhTJV8    DORNENHERZ FEAT. MARIA FENDLER (mit Text)

Wie Ihr wisst, schreibe ich besonders gerne für Newcomer. Ihnen den Weg mitzubereiten, ihren Erfolg zu pushen, ihnen einen Namen machen - das ist meine Mission, das ist was ich bezwecke! Deswegen freut es mich wahnsinnig, Euch heute einen weiteren funkelnden Stern im dunklen Musik-Universum vorstellen zu dürfen: The Silenced!

 

Die Band besteht aus drei ehemaligen Ex-Hevein Mitgliedern, nämlich Sänger Juha Immonen, Gitarrist Janne Jaakkola und Bassist Tomi Koivunen. Dazu gesellen sich Gitarrist Janne Virtala und Schlagzeuger Joonas Osara. Entstanden ist die Band aus unerbittlicher kreativer Wut und Zorn, welche durch die trostlose Welt, die in den Nachrichten präsentiert wird, hervor gerufen werden. All das führt zu vielseitigem, hart groovendem Metal aus Finnland, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Die Jungs selber bezeichnen ihren Stil als wütenden Sturm, der von den Elementen des Groove Metal und Deathcore aufersteht! The Silenced - Die zum Schweigen Gebrachten! A Voice for the Voiceless! 

 

Seit dem 14.02. ist nun auch das Debüt-Album Orator  via Out Of Line erschienen, nachdem eine EP und zwei Singles schon gut Blasen geworfen hatten! Das Artwork spricht schon Bände und ich finde es sehr genial gemacht! Es wird Zeit, sich dem Klang hinzugeben! 

 

Passenderweise geht es auch direkt mit einer Single los! Resist to Exist  weiß auch schon ordentlich Staub aufzuwirbeln! Derber Metal, Stakkato-Rhythmen, kunstvolle Breakdowns, mitreißender Refrain, tausende Liter Herzblut, nordische Eleganz, wütendes Gekeif von Juha. Widerstehen um zu existieren (Übersetzung des Titels), das große Aufbegehren, Nein sagen - das alleine spricht Bände und erklärt das Soundgerüst! Sehr geiler Opener und ein extrem wütendes Deathcore Biest! Unermüdlich, unerbittlich, gnadenlos rollt sie stetig vorwärts, unaufhaltsam, für Manche unmerklich - die End Machine! Dementsprechend düster, tonnenschwer und bedrohlich walzt sich dieses Monster auch aus den Boxen! Sehr geil gemacht! Das ist Endzeit in Musikform! The Tyranny of Words  sagt natürlich auch schon alles. Die Tyrannei  der Worte, die Unterdrückung, das Stumm-Machen der Masse,  das unaufhörliche Niederprasseln der Worte ins Gehirn - die Maschinerie ist wahrlich unerbittlich! Umgesetzt wird das mit tosendem, krachgewaltigem Modern Metal mit kraftvollem Klargesang. Richtig stark! Die zweite und bisher letzte Single ist Death on the Rise  und passend zum Namen ist sie extrem düster, mit düsterem Gekeif angereichert, pure Endzeit, wütendes Gedröhn. Tod auf dem Vormarsch, Freiheit in jeglicher Form stirbt, ebenso wie Sitte und Anstand. The Silenced sind der bitterböse, düstere Spiegel der aktuellen Zeit! Omnigma. Ein Titel, der die Phantasie anregt, den Geist beflügelt und auf eine Reise schickt. Tieftraurige, einschneidende Klangwelten flammen hier auf und entführen den Hörer in wundervolle, dennoch trostlose und verbrennende Welten. Der Grundton der Medien, den sie verbreiten, legt sich über alles und verdeutlicht die Dringlichkeit, endlich zu rebellieren! Ansonsten wird dies das Lied, welches auf unserer Beerdigung spielt ... Packendes, bewegendes, tief treffendes Instrumental! Dazu passt Metanoia  natürlich perfekt. Das Geräusch tiefster Entspannung, das Befreien des Geistes, buddhistische Ruhe und Chöre bestimmen den Grundtenor. Ein wahnsinnig spannendes, geniales Lied! Sehr geil gemacht, danke dafür! Ab der Mitte kommt kräftiger Klargesang und erleuchteter Metal dazu. Wahnsinnig intensiv und entspannend! Gleichzeitig aufrüttelnd und man spürt, dass etwas nicht stimmt. Da weiß Jemand, was er tut und versteht sein Handwerk! Arguments of Ignorance. The Silenced nehmen wahrlich kein Blatt vor den Mund und kreiden gnadenlos alles und jeden an, der es in diesen Zeiten verdient hat! Pfeilschneller Trash Deathcore Groove Metal ist das Ergebnis und einfach die pure Anklage! Conditioned Thought PatternsKonditionierte Gedankenmuster. Die Message der Finnen wird immer deutlicher! Gezielte Gedankenmanipulation der Massen durch die Medien, verdrehte Wahrheiten, vorgegebene beeinflusste Meinungen, dauerhafte Beschallung. The Silenced setzen das musikalisch mit düsterem, tonnenschwerem, walzenden Modern Deathcore Metal um! The Semmelweis Reflex. Auf den ersten Blick klingt das voll dämlich, ich weiß! Die Erklärung leuchtet dann aber umso mehr ein! Als Semmelweis-Reflex wird die Vorstellung beschrieben, dass das wissenschaftliche Establishment eine neue Entdeckung quasi „reflexhaft“ ohne ausreichende Überprüfung erst einmal ablehne und den Urheber eher bekämpfe als unterstütze, wenn sie weit verbreiteten Normen oder Überzeugungen widerspricht. Wisst Ihr Bescheid und jetzt auch, warum er hier vertreten ist. Lautstarker, höchst moderner, pfeilschneller, höchst dramatischer, düsterer, angriffslustiger Death Trash Core Metal ist das Resultat! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber das Album endet nicht ohne einen glanzvollen Abgang! Den gibt es in Form von BeyondThePale. Ein prominenter Gast ihr hier auch vertreten: Max Lilja (Ex-Apocalyptica, ebenfalls Ex-Hevein) steuert hier einschneidende Cello-Passagen bei! Was ansonsten hier erklingt, ist unkategorisierbar. Bewegender, berauschender, entspannender, trotzdem aufrüttelnder, fast schon erleuchteter Metal erklingt hier, der einfach nur überwältigend ist! Was für ein packendes, spannendes, faszinierendes, unfassbar geniales Finale! 

 

Fazit: Ein ausgereifteres, derberes, realistischeres musikalisches Zeugnis unserer Zeit hätte es gar nicht geben können! The Silenced - eine finnische Band, bestehend aus gestandenen Musikern, die zum Großteil entsprechendes Talent inklusive Vorerfahrung mitbringen und sich als äußerst talentiert erweisen! Dazu ein Sänger, der es mit verschiedenen Stimm- und Gesangslagen schafft, das komplette Spektrum der aktuellen Zeit und seine Wut darüber darin zu verpacken! Zudem hat er hiermit bewiesen, was alles aus seiner Kehle dringen kann! Hevein klingt hier definitiv raus, das können die Musiker nicht abstreiten und wahrscheinlich nicht ablegen. Die Frage wäre, ob es überhaupt gewollt wäre. Aber The Silenced ist ein eigenständiges, unverkennbares Unikat, das Euch gnadenlos den Spiegel vorhält und Euch zum Nachdenken zwingt! Tausend Dank dafür und eine neue wütende Generation können wir im Metal durchaus brauchen! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=p1bEehOROB4    Resist to Exist

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=xsJ3X5yR5HU    Death to the Rise

Heute gibt es den heißesten Export aus Italien, beheimatet in Berlin, den die Dark Rock Szene zu bieten hat! Vom No Name zu absoluten Shooting-Stars entwickelt, kann diese Jungs nix stoppen! Die Rede ist von Vlad In Tears

 

2007 wurde die Band von den drei Brüdern Kris (Gesang, Piano), Lex (Gitarre bis 2012) und Dario (Bass) gegründet. Am Schlagzeug platzierte sich ihr bester Freund Alex (bis 2013) aus Kindertagen. Seitdem ist viel passiert, viel Bewegung fand im Line-Up statt. Neben Kris und Dario sind heute Gitarrist Illia Ioffe (seit 2017) und Schlagzeuger Cosmo Cadar (seit 2013) mit an Bord. 6 Alben wurden inzwischen veröffentlicht, das letzte, Souls In Sale  genannt, erschien 2017 und wir befinden uns im 13. Bandjahr.

 

Grund genug, ein neues Album rauszuhauen! Das haben die Jungs am 14.02. über Echozone getan! Dead Stories Of Forsaken Lovers  klingt nicht nur spannend, sondern sieht auch noch sehr schick aus! Ob es sich um ein Konzept-Album handelt und worum es geht, erfahrt Ihr jetzt! 

 

Es geht auch direkt mit einer Single los! We Die Together  entpuppt sich als schnelle, düstere, packende, magische Dunkel-Perle, die extrem Lust auf mehr macht! Düsterer Klargesang, magische Atmosphäre, Vampir-Romanze. Starker Opener, perfekte Single-Wahl und macht extrem süchtig! Weiter geht es mit Tonite  und der Vierer beweist erneut, dass er vielseitig musikalisch agiert. Western Hard Rock erklingt hier mit sägenden Gitarren, 80er Jahre Friedhof-Flair und sorgt in der Nacht für heiße Stunden! Obercooles Teil! Danach präsentiert sich die 2. Single, die sogar als Vorab-Appetizer ausgekoppelt wurde und einen besonderen Gast beinhaltet: Born Again  wurde nämlich mit Lex Wohnhaas (Megaherz, Autor)  aufgenommen! Kraftvoller, lebensbejahender Dark Rock ist das Ergebnis! Ich muss allerdings paar Punkte abziehen, denn Lex ist kaum zu verstehen! Das geht gar nicht, ich bitte da künftig drauf zu achten! Ich finde die Video-Version deutlich besser! Positiv hervor heben muss man, dass sogar Kris diesmal stellenweise deutsch singt! Abgesehen vom fetten Minus eine starke Nummer und perfekter Vorbote! Every Day It´s Gonna Rain  hingegen ist eine tief treffende, bewegende, packende, melancholische Dark Alternative Rock Ballade. Man sagt, wenn es nur noch regnet, sollte man die Beziehung beenden. Das erklärt natürlich alles. Echt toll gemacht und musikalisch perfekt umgesetzt! Dead. Manchmal reicht ein Wort aus, um zu wissen, worum es geht. Hier präsentiert sich eine kraftvolle, packende, melancholische Dark Rock Ballade, die trotzdem eine gewisse lebensbejahende Note innehat trotz tragischem Text. Im Refrain packt Kris sogar mal wieder die Rockröhren-Reibeisen-Stimme aus. Schönes Lied und letzte Single! Sleep Lover Sleep  entpuppt sich schon in den ersten Sekunden als einer meiner absoluten Favoriten! Tieftraurige Klänge, melancholisch hingehauchter Gesang, wunderschöne Melodien, verzaubernder Dark Rock! Was für eine wunderschöne, dunkel-romantische, traurige Perle! Unbedingt anhören! Felt No Pain  beginnt sogar mal mit einer elektronischen Note und verpackt den Reiz uralter Friedhof-Schocker in modernen Dark Rock. Sehr cool gemacht, geht gut ab und macht Stimmung! Ein must play auf jeder Halloween-Party! Der Regen wird auch noch einmal thematisiert. Und diesmal tragischer, melancholischer, packender, mitreißender. Einfach Heavy Rain. Spätestens da sollte man aufhören, bevor es garstig wird. Was bei so einer Thematik auch nicht fehlen darf, sind Broken Dreams. Die werden kraftvoll, mit viel Bombast, Herzblut und einschneidend raus geblasen. Starkes Teil! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber Vlad In Tears haben sich was ganz Schickes zum Schluss aufgehoben. Bei aller Traurigkeit und Dramatik: Tears Won´t Fall, auch wenn es noch so schmerzt! Mit dieser Rock-Sau könnt Ihr bestärkt und mit frischem Tatendrang zu neuen Taten schreiten! Irgendeinen Sinn hat alles. Manches ist nur schwerer zu erkennen ...

