Heute geht es um eine Band, die es einfach auch geschafft hat! Vom No Name zu einer festen Instanz und mit immer wieder rotierenden Club-Krachern hat sich dieses Projekt hoch gearbeitet und ist aus der Szene-Electro-Welt nicht mehr weg zu denken! Macht Euch bereit für die ultimative Club-Attacke genannt Chainreactor

 

2009 wurde die Band aus Düsseldorf von Jens Minor gegründet, hervorgegangen aus dem Electro-Industrial-Projekt Spawn Of Anguish. Zu hören ist eine geballte Mischung aus Rhythm ´n´ Noise, Electro und Industrial. Jens bearbeitet aber nicht alleine seit 11 Jahren seine Maschinen, seit Mitte 2012 ist Kay Schäfer als zusätzliche Unterstützung dabei und das sogar immer wieder am Mikro. 6 Alben und ein Remix-Rare Stuff-Werk sind in der Zeit entstanden, alle erschienen über ProNoize /Dark Dimensions. Zuletzt berichtete ich Euch 2018 von Decayed Values, zu der Zeit noch in meiner Tätigkeit als Orkus-Schreiberling.

 

Seit dem 27.03.2020 ist nun endlich Album Nummer 7 für Euch erhältlich, genannt Interlinked. Ich bin wahnsinnig gespannt und deswegen legen wir jetzt auch los! 

 

Den Anfang macht der Backslider. Faszinierende Klangwelten, gigantische Sound-Landschaften, wundervolle Spielereien, traumhaft schöne Melodien, urgewaltiges Dröhnen. Genauso kennen und lieben wir Chainreactor! Perfekter Opener, der natürlich auch durch wummernde Bässe bestärkt wird! Ich liebe diesen Sound! Dieses mal gibt es sogar eine Weiterentwicklung bei Chainreactor, die es bei den Klangwelten immer gibt. Dieses mal gibt es eine weitere Entwicklung und zwar Singles mit Video! Die erste haben wir jetzt im Player und die ist gleichzeitig Herz- und Titelstück: Interlinked! EBM Beats, knarzende Bässe, wundervolle Melodien, ungewohnt helle Aspekte in all den wummernden Klängen. Perfekte Single-Wahl, tolle Perle, neuer Dauerbrenner und Ohrwurm-Garantie! Nothing  hingegen legt da wieder ganz andere Marschrichtungen an den Tag. Wummernde Bässe, Geräusche wie auf einem Autorennen, glühende Motoren, dunkle Vibes, kaltes Nichts, tiefe Melancholie. Natürlich trotzdem äußerst tanzbar! Sehr geil gemacht! Dirty Jobs  spricht eigentlich schon vom Titel her für sich. Dirty dark bumping electro at its best! Hier kommt auch endlich wieder das Kalte, Düstere von Chainreactor zur Geltung! Erneute schwere Attacke auf die Tanzflächen der Republik, die ihren Tribut fordert und zahlreiche Tanz-Opfer mit sich bringt! Mit The Wicked  präsentiert sich die zweite Single, die sich wieder ganz anders anhört als die erste. Kalte Sequenzen, blubbernde Bässe, gute Beats, düster, Chemie-Labor, Nebel, düstere Magie. Ein wahrer Gänsehaut-Verursacher! Riot  ist eines der Chainreactor Stücke, die klanglich am meisten heraus stechen. Schwere Bässe, EBM Wurzeln, massives Stampfen, kalte Dunkelheit, schwere Geschütze, schweres Vorwärtswalzen. Ganz stark gemacht! Massiven Beschuss der Tanzflächen liefert hingegen Prey. Beten hilft hier aber auch nix! Flucht ist zwecklos, das Tanzbein muss mit! Die Energie muss ausgeschwitzt werden, wenn der Körper sich im Kugelhagel massivster Rhythm ´n´ Noise Bullets vergnügt! Die ultimative Samstag-Party-Nacht-Droge! Grey  ist die letzte Single und ist wieder gänzlich anders aufgebaut. Massives Stampfen, militant, düster knarzend, böse funkelnd, wummernde Bässe, dichte Sequenzen, verführerische Melodien. Erneuter Volltreffer in Richtung Tanzfläche! Ein richtig urtyischer Chainreactor Vertreter ist A bad mistake. Finsteres Funkeln, gefährliche Atmosphäre, druckvolle Klangspielereien, dunkles Wummern. Da hat Jemand wirklich einen folgenschweren Fehler begangen! Das richtig derbe Industrial-Electro-Brett ist Strike! Massiver Beschuss, scharfe Munition, gezieltes Schießen, Schweiß und Tanzlust liegen ebenso in der Luft wie der Schrei nach Revolution und Aufbegehren! Geiles Teil! Truth doesn´t care. Der Wahrheit ist es egal. Wundervoller, zum Nachdenken anregender Titel. Und so lange Ihr nachdenkt, lauscht den ultimativen Lauschangriffen dieser massiv wummernden Perle! Wir sind LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Wieder viel zu früh, wenn Ihr mich fragt. Aber kein Werk der Düsseldorfer ohne ein grandioses Finale! Dieses folgt in Form von The Raid. Verzweigte Elektronik, feinste Spielereien, Horrorfilm-Atmosphäre, knackige Sequenzen, extrem düster, extrem bedrohlich. Beängstigend und trotzdem genial gemacht! Faszinierender Ausklang! 

 

Fazit: Chainreactor sind und bleiben einer meiner absoluten Favoriten in dieser Stil-Richtung! Abwechslungsreich, wandelbar, vielseitig, unterschiedliche Stimmungen. Mal Horrorfilm, mal Revolution, mal Party-Sound. Und das alles immer mit ernsten Themen! Diesmal ist es wieder eine rein instrumentale Platte, wir müssen leider ohne Kays Gesang auskommen. Aber Jens und Kay schaffen es einfach wunderbar, alleine über ihre Klangwelten viel zu erzählen! Da braucht man keinen Text, man spürt, worum es geht! Erneuter Beweis dafür, dass die Düsseldorfer eine feste Instanz sind, mit der im Tanzflächen-Sektor zu rechnen ist und sie gehören einfach mit zu den Besten! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL GERADE ZU CORONA-ZEITEN KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=vu2_AppAWEU    Interlinked

 

https://www.youtube.com/watch?v=kMK_pokOIrs    Grey (ebenfalls vertreten auf der Cold Hands Seduction Vol. 2017, Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=p7IcGCdx22g    The Wicked

 

https://www.youtube.com/watch?v=MINsdOngyHE&list=OLAK5uy_lDbhbK4oMq6qygtYduBRxmU-YLyWhqfIg    A bad mistake (vertreten auf Orkus Compilation 150)

Ich habe heute ein weiteres, besonders kräftiges Zugpferd aus dem Einheit Produktionen-Stall, welches sogar neu in ihren Stallungen ist und vor allem kommt es auch noch aus unseren Landen! Auch wenn die Black Death Metaler mittlerweile einiges an Aufmerksamkeit erregt haben, will ich ihren Bekanntheitsgrad heute um ein Vielfaches erweitern! Macht Euch bereit für Invoker!

 

Im November 2010 wurde die Band durch Schlagzeuger Tino Schumann und Sänger sowie Saitenhexer Tino Büttner gegründet. Da hier noch Verstärkung benötigt wurde, trat Gitarrist Christian Ulbrich bei. Die Arbeiten an eigenen Liedern nahmen schnell Fahrt auf und Gestalt an, so dass ebenso schnell eine Mixtur aus Black und Death Metal entstand. 2013 erschien ihr Debüt Album A New Age, zu dem Zeitpunkt noch über Godeater Records. Das lyrische Konzept drehte sich um den Tod mit all seinen unterschiedlichen Gesichtern und Aspekten. Gefördert wurde das Album durch zahlreiche Live Auftritte, u. a. auf dem Under The Black Sun Festival. Außerdem spielten die Herren mit Urgesteinen Marke Melechesh, Koldbrann, VON, Alchemyst und Eisregen. 2014 folgte die erste eigene Headliner-Tour in der Schweiz. Zudem wurden die Niederlande, Belgien und Deutschland bespielt. 2015 dann der Nachfolger Aeon, der über Non Serviam Records veröffentlicht wurde. Musikalisch gab es eine Veränderung, bei der die Herren dem Stil treu blieben, Sound und Arrangement jedoch um einiges gereifter erklingen ließen. Seit 2016 ersetzt Nico Hünniger Christian Ulbrich an der Solo-Gitarre. Zudem ist 2019 als viertes Mitglied Bassist Ingo Rusche zur Band gestoßen.

 

Seit dem 27.03.2020 ist nun endlich Album Nummero 3, Towards The Pantheon Of The Nameless, über Einheit Produktionen für Euch erhältlich. Hier unterschrieb die Band 2019. Dieses dritte Werk soll sich laut Promo Aussage stark von seinen Vorgängern unterscheiden und eine weitere Veränderung / Weiterentwicklung darstellen. Vom alten Stil wurde wohl nix verworfen, aber einige neue Elemente sollen die musikalischen Ergüsse auf erfrischende Art und Weise beleben. Ich bin echt gespannt und deswegen geht es jetzt auch endlich los!

 

Den Anfang macht Crumbling Sky. Klangwelten wie direkt aus dem Universum aufgenommen, epische Konstrukte, helle Passagen, monumentale Kulissen, dennoch eine gewisse Schwere und große Finsternis. Was für ein gigantischer Opener, der direkt in die Seele strahlt! Weiter geht es mit dem Herz- und Titelstück Towards The Pantheon Of The Nameless, welches zwar weiterhin auf Black und Death Metal basiert, aber zwischendrin mit heroischem Heavy Metal aufwartet. Gekonnt spielt die Perle mit den Stilen, wechselt sie blitzschnell und hält sogar akustische Ruhepausen bereit. Einige Elemente haben sogar einen leichten Hauch Pagan Metal inne. Einfach nur genial, was ich hier vernehme! Sogar Rock und Hard Rock sind stellenweise zu vernehmen! Einfach nur stark und extrem abwechslungsreich! Im Anschluss geht es auf eine Journey To Darkness. Kräftige Gitarrenklänge und gedämpfte Schlagzeug-Parts im Hintergrund machen den Anfang, bevor erneut bissiger Black Death Metal in die Szenerie walzt. Dann wird es wieder ruhig, fast schon besinnlich. Heavy Metal, Rock, wunderschöne Melodien. Die Ruhe vor dem Sturm, bevor es wieder brachialer wird. Wahrlich wunderschön, die Reise zur Dunkelheit verläuft also über verschiedenste Ebenen! Nicht so düster wie erwartet, aber dennoch äußerst bekömmlich und zu empfehlen! Dark. Ein kurzes, aber intensives, episches, düsteres, einschneidendes, tief treffendes Begräbnis-Instrumental. Die fast geisterhaft wirkende Kinderstimme in Verbindung mit den tieftraurigen Melodie-Fluten verursacht die reinste Gänsehaut. Einfach nur ergreifend und wunderschön! Mittlerweile haben wir die Devils Door  erreicht. Brachialer, schneller Black Death Metal, Pagan Metal Elemente, Heavy Metal Breitseite, kräftige Walzen. Tinos Stimme wird wieder mehr Bedeutung verliehen. Bisher hielt er sich eher im Hintergrund, hier bekommt er wieder vollen Einsatz. Zwischendrin hallen verzweifelte Schreie durch die Kulisse. Sehr geiles Brett! Es folgt der Fall Into The Void. Es wird immer düsterer, eingängiger, abwechslungsreicher. Black Death, Heavy Metal, ordentliches Gedröhn, deftiges Gegrunz von Tino, derbe Walzen, leichter Doom Anteil. Episches Brett! Breathless  setzt genau da an, wo sein Vorgänger abrupt aufhört und führt es glorreich fort. Hell, eingängig, Heavy Metal der alten Schule. Es ist faszinierendes, höchst talentiertes, wundervolles Gitarren-Soli zu vernehmen, im Hintergrund dröhnt der Bass. Mehr braucht es auch gar nicht! Einfach nur traumhaft schön sowie dunkel-elegant! Als nächstes geht die Reise Above The Stars. Deftiger Black Death Metal, Heavy Metal Anleihen, treibende Walzen, pfeilschnelle Attacken, begleitet von ruhigeren Passagen. Einfach nur überwältigend! Wir sind LEIDER, LEIDER mal wieder am Ende angelangt und es kommt VIEL zu früh! *schnief* Aber dafür halten die Herren noch etwas ganz Besonderes für Euch bereit: The Veils Of Golden Light! Dementsprechend hell, lichtgeflutet, anmutig, episch ist diese Perle auch. Dennoch hagelt es massiven Black Death Metal und die Herren powern sich nochmal ordentlich aus! Deftige Salven, derbe Walzen, pfeilschnelles Geschrubb, Heavy und Pagan Anleihen, gute Doom Breitseite! Was für ein monumentales Finale! 

 

Fazit: Der Promo Text verrät nix Falsches, dieses Meisterwerk unterscheidet sich wirklich von seinen Vorgängern! Invoker sind zwar trotzdem mit Herz und Seele im Black Death Metal verankert! Dennoch gibt es allerlei Überraschungen zu entdecken: Heavy Metal der alten Schule, ein Hauch Pagan, eine gute Doom Breitseite, ruhige eingängige Passagen, helle Momente, schwere Melancholie und Traurigkeit. Man muss einfach sagen, dass der Albumtitel und sein monumentales Artwork musikalisch perfekt umgesetzt wurden! Die vier Herren nehmen uns mit auf eine Reise durch die ehrfürchtigen Hallen des Pantheons. Geisterhaft, Gänsehaut erzeugend, tiefe Trauer, Beerdigung, gleichzeitig etwas Helles, Gut tuendes. All das vereinen sie zu einer ureigenen Mischung, die ihnen Einzigartigkeit verschafft! Ich glaube, Invoker haben zu ihrem Sound gefunden! Zudem ergeben sie eine perfekte Einheit, alle Mitglieder sind Götter an ihren Instrumenten, die sie so lange malträtieren, bis sie das Ultimative aus ihnen heraus geholt haben! Tino ist die perfekte Mikrofon-Besetzung für diese Mixtur, hält sich anfangs noch eher zurück und versorgt gegen Ende die Walzen & Salven seiner Mitmusiker mit deftigem Gekeif. Alles in allem ein rundes, monumentales Werk, das Ihr Euch nicht entgehen lassen dürft! 

 

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Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=wfwbB9peoEo    Above The Stars

 

Eine weitere dienstältere Band, die leider noch nicht den internationalen Bekanntheitsgrad erreicht hat, den sie verdient hat, habe ich heute für Euch. Sie waren zwar im Vorprogramm von Namen wie Paul D´ Anno (ex-Iron Maiden), Alestorm, Children Of Bodom, Steve Grimmet oder auch on Tour mit Stratovarius, aber ihre Bekanntheit muss definitiv noch größer werden und dazu werden wir ihnen nun verhelfen! Macht Euch bereit für Darker Half

 

2005 wurde die Band von Sänger und Gitarrist Vo Simpson in einer High School in Sydney gegründet. Sie bespielten Hallen und (illegal) Pubs. Die erste größere Publikums-Aufmerksamkeit erhielten sie beim ersten Metalstock Festival 2005. Der erste Ausflug in eine breitere australische Metal Community! Der damalige Schlagzeuger Jim Bridgeman und Bassist Max Griffiths verließen die Band mit Abschluss ihres Abiturs und wurden durch Benito Martino am Schlagzeug und Bassist Simon Hamilton ersetzt. Letzter ist Darker Half bis heute treu geblieben. Die erste EP Enough Is Enough  veröffentlichten sie beim zweiten Metalstock. Ein Song davon wurde in den Soundtrack zu DarkLoveStory  aufgenommen. 2006 und 2007 bespielten sie einige Orte an der Ostküste Australiens und alle drei Outdoor Metalstocks. Nick Alderton, bisheriger Gitarrist, wurde 2008 von Vos Bruder Dom ersetzt, der ebenfalls bis heute zum Line-Up gehört. 2009 erschien dann auch endlich nach vier Jahren das Debüt Album Duality  und dieses wurde von niemand Geringerem als vom ehemaligen Dimmu Borgir  Gitarrist Astennu produziert!  Der Song Take The Plunge  aus diesem Album wurde in den Soundtrack zu Acolytes  aufgenommen. 2009 stieg Benito Martino aus, Vos Bruder Dom wechselte an die Trommelhölzer und Brad Dickson stieg als neuer Gitarrist ein. Daraufhin gab es eine nationale Tour mit Queensryche  und das erste internationale Screamfest in Sydney wurde bespielt. 2011 folgte der Nachfolger zum Debüt Album, alle australischen Landeshauptstädte sowie viele wichtige regionale Zentren wurden während der Tour zum Album bespielt und sie leiteten das Whiplash Festival in Brisbane. 2012 war das Jahr der Nebenprojekte, unter anderem spielten Vo und Dom in der Begleitband von Tim "Ripper" Owens (u. a. Iced Earth) während seiner Australien- und Neuseeland-Tour. 2014 dann das dritte Album und die erste USA-Tour. 2015 verließ Brad Dickson die Band und wurde durch Jimmy Lardner-Brown an der Gitarre ersetzt, er zuvor mit Vo und Dom in der Begleitband von Tim "Ripper" Owens gespielt hatte. Im Februar 2016 erschien das dritte und bis dato aktuellste Album Never Surrender  nochmal über das schon eher bekannte Fastball Label. Im Juni des selben Jahres  gab es die letzte VÖ in Form der Classified  EP anlässlich ihrer ersten Tour. Am 15.04.2020 gab es eine traurige Nachricht, denn der ehemalige Gitarrist Brad Dickson verstarb. An dieser Stelle noch einmal mein allerherzlichstes Beileid! 

 

Es gibt aber auch höchst erfreuliche Neuigkeiten für dieses Jahr und die Dunkle Hälfte, denn seit dem 27.03. ist das neue Album If You Only Knew  über Massacre Records für Euch erhältlich! Laut Vo ist dieses Werk für die Jungs ein Schritt nach vorne. Zum allerersten Mal in der Bandgeschichte wurde alles im bandeigenen Studio aufgenommen, was viel mehr Kontrolle über viele Details mit sich brachte. Eine Erfahrung, die der Band sicher vieles aufs Pluskonto bringt! So blieb nämlich auch mehr Zeit, Verschiedenes auszuprobieren und parallel zum Songwriting konnte mit den Aufnahmen begonnen werden! So wurde sich im Vergleich zu früheren Werken mehr auf Gesangs-Arrangements und Songwriting konzentriert, was vorher in Proberaum- oder Live-Umgebung geschrieben wurde. Eine ganz neue Erfahrung, dafür das ganze Studio zu nutzen! Als kleine Überraschung gibt es diesmal auch allerlei prominente Gast-Beiträge, die ich Euch zu gegebener Zeit verrate! Isolation war diesmal ein großes Thema, welches sich durchs Album zieht, war aber eher unbewusst, da die Jungs kurz nach ihrer Europa-Tournee mit dem Songwriting anfingen und sich in ihrer Heimat irgendwie "fremd" fühlten. Das düster genial bedrückende Artwork stammt von Karim König und basiert auf dem Stanczyk  Gemälde aus dem Jahre 1862 vom polnischen Künstler Jan Matejko! Jetzt habt Ihr alles Wissenswerte erfahren, dann widmen wir uns endlich der Musik! 

 

Den Anfang macht die Glass Coloured Rose, eine Heavy Power Thrash Metal Bestie mit viel Herzblut, Eingängigkeit, Bitterkeit, Gefühl und Benzin im Blut! Hier gibt es auch schon die erste prominente Unterstützung! Stu Marshall (ex-Dungeon, Night Legion, Blasted To Static) übernimmt hier die zusätzliche Lead Gitarre! Betörend, magisch, bombastisch, traumhaft schöne Soli, gigantische Riffs, unbändige Power! Was für ein Einstieg! Es folgt die erste Single und auch hier geht es äußerst bombastisch zu! Extrem eingängig, kraftvoll, straight nach vorne, dennoch wieder mit bitteren Gefühlen und einer deftigen Melancholie. Ein starker Single Kandidat! Hier ist Brendan Farrugia (Envenomed) an einer zusätzlichen Lead Gitarre zu vernehmen! Die zweite Single Into The Shadows  präsentiert sich direkt im Anschluss an Falling. Power Metal, Alternative Rock Einflüsse, höchst emotional, himmlische Melodien, geht unter die Haut und direkt an die Seele! Wunderschön, abermilliarden Kerzen brennen! If You Only Knew, das Herz- und Titelstück, fängt sehr düster bedrohlich an. Prog Metal, düsterer Klargesang, dann hellt es etwas auf, aber die dunklen Wolken bleiben und aus jeder einzelnen Zeile tropft Blut! Bedrückender Text, hoch emotionale Stimmung, gigantische Übergänge, starke Wechsel, dunkel-balladesk. Jetzt wisst Ihr, was es mit dem Albumtitel auf sich hat! Wundervolle, dunkel glänzende Herzschmerz-Perle! Mit Sedentary Pain  wartet ein wahres Opus auf! 07:14 min Spielzeit, dröhnende Drums, großspurig heroische Atmosphäre, wundervoller Klargesang, deftig düstere Growls von Dave Lupton (Flaming Wreckage)  und Giacomo "Halfhead" Mezzatesta, kraftvoller Power Metal, glorreiches Feeling. Einfach nur bombastisch und ein wahres Theaterstück! Solche Perlen sind nicht nur Musik! Gegen Mitte prescht sogar ein wahres Klang-Gewitter los! Chris Themelco (Orpheus Omega) trägt seinen Teil an der zusätzlichen Lead Gitarre zu bei und hat zusätzlich das Mischen der Platte übernommen! Einfach nur gigantisch, mit Death Metal typischen Drum-Attacken! Äußerst vielseitig! The Bittersweet Caress  sagt eigentlich schon alles, aber wer hier schwere Trauer erwartet, liegt extrem falsch! Deftige Heavy Thrash Metal Walzen, blitzschnelle Drums, massives Gedröhn, kräftiger Klargesang, Marcos Rodriguez (Rage) an der zusätzlichen Lead Gitarre. Ein keifendes, an der Kette zerrendes, mit den Hufen scharrendes Biest! Auch Thousand Mile Stare  bahnt sich in einer ähnlichen Richtung schnaubend, walzend, keifend, massiv stampfend seinen Weg und mäht dabei alles nieder! Er hat aber auch seine emotionalen, tief treffenden, fast schon heroischen Momente! Geiles Teil! Poseidon. Jemand, den man hier nicht erwartet - aber er ist hier! Gloryful Power Heavy Metal im Stil von Iced Earth, starke Erzählung, heroisch, monumental, wundervolle Melodien, traumhaft schöner old school Metal! Eines meiner absoluten Highlights! Wir sind LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt *schnief* Aber wie heißt es hier so schön? This Ain´t Over! Glorreicher Heavy Power Melodic Metal, kraftvoll, hell, extrem emotional, strahlend heroisch! Was für ein geiles Finale! 

 

Fazit: Ich muss sagen, ich bin echt baff! So geiler, abwechslungsreicher, genialer Metal und noch nie davon gehört?! Das ist eine große Schande und ich bin überglücklich, mit meiner Rezension dazu beizutragen, dass die Jungs die Aufmerksamkeit erhalten, die ihnen zusteht! Äußerst talentierte Musiker, eingespieltes Team, eine Einheit, ein klasse Sänger, äußerst vielseitig durch verschiedenste Musikgeschmäcker der einzelnen Mitglieder! Was Ihr hier habt, ist ein Heavy Power Melodic Metal Highlight der besonderen Art, höchst emotional, mit allerlei Einflüssen, von Thrash über Prog und Death bis hin zum Alternative Rock. Riesen Bandbreite, genauso großes Hörerlebnis! Der absolute Hammer! 

 

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Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=Bs5IKLVp6Vs    Falling feat. Brendan Farrugia (Envenomed) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=LiKsJO1-Tvg    Into The Shadows 

Wahre Metal-Legenden - wer kennt sie nicht?! Jeder, selbst wenn er es selber nicht hört, kann mindestens 3 aufzählen, da man die Namen einfach kennt. Ich habe ja bereits erwähnt, dass es mich wahnsinnig ehrt, für solche Legenden eine Rezension zu schreiben! Der heutige Kandidat ist ein wahres Urgestein, den man vielleicht vom Klang her nicht kennt, aber dessen Namen man sicher schon mal gehört hat! Es geht um OZ

 

OZ ist eine finnische Urgestein Heavy Metal Band, die ursprünglich 1977 (!) in Nakkila gegründet wurde. Seit 1983 sind die Herren aber in Schweden aktiv, da sie nach der Veröffentlichung des zweiten Albums nach Stockholm umgezogen sind. Als einziges verbliebenes Gründungsmitglied ist nur noch Schlagzeuger Mark Ruffneck (Pekka Mark) übrig geblieben, der der Band bis heute treu geblieben ist. 1991 wurde die Band aufgelöst, Mark rief sie allerdings 2010 erneut ins Leben und ist somit erneut Gründungsmitglied. 1983 sorgte ihr legendäres Album Fire In The Brain  für Furore, eine wahre NWOBHM (New Wave Of British Heavy Metal) Welle wurde los getreten, Fans und Presse gleichermaßen waren außer sich. Danach kamen die Herren leider nie wieder an diesen Erfolg heran, was dann 1991 schließlich Grund und Auslöser der Auflösung war. Seit 2010 ist die Band aber wieder am Start und legt gut nach! Vorher noch bei AFM Records beheimatet, sind die Herren nun stolzes Steckenpferd von Massacre Records. Im Laufe der Jahre sind Mitglieder natürlich gekommen und wieder gegangen, die Liste der Mitmusiker zieht sich schier endlos hin. Zuletzt verließ Sänger Ape De Martini (Tapani Hämäläinen), der auch schon von 1977 - 1991 und wie Mark ab 2010 wieder am Mikro stand, 2016 die Band. Aktuell wird Mark von Bassist und Zweitstimme Peppi Peltola (seit 2015), den Gitarristen Juzzy Kangas und Johnny Cross (Beide seit 2015) sowie Sänger Vince Koivula (auch bei Rust ´n´ Rage Sänger, seit 2016) begleitet. 2017 erschien das letzte Werk Transition State  über AFM Records.

 

Seit dem 22.03.2020 ist nun schon das aktuelle Album Forced Commandments  für Euch erhältlich und nun sind OZ wie gesagt Mitglied der Massacre Records Familie. Wie sich die Herren im Jahr 2020 schlagen, finden wir jetzt heraus! Ich bin mega gespannt!

 

Den Anfang macht Goin´ Down  und düster epische Horrorfilm-Szenarien leiten in den Opener ein, bevor guter alter Heavy Metal vom Zaun bricht und sich blitzschnell aus den Boxen auf den Weg zu Euch begibt. Vince liefert kräftigen Klargesang und eine gute Rockröhre ab. Eine wahre Motorrad-Outlaw-Hymne, die da zu Anfang über den Asphalt brettert! Fetter Einstieg! Im Anschluss präsentiert sich die Single Prison Of Time, die im Gegensatz zum Opener melodisch, packend und emotional daher kommt, dabei aber kraftvoll bleibt. Eingängig, emotionaler Klargesang, kräftiger Männerchor im Refrain. Eine wahre Power Melodic Heavy Metal Perle, die für Freiheit, Kettensprengung und Warrior steht! Fäuste hoch und die Message mit in die Welt schreien! Perfekter Kandidat für eine Single! Switchblade Alley. Ein Name, der Gold inne hat. Kraftvoll mitreißender Outlaw Heavy Metal, der straight nach vorne geht; man hat direkt die typische Live Pose der Gitarristen und des Bassisten vorm geistigen Auge! Treibend, emotional, einschneidend, mitreißend. Einfach eine ganz schicke Power Heavy Metal Hymne! Revival  hingegen bleibt zwar emotional, legt aber deutlich mehr Kohlen auf und prescht zu Felde! Eine melodisch eingängige, mitreißende, etwas traurige, dennoch kraftvoll wunderschöne Heavy Metal Hymne, die beweist, dass mit den Herren bis heute zu rechnen ist! Eine Hymne, die die Band zudem herrlich beschreibt, denn Revival ist die Wiederbelebung! OZ are back and they are stronger than before! Zum Finale gibt es noch ein richtig deftiges Feuerwerk direkt auf die Zwölf! SO muss Heavy Metal! The Ritual  hingegen ist okkultisch, mystisch, magisch, geheimnisvoll angelegt und wäre den Burning Witches wie auf den Leib geschneidert! Ja, der magische Geheimbund und die Brüderlichkeit funktionieren auch hier! Fettes Brett! Die Spiders  gehen in eine ähnliche Richtung, sind aber deutlich düsterer, angriffslustiger, bedrohlicher, geheimnisvoller. Sie erinnern an den verbotenen Wald aus der Harry Potter   Welt. Wundervolle, betörende, magisch anziehende Perle! Long And Lonely Road  spricht eigentlich schon alleine für sich. Eingängig, romantisch, tieftraurig, einschneidend, abermilliarden brennende Kerzen, tief berührender Gesang von Vince. Eine wunderschöne Metal Ballade! Unvergessliche, zeitlose Melodien inklusive! Nach so viel Gefühl legen die Nordmänner wieder richtig los und schießen scharf! Die Heavy Metal Outlaw Biker zeigen dem Liar  den fetten Mittelfinger und rechnen gescheit ab! Da ist Jemand sauer! Damit wäre das Album eigentlich schon zu Ende, aber Euch erwartet noch bisschen was. Unter anderem das zeitlich und musikalisch heraus stechende Diving Into The Darkness. Kräftig, treibend, Erzähler Passagen, kräftiger Klargesang, Rockröhre, spannend, mitreißend, emotional, legendär. Ein wahres Epos, das sich da erhebt! Ganz starke Hymne! Bei all den Ketten sprengenden Thematiken, die das Album beinhaltet, darf Break Out  natürlich nicht fehlen! Kräftiger old school Heavy Metal Hymne mit Rockröhre, stahlhartem Sound, Freiheitsdrang, peitschendem Andrang und deftigem Männerchor! Die Ketten zerspringen in tausende Einzelteile und selbst die werden noch zermahlen! Fett! Nun folgt aber wirklich der Schluss-Akkord und dieser kommt mit einem Live-Ausschnitt! Zumindest wird er so eingeleitet, erweist sich dann aber doch als brandneuer Track! Kräftig, alles weg blasend, heroisch, angriffslustig, emotional, ein wahres Kriegsgewitter! Hier wird ordentlich zu Felde gezogen mit erhobenem Schwert! Eine solche Hymne gehört auf jedes anständige Metal Album und hier ist es der krönende Abschluss!