 

Fazit: Meiner Meinung nach gehören Vlad In Tears zu den Bands, die mit jedem Album noch besser werden und sich mit jeder neuen Platte weiter entwickeln! Souls In Sale  fand ich persönlich schon sehr stark und war bis dato meine Lieblingsplatte, mit dem neuen und 7. Meisterwerk überbieten sie das aber noch! Abwechslungsreich, wundervolle Erzählungen, eine packende Story zieht sich durchs Album, unterschiedliche Emotionen, wunderschöne Melodien, astreiner Gesang und eine rundum packende Atmosphäre! Man leidet überall mit! Vielen lieben Dank für dieses starke Album! Ich möchte nochmal auf meinen Tipp hinweisen, auf den Gesang zu achten, denn nix ist wichtiger als gut verständlicher Gesang! Damit steht und fällt alles! Darauf bitte achten, dass er nicht im Sound-Gewitter untergeht. Ansonsten Hut ab für eine starke Leistung! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=TTs1M1b40Wc    Born Again feat. Lex Wohnhaas (Megaherz, Autor)

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZyfCrIvfBYI    We Die Together

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=2aDCQb8Gaj8    Dead

Die heutige Band kann man mittlerweile auch zu echten Shooting-Stars der Szene zählen! Wo sie auftauchen, bebt die Halle und die Fans sind begeistert! Sie bewegen die Massen - und das durch Härte, viel Gefühl und ihre Texte! Alles, was die Jungs rausbringen, wird ein Erfolg! Die Rede ist von Unzucht

 

2009 gründete sich die Band um Frontmann Der Schulz und Gitarrist sowie Zweitstimme Daniel De Clercq aus Hannover. In diesem Jahr feiert die Unzucht also ihr 11-jähriges Bestehen! Wenn das kein Grund zu feiern ist! Sie haben mittlerweile jedes namenhafte Szene-Festival bespielt, auch einige Metal-Festivals waren dabei und ihre Diskografie umfasst 5 Alben sowie eine Live-Platte und 4 EPs. Zuletzt erregten sie die Massen mit dem 2018er Werk Akephalos. Zudem gab es einen kleinen Line-Up Wechsel und Andreas Puchebuhr ersetzte Alex Blaschke am Bass.

 

Seit dem 07.02.20 ist das 6. Baby Jenseits der Welt  über Out Of Line für Euch erhältlich. Unzucht sind für ihre gesellschaftskritischen Texte berühmt-berüchtigt und ich bin überaus gespannt, wie sie die aktuelle Weltlage diesmal ankreiden! Dann lasst uns direkt los legen!

 

Den Anfang macht Herz-, Titelstück und Single Jenseits der Welt  und wie wir die Hannoveraner kennen, punkten sie mit derbem Metal und emotionalen Einlagen. Kräftiger, eingängiger, melodischer Gesang vom Schulz gibt es obendrauf. Im Mittelteil kreischt Daniel seine Wut aus den Boxen. Gerade in puncto Härte trumpfen die Jungs hier ordentlich auf und der Text reflektiert bereits, was Unzucht zur aktuellen Weltlage sagen. Wie oft wäre man gerne jenseits der Welt? Man reiche mir die Türe, ich möchte aussteigen! Und dennoch bleibt da dieser kleine Funke Hoffnung, der nicht kampflos aufgegeben wird! Weiter geht es mit Ich und Du, eine geballte Düster-Granate mit fettem Metal, allerfeinster Düster-Elektronik und wunderschönen dunkel-romantischen Passagen. Eine richtig schöne, packende, kraftvolle, energische Wir-gegen-den-Rest-der-Welt-Ballade! Einfach nur mächtig und macht direkt süchtig! Im Anschluss wird der nächste Berserker von der Kette gelassen, der sich schon im Namen zeigt: Sonnentod! Hauptsächlich wütet hier Daniel, dessen Gekeif einfach perfekt in das derbe Gedröhn passt! Der Schulz singt den emotionalen, ergreifenden, melancholischen Refrain. Sehr geile Mischung, tausendprozentiger Live-Garant! Und dann will ich Euch ausflippen und headbangen sehen! Und, wo findet der Sonnentod  statt, wo ist er zu sehen? Natürlich, am Horizont! Der Schulz bringt seine emotionalste Seite ein, tief einschneide Lyrics fließen direkt in die Seele und die Nummer präsentiert sich als Hoffnung spendende, lichtdurchflutete, unsagbar schöne Motivations-Hymne! Wenn Ihr Euch mal verloren und einsam fühlt, macht diese Perle an und es wird Euch ein Licht gesandt! Im Anschluss gibt es den nächsten Berserker, die bisher deftigste Single, die Unzucht bisher veröffentlicht haben: Misanthropia feat. Andy Dörner (Caliban)! Daniel De Clercq wütet hier abwechselnd mit Andy, die ihre Wut ungezügelt in die Welt hinaus keifen! Der Schulz setzt dem Ganzen mit seinem emotionalen Klargesang noch die Kirsche auf! Was für ein geiles, explosives, alles zerfetzendes, keifendes Monster! Seit dem Album Neuntöter  wissen wir, dass Unzucht gerne Tier her nehmen, um ihre Texte sinnbildlich darstellen zu können. So auch bei Chamäleon. Der starke, wahre, berückende Text dürfte Vielen aus der Seele sprechen. Denkt mal drüber nach! Macht sehr nachdenklich ... Tausend Dank dafür! Hoch emotionaler Dark Rock at its best! Die letzte und zugleich auch Vorab-Single Nein!  darf natürlich auch nicht fehlen! Mit geilem Beat, ansteckenden Melodien, fettem Metal-Blast und gewaltigen Dark Electro-Teppichen stampft diese Revolutions-Hymne auf, auf dass Ihr Euch anschließt und gemeinschaftlich aufbegehrt! Stillstand ist hier verboten - Bewegung ist angesagt! Das dürft Ihr gerne doppeldeutig auffassen! Unsterblich  sticht eindeutig aus den Liedern heraus. Stakkato-Rhythmen, Punk, Old School EBM, großspuriger Dark Rock, Dark Electro, einschneidender Klargesang vom Schulz, melodische Lyrics. Spannendes, schönes Lied! Gegen Ende gibt es sogar noch derben Metal und Daniel De Clercqs Gekeif! Dass die nächste Perle ebenfalls eine Bestie wird, sagt schon der Name: Monsterfreilaufgehege! Das Lied wird live definitiv viel Staub aufwirbeln! Daniel und Der Schulz singen abwechselnd, dementsprechend abwechslungsreich reißt die Bestie auch an ihrer Kette! Daniels Gekeif, derber Metal, Klargesang vom Schulz, hoch emotionaler Dark Rock. Einen richtig geilen Text gibt es obendrauf. Fettes Teil! Ein was darf im ganzen Kontext natürlich nicht: FRIEDEN! Und der wird natürlich entsprechend in die Welt geplärrt! Vor allem anderen kommt der Frieden mit sich selbst, um den es hier geht! Pfeilschneller Dark Electro Rock und einschneidender Klargesang vom Schulz verstärken den Effekt! Und natürlich darf Daniels Gekeif auch hier nicht fehlen!  Das Ende ist besonders emotional, tiefschwarz, abrechnend, reißt alles ab und verbrennt alle Brücken! Den Abschluss der regulären Tracks liefert ein weiteres Tier: die Panzerechse! Ägyptische Klangkonstrukte, extrem tiefschwarzer Metal, sägende Gitarren, dröhnende und vom Unheil kündende Drums, düstere Atmosphäre, Horrorfilm-Faktor. So was gab es von Unzucht vorher noch nie! Sehr geil gemacht! Was für ein monumentales Ende! Komplett durch sind wir aber noch nicht, denn Unzucht haben noch ein paar Remixe für Euch! Vorerst gibt es aber noch einen weiteren neuen Track namens Kein Land in Sicht, der mit seinem blitzschnellen Dark Metal und einschneidendem Klargesang vom Schulz direkt tief trifft und ohne Umwege in die Seele fährt! Sehr geiles Brett! Unser Schiff hält mit voller Fahrt auf den Eisberg zu! Die erste Überarbeitung ist Nein (De Clercq Remix). Hier wird es hauptsächlich elektronisch im Stakkato-Rhythmus und mit stampfenden Beats. Passt auch gut und steht der Aussage gut zu Gesicht! Weiter geht es mit dem Sonnentod (GrooVenom Remix). Es wird elektronischer, GrooVenom bringen ihren eigenen Härtegrad mit ein und soweit ich das richtig gehört habe, bringt Mr. Sanz auch noch seine Vocals mit ein. Sehr geiler Remix! Die beiden Bands sind jetzt auch gemeinsam auf Tour, Ihr dürft Euch also auf die absolute Vernichtung einstellen! Die Musik der beiden Bands harmoniert perfekt miteinander und meiner Meinung nach sollten sie sich öfter zusammen schließen! Weiter so! Johnny Deathshadow  haben sich das Monsterfreilaufgehege  zur Brust genommen. Heraus gekommen ist eine eiskalte, düstere, gespenstische Industrial Metal Bestie. Ihr Frontmann Jonathan Schneider bringt sich auch noch mit zusätzlichen Vocals ein und übernimmt dabei Daniels Part. Starker Remix! Auch diese beiden Bands ergeben eine geile Mischung, die man unbedingt wiederholen muss! Den Abschluss der Remixe gibt es durch Ich und Du (Alienare Remix). Das sorgt für wummernde, wabernde, teils herzergreifend warme Synthie Pop EBM Bässe und Klangwelten, die die emotionalen Lyrics vom Schulz einrahmen. Echt toll geworden, steht der Perle auch! Gerne wieder! Das endgültige Finale beschert uns dann noch einmal Misanthropia  in einer speziellen Bonus Version! Hier agiert die Unzucht ohne Andy Dörner und Daniel keift hier alleine, während rundum alles zerstörender Metal dröhnt! Der Schulz darf hier natürlich nicht fehlen! Fettes, brachiales Gedröhn zum Ende - was will man mehr?!

 

Fazit: ES LEBE DIE UNZUCHT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wie schon vermutet, legen die Hannoveraner hier ihr bisher härtestes Album vor! Mittlerweile sind die Jungs im Dark Metal angekommen, der alles abreißt, was nicht niet- und nagelfest ist! So hart, dröhnend und vernichtend haben sie vorher noch nie agiert! Trotzdem wird auf zutiefst emotionale, balladeske Momente nicht verzichtet, die uns Der Schulz mit seiner unverwechselbaren Stimme immer wieder versüßt! Auch auf bombastische Electro-Einlagen wird natürlich nicht verzichtet und am Ende kommt der unverwechselbare Unzucht-Sound dabei heraus, wenn alles aufeinander trifft! Zusätzlich gibt es starke Remixe, für die sich die Jungs die besten Kooperations-Partner ausgesucht haben, die sogar noch mit eigenen Vocals glänzen! Dieses Album ist ein monumentales, derbes Brett, das jeder Unzucht- und Metal-Fan in seinem Regal stehen haben muss! Wundervolle, einschneidende, kein Blatt vor den Mund nehmende, abrechnende Lyrik und ein starkes Cover Artwork gibt es obendrauf! Jetzt schon eines der stärksten Alben diesen Jahres und es hat gerade mal begonnen! Der aktuelle Erfolg der Platte gibt mir recht und spricht für sich! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=_dRra4786Ww    NEIN! 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ATh_dD3qo7g    Misanthropia (feat. Andy Dörner, Caliban)

 

https://www.youtube.com/watch?v=j8dCRMF7Bq0    Jenseits der Welt 

Die heutige Band muss man nicht mehr vorstellen. Seit 17 Jahren sind sie die absolute Macht und die Könige des Aggrotech! Keine Band klingt wie sie, keine Band ist wie sie! Keine Band wird jemals so sein wie sie! Die Rede ist natürlich von AGONOIZE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Die Berliner sind ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich man als Szene-Band sein kann! Egal, welches Konzert, selbst Gigs auf zahlreichen Szene-Festivals - die Halle ist voll, tobt und scharrt vor Beginn heftig mit den Hufen! Sie bewegen die Massen und ob die Leute sie mögen oder nicht, juckt sie nicht. Die Dankbarkeit gegenüber den Fan-Massen greift dennoch tief und für die lassen sich die Jungs einiges einfallen. Kaum jemand brüllt seine Meinung und Message so raus wie Frontsau und COA-Oberhaupt Chris L.! Ob bei Funker Vogt, The Sexorcist oder Agonoize - Chris gibt alles! Ich persönlich hoffe, dass er das auch noch ewig weiter machen kann, angesichts dessen, was er live aus sich raus schreit! Mittlerweile sind die Berliner dank Sams Tiller wieder zu dritt und reißen die Hallen dieser Welt regelmäßig ein! 

 

Gerade erst im letzten Jahr schlug das aktuelle Album Midget Vampire Porn (auch darüber werdet Ihr hier noch lesen) wieder ein wie eine Bombe, da folgt schon wieder die nächste: in Form der A Vampire Tale EP! Und auch diesmal haben sich die Jungs einiges einfallen lassen! Dazu kommen wir jetzt! 

 

Los geht es mit Herz-, Titelstück und Single, die es bereits auf dem Album gab, nur diesmal in neuer Version: A Vampire Tale (Blutdurst). Deutsche Lyrics, ordentlicher Electro, dröhnende Beats, Funker Vogt Klang-Imperien, schicke Atmosphäre, düstere Chöre. Agonoize bleibt einfach unverkennbar! Hier haben sich die Jungs mal was ganz Besonderes einfallen lassen: das Musikvideo dazu ist im Lego-Format gebastelt! Eine Heiden-Arbeit, zeitintensiv und wirklich cool geworden! Die Mühe hat sich gelohnt, dürft Ihr nicht verpassen! Danke dafür! Breathe  hingegen ist ein brandneuer Track und dieser bringt eine andere musikalische Schlagseite mit. Stampfende EBM-Beats treffen auf verzweigte Klangspielereien, die einfach nur ordentlich Staub aufwirbeln! Zudem gibt es einen keifenden Chris, der den Hörer durch seine dominante Art direkt in den Bann zieht! Richtig fettes Teil, das die Tanztempel der Republik wieder erschüttern lassen wird! I Just Want To Live  ist eine weitere brandneue Perle, wie ebenfalls wieder anders klingt. Extrem düstere Elektronik mischt sich mit EBM, mystische Atmosphäre, geheimnisvolle Magie, Chris rechnet mal wieder nach alter Manier ab. Die Lyrics sind auf deutsch. Ein richtig geiles Teil erwartet Euch hier! Auch The Fall  ist ein brandneues Stück und der Anfang klingt wie eine Agonoize-Variante vom Tanz der Vampire  Musical. Agonoize haben im Laufe ihrer 17 Jahre unterschiedlichste Sachen ausprobiert - etwas Vergleichbares mit dieser Perle gibt es nicht! Dunkel-romantisch dramatische Atmosphäre, fast schon hin gehauchter Gesang von Chris mit gelegentlichen Schreien, alles wirkt hell und zugleich extrem düster. Wahnsinnig geil gemacht und mein persönlicher Oberfavorit! Müsst Ihr unbedingt anhören! Im April folgt hierzu das nächste Video, also unbedingt dran bleiben! Requiem schließt die regulären Tracks ab und beendet sie mit einem schieren Inferno! Extrem düstere, direkt aus der Hölle stammende, pfeilschnelle Elektronik zwingt Euch zum Tanzen, während Chris´ Gesang wie Maschinengewehr-Salven aus den Boxen schießt! Die Club-Granate wird die Tanztempel der Republik dominieren! Bullet (Intent: Outtake Remix)  eröffnet die Remixe. Bullet  befindet sich auf dem aktuellen Album und mit einem Geschoss lässt sich dieser Kracher auch vergleichen! Chris rechnet ab, die Beats schießen scharf, Intent: Outtake schrauben das Tempo hoch und bringen ihre ureigenen, unverkennbaren Melodien mit ein! Eine Konstellation, die immer wieder geil klingt! Chris war schon zweimal auf den letzten beiden Alben von I:O als Gastsänger vertreten und gemeinsam mit der Eisfabrik  haben sie die Hybridize  Tour vollzogen. Ein Traum-Gespann! Auch die Kollegen von Vanguard waren da dabei und sind ebenfalls mit einem Remix vertreten. Sie haben sich A Vampire Tale  vorgenommen und mit ihrer ganz eigenen Form der Elektronik bringen die Schweden eine ganz neue Klang-Variante der Single mit. Begeistert, überzeugt, muss man mal gehört haben! Zu guter letzt gibt es noch ein ordentlichen Smasher: Weltenschmerz (Diverje Remix). Einschneidende Lyrics, stampfende Beats, dröhnende Vibes. Chris rechnet mit der aktuellen Gesellschaft ab und hält ihr den Spiegel vor. Hier wird rundum scharf geschossen und die New Mexikaner Diverje geben mit ihrer Mischung aus Noise, Industrial und Harsh EBM mit Gitarren-Einsatz noch gut Zünder dazu! Welch bombastischer Ausklang!

 

Fazit: Agonoize reißen auch mit der EP wieder alles ab und erzählen mit A Vampire Tale  eine komplette Vampir-Geschichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen ist. Zum einen das typische Vampir-Klischee, zum anderen die moderne Form davon: Energie-Vampire! Vor denen nehmt Euch in Acht! Auch die Beneckes haben in ihren Vorträgen bereits vor solchen Menschen gewarnt. Das will schon was heißen und bedeutet vor allem: es ist belegt, dass es sie gibt. Abwechslungsreiche Elektronik, tolle Remixe, top Kooperationen - was will man mehr?! Agonoize waren, sind und bleiben einfach die absolute Macht! Wer dieses Schmuckstück nicht besitzt, ist selber schuld und verpasst was! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=RghILld73gs    A Vampire Tale

Wie Ihr wisst, schreibe ich ganz besonders gerne für Newcomer. Zu wissen, dass man ihnen mit meiner Arbeit helfen kann, ist das Tollste am Rezensieren. Ich habe meinen Anteil geleistet, um sie bekannter zu machen! Das macht mich stolz! Die heutige Band ist kein Newcomer mehr im eigentlichen Sinne, aber es wird Zeit, dass das dunkle Musik-Universum sie kennenlernt und der Bekanntheitsgrad steigt! Die Rede ist von Antivote

 

Antivote ist eine Dark Electro / Darkwave / Industrial Band aus Deutschland, genauer gesagt aus Weißbach / Kreis Zwickau, Sachsen. 2012 wurde sie von Mirko Padubrin (Synths, Guitar, Vocals) und Ronny Lippold (Programming, Synth) gegründet. Im Sommer 2013 gesellte sich Sebastian Voigtmann (Drums, Bass, Guitar) dazu. Seit 2020 besetzt Ulf Nürnberger die Drums. Ihre Geschmäcker bewegen sich bei Größen wie Fields Of The Nephilim, Project Pitchfork, The Cure, Painbastard und The Sisters Of Mercy. Diese Bandbreite erlaubt natürlich viel Spielraum im eigenen Stil! Zwei Alben sind bereits veröffentlicht, zuletzt 2017 Dark times. Beheimatet sind sie bei Echozone.

 

Seit dem 10.01.2020 ist ihr brandneues drittes Album Stages to verity für Euch bereit. Ich werde es Euch nun vorstellen! 

 

Den Anfang macht A stony way (Intro). Unterkühlte Sounds, Trostlosigkeit, minimal Licht. Und dennoch wunderschöne dunkle Melodien, wundervolle Klangwelten und eindrucksvoller elektronischer Darkwave. Echt schöner Opener! Weiter geht es mit den Chemtrail soldiers. Industrial, Noise und kleine Soundspielereien leiten in den Track ein, nach und nach kommen leichte EBM-Beats und ein starkes Drum-Spiel dazu. Mirkos Gesang wird geheimnisvoll und fast schon geflüstert. Erinnert mich in dem Fall stark an die Gesangsart von Dirk Ivens (u. a. Dive, The Klinik). Wer mit dem Songtitel nix anfangen kann: einfach mal Chemtrails googlen, da kommen interessante Verschwörungstheorien um Flugzeuge, Abgase und das Militär, was die Bezeichnung doch schnell erklärt und auch klar macht, warum der Song so düster ist. Sehr genial, ich liebe das, wenn man auf solche Hintergründe stößt! Um es direkt übers Gehör nachzuempfinden, findet Ihr den genialen Track auch auf der Cold Hands Seduction Vol. 215  vom Sonic SeducerTruth or lie  unterscheidet sich da schon arg. Angenehmer Darkwave, Sounds der 80er und 90er, verträumte Klangspielerien, wunderschöne Melodien, dennoch eine tiefe Kälte im Kern. Mirko liefert prägnanten Sprech-Gesang. Hier spiegelt sich die Liebe zu Project Pitchfork  wider. Sehr schön geworden! So muss Schwarz klingen! Oft besungen, immer wieder anders umgesetzt: Luna, der Mond, die Mondgöttin. Im Falle von Antivote gibt es mystisch angehauchten Darkwave und eindringlichen Gesang. Irgendwo zwischen Gothic Rock und Electro, zwischen den Fields und PPF pendelt diese Nummer. Schön gemacht, dunkel-romantisch und schön schwarz! Soulmates  hingegen präsentiert sich als geheimnisvolle, dunkel-romantische, mit kleinen wabernden Sequenzen gespickte Darkwave Nummer, die sich von den Rock-Elementen weg bewegt (abgesehen vom Schlagzeug). Auch leichte Industrial-Momente sind eingebaut. Mirko liefert eindringlichen Klargesang, der ihm ebenfalls gut zu Gesicht steht. Eine kleine Düster-Ballade für zwei miteinander verwobene Düster-Seelen! The four elements  Wasser, Luft, Erde und Feuer sind ebenfalls vertreten und jedes der vier Elemente wird auch musikalisch umgesetzt. Das macht diese Nummer zu einer der spannendsten des Albums, die zwischen Gothic Rock, Industrial und Darkwave pendelt. Sehr genial gemacht! So far as your feet are carry you  präsentiert sich als wahre Gothic-Hymne. Zutiefst schwarz, düster, kalt, packend. Einschneidender Sprech-Gesang, ein wundervoller elektronischer Klangteppich, präzise Drums und starke Riffs tun ihr Restliches. Definitiv einer meiner absoluten Favoriten! Temples of blood money. Noch deutlicher kann man ja gar nicht werden! All jene Schandflecke unserer Zeit bekommen hier ihr Fett weg! Das geschieht mit düsterem, eingängigem Cold Darkwave. Und wieder hört man Dirk Ivens durchklingen! Natürlich braucht Mirko die Vergleiche gar nicht, denn er besitzt genug eigene Stärken! Weiter geht es mit der Human Machine  und die fällt deutlich elektronischer aus als die bisherigen Tracks. Wundervolle Melodien, wabernde Klangteppiche, düster-kalte Atmosphäre, fast schon geflüsterter Gesang. Die Menschmaschine ist auf dem Vormarsch und ersetzt den Menschen biologischen Ursprungs. Maschinen und Roboter statt sterbliche Materie. Danke an Antivote, dass sie diese Thematik aufgegriffen haben! Und weil diese Thematik so wichtig ist, ist der Track auch auf der Orkus Compilation 149  vertreten! Auch New cold war  fällt sehr elektronisch aus und kommt mit einer gelungenen Mischung aus Melancholie und Dramatik daher. Wenig verwunderlich, wenn es um das Thema geht. Sehr stark gemacht und genial umgesetzt! Mirkos Gesang passt perfekt dazu! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende anglangt *schnief* Aber das Album endet nicht, ohne die nach all den angesprochenen Themen alles entscheidende Frage zu stellen: Is this the future? Wollen wir es so weiter laufen lassen? Haben wir es nicht langsam mal satt? Ist es nicht Zeit, aufzustehen und STOP! zu brüllen? Fragen, auf die nur wir eine Antwort wissen ... Packendes Instrumental und richtig toll gemacht! Schönes, trauriges Finale!