 

Fazit: OZ haben es immer noch voll drauf! Die Herren sind kräftiger, wuchtiger, geballter denn je zurück und überzeugen mit einem Album, das es in sich hat! Zwischenmenschlisches, Freischlag, Kriege, Einsamkeit, Okkultes - Hier sind viele Themen eingebettet und die Texte schreibt das Leben selbst! Mit Vince Koivula haben die Nordmänner einen extrem würdigen Nachfolger erhalten, dessen Stimme perfekt in die musikalische Ausrichtung passt und den Salven seiner Mitmusiker ordentlich Pfeffer dazu gibt! Die Legende lebt und sie beweist Euch, dass sie nicht zum alten Eisen gehören, sondern los powern wie sämtliche Jungspunde im Metal! Die langjährige Erfahrung hört man den Herren definitiv an, die Melodien und Riffs verursachen die reinste Gänsehaut! Für mich definitiv eines DER Highlights im Heavy Metal 2020! Rundum geiles Album, das Mark und seine Jungs zurück zur Spitze verhelfen wird! 

 

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Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=6YTewNnWQtI    Prison Of Time

 

https://www.youtube.com/watch?v=FzHsHtgRsMM    Goin´  Down (Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=U2OgA0SGVKc   Break Out (Lyric Video) 

Es wird mal wieder Zeit, die derbere Musik-Front zu bedienen! Dabei ist es auch immer wieder schön, auf neue Bands zu stoßen. In dem heutigen Fall ist es definitiv keine neue Band mehr, immerhin gibt es sie seit 11 Jahren, aber ich kannte sie vorher gar nicht und ich bin der Meinung, wir sollten ihren Bekanntheitsgrad so oder so erweitern! Anschnallen für Disminded!

 

2009 gründete sich die Ruhrpott Band, genauer gesagt kommen die vier Jungs aus Wesel am Niederrhein. Ihre Musik ist definitiv nix für Weicheier und Weichspülmusik-Liebhaber! Zum einen mischen die Jungs Thrash und Death Metal zu ihrer ureigenen, explosiv derben Mischung mit dramatischen Melodien, beinharten Grooves und ordentlich Tempo unterm Kessel. Zum anderen gibt es dazu tiefgründige, unverschönte Lyrik direkt aus den tiefsten Abgründen: Verzweiflung, Angst, Sucht, Verrat und Gewaltfantasien. Also definitiv nix für Zartbesaitete! 2012 kam es zu ersten professionellen Aufnahmen mit Unterstützung von David Jordan (Long Distance Calling Gitarrist). Mithilfe dieser 4 Track EP konnten Disminded ihren regionalen Kreis überregional ausdehnen. Das schweißt zusammen und die Jungs sind aufeinander eingespielt. Aktuell besteht die Band aus Schreihals Kevin, Bassist Bürste, Gitarrist Auer und Schlagzeuger Kalle. 2014 folgte das Debüt Album Out of the Ashes. Im Anschluss war jetzt lange Funkstille.

 

Der Vierer lag aber keineswegs auf der faulen Haut und nutzte die Zeit für Live-Aktivitäten und Songwriting, so dass seit dem 13.03.2020 endlich der Beheading The Snake  für Euch erhältlich ist. Beheimatet sind die Jungs übrigens bei STF Records. Um dieses Album geht es heute und ich bin echt gespannt! 

 

Das Herz- und Titelstück Beheading The Snake  macht auch direkt den Anfang, um zu demonstrieren, was die Jungs damit ausdrücken wollen. Düsteres Gedröhn, ordentliches Geschrupp, gutes Tempo, Death Thrash, finsterstes Gekeif von Kevin, walzende Salven. Starker Opener, der einen guten Eindruck davon macht, wie die Ruhrpott-Todeswalze agiert! Übrigens heißt es übersetzt die Schlange enthaupten. In Verbindung mit dem Artwork sollte klar sein, was damit gemeint ist: die inneren Dämonen bekämpfen. Ob daraus eine Hydra wird, der jedesmal dafür zwei neue Köpfe nachwachsen, hat man immer selbst mit in der Hand, wenn man die Oberhand behält ... Mit dem selbstbetitelten Disminded  wollen sich die Jungs direkt selbst vorstellen! Dabei gibt es düster walzenden Death Metal, scharfe Salven, Gewitter-Kriegs-Drums und deftiges Growlen. Downtempo und optimal zum Headbangen! Ich will die Matte rotieren sehen! Der Bandname heißt übersetzt übrigens entmutigt, was perfekt ins Bandkonzept und zu den Inhalten der Songs passt. Unterstützt werden die Jungs hier mit deftigen Growls von Dirk (Fleshworks). Overdose  zeigt genau an, in welche Richtung es geht. Dementsprechend aufgedreht, temporeich, abräumend geht es hier zu und die Jungs legen einige Schippen drauf! Zeit zum Eskalieren meine Damen und Herren! Brave New World  legt den Fokus eindeutig auf den Thrash, aber die düsteren Death Metal Parts bleiben nicht aus. Breakdowns, High Level Tempo, ein Sound, der alles niederwalzt, scharf geschossene Attacken. Auch Flucht bringt hier nix, der Kugelhagel trifft Euch so oder so! The Way I Hate. Der Ton wird schärfer, die Attacken steigern sich, es wird bedrohlich und der Feind sitzt im Nacken. Deftige Thrash-Walzen schieben sich aus den Boxen, vermischen sich mit genialen blitzschnellen Breakdowns und Übergängen, das Tempo wird erneut hoch geschraubt! Wer hier nicht eskaliert, ist selber schuld! Das ist geballter, heraus gesprengter Hass! I Am You  hingegen macht den Weg für derben Death Metal frei. Scharfe Salven, verwegene Klangwelten, böse funkelnde Riffs, finsteres Gekeif. Death Metal Western at its best! Zwischendrin gibt es eine kleine Verschnaufpause, danach walzt sich der Death Metal langsam bedrohlich wie schleichendes Gift aus den Boxen. Sehr geil gemacht! Das dunkle, verborgene, böse Ich gewinnt die Oberhand. Auch hier gibt es Unterstützung am Mikro. Chicken und Nick (Home Reared Meat) sind hier zu hören! Parasite Inside  passt da thematisch perfekt dazu und der wird mit blitzschnellem Thrash Metal bekämpft! High Level Tempo, scharfe Salven, totale Eskalation, grandiose Melodien, rasierklingenscharfe Lyrics! Die Riffs lassen jedes Metal Herz höher schlagen! Mit Carved In Stone  und 07:27 min Spielzeit erwartet uns das bisher längste Stück der Platte. Stampfend massiver Thrash Metal mit deftig bissigen Growls erwartet Euch hier, der besonders durch Abwechslung und Stimmungswechsel besticht! Hier klingen nämlich erstmals traurige, einschneidende, melodische Klänge durch. Sehr schickes Brett! Gesangliche Unterstützung gibt es diesmal aus den eigenen Reihen von Auer! Breakdown Of Sanity  ist da schon durchaus kürzer und wird durch tief traurige, einschneidende Klänge eingeleitet. Der Track ist allgemein schwermütig, schleppend, depressiv, nach vorne walzend. Sehr geil gemacht! Ein äußerst geniales, wunderschönes, einschneidendes, packendes, trauriges Instrumental! Plötzlich stoppt es und geht nahtlos über in den Final Cut. Welcher hier gemeint ist, dürfte angesichts der Thematiken, um die es bei Disminded geht, auf der Hand liegen. Im bittersten Sinn der Worte. Derbe, blitzschnelle Thrash Death Salven, es wird scharf geschossen und einfach nur noch aufgeräumt! Anschnallen, es wird holprig! Wir sind LEIDER, LEIDER mal wieder am Ende angelangt. Dafür gibt es noch einen ganz besonderen Trip in Form von Acid. Die Bezeichnung passt gut, denn die Jungs haben den Trip perfekt umgesetzt! Abgehoben, fern dieser Sphären, dröhnender Death Thrash, Klänge aus einer anderen Welt, Kevin passt sich beim Screamen und Growlen perfekt an. Sehr geil gemacht, grandiose Riffs, geniales Finale!

 

Fazit: 11 Jahre. 11 Jahre, die man dem Sound der Niederrheiner durchaus anhört! Ausgereift, ausgefeilt, genial gemacht, düstere Themen, perfekte Umsetzung, grandioses Zusammenspiel und Death Thrash Metal, der wie von den ganz Großen klingt! Da rüttelt Jemand arg am Thron von Lamb Of God etc.! Ich kannte die Band vorher nicht, bin aber direkt Fan geworden und kann Jedem, der diese beiden derberen Gangarten des Metal mag, nur empfehlen, hier mal rein zu hören! Es lohnt sich, die Jungs haben es voll drauf wer hier nicht abgeht, ist vermutlich schon tot! Hier muss definitiv mehr Bekanntheit hin und all das gerade mal beim zweiten Album?! Hier wächst was Großes heran, das dürft Ihr nicht verpassen! 

 

Biss bald, stay tuned & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UND BESONDERS KLEINERE LABELS WIE STF RECORDS GERADE JETZT IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=_VJ7YsgNJ5A    Beheading The Snake (Lyric Video)

Mich persönlich ehrt es immer wieder, für wahre Musik-Legenden zu schreiben! Bands, die Genres mitgeprägt oder auch sogar erfunden haben, ins Leben gerufen haben und einfach zu den ganz Großen zählen! Auch die heutige Band fällt in diese Kategorie und fällt die Bezeichnung Doom Metal, dann müssen diese Briten im gleichen Atemzug erwähnt werden! Es geht natürlich um My Dying Bride

 

1990 gründete sich die damals noch im Death Doom und im späteren Verlauf auch mal im Gothic Metal ansässige Band aus Halifax, West Yorkshire um ihren charismatischen Frontmann Aaron Stainthorpe. Als einzige weitere Gründungsmitglieder sind die Gitarristen Andrew Craighan und Calvin Robertshaw, der 1999 ausstieg und 2014 zurückkehrte, bis heute neben Aaron mit an Bord. In den 1990ern galten sie neben Paradise Lost  und Anathema  zu den sogenannten Big Three  des Doom Metal und sie alle waren bei Peaceville Records unter Vertrag, einem der namenhaftesten Metal Labels. Auch heute noch teilen sich diese Drei das selbe Label, nämlich Nuclear Blast. Mit 25 Jahren waren MDB die Band der Drei, die Peaceville am längsten die Treue hielten und die Einzige der Drei, die dem Doom Metal bis heute treu geblieben ist. Ihre erste EP Symphonaire Infernus Et Spera Empyrium  erschien 1991 und wurde ein einflussreiches Werk in der Death Doom Szene! Neben den Frühwerken von Paradise Lost galt sie aber auch zusätzlich als wegweisend für den Gothic Metal. Beeinflusst wurden sie tatsächlich auch von Gothic Rock und Neofolk Bands wie Fields Of The Nephilim  und Dead Can Dance.  Le Cerf Malade, ein Track ihrer 1992er EP The Thrash of Naked Limbs  wurde von Andrew Craighan sogar als MDBs Version von Dead Can Dance bezeichnet. 1993 auf ihrem zweiten Album Turn Loose the Swans  verwendete Aaron das allererste Mal zusätzlich auch Klargesang, man bewegte sich größtenteils von Death Metal Anklängen weg und machten so den Weg zu einem mehr an der Langsamkeit und Düsternis des Doom Metal Stil frei. Auch die beiden folgenden Alben führten diesen Stil fort, auf die typischen Death Metal Grunts wurde vollkommen verzichtet und die Stimmung wurde insgesamt entspannter, romantischer, nachdenklicher. Den Höhepunkt dieser Entwicklung setzten sie mit ihrem Meilenstein The Angel and the Dark River. Martin Powell, damaliger Violinist und Keyboarder, verließ die Band 1998 nach dem Album Like Gods of the Sun. Daraufhin folgte eines der umstrittensten Alben der Bandgeschichte, das zudem den für mich merkwürdigsten Titel erhielt: 34,788 % .... Complete. Ein Album, das musikalisch heraus sticht, weil es einfach etwas ganz Anderes war als alles, was die Briten bis dato gemacht hatten. Eher experimentell, eher orientiert an groovigem, mehr Spaß als Trauer verbreitendem härterem Rock mit düsteren Elementen, zudem gab es einen TripHop Song. Wem dieser Stil nix sagt: große Vertreter dieses Genres sind Massive Attack. Auch thematisch gab es herbe Veränderungen. Es ging um einsame Verlierer, Drogen und Sex statt um Verzweiflung und Verlust. Dieses Album war in der Form aber tatsächlich bis heute die Ausnahme. 1999 ging es mit The Light at the End of the World  zum Glück für unzählige Fans zurück zum Stil von Turn Loose the Swans  und doomige Begleitung, Klargesang & Growls wurden wieder miteinander verbunden. Zudem gab es wieder weitaus düsterere Texte. Dieser Weg wurde umso mehr ausgebaut und wurde zum Aushängeschild der Band. Viele Mitglieder sind den Weg mit der Band gegangen, die meisten Wechsel gab es an Violine, Keyboard und Schlagzeug. Das letzte Gründungsmitglied, Bassist Adrian Jackson, verließ die Band 2007. Neben den drei übrig gebliebenen Gründungsmitgliedern sind Bassistin Lena Abé (seit 2007), der für Keyboard und Violine zuständige Shaun Macgowan (seit 2009) und Schlagzeuger Jeff Singer (seit 2018) die aktuelle Besetzung. Die letzten Lebenszeichen gab es 2015 in Form des 15. (!) Albums Feel the Misery   und 2016 in Form der Best of Meisterwerk 3

 

Seit dem 06.03.2020 ist nun schon das neue Album The Ghost Of Orion  für Euch erhältlich. Ich bin extrem gespannt und deswegen legen wir jetzt auch endlich los!

 

Den Anfang macht tatsächlich auch direkt eine Single, die sogar als erste und als Vorab-Single gilt: Your Broken Shore. Düster, bewegend, packend, mitreißend, Doom Metal trifft auf hellere Elemente und leichte Gothic Metal Anklänge, Aaron wechselt vom emotionalen Klargesang zum düsteren Growlen. Einfach eine unglaublich wunderschöne Hymne, die zurecht den Opener übernehmen darf! Die zweite und bisher letzte Single To Outlive the Gods  schließt sich direkt an. Verträumt traurige, dennoch helle Melodien, wunderschöne Klangwelten, typische Doom Anleihen, emotionaler Klargesang mit feiner dunkler Note. Noch so eine wundervolle Perle! Eine richtig schöne, emotionale Doom Gothic Ballade! Tired of Tears  sagt ja eigentlich auch schon alles! Hier geht es schon deutlich wuchtiger vor und der Doom Metal gewinnt die Oberhand! Wuchtig, kraftvoll, straight nach vorne walzend, episch romantische Einflüsse, dementsprechend kraftvollerer Klargesang. Ebenfalls eine wahre Perle! Mit The Solace  wird es sogar mal richtig episch! Grandiose Atmosphäre, sengende Riffs, strahlendes Universum, wunderschöne Frauenstimme aus einer anderen Welt. Dieser Diamant macht seinem Namen wirklich alle Ehre! Die monumentalen Doom Riffs setzen dem Ganzen die Krone auf! Einfach nur traumhaft schön! The Long Black Land. Was die Titel anbelangt, legen MDB auf jeden Fall wieder gut vor! Erneut knallt wuchtig epischer Doom Metal in die Kerbe, der sich monumental nach vorne walzt! Aaron übernimmt das Mikro und spendiert uns dunkel kraftvoll emotionalen Klargesang zwischen all der Wucht. Diesmal bleiben auch die Growls nicht aus! Das ist Doom, wie er zu klingen hat! Währenddessen beschreiben uns die Briten hervorragend die Landschaft, um die es geht. Oder ist hier vielleicht vor dem Hintergrund des Albumtitels das Universum oder Teile davon gemeint? Die Schroffheit der Umgebung, eine angenehme Kälte, dennoch wundervolle Landschaft, emotionale Tiefe - all das ist es, was uns hier vors geistige Auge geführt wird! Ein Monument, welches sich düster episch erhebt und über allem thront! Eine Naturdoku in Musikgestalt! Im Anschluss erwartet uns das Herz- und Titelstück The Ghost of Orion. Ein sanftes, trauriges, eingängiges Gitarrenspiel erwartet uns hier. Insgesamt bleibt es sehr ruhig, atmosphärisch und nahezu mystisch. Ein wahrlich dunkel schimmernder Diamant! The Old Earth. Thematisch kann man sich vorstellen, um was es hier geht. Eingängig werden hier die Saiten gestreichelt und es herrscht eine lauschige Atmosphäre. Man stellt sich einen Wald bei Nacht vor. MDB sitzen um ein loderndes Lagerfeuer. Im nächsten Moment schlägt der Ton um und massiver Doom Metal wird los getreten! Sehr geiler Übergang! Dunkel, massiv, nach vorne walzend, dunkel mystischer Klargesang, deftige Growls, monumentales Dröhnen. Sehr geil gemacht! Typisch hier für die Briten sind die extrem genialen, ausgeklügelten Übergänge! So muss britischer Meisterklasse Doom klingen! Wir sind schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber nicht ohne dass die Briten uns mit einem wunderschönen Finale entlassen! Das gibt es in Gestalt von Your Woven Shore. Trauerchöre, Trauerstimmung, wundervolle dunkle Melodien, eine zutiefst berührende Violine. Schöner Ausklang!

 

Fazit: Das 16. Album der britischen Doom Könige ist erneut ein wahres Meisterwerk geworden! Es ist nicht nur ein Album - es ist eine monumentale, abwechslungsreiche, spannende Entdeckungsreise und Doku! My Dying Bride schaffen es immer wieder, Alben zu erschaffen, die viel mehr können als nur Musik und das liegt an der Leistung jedes einzelnen Mitglieds! Überwiegend Klargesang, perfekt eingesetzte Growls, helle Momente, Dunkel-Romantisches, starke Texte, beeindruckende Atmosphären, Wechselbad der Gefühle, grandiose Erzählungen, wechselhaft wie das Meer. So kann man die Platte beschreiben. Ein eher ruhiges, wenn auch trauriges Album, das dennoch massive Doom Elemente aufweist und einfach in jede MDB Sammlung gehört! Ich bin sehr fasziniert von diesem Meisterwerk und auch schon wieder sehr gespannt, denn am 20.11. diesen Jahres ist die neue EP der Briten draußen, wenn alles klappt! Nach 5 Jahren scheinen die Dame und ihre Herren wieder überzuschäumen vor lauter neuem Input! Ich halte Euch auf dem Laufenden!

 

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Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=F1DI7447ia0    Your Broken Shore

 

https://www.youtube.com/watch?v=IJpR_Y7nXA4    To Outlive the Gods

 

https://www.youtube.com/watch?v=sBEU0jZYohA    Tired of Tears (official Lyric Video)

Wie mittlerweile ausreichend bekannt sein dürfte, ist Metal keine reine Männersache mehr. Frontfrauen wie Alissa White-Gluz (ex-The Agonist, Arch Enemy), Angela Gossow (ex-Arch Enemy) oder aber auch deutsche Extremstimmen wie von Britta Görtz (ex-Cripper) haben uns bewiesen, dass Frauen durchaus mit den Hünen mithalten können! Das ebnete den Weg für richtige "Girl-Metal-Groups". Exportschlager wie Nervosa und die Sisters Of Suffocation oder aber auch Crucified Barbara lieben es, den Männern zu demonstrieren, was in ihnen steckt und ihnen das Fürchten zu lehren! Krach ist keine Männerdomäne mehr, was von einigen immer noch kritisch betrachtet wird. Tja Freunde, freundet Euch lieber damit an! Die heutige Band wird es Euch erleichtern, denn sie sind der aktuell heißeste Export, was Frauenpower anbelangt und das nicht nur optisch! Die Mädels wissen, wie man rockt! Anschnallen für die Burning Witches!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Angefangen hat alles 2015 in Brugg (Schweiz). Romana Kalkuhl, Gitarristin bei Atlas & Axis, war auf der Suche nach einer Besetzung für eine rein weibliche Metal Band. Über die Jahre knüpfte sie dadurch natürlich viele Kontakte und fand schließlich in Seraina Telli (Gesang), Bassistin Jeanine Grob und Schlagzeugerin Lala Frischknecht die beste Besetzung für ihren Plan! 2016 stieß Alea Wyss als zweite Gitarristin zu den Mädels und komplettierte die Band. Interessant zu wissen ist, dass Marcel Schmier  Schirmer (Destruction) die Band mit produziert und unter seine Fittiche genommen hat! GERADE ER, Frontmann einer DER führenden deutschen Thrash Metal Bands! Alleine der Fakt drückt aus, dass die Mädels einiges auf dem Kerbholz haben! Auf ihrem selbstbetitelten Debüt fand sich mit Jawbreaker  sogar ein sehr gelungenes Judas Priest  Cover! Seit Februar 2018 sind die Damen bei Nuclear Blast unter Vertrag, wo übrigens auch Destruction beheimatet sind. Wie man sieht: eine große glückliche Familie! Musikalisch erwartet Euch hier eine fette Mischung aus Thrash, Power und Heavy Metal. 2018 ersetze die Niederländerin Sonia Nusselder Alea an der zweiten Gitarre, die 2020 ihrerseits durch Larissa Ernst ersetzt wurde. Auch am Mikro fand 2019 ein Wechsel statt und Laura Guldemond, ebenfalls eine Niederländerin, ist die neue Power-Stimme, während Seraina ihre ganze Aufmerksamkeit nun ihrer Band Dead Venus (habe ich Euch über die Homepage ebenfalls schon vorgestellt) widmet. 2 Alben gibt es in der alten Besetzung, 2019 gab es eine kleine Mini-CD, die Lauras Talent eindeutig unter Beweis stellte! 

 

Seit dem 06.03.2020 ist nun schon das dritte Album Dance With The Devil  für Euch erhältlich, auf dem noch Sonia an der zweiten Gitarre zu hören ist. Ich bin wahnsinnig gespannt und deswegen legen wir jetzt auch endlich los! 

 

Den Anfang übernimmt das kurze, aber sehr knackige Intro The Incantation. Laura tritt hier als verführerische Hexe auf, die mit säuselnder und trotzdem finsterer Stimme in den Zirkel zwingt. Begleitet wird sie dabei von betörend traumhaftem Gitarrenspiel. Sehr geil gemacht und jetzt wisst Ihr auch: der Bandname mit den Witches kommt nicht von ungefähr! Lucid Nightmare  passt da im Anschluss natürlich perfekt dazu und legt richtig los! Dröhnende Drums, scharfe Riffs, bitterböse schmunzelnder Bass, übermächtiges Gekeif von Laura. Die fährt hier sämtliche Stimmqualitäten auf: Klargesang, Rockröhre, Hexe, Growlen. Einfach nur geil und die Hexen machen Euch ordentlich Feuer unterm Arsch! Das versüßt Einem den Alptraum, in dem man sich trotz allem befindet, während er uns das Fürchten lehrt! Heavy Power Thrash Metal at its best! Das Herz- und Titelstück sowie noch aktuelle Single Dance With The Devil  macht seinem Namen alle Ehre! Höllisch gute Melodien, höllisch guter verführerischer Gesang, aufpolierter guter Heavy Metal. Die Mädels können sich voller Stolz in die Riege vieler männlicher Legenden-Kollegen einreihen und rütteln gescheit an deren Thron! Ich hatte es mir düsterer vorgestellt, aber die Damen wissen auch ohne mit dem Teufel zu tanzen! Die Vorab-Single der gleichnamigen Mini-CD Wings Of Steel  darf hier natürlich auch nicht fehlen, die als Lauras Feuerprobe beim Publikum galt! Bei ihren abwechslungsreichen, vielfältigen Gesangskünsten war das nicht weiter schwer! Klargesang, Rockröhre, Hexe, finsteres Growlen, Thrash-typisches Gekeif, dazu finster walzender Heavy Thrash Metal - die Damen haben es derbe drauf! Als Vorab-Single definitiv die beste Wahl, denn dieses Baby räumt auf und macht Stimmung! Six Feet Underground  - eine Thematik, die auch wunderbar zu den Witches passt! Dröhnender Thrash Metal, Lauras beste Rockröhre, Hexengekeif, Beerdigungs-Stimmung in guter alter Metal-Manier! Die Witches beerdigen Euch, rotieren mit Euch bis zum Erdkern und schmeißen ne fette Party für alle unheiligen Seelen! Was hier auch nicht fehlen darf, ist Black Magic. Eingeleitet wird sie von traumhaft schönem, himmlischem Gitarren-Spiel und betörend wunderschönem Klargesang von Laura. Fette Gänsehaut und Gesänge aus einer anderen Welt! Mit der Zeit kommt ein starkes Schlagzeug-Spiel von Lala dazu und kraftvolles Bass-Spiel. Black Magic  ist eine verzaubernde, betörend verführerische, magische, dunkel-romantische old school Heavy Metal Perle, die ans Herz geht und die Seele beflügelt! Einfach nur wunderschön, ich will unzählige Feuerzeuge oben sehen! Eine weitere Vorab-Single hat es glücklicherweise auch aufs Album geschafft: Das tragische, nach Rache dürstende, düster abrechnende, bitterböse funkelnde Sea Of Lies! Dementsprechend energisch, finster, abrechnend, wütend agiert Laura hier auch, während ihre Mitstreiterinnen mit düster nach vorne walzendem Thrash Heavy Metal pushen! Alle Lügner bekommen hier, was sie verdienen! The Sisters Of Fate  sticht im Anschluss neben Black Magic  definitiv heraus, denn die Mädels liefern hier Western Heavy Metal at its best! Dröhnende Drums, sägende Riffs und Lauras geiles Organ wirbeln hier ordentlich Staub auf, so dass alles weg geblasen wird! Was für ein Hurrikan! Was im Bezug auf die Witches ebenfalls nicht fehlen darf, ist das Necronomicon. Dementsprechend düster, magisch, nach vorne walzend, scheppernd, verführerisch wird hier auch agiert. Lauras Gesangsqualitäten, Vielseitigkeit und Abwechslungs-Tempo ist eine wahre Freude und wahrlich faszinierend! The Final Fight  ist definitiv noch nicht das Ende der CD. Aber das Ende eines inneren Konflikts. Das Aufbäumen gegen innere Dämonen. Das passiert in Form von Ketten sprengendem old school Heavy Metal, der schick aufpoliert wurde und Laura präsentiert ihren eingängigen, wundervollen Klargesang und ihre Rockröhre. Auf die Pferde und zu Felde! Umso derber agiert da schon Threefold Return. Düster, nach vorne walzend, extrem dröhnend, dennoch hymnisch, Lauras abwechslungsreiche Gesangsqualitäten, finsterer Heavy Thrash Power Metal! Wir sind LEIDER, LEIDER SCHON WIEDER am Ende angelangt *schnief* Aber die Mädels lassen es sich nicht nehmen, sich mit einem fetten grand de final zu verabschieden! Das gibt es in Form von Battle Hymn! Und dabei sind sie nicht alleine, denn legendäre Unterstützung hilft hier mit: Ross The Boss und Michael Lepond (Symphony-X u.a.)! Der Titel kommt auch nicht von ungefähr, denn mit viel Ehre, Stolz, wehenden Fahnen und blitzendem Schwert zieht die Bande gemeinsam zu Felde, um den Altmeistern Manowar gefährliche Konkurrenz zu machen! Elegant, edel, heroisch, himmlisch, traumhaft schöner old school Heavy Metal, wunderschöne Riffs, atemberaubende Soli, unvergessliche Melodien, Ohrwurm-Garantie und extrem ansteckend! Was für ein episch-monumentaler Ausklang! 

 

Fazit: Ich bin nahezu sprachlos! Die Burning Witches, obwohl noch so jung, ruhen sich keineswegs auf früheren Lorbeeren aus, sondern legen mit diesem Album einen weiteren Meilenstein in der legendären Heavy Thrash Power Metal Halle vor! Was für ein Mammut-Werk! Diese Damen wissen, wie Metal zu klingen hat und legen Qualitäten hin, dass es Einen wirklich umhaut! Scharf schießend, optisch ansprechend, musikalischer Leckerbissen, glorreiche Riffs, atemberaubend schöne Soli, ordentliche Power und mit Laura die ultimative Seraina Nachfolgerin! Seraina ist auf ihrem Stimm-Niveau kaum zu toppen. Gar keine Frage. Aber was Laura aus sich raus holen kann - einfach nur der Wahnsinn! Klargesang, Rockröhre, Hexenlaute, Furie, Verführerin, Growls, gefühlvoll, abrechnend - hier gibt es nix, was sie stimmlich nicht abliefert außer Arien! Eine sehr würdige Nachfolgerin! Zudem ergeben die Witches jedesmal eine phänomenale Einheit und beweisen Spielfreude, die wirklich ab der ersten Sekunde überspringt und infiziert! Diese Damen sind die absolute Wucht und eine echte Bedrohung für die Eroberung des Throns, den legendäre Hünen einst besetzten! Wenn das nicht für Frauen im Metal spricht, weiß ich auch nicht und Jeder, der sich noch dagegen wehrt, gibt hoffentlich durch Werke wie dieses endlich Ruhe! Ganz starke Leistung, Witches! 

 

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Euer Krähenkönig

 

PS: Als kleines Schmankerl habe ich unter den Videos zum Album noch eine kleine Überraschung für Euch! Ich habe Euch berichtet, dass Sonia noch auf dem Album zu hören ist, aber jetzt durch Larissa ersetzt wurde. Die Witches waren keineswegs untätig und haben mit ihr auch schon eine Single mit Video raus gehauen, die ich im Anschluss noch für Euch habe! 

 

https://www.youtube.com/watch?v=73W4ApaJzpI&list=PLHTo__bpnlYUUmdAQaQsffoZPFMFP-B64&index=4     Wings Of Steel

 

https://www.youtube.com/watch?v=decnY34nllo    Sea Of Lies (official Visualizer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=shbmA2WMHRw    Dance With The Devil

 

 https://www.youtube.com/watch?v=43CkWSKLfNY    Six Feet Underground (official Visualizer)

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=u1p95tf2jlo     The Circle Of Five (mit Larissa)

Wir hatten neulich das Thema Neben-Projekte, Zweitbands, etc. Orte, an denen sich die Künstler austoben können, freier agieren können als in ihren Haupt-Bands. Da alle Musiker auch nur Menschen sind, lieben auch sie vielseitig Musik und anderweitige Geschmäcker werden in den Projekten ausgelebt. Nicht selten kommt es dabei, gerade im Metal, zu richtig großen, bombastisch klingenden All Star Projekten, in denen sich Legenden des Metal die Klinke in die Hand geben! Eines der angesagtesten, beliebtesten, bombastischsten dieser Projekte habe ich heute für Euch! Anschnallen für Almanac

 

Victor Smolski, Gitarren-Legende, Zauberkünstler an den Saiten, ist vielen durchaus gut bekannt durch seine Aktivitäten bei Rage. Kaum einer versteht es so gut wie er, Orchester, Klassik und Metal zu einem bombastischen Opus zu vereinen! Hier feilt er seit Gründung von Almanac 2015 an der ultimativen Verschmelzung beider großer Genres und ist dabei mehr als erfolgreich! Textlich kommen große historische Ereignisse dazu, die in den entsprechenden Musik-Videos ebenfalls in bombastischen Bildern dargestellt werden! Natürlich gibt es Bands, die ähnliche Wege gehen, aber niemand klingt wie Almanac! Das spricht für große Genialität, Detailverliebtheit und großes künstlerisches Können bei allen Beteiligten! Nach den ersten beiden Epik-Werken Tsar  2016 und Kingslayer  2018 gab es eine kleine Generalüberholung im Line-Up. So viel Live-Action, so viel Arbeit, die in die Alben floss - da stoßen Musiker oft an ihre Grenzen und einige Mitglieder verließen Almanac daraufhin. Nachvollziehbar; jeder Musiker steht zu 100 Prozent zu seiner Band und kann er die nicht mehr liefern, macht er den Platz für Andere frei, da jede Band diese 100 Prozent verdient! Bei Almanac zog man in Freundschaft den Hut, damit der Rest Vollgas geben konnte. Aus Victors Sicht hat er nun die stärkste Besetzung zusammen getrommelt, die Almanac je hatte! Begleitet wird der musikalische Direktor Smolski von den Stimmgewalten und dem Sänger-Zweigestirn Patrick Süß und Jeannette Marchewka, dem Bassisten Tim Rashid und dem Schlagzeuger Kevin Kott. Zusätzlich bringen Gamma Ray-Sänger Frank Beck und Growl-Größe Marcel Junker zusätzliche Stimmbandwucht mit ein. Wir sind gespannt, was das am Ende ausmacht, aber es ist extrem vielversprechend! Laut Victor war plötzlich Zeit zum Proben, Experimentieren und für spontane Gelegenheiten. Quasi komplett neuer frischer Wind im Getriebe! Nach über 30 Jahren hat Victor Smolski natürlich seinen Signature-Stil gefunden, das was ihn und seine Band ausmacht, quasi DER Wiedererkennungswert: Hartes Riffing, bombastische Orchestrierung, vielseitiger Gesang. 

 

Das soll jetzt alles noch getoppt worden sein auf dem am 06.03.2020 erschienenen dritten Album Rush Of Death. Es ist ein zweigeteiltes Album, denn Mittelteil aus der Suite Lingua Mortis Part 2  besteht, dem direkten Sequel zum gefeierten Metal-Orchester-Epikon vom 2006er Rage Album Speak Of The Dead. Die erste Lingua Mortis Suite  hat Victor mit seinem Vater gemeinsam erschaffen, den er vor einigen Jahren verlor, was ihn in ein tiefes Loch stürzen ließ. Victor erzählt, dass sein Vater sehr wichtig für seinen musikalischen Werdegang war und ihm mit Rat & Tat zur Seite stand. Auch das hört man nicht oft im Musikgeschäft! In Gedenken an ihn wollte er diese Suite nun fortsetzen und zwar mit dem selben Orchester aus Minsk, dem Inspector Symphony Orchestra und dem Ensemble Virtuoso und das alles im selben Studio! Zudem soll dieses Album auch das Modernste werden. Nach russischer Historie und den grausamen Hymnen auf gemeuchelte Könige geht es jetzt um Gladiatoren. Im orchestral unterlegten Mittelteil geht es um die sagenumwobenen Kämpfer aus den Arenen Roms, in den übrigen Songs um die Kämpfer aus moderneren Arenen. Seit über 25 Jahren ist Victor selber Rennfahrer und weiß sehr gut, dass die Bezeichnung Gladiator auf Rennfahrer gut passt. Temporeiche Duelle auf Leben und Tod, frenetisch jubelnde Fans auf den Tribünen, der Rausch, der Wille zum Sieg und zu überleben. Ganz ähnliche Emotionen hat er, wenn er auf die Bühne geht. Dann ist er im Rausch und auf Knopfdruck in einer anderen Welt, was er den Hörer live und auf CD auch direkt spüren lässt! Ich finde es sehr passend, dass es jetzt um Rennsport geht, denn schließlich heißt die Band Almanac und der Almanach war in Zurück in die Zukunft II  DIE Sport-Lektüre überhaupt, mit deren Prophezeiungen auf Spiel-Ergebnisse etc. große Gewinne gemausert werden konnten. Ich bin mega gespannt und deswegen legen wir jetzt auch los! 

 

Es legt direkt auch eine Single los, Predators, und alleine die Eröffnungs-Sequenz Drivers, start your engines! legt die richtige Atmosphäre vor. Heulende Motoren, Tempo, der Wille zum Sieg, hymnische Refrain, starke Rockröhren, wuchtig bombastischer Heavy bis Thrash Metal. Der ultimative Soundtrack für die Rennfahrer, die die passenden Lyrics zusätzlich anpeitschen! Was für ein Opener! Der Hörer fühlt sich direkt auf die Tribüne der Autorennen versetzt! Da passt das Herz- und Titelstück Rush Of Death  natürlich hervorragend dazu. Verspielte qualitativ hochwertige Riffs, temporeicher Heavy Metal, dazu Power Metal und Thrash Metal Attacken, blitzschnelle Drums, deftige Walzen, kehlige Screams, eingängiger Klargesang, packende Atmosphäre, melancholisch, dennoch kraftstrotzend, an der Kette zerrend, schäumend, siegessicher, bombastische Refrains. Einfach nur geil! Perfekte Wahl für die zweite Single! Let The Show Begin  ist die Einstimmung auf den nächsten Song, ein Zwischenstück also. Wir befinden uns im Rom der alten Zeit in der Arena wider, epische Melodien, explosive Stimmung, düstere Erzähler-Stimme, monumentale Aufnahme, zum Platzen aufgeladene Spannung. Sehr episch gemacht! Die perfekte Überleitung zu Soiled Existence, dem ersten Song über die sagenumwobenen Gladiatoren. Düstere Instrumentierung, finsteres Orchester, geheimnisvolle Stimmung, heldenreiche Atmosphäre, einschneidender Flüstergesang, dramatisch treffender Klargesang, packende Spannung, tonnenschwerer Metal, massive Breakdowns, massive Walzen unterschiedlichsten Metals. Monumental, episch, historisch, bombastisch! Was für eine stolze, düstere, spektakuläre Inszenierung! Bought & Sold  hingegen wirkt mit seinen militanten Drums sehr angriffslustig und der Metal prescht anmutig mordlüstern zu Felde! Geniale Breakdowns, massive Walzen, düstere Atmosphäre, aufblitzendes Metall, umwerfend geniale Stimmen. Die ultimative dritte Single, die ordentlich Staub aufwirbelt und sich ins Gedächtnis eindröhnt! Ein weiteres kurzes episches Zwischenstück ist The Human Essence. Erneut monumentale Arena-Klänge, heldenreiche Atmosphäre, der selbe Erzähler, packende Worte. Erneut sehr geil gemacht! Satisfied  erhebt sich episch aus der Asche. Helle, dennoch dramatisch melancholische Riffs, düsterer Sprechgesang. Danach bricht die Hölle los und derber epischer Metal bricht los! Abwechslungsreicher Metal, fieses Growlen, eindringlich übermächtige Rockröhren, extrem düstere Atmosphäre, die Luft ist angereichert von Mut, Schweiß, Überlebenswillen, Angriffslust, Adrenalin und Blut. Was für ein episches Brett! Blink Of An Eye  hingegen lässt den Tiger aus dem Käfig raus, der sofort angreift! Verwegen, funkelnd, angriffslustig, modernster Thrash Metal, sattes Gedröhn, epischer Refrain, Stimmgewalt. Die Epik reißt nicht ab! Was darf thematisch hier nicht fehlen? Richtig, Can´t Hold Me Back! Sagenumwobene wie moderne Gladiatoren, alle Warriors da draußen, alle Unterdrückten und Außenseiter: Dieses kraftstrotzende Power Paket geht raus an Euch alle, damit Ihr nie die Kraft verliert und weiter kämpfen könnt! Dementsprechend kraftvoll, angriffslustig, temporeich, edel, erhaben, siegessicher gehen Almanac hier auch zu Werke! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende unserer Reise angelangt *schnief* Aber wer Almanac kennt, weiß, dass es jetzt ein knalliges, epochales Finale gibt! Dieses kommt in Gestalt von Like A Machine! Der Anfang ist melancholisch und tief treffend, mit wunderschönem Gitarrenspiel und melancholisch wundervollem Klargesang. Danach bricht wieder die Hölle los und die Melancholie muss dröhnend massiven Metal-Walzen weichen, die das Artwork widerspiegeln! Abwechslungsreich, kraftvoll, unterschiedlichste Spielarten des Metal, göttliche Gitarren-Spielereien, mächtige Atmosphäre. Was für ein Abschluss! 

 

Fazit: Victor hatte recht! Dieses dritte Almanac Meisterwerk hat es in sich! Kraftvoller, härter, perfekte Ausgewogenheit zwischen Metal und Klassik, epochale Historik, perfekte Spiegelung der Rennfahrer, der Kampf aller Gladiatoren, extrem abwechslungsreich, Bombast ganz groß geschrieben - was für ein Ritt! Das Artwork wird wirklich grandios wiedergegeben! Auch die Musiker bringen Leistungen wie kein Line-Up davor, auch wenn diese schon grandios waren! Victor ist ein Gott an der Gitarre und verzaubert uns mit himmlisch guten Riffs sowie allerlei wundervollen Spielereien. Bassist und Drummer bleiben genauso wenig auf der Strecke und legen ihr Können brachial dar! Mit den Sängern haben Almanac das ultimative Zugpferd, das Authentizität, Erzählkunst und göttliche Stimmkunst aufweist! Almanac - eine Band, wie es sie nur einmal gibt! Ich bin völlig sprachlos angesichts dieser Leistung und bin sehr angetan von diesem Mammutwerk! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL GERADE IN CORONA-ZEITEN KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=f8y_o4ufXUY    Predator (official Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=kloxLSZCIHw    Rush Of Death (official Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=yJCGklYI5dI    Bought And Sold (official Lyric Video)

 

 

Es ist auch immer wieder schön, für Legenden schreiben zu dürfen! Bands, die  seit vielen Jahren immer wieder fette Alben raus hauen und uns immer wieder begeistern! Bands, die nichts aus der Bahn geworfen hat, egal wie hart der Sturm blies! Eine dieser Institutionen aus dem härteren Metal-Sektor, besser gesagt Pagan Metal, habe ich heute für Euch: XIV Dark Centuries!

 

Die Thüringer Band wurde 1998 aus der Taufe gehoben und das nach einigen Line-Up Änderungen einer anderen Band. Im selben und im darauf folgenden Jahr wurden 6 neue Songs auf Tape gebannt und die For your God  Demo wurde kreiert als das erste Lebenszeichen der neuen Formation. Da sich die Band in erster Linie als Live-Act betrachtete, spielten sie zahlreiche Shows, u. a. mit Menhir und den Apokalyptischen Reitern. 2000 folgte der erste Festival-Gig auf dem PartySan Open Air. Kurz darauf schied Gitarrist Horstmann aus. Bald darauf hatte man kompetenten Ersatz gefunden, der seitdem den Großteil der Kompositionen übernahm. Für die wachsende Anzahl  von Live-Shows wurde ein zweiter Gitarrist ins Line-Up integriert. Er brachte noch mehr Ideen ein und sein Zusatz erwies sich als Vorteil für die Live-Umsetzung der Songs, die immer komplexer wurden. Schließlich wurden die Aufnahmen für die erste komplett selbst produzierte Demo CD mit dem Titel Dunkle Jahrhunderte  im Juni 2002 veröffentlicht. Diese enthielt einige unveröffentlichte ältere Titel, eine Cover Version und einen brandneuen Song. Zwischen Dezember 2002 und März 2003 zog sich die Band ins Studio, um das erste richtige Debüt-Album Den Ahnen zum Gruße  einzuspielen. 13 Songs aus den vorherigen zwei Jahren, die im Vergleich zu den vorherigen Aufnahmen polierter und professioneller klingen. Die Band beschreibt ihren Stil als thüring´schen Pagan Metal, Sänger Michel verwendet hierbei Klargesang und derbe Growls. Die deutschen Texte befassen sich mit Geschichten und Mythen unserer Vorfahren und natürlich auch ihrer heidnischen Religion. 2003 unterschrieb die Band einen Vertrag bei dem österreichischen Label CCP-Records, das im selben Jahr das selbst produzierte Debüt unter seinem Banner veröffentlichte. 2004 folgten die ersten Konzerte im Ausland. Da in der Zeit viele neue, hochwertige Songs geschrieben wurden, das Zeitfenster aber zu begrenzt war, wurde im Juni 2005 die MCD Jul  veröffentlicht. Hierfür erntete die Band durchweg positive Kritik, da sie ihren Stil nun zur Perfektion gebracht hatten. Mehr volkstümliche und akustische Elemente, stärkerer Schwerpunkt auf Klargesang, aber ohne Ignoranz der anderen Elemente. 2005 und 2006 bespielten die Herren die beiden größten heidnischen Metal-Festivals: Ragnarök und Ultima-Ratio! 2006 erschien ebenfalls der Album-Nachfolger Skithingi. Hier wird die Geschichte des thüringischen Königreichs erzählt, während bei der MCD Jul-Fest und Wintersonnenwende thematisiert wurden. Die Texte basierten auf mehreren historischen Erzählungen. Es wird dabei nicht behauptet, historisch korrekt zu sein, sondern kombiniert Geschichte und Legende. Gitarrist Tobalt entschied sich Ende 2007, die Band aus persönlichen Gründen zu verlassen, ist aber seit 2017 wieder mit dabei. Dafür war Thyrs Sohn, ein alter Bekannter der Band, an seiner Stelle im Line-Up aktiv. 2011 erschien dann endlich das dritte und bis dato letzte Album Gizit dar Faida. Seitdem haben die Thüringer Heiden in Einheit Produktionen eine neue Label-Heimat gefunden, die dieses Album auch veröffentlichten. Die Klangqualität wurde erneut verbessert und die Songs mehr auf Jul  zugeschnitten, aber hymnischer als zuvor. XIV Dark Centuries waren eine der ersten deutschen Pagan Metal Bands! 

 

Seit dem 28.02.2020 ist bereits das aktuelle Album Waldvolk  für Euch erhältlich. Eine lange Zeit, die die Herren hier hinein gesteckt und dabei einen weiteren Wechsel im Line-Up vollzogen haben, denn Tobalt ist wie weiter oben erwähnt wieder zurück, Thyrs Sohn dafür ausgestiegen und Schlagzeuger Rüd wurde im selben Jahr durch Manu ersetzt. Neben Michel, Tobalt und Manu besteht die Band aktuell aus Basser Marley, Keyboarder Tobi und Zweit-Gitarrist Killing Uwe. Die tiefen Wälder Thüringens sind diesmal Dreh- und Angelpunkt der Texte. Dann lasst uns endlich beginnen!

 

Den Anfang macht das übermächtige, epische, gefühlvoll eingängige, getragene Intro Heimwärts. Eine tief traurige, mitreißende, packende Geige und epische Keys tragen den Hörer zurück in heimische Gefilde. Dort geht es dann richtig los mit der Single Skogafulka. Pfeilschneller, straight nach vorne schweißtreibender, ausgelassener Pagan Metal prescht da in vollem Galopp durch die Wälder und schwingt die Streitaxt. Einfach nur episch, mitreißend, eskalierend. Michel growlt aus voller Kehle und peitscht seine Mannen vorwärts. Weiter geht es mit Svava  und weder Tempo noch Härte werden gedrosselt. Ganz im Gegenteil, das Tempo wird nochmal gesteigert! Hymnisch, Party, Met fließt in Strömen, die Haare rotieren. Sehr geil, also Hörner hoch und mit gebangt! Svava oder Svafa war eine Walküre und Tochter des Königs Eylimi. Folglich war sie die stiefmütterliche Tante von Sigurd, dem Drachentöter, obwohl dies nicht ausdrücklich erwähnt wird. Tobalt unterstützt Michels tiefen dunklen Klargesang tatkräftig und weiß ebenfalls zu überzeugen sowie punkten! Firratan  hingegen unterscheidet sich sehr von den bisherigen Tracks. Massiv, düster, tonnenschwer, melancholisch, packend, tief greifend, trotzdem extrem hymnisch und kraftvoll. Zu Anfang hört man ein Flüstern, danach wechseln sich Growlen und packender Klargesang ab. Sehr geil, sticht heraus, gefällt auf Anhieb! Im Anschluss folgt die zweite Single Atme den Wald  und auch dieses Stück sticht heraus. Massiv, voran walzend, pfeilschnell, vorwärts preschend, dröhnend, mitreißend, düstere Elemente. Genau das sollte man öfter tun: den Wald atmen, in seinem Schatten wandern, seine Ruhe schätzen. Starke Message, epische Hymne! Ich bin das Feuer  ist zwar keine Single, aber Ihr findet den Track auf der Cold Hands Seduction Vol. 216  vom Sonic Seducer. Packender Klargesang, hymnenhafte Melodien, ordentliches Gedröhn, die Flammen lodern hoch und entzünden den Hörer, so dass er für dieses Epik-Werk entflammt! Sunna  hingegen bringt sogar eine wundervolle Folk und Akustik-Note mit ein. Lagerfeuer, sentimentale Stimmung, dunkel-romantisch, tief greifend, zum innigen Tanzen und Headbangen geeignet! Eine Ballade im Pagan Metal XIV Dark Centuries Stil! Was es mit Julenzeit  auf sich hat, dürfte eindeutig klar sein. Akustische Folk Elemente, Eingängigkeit, sentimentale Stimmung, Herbstblätter, Herbstwald, prasselndes Kaminfeuer. All das erlebt Ihr hier, also unbedingt rein hören! Michels Klargesang hat hier Groß-Einsatz und seine tiefe dunkle angenehme Stimme passt perfekt zu dieser Hymne! Passend dazu stimmt Runibergun  perfekt mit ein, nur dass es deutlich mehr Schippen an Tempo auflegt und den Party Faktor siegen lässt! Ausgelassen, mitreißend, dröhnend, feucht fröhlich! Hörner hoch und ein Prost aufs Leben! Bragarful  hingegen huldigt dem monumentalen, massiv dröhnenden Pagan Metal! Kräftige Growls, packender Klargesang, pfeilschnelle Instrumentierung. Wahrlich episch und übermächtig! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schluchz* Aber natürlich nicht ohne ein würdiges Finale! Dieses folgt in Form von Nott. Massiv, tonnenschwer, vorwärts walzend, schleppend quillt dieses Monstrum aus den Boxen aus den tiefsten Tiefen der Thüringer Wälder. Dennoch gibt es Sonnenschein, der hell und Leben spendend durch das dichte Geäst fällt. Starkes, episches, wundervolles Instrumental und der perfekte Abschluss!

 

Fazit: XIV Dark Centuries sind nicht nur Anfang, sondern auch Speerspitze des deutschen Pagan Metal! Seit 22 Jahren musizieren diese Herren nun schon und was das eindeutig mit bewirkt hat, ist ihre Authentizität! Es ist wahrlich beeindruckend, mit wie viel Herzblut diese Mannen an ihre Songs gehen, sich in die Thematiken einfühlen und sie uns so kraftvoll, ehrlich und mit viel Liebe zum Detail präsentieren! Abwechslungsreich, zwei richtig starke Sänger mit sehr geilen Stimmen, unterschiedlichste Stimmungen, allerlei Sagen, Geschichten und Legenden. Ich kannte die Band vorher tatsächlich nicht, bin aber direkt großer Fan geworden! Hier gibt es geballten, starken, mitreißenden, monumentalen, epischen, massiv dröhnenden Pagan Metal der Spitzenklasse, den sich JEDER treuer Wikinger-Fan dieses Genres zu Gemüte führen muss! Danke Jungs für dieses Machtwerk! 

 

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Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=gqA9egI_mOY    Atme den Wald

 

https://www.youtube.com/watch?v=jV4CvRQ9sCw    Skogafulka

 

https://www.youtube.com/watch?v=E2vEiSPLGXk    Sunna (official Lyric)

 

https://www.youtube.com/watch?v=gAYb4hNAyfM&list=OLAK5uy_nWKW8nz7JxyKVzNsFzlAiSMCqvJqjs0G0&index=7&t=0s  

Ich bin das Feuer (Cold Hands Seduction Vol. 216, Sonic Seducer)

 

Wir hatten es neulich mal über Neben-Projekte. Teilweise unterscheiden sie sich sehr von den eigentlichen Bands, in denen Mitglieder des Neben-Projektes spielen. Manchmal kommt es sogar vor, dass dadurch richtige All Star Projekte entstehen. Diese entfalten dann Qualitäten, denen man sich vorher nie so bewusst war. Da entstehen Klangwelten, die einfach ganz viel im Hörer entstehen lassen. Hier können sich die Mitglieder austoben und ihre großen Leidenschaften ausleben, die musikalisch meist eingeschränkt sind bei den Haupt-Bands. Ein ganz besonderes Beispiel habe ich heute, denn diese Band baut Klangwelten, die sie in ihren Haupt-Bands nie verwenden: The Night Flight Orchestra!

 

Neben derben Growls und kehligen Screams wusste Soilwork Sänger Björn Speed Strid schon auch immer wieder mit Klargesang zu punkten. Seit 2007 kann er sich damit richtig intensiv befassen. Zu diesem Zeitpunkt absolvierten Soilwork nämlich gerade ihre Nordamerika Tour. Auf dem Weg zu einem Konzert unterhielt sich Björn mit dem ebenfalls an Bord befindenden Live Gitarristen David Andersson über Classic Rock bzw. Adult Orientated Rock der 1980er. Aus dieser Idee wuchs nacheinander The Night Flight Orchestra. Durch Gitarrist Sebastian Forslund, Bassist Sharlee D´Angelo (Arch Enemy), Keyboarder Richard Larsson und Schlagzeuger Jonas Källsbäck (Mean Streak) war das Line-Up dann vervollständigt. 4 Alben haben sie mittlerweile eingespielt, das Debüt Internal Affairs, das letzte Sometimes the World Ain´t Enough  2018. Bis 2015 waren sie beim italienischen Label Coroner Records unter Vertrag, 2016 unterschrieben sie bei Soilworks Label-Heimat Nuclear Blast. Durch die Haupt-Bands, die viel Zeit beanspruchen, kommt es nicht häufig zu Konzerten in dieser Konstellation. Wenn es dazu kommt, ebenfalls bereits auf namenhaften großen Festivals wie dem Masters of Rock in Tschechien, werden sie gefeiert. The Night Flight Orchestra ist eine eigene Institution, die Stimmung macht! Bei ihrem Stil werden einige Genres aufgeführt: Classic Rock, AOR (Adult Orientated Rock), Hard Rock (eher seltener), Disco Marke ABBA, britischer Progressive Rock der 1970er. Also wie gesagt komplett anders als das, was die Herren sonst so spielen! 

 

Seit dem 28.02.2020 ist das 5. Album Aeromantic  für Euch erhältlich. Während der Aufnahmen kam es zu einem Line-Up Wechsel, denn Keyboarder Richard Larsson verließ die Band und wurde durch John Lönnmyr, zumindest live, ersetzt. Immer wieder fügen TNFO ihrer Musik neue Elemente hinzu, um ihren Horizont noch mehr zu erweitern. Diesmal gibt es etwas ganz Besonderes: Jonas Källsbäck verwendete das selbe Schlagzeug, das 1980 auf dem ABBA Album Super Trouper  zu hören war! Ich bin wahnsinnig gespannt, was uns diesmal erwartet, deswegen lasst uns keinerlei Zeit mehr verlieren! 

 

Los geht es mit Servants Of The Air  und schon alleine hier kommen unzählige Elemente zusammen: Classic Rock, moderner Rock, Stadion-Rock, Tempo, Keyboard, kraftvoller Klargesang, military, hymnenhaftes, ordentliche Portion ABBA. Sehr geiler, packender, filmreifer, explosiver Einstieg! Im Anschluss präsentiert sich auch gleich die erste Single, die tatsächlich auch die erste Auskopplung vor VÖ war! Divinyls  ist ein perfektes Beispiel dafür, wie der Sound zu erklären ist: Classic Rock, Discomusik, 80er, ABBA, AOR, Kult, gute alte Zeit des Rock, moderne Elemente und alter Glanz! Gänsehaut vorprogrammiert, perfektes Aushängeschild, wunderschönes Lied, großartige Stimmung, ansteckende Atmosphäre. Müsst Ihr anhören! Einer meiner absoluten Favoriten der Band! If Tonight Is Our Only Chance. Es hätten Ultravox oder ABBA geschrieben haben können! Melancholie, Herzschmerz, Liebe, Milliarden Liter Herzblut, Classic Rock, Disco der 80er, großspurige Emotionen, traumhaft schöne Melodien. Einfach nur old school Feeling pur! Was für ein tolles Lied mit einer großartigen Message! This Boy´s Last Summer. Schon alleine von den Titeln her wissen die Herren zu packen! Britischer Classic AOR, packende Atmosphäre, obercoole Melodien, Strand, Sommer, Sonne, Meer, mitreißende Vibes, obercooler Gesang, ansteckende und doch melancholische Stimmung. Also geht raus, lebt, liebt, feiert das Leben! Welch wunderschönes, geiles Sommer-Lied! Das wird live ordentlich Stimmung machen und Freude bereiten! Curves  ist da schon wieder eine ganz andere Marke. Supertramp, Toto, Foreigner - all diese Helden werden hier vereint mit schwedischer Hit-Garantie und Melancholie! Melancholisch, herzergreifend, packend, ansteckend, unvergessliche wunderschöne Melodien, richtig geiler Gesang! Hach ja, die gute alte Zeit! Es folgt die zweite Single, die auch tatsächlich zweite Single war: Transmissions  fährt ganz andere Spuren als die Vorab-Single, bleibt aber genauso grandios! Melancholisch, extrem tief greifend, geht unter die Haut, meterdicke Gänsehaut, weiteres wundervolles Aushängeschild, einfach nur traumhaft schön! Ultravox wäre stolz auf die Herren! Classic Rock, AOR und Wave Rock vereinen sich zu einem wahrhaften Diamanten! Es folgt das Herz- und Titelstück Aeromantic  und das hat es in sich! Treibende Gitarren, stampfende Drums, verrückte Keys, obercooler Gesang, explosive Stimmung, britischer Hard Rock Marke AC/DC - das ist definitiv die rockige Drecksau der Platte! Björn spielt mit seiner Stimme und weiß rockig zu klingen und emotional! Was für ein geiles Brett! Das wird live gut Staub aufwirbeln, also eskaliert! Passend zum Namen hebt dieses Teil ordentlich ab! Es folgt die dritte und aktuellste Single Golden Swansdown. Rockig, melancholisch, melodisch, glänzend, trotzdem ruhig getragen, warm, herzlich, bittersüß, herzergreifend romantisch. Perfekt für den Sonntag Morgen, Decke, Buch, Tee oder Kaffee, Blick gen aufgehende Sonne. Oder auch für den nächsten Strandbesuch. Was für ein schönes Lied! Vierte, letzte und von der eigentlichen Reihenfolge her dritte Single: Taurus! Bisschen Elton John, bisschen ABBA, satter obercooler Classic AOR, explosiv, geht gut ab, straight nach vorne, bisschen ausgeflippt, bisschen verrückt, bisschen Hippie. Einfach gesagt: flippig, cool, macht gut Party und Stimmung! Carmencita Seven. Ein Titel, der erstmal befremdlich klingt. Dafür ist das Lied umso cooler. Stellt Euch eine Stadt in den 70ern, Anfang der 80er vor. Ihr fahrt mit Eurem Dolorian durch LA, haltet am Kino, geht rein - und seht Eure absolute Traumfrau dort stehen! Genauso ist dieser Song aufgebaut. Classic AOR, ABBA, herzergreifend, schillernd, verzaubernd, mitreißend, packend. Einfach nur stark! Björn weiß erneut mit Rockröhre und emotionalem Klargesang zu punkten! Sister Mercurial  hingegen fährt wieder eine andere Spur. Treibend, melodisch, melancholisch, tief greifend, emotional, glänzend, Weltall, von der ersten Sekunde an packend! Einfach unbeschreiblich schön! Müsst Ihr Euch unbedingt anhören! Wie der Name schon andeutet: Intergalaktisch gut und nicht von dieser Welt! Dead Of Winter. Erneut wissen die Herren nur durch den Namen zu packen! Hier wird es richtig knusprig für alle, die nah am Wasser gebaut sind. Großspurige Emotionen, eine tiefe nordische Melancholie, wunderschöne tief gehende Melodien, bittersüße Atmosphäre, filmreifer Soundtrack. Was für eine Hymne, was für eine Perle! Perfekt für den Jahres-Anfang und die Thematik wurde musikalisch perfekt umgesetzt! Tod des Winters lässt sich aber natürlich auch anderweitig interpretieren und auch das hört man raus. Rätselt doch bisschen mit! Wir sind LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt *tiefes Schluchzen* Aber nicht ohne dass TNFO noch ein ordentliches Feuerwerk zünden! Dieses folgt in Form von City Lights And Moonbeams. Erinnert Ihr Euch noch an den Soundtrack und DIE Melodie überhaupt von Beverly Hills Cop? Die schwingt hier teilweise mit bzw. wird man daran erinnert. Gut rockig, melodisch, melancholisch, nächtliche Stadt, Classic AOR at its best. Was für ein obercooles Finale! 