 

Fazit: Wenn man nach guten Old School Goth Bands Ausschau hält, kann ich Antivote nur wärmstens empfehlen! Ihr eingängiger, rebellischer, zeitkritischer Cold Darkwave mit allerlei elektronischen Spielarten und einer kräftigen Old School Goth Rock Schlagseite setzt genau da an und macht genau da weiter, wo schwarze Musik hin gehört und wie sie klingen soll! Ich persönlich bin überglücklich, dass wir solche Bands noch haben und sie haben es verdient, mehr Beachtung zu erhalten! Sie können locker mit so manchem "alten" Szene-Hasen mithalten! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN!!!!

 

Euer Krähenkönig 

  

https://www.youtube.com/watch?v=4oR2pTbMFZM    Chemtrail Soldiers (vertreten auf der Cold Hands Seduction Vol. 215 / Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=O-IMi_ARXQU    Human Machine (vertreten auf der Orkus Compilation 149)

Die heutige Band muss man auch nicht mehr vorstellen. Sie haben es geschafft ihnen wurde der größte Wunsch, den man als Künstler haben kann, erfüllt! Die Rede ist natürlich von Hamburgs heißestem Musik-Export MONO INC.

 

Seit 17 (!) Jahren sind die Hamburger nun schon dabei und veröffentlichen wie ein ruheloses Uhrwerk einen Album-Smasher nach dem anderen! Viele Pausen gönnt sich der Vierer um Martin Engler nicht; wenn kein Album veröffentlicht wird, tourt die Band rund um den Globus oder bespielt Festivals. Angefangen hat alles ganz klein, als sie als No Name Band vor höchstens 20 Leuten Festivals bespaßt und eröffnet haben. Sie leben den wahren Traum eines jeden Künstlers und seit dem 2007er Werk Temple Of The Torn mit Martin am Mikro geht es immer weiter steil nach oben! Zuletzt brachten sie mit Welcome To Hell 2018 und ihrem Orchester-Mach(t)werk Symphonic Live 2019 zwei weitere Meilensteine der Bandhistorie ans Dunkellicht, beide extrem umjubelt! Seit Anfang an dabei: Label-Heimat NoCut! 

 

Nun steht der nächste große Wurf ins Haus und nach der Pest gehen Mono Inc. thematisch noch einen Schritt weiter! Es wird düster, so viel kann ich Euch versprechen! Lodernde Flammen, rigorose Verfolgung und blutigste Folter - The Book of Fire, das nunmehr elfte Studio-Album der Hamburger Erfolgs-Rocker von MONO INC., erschien am 24.01.2020 und nimmt Euch mit in die Zeit von brennenden Scheiterhaufen, in der Belehrte die Flucht ergriffen und viele Leben, sowie Wissen aus Jahrtausenden zuvor, systematisch ausgelöscht wurden - in die Zeit der Inquisition. Das neue Konzept-Album der Dark-Rock-Pioniere beleuchtet die Geschichte des "Buches des Feuer", einem mystischen Artefakt, welches das geheime Wissen tausender Jahre beinhaltete und im dunklen Mittelalter eine junge Heilerin auserwählte, seine neue Besitzerin zu sein. Die Verfolgung, die Trauer und ihr Leid, welches ihr durch die blutrünstige Inquisition zugefügt wurde, und ihrem Kampf um die Freiheit kleiden die vier Hamburger um Mastermind Martin Engler in grandioser Weise - härter als je zuvor, aber nicht ohne den von ihnen bekannten, emotionalen Tiefgang. Direkt mit den ersten Tönen wird man in ein Wechselbad der Gefühle hinein gerissen, wird getragen von epischen Hymnen, vergießt Tränen bei gefühlvollen Balladen und feiert, wenn harte Gitarren und der engelsgleiche Gesang von Schlagzeugerin Katha Mia in perfekter Harmonie zusammenarbeiten. Doch das Konzept dieses Albums war zu ausgeklügelt, zu gut, um nicht mehr daraus zu machen. Und so setzt die Band neue Maßstäbe, indem sie die gesamte Geschichte der jungen Heilerin Aellin in ihrem ersten Earbook erzählen. In 12 Kapiteln könnt ihr dabei in die ganze Tragik der inquisitorischen Epoche eintauchen. Und wem das nicht reicht, der hört sich die Geschichte einfach in der Hörbuch-Version an, die von keinen anderen als Katha Mia und Martin Engler, mit seiner rauchig angenehmen Stimme erzählt wird, begleitet von den Herz erwärmenden Melodien der Songs des neuen Albums auf dem Piano. MONO INC. nehmen Euch auf ihrem bisher härtesten Album mit in die düstere, vom Fackelschein der Häscher erhellte Zeit der Inquisition. Auf CD / DVD, Vinyl und erstmals auf Earbook mit Hörspiel, könnt Ihr eintauchen in die Geschichte einer Hexe und dabei die Tragik des verlorenen Wissens und der Menschlichkeit Gänsehaut-nah miterleben (Quelle: Promo-Text NoCut). Dann lasst uns direkt los legen! 

 

Single, Herz- und Titelstück The Book Of Fire macht auch direkt den Anfang. Herzergreifende, einschneidende Melodien und Atmosphäre trifft auf düstere Härte und fast schon militärische Drums von Katha Mia. So berichten Mono Inc. eindrucksvoll vom Buch des Feuers. Packender Einstieg, richtig toll erzählt! Starker Opener! So abwechslungsreich, einschneidend, tief greifend und gefühlvoll haben die Hamburger bisher noch nie musiziert - ein wahres Wechselbad der Gefühle und man leidet einfach von der ersten Sekunde an mit! Gegen Ende donnert sogar ein richtiges Speed Dark Rock Gewitter aus den Boxen! Einfach nur woooooooooow! Diesem Epos folgt direkt die zweite Single, gleichzeitig Vorbote des Albums und der Name ist wirklich sehr gut gewählt: LOUDER THAN HELL! Eindrucksvoll, wunderschön erzählt, Mono Inc.-typische Melodien, Tragik, Härte, perfekte Widerspiegelung der ganzen Dramatik und die Inquisition wird hervorragend dargestellt. Einfach nur krass, was die Hamburger diesmal abliefern! Die Duette von Katha Mia und Martin klangen niemals schöner und selbst Katha zeigt holt diesmal alles aus ihrer Kehle! Sehr, sehr geil! Und Single Nummer 3 schließt sich auch gleich mit an: WARRIORS. Tieftraurig, bewegend, direkt verzaubernd, schneidet direkt in die Seele, unzählbare Kerzen brennen, traumhaft schöne Melodien schneiden wie Rasierklingen in Fleisch und Herz. Zum Heulen schön! Wir fühlen mit Euch, all ihr geschundenen, sinnlos verfolgten Seelen! Nehmt diese Über-Hymne als Beispiel und lasst Euch davon ermutigen, Euren Weg, Eure Ziele, das was Euch ausmacht, bis aufs Letzte zu verteidigen! Wenn dieses Lied live erklingt, will ich ALLE Fäuste oben sehen! Uns bricht niemand! Auch diesmal haben sich die Hamburger prominente Gäste an Bord geholt und die erste Kooperation bringt einen alten Bekannten der Band ans Dunkellicht: Tilo Wolff (Lacrimosa, SnakeSkin)Shining Light präsentiert sich als englische Version des Lacrimosa Überhits Lichtgestalt. Die Hymne erstrahlt in neuem Glanz und wird durch die Vereinigung beider Bands nur umso dunkelromantischer, strahlender und noch tiefer treffend! Danke dafür! Where The Raven Flies hätte auch wunderbar auf Welcome To Hell gepasst und präsentiert eines der bisher längsten Lieder der Bandhistorie! Äußerst abwechslungsreich und krasse Gegensätze treffen hier aufeinander: einerseits tief treffende Piano-Passagen mit fast schon kindlicher Unschuld, andererseits hoch dramatische gottgleiche Riffs, dröhnende militärische Drums, tiefste Schwärze und metallische Härte. Einfach nur atemberaubend, was die Vier hier diesmal abliefern! The Last Crusade - zu deutsch Der letzte Kreuzzug - darf hier natürlich auch nicht fehlen! Epic Melodic Dark Rock Symphonic Metal würde ich das nennen und die urtypischen Mono Inc. Klänge finden hier auch ihren Platz! Zutiefst bewegend, höchst episch, erstrahlt in hellstem Dunkellicht! Death Or Life - ein weiterer Vertreter, der wunderbar auch auf Welcome To Hell Platz gefunden hätte und Aellin eindrucksvoll beschreibt. Ihr Leidensweg, ihr Schicksal, ihre bittere Zukunft - all das spiegelt sich hier durch höchst epischen, melodischen Dark Rock mit starker Folk-Schlagseite wider! Wunderschön und ganz tief treffend! Weiter geht es mit Nemesis, Göttin des gerechten Zorns, griechische Mythologie, der Tag des jüngsten Gerichts. Akustisch, Chor-Gesänge im Refrain, düstere Glockenschläge, Beerdigungs-Stimmung. Ich bin verliebt und könnte unzählige Tränen vergießen! So unfassbar schön und traurig ist das! Erinnert in der Machart an The Vagabond´s Life feat. Eric Fish, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt. Das macht es umso schöner! Meterdicke Gänsehaut hab ich beim Anhören! Nach dieser Perle präsentiert sich die zwete Kooperation: Right For The Devil feat. Tanzwut  verbindet die Stärken beider Bands und macht sie zu einer unheiligen schwarzen Hochzeit! Mittelalter und Dark Rock - geile Kombination! Teufel lässt sich natürlich auch hören und das Verwegene, das der Nummer zugrunde liegt, gibt ihr die restliche Schärfe. Run For Your Life ist da das beste Motto! Piano-Sounds, elektronische Schlagseite, Dark Epic Symphonic Dark Rock Metal prescht da aus den Boxen. Einfach nur stark und mit unzähligen Litern Herzblut! The Gods Of Love hingegen präsentiert sich als fiese, obercoole, verwegene, geheimnisvolle, teils mystische Rock-Drecksau. Sehr geil erzählt, richtig geil wiedergegeben! Die Verschlagenheit strotzt nur so aus dem Text heraus! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schluchz* Aber eine wichtige Frage bleibt noch offen, die sich die Hamburger ganz zum Schluss aufgehoben haben: What Have We Done ... Das wird mit Klassik, düsteren Chören, Stimmengewirr, epischstem Melodic Metal und einem mächtigen Organ umgesetzt, welche immer wieder die selbe Frage stellen. Ob die entsprechenden Stellen dies irgendwann noch tun werden? Ich wage es zu bezweifeln ... Aber nie gab es ein so übermächtig episches Finale von Mono Inc.! So habt Ihr sie noch nie gehört! Ein krönendes Highlight für ein mächtiges Album!