 

Fazit: The Night Flight Orchestra ist und bleibt eine Wucht! Dass die Herren die Musik, die Zeit, die sie hier musikalisch verkörpern, aus tiefstem Herzen lieben, steht ganz außer Frage! Ich finde es wahnsinnig beeindruckend, dass man es 2020 schafft, die Musik unserer Helden, Marke AC/DC, Toto, Supertramp, Ultravox, ABBA, Foreigner, etc. so geil umsetzt, seinen eigenen Stempel aufdrückt, nix covert, sondern selber verfasst und diese Zeit so glanzvoll ins Gedächtnis zu rufen und wieder aufleben zu lassen! Das ist ne wahnsinnig starke Leistung und dieses All Star Projekt weiß, wie es den Hörer verzaubern kann! Classic Rock, AOR, Disco Musik, britischer Hard Rock, schwedische Melancholie, ein riesen Touch ABBA, so viele verschiedene Emotionen, eine so geballte ansteckende Spielfreude, alles authentisch, lebensnah, Wechselbad der Gefühle - ich bin hin und weg und wirklich fasziniert von dieser Band und ihrem Sound! Wer sich das entgehen lässt, lebt hinterm Mond! Einfach nur bombenhaft gut und mit unzähligen unvergesslichen Melodien und Gesangselementen versehen!

 

Biss bald, stay tuned, ich hoffe Ihr verliebt Euch ebenso innig in diese Band wie ich & CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=hUh5iyl0Pyw    Divinyls

 

https://www.youtube.com/watch?v=UkLkE4FiFpc    Transmissions

 

https://www.youtube.com/watch?v=RTNp9bf9GwI    Taurus

 

https://www.youtube.com/watch?v=CbhBlrfuPsE    Golden Swansdown 

Heute habe ich eine Band für Euch, die man schon zu den alten Hasen zählen darf. 17 Jahre sind sie nun schon aktiv und haben dadurch viel erlebt, die Musikindustrie kennen gelernt und viel von der Welt gesehen. 4 Jahre haben sie pausiert, jetzt sind sie wieder da! Haltet Euch bereit für Hot Hell RooM!

 

Seit 2003 sind die 4 Franzosen aus der Nähe von Paris nun schon aktiv. In ihrer 17-jährigen Laufbahn haben sie natürlich auch einige Line-Up Wechsel mit gemacht, aber die beiden Gründungsmitglieder, Sänger & Gitarrist Loic Malassagne (Ex-Anthemon, Invading Chapel) sowie Bassist Alan Raoul (Ex-Evolvent7th Nemesis), beide schon langjährige Freunde, sind noch mit an Bord. Begleitet werden sie von Lead Gitarrist ShazyBob und Schlagzeuger Alexis Bersot. Die Band vereint Einflüsse ihrer Helden, Marke MetallicaQueensrycheType 0 NegativeAlice In Chains und viele mehr. 2 Demos, eine EP und 2 Alben haben die Herren mittlerweile veröffentlicht, das letzte Album Architect of Chaos  erschien 2016.

 

Nun sind sie seit dem 14.02. wieder zurück mit dem 3. Album Stasis, erneut erschienen über ihre Label Heimat STF Records. Wie die beiden Vorgänger wurde auch dieses Werk im Hybreed Studio in der Nähe von Paris aufgenommen. Erneut soll es eine gelungene Mischung aus Heavy Rock & Metal mit progressiven Elementen geworden sein. Das finden wir jetzt heraus!

 

Den Anfang macht das Intro Peace Before. Ein trauriges, eingängiges, ergreifendes Gitarren-Spiel erwartet uns hier, welches schon direkt vermittelt, was sich die Franzosen auf die Fahnen geschrieben haben. Schöner Einstieg!  Richtig los geht es dann mit The Bleeding Land. Tonnenschwer, nach vorne walzend, packender Klargesang, einschneidende Vocals, konkrete Meinung zur aktuellen Sachlage. Ganz starker Song, zu dem es auch ein Lyrics Video gibt! Human Game  sagt vom Namen her natürlich auch schon alles. Eingängige Elemente, straight nach vorne Salven, packender Klargesang, eindeutige Message. Genauso, wie es die Thematik auch verlangt. Kann ich Euch nur wärmstens empfehlen! Final Choice. Angesichts des Artworks und der bisherigen Thematiken - was wäre dann die finale Entscheidung? Selbstaufgabe, Warrior, Revolution, klein bei geben, dagegen auflehnen? HHR bieten Euch hier eine feine Ansicht, entscheiden müsst dann Ihr. Feine, dunkle, melancholische, progressive Elemente mischen sich hier mit Heavy Rock, Alternative Rock & Metal und verdeutlichen den inneren Zwiespalt. Sehr genial gemacht, perfekt umgesetzt! Cannon Fodder. Zu deutsch: Kanonenfutter. Dementsprechend geht es hier auch zu. Angezogenes Gaspedal, starke Solis, scharfe Salven, Lyrics wie Kanonenschüsse. Die Franzosen wissen, wie man Thematiken umsetzt und das sogar ohne Death Metal und Growlen! One Ton Of Lies  ist mit 5:28 das bisher längste Stück der Platte und greift einige Elemente des Intros wieder auf. Es wird melancholisch, bewegend, ergreifend, traurig, dennoch kraftvoll mit sägenden Riffs. Eine Tonne Lügen. Haltet mal kurz inne und lasst das mal wirken ... Muss das sein? ... Vielen lieben Dank an die Franzosen für diese Perle! Es folgt das Herz- und Titelstück Stasis, das sich deutlich von den bisherigen Stücken abhebt. Prog Metal, Heavy Metal, ein Hauch Endzeit-Western, düster, actionreich, filmreif. Dieses Stück würde sich super in einem Monumental-Endzeit-Zukunfts-Epos anbieten! Definitiv einer meiner absoluten Favoriten! Misery  hat einen ähnlichen Touch inne und wird durch ein eingängiges, düster-packendes Gitarren Soli eröffnet. Loics Gesang erinnert an einen Trauermarsch und eine Beerdigung. Der Track schleppt sich tonnenschwer nach vorne und die Salven klingen nach massiven Walzen, die die Beerdigungs-Atmosphäre unterstreichen. Stark gemacht, unbedingt anhören! Weiterer Favorit! Gegen Ende hin ziehen die Herren sogar das Tempo hin und vollziehen ein grande final! Ein Lied mit Namen Fatality  darf hier natürlich nicht fehlen! Und auch dieses Brett sticht heraus! Thrash Metal, Endzeit, einschneidender Gesang, hymnenhafter melodischer Refrain, Breakdowns, Prog Metal, düster und trotzdem hell. Geniale Gegensätze, geile Mischung, genial gemacht! Weiterer Oberfavorit! Type 0 Negative  lässt grüßen! Damit sind wir leider auch schon wieder am Ende angelangt. Dafür haben sich die Franzosen das Beste zum Schluss aufgehoben! Es wird romantisch melodisch melancholisch! Ein Hauch Gospel-Eingängigkeit, helle Elemente, eingängiges Gitarrenspiel, besinnliche Atmosphäre, schöner Gesang, dennoch ein arger Hauch Bitterkeit. Das ist Artistic Freedom  und ein richtig feines Finale, das Ihr unbedingt gehört haben müsst! Ich liebe es! 

 

Fazit: Ich habe die Band heute das erste Mal vernommen und sie hat mich überzeugt! Die Herren wissen, was sie tun und ergeben auch eine perfekte Einheit! Hier hört man raus, dass Herzblut eingeflossen ist und dass sie wissen, was sie da sagen! Ehrlicher, packender, überzeugender Heavy Rock mit Prog, Thrash, Metal und Alternative Anleihen! Mit Loic Malassagne haben sie auch den perfekten Frontmann gefunden, der mit einer warmen, ehrlichen, authentischen Stimme punkten kann! Hier muss nicht geschreddert werden oder gegrowlt, um die Dringlichkeit der Messages zu vermitteln! Schön, wenn es auch mal so geht! Gut sind hier alle Lieder, ich persönlich finde aber, dass die Tracks ab der Mitte deutlich an Schärfe zulegen und einfach noch stärker klingen. Dennoch ehrliche, gute Rockmusik, die definitiv was kann, die Herren beherrschen ihre Instrumente und überzeugen werden sie Euch auf jeden Fall!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=b2Zap-km2bI    The Bleeding Land (Lyric Video)

 

https://www.youtube.com/watch?v=D1cv8iap7oA    Human Game (rehearsal)

Heute geht es um eine wahre Legende des Metal! Wer auf die derbere Gangart steht und noch nix von ihnen gehört hat, ist selber schuld! Diese Band hat schon einiges hinter sich und viel erlebt, sowohl im Musikgeschäft als auch auf der Welt. Ihre Texte und Alben spiegeln unsere gesellschaftlichen Entwicklungen und Defizite immer wieder aufs Neue. Dann schnallt Euch mal an für Sepultura

 

1984 wurde die Band aus Belo Horizonte (Brasilien) gegründet. Viele haben sich bestimmt schon gefragt, was es denn eigentlich mit dem Bandnamen auf sich hat, der übersetzt Grab bedeutet. Darauf stießen die Jungs damals beim Übersetzen des Textes von MotörheadDancing On Your Grave. Ich finde das wahnsinnig spannend, dass die eine Legende die andere Legende mitgeprägt hat! Das beweist, dass Musiker auch einfach nur Menschen sind, die ebenfalls gerne Musik hören und sich für deren Inhalt interessieren. Schon seit den Anfangstagen haben sich die Herren dem Thrash, Death und Groove Metal verschrieben. Wusstet Ihr, dass die Cavalera-Brüder hier damals ihre Finger im Spiel hatten? Max Cavalera war bis 1996 Sänger, Bruder Igor saß bis 2006 am Schlagzeug. Auch immer wieder interessant, wie sich die Strippen und Karrieren so ziehen! Max´ Ausstieg verlief weniger glanzvoll: seine Frau und damalige Bandmanagerin Gloria Cavalera, verkündete den Vertragsauslauf nach Veröffentlichung des Meilensteins Roots, der bis heute noch die Krone des Thrash Metal trägt. Max konnte es nicht akzeptieren, dass seine Mitstreiter nicht verlängern wollten und stieg aus. Weitere traurige Begebenheiten führten zu einem totalen Zerwürfnis und bis heute wird kein Wort zwischen den Parteien gewechselt. Weitaus erfreulicher hingegen ist, dass dadurch mit Soulfly eine weitere Legende des Thrash geboren wurde! Und Sepulturas Erfolg hat all dies nicht geschadet, meiner Meinung nach. Derrick Leon Green steht seit 1998 nun schon am Mikro und gilt, auch heute noch, nach 32 Jahren, als "der Neue". 2 "alte" Hasen stehen ihm bis heute zur Seite: Gitarrist & Sänger Andreas Kisser (nicht direkt Gründungsmitglied, aber seit 1987 dabei) und Bassist Paulo Xisto Pinto Jr. ! Der Vierte im Boot ist Schlagzeuger Eloy Casagrande (seit 2011 dabei).

 

Im 36. (!) Bandjahr sind die Herren nun gestärkt zurück und greifen wieder an! 14 Alben haben sie bisher eingespielt, seit dem 07.02.2020 ist nun das 15. Machtwerk am Start, genannt Quadra! Bekannt ist auch, dass sich inzwischen 2 Lager entwickelt haben. Das eine Lager hängt an den alten Zeiten der Band, wünscht sich eine Reunion mit den Cavaleras und weitere Meilensteine der Marke Arise  oder Beneath The Remains. Das andere Lager steht zwar zu den Herren, hätte aber gerne ihrer Ansicht nach gerne wieder durchgängig gute Alben. Fronthüne Derrick erklärte vor kurzem dazu in einem Interview, dass sich die Band weiterentwickelt hat und es keinen Abklatsch früherer Erfolge geben wird. Tolles Statement, wie ich finde und daher freue ich mich wahnsinnig drauf, Euch das aktuelle Monstrum vorstellen zu dürfen!

 

Den Anfang macht direkt auch eine Single und Isolation  klingt einfach nur monumental! Düstere Synthesizer Teppiche, Apokalypse, vom Untergang kündende Drums, düstere Chöre. Danach bricht die Hölle los und mit pfeilschnellen Thrash Walzen attackieren die Brasilianer den Hörer! Derrick passt sich dem Tempo an und growlt sich die Seele aus dem Leib! Was für ein fetter Opener, der alles weg bläst, was nicht angeschraubt oder mit Silikon befestigt wurde! So muss Metal und so muss moderner Thrash klingen! Im Anschluss findet sich die nächste Single und Means To An End  nimmt keinesfalls den Fuß vom Gaspedal! Es bleibt düster und pfeilschnell, zudem haben die Herren geniale Breakdowns, Salven und mehr bösartig funkelnde Sequenzen eingebaut. Derricks Growlen gleicht einem angriffslustigen Knurren, während seine Mitstreiter aus allen Rohren feuern! Was für eine fette Walze, die auch noch den Letzten aus seinen Tagträumen reißt, die sich verzweifelt an eine schwindende Welt klammern! Der Titel sagt ja schon alles. Den Mittelteil finde ich besonders genial, der nach Endzeit-Western klingt. Einfach nur fett! Last Time  ist zwar keine Single, hat es aber auf die Maximum Metal Vol. 253  geschafft und wird durch ein Gitarren-Soli eingeleitet, das das Metal-Herz höher schlagen lässt und dem wahren Metal-Fan eine Gänsehaut beschert! Zu hören gibt es angriffslustigen, Endzeit-igen, düsteren, tonnenschweren Thrash Metal, der mit einem extrem düsteren Mittelteil mit unheilvollen Chören die Horror- und Monumental-Film-Fans in seinen Bann ziehen wird! Sepultura geben den Tag des jüngsten Gerichts wieder - ich finde es extrem geil! Capital Enslavement. Auch dieser Titel spricht Bände und ich kann das eine Lager beruhigen: mit den afrikanischen Gesängen und Trommeln, die das Stück einleiten, bringen Sepultura zumindest wieder ihre Wurzeln ins Spiel und die Beinhart-Fraktion wieder ins Boot! Pfeilschneller old school Thrash mit modernen Elementen, Endzeit-Western-Afrika-Stimmung und angriffslustigen Walzen! Ich sage ja: Sepultura ist extrem gestärkt und aufgetankt zurück! Ali  hingegen erinnert extrem an Lamb Of God (die übrigens auch erst ein neues Album heraus gebracht haben und hier noch zu lesen sein werden!). Zumindest streckenweise. Old school Thrash, bisschen Punk, Breakdowns, fette Salven, streckenweise pfeilschnelles Tempo - hier wird alles geboten! Hier werden sich die Lager spalten und selbst ich muss noch komplett warm werden, aber fett ist es und der Rest kommt noch! Schwierige Zeiten verlangen schwierige, schwerer greifbare, um nicht zu sagen anspruchsvollere Musik! Raging Void  dürfte ein ähnlicher Kandidat werden. Massive Breaks, tonnenschwer, schleppt sich voran, zerfrisst von innen nach außen. Das ist Apokalypse in ihrer reinen, musikalischen Form! Punk Thrash mit Endzeit Feeling - hat was, klingt geil! Und sogar clean Vocals gesellen sich dazu. Da hat sich Jemand Gedanken gemacht und weiß genau, was er tut! Was braucht man in solchen Zeiten am meisten? Richtig, Guardians Of Earth. Als solche sehen sich Sepultura insofern, als dass sie sich stark für die Umwelt einsetzen und begeisterte Tier- und Pflanzen-Fans sind! Ein wahrlich monumentales, düsteres, dunkellichtiges Monstrum der Superlative haben die brasilianischen Altmeister da erschaffen! Einfach nur geil! Auch der Einsatz der Akustik-Gitarre, die den brasilianischen Flair innehat - einfach nur traumhaft! Definitiv einer meiner Top-Favoriten neben den ersten Vieren!  Sogar theatralischen Opera Melodic Metal und Klargesang gibt es hier! Was für ein Meisterwerk! Das wird die Wächter herauf beschwören! Ein mächtig dröhnendes, aufstampfendes, wach rüttelndes Finale gibt es obendrein! The Pentagram  hingegen erinnert ein wenig an die letzten Werke von Ministry. Düsterer, angriffslustiger, tonnenschwerer, nach vorne schleppender, walzender Endzeit Thrash Metal - eine wahre Instrumental-Bestie mit viel Melodik und traumhaft schönen Soli, die schwer schnaufend an der Kette reißt und keine Zweifel übrig lässt, worum es den Herren mit diesem Album geht! Und sogar Akustik-Elemente besitzt! Ich finde es mega genial! Und die Übergänge - hach ja, ein Metal-Traum! Autem  hingegen gehört in die Kategorie schwer einzukategorisieren und schwerer zugänglich. Aber die Beinhart-Fraktion kommt auf die Kosten, denn mit ihrem rotzigen, angriffslustigen old school Punk Thrash Death Cocktail mit Klargesang, Gekeif, Tribal, back to the roots und das Ganze auf Modern aufpoliert walzen sich die Brasilianer direkt in die Herzen dieser Fan-Kategorie! Ich finde es mega fett, abwechslungsreich und stellenweise crazy - genau mein Geschmack! Und das brasilianische Flair bekommt auch seinen Platz - die Übergänge und Wechsel sind das, was es so spannend und geil macht! Das Herz- und Titelstück Quadra  ist ein 47 Sekunden anhaltendes, brasilianisches Feuer, was einfach nur Spaß macht und wahnsinnig erfrischt nach so viel Zerstörung! Schöne Pause, danke dafür! Dafür wartet mit Agony Of Defeat, Spielzeit 5:51, das längste Stück des Albums im Anschluss auf. Düstere, dennoch lichtgeflutete, vom Untergang kündende Instrumentierung begeistert von Anfang an. Derrick packt seine melodische, gefühlvolle Klargesang-Seite aus, die unter die Haut geht! Zudem steigern sich seine Mitstreiter immer mehr, Chöre kommen dazu, Derrick greift zu verzweifelten Growls. Sein Let me out  geht so ans Herz, dass man das auch möchte. Nicht wegen dem Lied, bevor das wieder wer falsch interpretiert. Ich habe hier meinen fünften Oberfavoriten gefunden, der sich als zweites übermächtiges Monumental-Werk präsentiert! Einfach nur überirdisch geil! Wir sind LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Was fehlt jetzt noch zum Ende hin? Genau, ein Lied, welches alles nochmal zusammenfasst. Das geschieht mit Fear, Pain, Chaos, Suffering. Sepultura haben sich hier mit Emmily Barreto, Sängerin bei Far From Alaska, zusammen getan und fabrizieren ein massives, Endzeit-mäßiges, old school Heavy Metal Thrash Finale, das unter die Haut geht. Sehr gelungen, zwei Stimmen, die wundervoll miteinander agieren - mehr braucht es nicht! 

 

Fazit: Anhand dieses Machtwerks verstehe ich nicht, warum überhaupt Jemand über Sepultura meckert. Da gibt es nix zu meckern! Fakt ist: Harte Zeiten verlangen harte Maßnahmen und wer nach Traumtänzer-Hippie-Wischiwaschi-Weichei-Musik sucht, ist hier definitiv falsch! Momentan packen die Metal-Bands die aktuelle Situation bei den Eiern und reden Tacheles. Dabei wird kurzer Prozess gemacht und alles nieder gewalzt, was in den Weg kommt! Anspruchsvoll, wohl durchdacht, Endzeit, tonnenschwere Salven, nachdenkliche Texte, alles geht an die Nieren, Klargesang, Chöre, Tribal Drums, back to the roots - hier ist nahezu alles vertreten! So stark, monumental und gewaltig haben die Brasilianer lange nicht agiert! Ich sage ja: Pausen sind nicht negativ bei der Album-Entstehung! Ich habe gelesen, dass Sepultura mit den eben erwähnten Elementen versucht haben, alte Meisterwerke wieder aufzugreifen und mit modernen Elementen aufzupeppen. Dennoch wird nicht zurück geblickt und nix aufgewärmt, was schon mal da war. Sepultura blicken gen Zukunft und nur nach vorn. So lobe ich mir das und betitele dieses Album als monumentales Monstrum, auf das kein Fan der derberen Gangart verzichten darf und die Beinhart-Fraktion kann auch wieder frohlocken!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER BESONDERS IN CORONA-ZEITEN UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=x2nZ3n8_e3k    Isolation

 

https://www.youtube.com/watch?v=TMLed7lL5CU    Means To An End

 

https://www.youtube.com/watch?v=fJPuijhnXrA    Last Time (vertreten auf Maximum Metal Vol. 253 / Metal Hammer)

Heute geht es um eine Band, die der Welt regelmäßig durch ihre Veröffentlichungen schockt! Irgendwo in der Schnittmenge zwischen Manson zu seinen besten Zeiten und Psyclon Nine haben sich die Jungs eine eigene, düstere, bedrohliche, morbide Nische geschaffen! Seid ihr bereit für Devil-M ?! 

 

Seit August 2009 lärmen sich die 4 Oldenburger um ihren Frontmann Max Astharat Meyer nun schon durch die Lande. Der richtig große Durchbruch blieb ihnen bisher verwehrt, doch der kommt sicher! Eine stetig wachsende Fan-Gemeinde können sie ihr Eigen nennen und im NonTox während des WGT sind sie mittlerweile fast Dauergäste! Zudem können sie Auftritte z. B. mit Freakangel vorweisen! Derber, düsterer, dystopischer, morbider Industrial Rock & - Metal ist das, was hier fabriziert wird, angereichert mit reichlich Schock-Momenten, Horrorfilm Sequenzen und Geräuschen, die aus einer anderen Welt zu kommen scheinen. 1 EP, 1 Demo und 3 Alben haben sie bisher raus gehauen, das letzte Album Hollow Earth  erschien 2017. Schon während der bisherigen Karriere fiel schnell auf, dass sich die Jungs viel Zeit für ihre Outputs lassen. Recht so, Musik wie ihre muss reifen, verlangt Perfektion und vorher wird sie eh nicht von der Kette gelassen! 

 

Seit dem 28.02. diesen Jahres ist nun endlich der 4. Longplayer draußen, den erneut ein düsteres Frontcover ziert. Besonders düster ist die Message, die hinter dem Namen und dem Album steckt. Grundfunke war der, dass sich die Oldenburger Krachmacht nach Hollow Earth  hin stellte und der Welt ankündigte: Das geht noch krasser!!!!  Um ihre Message diesmal noch verständlicher zu machen, wird diesmal erstmals sogar auf die Muttersprache zurück gegriffen! Bereits 2014 wurde auf dem Debüt-Album Revenge of the Antichrist  (2014, Ihr seht also: 3-jährige Pause zwischen den VÖ´s lieb gewonnene Tradition) Astharat  bereits als Protagonist in Szene gesetzt, der sich gegen Ende fälschlicherweise als schizophren wähnte und sich daraufhin mehrfach versucht, das Leben zu nehmen. Nun wird das Komplett-Konstrukt beleuchtet: Wie könnte solch eine zerrüttete Existenz sein? Was fühlt diese Person? Der Kontext ist ein auf CD gebanntes Sinnbild dessen, was in uns Allen schlummert: blanke Wut! Tief in uns haben wir alle ein schlummerndes Wesen, ein Zweitgesicht, eine Kreatur, eine Person - was es auch immer ist: es ist etwas, was wir Niemandem zeigen. Und genau das ist unser Embryogott, ein egoistisches Ekel mit Hang zum Sadismus! (teilweise Quelle: Pressetext, hab ihn etwas verändert). Ihr seht schon: dieses Album ist nix für schwache Nerven! Und doch eine Thematik, die uns Alle angeht. Ich bin mega gespannt und deswegen legen wir jetzt los! 

 

Den Anfang macht direkt eine Trilogie. Drei Songs, die nacheinander aufeinander aufbauen. Der große Übertitel ist Requiem Of Liturgy. Wir beginnen mit Act 1 - The Rising. Düstere Sequenzen, ein Aufbegehren, das aufkeimende Übel, Unterwelt, tiefste Tiefen menschlicher Psyche. Drums künden die Ankunft einer schlaflosen Bosheit. Düstere Riffs gesellen sich dazu und fachen das Feuer weiter an, während der Unterwelt gleich gepeinigte Seelen im Hintergrund hörbar sind. Wahnsinnig geil gemacht und wahnsinnig trifft hier sehr gut zu! Was für ein Opener! Weiter geht es mit Act 2 - The Ceremony. Was sich eben düster dystopisch real ankündigte, wird nun entfesselt! Industrial ergießt sich in Wogen über den Hörer, Stakkato-Rhythmen und finsterer Industrial Rock gesellt sich dazu. Astharats Gesang thront über all dem und schneidet rasierklingenscharf ins Fleisch. Einfach nur krass und richtig geil gemacht! Wer hoch steigt, wird tief fallen. Act 3 - The Fall  präsentiert genau das. Horrorfilm-artige Sequenzen, Gekreisch, Chaos, Flammen, Zerstörung, Niedergang, System kollabiert. Nervenaufreibend, aber echt geil gemacht! Weiter geht es mit Faszination. Fette Riffs, düstere Atmosphäre, treibende Beats, Apokalypse auf Erden, Krieg im Kopf. Überall Flammen. Dennoch geht das Monstrum straight nach vorne und lädt zu Eskalation sowie zum Headbangen ein. Astharats Gesang schneidet erneut tief ins Fleisch, ich persönlich fände es aber schöner und vor allem bei DIESER Albumthematik wichtig, dass man ihn auch richtig versteht! Ansonsten echt geil gemacht, aber das mit dem nicht richtig Verstehen ist ein bitterer Minuspunkt. Auch wenn ich gleichzeitig der Meinung bin, dass die Art, wie es gemacht ist, gut zur Gesamt-Thematik passt. Trotzdem schade, wenn die Stimme in Klang-Gewitter untergeht. Ihr findet die Granate übrigens auch auf der Cold Hands Seduction Vol. 216  vom Sonic Seducer! Weiter geht es mit Tausend Augen  und diese knistern und zischen aus den Boxen, bis es bitzelt. Starker Industrial Rock, es geht straight nach vorne, knisternde Sequenzen umgeben die ganze Perle. Astharats Stimme legt sich zwischen all das und kriecht dem Hörer ins Ohr ebenso wie die Gänsehaut, die sich dem kalten Schauer gleich ausbreitet. Starkes Teil, top gemacht! Auch hier werden einige Textstellen vom Sound verschluckt, aber auch hier passt die Art gut ins Konzept. Was für ein innerer Krieg! Auch das dürfte dem Album gerecht werden! Auch diesmal haben die Oldenburger Depressive Dreadheads ein Video erstellt! Und zwar für die Single Marilyn Medusa, die sich nun präsentiert. Wie schleichendes Gift, einer Schlange gleich, kriecht dieses Monstrum behutsam, aber lebensbedrohlich ins Ohr und ins Gehirn. Nervenaufreibend, düster, morbide, bedrohlich, mystisch, in seinen Bann ziehend. Echt krass, was hier diesmal abgeht! Als kurzes Zwischenstück sowohl als Einleitung präsentiert sich der Embryogott. Aufkeimend, kurz, knackig, aussagekräftig, aufschreiend. Wenn das Innere schreit, das Schreien nach außen dringt, weil das Zurückhalten mehr und mehr zur Qual wird und die Fassade bröckelt - dann gewinnt ER immer mehr an Stärke! Auf Stand  greift dann, wie erwartet, die Grundtöne und -schwingungen des Embryogott  ein und versieht sie mit einem aussagekräftigen, einschneidenden Sample, einem Monolog gleich. Melancholische, einschneidende, packende, aufreibende, düstere Klangwellen umspülen den Hörer und Astharats Gesang gibt uns den Rest. Es ist soweit - der Wahnsinn bricht aus! Nachdem wir jetzt einige deutsche Songs hatten, bewegt sich Saint Astharat  mal wieder im englischen Sektor. Hier wird scharf geschossen, überall bitzelt es, der Astharat übernimmt die Kontrolle. Industrial und Noise at its best! Sehr genialer Track mit obercoolem, einschneidenden Gesang! Ein weiteres, kurzes Einleitungsstück ist Embryo. Diese kurzen Sequenzen scheinen die Übergänge der einzelnen Phasen einzuleiten, quasi neue Kapitel und die einzelnen Charakterzüge werden beschrieben. Knackig, nervenaufreibend, düster, packend, echt genial! Gabriel  ist angereichert mit verstörenden Geräuschkulissen, erschreckend schockierenden Szenen, Sequenzen wie von Nachrichten entnommen, gewaltige Klangerlebnisse, ein Sturm der Bilder. Wahrlich nervenaufreibend, aber genial gemacht! Erinnert an die gute alte Industrial / Industrial Rock Zeit der Marke Nine Inch Nails, angereichert mit Horrorfilm Attitüde. Apropos Horrorfilm. Addendum  wäre da auch so ein Kandidat. Eine unheimliche, beklemmende, extrem düstere, schwermütige Atmosphäre umgibt diesen Track, ebenso wie eine tiefe Melancholie und Depression. Astharat singt auf englisch und erneut schneiden die Worte wie eine Rasierklinge ins Fleisch. Definitiv einer meiner absoluten Oberfavoriten! Laut Tracklist auf der Rückseite sind wir am Ende angelangt. Dazu gleich mehr. Mit Third Nostril  erwartet uns auf jeden Fall mit 6:02 das bisher längste Stück und auch das bisher lauteste! Dröhnender, rebellierender, apokalyptischer, alles niederwalzender, selbstzerstörerischer, depressiver, aufstampfender, nervenaufreibender Industrial Metal mit Lyrics, die dem Hörer in den Arsch treten! Krasses, fettes Teil! Technoide Sequenzen bilden das Schlusslicht, die schon darauf hindeuten, dass es das irgendwie noch nicht so ganz war. Immer, wenn man denkt, das Lied wäre zu Ende, ertönt ein weiteres Geräusch. Spannend gemacht! Pustekuchen zwecks Finale! Das kommt jetzt! Ein Hidden Track. Weder vermerkt noch angekündigt. Finde ich klasse, denn nur die Leute, die die CD erworben haben, kommen in seinen Genuss! Unterstütze ich! Euch erwartet hier ein extrem düsteres Horrorfilm Spektakel. Ihr seid quasi Teil des Spektakels. So fühlt es sich zumindest an. Wie eingesperrt im Hive (Resident Evil). Oder in einer eiskalten, leeren, zwielichtigen Fabrikhalle. So lang ist düster ist sonst keinerlei Track dieser CD! Wahnsinnig nervenaufreibend, nix für zarte Gemüter und ultra packend! Das ist mehr als nur Musik! 

 

Fazit: Meiner Ansicht nach entwickeln sich Devil-M immer mehr zu einer Übermacht! Klar kann man grobe Vergleiche mit anderen Bands ziehen, deren Einfluss unverkennbar bleibt. Aber spätestens mit diesem Machtwerk haben sich Devil-M eine Festung errichtet, in der sie nahezu unvergleichbar sind! Hier ist nicht nur Musik abspielbar - die Oldenburger Krachschmiede hat ihren eigenen Horrorfilm gedreht! Dieses Album ist wahrlich nix für die Zartbesaiteten unter uns! Packend, düster, krasse Thematik, eine definitive Weiterentwicklung und in dieser Form wirklich bisher einzigartig! Ich möchte mich ganz herzlich bei den Dreadheads bedanken, dass sie sich die Zeit für dieses Opus genommen haben! Ich persönlich war großer Fan des letzten Meisterwerks, aber hiermit haben sich die Jungs ein Denkmal errichtet! Auf diesen Steinen werden sie ihre Okkult-Stätte bauen! Man hört dem Album an, dass es den Musikern alles abverlangt hat und so eine Thematik, dazu dieser Sound geht an NIEMANDEM spurlos vorbei! Deswegen bedanke ich mich umso herzlicher bei ihnen! Vor allem das Gesamtpaket aus Thematik, Klangwelten, Samples, Atmosphäre, Sequenzen, Frontcover und den römischen Zahlen der Tracklist ist ein Erlebnis, das man NUR als CD genießen kann! PFLICHTKAUF! 

 

Biss bald, stay tuned und wie eben erwähnt: PFLICHTKAUF !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ALSO NUR CD BESORGEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=w8xst7hU8lI    Marilyn Medusa

 

https://www.youtube.com/watch?v=C0A9oQXMLhM    Faszination (vertreten auf Cold Hands Seduction Vol. 216, Sonic Seducer)

Heute geht es um eine Band, die noch ganz am Anfang der Karriere-Leiter stehen und Ihr wisst, dass es meine Mission ist, solche Bands zu supporten und ihnen den Weg mit zu meistern. Ganz besonders im Gedächtnis bleibt außergewöhnliche, eigenständige Musik mit Mut zum Experimentellen. Dabei ist es auch hilfreich, wenn man mehrere Stile miteinander vermischt. Dazu gehören auch Thybeaux.

 

Die Dresdner Experimental / Progressive Rock / Postmetal / Postrocker gründeten sich 2002 und haben in ihrer 18-jährigen (!) Laufbahn bereits viel Schweiß, Herzblut und Tränen in ihre Band gesteckt. Gekrönt wurde das bisher durch 2 EP´s und ein Album. Letzteres hieß Dependere  und erschien 2009. Eine lange Zeit also, in der man nix mehr von der Band gehört hat. Doch auch das zeichnet sie aus: sie nehmen sich Zeit für ihre Werke. Die erste EP erschien 2003, die zweite 2004 und erst 2009 das erste Album. Ich persönlich finde es auch so rum mal interessant, wenn sich eine Band mal mehr Zeit für ihre Werke nimmt und nicht jedes Jahr mit neuer Musik auftaucht. Es gibt Bands, die können das und klingen jedesmal gut. Andere sollten sich mehr Zeit nehmen und wieder andere tun es einfach. Jeder, wie er es vermag. Aktuell besteht die Band aus Sängerin Susann Lohse, Sänger / Growler / Shouter Robert Hiekel, Bassist Matthias Umbach, Schlagzeuger David Schleif sowie den beiden Gitarristen Markus Burig und Julius Töpper.

 

Seit dem 18.01.20 ist nun also endlich der Nachfolger draußen, den Thybeaux schlicht nach sich selbst benannten. Lässt vermuten, dass sie zu sich und ihrem absoluten Sound gefunden haben. Finden wir es heraus! 

 

Los geht es mit The Scope  und wie es der Titel bereits vermuten lässt, führen verzweigte düstere Sounds in die Welt der Dresdner ein. Düstere Riffs, beklemmend anwirkender Bass, atemberaubend schöne Gitarrenklänge, melancholischer Gesang von Susann. Nach und nach erklingen alle Mitglieder der Band und Sänger Robert lässt seine tiefkehligen Growls erklingen. Alles in allem aufwühlender, emotionaler, düsterer, packender Postrock-Metal. Starker Opener! Die Wechsel und Übergänge im Klangkosmos sind besonders beeindruckend! Ein hoch emotionales, gefühlvolles Finale erklingt zum Abschluss und treibt dem Hörer die Tränen in die Augen! Weiter geht es mit Under The Wig  und es bleibt düster, jedoch wird es jetzt bei weitem epischer, kraftvoller, keifender, wuchtiger. Kraftvolle Instrumentierung, kräftig aufbäumender Gesang von Susann, der absolute Befreiungsschlag! Ein gigantisches, aufbegehrendes, angreifendes Monstrum, das hier an der Kette zerrt und dem Hörer die reinste Gänsehaut verursacht! Hin und wieder gibt es seichtere Parts, die allerdings wie die Ruhe vor dem Tornado wirken und wie aus einem Horrorfilm wirken! Sehr geil gemacht, faszinierende Musik und atemberaubende Szenerie! Fast schon Death Metal-ähnliche Momente brechen hier stellenweise aus! Einfach nur woooooooooooooooow! Neben all den längeren Songs haben die Dresdner auch kürzere Zwischenstücke eingebaut, die in die Songs einleiten. Kleine Verschnaufpausen könnte man auch sagen. Across The Contours  ist so eine. Wunderschöne, tief treffende, beeindruckende Klangwelten, betörende Sequenzen und eine gewaltige Kulisse künden vom meisterhaften Bedienen der jeweiligen Instrumente und entführen in die einzigartige Welt von Thybeaux! Einfach wundervoll! Im Anschluss zeigt sich die Beauty Machine  in ihrer ganzen Pracht und trotzdem ihr anderes, beängstigendes Gesicht. Diese Gegensätze werden durch Susanns abwechslungsreichen Gesang klar. Zum einen bösartige Hexe, zum anderen betörende Elfe. Eine gefährliche Mischung! Ich finde es verdammt genial gemacht und ihre Mitmusiker geben dem Hörer mit aufwühlendem, kraftvollem Postmetal den Rest! Es ist nicht immer das, was uns aus dem Spiegel entgegen blickt. Der Spiegel zeigt uns die bittere Wahrheit. Gott Schönheit, du grausames Monstrum! Sehr geil gemacht, danke für diesen ausdrucksstarken Song und seine Message! Weiter geht es mit The Order  und einer weiteren Seite der Band. Atemberaubend schöne helle Klänge, einschneidender Sprechgesang und elfengleiche Gesänge von Susann. Alleine dieser Dreierkombi macht den Song zu einem ganz besonders hell leuchtendem Diamanten! Einfach nur episch und mächtig! Hat auch was mystisches, geheimnisvolles, magisches an sich! Ein starkes Stück Musik, welches in den endlosen Strom der Zeit eingehen wird, um dort als strahlendes Monument zu verweilen! Das hat es verdient! Ab der Mitte wird es nochmal kraftvoll und die Dresdner erschaffen ein magisches Liedlein! Einfach nur atemberaubend schön! Soweit ich das raus gehört habe, erklingt Roberts Stimme auch mal klar und einschneidend. Kann er öfter mal machen! Strange  wird es jetzt. Aber nur der Songtitel. Kraftvolle, aufwühlende, nach vorne preschende Instrumentierung trifft auf kraftvollen Gesang von Susann und auf das tiefkehlige Growlen von Robert. Eine wahrhaft epische, wach rüttelnde Schlacht erklingt da nach all dem Zauber! Metall trifft aufeinander, überall Tote, ein Meer aus Blut, gewaltige Schlachtkulissen entstehen vorm geistigen Auge. Wahnsinnig intensiv und tief berührend, was hier passiert! Alleine optisch passen die Black Lines  da natürlich hervorragend dazu. Den Hörer erwartet aufwühlender, keifender, mit den Krallen scharrender Postmetal, der hier schon sehr starke Ähnlichkeit mit Cradle Of Filth hat! Keifender Metal, Aggressivität, gleichzeitig ruhige Elemente mit kraftvollem Einsatz von Susann, danach wieder episches Gedröhn. Sehr geil gemacht, wahrlich vereinnahmend! Metal ist Krieg, das hört man hier ganz deutlich! Desolation Pt. I  ist das zweite, kurze Instrumental. Verschnaufpause trifft es aber nicht wirklich. Schon dieses kurze Stück deutet an, dass es melancholisch, schwermütig, aufbäumend, depressiv, alles andere als seicht wird. Robert verstärkt den Effekt durch tiefes Growlen im Hintergrund. Also nicht ganz ein Instrumental. Wundervoll, anmutig, dennoch melancholisch und aufwühlend. Da bahnt sich was Finsteres an! Deswegen ganz schnell zu Desolation Pt. II! Die Melodien werden weiter geführt, es kommt etwas zur Ruhe, denn jetzt erklingt sanftes Klavierspiel und ein atemberaubend schönes Flügelhorn! Klassik trifft auf Moderne und vereint sich zu einem atemberaubend schönen, tieftraurigen Meisterwerk! Prachtvolles Instrumental, welches die Vielseitigkeit der Band aufzeigt und beweist, dass sie auch überraschen können! Damit hätte ich jetzt nicht gerechnet, sehr genialer Schachzug! In Obedience  greift einige kleine Parts der letzten beiden Instrumentals mit auf. Klassische Elemente, Experimental, Postrock, Blues, kraftvoller Sprechgesang von Susann, der wieder die diabolische Seite zeigt. Danach mimt sie die Sirene, die den Hörer lasziv umspielt und besingt! Zudem kommt kräftiger, packender, emotionaler Gesang dazu! Stakkato-Rhythmen übernehmen das Ruder, bevor es in tonnenschweren, melancholisch-melodischen Postmetal übergeht. Was für ein Kraftpaket, das vor Abwechslung und steter Steigerung nur so strotzt! Einfach nur geil und künstlerisch auf sehr hoher Qualitäts-Ebene! Natürlich darf da auch Roberts markerschütterndes Growlen nicht fehlen! 9 Minuten, die spannender nicht sein könnten und die volle Pracht der Qualitäten und Leistungen jedes einzelnen Mitglieds offenbaren! Wer hier Langeweile verspürt, hat keine Ahnung von guter Musik! Besonders, wenn Susann und Robert gemeinsam agieren und um die Wette keifen, ist das die reinste Gänsehaut, die in Intervallen über die Haut rollt! Wahrlich übermächtig! Nach all dem erwartet uns One empty Shelleine leere Hülle, Dementsprechend düster, melancholisch, einschneidend, bedrückend, Horrorfilm-artig wird es hier auch. Susann packt ihre diabolisch-melancholisch-kraftvolle Seite aus, die offenlegt, wie eindrucksvoll und genial sie agieren kann! Roberts Growlen wird aggressiver und die Mitmusiker kreieren einen gespenstischen, aggressiv düsteren, brutalen Sound. Wahrlich überrollend und wirklich Jeder sollte hier raus hören, worum es geht! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber wisst Ihr, was jetzt noch fehlt? Ein richtig geiles, fettes Finale, einem Feuerwerk gleich! Das erwartet Euch in Form von Prism. Wunderschöne, melancholische, traurige Klangwelten, wundervolle Melodien und Susanns tief treffender Sprech- und Klargesang machen ganz klar deutlich, worum es geht. Das besungene Ich lässt an seinem Werdegang, seinem Leben teilhaben. Persönlicher geht es nicht mehr! Mit der Zeit kommen leichte, aber kraftvolle Drums dazu. Das besungene Ich blickt auf sein Leben zurück und schlagartig prescht es in düster melancholischen Postmetal um, der sich tonnenschwer und massiv aus den Boxen walzt und direkt unter die Haut geht! Ein aufwühlendes, höchst emotionales, gewaltiges, mächtiges, einschneidendes, nachhallendes Finale, das solch einem Album gebührt! 

 

Fazit: Ich habe wirklich schon viele unterschiedliche Musikrichtungen und -kombinationen gehört. Und natürlich ist gerade das Genre Postrock, Postmetal voll von starken, faszinierenden Bands. Aber mit Thybeaux haben wir einen ganz besonders glanzvollen Vertreter am Start und es wird Zeit, dass die Dresdner das Gehör bekommen, was ihnen zusteht! Extrem abwechslungsreich, wahnsinnig talentiert, fokussiert und jedes einzelne Mitglied ist ein wahrer Meister in seiner Position! Die Musiker sind wirklich wahnsinnig talentiert und das Gesamtbild spricht von einer reinen Einheit, die alle ergeben! Zudem stehen mit Susann und Robert zwei mega gute Stimmen am Mikro, die die Kirsche auf der Sahne ergeben! Welch Stimmspektrum da aus Beiden heraus kommt, ist schier der pure Wahnsinn! Besonders Susann hat mich schier umgehauen! Was für eine Stimmgewalt! Die Band hat in ihrer Konstellation die absolute Perfektion erreicht und tatsächlich zu ihrem Sound gefunden! Zum Album: hier wird eine wahrlich düstere, packende, spannende Geschichte erzählt, die nix für schwache Nerven ist! Soweit ich es verstanden habe, geht es um die Götter Zeit und Schönheit in all ihren, teils verstörend hässlichen, Facetten. Susann und Robert stellen die Gegensätze dar: Werdegang, innere Zerrissenheit, Auflehnung, Teilung bis ins Innerste, Leben, Tod, Verfall. Die Intention, mit der die Beiden und ihre Mitstreiter hier agieren, verdient eine Auszeichnung und verleiht ihnen etwas wirklich Eigenständiges! Zudem verleiht es der Story eine wahre Authentizität, die man bei solch einer Story erwarten kann! Nix ist wie es auf den ersten Blick scheint, Überraschungen und Gegensätze, versteckte Hinweise, geniale Metaphern - das Leben selbst findet hier statt! Ich bin wirklich sprachlos und überaus fasziniert davon, was noch alles so möglich ist im dunklen Musik-Universum! Ich weiß auch, dass Bands, die Songs schreiben, die viel über 4, 5 Minuten gehen, Schwierigkeiten haben, Gehör zu bekommen. Oft wird über Langatmigkeit gemeckert, nach kürzeren Songs verlangt, die Leute wollen und können nicht mehr lange zuhören, vielen wird schnell langweilig. Dazu kann ich nur sagen: wer mit so was bei Thybeaux um die Ecke kommt, hat keinen Plan von guter handgemachter ehrlicher Musik! Klar sind Geschmäcker verschieden. Aber gebt Euch nen Ruck und erschreckt nicht vor der Zeit, die das Abspielgerät anzeigt! Nehmt Euch ein Beispiel am Album, seiner Message und werdet Euch bewusst, dass das, was Euch wirklich erschrecken sollte, die Tatsache ist, wenn man gegen Ende feststellt, dass man seine Zeit nicht genutzt hat ...

 

Biss bald, stay tuned, tausend Dank an Thybeaux für dieses Meisterwerk und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig  

Die heutige Band ist ein ganz besonderes Sternchen am weiten Firmament des schwarzen Musik-Universums. Vom absoluten No Name zu einer respektablen Größe im Dark Electro war es ein weiter Weg und ein Mann hat es geschafft: Jan C. Hoffmann! Wenn dieser Name fällt, kann nur eine Band gemeint sein, um die es heute geht: DESASTROES

 

2010 rief der Mann aus Nienburg Weser sein Projekt ins Leben, das sogar eine Zeit lang als Trio agierte. Daraus ging Björn Miethe mit seiner eigenen Band System Noire  hervor. Gemeinsam bespielten sie das eine und andere Mal das Nontox während des WGT. Alleine das spricht für den Erfolg von Jan! Neben etlichen Vorab-Veröffentlichungen und so mancher gelungener Cover-Version (u. a. Wicked Game  von Chris Isaak) und einer sehr witzigen Variante des Centhron-Überhits Cunt (er machte daraus die Weihnachts-Version Krokant) hat er inzwischen 4 Alben unters schwarze Volk gebracht. Eines erfolgreicher als das andere! Das Erstaunliche ist jedesmal die Weiterentwicklung und Erweiterung der musikalischen Qualitäts-Merkmale. Zuletzt bewies Jan mit seinem 2017er Werk Schwarz wie Obsidian - Offenbarung I : Parasit  die perfekte Mischung aus ergreifenden Synthie Pop Balladen, herzzerreißenden Duetten mit Maria Fendler (ex-Unterschicht), packenden Themenbereichen, düsterer Eleganz, tiefschwarzen Anklagen gepaart mit modernen Märchen und einem derben Seitenhieb auf die aktuelle Zeit, emotinalem Klargesang und Entfesslung der Wut durch tiefschwarze Growls  und verschiedenster Dark Electro Spielarten. Um es zusammenzufassen: Desastroes haben ihren Sound gefunden! 

 

Wie der Vorgänger alleine schon durch seinen Titel verrät, war dies nur der Anfang. Jan verfolgt eine zusammen hängende Geschichte, die nun seit dem Februar 2020 ihre Fortsetzung gefunden hat. Im Gegensatz zu Teil 1 beinhaltet Offenbarung II - Dornenherz  zwei CD´s. Ich vermute, dass es daher zwei Kapitel werden. Offenbarung I - Parasit  endete mit dem tragisch schönen Duett mit Maria Fendler namens VERLOREN IM LICHT: Und nach der Vorlage bin ich jetzt mega gespannt, wie es weiter geht! Zudem ist das Cover Artwork ein wahrer Augenöffner, ebenso ansprechend wie das Cover eines Buches, das einen im Buchladen magisch anzieht. Deswegen direkt anschnallen und folgt mir auf die Reise in die Welt von DESASTROES! 

 

Ebenso wie beim Vorgänger wird das Werk durch einen Weg bereitenden Einsteiger eröffnet. OFFENBARUNG II - TIEFER  ist extrem episch, tief treffend, melancholisch, geflutet von dunkel-weichen Wogen und offenbart, dass der Nachfolger nahtlos an die Geschichte anschließt. Ich bin einfach nur sprachlos und zutiefst berührt von diesem epischen Intro! ALL THE GLORY MUST DIE  sagt im Anschluss eigentlich schon alles. Gesellschaftskritisch, zutiefst emotional, aufrüttelnd, bei weitem noch deutlicher als der Vorgänger und dabei auch noch extrem gefühlvoll. Am gelungensten finde ich bei Jan die perfekte Mischung aus deutschen und englischen Lyrics - perfekt aufgeteilt pro Song und sogar im Song! Tausend Dank für diese wundervollen, direkt treffenden Worte Jan! Wer soziale Ungerechtigkeit in musikalischer Umsetzung hören will, höre hier bitte ganz genau zu ... ! Anders als bei Kapitel I (also dem 2017er Vorgänger) hat Jan hier wieder einige kleine Zwischenstücke eingebaut, die perfekt in die Songs einleiten. So auch bei EINE FRAGE DES GLAUBENS. Tiefschwarze Sequenzen, einschneidende Samples, tief treffende Melodien. Einfach nur geil gemacht! Zudem wird klar, was Jan mit dieser Einleitung und dem folgenden Song KEINE GÖTTER  sagen will. Religionen, fanatischer Glaube, Glaubenskriege - das sind die blutigsten Krankheiten aller Zeiten! So auch zu hören auf Virus Mensch  der Dresdner Electro-Rocker BattleScream. Jans hier platzierte Anklage wird mit düsterem Flüstergesang und treibendem Dark Electro ans Volk gebracht. Er appelliert an die wahre Macht: Herz und Verstand! Einfach nur stark und erneut mit wahrer, packender Lyrik versehen! Hier ist übrigens auch der Gitarrist Hannes Riedemann vom Vorgänger zu hören. Seine sägenden Klänge passen perfekt in den Song! DECIDE (Anti-Trump) sollte ebenfalls klar machen, was Jan hier verfolgt. Sich klar politisch zu äußern, birgt natürlich immer ein Risiko und lange stand es auf der Kippe, ob man überhaupt noch Samples verwenden kann. Dennoch hat Jan ein packendes, wahres, hinterfragendes Dark Electro-Club Biest geschaffen. Mutig, mutig! Und durchaus gelungen! Mich persönlich erinnert der Track an die gute alte Covenant Zeit! Hach ja - wir schwelgen doch gerne in schwarzer Erinnerung! VON KÖNIGEN UND POLARBÄREN  hingegen ist das komplette Gegenteil. Heller, tieftraurig-melancholischer Synthie Pop mit treibenden Beats und, auch wenn der Titel was anderes vermuten lässt, ein tief einschneidender Text erobern im Sturm das Herz des Hörers. Auch für dieses Album hat sich Jan prominente Gäste an Bord geholt. Hier wird er durch Kai Vincenz Nemeth (In Good Faith) & Dino Serci (Schwarzschild) unterstützt. Sie helfen ihm bei einem Vermächtnis, welches wir vielleicht in wenigen Jahren nur noch in Zoos, Tierbüchern und Museen erleben werden. Das Eisbären-Sterben hat Ausmaße angenommen, die nicht mehr zu ignorieren sind. Das Schmelzen der Pole und der Mensch sind der Tod für diese prächtigen Tiere. Sind wir noch zu retten?  fragen die Drei im Refrain. Ich hoffe es, denn die Polar-Giganten DÜRFEN nicht aussterben! Allerdings hängt es an einem SEHR dünnen Faden, der fast abreißt ... Also lasst den Text wirken, geht in Euch, führt es Euch vor Augen und fangt an umzudenken! Ich kann Euch nur beschwören! Tausend Dank an die Jungs für diese Zeilen und diesen ultra wichtigen Song!!!! Ein weiteres Duett findet sich direkt im Anschluss. Schon auf dem letzten Album hat uns Jan mit Balladen über die Damenwelt fasziniert. Zusammen mit Karina Herzenberg ist ihm hier ein toller Song mit Text zum nachdenken gelungen, der Einblicke in das Leben einer jungen Frau gewährt. Jan erzählt über sie, während Karina im Refrain die Besungene übernimmt. Jans warme dunkle Stimme, Karinas elfengleicher Gesang - perfekte Kombination, wundervoll eingesetzt, perfekte Rollenverteilung und ein packender Text mit Gesellschaftskritik und einer bewegenden Lebensgeschichte - einfach nur genial, wunderschön und als Motivation an ähnliche Lebensgeschichten gedacht! So ist sie - die FUNKENMARIEDIE TOTGEGLAUBTE  ist das zweite kurze Einleitungsstück, welches durch Jans Stimme und tief bewegende Melodien lebt. Er schafft es wirklich jedesmal, Texte zu erschaffen, die sich in die Seele brennen und genau das Herz treffen! Meterdicke Gänsehaut ist hier vorprogrammiert! Perfekte Einleitung für RASEREI (Elizabeth Part II)! Auf dem letzten Album erfreuten uns Jan und Maria Fendler mit ihrer Hommage an Gräfin Elizabeth, die sich darüber sicher gefreut hätte! Besonders über die Verkörperung ihrer Person durch Maria, die ihr Stimme und Ausdruck verlieh! Part II singt Jan alleine und führt die Geschichte packend und bewegend weiter. Emotionaler Klargesang trifft auf düsteren Flüster-Keif-Gesang. Was für eine gelungene, starke, ergreifende Fortsetzung mit tanzbaren Beats! Kein Verbrechen wird je vergessen und der Mord an ihr durch ihren Mann hat durch diese beiden Erzählungen ein würdiges, starkes Monument erhalten! Danke dafür! CD 1 endet mit einem Track, der 2018 bereits in Form einer EP zu hören war und hier nun in der Album Edit  vertreten ist: HVNGER! Und wisst Ihr, was das Beste ist? Maria Fendler ist auch hier wieder zu hören und es ist immer wieder wundervoll, wie schön sie singen kann und perfekt ihre Rolle rüber bringt! Ein Lied über eine zerrüttete Beziehung, aktuelle gestörte Beziehungsformen und die Gier nach Zerstörung sowie Vereinnahmung des Anderen. Wummernder Electro, starker Text und zwei umwerfende Stimmen, die ihre Rolle perfekt gesanglich an den Hörer bringen - ein würdiger Ausklang für CD I! Teil 2 oder für mich Kapitel 2 von 2 (verwirrend, ich weiß) - also für Euch Teil 3 von Kapitel 2, muss natürlich zur Eröffnung eine Brücke zwischen beiden CDs und vielleicht sogar zwischen Offenbarung I & II  schlagen. Das übernimmt treffender weise DER ÜBERGANG. Ein kurzes, aber ebenso mächtiges wie episches Intro wie bei CD I und dem Vorgänger. Keifende, wütende, tiefschwarze Worte eines düsteren Inneren und eine Horrorfilm-reife Inszenierung dieses Monologs mit dem inneren, finsteren Ich ergeben den perfekten Opener! Einfach nur stark! Ob es dann jetzt allgemein düsterer wird und das geschundene, tiefschwarze Ich seinen Part erhält? Finden wir es raus! UNWESEN  lässt es zumindest vermuten! Stampfender Dark Electro mit EBM Anleihen, extrem tanzbar, ein düsteres modernes "Märchen", ein tiefschwarzer Spiegel unserer Gesellschaft, die perfekte Melange aus keifendem Gesang und emotionalem Klargesang, dazu anklagende Worte - einfach nur genial und der ultimative Mittelfinger gegen Bestie Mensch! Ich bin fasziniert von Jans Worten! Deutlicher hätte man es nicht machen können und die perfekte Darstellung beider "Wesen" - einfach gelungen! MELANCHOLIA  hingegen bewegt sich fernab davon. Es bleibt zwar in gewisser Weise tanzbar, aber wie es der Titel schon sagt, wird es hier extrem melancholisch, bewegend, einschneidend, packend. Ein Hilferuf der gepeinigten wunden Seelen, die nach Eurer Führung und Euren Herzen betteln. Melancholia - der Ort ihres Inneren, ihrer Sammelstätte. Deutsch trifft auf Englisch, die Verlorenen und Außenseiter erhalten Stimme und den nötigen Respekt - mehr geht nicht! Einfach nur packend, wunderschön und zum Nachdenken anregend! Zumindest hoffe ich, dass die Hörer das tun ... Jeder, wirklich JEDER, kann in die Situation der Besungenen kommen! Ich bitte, dies niemals zu vergessen! ... ALTE ASCHE wird durch eine Telefon-Sequenz eingeleitet, bevor wundervolle Melodien und wummernde Bässe das Ruder übernehmen. Jan kehrt hier komplett in sein besungenes Ich ein und berichtet bewegend von dem traurigen Schicksal seines besungenen Ichs. Definitiv einer der Songs, die den Hörer direkt ansprechen, lebensnah zu berichten wissen und dem Hörer viel lebenswichtiges mit auf den Weg geben. Einfach nur genial gemacht, wunderschönes trauriges Lied und ein weiterer packender Text! AUF DER FLUCHT ist ein weiteres, kurzes, aber einschneidendes Zwischenstück, welches Jan selber eingesprochen hat und in ein weiteres, uraltes Märchen überleitet, welches hier modernisiert wird: BABA JAGA! Eingeleitet wird es durch ein tief bewegendes Sample einer Nachrichten-Sprecherin, die uns darüber aufklärt, dass es auch um ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte geht. Erneut verkörpert eine weibliche Gesangspartnerin die Frau, um die es hier mit geht und erneut ist es Karina Herzenberg, die teils mit verzauberndem Klargesang, teils mit keifendem Flüstergesang agiert. Geiles, packendes, ausdrucksstarkes, der Märchenfigur gerecht werdendes Lied mit noch stärkerer Message, packender Lyrik und zwei wunderschönen Stimmen, die öfter zusammen singen sollten! Mehr von Karina hört Ihr übrigens zusammen mit ihrer Schwester Anita Herzenberg, denn die Beiden verzaubern uns mit ihrem gemeinsamen Projekt Vermillion, welches ich Euch ebenfalls bereits über meine Homepage vorgestellt habe. Ich kann Euch ihre Musik nur wärmstens ans Herz legen, die Damen wissen in andere Welten zu entführen! Direkt im Anschluss gibt es ein weiteres Duett mit Maria Fendler und die Beiden wissen erneut zu verzaubern. Eine melancholische, tief treffende Düster-Ballade erwartet Euch hier und als Herz- & Titelstück erzählt DORNENHERZ  auch, wie es zu seinem Titel kam. Einfach nur wunderschön, bewegend und von der ersten Sekunde an verzaubernd! Und auch bei NEONLICHTSYMPHONIE  arbeiten die Beiden ein letztes Mal für dieses Album zusammen. Treibende Bässe, dunkle Eleganz, der wundervolle Sound der 80er und 90er in aufgepeppter Form, eine weitere Dunkelromantik-Ballade, eine wunderschöne Geschichte einer Liebesgeschichte aus der Szene - wahrlich magisch und höchst ansteckend! Das wird ein neuer Ohrwurm von DESASTROES! Sehr zu empfehlen! Da das Lied vom Kennenlernen im Club erzählt und die Lichter der Tanzfläche eine zentrale Rolle spielen, hat es seinen Titel erhalten. Voll schön! Es wird besinnlich und gleichzeitig höchst tanzbar und bewegend sowie lebensnah. So präsentiert sich die HEIMKEHR. Eine weitere wunderschöne Dunkelromantik-Ballade, die das Herz wie Butter in der Sonne schmelzen lässt! Passend zur HEIMKEHR, die ja oft durch tobende Wellen und peitschende Winde gezeichnet ist, markieren DUNKLE WASSER  das endgültige Finale von CD II. Ein kleines, kurzes, aber erneut einschneidendes Zwischenstück, welches schon für Kapitel 3 anheizt. Die Spannung steigt! Ich brenne darauf! Und es wird noch düsterer und epischer wie es den Anschein erweckt!