 

Fazit: Viele historische Ereignisse haben ihre Dokumente, manche haben Zeitzeugen, andere Hinterlassenschaften. Mono Inc. schenken einem ganzen, düsteren, unmenschlichen, widerlichen Kapitel ein monumentales Mammut-Werk, das in dieser Form bisher einmalig ist in der Bandhistorie! Höchst episch, abwechslungsreich, gegensätzlich, geheimnisvoll, tief treffend, mit nie zuvor da gewesener Härte, herzzerreißender Intensität und unglaublich viel Herzblut schaffen ein Album, das für mich jetzt schon eines DER Alben des Jahres 2020 ist! Was die vier Musiker hier erschaffen haben, ist die absolute Wucht und ist einfach wahnsinnig überwältigend! Die Inquisition hat einen richtig geilen Denkzettel erhalten, an den sich Jeder erinnern wird und Aellins Schicksal so wie das von tausenden anderen Frauen bekommt hier ein angemessenes Denkmal! Dafür bin ich den Dark Rockern, die hier schon eher Metal abliefern, unendlich dankbar! Auch heute noch, nach all diesen Jahren, sind die Verbrechen und die Herangehensweise der Inquisition mit das abscheulichste, was seit Menschen Gedenken passiert ist. Unzählige Frauen sinnlos verfolgt, brutal gequält und ermordet. Wie viele letztendlich dem Hexenhammer zum Opfer fielen, lässt sich nur erahnen. Und auch heute noch können wir aus dieser Geschichte lernen! Abschließend möchte ich Mono Inc. auch noch für eine Sache loben: Man hört der Musik der Band immer an, dass sie hundertprozentig dahinter stehen und sich mit der jeweiligen Thematik auseinander gesetzt haben. Optik, Text, Erzählkunst, Hineinversetzen in die jeweiligen Charaktere, ausgeklügelte Umsetzung in der musikalischen Ausrichtung und extrem tiefe Dankbarkeit für das, wo sie heute stehen, macht sie in Verbindung damit, sich mit jedem neuen Werk nochmal zu übertrumpfen, zu einem unfassbar wertvollem Bestandteil der heutigen Düster-Musik! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN! 

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=hv1tJRFEpoU    LOUDER THAN HELL 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ckuv9rym5JE    The Book Of Fire

 

https://www.youtube.com/watch?v=IxdJEWlZurc    WARRIORS

 

https://www.youtube.com/watch?v=oEWHxhZqC-4    Where The Raven Flies  

 

https://www.youtube.com/watch?v=35VWIWoRTzI    Shining Light feat. Tilo Wolff (Lacrimosa, SnakeSkin)

 

https://www.youtube.com/watch?v=-_DUvtBjbyM    Right for the Devil (feat. Tanzwut)

Wie Ihr wisst, ist Metal mittlerweile äußerst global vertreten. Aus sämtlichen Ecken der Welt dröhnt unsere über alles geliebte Metal-Schmiede! Sogar aus der Stadt der Liebe, Paris, kommen harte Klänge. In unserem heutigen Fall konkret von Novelists FR

 

Anfang 2013 wurde der Grundstein gelegt, als Gitarrist Florestan und sein Bruder, Drummer Amael Durand, die ehemaligen A Call To Sincerity-Mitglieder Matteo Gelsomino, Nicolas Delestrade und Charles-Henri Teule trafen (bei Novelists FR als Sänger & Bassist tätig, Letzterer ist nicht mehr dabei). Angefangen hat alles mit 6 Singles alle 2 Monate, die von Anfang an die Grundlage für eine starke und treue Fan-Gemeinde bildeten. Im November 2015 veröffentlichten sie dann ihr Debüt-Album bei Arising Empire. Nach etlichen Tourneen im Vorprogramm von Bands wie For Today, Breakdown Of Sanity, Dream On Dreamer, Silent Planet, usw. landeten Novelists im Sommer 2017 auf einer Tour mit While She Sleeps und Northlane. Dies war der krönende Abschluss für den Album-Zyklus Souvenirs (2015). Dem folgte der schlicht betitelte Nachfolger Noir im September 2017, in Europa über Arising Empire, über Sharptone Records in den USA. Hier war schon eine deutliche Reife in der Musik der Jungmusiker zu erkennen und es bestätigte sie als vielversprechende junge Band in der modernen Metal-Szene. Mit dem neuen Album auf Tournee mit Make They Suffer und Eskimo Callboy sowie auf ihrer eigenen Headliner-Tournee ergaben sich ganz neue Möglichkeiten, wie eine Headliner-Tour in Asien und ihr Tour-Debüt in den USA zusammen mit Like Moths To Flames. Im Sommer 2019 gab es den ersten Seitenhieb in der kometenhaften Karriere der Band, als die Bekanntgabe erfolgte, dass die Jungs aus rechtlichen Gründen Änderungen am Bandnamen vorgenommen werden müssen (Quelle: Arising Empire Info Sheet). Fortan hieß die Band Novelists FR. 

 

Seit dem 24.01.20 ist nun Album Nummero 3 über Arising Empire auf dem Vormarsch, C´est La Vie genannt. Ein französisch stämmiges Sprichwort, ja eine Lebens-Philosophie sogar, welche neugierig auf die neue Message der Jungs macht. Hören wir doch direkt rein!

 

Den Anfang macht Somebody Else  und gemäß dem Lebens-Motto klingt der Opener sehr lebensfroh, lebensbejahend, fröhlich, ausgelassen, etwas schadenfroh. Trotzdem wird das Ganze mit kraftvollem Metalcore und Alternative Metal umgesetzt. Matteo präsentiert wohltuenden Klargesang und zwischendrin kräftige Screams. Sehr cooler Einstieg! Ihr findet dazu ein Video nach dem Fazit. Deep Blue ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Der Sound wird nachdenklicher und dunkler, Matteos Klargesang wird melodischer, klagender, einschneidender. Zudem wird der Sound wuchtiger. Auch die Screams werden wütender. Sehr geil gemacht! Auch Lilly  klingt extrem melancholisch, traurig, herzerweichend. Matteos Klargesang wird noch melodischer, einschneidender, seine Screams extrem aufgewühlt und aggressiv. Zwischendrin gibt es sogar leichte Rap Parts. Die passen hier auch ganz gut rein. Muss eine sehr traurige Geschichte mit Lilly gewesen sein. Was da passiert ist? Findet Ihr durch Anhören heraus! Danach folgt die erste Auskopplung des Albums. Modern Slave  ist ein aggressives, düsteres, modernes Metalcore-Monster, das wütend keifend alles zermalmt, was ihm in die Quere kommt. Aber auch hier punktet Matteo mit keifenden Screams und packendem Klargesang. Perfekt zum Ketten sprengen geeignet! Die zweite Single, gleichzeitig Herz- und Titelstück, C´est La Vie, gibt es direkt im Anschluss. Diese Perle passt perfekt zu einem romantischen, sonnen-gefluteten Sonntag im Bett. Unterstützt wird Matteo hier gesanglich von Camille Contreras. Wunderschön, lebensbejahend, romantisch, ein Stück weit melancholisch. Echt toll gemacht! Einen deutlichen Unterschied dazu gibt es dann mit Head Rush, der bisher letzten und dritten Single. Melancholische Breitseite, traurige Note, im Hintergrund aggressive Screams, derbe Sounds im Refrain. Ein richtig starkes, aufwühlendes, modernes Brett! Kings Of Ignorance. Ein Titel, der im Kopf nach hallt. Der eine Wirkung erzielt. Der Mensch, abgelenkt durch Smartphone und Serien, macht den Kopf aus und ignoriert, was Bestie Mensch der Natur und ihren Kindern antut. Sehr geile Message, danke dafür Jungs! Umgesetzt wird das durch wütenden, aufrüttelnden Metalcore! Rain. Alles reinigender Regen. Es ist schade, dass viele beim Anzeichen kleinster Wolkenbrüche den Schirm zücken. Nix ist bereinigender als ein kleiner Schauer, in dem man spazieren geht! Besonders der Geruch, der sich dann über alles legt! Hach ja ... Auch Novelists FR greifen diese Thematik auf und präsentieren kraftvollen, ausgelassenen, trotzdem leicht melancholischen Metalcore mit schönsten Melodien und gekonntem Alternative Metal Einsatz. Sehr schönes Lied! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Dafür gibt es nochmal einen fetten Mittelfinger, den die Franzosen uns da entgegen strecken! Human Condition bezieht klare Stellung und demonstriert die Sicht der Jungs unterstützt durch wütenden, kraftvollen, explosiven, nach Revolution schreienden Metalcore! Was für ein geiles Finale!

 

Fazit: Novelists FR haben ihre absolute Reifeprüfung bestanden und legen ihr nach meiner Meinung bisher stärkstes, ausdrucksstärkstes Album vor! Reifer, erwachsener, am Puls der Zeit, moderner Metalcore, ausgereifte Kompositionen, starke Messages! Matteo präsentiert sein ganzes Stimmspektrum und punktet mit Screams ebenso wie mit abwechslungsreichem Klargesang. Seine 3 Mitstreiter beweisen, dass sie talentierte Musiker sind, die locker mit gestandenen Größen im Metalcore mithalten können und welche Zauber sie aus ihren Instrumenten holen können! Zudem belegen sie eindeutig ihre Vielseitigkeit, die sich durch unterschiedlichste Klänge, Atmosphären, Gefühlswelten und Melodien aufzeigen. Ein rundum starkes, abwechslungsreiches, modernes Metal-Brett! Was will man mehr?! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN! 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=uPheXUMbS7E    Modern Slave

 

https://www.youtube.com/watch?v=CJVcmeTlEU8    C´est La Vie (feat. Camille Contreras) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=XctrnaLYuMM    Somebody Else 

 

https://www.youtube.com/watch?v=uK73Q22Ncuw    Head Rush

Wie Ihr ja wisst, schreibe ich wahnsinnig gerne für Newcomer. Es bereitet mir große Freude, ihnen den Weg mitbereiten zu können. Heute geht es um einen Newcomer, der die derbere Musikwelt mit frischen Sounds beschenkt. Es geht um Oceans.