 

Fazit: Ich bin wirklich sprachlos, was DESASTROES aus sich gemacht haben! Vom absoluten No Name zu so einer Wucht - das ist der Traum eines jeden Künstlers, der in seinem Hobby-Keller an Songs bastelt, sie der Welt präsentiert und die einschlagen wie eine Bombe! Jan C. Hoffmann legt uns hier eine überaus gelungene, epische, noch düstere Fortsetzung von Offenbarung I  vor! Noch einschneidender, noch packender, noch düsterer, noch mehr offenbarend und die Spannung auf Kapitel 3 steigert sich ins Unermessliche, wozu auch noch DUNKLE WASSER  beiträgt! Ich bin einfach nur überwältigt, was Jan mit Offenbarung I & II  erschaffen hat und möchte mich einfach aus tiefstem Herzen dafür bedanken, was hier alles angesprochen wird und dass er uns zeigt, wie Schwarz zu klingen hat! Kompromisslos, unbezwingbar, anklagend, abrechnend, zutiefst ehrlich und extrem abwechslungsreich! Ein Künstler, der sich nicht verbiegen lässt und für alles die richtigen Worte findet, die den Hörer bewegen und treffen sollen! Zudem gibt es auch hier wieder wunderschöne Duette mit Gästen, die man unbedingt wieder in Verbindung mit Jan hören will! Dankeschön auch an euch, eure Beiträge, eure Rollen und die perfekte Umsetzung der jeweiligen Rollen! Hier ist ein Mammut-Projekt entstanden, welches ich jedem wahren Düsterherz nur empfehlen kann! Zudem ist das Album mit so tollen Fotos, allen Texten und einem so schönen Cover Artwork versehen, dass man sich die KAUFEN MUSS! SOWAS GEHÖRT INS REGAL; IN EINE VITRINE UND NICHT BLOß DOWNLOAD IRGENDWO GEZOGEN! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

https://www.youtube.com/watch?v=sSlD_IdXrJk    ALL THE GLORY MUST DIE (mit Text)

 

https://www.youtube.com/watch?v=ojJ-FZkditk    FUNKENMARIE FEAT. KARINA HERZENBERG (mit Text)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Df18zUhTJV8    DORNENHERZ FEAT. MARIA FENDLER (mit Text)

Wie Ihr wisst, schreibe ich besonders gerne für Newcomer. Ihnen den Weg mitzubereiten, ihren Erfolg zu pushen, ihnen einen Namen machen - das ist meine Mission, das ist was ich bezwecke! Deswegen freut es mich wahnsinnig, Euch heute einen weiteren funkelnden Stern im dunklen Musik-Universum vorstellen zu dürfen: The Silenced!

 

Die Band besteht aus drei ehemaligen Ex-Hevein Mitgliedern, nämlich Sänger Juha Immonen, Gitarrist Janne Jaakkola und Bassist Tomi Koivunen. Dazu gesellen sich Gitarrist Janne Virtala und Schlagzeuger Joonas Osara. Entstanden ist die Band aus unerbittlicher kreativer Wut und Zorn, welche durch die trostlose Welt, die in den Nachrichten präsentiert wird, hervor gerufen werden. All das führt zu vielseitigem, hart groovendem Metal aus Finnland, der sich jeder Kategorisierung entzieht. Die Jungs selber bezeichnen ihren Stil als wütenden Sturm, der von den Elementen des Groove Metal und Deathcore aufersteht! The Silenced - Die zum Schweigen Gebrachten! A Voice for the Voiceless! 

 

Seit dem 14.02. ist nun auch das Debüt-Album Orator  via Out Of Line erschienen, nachdem eine EP und zwei Singles schon gut Blasen geworfen hatten! Das Artwork spricht schon Bände und ich finde es sehr genial gemacht! Es wird Zeit, sich dem Klang hinzugeben! 

 

Passenderweise geht es auch direkt mit einer Single los! Resist to Exist  weiß auch schon ordentlich Staub aufzuwirbeln! Derber Metal, Stakkato-Rhythmen, kunstvolle Breakdowns, mitreißender Refrain, tausende Liter Herzblut, nordische Eleganz, wütendes Gekeif von Juha. Widerstehen um zu existieren (Übersetzung des Titels), das große Aufbegehren, Nein sagen - das alleine spricht Bände und erklärt das Soundgerüst! Sehr geiler Opener und ein extrem wütendes Deathcore Biest! Unermüdlich, unerbittlich, gnadenlos rollt sie stetig vorwärts, unaufhaltsam, für Manche unmerklich - die End Machine! Dementsprechend düster, tonnenschwer und bedrohlich walzt sich dieses Monster auch aus den Boxen! Sehr geil gemacht! Das ist Endzeit in Musikform! The Tyranny of Words  sagt natürlich auch schon alles. Die Tyrannei  der Worte, die Unterdrückung, das Stumm-Machen der Masse,  das unaufhörliche Niederprasseln der Worte ins Gehirn - die Maschinerie ist wahrlich unerbittlich! Umgesetzt wird das mit tosendem, krachgewaltigem Modern Metal mit kraftvollem Klargesang. Richtig stark! Die zweite und bisher letzte Single ist Death on the Rise  und passend zum Namen ist sie extrem düster, mit düsterem Gekeif angereichert, pure Endzeit, wütendes Gedröhn. Tod auf dem Vormarsch, Freiheit in jeglicher Form stirbt, ebenso wie Sitte und Anstand. The Silenced sind der bitterböse, düstere Spiegel der aktuellen Zeit! Omnigma. Ein Titel, der die Phantasie anregt, den Geist beflügelt und auf eine Reise schickt. Tieftraurige, einschneidende Klangwelten flammen hier auf und entführen den Hörer in wundervolle, dennoch trostlose und verbrennende Welten. Der Grundton der Medien, den sie verbreiten, legt sich über alles und verdeutlicht die Dringlichkeit, endlich zu rebellieren! Ansonsten wird dies das Lied, welches auf unserer Beerdigung spielt ... Packendes, bewegendes, tief treffendes Instrumental! Dazu passt Metanoia  natürlich perfekt. Das Geräusch tiefster Entspannung, das Befreien des Geistes, buddhistische Ruhe und Chöre bestimmen den Grundtenor. Ein wahnsinnig spannendes, geniales Lied! Sehr geil gemacht, danke dafür! Ab der Mitte kommt kräftiger Klargesang und erleuchteter Metal dazu. Wahnsinnig intensiv und entspannend! Gleichzeitig aufrüttelnd und man spürt, dass etwas nicht stimmt. Da weiß Jemand, was er tut und versteht sein Handwerk! Arguments of Ignorance. The Silenced nehmen wahrlich kein Blatt vor den Mund und kreiden gnadenlos alles und jeden an, der es in diesen Zeiten verdient hat! Pfeilschneller Trash Deathcore Groove Metal ist das Ergebnis und einfach die pure Anklage! Conditioned Thought PatternsKonditionierte Gedankenmuster. Die Message der Finnen wird immer deutlicher! Gezielte Gedankenmanipulation der Massen durch die Medien, verdrehte Wahrheiten, vorgegebene beeinflusste Meinungen, dauerhafte Beschallung. The Silenced setzen das musikalisch mit düsterem, tonnenschwerem, walzenden Modern Deathcore Metal um! The Semmelweis Reflex. Auf den ersten Blick klingt das voll dämlich, ich weiß! Die Erklärung leuchtet dann aber umso mehr ein! Als Semmelweis-Reflex wird die Vorstellung beschrieben, dass das wissenschaftliche Establishment eine neue Entdeckung quasi „reflexhaft“ ohne ausreichende Überprüfung erst einmal ablehne und den Urheber eher bekämpfe als unterstütze, wenn sie weit verbreiteten Normen oder Überzeugungen widerspricht. Wisst Ihr Bescheid und jetzt auch, warum er hier vertreten ist. Lautstarker, höchst moderner, pfeilschneller, höchst dramatischer, düsterer, angriffslustiger Death Trash Core Metal ist das Resultat! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber das Album endet nicht ohne einen glanzvollen Abgang! Den gibt es in Form von BeyondThePale. Ein prominenter Gast ihr hier auch vertreten: Max Lilja (Ex-Apocalyptica, ebenfalls Ex-Hevein) steuert hier einschneidende Cello-Passagen bei! Was ansonsten hier erklingt, ist unkategorisierbar. Bewegender, berauschender, entspannender, trotzdem aufrüttelnder, fast schon erleuchteter Metal erklingt hier, der einfach nur überwältigend ist! Was für ein packendes, spannendes, faszinierendes, unfassbar geniales Finale! 

 

Fazit: Ein ausgereifteres, derberes, realistischeres musikalisches Zeugnis unserer Zeit hätte es gar nicht geben können! The Silenced - eine finnische Band, bestehend aus gestandenen Musikern, die zum Großteil entsprechendes Talent inklusive Vorerfahrung mitbringen und sich als äußerst talentiert erweisen! Dazu ein Sänger, der es mit verschiedenen Stimm- und Gesangslagen schafft, das komplette Spektrum der aktuellen Zeit und seine Wut darüber darin zu verpacken! Zudem hat er hiermit bewiesen, was alles aus seiner Kehle dringen kann! Hevein klingt hier definitiv raus, das können die Musiker nicht abstreiten und wahrscheinlich nicht ablegen. Die Frage wäre, ob es überhaupt gewollt wäre. Aber The Silenced ist ein eigenständiges, unverkennbares Unikat, das Euch gnadenlos den Spiegel vorhält und Euch zum Nachdenken zwingt! Tausend Dank dafür und eine neue wütende Generation können wir im Metal durchaus brauchen! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=p1bEehOROB4    Resist to Exist

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=xsJ3X5yR5HU    Death to the Rise

Heute gibt es den heißesten Export aus Italien, beheimatet in Berlin, den die Dark Rock Szene zu bieten hat! Vom No Name zu absoluten Shooting-Stars entwickelt, kann diese Jungs nix stoppen! Die Rede ist von Vlad In Tears

 

2007 wurde die Band von den drei Brüdern Kris (Gesang, Piano), Lex (Gitarre bis 2012) und Dario (Bass) gegründet. Am Schlagzeug platzierte sich ihr bester Freund Alex (bis 2013) aus Kindertagen. Seitdem ist viel passiert, viel Bewegung fand im Line-Up statt. Neben Kris und Dario sind heute Gitarrist Illia Ioffe (seit 2017) und Schlagzeuger Cosmo Cadar (seit 2013) mit an Bord. 6 Alben wurden inzwischen veröffentlicht, das letzte, Souls In Sale  genannt, erschien 2017 und wir befinden uns im 13. Bandjahr.

 

Grund genug, ein neues Album rauszuhauen! Das haben die Jungs am 14.02. über Echozone getan! Dead Stories Of Forsaken Lovers  klingt nicht nur spannend, sondern sieht auch noch sehr schick aus! Ob es sich um ein Konzept-Album handelt und worum es geht, erfahrt Ihr jetzt! 

 

Es geht auch direkt mit einer Single los! We Die Together  entpuppt sich als schnelle, düstere, packende, magische Dunkel-Perle, die extrem Lust auf mehr macht! Düsterer Klargesang, magische Atmosphäre, Vampir-Romanze. Starker Opener, perfekte Single-Wahl und macht extrem süchtig! Weiter geht es mit Tonite  und der Vierer beweist erneut, dass er vielseitig musikalisch agiert. Western Hard Rock erklingt hier mit sägenden Gitarren, 80er Jahre Friedhof-Flair und sorgt in der Nacht für heiße Stunden! Obercooles Teil! Danach präsentiert sich die 2. Single, die sogar als Vorab-Appetizer ausgekoppelt wurde und einen besonderen Gast beinhaltet: Born Again  wurde nämlich mit Lex Wohnhaas (Megaherz, Autor)  aufgenommen! Kraftvoller, lebensbejahender Dark Rock ist das Ergebnis! Ich muss allerdings paar Punkte abziehen, denn Lex ist kaum zu verstehen! Das geht gar nicht, ich bitte da künftig drauf zu achten! Ich finde die Video-Version deutlich besser! Positiv hervor heben muss man, dass sogar Kris diesmal stellenweise deutsch singt! Abgesehen vom fetten Minus eine starke Nummer und perfekter Vorbote! Every Day It´s Gonna Rain  hingegen ist eine tief treffende, bewegende, packende, melancholische Dark Alternative Rock Ballade. Man sagt, wenn es nur noch regnet, sollte man die Beziehung beenden. Das erklärt natürlich alles. Echt toll gemacht und musikalisch perfekt umgesetzt! Dead. Manchmal reicht ein Wort aus, um zu wissen, worum es geht. Hier präsentiert sich eine kraftvolle, packende, melancholische Dark Rock Ballade, die trotzdem eine gewisse lebensbejahende Note innehat trotz tragischem Text. Im Refrain packt Kris sogar mal wieder die Rockröhren-Reibeisen-Stimme aus. Schönes Lied und letzte Single! Sleep Lover Sleep  entpuppt sich schon in den ersten Sekunden als einer meiner absoluten Favoriten! Tieftraurige Klänge, melancholisch hingehauchter Gesang, wunderschöne Melodien, verzaubernder Dark Rock! Was für eine wunderschöne, dunkel-romantische, traurige Perle! Unbedingt anhören! Felt No Pain  beginnt sogar mal mit einer elektronischen Note und verpackt den Reiz uralter Friedhof-Schocker in modernen Dark Rock. Sehr cool gemacht, geht gut ab und macht Stimmung! Ein must play auf jeder Halloween-Party! Der Regen wird auch noch einmal thematisiert. Und diesmal tragischer, melancholischer, packender, mitreißender. Einfach Heavy Rain. Spätestens da sollte man aufhören, bevor es garstig wird. Was bei so einer Thematik auch nicht fehlen darf, sind Broken Dreams. Die werden kraftvoll, mit viel Bombast, Herzblut und einschneidend raus geblasen. Starkes Teil! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber Vlad In Tears haben sich was ganz Schickes zum Schluss aufgehoben. Bei aller Traurigkeit und Dramatik: Tears Won´t Fall, auch wenn es noch so schmerzt! Mit dieser Rock-Sau könnt Ihr bestärkt und mit frischem Tatendrang zu neuen Taten schreiten! Irgendeinen Sinn hat alles. Manches ist nur schwerer zu erkennen ...

 

Fazit: Meiner Meinung nach gehören Vlad In Tears zu den Bands, die mit jedem Album noch besser werden und sich mit jeder neuen Platte weiter entwickeln! Souls In Sale  fand ich persönlich schon sehr stark und war bis dato meine Lieblingsplatte, mit dem neuen und 7. Meisterwerk überbieten sie das aber noch! Abwechslungsreich, wundervolle Erzählungen, eine packende Story zieht sich durchs Album, unterschiedliche Emotionen, wunderschöne Melodien, astreiner Gesang und eine rundum packende Atmosphäre! Man leidet überall mit! Vielen lieben Dank für dieses starke Album! Ich möchte nochmal auf meinen Tipp hinweisen, auf den Gesang zu achten, denn nix ist wichtiger als gut verständlicher Gesang! Damit steht und fällt alles! Darauf bitte achten, dass er nicht im Sound-Gewitter untergeht. Ansonsten Hut ab für eine starke Leistung! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=TTs1M1b40Wc    Born Again feat. Lex Wohnhaas (Megaherz, Autor)

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZyfCrIvfBYI    We Die Together

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=2aDCQb8Gaj8    Dead

Die heutige Band kann man mittlerweile auch zu echten Shooting-Stars der Szene zählen! Wo sie auftauchen, bebt die Halle und die Fans sind begeistert! Sie bewegen die Massen - und das durch Härte, viel Gefühl und ihre Texte! Alles, was die Jungs rausbringen, wird ein Erfolg! Die Rede ist von Unzucht

 

2009 gründete sich die Band um Frontmann Der Schulz und Gitarrist sowie Zweitstimme Daniel De Clercq aus Hannover. In diesem Jahr feiert die Unzucht also ihr 11-jähriges Bestehen! Wenn das kein Grund zu feiern ist! Sie haben mittlerweile jedes namenhafte Szene-Festival bespielt, auch einige Metal-Festivals waren dabei und ihre Diskografie umfasst 5 Alben sowie eine Live-Platte und 4 EPs. Zuletzt erregten sie die Massen mit dem 2018er Werk Akephalos. Zudem gab es einen kleinen Line-Up Wechsel und Andreas Puchebuhr ersetzte Alex Blaschke am Bass.

 

Seit dem 07.02.20 ist das 6. Baby Jenseits der Welt  über Out Of Line für Euch erhältlich. Unzucht sind für ihre gesellschaftskritischen Texte berühmt-berüchtigt und ich bin überaus gespannt, wie sie die aktuelle Weltlage diesmal ankreiden! Dann lasst uns direkt los legen!

 

Den Anfang macht Herz-, Titelstück und Single Jenseits der Welt  und wie wir die Hannoveraner kennen, punkten sie mit derbem Metal und emotionalen Einlagen. Kräftiger, eingängiger, melodischer Gesang vom Schulz gibt es obendrauf. Im Mittelteil kreischt Daniel seine Wut aus den Boxen. Gerade in puncto Härte trumpfen die Jungs hier ordentlich auf und der Text reflektiert bereits, was Unzucht zur aktuellen Weltlage sagen. Wie oft wäre man gerne jenseits der Welt? Man reiche mir die Türe, ich möchte aussteigen! Und dennoch bleibt da dieser kleine Funke Hoffnung, der nicht kampflos aufgegeben wird! Weiter geht es mit Ich und Du, eine geballte Düster-Granate mit fettem Metal, allerfeinster Düster-Elektronik und wunderschönen dunkel-romantischen Passagen. Eine richtig schöne, packende, kraftvolle, energische Wir-gegen-den-Rest-der-Welt-Ballade! Einfach nur mächtig und macht direkt süchtig! Im Anschluss wird der nächste Berserker von der Kette gelassen, der sich schon im Namen zeigt: Sonnentod! Hauptsächlich wütet hier Daniel, dessen Gekeif einfach perfekt in das derbe Gedröhn passt! Der Schulz singt den emotionalen, ergreifenden, melancholischen Refrain. Sehr geile Mischung, tausendprozentiger Live-Garant! Und dann will ich Euch ausflippen und headbangen sehen! Und, wo findet der Sonnentod  statt, wo ist er zu sehen? Natürlich, am Horizont! Der Schulz bringt seine emotionalste Seite ein, tief einschneide Lyrics fließen direkt in die Seele und die Nummer präsentiert sich als Hoffnung spendende, lichtdurchflutete, unsagbar schöne Motivations-Hymne! Wenn Ihr Euch mal verloren und einsam fühlt, macht diese Perle an und es wird Euch ein Licht gesandt! Im Anschluss gibt es den nächsten Berserker, die bisher deftigste Single, die Unzucht bisher veröffentlicht haben: Misanthropia feat. Andy Dörner (Caliban)! Daniel De Clercq wütet hier abwechselnd mit Andy, die ihre Wut ungezügelt in die Welt hinaus keifen! Der Schulz setzt dem Ganzen mit seinem emotionalen Klargesang noch die Kirsche auf! Was für ein geiles, explosives, alles zerfetzendes, keifendes Monster! Seit dem Album Neuntöter  wissen wir, dass Unzucht gerne Tier her nehmen, um ihre Texte sinnbildlich darstellen zu können. So auch bei Chamäleon. Der starke, wahre, berückende Text dürfte Vielen aus der Seele sprechen. Denkt mal drüber nach! Macht sehr nachdenklich ... Tausend Dank dafür! Hoch emotionaler Dark Rock at its best! Die letzte und zugleich auch Vorab-Single Nein!  darf natürlich auch nicht fehlen! Mit geilem Beat, ansteckenden Melodien, fettem Metal-Blast und gewaltigen Dark Electro-Teppichen stampft diese Revolutions-Hymne auf, auf dass Ihr Euch anschließt und gemeinschaftlich aufbegehrt! Stillstand ist hier verboten - Bewegung ist angesagt! Das dürft Ihr gerne doppeldeutig auffassen! Unsterblich  sticht eindeutig aus den Liedern heraus. Stakkato-Rhythmen, Punk, Old School EBM, großspuriger Dark Rock, Dark Electro, einschneidender Klargesang vom Schulz, melodische Lyrics. Spannendes, schönes Lied! Gegen Ende gibt es sogar noch derben Metal und Daniel De Clercqs Gekeif! Dass die nächste Perle ebenfalls eine Bestie wird, sagt schon der Name: Monsterfreilaufgehege! Das Lied wird live definitiv viel Staub aufwirbeln! Daniel und Der Schulz singen abwechselnd, dementsprechend abwechslungsreich reißt die Bestie auch an ihrer Kette! Daniels Gekeif, derber Metal, Klargesang vom Schulz, hoch emotionaler Dark Rock. Einen richtig geilen Text gibt es obendrauf. Fettes Teil! Ein was darf im ganzen Kontext natürlich nicht: FRIEDEN! Und der wird natürlich entsprechend in die Welt geplärrt! Vor allem anderen kommt der Frieden mit sich selbst, um den es hier geht! Pfeilschneller Dark Electro Rock und einschneidender Klargesang vom Schulz verstärken den Effekt! Und natürlich darf Daniels Gekeif auch hier nicht fehlen!  Das Ende ist besonders emotional, tiefschwarz, abrechnend, reißt alles ab und verbrennt alle Brücken! Den Abschluss der regulären Tracks liefert ein weiteres Tier: die Panzerechse! Ägyptische Klangkonstrukte, extrem tiefschwarzer Metal, sägende Gitarren, dröhnende und vom Unheil kündende Drums, düstere Atmosphäre, Horrorfilm-Faktor. So was gab es von Unzucht vorher noch nie! Sehr geil gemacht! Was für ein monumentales Ende! Komplett durch sind wir aber noch nicht, denn Unzucht haben noch ein paar Remixe für Euch! Vorerst gibt es aber noch einen weiteren neuen Track namens Kein Land in Sicht, der mit seinem blitzschnellen Dark Metal und einschneidendem Klargesang vom Schulz direkt tief trifft und ohne Umwege in die Seele fährt! Sehr geiles Brett! Unser Schiff hält mit voller Fahrt auf den Eisberg zu! Die erste Überarbeitung ist Nein (De Clercq Remix). Hier wird es hauptsächlich elektronisch im Stakkato-Rhythmus und mit stampfenden Beats. Passt auch gut und steht der Aussage gut zu Gesicht! Weiter geht es mit dem Sonnentod (GrooVenom Remix). Es wird elektronischer, GrooVenom bringen ihren eigenen Härtegrad mit ein und soweit ich das richtig gehört habe, bringt Mr. Sanz auch noch seine Vocals mit ein. Sehr geiler Remix! Die beiden Bands sind jetzt auch gemeinsam auf Tour, Ihr dürft Euch also auf die absolute Vernichtung einstellen! Die Musik der beiden Bands harmoniert perfekt miteinander und meiner Meinung nach sollten sie sich öfter zusammen schließen! Weiter so! Johnny Deathshadow  haben sich das Monsterfreilaufgehege  zur Brust genommen. Heraus gekommen ist eine eiskalte, düstere, gespenstische Industrial Metal Bestie. Ihr Frontmann Jonathan Schneider bringt sich auch noch mit zusätzlichen Vocals ein und übernimmt dabei Daniels Part. Starker Remix! Auch diese beiden Bands ergeben eine geile Mischung, die man unbedingt wiederholen muss! Den Abschluss der Remixe gibt es durch Ich und Du (Alienare Remix). Das sorgt für wummernde, wabernde, teils herzergreifend warme Synthie Pop EBM Bässe und Klangwelten, die die emotionalen Lyrics vom Schulz einrahmen. Echt toll geworden, steht der Perle auch! Gerne wieder! Das endgültige Finale beschert uns dann noch einmal Misanthropia  in einer speziellen Bonus Version! Hier agiert die Unzucht ohne Andy Dörner und Daniel keift hier alleine, während rundum alles zerstörender Metal dröhnt! Der Schulz darf hier natürlich nicht fehlen! Fettes, brachiales Gedröhn zum Ende - was will man mehr?!

 

Fazit: ES LEBE DIE UNZUCHT !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wie schon vermutet, legen die Hannoveraner hier ihr bisher härtestes Album vor! Mittlerweile sind die Jungs im Dark Metal angekommen, der alles abreißt, was nicht niet- und nagelfest ist! So hart, dröhnend und vernichtend haben sie vorher noch nie agiert! Trotzdem wird auf zutiefst emotionale, balladeske Momente nicht verzichtet, die uns Der Schulz mit seiner unverwechselbaren Stimme immer wieder versüßt! Auch auf bombastische Electro-Einlagen wird natürlich nicht verzichtet und am Ende kommt der unverwechselbare Unzucht-Sound dabei heraus, wenn alles aufeinander trifft! Zusätzlich gibt es starke Remixe, für die sich die Jungs die besten Kooperations-Partner ausgesucht haben, die sogar noch mit eigenen Vocals glänzen! Dieses Album ist ein monumentales, derbes Brett, das jeder Unzucht- und Metal-Fan in seinem Regal stehen haben muss! Wundervolle, einschneidende, kein Blatt vor den Mund nehmende, abrechnende Lyrik und ein starkes Cover Artwork gibt es obendrauf! Jetzt schon eines der stärksten Alben diesen Jahres und es hat gerade mal begonnen! Der aktuelle Erfolg der Platte gibt mir recht und spricht für sich! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=_dRra4786Ww    NEIN! 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ATh_dD3qo7g    Misanthropia (feat. Andy Dörner, Caliban)

 

https://www.youtube.com/watch?v=j8dCRMF7Bq0    Jenseits der Welt 

Die heutige Band muss man nicht mehr vorstellen. Seit 17 Jahren sind sie die absolute Macht und die Könige des Aggrotech! Keine Band klingt wie sie, keine Band ist wie sie! Keine Band wird jemals so sein wie sie! Die Rede ist natürlich von AGONOIZE !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Die Berliner sind ein Paradebeispiel dafür, wie erfolgreich man als Szene-Band sein kann! Egal, welches Konzert, selbst Gigs auf zahlreichen Szene-Festivals - die Halle ist voll, tobt und scharrt vor Beginn heftig mit den Hufen! Sie bewegen die Massen und ob die Leute sie mögen oder nicht, juckt sie nicht. Die Dankbarkeit gegenüber den Fan-Massen greift dennoch tief und für die lassen sich die Jungs einiges einfallen. Kaum jemand brüllt seine Meinung und Message so raus wie Frontsau und COA-Oberhaupt Chris L.! Ob bei Funker Vogt, The Sexorcist oder Agonoize - Chris gibt alles! Ich persönlich hoffe, dass er das auch noch ewig weiter machen kann, angesichts dessen, was er live aus sich raus schreit! Mittlerweile sind die Berliner dank Sams Tiller wieder zu dritt und reißen die Hallen dieser Welt regelmäßig ein! 

 

Gerade erst im letzten Jahr schlug das aktuelle Album Midget Vampire Porn (auch darüber werdet Ihr hier noch lesen) wieder ein wie eine Bombe, da folgt schon wieder die nächste: in Form der A Vampire Tale EP! Und auch diesmal haben sich die Jungs einiges einfallen lassen! Dazu kommen wir jetzt! 

 

Los geht es mit Herz-, Titelstück und Single, die es bereits auf dem Album gab, nur diesmal in neuer Version: A Vampire Tale (Blutdurst). Deutsche Lyrics, ordentlicher Electro, dröhnende Beats, Funker Vogt Klang-Imperien, schicke Atmosphäre, düstere Chöre. Agonoize bleibt einfach unverkennbar! Hier haben sich die Jungs mal was ganz Besonderes einfallen lassen: das Musikvideo dazu ist im Lego-Format gebastelt! Eine Heiden-Arbeit, zeitintensiv und wirklich cool geworden! Die Mühe hat sich gelohnt, dürft Ihr nicht verpassen! Danke dafür! Breathe  hingegen ist ein brandneuer Track und dieser bringt eine andere musikalische Schlagseite mit. Stampfende EBM-Beats treffen auf verzweigte Klangspielereien, die einfach nur ordentlich Staub aufwirbeln! Zudem gibt es einen keifenden Chris, der den Hörer durch seine dominante Art direkt in den Bann zieht! Richtig fettes Teil, das die Tanztempel der Republik wieder erschüttern lassen wird! I Just Want To Live  ist eine weitere brandneue Perle, wie ebenfalls wieder anders klingt. Extrem düstere Elektronik mischt sich mit EBM, mystische Atmosphäre, geheimnisvolle Magie, Chris rechnet mal wieder nach alter Manier ab. Die Lyrics sind auf deutsch. Ein richtig geiles Teil erwartet Euch hier! Auch The Fall  ist ein brandneues Stück und der Anfang klingt wie eine Agonoize-Variante vom Tanz der Vampire  Musical. Agonoize haben im Laufe ihrer 17 Jahre unterschiedlichste Sachen ausprobiert - etwas Vergleichbares mit dieser Perle gibt es nicht! Dunkel-romantisch dramatische Atmosphäre, fast schon hin gehauchter Gesang von Chris mit gelegentlichen Schreien, alles wirkt hell und zugleich extrem düster. Wahnsinnig geil gemacht und mein persönlicher Oberfavorit! Müsst Ihr unbedingt anhören! Im April folgt hierzu das nächste Video, also unbedingt dran bleiben! Requiem schließt die regulären Tracks ab und beendet sie mit einem schieren Inferno! Extrem düstere, direkt aus der Hölle stammende, pfeilschnelle Elektronik zwingt Euch zum Tanzen, während Chris´ Gesang wie Maschinengewehr-Salven aus den Boxen schießt! Die Club-Granate wird die Tanztempel der Republik dominieren! Bullet (Intent: Outtake Remix)  eröffnet die Remixe. Bullet  befindet sich auf dem aktuellen Album und mit einem Geschoss lässt sich dieser Kracher auch vergleichen! Chris rechnet ab, die Beats schießen scharf, Intent: Outtake schrauben das Tempo hoch und bringen ihre ureigenen, unverkennbaren Melodien mit ein! Eine Konstellation, die immer wieder geil klingt! Chris war schon zweimal auf den letzten beiden Alben von I:O als Gastsänger vertreten und gemeinsam mit der Eisfabrik  haben sie die Hybridize  Tour vollzogen. Ein Traum-Gespann! Auch die Kollegen von Vanguard waren da dabei und sind ebenfalls mit einem Remix vertreten. Sie haben sich A Vampire Tale  vorgenommen und mit ihrer ganz eigenen Form der Elektronik bringen die Schweden eine ganz neue Klang-Variante der Single mit. Begeistert, überzeugt, muss man mal gehört haben! Zu guter letzt gibt es noch ein ordentlichen Smasher: Weltenschmerz (Diverje Remix). Einschneidende Lyrics, stampfende Beats, dröhnende Vibes. Chris rechnet mit der aktuellen Gesellschaft ab und hält ihr den Spiegel vor. Hier wird rundum scharf geschossen und die New Mexikaner Diverje geben mit ihrer Mischung aus Noise, Industrial und Harsh EBM mit Gitarren-Einsatz noch gut Zünder dazu! Welch bombastischer Ausklang!

 

Fazit: Agonoize reißen auch mit der EP wieder alles ab und erzählen mit A Vampire Tale  eine komplette Vampir-Geschichte, die aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen ist. Zum einen das typische Vampir-Klischee, zum anderen die moderne Form davon: Energie-Vampire! Vor denen nehmt Euch in Acht! Auch die Beneckes haben in ihren Vorträgen bereits vor solchen Menschen gewarnt. Das will schon was heißen und bedeutet vor allem: es ist belegt, dass es sie gibt. Abwechslungsreiche Elektronik, tolle Remixe, top Kooperationen - was will man mehr?! Agonoize waren, sind und bleiben einfach die absolute Macht! Wer dieses Schmuckstück nicht besitzt, ist selber schuld und verpasst was! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

youtube.com/watch?v=RghILld73gs    A Vampire Tale

Wie Ihr wisst, schreibe ich ganz besonders gerne für Newcomer. Zu wissen, dass man ihnen mit meiner Arbeit helfen kann, ist das Tollste am Rezensieren. Ich habe meinen Anteil geleistet, um sie bekannter zu machen! Das macht mich stolz! Die heutige Band ist kein Newcomer mehr im eigentlichen Sinne, aber es wird Zeit, dass das dunkle Musik-Universum sie kennenlernt und der Bekanntheitsgrad steigt! Die Rede ist von Antivote

 

Antivote ist eine Dark Electro / Darkwave / Industrial Band aus Deutschland, genauer gesagt aus Weißbach / Kreis Zwickau, Sachsen. 2012 wurde sie von Mirko Padubrin (Synths, Guitar, Vocals) und Ronny Lippold (Programming, Synth) gegründet. Im Sommer 2013 gesellte sich Sebastian Voigtmann (Drums, Bass, Guitar) dazu. Seit 2020 besetzt Ulf Nürnberger die Drums. Ihre Geschmäcker bewegen sich bei Größen wie Fields Of The Nephilim, Project Pitchfork, The Cure, Painbastard und The Sisters Of Mercy. Diese Bandbreite erlaubt natürlich viel Spielraum im eigenen Stil! Zwei Alben sind bereits veröffentlicht, zuletzt 2017 Dark times. Beheimatet sind sie bei Echozone.

 

Seit dem 10.01.2020 ist ihr brandneues drittes Album Stages to verity für Euch bereit. Ich werde es Euch nun vorstellen! 

 

Den Anfang macht A stony way (Intro). Unterkühlte Sounds, Trostlosigkeit, minimal Licht. Und dennoch wunderschöne dunkle Melodien, wundervolle Klangwelten und eindrucksvoller elektronischer Darkwave. Echt schöner Opener! Weiter geht es mit den Chemtrail soldiers. Industrial, Noise und kleine Soundspielereien leiten in den Track ein, nach und nach kommen leichte EBM-Beats und ein starkes Drum-Spiel dazu. Mirkos Gesang wird geheimnisvoll und fast schon geflüstert. Erinnert mich in dem Fall stark an die Gesangsart von Dirk Ivens (u. a. Dive, The Klinik). Wer mit dem Songtitel nix anfangen kann: einfach mal Chemtrails googlen, da kommen interessante Verschwörungstheorien um Flugzeuge, Abgase und das Militär, was die Bezeichnung doch schnell erklärt und auch klar macht, warum der Song so düster ist. Sehr genial, ich liebe das, wenn man auf solche Hintergründe stößt! Um es direkt übers Gehör nachzuempfinden, findet Ihr den genialen Track auch auf der Cold Hands Seduction Vol. 215  vom Sonic SeducerTruth or lie  unterscheidet sich da schon arg. Angenehmer Darkwave, Sounds der 80er und 90er, verträumte Klangspielerien, wunderschöne Melodien, dennoch eine tiefe Kälte im Kern. Mirko liefert prägnanten Sprech-Gesang. Hier spiegelt sich die Liebe zu Project Pitchfork  wider. Sehr schön geworden! So muss Schwarz klingen! Oft besungen, immer wieder anders umgesetzt: Luna, der Mond, die Mondgöttin. Im Falle von Antivote gibt es mystisch angehauchten Darkwave und eindringlichen Gesang. Irgendwo zwischen Gothic Rock und Electro, zwischen den Fields und PPF pendelt diese Nummer. Schön gemacht, dunkel-romantisch und schön schwarz! Soulmates  hingegen präsentiert sich als geheimnisvolle, dunkel-romantische, mit kleinen wabernden Sequenzen gespickte Darkwave Nummer, die sich von den Rock-Elementen weg bewegt (abgesehen vom Schlagzeug). Auch leichte Industrial-Momente sind eingebaut. Mirko liefert eindringlichen Klargesang, der ihm ebenfalls gut zu Gesicht steht. Eine kleine Düster-Ballade für zwei miteinander verwobene Düster-Seelen! The four elements  Wasser, Luft, Erde und Feuer sind ebenfalls vertreten und jedes der vier Elemente wird auch musikalisch umgesetzt. Das macht diese Nummer zu einer der spannendsten des Albums, die zwischen Gothic Rock, Industrial und Darkwave pendelt. Sehr genial gemacht! So far as your feet are carry you  präsentiert sich als wahre Gothic-Hymne. Zutiefst schwarz, düster, kalt, packend. Einschneidender Sprech-Gesang, ein wundervoller elektronischer Klangteppich, präzise Drums und starke Riffs tun ihr Restliches. Definitiv einer meiner absoluten Favoriten! Temples of blood money. Noch deutlicher kann man ja gar nicht werden! All jene Schandflecke unserer Zeit bekommen hier ihr Fett weg! Das geschieht mit düsterem, eingängigem Cold Darkwave. Und wieder hört man Dirk Ivens durchklingen! Natürlich braucht Mirko die Vergleiche gar nicht, denn er besitzt genug eigene Stärken! Weiter geht es mit der Human Machine  und die fällt deutlich elektronischer aus als die bisherigen Tracks. Wundervolle Melodien, wabernde Klangteppiche, düster-kalte Atmosphäre, fast schon geflüsterter Gesang. Die Menschmaschine ist auf dem Vormarsch und ersetzt den Menschen biologischen Ursprungs. Maschinen und Roboter statt sterbliche Materie. Danke an Antivote, dass sie diese Thematik aufgegriffen haben! Und weil diese Thematik so wichtig ist, ist der Track auch auf der Orkus Compilation 149  vertreten! Auch New cold war  fällt sehr elektronisch aus und kommt mit einer gelungenen Mischung aus Melancholie und Dramatik daher. Wenig verwunderlich, wenn es um das Thema geht. Sehr stark gemacht und genial umgesetzt! Mirkos Gesang passt perfekt dazu! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende anglangt *schnief* Aber das Album endet nicht, ohne die nach all den angesprochenen Themen alles entscheidende Frage zu stellen: Is this the future? Wollen wir es so weiter laufen lassen? Haben wir es nicht langsam mal satt? Ist es nicht Zeit, aufzustehen und STOP! zu brüllen? Fragen, auf die nur wir eine Antwort wissen ... Packendes Instrumental und richtig toll gemacht! Schönes, trauriges Finale!

 

Fazit: Wenn man nach guten Old School Goth Bands Ausschau hält, kann ich Antivote nur wärmstens empfehlen! Ihr eingängiger, rebellischer, zeitkritischer Cold Darkwave mit allerlei elektronischen Spielarten und einer kräftigen Old School Goth Rock Schlagseite setzt genau da an und macht genau da weiter, wo schwarze Musik hin gehört und wie sie klingen soll! Ich persönlich bin überglücklich, dass wir solche Bands noch haben und sie haben es verdient, mehr Beachtung zu erhalten! Sie können locker mit so manchem "alten" Szene-Hasen mithalten! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN!!!!

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=7x1DdX1rTYE&list=OLAK5uy_ntyZ4J59z_jQwxkETHnvZ41bzsFHtk4Dk

 

https://www.youtube.com/watch?v=4oR2pTbMFZM    Chemtrail Soldiers (vertreten auf der Cold Hands Seduction Vol. 215 / Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=O-IMi_ARXQU    Human Machine (vertreten auf der Orkus Compilation 149)

 

PS: Da es leider keine Videos und Singles gibt, habe ich hier für Euch einen Link, über den Ihr ins komplette Album reinhören könnt! Viel Spaß dabei!

Die heutige Band muss man auch nicht mehr vorstellen. Sie haben es geschafft ihnen wurde der größte Wunsch, den man als Künstler haben kann, erfüllt! Die Rede ist natürlich von Hamburgs heißestem Musik-Export MONO INC.

 

Seit 17 (!) Jahren sind die Hamburger nun schon dabei und veröffentlichen wie ein ruheloses Uhrwerk einen Album-Smasher nach dem anderen! Viele Pausen gönnt sich der Vierer um Martin Engler nicht; wenn kein Album veröffentlicht wird, tourt die Band rund um den Globus oder bespielt Festivals. Angefangen hat alles ganz klein, als sie als No Name Band vor höchstens 20 Leuten Festivals bespaßt und eröffnet haben. Sie leben den wahren Traum eines jeden Künstlers und seit dem 2007er Werk Temple Of The Torn mit Martin am Mikro geht es immer weiter steil nach oben! Zuletzt brachten sie mit Welcome To Hell 2018 und ihrem Orchester-Mach(t)werk Symphonic Live 2019 zwei weitere Meilensteine der Bandhistorie ans Dunkellicht, beide extrem umjubelt! Seit Anfang an dabei: Label-Heimat NoCut! 

 

Nun steht der nächste große Wurf ins Haus und nach der Pest gehen Mono Inc. thematisch noch einen Schritt weiter! Es wird düster, so viel kann ich Euch versprechen! Lodernde Flammen, rigorose Verfolgung und blutigste Folter - The Book of Fire, das nunmehr elfte Studio-Album der Hamburger Erfolgs-Rocker von MONO INC., erschien am 24.01.2020 und nimmt Euch mit in die Zeit von brennenden Scheiterhaufen, in der Belehrte die Flucht ergriffen und viele Leben, sowie Wissen aus Jahrtausenden zuvor, systematisch ausgelöscht wurden - in die Zeit der Inquisition. Das neue Konzept-Album der Dark-Rock-Pioniere beleuchtet die Geschichte des "Buches des Feuer", einem mystischen Artefakt, welches das geheime Wissen tausender Jahre beinhaltete und im dunklen Mittelalter eine junge Heilerin auserwählte, seine neue Besitzerin zu sein. Die Verfolgung, die Trauer und ihr Leid, welches ihr durch die blutrünstige Inquisition zugefügt wurde, und ihrem Kampf um die Freiheit kleiden die vier Hamburger um Mastermind Martin Engler in grandioser Weise - härter als je zuvor, aber nicht ohne den von ihnen bekannten, emotionalen Tiefgang. Direkt mit den ersten Tönen wird man in ein Wechselbad der Gefühle hinein gerissen, wird getragen von epischen Hymnen, vergießt Tränen bei gefühlvollen Balladen und feiert, wenn harte Gitarren und der engelsgleiche Gesang von Schlagzeugerin Katha Mia in perfekter Harmonie zusammenarbeiten. Doch das Konzept dieses Albums war zu ausgeklügelt, zu gut, um nicht mehr daraus zu machen. Und so setzt die Band neue Maßstäbe, indem sie die gesamte Geschichte der jungen Heilerin Aellin in ihrem ersten Earbook erzählen. In 12 Kapiteln könnt ihr dabei in die ganze Tragik der inquisitorischen Epoche eintauchen. Und wem das nicht reicht, der hört sich die Geschichte einfach in der Hörbuch-Version an, die von keinen anderen als Katha Mia und Martin Engler, mit seiner rauchig angenehmen Stimme erzählt wird, begleitet von den Herz erwärmenden Melodien der Songs des neuen Albums auf dem Piano. MONO INC. nehmen Euch auf ihrem bisher härtesten Album mit in die düstere, vom Fackelschein der Häscher erhellte Zeit der Inquisition. Auf CD / DVD, Vinyl und erstmals auf Earbook mit Hörspiel, könnt Ihr eintauchen in die Geschichte einer Hexe und dabei die Tragik des verlorenen Wissens und der Menschlichkeit Gänsehaut-nah miterleben (Quelle: Promo-Text NoCut). Dann lasst uns direkt los legen! 

 

Single, Herz- und Titelstück The Book Of Fire macht auch direkt den Anfang. Herzergreifende, einschneidende Melodien und Atmosphäre trifft auf düstere Härte und fast schon militärische Drums von Katha Mia. So berichten Mono Inc. eindrucksvoll vom Buch des Feuers. Packender Einstieg, richtig toll erzählt! Starker Opener! So abwechslungsreich, einschneidend, tief greifend und gefühlvoll haben die Hamburger bisher noch nie musiziert - ein wahres Wechselbad der Gefühle und man leidet einfach von der ersten Sekunde an mit! Gegen Ende donnert sogar ein richtiges Speed Dark Rock Gewitter aus den Boxen! Einfach nur woooooooooow! Diesem Epos folgt direkt die zweite Single, gleichzeitig Vorbote des Albums und der Name ist wirklich sehr gut gewählt: LOUDER THAN HELL! Eindrucksvoll, wunderschön erzählt, Mono Inc.-typische Melodien, Tragik, Härte, perfekte Widerspiegelung der ganzen Dramatik und die Inquisition wird hervorragend dargestellt. Einfach nur krass, was die Hamburger diesmal abliefern! Die Duette von Katha Mia und Martin klangen niemals schöner und selbst Katha zeigt holt diesmal alles aus ihrer Kehle! Sehr, sehr geil! Und Single Nummer 3 schließt sich auch gleich mit an: WARRIORS. Tieftraurig, bewegend, direkt verzaubernd, schneidet direkt in die Seele, unzählbare Kerzen brennen, traumhaft schöne Melodien schneiden wie Rasierklingen in Fleisch und Herz. Zum Heulen schön! Wir fühlen mit Euch, all ihr geschundenen, sinnlos verfolgten Seelen! Nehmt diese Über-Hymne als Beispiel und lasst Euch davon ermutigen, Euren Weg, Eure Ziele, das was Euch ausmacht, bis aufs Letzte zu verteidigen! Wenn dieses Lied live erklingt, will ich ALLE Fäuste oben sehen! Uns bricht niemand! Auch diesmal haben sich die Hamburger prominente Gäste an Bord geholt und die erste Kooperation bringt einen alten Bekannten der Band ans Dunkellicht: Tilo Wolff (Lacrimosa, SnakeSkin)Shining Light präsentiert sich als englische Version des Lacrimosa Überhits Lichtgestalt. Die Hymne erstrahlt in neuem Glanz und wird durch die Vereinigung beider Bands nur umso dunkelromantischer, strahlender und noch tiefer treffend! Danke dafür! Where The Raven Flies hätte auch wunderbar auf Welcome To Hell gepasst und präsentiert eines der bisher längsten Lieder der Bandhistorie! Äußerst abwechslungsreich und krasse Gegensätze treffen hier aufeinander: einerseits tief treffende Piano-Passagen mit fast schon kindlicher Unschuld, andererseits hoch dramatische gottgleiche Riffs, dröhnende militärische Drums, tiefste Schwärze und metallische Härte. Einfach nur atemberaubend, was die Vier hier diesmal abliefern! The Last Crusade - zu deutsch Der letzte Kreuzzug - darf hier natürlich auch nicht fehlen! Epic Melodic Dark Rock Symphonic Metal würde ich das nennen und die urtypischen Mono Inc. Klänge finden hier auch ihren Platz! Zutiefst bewegend, höchst episch, erstrahlt in hellstem Dunkellicht! Death Or Life - ein weiterer Vertreter, der wunderbar auch auf Welcome To Hell Platz gefunden hätte und Aellin eindrucksvoll beschreibt. Ihr Leidensweg, ihr Schicksal, ihre bittere Zukunft - all das spiegelt sich hier durch höchst epischen, melodischen Dark Rock mit starker Folk-Schlagseite wider! Wunderschön und ganz tief treffend! Weiter geht es mit Nemesis, Göttin des gerechten Zorns, griechische Mythologie, der Tag des jüngsten Gerichts. Akustisch, Chor-Gesänge im Refrain, düstere Glockenschläge, Beerdigungs-Stimmung. Ich bin verliebt und könnte unzählige Tränen vergießen! So unfassbar schön und traurig ist das! Erinnert in der Machart an The Vagabond´s Life feat. Eric Fish, damit Ihr Euch ein Bild machen könnt. Das macht es umso schöner! Meterdicke Gänsehaut hab ich beim Anhören! Nach dieser Perle präsentiert sich die zwete Kooperation: Right For The Devil feat. Tanzwut  verbindet die Stärken beider Bands und macht sie zu einer unheiligen schwarzen Hochzeit! Mittelalter und Dark Rock - geile Kombination! Teufel lässt sich natürlich auch hören und das Verwegene, das der Nummer zugrunde liegt, gibt ihr die restliche Schärfe. Run For Your Life ist da das beste Motto! Piano-Sounds, elektronische Schlagseite, Dark Epic Symphonic Dark Rock Metal prescht da aus den Boxen. Einfach nur stark und mit unzähligen Litern Herzblut! The Gods Of Love hingegen präsentiert sich als fiese, obercoole, verwegene, geheimnisvolle, teils mystische Rock-Drecksau. Sehr geil erzählt, richtig geil wiedergegeben! Die Verschlagenheit strotzt nur so aus dem Text heraus! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schluchz* Aber eine wichtige Frage bleibt noch offen, die sich die Hamburger ganz zum Schluss aufgehoben haben: What Have We Done ... Das wird mit Klassik, düsteren Chören, Stimmengewirr, epischstem Melodic Metal und einem mächtigen Organ umgesetzt, welche immer wieder die selbe Frage stellen. Ob die entsprechenden Stellen dies irgendwann noch tun werden? Ich wage es zu bezweifeln ... Aber nie gab es ein so übermächtig episches Finale von Mono Inc.! So habt Ihr sie noch nie gehört! Ein krönendes Highlight für ein mächtiges Album!

 

Fazit: Viele historische Ereignisse haben ihre Dokumente, manche haben Zeitzeugen, andere Hinterlassenschaften. Mono Inc. schenken einem ganzen, düsteren, unmenschlichen, widerlichen Kapitel ein monumentales Mammut-Werk, das in dieser Form bisher einmalig ist in der Bandhistorie! Höchst episch, abwechslungsreich, gegensätzlich, geheimnisvoll, tief treffend, mit nie zuvor da gewesener Härte, herzzerreißender Intensität und unglaublich viel Herzblut schaffen ein Album, das für mich jetzt schon eines DER Alben des Jahres 2020 ist! Was die vier Musiker hier erschaffen haben, ist die absolute Wucht und ist einfach wahnsinnig überwältigend! Die Inquisition hat einen richtig geilen Denkzettel erhalten, an den sich Jeder erinnern wird und Aellins Schicksal so wie das von tausenden anderen Frauen bekommt hier ein angemessenes Denkmal! Dafür bin ich den Dark Rockern, die hier schon eher Metal abliefern, unendlich dankbar! Auch heute noch, nach all diesen Jahren, sind die Verbrechen und die Herangehensweise der Inquisition mit das abscheulichste, was seit Menschen Gedenken passiert ist. Unzählige Frauen sinnlos verfolgt, brutal gequält und ermordet. Wie viele letztendlich dem Hexenhammer zum Opfer fielen, lässt sich nur erahnen. Und auch heute noch können wir aus dieser Geschichte lernen! Abschließend möchte ich Mono Inc. auch noch für eine Sache loben: Man hört der Musik der Band immer an, dass sie hundertprozentig dahinter stehen und sich mit der jeweiligen Thematik auseinander gesetzt haben. Optik, Text, Erzählkunst, Hineinversetzen in die jeweiligen Charaktere, ausgeklügelte Umsetzung in der musikalischen Ausrichtung und extrem tiefe Dankbarkeit für das, wo sie heute stehen, macht sie in Verbindung damit, sich mit jedem neuen Werk nochmal zu übertrumpfen, zu einem unfassbar wertvollem Bestandteil der heutigen Düster-Musik! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN; WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN! 

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=hv1tJRFEpoU    LOUDER THAN HELL 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ckuv9rym5JE    The Book Of Fire

 

https://www.youtube.com/watch?v=IxdJEWlZurc    WARRIORS

 

https://www.youtube.com/watch?v=oEWHxhZqC-4    Where The Raven Flies  

 

https://www.youtube.com/watch?v=35VWIWoRTzI    Shining Light feat. Tilo Wolff (Lacrimosa, SnakeSkin)

 

https://www.youtube.com/watch?v=-_DUvtBjbyM    Right for the Devil (feat. Tanzwut)

Wie Ihr wisst, ist Metal mittlerweile äußerst global vertreten. Aus sämtlichen Ecken der Welt dröhnt unsere über alles geliebte Metal-Schmiede! Sogar aus der Stadt der Liebe, Paris, kommen harte Klänge. In unserem heutigen Fall konkret von Novelists FR

 

Anfang 2013 wurde der Grundstein gelegt, als Gitarrist Florestan und sein Bruder, Drummer Amael Durand, die ehemaligen A Call To Sincerity-Mitglieder Matteo Gelsomino, Nicolas Delestrade und Charles-Henri Teule trafen (bei Novelists FR als Sänger & Bassist tätig, Letzterer ist nicht mehr dabei). Angefangen hat alles mit 6 Singles alle 2 Monate, die von Anfang an die Grundlage für eine starke und treue Fan-Gemeinde bildeten. Im November 2015 veröffentlichten sie dann ihr Debüt-Album bei Arising Empire. Nach etlichen Tourneen im Vorprogramm von Bands wie For Today, Breakdown Of Sanity, Dream On Dreamer, Silent Planet, usw. landeten Novelists im Sommer 2017 auf einer Tour mit While She Sleeps und Northlane. Dies war der krönende Abschluss für den Album-Zyklus Souvenirs (2015). Dem folgte der schlicht betitelte Nachfolger Noir im September 2017, in Europa über Arising Empire, über Sharptone Records in den USA. Hier war schon eine deutliche Reife in der Musik der Jungmusiker zu erkennen und es bestätigte sie als vielversprechende junge Band in der modernen Metal-Szene. Mit dem neuen Album auf Tournee mit Make They Suffer und Eskimo Callboy sowie auf ihrer eigenen Headliner-Tournee ergaben sich ganz neue Möglichkeiten, wie eine Headliner-Tour in Asien und ihr Tour-Debüt in den USA zusammen mit Like Moths To Flames. Im Sommer 2019 gab es den ersten Seitenhieb in der kometenhaften Karriere der Band, als die Bekanntgabe erfolgte, dass die Jungs aus rechtlichen Gründen Änderungen am Bandnamen vorgenommen werden müssen (Quelle: Arising Empire Info Sheet). Fortan hieß die Band Novelists FR. 

 

Seit dem 24.01.20 ist nun Album Nummero 3 über Arising Empire auf dem Vormarsch, C´est La Vie genannt. Ein französisch stämmiges Sprichwort, ja eine Lebens-Philosophie sogar, welche neugierig auf die neue Message der Jungs macht. Hören wir doch direkt rein!

 

Den Anfang macht Somebody Else  und gemäß dem Lebens-Motto klingt der Opener sehr lebensfroh, lebensbejahend, fröhlich, ausgelassen, etwas schadenfroh. Trotzdem wird das Ganze mit kraftvollem Metalcore und Alternative Metal umgesetzt. Matteo präsentiert wohltuenden Klargesang und zwischendrin kräftige Screams. Sehr cooler Einstieg! Ihr findet dazu ein Video nach dem Fazit. Deep Blue ist da schon ein ganz anderes Kaliber. Der Sound wird nachdenklicher und dunkler, Matteos Klargesang wird melodischer, klagender, einschneidender. Zudem wird der Sound wuchtiger. Auch die Screams werden wütender. Sehr geil gemacht! Auch Lilly  klingt extrem melancholisch, traurig, herzerweichend. Matteos Klargesang wird noch melodischer, einschneidender, seine Screams extrem aufgewühlt und aggressiv. Zwischendrin gibt es sogar leichte Rap Parts. Die passen hier auch ganz gut rein. Muss eine sehr traurige Geschichte mit Lilly gewesen sein. Was da passiert ist? Findet Ihr durch Anhören heraus! Danach folgt die erste Auskopplung des Albums. Modern Slave  ist ein aggressives, düsteres, modernes Metalcore-Monster, das wütend keifend alles zermalmt, was ihm in die Quere kommt. Aber auch hier punktet Matteo mit keifenden Screams und packendem Klargesang. Perfekt zum Ketten sprengen geeignet! Die zweite Single, gleichzeitig Herz- und Titelstück, C´est La Vie, gibt es direkt im Anschluss. Diese Perle passt perfekt zu einem romantischen, sonnen-gefluteten Sonntag im Bett. Unterstützt wird Matteo hier gesanglich von Camille Contreras. Wunderschön, lebensbejahend, romantisch, ein Stück weit melancholisch. Echt toll gemacht! Einen deutlichen Unterschied dazu gibt es dann mit Head Rush, der bisher letzten und dritten Single. Melancholische Breitseite, traurige Note, im Hintergrund aggressive Screams, derbe Sounds im Refrain. Ein richtig starkes, aufwühlendes, modernes Brett! Kings Of Ignorance. Ein Titel, der im Kopf nach hallt. Der eine Wirkung erzielt. Der Mensch, abgelenkt durch Smartphone und Serien, macht den Kopf aus und ignoriert, was Bestie Mensch der Natur und ihren Kindern antut. Sehr geile Message, danke dafür Jungs! Umgesetzt wird das durch wütenden, aufrüttelnden Metalcore! Rain. Alles reinigender Regen. Es ist schade, dass viele beim Anzeichen kleinster Wolkenbrüche den Schirm zücken. Nix ist bereinigender als ein kleiner Schauer, in dem man spazieren geht! Besonders der Geruch, der sich dann über alles legt! Hach ja ... Auch Novelists FR greifen diese Thematik auf und präsentieren kraftvollen, ausgelassenen, trotzdem leicht melancholischen Metalcore mit schönsten Melodien und gekonntem Alternative Metal Einsatz. Sehr schönes Lied! Wir sind LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Dafür gibt es nochmal einen fetten Mittelfinger, den die Franzosen uns da entgegen strecken! Human Condition bezieht klare Stellung und demonstriert die Sicht der Jungs unterstützt durch wütenden, kraftvollen, explosiven, nach Revolution schreienden Metalcore! Was für ein geiles Finale!

 

Fazit: Novelists FR haben ihre absolute Reifeprüfung bestanden und legen ihr nach meiner Meinung bisher stärkstes, ausdrucksstärkstes Album vor! Reifer, erwachsener, am Puls der Zeit, moderner Metalcore, ausgereifte Kompositionen, starke Messages! Matteo präsentiert sein ganzes Stimmspektrum und punktet mit Screams ebenso wie mit abwechslungsreichem Klargesang. Seine 3 Mitstreiter beweisen, dass sie talentierte Musiker sind, die locker mit gestandenen Größen im Metalcore mithalten können und welche Zauber sie aus ihren Instrumenten holen können! Zudem belegen sie eindeutig ihre Vielseitigkeit, die sich durch unterschiedlichste Klänge, Atmosphären, Gefühlswelten und Melodien aufzeigen. Ein rundum starkes, abwechslungsreiches, modernes Metal-Brett! Was will man mehr?! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN! 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=uPheXUMbS7E    Modern Slave

 

https://www.youtube.com/watch?v=CJVcmeTlEU8    C´est La Vie (feat. Camille Contreras) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=XctrnaLYuMM    Somebody Else 

 

https://www.youtube.com/watch?v=uK73Q22Ncuw    Head Rush

Wie Ihr ja wisst, schreibe ich wahnsinnig gerne für Newcomer. Es bereitet mir große Freude, ihnen den Weg mitbereiten zu können. Heute geht es um einen Newcomer, der die derbere Musikwelt mit frischen Sounds beschenkt. Es geht um Oceans.

 

Viel findet man nicht heraus, wenn man die vier Jungs aus Wien und Berlin googlet. Bekannt ist, dass sie sich 2018 gründeten und bei Nuclear Blast unterschrieben haben. Zudem sind sie die derzeit aufstrebendste junge Band, die bereits mit ihrer Digital Debüt-EP Into The Void ordentlich Staub aufgewirbelt haben! Auch wenn man im Vorprogramm von Cellar Darling zu sehen war, spricht das für sich. Dabei zelebrieren die Jungs eine Mischung aus Post Death Metal, Nu Metal & Progressive. Sänger / Gitarrist / Songwriter Timo Rotten über die Band: "Wir sind mit nichts in unseren Händen in die Tiefe hinabgestiegen und mit der Gewalt eines Tsunamis aus ihr wiederauferstanden. Die Ozeane werden aufsteigen und das Land erobern. Erwartet Tod. Erwartet Trauer. Erwartet Schmerz. Aber vergesst niemals den Hoffnungsschimmer am Horizont. Unten in der Dunkelheit sind wir viele." Starke Worte und eindeutiger kann man den Sound gar nicht beschreiben! 

 

Seit dem 10.01.20 ist ihr Debüt-Album The Sun And The Cold  über Nuclear Blast erhältlich, welches genau diese angesprochene Thematik in die Welt hinaus wütet. Wie das alles klingt, ergründen wir jetzt!