 

Viel findet man nicht heraus, wenn man die vier Jungs aus Wien und Berlin googlet. Bekannt ist, dass sie sich 2018 gründeten und bei Nuclear Blast unterschrieben haben. Zudem sind sie die derzeit aufstrebendste junge Band, die bereits mit ihrer Digital Debüt-EP Into The Void ordentlich Staub aufgewirbelt haben! Auch wenn man im Vorprogramm von Cellar Darling zu sehen war, spricht das für sich. Dabei zelebrieren die Jungs eine Mischung aus Post Death Metal, Nu Metal & Progressive. Sänger / Gitarrist / Songwriter Timo Rotten über die Band: "Wir sind mit nichts in unseren Händen in die Tiefe hinabgestiegen und mit der Gewalt eines Tsunamis aus ihr wiederauferstanden. Die Ozeane werden aufsteigen und das Land erobern. Erwartet Tod. Erwartet Trauer. Erwartet Schmerz. Aber vergesst niemals den Hoffnungsschimmer am Horizont. Unten in der Dunkelheit sind wir viele." Starke Worte und eindeutiger kann man den Sound gar nicht beschreiben! 

 

Seit dem 10.01.20 ist ihr Debüt-Album The Sun And The Cold  über Nuclear Blast erhältlich, welches genau diese angesprochene Thematik in die Welt hinaus wütet. Wie das alles klingt, ergründen wir jetzt!

 

Es geht auch gleich brachial mit dem Herz- und Titelstück The Sun And The Cold  los. Knarzende Sounds, eine brachiale Urgewalt, ein extremes Klang-Gewitter, wahre Metal-Geschosse donnern da aus den Boxen. Mittendrin wird es dann melancholisch, schwermütig und Sänger Timo zeigt seinen einschneidenden, erhabenen Klargesang. Zwischendrin gibt es Death Metal-typische Growls. Sehr geile Mischung, starke Übergänge, monumentale Klangwelten! Wechselhaft und unberechenbar wie der Ozean selbst. Es ist schon ein Kunststück, seine Musiktitel und Gegensätze entsprechend umzusetzen. Oceans beweisen da ein sehr gutes Händchen für! Weiter geht es mit We Are The Storm!  und entgegen meiner Vermutung geht es hier sehr ruhig zu. Zwar kraftvoll und aussagekräftig, aber Oceans punkten hier mit Melodic Progressive Nu Metal. Besser kann man es nicht bezeichnen und wenn es im Refrain um den Songtitel geht, will ich alle Fäuste oben sehen! Wir sind der Storm, die Urgewalt gegen alles Unmenschliche, die Guardians of the nature! Gegen Ende dröhnt sogar noch ein ordentlicher Death Metal Part aus den Boxen, als der Sturm richtig los bricht und Timo weiß es perfekt abzuschätzen, wann er klar singt und wann er growlt. Einfach genial! Einen schicken Visualizer gibt es auch noch dazu! Im Anschluss präsentiert sich die erste Single des Albums. Dark  ist auch die beste Bezeichnung dafür, denn es regnet düstersten Death Metal der übelsten Sorte. Brachiales Gedröhn, höllische Atmosphäre, tiefstes Gegrowl, optimal zum Headbangen. Einfach nur geil und zwischendrin gibt es sogar Klargesang im Klang-Unwetter! MÜSST Ihr gehört und gesehen haben! Eine weitere Single ist Paralyzed  und nach dem urgewaltigen Gedröhn gibt es jetzt melancholische, tieftraurige, tief einschneidende Klänge. Depression, schwere Ketten, Hoffnungslosigkeit. Zwischendrin extrem düstere Sequenzen. Kraftvoller, Ketten sprengender Refrain. Die Übergänge zwischen den einzelnen Passagen sind richtig großes Kino! Da versteht jemand sein Handwerk! Richtig geiles Lied! Take The Crown. Krone übernehmen. Revolution. Eigener Herr sein. Kontrolle übernehmen. Kraftvoller Progressive Nu Metal befeuert das Ganze ordentlich! Ein Song, der Mut macht! Kerniger Klargesang, tiefste Growls, geballte Mixtur! Auch Shadows  ist so ein Beispiel dafür, wie geschickt Oceans alle ihre Stile unter einen Hut zu bringen wissen! Zudem ist es ein Track, der seine Thematik eindringlich umsetzt. Richtig fett! Legions Arise. Ein Titel, der keinen Platz mehr für Interpretation lässt. Klare Message, fette Ansage! Die Horde rennt und walzt alles nieder - zum Sturm auf die Bastion! Kraftvoll, lautstark, revolutionär, Befreiungsschlag! Es wird frostig, kalt, eisige Winde wehen, endlose Landschaften öffnen sich vorm geistigen Auge. Mittendrin gefühlvolle Klänge, Timo präsentiert seine eingängige romantische Seite, es wird melancholisch. Richtig starke Kulisse und zwischendrin zerklüftete Felsen und schroffe Landschaft. Das ist nicht nur Musik - das ist eine Natur-Doku! Mein absoluter Anhör-Tipp! Truth Served Force Fed. Das lasse ich Euch jetzt mal selber übersetzen. Soll ja auch spannend bleiben. Auf jeden Fall erwartet Euch hier die pure Eskalation und eine deftige Breitseite! Die Zeichen stehen auf alles vernichtendes, vereinnahmendes Unwetter! Passend zum Bandnamen darf natürlich auch Water Rising  nicht fehlen! Düster, creepy, einschneidend, langsam aufbauend steigen wir in die Perle ein. Horrorfilm Fans werden sich direkt verlieben! Militärisch wird es auch noch mit Vocals, die durch ein Megafon in die Menge geblasen werden. Im Refrain bahnen sich die Wassermassen ihren Weg ins Tal und tragen alles hinfort, was nicht niet- und nagelfest ist. Richtig geil gemacht, mein absoluter Favorit! Wir sind LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt. Aber Oceans verabschieden sich nicht, ohne den letzten Punkt in Timos Aussage zu berücksichtigen: Hope. Hell, freundlich, eingängig, aufbauend kommt die Perle daher. Eine gewisse Ausgelassenheit blitzt durch die grauen, schweren Gewitter-Wolken. Die Welt wird erhellt. Kraftvoll, durchatmend, befreiend. Bewahrt Euch genau diesen Funken, dann erleuchten immer noch genug Lichter die aufkeimende Dunkelheit! Richtig schöner Ausklang mit der letzten Single! 

 

Fazit: Oceans sind wirklich eine wahre Pracht und Wucht! Ihr Bandname ist perfekt gewählt, denn nichts gleicht dem Ozean so sehr wie ihre Musik! Extrem abwechslungsreich, launisch, vielfältig, tiefgründig, urgewaltig, vernichtend, dennoch Trost spendend, melancholisch, trotzdem wunderschön. Eine so abwechslungsreiche Vielfalt in der Musik-Gestaltung ist wahnsinnig erfrischend und bietet extrem viele Möglichkeiten, auf die die Jungs nur zu gerne zurück greifen! Was hier passiert, ist wirklich gigantisch und die Band hat es verdient, auf dem Vormarsch zu sein! Sie bringen unglaubliches Talent mit, ergeben eine perfekte Einheit in ihrer Konstellation und haben mit Timo Rotten den besten Mann an ihrem Mikro! Das ist nicht nur Musik, meine Lieben! Zudem haben sie richtig gute Messages auf ihre Fahnen gebrannt und haben was zu sagen, was auch brachial in die Welt geschrien wird! Am 08.02. spielen sie übrigens mit Equilibrium, Lord Of The Lost & Nailed To Obscurity in Stuttgart! Diese Konstellation tourt aktuell durch die Lande und ihr dürft Euch dieses übermächtige Dröhn-Spektakel nicht entgehen lassen! Beste Gelegenheit, um sich von der brillianten Spieltechnik der Band zu überzeugen!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN! 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ca_KMgoWiQc&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=12&t=0s    Dark

 

https://www.youtube.com/watch?v=IJ7tJUU618U&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=10&t=0s    We Are The Storm! (Official Visualizer) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=cCC8f66MNIM&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=13    Paralyzed

 

https://www.youtube.com/watch?v=JeicW4LhglY&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=2    Hope

Den Künstler, um den es heute geht, muss man nicht mehr groß vorstellen. So viel hat er erreicht, so viele schöne Stunden Musik hat er uns beschert! Jetzt ist er das allererste Mal solo zu erleben. Es geht um Marko Hietala

 

Egal, ob mit seinem Haupt-Flaggschiff Nightwish oder mit seiner Band Tarot - Marco Hietala (so sein Künstlername) ist eine absolute Größe im Musikgeschäft! Musiker, Komponist, Sänger, Songwriter, Bassist - er hat viele Talente und alle investiert er in seine Leidenschaft Musik! Finnische Melancholie, verpackt in raffinierte Härte - das ist sein Markenzeichen! Umso mehr wird es die gigantische Fan Schar erfreuen, dass er jetzt auch unter eigenem Namen musiziert! 

 

Alleine ist er deswegen trotzdem nicht, Gitarre, Keyboard und Schlagzeug begleiten ihn trotzdem mit 3 fähigen Musikern. Trotz der freudigen Nachricht, dass das neue Nightwish Machwerk so gut wie fertig ist, hat er es geschafft, am 24.01.20 sein Solo-Debüt Pyre Of The Black Heart  über seine Label-Heimat Nuclear Blast veröffentlichen können. Und ich stelle es Euch heute vor! 