 

Es geht auch gleich brachial mit dem Herz- und Titelstück The Sun And The Cold  los. Knarzende Sounds, eine brachiale Urgewalt, ein extremes Klang-Gewitter, wahre Metal-Geschosse donnern da aus den Boxen. Mittendrin wird es dann melancholisch, schwermütig und Sänger Timo zeigt seinen einschneidenden, erhabenen Klargesang. Zwischendrin gibt es Death Metal-typische Growls. Sehr geile Mischung, starke Übergänge, monumentale Klangwelten! Wechselhaft und unberechenbar wie der Ozean selbst. Es ist schon ein Kunststück, seine Musiktitel und Gegensätze entsprechend umzusetzen. Oceans beweisen da ein sehr gutes Händchen für! Weiter geht es mit We Are The Storm!  und entgegen meiner Vermutung geht es hier sehr ruhig zu. Zwar kraftvoll und aussagekräftig, aber Oceans punkten hier mit Melodic Progressive Nu Metal. Besser kann man es nicht bezeichnen und wenn es im Refrain um den Songtitel geht, will ich alle Fäuste oben sehen! Wir sind der Storm, die Urgewalt gegen alles Unmenschliche, die Guardians of the nature! Gegen Ende dröhnt sogar noch ein ordentlicher Death Metal Part aus den Boxen, als der Sturm richtig los bricht und Timo weiß es perfekt abzuschätzen, wann er klar singt und wann er growlt. Einfach genial! Einen schicken Visualizer gibt es auch noch dazu! Im Anschluss präsentiert sich die erste Single des Albums. Dark  ist auch die beste Bezeichnung dafür, denn es regnet düstersten Death Metal der übelsten Sorte. Brachiales Gedröhn, höllische Atmosphäre, tiefstes Gegrowl, optimal zum Headbangen. Einfach nur geil und zwischendrin gibt es sogar Klargesang im Klang-Unwetter! MÜSST Ihr gehört und gesehen haben! Eine weitere Single ist Paralyzed  und nach dem urgewaltigen Gedröhn gibt es jetzt melancholische, tieftraurige, tief einschneidende Klänge. Depression, schwere Ketten, Hoffnungslosigkeit. Zwischendrin extrem düstere Sequenzen. Kraftvoller, Ketten sprengender Refrain. Die Übergänge zwischen den einzelnen Passagen sind richtig großes Kino! Da versteht jemand sein Handwerk! Richtig geiles Lied! Take The Crown. Krone übernehmen. Revolution. Eigener Herr sein. Kontrolle übernehmen. Kraftvoller Progressive Nu Metal befeuert das Ganze ordentlich! Ein Song, der Mut macht! Kerniger Klargesang, tiefste Growls, geballte Mixtur! Auch Shadows  ist so ein Beispiel dafür, wie geschickt Oceans alle ihre Stile unter einen Hut zu bringen wissen! Zudem ist es ein Track, der seine Thematik eindringlich umsetzt. Richtig fett! Legions Arise. Ein Titel, der keinen Platz mehr für Interpretation lässt. Klare Message, fette Ansage! Die Horde rennt und walzt alles nieder - zum Sturm auf die Bastion! Kraftvoll, lautstark, revolutionär, Befreiungsschlag! Es wird frostig, kalt, eisige Winde wehen, endlose Landschaften öffnen sich vorm geistigen Auge. Mittendrin gefühlvolle Klänge, Timo präsentiert seine eingängige romantische Seite, es wird melancholisch. Richtig starke Kulisse und zwischendrin zerklüftete Felsen und schroffe Landschaft. Das ist nicht nur Musik - das ist eine Natur-Doku! Mein absoluter Anhör-Tipp! Truth Served Force Fed. Das lasse ich Euch jetzt mal selber übersetzen. Soll ja auch spannend bleiben. Auf jeden Fall erwartet Euch hier die pure Eskalation und eine deftige Breitseite! Die Zeichen stehen auf alles vernichtendes, vereinnahmendes Unwetter! Passend zum Bandnamen darf natürlich auch Water Rising  nicht fehlen! Düster, creepy, einschneidend, langsam aufbauend steigen wir in die Perle ein. Horrorfilm Fans werden sich direkt verlieben! Militärisch wird es auch noch mit Vocals, die durch ein Megafon in die Menge geblasen werden. Im Refrain bahnen sich die Wassermassen ihren Weg ins Tal und tragen alles hinfort, was nicht niet- und nagelfest ist. Richtig geil gemacht, mein absoluter Favorit! Wir sind LEIDER, LEIDER schon am Ende angelangt. Aber Oceans verabschieden sich nicht, ohne den letzten Punkt in Timos Aussage zu berücksichtigen: Hope. Hell, freundlich, eingängig, aufbauend kommt die Perle daher. Eine gewisse Ausgelassenheit blitzt durch die grauen, schweren Gewitter-Wolken. Die Welt wird erhellt. Kraftvoll, durchatmend, befreiend. Bewahrt Euch genau diesen Funken, dann erleuchten immer noch genug Lichter die aufkeimende Dunkelheit! Richtig schöner Ausklang mit der letzten Single! 

 

Fazit: Oceans sind wirklich eine wahre Pracht und Wucht! Ihr Bandname ist perfekt gewählt, denn nichts gleicht dem Ozean so sehr wie ihre Musik! Extrem abwechslungsreich, launisch, vielfältig, tiefgründig, urgewaltig, vernichtend, dennoch Trost spendend, melancholisch, trotzdem wunderschön. Eine so abwechslungsreiche Vielfalt in der Musik-Gestaltung ist wahnsinnig erfrischend und bietet extrem viele Möglichkeiten, auf die die Jungs nur zu gerne zurück greifen! Was hier passiert, ist wirklich gigantisch und die Band hat es verdient, auf dem Vormarsch zu sein! Sie bringen unglaubliches Talent mit, ergeben eine perfekte Einheit in ihrer Konstellation und haben mit Timo Rotten den besten Mann an ihrem Mikro! Das ist nicht nur Musik, meine Lieben! Zudem haben sie richtig gute Messages auf ihre Fahnen gebrannt und haben was zu sagen, was auch brachial in die Welt geschrien wird! Am 08.02. spielen sie übrigens mit Equilibrium, Lord Of The Lost & Nailed To Obscurity in Stuttgart! Diese Konstellation tourt aktuell durch die Lande und ihr dürft Euch dieses übermächtige Dröhn-Spektakel nicht entgehen lassen! Beste Gelegenheit, um sich von der brillianten Spieltechnik der Band zu überzeugen!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN! 

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=Ca_KMgoWiQc&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=12&t=0s    Dark

 

https://www.youtube.com/watch?v=IJ7tJUU618U&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=10&t=0s    We Are The Storm! (Official Visualizer) 

 

https://www.youtube.com/watch?v=cCC8f66MNIM&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=13    Paralyzed

 

https://www.youtube.com/watch?v=JeicW4LhglY&list=PLB4brr7vf-P4jhebNMDv_s6tgoO0UxGja&index=2    Hope

Den Künstler, um den es heute geht, muss man nicht mehr groß vorstellen. So viel hat er erreicht, so viele schöne Stunden Musik hat er uns beschert! Jetzt ist er das allererste Mal solo zu erleben. Es geht um Marko Hietala

 

Egal, ob mit seinem Haupt-Flaggschiff Nightwish oder mit seiner Band Tarot - Marco Hietala (so sein Künstlername) ist eine absolute Größe im Musikgeschäft! Musiker, Komponist, Sänger, Songwriter, Bassist - er hat viele Talente und alle investiert er in seine Leidenschaft Musik! Finnische Melancholie, verpackt in raffinierte Härte - das ist sein Markenzeichen! Umso mehr wird es die gigantische Fan Schar erfreuen, dass er jetzt auch unter eigenem Namen musiziert! 

 

Alleine ist er deswegen trotzdem nicht, Gitarre, Keyboard und Schlagzeug begleiten ihn trotzdem mit 3 fähigen Musikern. Trotz der freudigen Nachricht, dass das neue Nightwish Machwerk so gut wie fertig ist, hat er es geschafft, am 24.01.20 sein Solo-Debüt Pyre Of The Black Heart  über seine Label-Heimat Nuclear Blast veröffentlichen können. Und ich stelle es Euch heute vor! 

 

Den Anfang macht sogar die aktuelle Vorab-Single Stones. Melancholisch, eindringlich, packend, mystisch, kräftig, ausdrucksstark, mit leichtem Folk-Ansatz - so startet Marko in sein Debüt. Wunderschöne Melodien und eine gehörige Ansteck-Gefahr mit dem berühmt-berüchtigten Ohrwurm machen diesen Opener zu einer ganz besonders feinen Perle. Sehr geiler Einstieg! Das nächste Stück ist zwar keine Single, aber es gibt ein schickes Lyric Video und aufgrund der tief gehenden, ergreifenden Worte, die Marko uns mit The Voice of My Father  schenkt, lohnt sich ein Blick! Zudem ist es eine ergreifende Message, die Marko und seine Band mit melancholisch-gefühlvollem Prog Rock umsetzen. Einfach nur geil, wunderschön, verzaubernd und entfacht tausende Feuer! Weiter geht es mit Star, Sand and Shadow und Marko beweist ein Händchen für Abwechslung sowie neue musikalische Horizonte. Der Fokus liegt klar auf gigantischen Electro-Teppichen, der Rock wird akzentuiert eingesetzt. Ausdrucksstark, mystisch, geheimnisvoll, packend, vielseitig, schwarz-glänzend. Faszinierendes Lied! Dead God´s Son hingegen macht thematisch ja schon vom Lesen her klar, was Sache ist. Dafür wird es sehr gefühlvoll vorgetragen und der Prog Rock ertönt wieder. Im Refrain wird es kraftvoll und dramatisch. Richtig stark! Nightwish sind ja bekanntermaßen Götter der gigantischen Balladen. Wenn sie Balladen veröffentlichen, weint das schwarze Herz vor Freunde und möchte zerspringen, weil es so mit leidet und liebt. For You  fällt genau in diese Kategorie! Meterdicke Gänsehaut, Milliarden Liter Herzblut, unzählige brennende Kerzen, ein dunkler Glanz. Müsst Ihr Euch unbedingt anhören! Besonders der instrumentale Abschnitt ist der absolute Oberhammer! Die Riffs, die Melodien, diese Intensität - wooooooooooooooow! I Am The Way fährt dann wieder andere Stärken auf. Classic Rock, Prog, Melancholie, großspurige Ballade, verzweigte Klangspielereien, knarzende Geräusche, geheimnisvolle, teils gruselige Atmosphäre. Unbeschreiblich spannend, was hier passiert! Faszinierend! Vor allem die atemberaubenden Wechsel, Übergänge und die unvergleichliche Mischung machen diesen Diamanten so prachtvoll! Mein absoluter Anhör-Tipp! Runner of the Railways  klingt dann wieder anders. Pfeilschneller Folk Metal, Korpiklaani-Konkurrenz, Highway-Motorrad-Outlaw-Attitüde, Kick Ass Rock `n` Roll. Die dreckige, rotzfreche Drecksau und Party-Hymne des Albums! Auch zu diesem abgefahrenen High Speed Monster gibt es ein Lyric Video. Kann man nur empfehlen! Und auch hier gibt es unzählige kleine Details, die im Gesamtpaket ein fettes Ganzes ergeben und für den ultimativen Hör-Spaß sorgen! Death March For Freedom. Ein Titel, der zum Nachdenken anregt. Entgegen meiner Erwartungen, was jetzt kommt, punktet Marko hier mit 80er Jahre Classic Rock und einer rotzigen Punk Attitüde. Richtig cool gemacht! I Dream gönnt dem Hörer dann nach so viel Geschwindigkeit eine Verschnaufpause mit einer weiteren, wunderschönen, verträumten Ballade. Nur Gitarre und Marko sind zu vernehmen. Reicht schon voll aus für ein wunderschönes Lied! Schlagzeug und Bass gesellen sich trotzdem dazu und bringen eine rauchige leichte Jazz-Note mit ein. Einfach nur traumhaft! Auch hier findet sich eine gruselige Stelle, die perfekt auf Nightwishs Imaginarium gepasst hätte. Vielleicht doch ein Alptraum? Die Musik ist definitiv keiner, die ist ein Genuss! Damit sind wir LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt. Aber von Nightwish sind wir es gewöhnt, dass es ein grandioses Finale gibt! So auch in diesem Fall. The Truth Shall Set You Free ist eine geballte, gigantische Power-Melancholie-Gefühl-Ballade mit starkem Helden-Epos-Charakter. Was für ein schöner Schlusston! 

 

Fazit: Eines muss man über Marko Hietala definitiv sagen - er ist vielseitig! Prog, Folk Metal, Classic Rock, Punk, Nintendo, Kult Serien, Jazz - hier ist echt alles vertreten und niemand kann sagen, dass er hier nicht bedient wird! Zudem gibt es eine gigantische Gefühls-Palette: Melancholie, Ballade, High Speed, Grusel-Faktor, Witz, Freiheit, Nachdenklichkeit, Dankbarkeit - die Palette ist schier endlos! Marko ist und bleibt rundum ein Tausendsassa und sein Solo-Debüt kann locker mit seinem Flaggschiff Nightwish mithalten! Geht ins Ohr, bleibt im Kopf, ist in der Seele verewigt. Dieses Album DÜRFT Ihr NICHT verpassen! Ich kann es Jedem nur wärmstens empfehlen! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN! 

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=ifc3gBsM6B0    Stones

 

https://www.youtube.com/watch?v=dwvqpRRCDdE    The Voice of My Father 

 

https://www.youtube.com/watch?v=0j3j4dfKel8    Runner of the Railways

Heute geht es um eine Band, die in der dunklen Electro-Welt schon als richtiger Mega-Star gelten darf! Seit ihrer Gründung haben sie immer größere Kreise ziehen und immer mehr Menschen erreichen können. Die Rede ist von der Eisfabrik!

 

Amphi, Darkstorm, Kasematten, WGT, M´era Luna, Autumn Moon - man könnte noch mehr aufzählen, so viele Szene-Festivals haben Eisfabrik schon bespielen dürfen! Wie es sich für eine Band mit diesem Namen gehört, gründeten sie sich im Winter 2011 / 2012. Wir feiern also nächstes Jahr 10-jähriges! Ihr unverwechselbarer Sound, der die genaue Handschrift von den beiden Elektronikern Der Frost und Celcius trägt, zusammen mit der wundervollen Stimme von Dr. Schnee, machen Eisfabrik zu einer der absoluten Granaten im dunklen Musik-Universum! Auch ihre musikalische Vergangenheit, die bei der Band selbst aber keine Rolle spielt, hinterlässt ihre Spuren im Sound-Kosmos. 4 Alben sind in der langen Zeit entstanden, das letzte (Null Kelvin) 2017, inklusive 4 EP´s und Singles. Die letzte erschien im letzten Jahres-Abschnitt 2019, nannte sich Rotationsausfall in der Eisfabrik und erwies sich als Einstimmung auf einen Longplayer. 

 

Eben jener ist heute frisch erschienen und hört auf den wundervollen Namen Kryothermalmusik aus der Eisfabrik. Kryo für eisig kalt, einfrieren, thermal für sehr warm, wohltuend - eine äußerst geniale Wort-Kombination, die die Musik der 3 Eis-Fabrikanten einfach nur auf den Punkt genau definiert. Wie der neue Langspieler des Trios klingt, das verrate ich Euch jetzt.

 

Den Anfang macht Deeper And Deeper. Monumentale Klangwelten, Geräusche aus der Fabrikhalle, allertiefster Gesang, verzerrter Gesang aus den tiefsten Tiefen der Hölle, hinzu kommen treibende Bässe und es wird eiskalt - das ist die Eisfabrik 2020! Welch fetter Einstieg mit einem bombastischen Opener, mit dem Eisfabrik mal richtig düster klingt und neue Facetten im Klang-Universum aufzeigt! Weiter geht es mit No Matter  und klang-technisch bleiben wir in der Fabrik. Treibende Bässe, pumpende Beats und ein bezaubernder Klang-Teppich sorgen für die perfekte Future Pop / EBM Verschmelzung und eine berauschende Dunkelromantik-Club-Ballade, die noch lange im Ohr bleiben wird! Weiter geht es mit We Don´t Care und eine weitere Neuerung im Klang-Kosmos ist zu entdecken: sanfte, melancholische Gitarren-Klänge leiten diese tief berührende, wunderschöne Dunkelromantik-Hymne ein, die dann mit der unverwechselbaren Eisfabrik-Future Pop-EBM-Mixtur verfeinert wird. Melancholisch und dennoch hell strahlend und nach Freiheit fordernd - Kryothermal einfach! Grim Reaper. Eine Thematik, die auch neu bei den Hamburgern ist. Sprech-Gesang und verzweigte Klangspielereien eröffnen, danach stampft geballter Electro-EBM in den Raum. Der Gesang von Dr. Schnee wird eindringlicher und die Eisfabrikanten ziehen den Hörer zum einen in ihren Bann mit eindrucksvoller Erzählkunst und Düster-Touch, zum anderen auf die Tanzfläche. Einfach nur geil! Den Track findet Ihr auch auf der Cold Hands Seduction Vol. 215  vom Sonic Seducer! Auch Lonely Like A Wolf  beginnt anders, als man das von den Herren gewöhnt ist. Ein Wolf leitet den Track passenderweise ein, danach knallt starker EBM aus den Boxen, der im Refrain mit melancholisch-dunkelromantischem Future Pop ergänzt wird. Faszinierend, was die Hamburger diesmal alles aus dem Hut zaubern! Too Late  beginnt mit knarzenden Sequenzen, unzähligen kleinen Klangspielereien und bläst fetten EBM Sound aus den Maschinen. Dr. Schnee singt melancholisch dazu und so bekommt das Lied einen bittersüßen Beigeschmack. Kalt, melancholisch, düster, trotzdem eingängig und dunkel-romantisch - Kryothermalmusik at its best und un-nachahmbar! Greetings From Far Away. Alleine schon von den Titeln her trumpfen die Fabrikanten diesmal ordentlich auf. EBM, Future Pop, Electro, leichte Trance-Ansätze, pumpende Bässe, treibende Beats, unterkühlte Atmosphäre, wunderschöne Melodien, berauschender Refrain mit Gänsehaut-Faktor 1000 - richtig schicke Perle! Passenderweise gibt es direkt im Anschluss die Journey Of Oblivion. Stampfend, mit unzähligen Klangspielereien gespickt, pfeilschnell, für die Tanzfläche gemacht, mitreißend. Fett, Jungs! Einfach nur fett! Die Single And Nothing Turns  von der oben erwähnten Warm-Up EP Rotationsausfall in der Eisfabrik  darf natürlich auch nicht fehlen und gibt es hier in der schicken Extended  Version. Behandelt wird hier die ewige Und täglich grüßt das Murmeltier-Thematik. Verlust eines geliebten Menschen, gebrochener Mensch, Stillstand. Umgesetzt wird das mit leichtem Klassik-Touch, tief berührendem Future Pop und einem gehörigen Schuss Melancholie. Wunderschöner, trauriger Diamant! Zum Abschluss gibt es sogar die ersten deutschen Lyrics dieser CD. Einfach nur packend und tief treffend! Nachdem es in die Ferne zog, geht es nun Back Home  mit treibendem Future Pop-EBM und melancholisch-befreiendem Touch. Richtig toll gemacht! Opposites Collide. Gegensätze kollidieren. Genialer Titel! Ähnliches trifft auch perfekt auf die Eisfabrik zu, ich würde kollidieren aber durch verschmelzen ersetzen. Hell, dunkel, kalt, dunkelromantisch, tanzbar, kryothermal - all das macht sie aus! Hier präsentieren sie stampfenden, pfeilschnellen, treibenden Electro-EBM-Future Pop, der klar auf die Tanzfläche schießt! Ich will Euch tanzen sehen! Damit sind wir LEIDER, LEIDER schon wieder am Ende angelangt *schnief* Aber die Eisfabrik wartet noch mit einem ordentlichen Kracher auf! White Sheet  von der Vorgänger-EP Rotationsausfall in der Eisfabrik  erwartet Euch hier in der Kryothermalversion und präsentiert sich als knarzende, extrem düstere, eiskalte, einfrierende, zutiefst traurige, melancholische, ganz tief einschneidende Bestie. So etwas gab es noch nie aus der Eisfabrik! Einfach nur der absolute Oberhammer! Was für ein geiles Finale! 

 

Fazit: Eisfabrik-Fans aufgepasst! Die Hamburger warten mit einem Koloss auf! Hier regnet es Eiskristalle und -diamanten, die so noch nie aus der eisfabrik´schen Produktionshalle drangen! Eindringliche, geniale Erzählkunst, fast schon düstere Märchen werden hier in packende, abwechslungsreiche, wundervolle Klang-Teppiche gehüllt und mit unzähligen, raffinierten Klangspielereien gespickt, die wie tausende Nadeln in die Haut fahren! Eiskalt, dennoch umschmeichelnd melancholisch, herzzerreißend und dunkel-romantisch - die genialste Kryothermalmusik, die die Szene zu bieten hat! Die Eisfabrik erfindet sich neu und klingt einfach noch geballter und stärker als zuvor! Eine Band, die auch nach 9 Jahren immer noch ihre Musik toppen kann - da muss man den Hut ziehen! Ich oute mich als infiziert - dieses Album ist höchst ansteckend und die absolute Wucht! 

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN, WEIL KÜNSTLER UNTERSTÜTZEN! 

 

Euer Krähenkönig 

 

https://www.youtube.com/watch?v=zjaf1VZlqrk    And Nothing Turns

 

https://www.youtube.com/watch?v=kchosH4WiY0    Grim Reaper (vertreten auf Cold Hands Seduction Vol. 215 / Sonic Seducer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=E-FxUuUDgkI    Grim Reaper (No Crop Without Seeds Mix)

 

PS: Das neueste Video befindet sich als Song auf der neuen EP Automatisierung in der Eisfabrik

Ein herzliches Willkommen im Jahre 2020! Uns erwartet ein weiteres, aufregendes, spannendes Jahr, vollgepackt mit unzähligen neuen Veröffentlichungen! In dieses möchte ich heute mit einer Band starten, die von sich sagen darf, dass sie wahre Shooting Stars ihres Genres sind! Jedes neue Album ist ein Genuss für ihre Fans. Die Rede ist von Erdling

 

2015 aus den ehemaligen Stahlmann-Mitgliedern Neill Freiwald und Niklas Kahl entstanden, haben sich Erdling in den 5 Jahren ihrer Bestehungszeit schon einen guten und mittlerweile großen Namen gemacht. Singles der Marke Blitz und Donner, Mein Element, Absolutus Rex, Tieftaucher, Wieso Weshalb Warum sowie Getrieben vom Hass feat. Marc von Caliban rotierten rasend schnell zu Publikums-Lieblingen, erreichten Kult-Status und wurden Evergreens der Bandhistorie. Auch einige Wechsel im Line-Up warfen die Jungs nie aus der Bahn und sie bespielten alle namenhaften Szene-Festivals. 3 Alben sind inzwischen entstanden, alle randvoll gepackt mit absoluten Krachern. Das Letzte erschien 2018 unter dem Namen Dämon und sie haben ihre Label-Heimat von Anbeginn an in Out Of Line gefunden.

 

Nachdem sie mit der Vorab-Single Wir sind Midgard nur noch zu dritt waren, sind Erdling wieder auf eine vier Mann starke Truppe angewachsen. Neben Frontmann Neill Freiwald und dem zweiten festen Bestandteil, Gitarrist Neno Knuckle / Ne Djentno sind nun auch Bassist Robin Sem Vedrfölnir / Robin und Schlagzeuger Christian Eichlinger dabei, Letzterer seit 2018. Nach der wuchtigen eben erwähnten Vorab-Single legen Erdling nun mit Album Nummero 4, genannt Yggdrasil, nach. Benannt nach der gleichnamigen Welten-Esche, ziert diese nun auch in ihrer ganzen Pracht das Cover des neuen Werkes. Bereits die erste Single deutete in die Richtung, dass es musikalisch ebenfalls eine Entwicklung zu vermerken gibt. Zusätzlich zur NDH gibt es jetzt auch einen Hauch Viking Metal im Sound. Ob sie dies nun mit dem neuen Album ausbauen werden? Die Thematik legt es nahe, die zudem mit dem Weltenbaum als Verkörperung des gesamten Kosmos zudem auch noch wahrlich übermächtig daher kommt. Seit dem 10.01.20 ist die neue Platte draußen, ich stelle sie Euch heute vor!

 

Los geht es mit dem Intro Hel und die Herrscherin der Unterwelt, Helheim genannt, verkündet von den aktuellen Bedrohungen, die Midgard befallen haben. Bestie Mensch als Hauptschuldiger selbstverständlich. Ihre letzten Worte Der Baum des Lebens stirbt hinterlassen eine Gänsehaut ... Insgesamt kommt das Intro sehr wuchtig und mit mächtigem Folk Metal Einschlag daher. Sehr geil gemacht, richtig feiner Einstieg! Mit der brandaktuellen Single Blizzard legen die Jungs dann richtig los. NDH verschmilzt mit brachialem Folk Viking Metal und getreu dem Titel vereisen sie die Überreste der sterbenden Welt. Im Refrain wird mit geballtem Gruppen-Gesang gebrüllt, ansonsten beeindruckt Sänger Neill wieder mit seinem urtypischen Klang. Der Text spricht Bände und ist ebenso genial wie wahr. Einfach nur fett! Erdling sind übermächtig zurück! Die schon oft erwähnte Vorab-Single Wir sind Midgard darf hier natürlich auch keinesfalls fehlen und mit ihrem neuen vierten Mann klingt sie umso brachialer. Definitiv zwei Kandidaten, die sich in die Reihe der Evergreens einreihen werden und schon bald zum Kult-Status rotieren! Besonders der Ohrwurm-Faktor der Vorab-Single unterstützt diese Entwicklung. Eben jenen Faktor findet man auch ab der ersten Sekunde bei der Über-Hymne Hundert Welten. Sie pendelt zwischen brachialem Gewitter, dunkel-romantischen Elementen und einer satten Electro-Schlagseite. Einfach nur fett und höchst ansteckend! Wie auf mächtigen Streitrössern preschen Erdling mit den Valkyren übers Schlachtfeld. Das Herr der Ringe Kopfkino ist wieder aktiv mit den Reitern Rohans! Am heiligen Hain ist eine weitere Single, die mich persönlich von der Grundmelodie her an Mono Inc.´s Children of the Dark erinnert. Aber Erdling brauchen keinerlei Vergleiche! Sie kommen ohne sie aus! Folk Metal, NDH, tief einschneidende Atmosphäre, tief treffende Worte, melancholisch-mächtige Grundstimmung. Ich sage nur: Am letzten grünen Platz auf Erden, da will ich sterben ... Ein weiterer Evergreen am Erdling-Firmament! Zudem zwei Kandidaten, die hundert pro im Live-Programm landen werden! Zwei übermächtige Gäste haben sich Erdling diesmal auch wieder an Bord geholt. Der erste ist Robse von Equilibrium, der den neuen Sound der Band natürlich am allerbesten repräsentieren und supporten kann! Dementsprechend dröhnt hier eine Mischung aus NDH und Viking Metal mit einem Hauch Death Metal aus den Boxen, die alles niederwalzt, was da kreucht und fleucht. Welch Über-Hymne! Ein Monster, welches sich den Begriff Evergreen in sein breites Streitschild schmieden wird! Headbangen vorprogrammiert! Im Namen der Krähe fungiert die Single als Beschützer der neun Welten und der Tiere sowie als deren Rächer, denn: der Mensch ist der Erde Untergang! Warum, seht Ihr im Video ... Sturmfänger. Oder um es mit Erdling zu sagen: Sturm-Entfessler! Trifft allerdings nicht auf dieses Lied zu. Sanft, ruhig, lichtgeflutet fängt das Lied an und Neill präsentiert seine zarte, romantische Seite. Im Refrain wird es urgewaltig. Auch diese Ebene steht Erdling sehr gut, wie sie bereits mit Stücken wie Firmament  bewiesen haben. Dieser Diamant verstärkt das tausendfach und entfacht aber Milliarden Kerzen. Feuerzeuge hoch, ich will ein Meer aus Lichtern sehen! Geht unter die Haut, bleibt in der Seele. Das bisher schönste Lied der Bandhistorie! Blut und Erde hingegen zeigt schon vom Namen her, dass es jetzt wieder deftig wird. Und zwar so deftig, wie Erdling noch nie los gelegt haben! NDH mit fetter Death Metal Schlagseite dröhnt da über den Hörer hinweg und spricht eindeutig für sich. Sogar ein Stückchen Folk findet sich zum Ende hin. Ich will Euch eskalieren sehen! Sogar der legendäre, oft beschriebene Grendel wird auf dem Album thematisiert. Das Grundgerüst von Absolutus Rex wird erneuert, erweitert und zum Obelisken ausgebaut. Was für ein episches Brett und Gedröhn aller göttlichster Güte! Das lässt sogar Walhalla erzittern und sprengt das Eis Jotunheims. Die letzte Single, zweite Vorab-Single sogar, darf natürlich auch nicht fehlen und der zweite Gast lässt von sich hören. Kein Geringerer als Label-Kollege Chris Pohl (Blutengel) unterstützt Erdling hier und eine wahre Düster-Hymne erklingt, die die neuen Stile von Blutengel und Erdling vereint. Richtig geil geworden und ein weiterer Evergreen ist ihnen sicher! Wölfe der Nacht - ein episches Tier, das auf so einem Album nicht fehlen darf und ein Lied, Neills Vater gewidmet! Allerherzlichstes Beileid an der Stelle; Walhall hat ihn sicher aufgenommen! Im Video ist auch Leo Dowidat (u. a. Model und bei Nuclear Blast) zu sehen. Lohnt sich also dreifach! Wir sind LEIDER, LEIDER zu meinem aller tiefsten Bedauern schon am Ende angelangt. Aber mit dem Herz- und Titelstück Yggdrasil entfachen Erdling nochmal ein Feuerwerk und lassen die Bestie von der Kette! Brachial, Yggdrasil verehrend, Walhall Tribut zollend, Über-Hymne, Ohrwurm-Faktor 1000, rauschende Feste, monumentales Gedröhn, höchst ansteckend! Wenn das nicht ins Live-Programm kommt, protestiere ich! Ein Lied, das man sich auch viermal hintereinander anhören kann, ohne dass es nervt! Was für ein geiler Abschluss, tausend Dank dafür! Mit epischsten Folk-Elementen endet das Album dann genauso mächtig, wie es auch begann.

 

Fazit: Erdling legen das bisherige Über-Album ihrer noch relativ jungen Bandhistorie vor und legen die Messlatte für 2020-Veröffentlichungen ordentlich hoch! Ein episches Gedröhn, das seinesgleichen sucht, erwartet die Hörerschaft, die jetzt um unzählige Wikinger erweitert werden wird! Dieses Album ist der absolute Oberhammer, der Euch gleich Thors Hammer Mjölnir direkt in die Fresse trifft und sich dort fest saugt, bis er mit Euch verwächst! Einfach nur krass, was die Jungs hier abliefern! So brachial, eindrucksvoll, vielseitig und übermächtig sind Neill und seine Mannen noch nie zu Werke gegangen! Ein Album voller Hits und ein Paukenschlag fürs neue Jahr! Mit Robse und Chris Pohl hat man zudem zwei Gäste an Bord geholt, die beide Richtungen der Band eindrucksvoll vertreten. Wer sich das entgehen lässt, wird nie die Tore Walhalls zu sehen bekommen! Nein, Spaß. Ihr dürft das nicht verpassen! Ich bin einfach nur überwältigt und bedanke mich zutiefst bei Erdling für dieses Monstrum!

 

Biss bald, stay tuned und CD NUR KÄUFLICH ERWERBEN!

 

Euer Krähenkönig

 

https://www.youtube.com/watch?v=J5oMSIIQJqk    Wir sind Midgard

 

https://www.youtube.com/watch?v=W-ks3m1aOTs    Wölfe der Nacht (feat. Chris Pohl)

 

https://www.youtube.com/watch?v=gGB6Toat-p8    Im Namen der Krähe (feat. Robse Dahn / Equilibrium)

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=CVqUA_G5-a0    Am heiligen Hain

 

https://www.youtube.com/watch?v=YtGaEwoOF1s    Blizzard