 

Den Anfang macht sogar die aktuelle Vorab-Single Stones. Melancholisch, eindringlich, packend, mystisch, kräftig, ausdrucksstark, mit leichtem Folk-Ansatz - so startet Marko in sein Debüt. Wunderschöne Melodien und eine gehörige Ansteck-Gefahr mit dem berühmt-berüchtigten Ohrwurm machen diesen Opener zu einer ganz besonders feinen Perle. Sehr geiler Einstieg! Das nächste Stück ist zwar keine Single, aber es gibt ein schickes Lyric Video und aufgrund der tief gehenden, ergreifenden Worte, die Marko uns mit The Voice of My Father  schenkt, lohnt sich ein Blick! Zudem ist es eine ergreifende Message, die Marko und seine Band mit melancholisch-gefühlvollem Prog Rock umsetzen. Einfach nur geil, wunderschön, verzaubernd und entfacht tausende Feuer! Weiter geht es mit Star, Sand and Shadow und Marko beweist ein Händchen für Abwechslung sowie neue musikalische Horizonte. Der Fokus liegt klar auf gigantischen Electro-Teppichen, der Rock wird akzentuiert eingesetzt. Ausdrucksstark, mystisch, geheimnisvoll, packend, vielseitig, schwarz-glänzend. Faszinierendes Lied! Dead God´s Son hingegen macht thematisch ja schon vom Lesen her klar, was Sache ist. Dafür wird es sehr gefühlvoll vorgetragen und der Prog Rock ertönt wieder. Im Refrain wird es kraftvoll und dramatisch. Richtig stark! Nightwish sind ja bekanntermaßen Götter der gigantischen Balladen. Wenn sie Balladen veröffentlichen, weint das schwarze Herz vor Freunde und möchte zerspringen, weil es so mit leidet und liebt. For You  fällt genau in diese Kategorie! Meterdicke Gänsehaut, Milliarden Liter Herzblut, unzählige brennende Kerzen, ein dunkler Glanz. Müsst Ihr Euch unbedingt anhören! Besonders der instrumentale Abschnitt ist der absolute Oberhammer! Die Riffs, die Melodien, diese Intensität - wooooooooooooooow! I Am The Way fährt dann wieder andere Stärken auf. Classic Rock, Prog, Melancholie, großspurige Ballade, verzweigte Klangspielereien, knarzende Geräusche, geheimnisvolle, teils gruselige Atmosphäre. Unbeschreiblich spannend, was hier passiert! Faszinierend! Vor allem die atemberaubenden Wechsel, Übergänge und die unvergleichliche Mischung machen diesen Diamanten so prachtvoll! Mein absoluter Anhör-Tipp! Runner of the Railways  klingt dann wieder anders. Pfeilschneller Folk Metal, Korpiklaani-Konkurrenz, Highway-Motorrad-Outlaw-Attitüde, Kick Ass Rock `n` Roll. Die dreckige, rotzfreche Drecksau und Party-Hymne des Albums! Auch zu diesem abgefahrenen High Speed Monster gibt es ein Lyric Video. Kann man nur empfehlen! Und auch hier gibt es unzählige kleine Details, die im Gesamtpaket ein fettes Ganzes ergeben und für den ultimativen Hör-Spaß sorgen! Death March For Freedom. Ein Titel, der zum Nachdenken anregt. Entgegen meiner Erwartungen, was jetzt kommt, punktet Marko hier mit 80er Jahre Classic Rock und einer rotzigen Punk Attitüde. Richtig cool gemacht! I Dream gönnt dem Hörer dann nach so viel Geschwindigkeit eine Verschnaufpause mit einer weiteren, wunderschönen, verträumten Ballade. Nur Gitarre und Marko sind zu vernehmen. Reicht schon voll aus für ein wunderschönes Lied! Schlagzeug und Bass gesellen sich trotzdem dazu und bringen eine rauchige leichte Jazz-Note mit ein. Einfach nur traumhaft! Auch hier findet sich eine gruselige Stelle, die perfekt auf Nightwishs Imaginarium gepasst hätte. Vielleicht doch ein Alptraum? Die Musik ist definitiv keiner, die ist ein Genuss! Damit sind wir LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Aber von Nightwish sind wir es gewöhnt, dass es ein grandioses Finale gibt! So auch in diesem Fall. The Truth Shall Set You Free ist eine geballte, gigantische Power-Melancholie-Gefühl-Ballade mit starkem Helden-Epos-Charakter. Was für ein schöner Schlusston! 

 

Fazit: Eines muss man über Marko Hietala definitiv sagen - er ist vielseitig! Prog, Folk Metal, Classic Rock, Punk, Nintendo, Kult Serien, Jazz - hier ist echt alles vertreten und niemand kann sagen, dass er hier nicht bedient wird! Zudem gibt es eine gigantische Gefühls-Palette: Melancholie, Ballade, High Speed, Grusel-Faktor, Witz, Freiheit, Nachdenklichkeit, Dankbarkeit - die Palette ist schier endlos! Marko ist und bleibt rundum ein Tausendsassa und sein Solo-Debüt kann locker mit seinem Flaggschiff Nightwish mithalten! Geht ins Ohr, bleibt im Kopf, ist in der Seele verewigt. Dieses Album DÜRFT Ihr NICHT verpassen! Ich kann es Jedem nur wärmstens empfehlen! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN! 

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ifc3gBsM6B0    Stones

 

https://www.youtube.com/watch?v=dwvqpRRCDdE    The Voice of My Father 

 

https://www.youtube.com/watch?v=0j3j4dfKel8    Runner of the Railways

Heute geht es um eine Band, die in der dunklen Electro-Welt schon als richtiger Mega-Star gelten darf! Seit ihrer Gründung haben sie immer größere Kreise ziehen und immer mehr Menschen erreichen können. Die Rede ist von der Eisfabrik!

 

Amphi, Darkstorm, Kasematten, WGT, M´era Luna, Autumn Moon - man könnte noch mehr aufzählen, so viele Szene-Festivals haben Eisfabrik schon bespielen dürfen! Wie es sich für eine Band mit diesem Namen gehört, gründeten sie sich im Winter 2011 / 2012. Wir feiern also nächstes Jahr 10-jähriges! Ihr unverwechselbarer Sound, der die genaue Handschrift von den beiden Elektronikern Der Frost und Celcius trägt, zusammen mit der wundervollen Stimme von Dr. Schnee, machen Eisfabrik zu einer der absoluten Granaten im dunklen Musik-Universum! Auch ihre musikalische Vergangenheit, die bei der Band selbst aber keine Rolle spielt, hinterlässt ihre Spuren im Sound-Kosmos. 4 Alben sind in der langen Zeit entstanden, das letzte (Null Kelvin) 2017, inklusive 4 EP´s und Singles. Die letzte erschien im letzten Jahres-Abschnitt 2019, nannte sich Rotationsausfall in der Eisfabrik und erwies sich als Einstimmung auf einen Longplayer. 

 

Eben jener ist heute frisch erschienen und hört auf den wundervollen Namen Kryothermalmusik aus der Eisfabrik. Kryo für eisig kalt, einfrieren, thermal für sehr warm, wohltuend - eine äußerst geniale Wort-Kombination, die die Musik der 3 Eis-Fabrikanten einfach nur auf den Punkt genau definiert. Wie der neue Langspieler des Trios klingt, das verrate ich Euch jetzt.

 

Den Anfang macht Deeper And Deeper. Monumentale Klangwelten, Geräusche aus der Fabrikhalle, allertiefster Gesang, verzerrter Gesang aus den tiefsten Tiefen der Hölle, hinzu kommen treibende Bässe und es wird eiskalt - das ist die Eisfabrik 2020! Welch fetter Einstieg mit einem bombastischen Opener, mit dem Eisfabrik mal richtig düster klingt und neue Facetten im Klang-Universum aufzeigt! Weiter geht es mit No Matter  und klang-technisch bleiben wir in der Fabrik. Treibende Bässe, pumpende Beats und ein bezaubernder Klang-Teppich sorgen für die perfekte Future Pop / EBM Verschmelzung und eine berauschende Dunkelromantik-Club-Ballade, die noch lange im Ohr bleiben wird! Weiter geht es mit We Don´t Care und eine weitere Neuerung im Klang-Kosmos ist zu entdecken: sanfte, melancholische Gitarren-Klänge leiten diese tief berührende, wunderschöne Dunkelromantik-Hymne ein, die dann mit der unverwechselbaren Eisfabrik-Future Pop-EBM-Mixtur verfeinert wird. Melancholisch und dennoch hell strahlend und nach Freiheit fordernd - Kryothermal einfach! Grim Reaper. Eine Thematik, die auch neu bei den Hamburgern ist. Sprech-Gesang und verzweigte Klangspielereien eröffnen, danach stampft geballter Electro-EBM in den Raum. Der Gesang von Dr. Schnee wird eindringlicher und die Eisfabrikanten ziehen den Hörer zum einen in ihren Bann mit eindrucksvoller Erzählkunst und Düster-Touch, zum anderen auf die Tanzfläche. Einfach nur geil! Den Track findet Ihr auch auf der Cold Hands Seduction Vol. 215  vom Sonic Seducer! Auch Lonely Like A Wolf  beginnt anders, als man das von den Herren gewöhnt ist. Ein Wolf leitet den Track passenderweise ein, danach knallt starker EBM aus den Boxen, der im Refrain mit melancholisch-dunkelromantischem Future Pop ergänzt wird. Faszinierend, was die Hamburger diesmal alles aus dem Hut zaubern! Too Late  beginnt mit knarzenden Sequenzen, unzähligen kleinen Klangspielereien und bläst fetten EBM Sound aus den Maschinen. Dr. Schnee singt melancholisch dazu und so bekommt das Lied einen bittersüßen Beigeschmack. Kalt, melancholisch, düster, trotzdem eingängig und dunkel-romantisch - Kryothermalmusik at its best und un-nachahmbar! Greetings From Far Away. Alleine schon von den Titeln her trumpfen die Fabrikanten diesmal ordentlich auf. EBM, Future Pop, Electro, leichte Trance-Ansätze, pumpende Bässe, treibende Beats, unterkühlte Atmosphäre, wunderschöne Melodien, berauschender Refrain mit Gänsehaut-Faktor 1000 - richtig schicke Perle! Passenderweise gibt es direkt im Anschluss die Journey Of Oblivion. Stampfend, mit unzähligen Klangspielereien gespickt, pfeilschnell, für die Tanzfläche gemacht, mitreißend. Fett, Jungs! Einfach nur fett! Die Single And Nothing Turns  von der oben erwähnten Warm-Up EP Rotationsausfall in der Eisfabrik  darf natürlich auch nicht fehlen und gibt es hier in der schicken Extended  Version. Behandelt wird hier die ewige Und täglich grüßt das Murmeltier-Thematik. Verlust eines geliebten Menschen, gebrochener Mensch, Stillstand. Umgesetzt wird das mit leichtem Klassik-Touch, tief berührendem Future Pop und einem gehörigen Schuss Melancholie. Wunderschöner, trauriger Diamant! Zum Abschluss gibt es sogar die ersten deutschen Lyrics dieser CD. Einfach nur packend und tief treffend! Nachdem es in die Ferne zog, geht es nun Back Home  mit treibendem Future Pop-EBM und melancholisch-befreiendem Touch. Richtig toll gemacht! Opposites Collide. Gegensätze kollidieren. Genialer Titel! Ähnliches trifft auch perfekt auf die Eisfabrik zu, ich würde kollidieren aber durch verschmelzen ersetzen. Hell, dunkel, kalt, dunkelromantisch, tanzbar, kryothermal - all das macht sie aus! Hier präsentieren sie stampfenden, pfeilschnellen, treibenden Electro-EBM-Future Pop, der klar auf die Tanzfläche schießt! Ich will Euch tanzen sehen! Damit sind wir LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber die Eisfabrik wartet noch mit einem ordentlichen Kracher auf! White Sheet  von der Vorgänger-EP Rotationsausfall in der Eisfabrik  erwartet Euch hier in der Kryothermalversion und präsentiert sich als knarzende, extrem düstere, eiskalte, einfrierende, zutiefst traurige, melancholische, ganz tief einschneidende Bestie. So etwas gab es noch nie aus der Eisfabrik! Einfach nur der absolute Oberhammer! Was für ein geiles Finale! 

 

Fazit: Eisfabrik-Fans aufgepasst! Die Hamburger warten mit einem Koloss auf! Hier regnet es Eiskristalle und -diamanten, die so noch nie aus der eisfabrik´schen Produktionshalle drangen! Eindringliche, geniale Erzählkunst, fast schon düstere Märchen werden hier in packende, abwechslungsreiche, wundervolle Klang-Teppiche gehüllt und mit unzähligen, raffinierten Klangspielereien gespickt, die wie tausende Nadeln in die Haut fahren! Eiskalt, dennoch umschmeichelnd melancholisch, herzzerreißend und dunkel-romantisch - die genialste Kryothermalmusik, die die Szene zu bieten hat! Die Eisfabrik erfindet sich neu und klingt einfach noch geballter und stärker als zuvor! Eine Band, die auch nach 9 Jahren immer noch ihre Musik toppen kann - da muss man den Hut ziehen! Ich oute mich als infiziert - dieses Album ist höchst ansteckend und die absolute Wucht! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN, WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN! 

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=zjaf1VZlqrk    And Nothing Turns

 

https://www.youtube.com/watch?v=kchosH4WiY0    Grim Reaper (vertreten auf Cold Hands Seduction Vol. 215 / Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=E-FxUuUDgkI   Grim Reaper (No Crop Without Seeds Mix)

 

PS: Das neueste Video befindet sich als Song auf der neuen EP Automatisierung in der Eisfabrik

Ein herzliches Willkommen im Jahre 2020! Uns erwartet ein weiteres, aufregendes, spannendes Jahr, vollgepackt mit unzähligen neuen Veröffentlichungen! In dieses möchte ich heute mit einer Band starten, die von sich sagen darf, dass sie wahre Shooting Stars ihres Genres sind! Jedes neue Album ist ein Genuss für ihre Fans. Die Rede ist von Erdling

 

2015 aus den ehemaligen Stahlmann-Mitgliedern Neill Freiwald und Niklas Kahl entstanden, haben sich Erdling in den 5 Jahren ihrer Bestehungszeit schon einen guten und mittlerweile großen Namen gemacht. Singles der Marke Blitz und Donner, Mein Element, Absolutus Rex, Tieftaucher, Wieso Weshalb Warum sowie Getrieben vom Hass feat. Marc von Caliban rotierten rasend schnell zu Publikums-Lieblingen, erreichten Kult-Status und wurden Evergreens der Bandhistorie. Auch einige Wechsel im Line-Up warfen die Jungs nie aus der Bahn und sie bespielten alle namenhaften Szene-Festivals. 3 Alben sind inzwischen entstanden, alle randvoll gepackt mit absoluten Krachern. Das Letzte erschien 2018 unter dem Namen Dämon und sie haben ihre Label-Heimat von Anbeginn an in Out Of Line gefunden.

 

Nachdem sie mit der Vorab-Single Wir sind Midgard nur noch zu dritt waren, sind Erdling wieder auf eine vier Mann starke Truppe angewachsen. Neben Frontmann Neill Freiwald und dem zweiten festen Bestandteil, Gitarrist Neno Knuckle / Ne Djentno sind nun auch Bassist Robin Sem Vedrfölnir / Robin und Schlagzeuger Christian Eichlinger dabei, Letzterer seit 2018. Nach der wuchtigen eben erwähnten Vorab-Single legen Erdling nun mit Album Nummero 4, genannt Yggdrasil, nach. Benannt nach der gleichnamigen Welten-Esche, ziert diese nun auch in ihrer ganzen Pracht das Cover des neuen Werkes. Bereits die erste Single deutete in die Richtung, dass es musikalisch ebenfalls eine Entwicklung zu vermerken gibt. Zusätzlich zur NDH gibt es jetzt auch einen Hauch Viking Metal im Sound. Ob sie dies nun mit dem neuen Album ausbauen werden? Die Thematik legt es nahe, die zudem mit dem Weltenbaum als Verkörperung des gesamten Kosmos zudem auch noch wahrlich übermächtig daher kommt. Seit dem 10.01.20 ist die neue Platte draußen, ich stelle sie Euch heute vor!

 

Los geht es mit dem Intro Hel und die Herrscherin der Unterwelt, Helheim genannt, verkündet von den aktuellen Bedrohungen, die Midgard befallen haben. Bestie Mensch als Hauptschuldiger selbstverständlich. Ihre letzten Worte Der Baum des Lebens stirbt hinterlassen eine Gänsehaut ... Insgesamt kommt das Intro sehr wuchtig und mit mächtigem Folk Metal Einschlag daher. Sehr geil gemacht, richtig feiner Einstieg! Mit der brandaktuellen Single Blizzard legen die Jungs dann richtig los. NDH verschmilzt mit brachialem Folk Viking Metal und getreu dem Titel vereisen sie die Überreste der sterbenden Welt. Im Refrain wird mit geballtem Gruppen-Gesang gebrüllt, ansonsten beeindruckt Sänger Neill wieder mit seinem urtypischen Klang. Der Text spricht Bände und ist ebenso genial wie wahr. Einfach nur fett! Erdling sind übermächtig zurück! Die schon oft erwähnte Vorab-Single Wir sind Midgard darf hier natürlich auch keinesfalls fehlen und mit ihrem neuen vierten Mann klingt sie umso brachialer. Definitiv zwei Kandidaten, die sich in die Reihe der Evergreens einreihen werden und schon bald zum Kult-Status rotieren! Besonders der Ohrwurm-Faktor der Vorab-Single unterstützt diese Entwicklung. Eben jenen Faktor findet man auch ab der ersten Sekunde bei der Über-Hymne Hundert Welten. Sie pendelt zwischen brachialem Gewitter, dunkel-romantischen Elementen und einer satten Electro-Schlagseite. Einfach nur fett und höchst ansteckend! Wie auf mächtigen Streitrössern preschen Erdling mit den Valkyren übers Schlachtfeld. Das Herr der Ringe Kopfkino ist wieder aktiv mit den Reitern Rohans! Am heiligen Hain ist eine weitere Single, die mich persönlich von der Grundmelodie her an Mono Inc.´s Children of the Dark erinnert. Aber Erdling brauchen keinerlei Vergleiche! Sie kommen ohne sie aus! Folk Metal, NDH, tief einschneidende Atmosphäre, tief treffende Worte, melancholisch-mächtige Grundstimmung. Ich sage nur: Am letzten grünen Platz auf Erden, da will ich sterben ... Ein weiterer Evergreen am Erdling-Firmament! Zudem zwei Kandidaten, die hundert pro im Live-Programm landen werden! Zwei übermächtige Gäste haben sich Erdling diesmal auch wieder an Bord geholt. Der erste ist Robse von Equilibrium, der den neuen Sound der Band natürlich am allerbesten repräsentieren und supporten kann! Dementsprechend dröhnt hier eine Mischung aus NDH und Viking Metal mit einem Hauch Death Metal aus den Boxen, die alles niederwalzt, was da kreucht und fleucht. Welch Über-Hymne! Ein Monster, welches sich den Begriff Evergreen in sein breites Streitschild schmieden wird! Headbangen vorprogrammiert! Im Namen der Krähe fungiert die Single als Beschützer der neun Welten und der Tiere sowie als deren Rächer, denn: der Mensch ist der Erde Untergang! Warum, seht Ihr im Video ... Sturmfänger. Oder um es mit Erdling zu sagen: Sturm-Entfessler! Trifft allerdings nicht auf dieses Lied zu. Sanft, ruhig, lichtgeflutet fängt das Lied an und Neill präsentiert seine zarte, romantische Seite. Im Refrain wird es urgewaltig. Auch diese Ebene steht Erdling sehr gut, wie sie bereits mit Stücken wie Firmament  bewiesen haben. Dieser Diamant verstärkt das tausendfach und entfacht aber Milliarden Kerzen. Feuerzeuge hoch, ich will ein Meer aus Lichtern sehen! Geht unter die Haut, bleibt in der Seele. Das bisher schönste Lied der Bandhistorie! Blut und Erde hingegen zeigt schon vom Namen her, dass es jetzt wieder deftig wird. Und zwar so deftig, wie Erdling noch nie los gelegt haben! NDH mit fetter Death Metal Schlagseite dröhnt da über den Hörer hinweg und spricht eindeutig für sich. Sogar ein Stückchen Folk findet sich zum Ende hin. Ich will Euch eskalieren sehen! Sogar der legendäre, oft beschriebene Grendel wird auf dem Album thematisiert. Das Grundgerüst von Absolutus Rex wird erneuert, erweitert und zum Obelisken ausgebaut. Was für ein episches Brett und Gedröhn aller göttlichster Güte! Das lässt sogar Walhalla erzittern und sprengt das Eis Jotunheims. Die letzte Single, zweite Vorab-Single sogar, darf natürlich auch nicht fehlen und der zweite Gast lässt von sich hören. Kein Geringerer als Label-Kollege Chris Pohl (Blutengel) unterstützt Erdling hier und eine wahre Düster-Hymne erklingt, die die neuen Stile von Blutengel und Erdling vereint. Richtig geil geworden und ein weiterer Evergreen ist ihnen sicher! Wölfe der Nacht - ein episches Tier, das auf so einem Album nicht fehlen darf und ein Lied, Neills Vater gewidmet! Allerherzlichstes Beileid an der Stelle; Walhall hat ihn sicher aufgenommen! Im Video ist auch Leo Dowidat (u. a. Model und bei Nuclear Blast) zu sehen. Lohnt sich also dreifach! Wir sind LEIDER, LEIDER zu meinem aller tiefsten Bedauern schon am Ende angelangt. Aber mit dem Herz- und Titelstück Yggdrasil entfachen Erdling nochmal ein Feuerwerk und lassen die Bestie von der Kette! Brachial, Yggdrasil verehrend, Walhall Tribut zollend, Über-Hymne, Ohrwurm-Faktor 1000, rauschende Feste, monumentales Gedröhn, höchst ansteckend! Wenn das nicht ins Live-Programm kommt, protestiere ich! Ein Lied, das man sich auch viermal hintereinander anhören kann, ohne dass es nervt! Was für ein geiler Abschluss, tausend Dank dafür! Mit epischsten Folk-Elementen endet das Album dann genauso mächtig, wie es auch begann.

 

Fazit: Erdling legen das bisherige Über-Album ihrer noch relativ jungen Bandhistorie vor und legen die Messlatte für 2020-Veröffentlichungen ordentlich hoch! Ein episches Gedröhn, das seinesgleichen sucht, erwartet die Hörerschaft, die jetzt um unzählige Wikinger erweitert werden wird! Dieses Album ist der absolute Oberhammer, der Euch gleich Thors Hammer Mjölnir direkt in die Fresse trifft und sich dort fest saugt, bis er mit Euch verwächst! Einfach nur krass, was die Jungs hier abliefern! So brachial, eindrucksvoll, vielseitig und übermächtig sind Neill und seine Mannen noch nie zu Werke gegangen! Ein Album voller Hits und ein Paukenschlag fürs neue Jahr! Mit Robse und Chris Pohl hat man zudem zwei Gäste an Bord geholt, die beide Richtungen der Band eindrucksvoll vertreten. Wer sich das entgehen lässt, wird nie die Tore Walhalls zu sehen bekommen! Nein, Spaß. Ihr dürft das nicht verpassen! Ich bin einfach nur überwältigt und bedanke mich zutiefst bei Erdling für dieses Monstrum!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=J5oMSIIQJqk    Wir sind Midgard

 

https://www.youtube.com/watch?v=W-ks3m1aOTs    Wölfe der Nacht (feat. Chris Pohl)

 

https://www.youtube.com/watch?v=gGB6Toat-p8    Im Namen der Krähe (feat. Robse Dahn / Equilibrium)

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=CVqUA_G5-a0    Am heiligen Hain

 

https://www.youtube.com/watch?v=YtGaEwoOF1s    Blizzard